DE3523604C2 - - Google Patents

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DE3523604C2
DE3523604C2 DE19853523604 DE3523604A DE3523604C2 DE 3523604 C2 DE3523604 C2 DE 3523604C2 DE 19853523604 DE19853523604 DE 19853523604 DE 3523604 A DE3523604 A DE 3523604A DE 3523604 C2 DE3523604 C2 DE 3523604C2
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Wolfgang Dipl.-Phys. Dr.-Ing. 4800 Bielefeld De Lindemann
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B5/00Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B5/08Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning axles, bars, rods, tubes, rolls, i.e. shaft-turning lathes, roll lathes; Centreless turning
    • B23B5/12Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning axles, bars, rods, tubes, rolls, i.e. shaft-turning lathes, roll lathes; Centreless turning for peeling bars or tubes by making use of cutting bits arranged around the workpiece
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B23B31/12Chucks with simultaneously-acting jaws, whether or not also individually adjustable
    • B23B31/16Chucks with simultaneously-acting jaws, whether or not also individually adjustable moving radially
    • B23B31/16287Chucks with simultaneously-acting jaws, whether or not also individually adjustable moving radially using fluid-pressure means to actuate the gripping means

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Description

Die Erfindung betrifft eine Schäl- und Richtmaschi­ nenanlage zur Bearbeitung stangenförmigen Gutes, wie Wel­ len, Draht und Rohren od. dgl., mit einer der Schälmaschine nachgeordneten Spann- und Vorschubeinrichtung gemäß Ober­ begriff des Anspruches 1.
Aus der DE-A-30 24 531 ist eine Spann- und Vorschub­ einrichtung bekannt, die einer Schälmaschine zum Schälen stangenförmigen Gutes nachgeordnet ist. Solche Einrichtun­ gen werden insbesondere benutzt, um das aus der Schälma­ schine austretende Gut drehfest zu halten und auszuziehen, ohne die Oberfläche des Gutes wesentlich zu beschädigen. Eine solche Einrichtung weist einen mit einer gesteuert betätigbaren Spannvorrichtung versehenen, dort durch einen Endlostrieb hin- und herbewegbaren Wagen auf.
Mit einer solchen, aus der DE-A-30 24 531 bekannten Einrichtung konnte der axiale Vorschub des Gutes erhöht werden. Solche Einrichtungen haben sich bewährt.
Ist einer Schälmaschine und ihrem Auszugsaggregat eine Zweiwalzenrichtmaschine oder eine Blankrichtmaschine mit schnell rotierendem Richtgut nachgeordnet, dann ist es bisher notwendig, hinter dem Auszugsaggregat, also z. B. der Spann- und Vorschubeinrichtung, einen Zwischenrollgang oder eine Rinne mit Treibern anzuordnen.
Das Gut wurde aus der Schälmaschine mit dieser Ein­ richtung ausgezogen und gegebenenfalls, falls von Ring auf Stab gearbeitet wurde, abgeschert, dann mit den Treibern axial beschleunigt, gegebenenfalls in einer letzten Sta­ tion schon in Drehung versetzt und dann der Richtmaschine zugeführt.
Diese Vorgehensweise hat jedoch eine Reihe von Nach­ teilen. So ist ein großer Platzbedarf für eine solche An­ lage notwendig, da der Abstand zwischen Schälmaschine und Richtmaschine aufgrund der zusätzlichen Treiber bzw. der Rinne sehr groß ist. Auch ist der Übergang vom aus der Schälmaschine kommenden, nicht drehenden Gut zum in die Richtmaschine einlaufenden, drehenden Gut aufgrund der Treiber bzw. der Rinne sehr kritisch.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Schäl- und Richtmaschinenanlage zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschrie­ bene Anlage gelöst.
Bei den bekannten Lösungen kommt der Spann- und Vor­ schubeinrichtung im wesentlichen nur die Aufgabe zu, das Gut zur Aufnahme des von den Schälmessern in der Schälma­ schine auf das Gut ausgeübten Drehmomentes drehfest zu halten und das Gut aus der Schälmaschine - auch drehfest - auszuziehen. Den gesondert im Rollengang angeordneten, be­ kannten Treibern kommt die Aufgabe zu, das Gut axial zu beschleunigen und gegebenenfalls schon in Drehung zu ver­ setzen.
Die Erfindung geht nun von dieser Zweiteilung ab und schlägt vor, die Spann- und Vorschubeinrichtung so auszu­ bilden, daß von ihr sowohl die Aufgaben der bekannten Ein­ richtung, als auch die Aufgabe der bekannten Treiber bzw. des Rollenganges übernommen werden kann und auch das Gut, nachdem das Ende desselben die Schälmesser der Schälma­ schine verlassen hat, in Drehung versetzbar ist.
Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, die Anla­ ge so auszubilden, daß die Spannvorrichtung der Einrich­ tung in dem Wagen um die Achse des Gutes drehantreibbar ist. Das Gut kann, da eine solche Einrichtung ein Drehen des Gutes gestattet, mit dieser Einrichtung auch in die Richtmaschine, in der das Gut drehen muß, eingeführt wer­ den. Durch die dergestalt ausgebildete Spann- und Vor­ schubeinrichtung, die neben dem Ausziehen des Gutes aus der Schälmaschine auch das Einführen in die Richtmaschine übernimmt, kann auch insgesamt der axiale Vorschub durch die Schäl- und Richtmaschinenanlage beschleunigt werden.
Da das das Gut axial bewegende Aggregat sich nicht nur axial mit dem Gut, sondern auch beim Drehen desselben mit diesem mitbewegt, enthält das Gut auch keine - früher durch die Treiber hervorgerufenen - Dreh- und Axialbe­ schleunigungsspuren mehr. Es können nun zur Führung des Gutes einfache Buchsen verwendet werden. Durch den Wegfall der Treiberrollen bzw. der Rinne läßt sich auch die Lärm­ entwicklung reduzieren.
Ganz wesentlich ist aber, daß sich durch die erfin­ dungsgemäße Lösung der Platzbedarf einer Schäl- und Richt­ anlage wesentlich verkleinern läßt. Zwischen Schälmaschine und Nachrichtmaschine muß im wesentlichen nur etwas mehr als eine Stangenlänge Abstand sein.
Vorteilhafterweise ist die Spannvorrichtung dabei ge­ steuert drehangetrieben, sodaß die Drehgeschwindigkeit des Gutes abhängig von den Drehgeschwindigkeiten des Gutes in der Schälmaschine und insbesondere in der Richtmaschine dann verändert werden kann, wenn sich das Gut weder in der einen, noch in der anderen Maschine befindet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im Folgenden werden anhand der Zeichnung Ausführungs­ beispiele der Erfindung und ihre Vorteile näher beschrie­ ben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Spann- und Vorschubeinrichtung einer Schäl- und Nachrichtmaschinenanlage zum Teil in der Seitenansicht und zum Teil im Längsschnitt längs der Achse, in der Gut bewegt wird, und
Fig. 2 die Spann- und Vorschubeinrichtung im Quer­ schnitt gemäß der Linie II-II gemäß Fig. 1.
Zwischen einer nicht dargestellten Schälmaschine und einer nicht dargestellten Nachrichtmaschine zum Bearbeiten stangenförmigen Gutes, wie Wellen, Draht, Rohren od. dgl. ist eine Spann- und Vorschubeinrichtung angeordnet. Schäl­ maschinen und Nachrichtmaschinen, insbesondere Zweiwalzen­ richtmaschinen, in denen das Gut um seine Längsachse ge­ dreht wird, sind hinreichend bekannt.
Die Spann- und Vorschubeinrichtung besteht im wesent­ lichen aus einem kastenförmigen, nach oben offenen Maschi­ nenrahmen 1 mit Führungsschienen 2, in dem ein Spannwagen 3 mittels Rollen 4 längs bewegbar gelagert ist.
Die Längsbewegung des Spannwagens 3 gegenüber dem ortsfesten Maschinenrahmen 1 erfolgt hier dadurch, daß der Spannwagen 3 ein in den Maschinenrahmen 1 vorstehendes Teil 5 aufweist, in dem eine zur Gutachse 6 senkrechte und hier vertikale Schlitzführung 7 angeordnet ist, in die ein Mitnehmer 8 eingreift, der an einem aus einer Kette 9 ge­ bildeten und im Maschinenrahmen 1 ortsfest angeordneten Endlostrieb festgelegt ist, welcher von einem Motor 10 an­ getrieben ist. Weitere Einzelheiten dieser Ausbildung kön­ nen der DE-A-30 24 531 entnommen werden, in der diese Aus­ bildung zum erstenmal beschrieben ist. Dort wird auch be­ schrieben, daß die Umlaufgeschwindigkeit des Endlostriebes gesteuert regelbar ist.
Der Spannwagen 3 besitzt nun hier ein Gehäuse 11, welches einstückig mit diesem ausgebildet ist bzw. mit diesem fest verbunden ist. In diesem Gehäuse 11 ist mit­ tels Lagern, die sowohl axiale, als auch radiale Kräfte aufnehmen und die hier als Kugellager 12 ausgebildet sind, ein Rahmen 13 drehbar gelagert, der einen Spannkopf 4 auf­ weist. Die Drehachse dieses Rahmens 13 entspricht der Ach­ se 6 des Gutes. Dieser Rahmen 13, der zur Durchführung des Gutes hohlzylinderförmig ausgebildet ist, besitzt an sei­ nem mittleren Teilstück, dem eigentlichen Spannkopf 14, einen wesentlich größeren Außendurchmesser und auch einen geringfügig größeren Innendurchmesser, als an seinen bei­ den, im Gehäuse 13 gelagerten und über dieses vorstehenden Enden. Der Außendurchmesser des eigentlichen Spannkopfes ist dabei wesentlich größer, als seine Breite.
Das eine, in Fig. 1 rechte Ende des Rahmens 13 trägt ein Antriebsrad 15. Auf dem Gehäuse 11 des Spannwagens ist ein Getriebe 16, hier ein Stufengetriebe mit einer Kupp­ lung 17, angeordnet, an dem ein dieses antreibender, dreh­ zahlregelbarer Motor 18 angeflanscht ist. Die Abtriebswel­ le des Getriebes 16 wirkt über hier zwei Zahnräder 19 und 20 auf das Antriebsrad 15 des Rahmens 13. Die Zahnräder 9 und 20 und das Antriebsrad 15 wirken dabei als weiteres Getriebe. Der Rahmen 13 mit dem Spannkopf 14 kann somit durch den drehzahlregelbaren Motor 18 in Drehbewegung ver­ setzt werden.
Der Motor 18 trägt - hier - an seiner dem Getriebe 16 abgewandten Seite eine Bremse 21, auf die unten noch näher eingegangen wird.
Im mittleren, einen größeren Außendurchmesser besit­ zenden Bereich des Rahmens 13, dem eigentlichen Spannkopf 14, sind nun hier über den Umfang gleichmäßig verteilt drei radiale Bohrungen 22 vorgesehen, in denen je ein Bac­ kenhalter 23 angeordnet ist, der an seinem radial inneren Ende jeweils eine Spannbacke 24 trägt. Diese Backenhalter 23 sind radial auf die Achse 6 des Gutes zu und von dieser wegbewegbar. Die radiale Verstellung wird dabei verschie­ den durchgeführt, weshalb die Lagerungen bzw. Führungen der Backenhalter 23 verschieden ausgeführt sind.
Der in der Zeichnung unten dargestellte Backenhalter 23′ wird exakt auf den Durchmesser des zu bewegenden, ge­ schälten Gutes eingestellt. Mindestens dieser Backenhalter 3′ weist einen kreisförmigen Querschnitt auf. An dem Au­ ßenumfang dieses Backenhalters 23′ ist ein Gewinde 5 ange­ ordnet, welches mit dem Innengewinde eines in dem Spann­ kopf 14 ortsfest, aber drehbar gelagerten Stellringes 26 kämmt. Dieser Stellring 26 besitzt an seinem Außendurch­ messer eine Schneckenverzahnung, die mit einer in dem Spannkopf 14 ortsfest, aber drehbar gelagerten Schnecken­ welle 27 kämmt. Wird diese Schneckenwelle 7 gedreht, so bewegt sich der Backenhalter 23′ radial auf die Gutachse 6 zu bzw. von dieser weg. Diese Einstellung auf den exakten Durchmesser des geschälten Gutes wird hier im Stillstand der Einrichtung vorgenommen.
Eine mechanische, radiale Verstellung dieses Backen­ halters kann aber auch bei einer nicht dargestellten Aus­ führungsform mittels eines Differentialgetriebes vorgenom­ men werden.
Die beiden anderen Backenhalter 23′′ werden radial hy­ draulisch verstellt. Diese beiden anderen Backenhalter 23′′ sind als Kolben aus­ gebildet, wobei die Bohrung 22 den Zylinder bildet. Dazu ist die jeweilige Bohrung 22 als "Doppelbohrung" ausgebil­ det, d. h., sie besitzt an ihrem der Gutachse 6 abgewandten Ende einen größeren Durchmesser, als an ihrem der Gutachse zugewandten Ende, an dem der Innendurchmesser der Bohrung dem Außendurchmesser des Backenhalters 23′′ entspricht und gleichzeitig als Führung für den Backenhalter 23′′ dient. An dem radial äußeren Ende der Bohrung 22 ist diese durch einen Deckel 28 abgeschlossen. An dem radial äußeren Ende besitzt der Backenhalter 23′′ eine Dichtung 29, die den durch den größeren Durchmesser der Bohrung 22, den Backen­ halter 3′′, den Deckel 28 und die Stufe zwischen größerem und kleinerem Durchmesser der Bohrung 22 gebildeten Raum in zwei Zylinderkammern aufteilt.
Beide Zylinderkammern sind über im Rahmen 13 angeord­ nete, aus dem Gehäuse 11 der Spann- und Vorschubeinrich­ tung herausgeführte Leitungen 30 und 31, über eine auf dem anderen freien Ende 32 des Rahmens 13 angeordnete Man­ schette 33 und über weitere Leitungen 34 und 35 mit nicht dargestellten Druckquellen verbunden, die gesteuert in der einen der anderen Zylinderkammer einen (Über-) Druck aus­ üben und so den Backenhalter 23′′ im Sinne Verschieben auf die Gutachse 6 zu oder von dieser weg mit Druck beauf­ schlagen und verschieben. Diese beiden Backenhalter 23′′ werden benutzt, um die beiden ihnen zugeordneten Spannbac­ ken 24′′ beim Ein- und Ausführen des Gutes zu öffnen und zu schließen, sowie um das Gut zwischen allen drei Spannbac­ ken 24 zu verspannen.
Zwischen der Spann- und Vorschubeinrichtung der Anla­ ge und der nachgeordneten Richtmaschine wird das Gut mit­ tels nicht dargestellter, ortsfest angeordneter Führungs­ buchsen geführt, die drehfest, drehbar oder drehangetrie­ ben sein können.
Anstelle von zwei hydraulisch einstellbaren Backen­ haltern 3′′ kann auch nur ein einzelner hydraulisch ver­ fahrbarer Backenhalter 23′′ vorhanden sein, der dann dem mechanisch einstellbaren Backenhalter 23′ unmittelbar ge­ genüberliegt.
Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung, bei der nur zwei, sich bezüglich der Achse 6 des Gutes gegenüberliegende Backenhalter 23 vorhanden sind, sind an diesen Backenhaltern 23 Schermesser angeord­ net. Die Schneiden dieser Schermesser sind dabei so ausge­ bildet, daß sie das zu scherende Gut in der Grundstellung jeweils halbkreisförmig umfassen. An dem unteren Backen­ halter 23′, der auch dann mechanisch radial eingestellt wird, ist ein Schermesser fest mit diesem verbunden, d. h. dieses Schermesser wird nur synchron mit dem Spannbacken 24′ bewegt. In dem oberen Teil des Rahmens 13 sind axial hintereinander zwei hydraulisch verschiebbare Halter ange­ ordnet, von denen der eine die Spannbacke 24′′ trägt, wäh­ rend der zweite Halter das zweite Schermesser trägt und radial bewegt. Wird dieses zweite Schermesser, welches axial gegenüber dem anderen, unteren Schermesser versetzt ist, an letzterem vorbeibewegt, so wird das Gut geschert. Die Anlage kann dann auch benutzt werden, um von "endlosem Ringmaterial" auf "Stabmaterial" bestimmter Länge zu ar­ beiten.
Insbesondere in diesem Fall kann die Spann- und Vor­ schubeinrichtung einfacher gestaltet sein, da dann das Gut, welches sich noch zum Teil in der Schälmaschine be­ findet, nicht gedreht zu werden braucht und auch das von der Spann- und Vorschubeinrichtung aufzunehmende Drehmo­ ment kleiner ist. Zum einen kann man dann auf das in den Figuren gezeigte Stufengetriebe 16 verzichten und es kann zwischen Antriebsmotor 18 und Rahmen 13 ein Riementrieb angeordnet sein.
Im Folgenden wird nun die Funktionsweise der Schäl- und Richtmaschinenanlage mit der neuen Spann- und Vor­ schubeinrichtung beschrieben.
Es wird davon ausgegangen, daß die nicht dargestellte Schälmaschine in Fig. 1 links von der Spann- und Vor­ schubeinrichtung steht, wobei der Abstand der beiden von­ einander so gering als möglich sein soll. Die Richtmaschi­ ne der Anlage soll rechts von der Spann- und Vorschubein­ richtung stehen, wobei deren Abstand von der Schälmaschi­ ne, und damit auch von der Spann- und Vorschubeinrichtung von der größten Länge des zu bearbeitenden Gutes abhängt. Zwischen dem Schälkopf der Schälmaschine und dem Richtkopf der Richtmaschine muß mindestens ein Abstand vorhanden sein, der der Länge des längsten Gutes entspricht. Zwi­ schen Spann- und Vorschubeinrichtung und der Richtmaschi­ ne, also in Fig. 1 rechts von der Spann- und Vorschubein­ richtung, sind, wie oben schon gesagt, Führungsbuchsen an­ geordnet.
In der Grundstellung nimmt der Spannwagen 3 und der Spannkopf 14 die in den Figuren dargestellte Lage ein, d. h., die Schlitzführung 7 des Spannwagens 3 befindet sich im Bereich der linken Umlenkstelle des Endlostriebes, wo­ bei sich der Mitnehmer 8 hier im geraden Teil des oberen Trums der Kette 9 befindet. Der Spannkopf 14 weist in der Grundstellung eine Drehstellung auf, in der sich der ra­ dial mechanisch einstellbare Backenhalter 23′ mit seinem Spannbacken 24′ unten befindet. Diese Drehstellung läßt sich durch die entsprechende Anordnung eines nicht darge­ stellten Endschalters und eines Schaltnockens od.dgl. er­ reichen. Dieser Backenhalter 24′ wurde zuvor mittels der Schneckenwelle 27 und des Stellringes 26 auf den richtigen Gutdurchmesser eingestellt, falls dieser nicht dem einge­ stellten Durchmesser entspricht. Ist der Spannkopf 14 in dieser Stellung, dann wird ein weiteres Drehen durch die eingebremste Bremse 21 verhindert. Wird die Kette 9 und damit der Spannwagen kontinuierlich bewegt, so wird die Kette 9 gesteuert so bewegt, daß sie sich optimiert nach der Länge des Gutes genau an dieser Stelle befindet, um das Gut zugreifen. Die - hier - beiden anderen hydrau­ lisch einstellbaren Backenhalter 23′′ befinden sich in der von der Gutachse 6 entfernten Stellung, sodaß stangenför­ miges Gut zwischen die Spannbacken 24 eingeführt werden kann, welches auf der einen unteren Spannbacke 24′ auflie­ gen kann.
Das Spannkommando bzw. das Scherkommando, falls ge­ wünscht und eine Schervorrichtung vorhanden ist, erfolgt in dem Augenblick, indem sich der Spannwagen auf Synchron­ geschwindigkeit befindet bzw. die Scherlänge erreicht ist.
Nach Erhalt des Spannkommandos bzw. nach Erhalt des Scherkommandos werden die hier beiden anderen Backenhalter 23′′ mit den Spannbacken 24′′ mittels der Hydraulik über den im Spannkopf 14 vorhandenen Ringverteiler auf das Gut zu gefahren und das Gut eingespannt. Falls durch entsprechen­ de Vorschubaggregate das Gut in der Schälmaschine leicht drehend vorbewegt wird, wird die Bremse 21 gelöst und der Spannkopf 14 in einer langsamen Stufe gedreht.
Sobald das Ende des stabförmigen Gutes aus den Aus­ laufführungen der Schälmaschine herausgezogen ist bzw. so­ bald das Scheren beendet ist, löst die Bremse 21 späte­ stens, schaltet die Kupplung 17 des Getriebes 6 auf die schnelle Getriebestufe um und der Motor 18 beschleunigt auf die beim Richten notwendige Drehzahl. Je nach Länge des Gutes und Vorschubgeschwindigkeit beschleunigt der Spannwagen 3 seine Geschwindigkeit zur Richtmaschine hin.
Sobald das Gut von der Zweiwalzenrichtmaschine erfaßt ist, werden die Spannbacken 24 gelöst, indem die Backen­ halter 23 von der Gutachse 6 wegbewegt werden. Daraufhin kehren der Spannwagen 3 und der Spannkopf 4 in ihre Grund­ stellung zurück. Die Geschwindigkeiten können auch hier nach der Länge des Gutes geregelt optimiert sein.
Wenn die Längen des aufeinanderfolgenden stangenför­ migen Gutes nicht zu unterschiedlich sind, kann durch op­ timierte Geschwindigkeitsregelung erreicht werden, daß das Gut auch in der Richtmaschine Stab an Stab gefahren wird.
Bezugszeichenliste:
 1 Maschinenrahmen
 2 Führungsschiene
 3 Spannwagen
 4 Rolle
 5 vorstehendes Teil des Spannwagens
 6 Gutachse
 7 Schlitzführung
 8 Mitnehmer
 9 Kette
10 Motor
11 Gehäuse
12 Kugellager
13 Rahmen
14 Spannkopf
15 Antriebsrad
16 Getriebe
17 Kupplung
18 Motor
19 Zahnrad
20 Zahnrad
21 Bremse
22 Bohrung
23 Backenhalter
24 Spannbacke
25 Gewinde
26 Stellring
27 Schneckenwelle
28 Deckel
29 Dichtung
30 Leitung
31 Leitung
32 freies Ende des Rahmens 13
33 Manschette
34 Leitung
35 Leitung

Claims (15)

1. Schäl- und Richtmaschinenanlage zur Bearbeitung stan­ genförmigen Gutes, wie Wellen, Draht und Rohren od.dgl., mit einer der Schälmaschine nachgeordneten Spann- und Vor­ schubeinrichtung mit einem mit einer gesteuert betätigba­ ren Spannvorrichtung versehenen, hin- und herbewegbaren Spannwagen (3), wobei der Spann- und Vorschubeinrichtung eine Richtmaschine nachgeordnet ist, der das Gut unter Drehung um seine Achse zuführbar ist, dadurch gekennzeich­ net, daß die Spannvorrichtung in dem Spannwagen (3) um die Achse (6) des Gutes drehantreibbar ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung gesteuert drehantreibbar ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß die Spannvorrichtung mindestens zwei je in radial verstellbaren Backenhaltern (23) gehaltene Spannbacken (24) aufweist, die in einem Rahmen (13) angeordnet sind, der um die Achse des Gutes umlaufbar ausgebildet ist.
4. Anlage nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Rahmen (13) in einem mit dem Spann­ wagen (3) verbundenen und axial verschiebbaren Gehäuse (11) gelagert ist.
5. Anlage nach einem der beiden vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das eine axia­ le Ende des Rahmens aus dem Gehäuse heraussteht und ein Antriebsrad trägt.
6. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß das Gehäuse einen steuerbaren Motor trägt, der vorzugsweise über ein Getriebe auf den umlaufbaren Rahmen einwirkt.
7. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung durch einen Spannkopf (14) gebildet ist, in dem die Backenhalter (23) radial einstellbar gelagert sind.
8. Anlage nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch ge­ kennzeichnet, daß mindestens ein Backenhalter (24′) me­ chanisch radial entsprechend dem Durchmesser des Gutes einstellbar ist.
9. Anlage nach einem der beiden vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein, vorzugs­ weise zwei Backenhalter (23′′) hydraulisch radial einstell­ bar sind.
10. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Backenhalter (23) gleichmä­ ßig über den Umfang der Spannvorrichtung verteilt angeord­ net sind.
11. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß auf dem den Rahmen (13) lagern­ den Gehäuse (11) ein dem Drehantrieb des Rahmens 13 die­ nendes Getriebe (16), vorzugsweise ein mittels einer Kupp­ lung (17) umschaltbares Stufengetriebe, angeordnet ist.
12. Anlage nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Getriebe (16) über Zwischenzahnräder (19, 20) auf ein an dem Rahmen (13) festgelegtes Antriebs­ rad (15) einwirkt.
13. Anlage nach einem der beiden vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Getriebe (16) ein regelbarer Elektromotor (18), angeflanscht ist.
14. Anlage nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Motor (18) eine Bremse (21) auf­ weist.
15. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Spann- und Vorschubeinrich­ tung zwei Spannwagen (3) aufweist, denen je eine Spannvor­ richtung zugeordnet ist, von denen die eine zum langsamen Drehen des Gutes und die andere zum schnellen Drehen des Gutes ausgebildet ist.
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