DE3523920C2 - - Google Patents
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K11/00—Measuring temperature based upon physical or chemical changes not covered by groups G01K3/00, G01K5/00, G01K7/00 or G01K9/00
- G01K11/12—Measuring temperature based upon physical or chemical changes not covered by groups G01K3/00, G01K5/00, G01K7/00 or G01K9/00 using changes in colour, translucency or reflectance
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- G01K13/20—Clinical contact thermometers for use with humans or animals
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches Meßverfahren und eine
Vorrichtung zur Bestimmung der Temperatur an Oberflächen mit
Stoffen, deren Farbe sich in Abhängigkeit von der Temperatur
verändert, beispielsweise Flüssigkristallen.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung ist aus der
DE-OS 30 30 582 bekannt. Bei diesem Verfahren wird ein
Lichtstrahl von einer Lichtquelle ausgesendet und in ein
Glasfaserkabel eingeleitet. Zwischen der Lichtquelle und dem
Eingang des Glasfaserkabels ist ein rotierender
Interfrenzfilter vorgesehen. Aufgrund der Rotation des
Interferenzfilters wird die Wellenlänge des Lichtstrahls
ständig verändert. Die Veränderung der Wellenlänge erfolgt
dabei periodisch. Das Ende des Glasfaserkabels ist als Sonde
ausgebildet. In der Sondenspitze sind Kristalle angeordnet,
deren Farbe sich mit der Temperatur ändern. Das Maximum des
von den Flüssigkristallen reflektierten Lichtes wird in
Zeitabhängigkeit von einem am Filter erzeugten Minimumsignal
gemessen. Aus der Zeit zwischen dem Minimum und dem Maximum
bzw. durch Messung der Farbenlage des Maximums wird die
Temperatur der Kristalle ermittelt.
Nachteilig an diesem Verfahren ist, daß eine Kurzzeitmessung
der Temperatur nicht möglich ist. Dies resultiert einmal aus
der endlichen Umfangsgeschwindigkeit des rotierenden
Interferenzfilters, wodurch der auf die Kristalle
auftreffende Lichtstrahl jeweils nur in bestimmten
Zeitabständen eine, einer bestimmten Temperatur entsprechende
Wellenlänge aufweist. Temperaturänderungen zwischen diesen
Zeitabständen könnn nicht gemessen werden. Zum anderen muß
erst ein Wärmeübergang von der zu messenden Oberfläche auf
die Sondenspitze und anschließend auf die Kristalle
stattfinden, bevor dann die Kristalle ihre Farbe entsprechend
ändern, was schließlich als Maß für die Temperatur der
Oberfläche benutzt wird. Dies hat auch den weiteren Nachteil,
daß die Temperatur der Oberfläche des Körpers relativ ungenau
bestimmt wird, da die Sondenspitze sowohl der Temperatur der
Oberfläche als auch der Umgebungstemperatur ausgesetzt ist.
Weiter nachteilig ist, daß mit dem Verfahren nur an einem
einzigen Punkt der Oberfläche die Temperatur bestimmt werden
kann. Auch ist das Verfahren für den Einsatz der Messung der
Temperatur an umströmten Körpern, beispielsweise an
Windkanalmodellen, schlecht einsetzbar, da aufgrund der
Sondenumströmung sowohl die eigentliche Strömung gestört wird
und dadurch auch die zu messende Temperatur der Oberfläche
verändert wird, als auch, daß aufgrund der Sondenumströmung
die Temperatur der Kristalle ungünstig beeinflußt wird. Die
Genauigkeit der Messung wird weiterhin durch den mechanischen
Antrieb des rotierenden Interferenzfilters negativ
beeinflußt. Insgesamt gesehen ist die Temperaturmessung mit
diesem Verfahren nur unter Inkaufnahme eines relativ großen
Fehlers möglich.
Die Abhängigkeit der Reflexionsfarben der Flüssigkristalle
von der Temperatur wird heute sowohl zur Beschaffung einer
qualitativen Übersicht der Temperaturverteilung auf
Oberflächen als auch zur quantitativen derselben angewendet.
Bei der bisherigen quantitativen Bestimmung der Temperatur
werden Farbdiapositive der Reflexionsfarbenverteilung mit
Farbdiapositiven der gleichen Körperoberfläche von bekannter
und gleichförmiger Temperatur verglichen und die
Temperaturverteilung quantitativ bestimmt. Hierbei treten
Fehler infolge der Farbverschiebung durch ungleichmäßige
Beleuchtung der Körperoberfläche und durch möglicherweise
unterschiedliche Filmemulsionen und Filmentwicklungen auf.
Diese Fehler können nur mit großem Aufwand mit speziellen
Bildverarbeitungscomputern nachträglich korrigiert werden.
Die Auflösung der Temperatur beträgt hierbei etwa 0,2 Grad C,
was auch mit Thermoelementen erreichbar ist. Wegen der
genannten Fehlermöglichkeiten und des erheblichen Aufwandes
bei mäßiger Auflösung hat sich dieses Verfahren in der Praxis
nicht durchsetzen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, bei
welchem die Fehlermöglichkeiten der Fotoauswertung
ausgeschlossen sind und zugleich die Temperaturauflösung
erheblich gesteigert ist und eine Kurzzeitmessung schnell
veränderlicher Temperaturen möglich ist.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale in den
Ansprüchen erreicht.
Vorzugsweise kann auch ein weißer Lichtstrahl benutzt werden,
der nach der Reflexion spektral zerlegt wird, wodurch seine
Farbe, die nunmehr der Temperatur der zu messenden Oberfläche
entspricht, festgestellt werden kann.
Der Lichtstrahl kann nach Bedarf punktförmig oder
linienförmig auf die zu messende Oberfläche auftreffen. Er
ist dabei vorzugsweise polarisiert.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens kann eine
Optik aufweisen, durch welche der auf die Oberfläche gelenkte
Lichtstrahl sowie der von ihr reflektierte Lichtstrahl
geleitet wird. Dieser Optik ist zweckmäßigerweise die
Vorrichtung zur Spektralanalyse zugeordnet. Diese kann ein
Prisma aufweisen.
Von Vorteil ist es, wenn die Optik einen Spiegel aufweist,
welcher den reflektierten Lichtstrahl in die
Spektralanalyseneinrichtung einlenkt.
Die Optik kann Filtereinrichtungen enthalten und eine
veränderliche Brennweite aufweisen.
Zweckmäßigerweise ist der Optik eine Auswerte- und
Anzeigeelektronik nachgeschaltet, die mindestens einen
lichtempfindlichen Sensor aufweist.
Die zu messende Oberfläche ist mit besonderem Vor
teil auf der Innenseite einer wärmeleitenden Kalotte
vorgesehen, in welcher Glasfiberkabel enden, durch
welche der auf die Meßfläche gelenkte sowie der von ihr
reflektierte Lichtstrahl geleitet werden.
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Ver
fahrens bzw. der Vorrichtung besteht darin, daß die
Temperatur einer Oberfläche mit hoher Genauigkeit
gemessen werden kann, wobei die erreichbare Auflö
sung 10E - 7 Grad C beträgt. Dieser Wert ist außeror
dentlich hoch und übersteigt die erreichbaren Werte
bisher bekannter Verfahren um mehrere Größenord
nungen. Gleichzeitig erfolgt die Messung außerordent
lich schnell, so daß Echtzeitbestimmungen der Tempe
ratur in kurzem Abstand möglich sind, so daß auch Tem
peraturverläufe bei schnellveränderlichen Temperatu
ren feststellbar sind. Die Einrichtung ist dabei so ausge
legt, daß Störungen durch polarisiertes Licht eliminiert
sind. Der Abstand zur Meßoberfläche ist beim Einsatz
einer Optik mit veränderbarer Brennweite ohne Bedeu
tung, da die Einstellung leicht vorgenommen werden
kann. Mittels vorgefertigter Meßflächen, beispielsweise
der Innenfläche einer Kalotte ist es möglich, Thermome
ter bzw. Temperatursonden von äußerst geringer Grö
ße aufzubauen, die beispielsweise in der Medizin zur
Anwendung kommen können.
Einige Ausführungsformen der Erfindung werden in
folgendem anhand der Zeichnungen im
einzelnen erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungs
gemäßen Vorrichtung mit einem Prisma zur Spektral
zerlegung eines weißen Lichtstrahls;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer ähnlichen
Einrichtung wie in Fig. 1, die jedoch mit mehreren dis
kreten Lichtstrahlen verschiedener Farben arbeitet;
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer ähnlichen
Einrichtung wie in Fig. 2, jedoch mit einer Optik, die
einen sogenannten Lichtschnitt erzeugt; und
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Tempera
tursonde, die über Glasfiberkabel an die Optik ange
schlossen ist.
Ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Be
stimmung der lokalen Wandtemperatur mit weißem
Licht mittels spektralselektiver Reflexion ist in Fig. 1
dargestellt.
Aus der Lichtquelle 1 tritt ein dünnes nahezu paral
leles Bündel weißer Strahlung aus. Dieses Lichtbündel
wird mit Hilfe der zwei Lochblenden 2 und 3 auf die
optische Achse des nachfolgenden optischen Aufbaus
ausgerichtet. Die zweite Lochblende besteht aus einer
Quadrantsegmenten-Photodiode mit einer kreisförmi
gen Öffnung im Kreuzunkt der Segmententrennlinien.
Diese "Loch-Quadranten-Photodiode" erfüllt gleichzei
tig zwei Funktionen: sie ermöglicht zum ersten die ge
naue Strahlausrichtung auf die optische Achse, indem
die Gleichheit der Photoströme aus vier Segmenten als
Maß für die exakte Ausrichtung herangezogen wird.
Zum zweiten dient die Summe der Photoströme als die
Normierungsgröße für Eliminierung des Einflusses der
Lichtstromschwankungen infolge der Schwankungen
der Lichtqelle auf den Ausgangssignalen oder auch als
das Modulationssignal, wie weiter unten erläutert ist.
Die elektronische Verarbeitung dieser Operationen er
folgt durch eine Auswerte-Elektronik 16.
Zur Erzielung von großen Signal/Rausch Verhältnis
sen mit phasengekoppelten sogenannten "Lock-in" Ver
fahren, kann ein elektro-optischer Modulator (Chopper)
4 zwischen den beiden Lochblenden eingebracht wer
den. Als Modulator kann eine Kerr-Zelle, eine Pockel-
Zelle oder eine Bragg-Zelle als akusto-optischer Modu
lator eingesetzt werden.
Das parallele Lichtbündel, je nach Betriebsart modu
liert oder unmoduliert, tritt dann durch die Öffnung des
Spiegels 5 und wird nach dem Durchlaufen des Polarisa
tors 6 und der X/4-Platte 7 z. B. rechtszirkular polari
siert. Das rechtszirkular polarisierte parallele Lichtbün
del wird mit dem konkav/konvexen Linsensystem von
variabler Brennweite, bestehend aus der axial ver
schiebbaren Konkavlinse und der feststehenden Kon
vexlinse 9, auf der mit dünnem Flüssigkristallüberzug
versehenen Wandoberfläche 10 fokussiert. Dank der va
riablen Brennweite kann der Abstand zwischen dem
Meßaufbau und dem Meßobjekt leicht den eingegebenen
Verhältnissen angepaßt werden.
Die vom Meßpunkt reflektierte Strahlung wird nach
dem Durchlaufen der Linsen 8 und 9 wieder parallel.
Das Linsensystem 8 und 9 dient also sowohl der Fokus
sierung der Strahlung am Meßpunkt als auch der
Sammlung der reflektierten Strahlung von Flüssigkri
stallen.
Die von Flüssigkristallen spektralselektiv reflektierte
Strahlung ist ebenfalls rechtszirkular polarisiert und da
her nach dem Durchgang durch die X/4-Platte wieder
so linear polarisiert, daß der Polarisator 6 sie bei geeig
neter Orientierung vollständig durchläßt. Dagegen ist
die an der Grenzfläche zwischen der Luft und der Ober
fläche der Flüssigkristalle bzw. der die Flüssigkristalle
umhüllenden glatten Gelatineoberfläche (mikrogekap
selte Flüssigkristalle) spiegelnd reflektierte Strahlung
infolge des Phasensprungs um 180 Grad linkszirkular
polarisiert. Diese linkszirkular polarisierte spiegelnd re
flektierte Strahlung wird dann durch die X/4-Platte 7 so
linear polarisiert, daß sie durch den Polarisator 6 voll
ständig versperrt wird. Hierdurch wird erreicht, daß die
stets vorhandene, dem eigentlichen Signal der durch die
Flüssigkristallmoleküle spektralselektiv reflektierte
Strahlung störend überlagerte, spiegelnde Reflexion
ausgeschaltet wird.
Das spektralselektiv reflektierte parallele Strahlbün
del wird nach dem Polarisator 6 am Spiegel 5 umgelenkt
und durch den Gallilei'schen Teleskopstrahlengang mit
den Linsen 11 und 12 zu einem dünnen parallelen Strah
lenbündel verdichtet und dem Dispersionsprisma 13 zu
geführt. Das dünne Strahlbündel von einer Wellenlänge,
die der augenblicklichen Temperatur der Flüssigkristal
le an der Wandoberfläche 1 entspricht, wird am Prisma
13 so gebrochen, daß es nach der Umlenkung an Spiegel
14 an einer dieser Wellenlänge fest zugeordneten Stelle
den Strahlungssensor 15 trifft. Die Position des Strahl
bündels am Strahlungssensor 15 ist ein Maß für die Wel
lenlänge und somit ebenfalls ein unmittelbares Maß für
die Temperatur des Meßpunktes 10. Als Positionssensor
kann eine Positionsphotodiode oder eine sogenannte
CCD-Zeile verwendet werden. Die elektronische Zu
ordnung der Positionen zur Temperatur geschieht in
der Auswert-Elektronik 16, und sie wird auf einem ge
eigneten Ausgabegerät 17, z. B. auf einem Oszilloskop
zur Anzeige gebracht.
Ein zweites Ausführungsbeispiel zur lokalen Wärme
übergangsmessung ist in Fig. 2 dargestellt. Das hier ge
zeigte instationäre Verfahren zur Bestimmung des loka
len Wärmeübergangs läuft auf die Bestimmung der lo
kalen Wandtemperatur an verschiedenen Zeitpunkten,
wenigstens an zwei aufeinanderfolgenden Zeitpunkten
hinaus. Hierzu wird nun anstatt einer weißen Strah
lungsquelle ein Mehrfarben-Laser als Strahlungsquelle
verwendet, z. B. einer mit drei diskreten Laserlinien von
X 1, X 2 und X 3.
Der übrige Meßaufbau und die Funktionsweise der
Temperaturmessung sind denen im ersten Ausführungs
beispiel gleich bis auf den Strahlungssensor. Anstelle
eines die Position kontinuierlich auflösenden Sensors
treten nun z. B. drei einzelne Photodioden 15′, die dem
Strahlungsgang der jeweiligen Laserlinien fest zugeord
net sind. Den Zeitpunkt, zu dem eine der Laserlinien
temperaturabhängig selektiv reflektiert wird, markiert
das Signal an der zugeordneten Photodiode. Damit
der zeitliche Verlauf der lokalen Wandtemperatur be
stimmt und der Wärmeübergang kann ermittelt werden.
Ein drittes Ausführungsbeispiel zur Temperatur und
Wärmeübergangsmessung an mehreren Meßpunkten
entlang einer Geraden zu gleicher Zeit ist in Fig. 3 dar
gestellt.
Hierzu wird eine linienförmige Ausleuchtung der
Wandoberfläche mit Hilfe eines Lichtschnitterzeu
gungssystems 18 vorgenommen. Das Lichtschnitterzeu
gungssystem besteht aus einem Strahlverdichter 19 zur
Erzeugung von dünnen parallelen Strahlenbündeln und
aus den Strahlauffächerungsoptiken 20 zur Erzeugung
eines dünnen Lichtbandes senkrecht zur Zeichenebene.
Mit den Strahlenauffächerungsoptiken aus zwei Zylin
derlinsen kann die gewünschte Länge der Lichtschnitt
ausleuchtung auf der Wandoberfläche durch die Verän
derung des Abstandes zwischen den beiden Zylinderlin
sen eingestellt werden.
Zur Fokussierung des Lichtschnittes und zur Samm
lung der reflektierten Strahlung werde die Zylinderlin
sen 8′ und 9′ verwendet. Die Linsen 11′ und 12′ sind
ebenfalls zylindrisch.
Die Funktionsweise dieser Anordnung zur Bestim
mung der Temperatur und des Wärmeübergangs ist
identisch mit den Ausführungsbeispielen 1 und 2. Hier
werden aber so viele Zeilen der Strahlungssensoren 15′′
in der Tiefe, d. h. in Richtung der Lichtschnittausleuch
tung zusätzlich installiert, wie Meßpunkte entlang des
Lichtschnittes gewünscht werden. Die Abstände der
Strahlungssensorenzellen sind den Meßpunktabständen
an der Wandoberfläche anzupassen. Als Zeilensensoren
können mehrere parallel angeordnete Positionsdioden
für die Temperaturmessung und für die Wärmeüber
gangsmessng mehrere Zeilen der dreier Photodioden
dienen. Für eine große Anzahl der Meßpunkte empfiehlt
es sich, CCD (Charge Coupled Devices)-Zeilen bzw.
-Kamera zu verwenden.
Ein viertes Ausführungsbeispiel, d. h. eine Tempera
tursonde für die Verwendung in Fluiden und festen Kör
pern, insbesondere für die medizinische Anwendung zur
Temperaturmessung an inneren Organen ist in Fig. 4
dargestellt.
Die Temperatursonde ist aufgebaut wie ein flexibles
Glasfaser-Endoskop und kann eigenständig verwendet
werden oder durch den Sondenkanal eines handelsübli
chen Endoskopes geschoben werden. Die Temperatur
sonde besitzt einen gut wärmeleitenden kalottenförmi
gen Abschluß 10′, dessen Innenseite mit dünnen Flüssig
kristallschichten 10 a überzogen ist. Zwei flexible Glasfa
serbündel 21, 22 dienen als Sende- bzw. Empfangslei
tung für das Beleuchtungslicht aus der Lichtquelle 1
bzw. für das spektralselektiv reflektierte Licht von der
Flüssigkristallschicht zu den Empfangsoptiken 8-12
und dem Dispersionsprisma 13. An die Glasfaserbündel
brauchen keine besonderen Anforderungen gestellt
werden, da sie nur Licht, aber keine Bilder übertragen
sollen. Das Meßprinzip ist das gleiche wie beim ersten
Ausführungsbeispiel.
Die Temperatursonde kann sehr klein gebaut werden,
und dadurch erlaubt sie auch sehr schnell veränderliche
und infolge der hohen Auflösung sehr kleine Tempera
turfluktuationen in Fluiden oder in inneren Organen zu
messen.
Claims (2)
1. Optisches Meßverfahren zur Bestimmung der Temperatur an
Oberflächen mit Stoffen, deren Farben sich in Abhängigkeit
von der Temperatur verändern, beispielsweise
Flüssigkristallen, bei dem ein von einer Lichtquelle
ausgesandter Lichtstrahl auf den Stoff gelenkt und der
reflektierte Lichtstrahl mindestens einem lichtempfindlichen
Sensor zugeleitet wird und bei dem aus der Wellenlänge des
reflektierten Lichtstrahls die Temperatur des Stoffes
bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe eines
Lasers gleichzeitig Licht verschiedener bekannter definierter
Wellenlängen auf den Stoff gelenkt wird und daß die jeweils
reflektierten Lichtstrahlen hinsichtlich ihrer jeweiligen
Wellenlänge mittels Spektralanalyse ermittelt werden und
dabei zeitlich parallel eine Zeitmessung erfolgt, wobei die
Zeitpunkte und die Wellenlängen einander zugeordnet werden
und damit eine Aussage über den zeitlichen Temperaturverlauf
im Stoff gemacht wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, mit einer Lichtquelle, die einen Lichtstrahl auf Stoffe,
deren Farben sich in Abhängigkeit von der Temperatur
verändern, lenkt, und mit einem lichtempfindlichen Sensor zur
Aufnahme eines reflektierten Lichtstrahls, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Durchführung einer
Spektralanalyse des reflektierten Lichtstrahls und als
Lichtquelle ein Laser vorgesehen sind, und daß im
Strahlengang zwischen Laser und Stoff zur Trennung des von
der freien Oberfläche des Stoffes spiegelnd reflektierten
Lichts von dem aus dem Stoff reflektierten Licht und zum
Durchtritt des aus dem Stoff reflektierten Lichts auf den
Sensor ein Polarisator (6) und eine Lambda/4-Platte (7)
angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853523920 DE3523920A1 (de) | 1985-07-04 | 1985-07-04 | Optisches messverfahren und vorrichtung zur bestimmung der temperatur an oberflaechen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853523920 DE3523920A1 (de) | 1985-07-04 | 1985-07-04 | Optisches messverfahren und vorrichtung zur bestimmung der temperatur an oberflaechen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3523920A1 DE3523920A1 (de) | 1987-01-15 |
| DE3523920C2 true DE3523920C2 (de) | 1989-11-09 |
Family
ID=6274943
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853523920 Granted DE3523920A1 (de) | 1985-07-04 | 1985-07-04 | Optisches messverfahren und vorrichtung zur bestimmung der temperatur an oberflaechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3523920A1 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE102014218284A1 (de) * | 2014-09-12 | 2015-10-08 | Magna Powertrain Ag & Co Kg | Überwachen einer Temperatur einer Maschinenkomponente |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4111050A (en) * | 1977-07-14 | 1978-09-05 | International Telephone And Telegraph Corporation | Thermometer with birefringent sensing element in fiber optic coupling |
| CH639485A5 (fr) * | 1980-01-09 | 1983-11-15 | Ciposa Sa | Procede et dispositif de mesure optique de temperature. |
-
1985
- 1985-07-04 DE DE19853523920 patent/DE3523920A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3523920A1 (de) | 1987-01-15 |
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Legal Events
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