DE3603187A1 - Vorrichtung zur linearkraftmessung - Google Patents
Vorrichtung zur linearkraftmessungInfo
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- G01L1/2237—Special supports with preselected places to mount the resistance strain gauges; Mounting of supports the supports being disc- or ring-shaped, adapted for measuring a force along a single direction the direction being perpendicular to the central axis
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Gattungsbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Art. Eine aus der DE-PS 33 36 727
bekannte Vorrichtung dieser Art enthält einen Meßring mit zwei zueinander
parallelen Doppelbiegebalken, an denen sich die unter der
Krafteinwirkung auftretenden Spannungen und Spannungsänderungen
sehr genau abgreifen lassen. Störeinflüsse, wie Axialkräfte, Vibrationen
und dgl. haben auf die Meßgenauigkeit keinen Einfluß. Jedoch
ist der Meßbereich der bekannten Vorrichtung begrenzt, so daß
die Vorrichtung nicht zur Überwachung aller gefahrenen Bahnqualitäten
brauchbar ist, sondern ggfs. der Meßring gegen einen Meßring
mit einem anderen Meßbereich auszutauschen ist.
Es ist zwar aus der Praxis eine Vorrichtung einer anderen Art
bekannt, bei der zur Ermittlung der Zugkräfte in der laufenden Bahn
ein Biegestab zwischen dem Walzenlager und dem Stützlager vorgesehen
ist, in dessen Längsrichtung zwei Biegezonen in Reihe hintereinander
geschaltet sind. Es wird auf diese Weise zwar ein
größerer Meßbereich erzielt, jedoch ist die erzielbare Meßgenauigkeit
unbefriedigend und auch der Platzbedarf für die Unterbringung des
verhältnismäßig langen Biegestabes. Die Genauigkeit der Meßergebnisse
ist deshalb fraglich, weil Spannungen in verschiedenen Ebenen
ermittelt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die bei Anordnung in gleicher
Ebene trotz eines geringen Platzbedarfes in der Lage ist, die
Zugspannungen in extrem reißempfindlichen und in hochreißfesten Bahnen
gleichermaßen zu überwachen, d. h. deren Meßbereich so groß
ist, daß er die in der Praxis auftretenden Zugkraftwerte nicht nur
auszuhalten vermag, sondern auch ihren Werten entsprechende Meßwerte
widergibt.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei dieser Ausbildung arbeiten die Doppelbiegebalken beider Meßringe
in derselben Ebene, nämlich der Ebene der Krafteinwirkung. Da die
Doppelbiegebalken der beiden Meßringe in Reihe geschaltet sind,
läßt sich mit einfachen Mitteln sicherstellen, daß der engere Meßbereich
des einen Meßringes praktisch übergangslos in den breiten
Meßbereich des anderen Meßringes übergeht, so daß ein insgesamter
Meßbereich entsteht, der dem zehn- bis zwanzigfachen des Meßbereiches
der bekannten Lösung entspricht. Trotzdem ist sichergestellt,
daß die Meßgenauigkeit über den gesamten Meßbereich gleich zufriedenstellend
ist wie bei der bekannten Lösung. Besonders wichtig
ist, daß aufgrund der koaxialen Ineinandersetzung der beiden Meßringe
die Vorrichtung außerordentlich wenig Platz beansprucht, so
daß auch bereits betriebene Vorrichtungen in Bahnführungsanlagen
einfach umgerüstet werden können. Der Platz, der für die Anbringung
des Stützlagers vorgesehen ist und der Abstand, den die Walze
von dem das Stützlager tragenden Rahmen hat, reicht in der Regel
aus, auch die Vorrichtung mit den zwei ineinandergesetzten Meßringen
unterzubringen.
Zweckmäßig ist ferner die Ausführungsform von Anspruch 2, weil
damit ein so großer Meßbereich entsteht, daß praktisch alle in der
Praxis vorkommenden Bahnqualitäten mit ein- und derselben Vorrichtung
überwacht werden können.
Eine baulich einfache und wirkungsvolle Ausführungsform geht weiterhin
aus Anspruch 3 hervor. Herstellungstechnisch ist diese Form
der Meßringe günstig, weil mit einem durchgehenden Schlitz gleichzeitig
die beiden Doppelbiegebalken jedes Meßringes gebildet werden.
Trotzdem ist hinsichtlich der Wärmeverteilung im Meßring ein
geschlossener Ringkörper gegeben. Bei jeder Belastung werden beide
Doppelbiegebalken gleich verformt, und zwar unabhängig davon, ob
die in einer Ebene wirkende Kraft in der einen oder in der anderen
Richtung wirkt.
Eine weitere, besonders wichtige Maßnahme geht aus Anspruch 4
hervor. Das Zusammenarbeiten zwischen der Schulter und der Gegenschulter
stellt eine genau vorherbestimmbare Begrenzung des Meßbereiches
jedes Meßringes dar. Sobald die Schulter an der Gegenschulter
anliegt, wird eine weitere Kraftsteigerung nicht mehr in die
Doppelbiegebalken eingeleitet, sondern zwischen den hochbelastbaren
Teilen des Meßringes und bis auf das Stützlager übertragen. Das
verringert die mechanische Belastung der Doppelbiegebalken bei unter
bestimmten Betriebszuständen nicht zu vermeidenden Überlasten.
Bei der bekannten Lösung war keine definierte Überlastbegrenzung
gegeben. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ist hingegen, z. B.
beim Meßring mit dem kleineren Meßbereich, genau der Punkt vorherbestimmbar,
an dem die Doppelbiegebalken dieses Meßringes nicht
mehr weiterverformt werden, sondern die Verformung nur mehr in
den Doppelbiegebalken des Meßringes für den größeren Meßbereich
auftritt.
Eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform, bei der der Schlitz an
beiden Enden der Doppelbiegebalken bogenförmig in Richtung zur
Meßringmitte hin gekrümmt ist, geht aus Anspruch 5 hervor. In diesen
besonders exponierten Bereich entfalten die Schultern und
Gegenschultern ihre überlastbegrenzende Wirkung optimal.
Ein weiterer, wichtiger Gedanke geht aus Anspruch 6 hervor. Bei
den bekannten Vorrichtungen dieser Art war es unzweckmäßig, daß
die Dehnungsmeßstreifen an den beiden Doppelbiegebalken in zueinander
vertauschten Positionen angebracht waren, was den Nachteil
mit sich brachte, daß wegen der unterschiedlichen Wärmeleiteigenschaften
innerhalb des Meßringes an einem Ende eines Doppelbiegebalkens
andere Temperaturverhältnisse herrschten als am anderen
Ende desselben Doppelbiegebalkens, so daß die Dehnungsmeßstreifen
infolge ihrer vertauschten Anbringungen unterschiedlichen
Temperaturen ausgesetzt waren, was für die Meßwertabgabe eines
Dehnungsmeßstreifens problematisch war. Bei der Ausbildung gemäß
den Ansprüchen 6 und 7 sind die Dehnungsmeßstreifen jedoch an den
hinsichtlich der Temperaturverhältnisse gleichen Enden beider
Doppelbiegebalken ihres Meßringes angeordnet, so daß dieser die Meßgenauigkeit
unter Umständen beeinträchtigende Nachteil vermieden,
ist.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform geht weiterhin aus
Anspruch 8 hervor. Bei dem Meßring für den kleineren Meßbereich
werden die Meßstege dünner ausgeführt, während beim für den größeren
Meßbereich bestimmten Meßring die Meßstege dicker ausgebildet
werden. Dies hat zur Folge, daß bei dem Dehnungsmeßstreifen für
den größeren Meßbereich die zu den Signalen führenden Relativbewegungen
kleiner sind.
Ein weiterer, zweckmäßiger Gedanke ist in Anspruch 9 enthalten.
Mit dieser Anordnung ist die Lagesicherung der Meßringe im Stützlager
einfach. Jeder Meßring besitzt einen Festbereich und einen
Losebereich, wobei die Fest- und die Losebereiche beider Meßringe
dank dieser Anordnung um 180° zueinander versetzt liegen.
Zweckmäßig ist ferner der Gedanke von Anspruch 10, weil bei gleicher
Länge aller vorgesehenen Doppelbiegebalken deren Herstellung
(Funkenerosion) mit Programmsteuerung oder mittels einer Schablone
vereinfacht ist.
Zweckmäßig ist auch der Gedanke von Anspruch 11. Die Dehnungsmeßstreifen
aller vorhandenen Doppelbiegebalken sind in Brückenschaltungen
elektrisch miteinander verbunden, zweckmäßigerweise
jeweils paarweise. Durch die Überlappung der biegesteifen Bereiche
wird die Meßkennlinie stetig. Es entfällt ein sprunghafter Übergang
zwischen den Meßbereichen, weil sich die Doppelbiegebalken für den
größeren Meßbereich bereits verformen, wenn die Doppelbiegebalken
des kleineren Meßbereiches sich ihrer Überlastgrenze nähern und
umgekehrt.
Vorteilhaft ist ferner die Ausführungsform von Anspruch 12, weil
mit dieser Brückenschaltung sehr genaue Meßergebnisse mit herkömmlichen
Dehnungsmeßstreifen und Schaltungselementen erzielt werden.
Günstig ist schließlich auch die Ausführungsform von Anspruch 13,
weil während des Transports und der Installation der Vorrichtung
durch die Transportsicherungen unzweckmäßige Belastungen von den
Doppelbiegebalken ferngehalten werden.
Anhand der Zeichnung wird nachstehend eine Ausführungsform der
Erfindung beispielhaft erläutert.
Eine Vorrichtung 1 zur Linearkraftmessung, insbesondere zur Messung
der Zugkraft in einer laufenden Bahn besteht aus einem kreisringförmigen
Stützlager 2, das auf nicht dargestellte Weise auf einem
Rahmen einer Bahnführungs- oder Bahnbearbeitungsanlage befestigt
wird, sowie aus einem äußeren Meßring 3 und einem konzentrisch
und koaxial darin eingesetzten inneren Meßring 4. Der Meßring 4
besitzt eine zentrische Bohrung 5, in die auf nicht dargestellte
Weise ein Lager einer Umlenkwalze eingesetzt wird, über die die Bahn
mit teilweiser Umschlingung geführt wird. Da in der Bahn eine
bestimmte Zugkraft herrscht, entsteht aus der Zugkraft eine in Richtung
eines Pfeiles F wirksame Kraft S 1 + S 2, die in der Bohrung 5
des inneren Ringes 4 spürbar ist und die durch die Vorrichtung 1
fortlaufend überprüft wird, um die in der Bahn herrschende Zugkraft
zu ermitteln und anzuzeigen. Die Vorrichtung 1 wird bevorzugt
so eingebaut, daß die Zugkräfte S 1 und S 2 zur Seite, in der Figur
nach links und das Walzengewicht senkrecht dazu also nach unten
gerichtet sind, damit das Eigengewicht sich aufhebt. Die gezeigte
Figur wäre um 90° im Uhrzeigerlauf zu drehen.
Dieses Prinzip der Linearkraftmessung ist grundlegend bekannt. Die
Zugkraft in der laufenden Bahn muß deshalb überwacht werden,
weil bei Überschreiten eines für die Bahn zulässigen Zugkraftwertes
die Bahnführungsanlage abgestellt oder korrigierend eingegriffen
werden muß, damit ein Reißen oder Beschädigen der Bahn vermieden
wird. Zweckmäßigerweise ist an beiden Seiten der Walze eine Vorrichtung 1
vorgesehen. In der Zeichnung kommt in gedachter Weise die
Bahn z. B. von links unten, läuft oben über die nicht dargestellte
Walze und dann von der Walze wieder nach rechts unten, so daß
sie die Kraft F in der dargestellten Richtung auf die Walze ausübt.
Im Stützlager 2 sind über den Umfang verteilte Bohrungen 6
vorgesehen, mit denen die Vorrichtung festlegbar ist. Ferner sind an
diametral gegenüberliegenden Stellen des Stützlagers 2 Auslässe 7
für Kabelanschlüsse angebracht, zu denen Bohrungen 8 im Inneren
des Stützlagers 2 führen.
Aus dem Material des Meßringes 4 ist ein axial durchgehender, U-
förmiger Schlitz 9, z. B. durch Drahterodieren, herausgearbeitet, der
mit zwei diametral gegenüberliegenden und zueinander parallelen
Abflachungen 10 am Außenumfang des Meßringes 4 zueinander parallele,
gleichlange Doppelbiegebalken 14 begrenzt. Der Schlitz 9
verläuft an den Enden 12 der Schenkel seiner U-Form viertelkreisförmig
in Richtung zur Mitte des Meßringes 4 hin. Entlang der Innenseite
ihres Doppelbiegebalkens 14 hat der Schlitz 9 einen geraden
Abschnitt 13, ehe er wieder mit einer Viertelkreiskrümmung 11 in
Richtung zur Mitte des Meßringes 4 hin abgebogen ist. Die
Viertelkreiskrümmungen 11 des Schlitzes 9 sind durch eine bogenförmige
Beuge 15 miteinander verbunden. Jeweils dort, wo im Schlitz 9 die
Viertelkreiskrümmung 11 ihren Übergang zur Beuge 15 hat, sind im
Schlitz 9 außenliegende Schultern 16 und innenliegende auf die
Schultern 16 ausgerichtete Gegenschultern 17 ausgebildet, die im
wesentlichen quer zur Richtung der Kraft F liegen. An der Außenseite
des Doppelbiegebalkens 14 sind an dem den Schultern 16 und
den Gegenschultern 17 abgewandten Ende des Doppelbiegebalkens 14
Dehnungsmeßstreifen 18 befestigt und zwar zweckmäßigerweise in
Blickrichtung auf die Zeichnung zwei hintereinanderliegende. Außerhalb
der Beuge 15 des Schlitzes 19 hat der Meßring 4 seine Festseite
F 4. Im diagonal gegenüberliegenden Bereich besitzt der Meßring 4
seine lose Seite L 4. Der Meßring 4 ist mit seiner Festseite F 4 in der
Innenbohrung des äußeren Meßringes 3 befestigt, während die Losseite
L 4 in einem Abstand zur Innenwand der Bohrung des äußeren
Meßringes 3 liegt.
Der äußere Meßring 3 ist im wesentlichen gleich wie der innere
Meßring 4 ausgebildet. Er sitzt jedoch relativ zum inneren Meßring 4
um 180° verdreht im Stützlager 2. Sein mit 19 bezeichneter U-
förmiger Schlitz geht axial durch und besitzt eine gekrümmte Beuge 20,
die über Schultern 27 und Gegenschultern 28 und Viertelkreiskrümmungen
22 in gerade Bereiche 21 übergeht, an deren Enden wiederum
viertelkreisförmige Krümmungen 23 in Richtung zur Mitte anschließen.
Die geraden Abschnitte 21 des Schlitzes 19 begrenzen mit
am Außenumfang des Meßringes 3 angeordneten, zueinander parallelen
Abflachungen 24 zueinander parallele Doppelbiegebalken 26. Die
Doppelbiegebalken 26 des äußeren Meßringes 3 liegen parallel zu den
Doppelbiegebalken 14 des inneren Meßringes 4 und senkrecht zur
Richtung der Kraft F. Auch der Meßring 3 besitzt eine lose Seite L 3,
die zur Innenbohrung des Stützlagers 2 in einem Abstand verläuft,
und eine Festseite F 3, mit der der Meßring 3 in der Innenbohrung
des Stützlagers 2 befestigt ist.
Zum Befestigen des Meßringes 3 im Stützlager 2 ist dort eine Vielzahl
radialer Bohrungen 29 mit Gewinde 30 vorgesehen, die in Gewindebohrungen
32 im Meßring 3 fluchten. In die Gewindebohrungen
29 bzw. 30 sind Sicherungsschrauben 31 eingeschraubt, mit denen
der Meßring 3 mit seiner Festseite F 3 gegen die Innenwand der
Bohrung des Stützlagers 2 gespannt wird. Die Enden der Sicherungsschrauben
31 liegen in den Gewindebohrungen 30 radial außerhalb
des Spaltes 19.
Zur Lagesicherung des inneren Meßringes 4 im äußeren Meßring 3
sind im äußeren Meßring 3 an der Loseseite L 3 mehrere radiale
Bohrungen 33 vorgesehen, die mit Gewindebohrungsabschnitten 34 und
35 im Meßring 4 fluchten. Sicherungs- oder Halteschrauben 36 reichen
bis in die Gewindebohrungsabschnitte 34 und spannen die Festseite
F 4 des inneren Meßringes 4 gegen die Innenwand der Bohrung
des Meßringes 3.
An den der Schulter 27 und der Gegenschulter 28 abgewandten Enden
der Doppelbiegebalken 26 sind außenseitig Dehnungsmeßstreifen 37
befestigt und zwar zweckmäßigerweise zwei hintereinanderliegende
in Blickrichtung auf die Zeichnung gesehen. Von den Dehnungsmeßstreifen
37 führen Anschlußkabel durch die Auslässe 7 nach außen
zu einer nicht dargestellten Brückenschaltung, an die auch die
Dehnungsmeßstreifen 18 der inneren Doppelbiegebalken 14 angeschlossen
sind, wobei zum Herausführen der Kabel von den letzten Dehnungsmeßstreifen
18 beispielsweise Bohrungen 25 durch den neutralen Bereich
des Meßringes 3 nach außen führen.
Ferner kann in den äußeren Meßring 3 ein Zentrierstift 38 eingesetzt
sein, der in radialer Richtung bis in den inneren Meßring 4
reicht und axiale Relativbewegungen zwischen den Ringen verhindert.
Zum Transport bzw. zur Montage der Vorrichtung 1, die z. B. zusammen
mit der Umlenkwalze für die Bahn geliefert wird, werden in
die Bohrungen 29 bis in die Gewindebohrungsabschnitte 32 reichende
Transportsicherungsschrauben eingeschraubt, die den Spalt 19 überbrücken.
Das gleiche geschieht mit zumindest in zwei der Bohrungen
33 eingeschraubten und bis in die Gewindebohrungsabschnitte 35
reichenden Transportsicherungsschrauben 36, die den Spalt 9 des
Meßringes 4 überbrücken, so daß die Doppelbiegebalken 14, 26 beim
Transport nicht verformt werden. Damit die Transportsicherungsschrauben
insbesondere aus den beiden Bohrungen 33 vor Inbetriebnahme
entfernt werden können, sind radial mit den Bohrungen 33
fluchtende Durchgänge im Stützlager 2 vorgesehen. Anstelle der
Transportsicherungsschrauben werden die Halteschrauben 36 eingeschraubt.
Zweckmäßigerweise sind die Dehnungsmeßstreifen 18, 37 an den
Doppelbiegebalken 14, 26 dort angebracht, wo die größten Belastungen
bei einer Verformung und somit die größten Dehnungen bzw. Stauchungen
auftreten. Ferner kann auch die Weite der Spalte 9 und
19 verschieden sein. Auch die Länge der Doppelbiegebalken könnte
voneinander verschieden sein.
Die geschaffenen Doppelbiegebalken 14 und 26 verbiegen sich unter
der Einwirkung der Kraft F in S-Form, wobei die Dehnungsmeßstreifen
die auftretenden Spannungszustände genau abgreifen. Da die
Doppelbiegebalken 26 biegesteifer sind als die Doppelbiegebalken
14, wird bei einer kleinen Kraft F zunächst jeder Doppelbiegebalken
14 verformt, wobei die Dehnungsmeßstreifen 18 die der jeweils vorliegenden
Kraft F bzw. der Zugkraft in der Bahn repräsentierenden
Signale erzeugen, die in der nicht dargestellten Brückenschaltung
ausgewertet werden. Da die Doppelbiegebalken 14 in Reihe mit den
Doppelbiegebalken 26 liegen, werden auch die Doppelbiegebalken 26
bei kleinen Kräften mitverformt, wobei die in ihnen auftretenden
Belastungen ebenfalls in der Brückenschaltung berücksichtigt werden
können. Die Doppelbiegebalken 14 arbeiten beispielsweise in einem
Meßbereich von 0 bis 1,0 KN, während die Doppelbiegebalken 26 in
einem Bereich von 0 bis 10,0 KN arbeiten, so daß sich ein insgesamt
überprüfbarer Meßbereich von 0,1 bis 10,0 KN ohne weiteres
realisieren läßt, d. h. ein Meßbereich, in dem sowohl 0,1 KN ermittelbar
sind wie auch der hundertfache Wert davon. Es kann auch
eine Relation der Doppelbiegebalken gewählt werden, bei der der
größere Meßbereich dem zwanzigfachen Wert des kleineren Meßbereiches
entspricht. Wenn die Kraft einen Wert erreicht, der der
Bereichsgrenze des inneren Meßringes 4 entspricht, dann kommen die
Schultern 16 an den Gegenschultern 17 zur Anlage. Bei weiter
ansteigender Kraft F werden nur mehr die anderen Doppelbiegebalken
26 in zunehmendem Maße verformt und zur Meßwertbildung herangezogen.
Denkbar wäre es, die Vorrichtung mit den beiden ineinandergesetzten
Meßringen so auszubilden, daß in jedem Meßring nur ein Doppelbiegebalken
vorliegt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin,
mehr als zwei Meßringe konzentrisch ineinander zu setzen.
Da von dem in der Bohrung 5 des Meßringes 4 enthaltenen Lager
Wärme abgestrahlt wird, die nach außen in das Stützlager 2 und
von diesem weiterübertragen werden muß, ist es wichtig, daß die
Dehnungsmeßstreifen 18 bzw. 37 an den beiden Doppelbiegebalken
14 bzw. 26 des Meßringes 4, 3 an in bezug auf den Wärmefluß
gleichwertigen Stellen angebracht sind, da auf unterschiedliche Temperaturen
erwärmte Dehnungsmeßstreifen das Meßergebnis verfälschen
könnten. Diese Forderung wird durch die Ausbildung des U-förmigen
Schlitzes 9 bzw. 19 erfüllt, bei der die Dehnungsmeßstreifen 18, 37
an von der Temperaturbelastung her gleichwertigen Stellen positioniert
sind.
Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel beträgt die Weite des
Schlitzes 9 z. B. 0,3 mm und die Weite des Schlitzes 19 z. B. 0,3 mm.
Die Länge der Doppelbiegebalken 14 bzw. 26 beträgt in etwa 30 mm,
während die Dicke der Doppelbiegebalken 14 z. B. 4,25 mm oder auch
1,55 mm und die Dicke der Doppelbiegebalken 26 z. B. 8,94 mm oder
auch 4 mm beträgt. Die Breite der Doppelbiegebalken 14 und 26
kann auch in Blickrichtung auf die Zeichnung verschieden sein.
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Linearkraftmessung, insbesondere zum Messen
des Zuges in einer über eine in der Vorrichtung gelagerte Walze
laufenden Bahn, mit wenigstens einem Meßring, der in einem Stützlager
einer aus dem Zug in der Bahn abgeleiteten Kraft ausgesetzt
ist und wenigstens einen axial durchgehenden, herausgearbeiteten
Schlitz aufweist, der mit Abflachungen am Außenumfang des Meßringes
wenigstens einen geraden und senkrecht zur Kraft ausgerichteten
Doppelbiegebalken begrenzt, der unter der Kraft verformbar ist und
mit wenigstens einem am Doppelbiegebalken angebrachten Dehnungsmeßstreifen,
mit dem die beim Verformen des Doppelbiegebalkens entstehenden
Spannungen ermittelbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß im Stützlager (2) wenigstens zwei koaxiale Meßringe in gleicher
Ebene (3, 4) mit zueinander parallelen Doppelbiegebalken (26, 14)
ineinander gesetzt sind, daß die Doppelbiegebalken (14, 26) beider
Meßringe (3, 4) in Reihe verformbar sind und daß der Doppelbiegebalken
(26) eines Meßringes (3) einen hohen Meßbereich umfaßt und
biegesteifer als der Doppelbiegebalken (14) des anderen, für einen
niedrigeren Meßbereich bestimmten Meßringes (4) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Meßbereich des einen Meßringes (3) bis zum zehnfachen des Meßbereiches
des anderen Meßringes (4) beträgt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Meßring (3, 4) beiderseits der Meßringmitte je einen
Doppelbiegebalken (14, 26) aufweist, und daß die inneren Begrenzungen
beider Doppelbiegebalken durch die Schenkel (21, 13) eines
beiden Doppelbiegebalken (14, 26) gemeinsamen, U-förmigen Schlitzes
(9, 19) gebildet werden, der mit der Beuge (15, 20) seiner U-Form
in einem Abstand zum die Festseite (F 3, F 4) bildenden Außenumfang
des jeweiligen Meßringes (3, 4) durchgehend verläuft.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß im Verlauf des Schlitzes (9, 19) eine
Schulter (16, 27) und eine Gegenschulter (17, 28) ausgebildet sind,
die annähernd senkrecht zur Richtung der Kraft (F) verlaufen und
bei der Verformung des Doppelbiegebalkens (14, 26) aneinander zur
Anlage bringbar sind und eine Verformungsüberlastgrenze bilden.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
der Schlitz an beiden Enden des Doppelbiegebalkens bogenförmig in
Richtung zur Meßringmitte hin gekrümmt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schulter (16, 27) und die Gegenschulter (17, 28) in jedem
Übergangsbereich des Schlitzes (9, 19) vom gekrümmten Schlitzbereich
(11, 22) am Doppelbiegebalkenende zur Beuge (15, 20) der
U-Form des Schlitzes (9, 19) vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einem Doppelbiegebalken
(14, 26) jedes Meßringes (3, 4) vorzugsweise nahe des der Beuge
(15, 20) der U-Form des Schlitzes (9, 19) abgewandten Endes eines
Doppelbiegebalkens, wenigstens ein Dehnungsmeßstreifen (18, 37)
angebracht ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an
jedem Doppelbiegebalken (14, 26) wenigstens ein Dehnungsmeßstreifen
(18, 37) angebracht ist.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß an den biegeweicheren Doppelbiegebalken
(14) in der Zone starker Spannungen Dehnungsmeßstreifen (18) und
an den biegesteiferen Doppelbiegebalken (26) in der Zone starker
Verformungen Dehnungsmeßstreifen (37) angebracht sind.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Meßringe (3, 4) mit den Beugen
(15, 20) ihrer U-förmigen Schlitze (9, 19) um 180° zueinander
verdreht ineinander gesetzt sind.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelbiegebalken (14, 26) beider
Meßringe (3, 4) gleich lang aber verschieden dick sind.
11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Biegesteife der Doppelbiegebalken
(14) des einen Meßringes (4) sich mit der Biegesteife der Doppelbiegebalken
(26) des anderen Meßringes (3) zum Teil überlappt, derart,
daß bei der Verformung der biegeweicheren Doppelbiegebalken (14)
und Anschlagen einer Schulter (16, 27) an der Gegenschulter (17,
28) des einen Meßringes (44) die biegesteiferen Doppelbiegebalken
(26) des anderen Meßringes (3) bereits mitverformt sind.
12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dehnungsmeßstreifen (18, 37) beider
Meßringe (3, 4) jeweils über wheatstone'sche Brückenschaltungen
miteinander verbunden sind.
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Transport der Vorrichtung (1) der
innere Meßring (4) mit Transportsicherungen (36) am äußeren Meßring
(3) und der äußere Meßring (3) mit Transportsicherungen (31)
am Stützlager (2) sicherbar ist.
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