DE3679C - Verfahren zur Herstellung künstlicher Thierköpfe und Thiere - Google Patents
Verfahren zur Herstellung künstlicher Thierköpfe und ThiereInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H9/00—Special methods or compositions for the manufacture of dolls, toy animals, toy figures, or parts thereof
Landscapes
- Toys (AREA)
Description
PATENTSCHRIFT
Klasse
RUDOLF HÜLSEMANN in WALTERSHAUSEN (Sachsen-Gotha). Verfahren zur Herstellung künstlicher Thierköpfe un
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. März 1878 ab.
Von den nachzubildenden Thieren und Thierköpfen werden zunächst aus gebranntem
Thon oder Gyps Modelle gemacht. Diese werden mit Schweinefett eingerieben und mit
feinem Speckstein überpudert. Hierauf wird die zugeschnittene Gaze vier- bis sechsfach je
nach der Gröfse des Modells mit einem Borstenpinsel mit Kleister aus Weizenstärke angestrichen
und auf das Modell gelegt, mit den Fingern und dem mit steifem Kleister getränkten
Borstenpinsel stückweis verarbeitet, so dafs ein Stück immer über das andere geformt wird,
bis es ein Ganzes bildet und das ganze Modell mit der so bearbeiteten Gaze vollständig überdeckt
ist. Die ganze Decke wird mittelst eines Pinsels nochmals tüchtig mit Kleister überstrichen
und dann an der Sonne oder dem heifsen Ofen getrocknet. Nimmt man nun z. B. an, dafs ein Hirschkopf mit Geweih nachgebildet
werden soll, so wird nach vollständigem Trocknen der Gazekopf auf der hinteren Kopfseite von unten bis an die Ohren und
Schnauzenspitze mit einem scharfen Messer aufgeschnitten. Mit gespaltenen, krummen,
vorn zugespitzten Hölzchen wird die geformte Gaze nach und nach abgehoben, dann der aufgeschnittene
Kopf mit Hanfzwirn zusammengenäht und mit doppelten 2 bis 3 cm breiten Gazestreifen die entstandene Naht mit Kleister
überklebt. In diejenigen Köpfe, welche Glasaugen bekommen, werden solche in die aufgeschnittenen
Augenlöcher eingesetzt und mit einer Mischung von Leim, Brodmehl und Masse eingekittet.
An den Stellen, wo die Geweihe oder Hörner aufgesetzt werden sollen, werden Löcher
in die Gaze geschnitten und viereckige oder ovale Zapfen mit Sägespähnen und Leim befestigt,
auf welche die Geweihe oder Hörner zu sitzen kommen. Dann wird der äufsere Umfassungsrand von Holz oder Pappe an der
abstehenden Gaze mit Leim befestigt und der ganze Rand nochmals mit Gaze und Kleister
überklebt. Die Geweihe oder Hörner können natürliche oder auch nachgebildete sein; in
letzterem Fall dient am besten ein natürliches Geweih als Modell und wird auf solchem das
künstliche Geweih in gleicher Weise wie oben beschrieben geformt. Das Aufschneiden geschieht,
sobald sie trocken sind, an der Hinterseite bis an die Spitzen und untere Zacke, das
Abheben gleichfalls mittelst krummer zugespitzter Hölzchen, sodann das Ueberkleben der
durch das Zusammennähen entstandenen Naht gleichfalls mit Gazestreifen und Kleister. In
die unteren Oeffnungen des Geweihes kommt ein Käpselchen von Pappe oder Holz, welches
mit Sägespähnen und Leim in dem Geweih befestigt wird, so dafs der Zapfen auf den
Kopf genau in die Kapsel des Geweihes pafst. Die Köpfe werden hierauf innen und aufsen
mit Firnifsfarbe angestrichen und nach gehörigem Trocknen mit Firnifsfarbe nach der Natur
gemalt. Der Rand wird verschiedenartig mit glatten, gewölbten oder Laubverzierungen versehen.
Der Vortheil meines Verfahrens liegt, wie bereits oben erwähnt, darin, dafs meine Nachbildungen
mindestens zwölf mal leichter als die jetzt üblichen von Thon sind, dafs deren Transport ein einfacherer, deren Haltbarkeit eine
gröfsere, deren Herstellung eine ungleich billigere ist.
Claims (1)
- P ATENT-Anspruch:Das durch Beschreibung erläuterte Verfahren zur Herstellung künstlicher Thierköpfe und Thiere.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3679T | 1878-03-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3679C true DE3679C (de) | 1879-01-16 |
Family
ID=34584217
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18783679D Expired DE3679C (de) | 1878-03-26 | 1878-03-26 | Verfahren zur Herstellung künstlicher Thierköpfe und Thiere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3679C (de) |
-
1878
- 1878-03-26 DE DE18783679D patent/DE3679C/de not_active Expired
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