DE3540207C2 - - Google Patents

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DE3540207C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lichtstreuscheiben mit entsprechender Strukturierung, insbe­ sondere Autoscheinwerferstreuscheiben.
Lichtstreuscheiben aus Glas werden nach herkömmlichen Verfah­ ren dadurch hergestellt, daß ein flüssiger Glastropfen in eine Form eingebracht und verpreßt wird. Dieses Verfahren ist mit verschiedenen Nachteilen verbunden.
Dadurch, daß von flüssigen Glasposten ausgegangen wird, ist das Herstellungsverfahren für die Streuscheiben zwangsläufig eng an den Schmelzprozeß gebunden. Dabei ist es in der Praxis schwierig, ein genaues Tropfengewicht und damit eine genaue Glasstärke der Streuscheiben einzuhalten.
Zu starke Gewichtsschwankungen der Glastropfen führen jedoch zu vorzeitiger Zerstörung des relativ teuren Formenmaterials und zu Fabrikationsfehlern. Außerdem ist man an hohe Verarbei­ tungstemperaturen gebunden und die Schmelze muß einer starken Verformung unterworfen werden, was zu fehlerhaften Erzeugnis­ sen führen kann.
In der Glastechnik sind auch Verfahren bekannt, bei denen als Ausgangsmaterial nicht ein Glastropfen, sondern Flachglas ver­ wendet wird. Diese Verfahren dienen zur Herstellung geboge­ ner Glasscheiben für verschiedenartige Zwecke (DE-PS 8 26 056; DE-OS 28 55 163), beispielsweise Autoscheiben, für Braun'sche Röhren (US-PS 42 65 652) oder Bildschirme (JP 55/1 40 724 A2). Bei diesen Verfahren werden jedoch, im Vergleich zur Herstel­ lung von Lichtstreuscheiben, nur relativ einfache Verformungs­ maßnahmen und entsprechend weniger aufwendige Formenwerkzeuge benötigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Nachteile des Standes der Technik den sehr diffizilen Herstel­ lungsprozeß von Lichtstreuschreiben von Glasschmelzofen zu trennen.
Dieses Ziel wird mit dem Verfahren gemäß Anspruch 1 erreicht. Die Steuerung ist umso leichter, je kontinuierlicher Glas ent­ nommen werden kann. Was diese Forderung betrifft, herrschen optimale Bedingungen bei der Flachglasherstellung.
Der Rohling für die Streuscheibe wird daher erfindungsgemäß aus Flachglas hergestellt. Über die Stärke des Flachglases und das vorgegebene Profil wird das Volumen der späteren Streu­ scheibe genau bestimmt. Damit ist auch das schwierig in den Griff zu bekommende Problem der Glasstärke und Gewichtregelung in einfacher Weise gelöst. Außerdem muß die als Rohling verwendete Scheibe einem wesentlich weniger starken Verfor­ mungsvorgang unterworfen werden, da sie dem späteren Produkt bereits ähnlich ist, als ein Glasposten in Form eines Tropfens.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es außerdem möglich, über die Temperaturregelung der Strahlplatte eine optimale Tem­ peratur für den Rohling einzustellen, so daß der Verformungs­ vorgang unter möglichst geringer Temperaturanwendung stattfin­ det. Dieses schont das Formenmaterial. Außerdem erlaubt das Verfahren die Formgestaltung zu optimieren. Durch die Mög­ lichkeit genauer Volumenbestimmung benötigt man keine überdi­ mensionalen Stehränder und Stempelausgleichsformgebung. Da­ durch, daß lediglich eine Scheibe umgeformt wird, treten in der Form nicht mehr die störenden Strömungen auf, die auch zu erhöhtem Formenverschleiß führen. Glasfehler, wie Blasen und Temperaturwellen durch zu große Temperaturunterschiede zwi­ schen Form und Glas, treten nicht mehr auf.
Das Verfahren macht die Produktion unabhängig von einer Glas­ schmelzwanne, es teilt die Problemstellung in einen gut be­ herrschten Glasherstellungsprozeß und einen reinen Fertigungs­ prozeß auf.
Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.
Nachfolgend wird eine beispielhafte Ausführungsform an Hand der Zeichnung kurz erläutert.
In der Fig. 1 ist mit A die den späteren Außenabmessungen der Lichtstreuscheibe angepaßte, vorgeheizte Glasscheibe bezeich­ net. sie liegt auf dem unteren Formteil 2 des Formenwerkzeu­ ges. Die Scheibe A wird mittels der Strahlplatte B bis zum Er­ weichungspunkt erhitzt. Dann wird der Deckring 1 bis zu einem nichtgezeigten Festanschlag auf den Scheibenrand gepreßt, um eine definierte Randstärke zu erhalten. Die endgültige Formge­ bung erfolgt durch den Preßstempel 3, der eine entsprechend der gewünschten Lichtstreuung ausgebildete Oberflächenstruktur besitzt. Das Einbringen des Preßstempels 3 kann durch Anlegen eines Vakuums unterstützt werden. Das Vakuum wird so lange aufrechterhalten, bis die nun fertiggeformte Streuscheibe C genügend abgekühlt ist, daß die weitere Abkühlung kein Verzie­ hen zur Folge hat, während der Preßstempel 3 bereits kurz nach dem Formvorgang aus dem Glas entfernt werden kann und so für weitere Preßvorgänge zur Verfügung steht. Das Ausheben der Streuscheibe aus der Form erfolgt vorzugsweise derart, daß das Vakuum durch Preßluft ersetzt wird.

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung von Lichtstreuscheiben mit ent­ sprechender Strukturierung, insbesondere Autoscheinwerfer- Streuscheiben, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Maßnahmen:
  • - es wird eine gleichmäßig starke, in Volumen und Profil den entsprechenden Größen der fertigen Streuscheibe angepaßte Flachglasscheibe als Rohling verwendet,
  • - die Scheibe wird vorgeheizt,
  • - die vorgeheizte Scheibe wird auf das Unterteil einer Preßform aufgelegt,
  • - die Scheibe wird auf der Form aufliegend mittels einer Strahlplatte bis zum Erweichungspunkt des Glases weiter erhitzt,
  • - die Scheibe wird zwischen den Formenunterteil und einem oberen Preßstempel, der eine zur gewünschten Lichtstreuung entsprechende Struktur trägt, zum Endprodukt verpreßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu­ nächst ein Deckring bis zu einem Festanschlag auf die Scheibe gepreßt wird, um eine definierte Randstärke der Streuscheibe zu erzeugen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßformung durch Anlegen eines Vakuums unterstützt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeich­ net, daß das Vakuum so lange aufrechterhalten wird, wie für das Erkalten der Streuscheibe ohne Verziehen notwendig ist und daß der Preßstempel kurz nach dem Formvorgang zur Durchführung weiterer Preßvorgänge aus dem Glas entfernt wird.
5. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zum Ausheben der fertigen Streuscheibe das Vakuum durch Preßluft ersetzt wird.
DE19853540207 1985-11-13 1985-11-13 Verfahren zur herstellung von lichtstreuscheiben mit entsprechender strukturierung, insbesondere autoscheinwerfer - streuscheiben Granted DE3540207A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR998668A (fr) * 1949-10-03 1952-01-22 Saint Gobain Procédé pour la mise en forme d'objets en verre ou autres matières thermoplastiques
US4199342A (en) * 1977-12-30 1980-04-22 Bfg Glassgroup Process of imparting a permanent curvature to a sheet of glass
JPS5925732B2 (ja) * 1979-01-26 1984-06-20 株式会社神奈川製作所 ブラウン管の製造装置

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