DE3717277A1 - - Google Patents

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DE3717277A1
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resin
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Claims (5)

1 2 Patentansprüche genden Kunst- und/oder Naturfasern (DE-OS 25 58 987).
1. Verfahren zur Herstellung von Halb- und Fertig- Zudem ist aus der DE-OS 24 22 804 ein Verfahren zur produkten aus Prepreg- und Harzabfällen, bei dem Herstellung eines sehr feinen Pulvers aus thermoplastidie Abfälle gesammelt, unter Einwirkung eines tief- 5 sehen Kunststoffabfällen bekannt, bei dem unter Ansiedenden und verflüssigten Gases abgekühlt, zer- wendung eines tiefsiedenden und verflüssigten Gases in kleinert, vermischt und unter Drücken von 1 bis vorteilhafter Weise beispielsweise Folien, Fäden, Sta-10 bar sowie bei Temperaturen von 120 bis 200° C pelfasern und Gewebereste zerkleinert werden.
zu Formungen, insbes. zu Baustoffplatten unter- Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren vor-
schiedlicher Größe und Geometrie, gepreßt wer- 10 zustellen, mit dem auch aus unausgehärteten und ausge-
den, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte härteten Prepreg- und Harzabfällen Halb- und Fertig-
a) Sammeln der Prepreg- und Harzabfälle ge- produkte hergestellt werden können, wobei abhängig
trennt nach ausgehärteten und unausgehärte- vom Harztyp unterschiedliche Produktionschargen ge-
ten sowie nach epoxid- und phenolhaltigen fahren werden sollen.
Abfällen, 15 Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merk-
• b) Abkühlen der Abfälle auf Temperaturen malen des Hauptanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltun-
von ca. —100° bis —2000C, gen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unter-
c) Zerkleinern der Abfälle auf Abmessungen ansprächen zu entnehmen.
zwischen 0,5—5*10~3m, Prepreg- und Harzabfälle werden getrennt nach
d) Mischen der Abfallgranulate aus ungehärte- 20 Harztypen (z. B. epoxid- oder phenolhaltig), sowie nach ten und ausgehärteten Abfallstoffen mit glei- unausgehärteten und ausgehärteten Abfällen gesamcher Harzbasis bei Temperaturen von ca. 0 bis melt. Diese Abfälle werden in der Regel in Räumen und —200C, Behältern zwischengelagert, in denen eine Temperatur
e) Einbringen, Formen und Aushärten des Ge- von 0 bis — 20° C und/oder eine relative Luftfeuchtigkeit misches in einer Formpresse. 25 von höchstens 40% herrscht. Von diesem Lager gelan-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- gen die nach epoxid- und phenolhaltigen Harzen gezeichnet, daß die gesammelten Abfälle vor ihrer trennten Abfallstoffe in verschiedenen Produktions-Abkühlung bei einer Temperatur von 0 bis -2O0C Chargen in eine vorzugsweise mit einem tief siedenden und/oder einer relativen Luftfeuchte von höchstens und verflüssigten Gas arbeitende Abkühleinrichtung, in 40% zwischengelagert werden. 30 der die Abfälle eine Temperatur von—100 bis—200° C
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge- erreichen.
kennzeichnet, daß das Zerkleinern der abgekühlten Durch diesen Abkühlungsprozeß erfolgt teilweise ei-Abfälle bei Temperaturen von ca. 0 bis — 200C er- ne Rißbildung in den Abfallstoffen, die den anschließenfolgt, den Zerkleinerungsvorgang in geeigneten Zerkleine-
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 35 rungsmaschinen erleichtert. Hier werden Abfallgranuladadurch gekennzeichnet, daß das volumenbezoge- te hergestellt, die in Abhängigkeit vom Verwendungsne Mischungsverhältnis aus ungehärtetem und aus- zweck und den mechanischen Eigenschaften der spätegehärtetem Abfallgranulat zwischen 50:50 und ren Produkte Korngrößen von 0,5—5*10~3 m aufwei-99 :1 liegt. sen. Ihre Temperatur liegt beim Verlassen der Zerklei-
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, 40 nerungsmaschine vorzugsweise zwischen 0 und —20° C, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Gemisch um ein vorzeitiges Aushärten der unausgehärteten Abaus unausgehärtetem und ausgehärtetem Abfall- fallstoffe zu vermeiden.
granulat zum Einstellen des Faseranteils zusätzli- Anschließend wird ein Gemisch aus den auf Tempera-
ches Fasermaterial zugibt. türen zwischen vorzugsweise 0 und-2O0C gehaltenen
45 Granulaten der unausgehärteten und der ausgehärteten
Beschreibung Abfallstoffe hergestellt, wobei das volumenbezogene
Mischungsverhältnis zwischen 99 :1 und 50 :50 liegt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung Dadurch, sowie durch die mögliche Hinzugabe weiteren von Halb- und Fertigungsprodukten aus Prepreg- und Fasermaterials, läßt sich der Faseranteil am volumenbe-Harzabfällen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. 50 zogenen Bauteil zwischen vorzugsweise 20—60% ein-
Gegenwärtig werden Prepreg- und Harzabfälle in der stellen. Abschließend wird das unterkühlte Granulatge-Faserverbundmaterialien verarbeitenden Industrie, ins- misch in Formpressen eingebracht, um dort unter Drükbesondere bei der Herstellung von Verkehrsmitteln wie ken von 1 bis 10 bar und bei Temperaturen von 120 bis Luftfahrzeuge, unsortiert gesammelt und einer Abfall- 200° C geformt und ausgehärtet zu werden,
beseitigung zugeführt Eine Wiederverwertung oder 55
Weiterverarbeitung dieser an sich wertvollen und hochwertigen Abfallstoffe ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht sinnvoll.
Die bisher bekanntgewordenen Verfahren zur Nutzung von wiederaufgearbeiteten Prepreg- und Harzab- 60
fällen in einem Produktionsprozeß gehen entweder von
faserverstärkten Kunststoffabfällen gleicher Art aus,
beispielsweise eines ganz bestimmten Produktes (DE-OS 26 42 955), oder sie nutzen bei der Verwendung von
Kunststoffabfällen mit nicht ineinander löslichen Harzs- 65
orten zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des späteren Produkts die haftvermittelnden Eigenschaften von zusätzlich in die Abfallgemische einzubrin-

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