DE336840C - Verfahren zum Brennen und zur Durchfuehrung waermeabgebender Reaktionen im Drehofen - Google Patents

Verfahren zum Brennen und zur Durchfuehrung waermeabgebender Reaktionen im Drehofen

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DE336840C
DE336840C DE1919336840D DE336840DD DE336840C DE 336840 C DE336840 C DE 336840C DE 1919336840 D DE1919336840 D DE 1919336840D DE 336840D D DE336840D D DE 336840DD DE 336840 C DE336840 C DE 336840C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/36Arrangements of air or gas supply devices

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Description

  • Verfahren zum Brennen und zur Durchfährung wärmeabgebender Reaktionen im Drehofen. Es ist bekannt, daß im gewöhnlichen Drehnfen ein restloses Ausbrennen von Brennstoffen aus brennstoffhaltigem Brenngut, d. h: die vollständige Durchführung wärmeabgebender Reaktionen, ohne Zuhilfenahme einer Sonderfeuerung, daran scheiterte, daß die ini Gegcnstroin in den Drehofen eintretende Verbrennungsluft (las Brenngut unter die Reaktionswärme abkühlte, bevor aller Brennstoff verbrannt war.
  • Der Gegenstand vorliegender Erfindung stellt ein Verfahren zum Brennen und zur Durchführung wärineabgeben iler Reaktionen iin Drehofen dar, ohne Anwendung, einer Sonderfeuerung, d. h. ohne Zuführung weiterer Wärme als der, die im brennstoffhaltigen Brenngut enthalten ist.
  • Zur Durchführung des Verfahrens wird ein Drehofen benutzt, der in an sich bekannter Weise in der Wandung des Ofens Kanäle zur Vorwärinung der Luft besitzt.
  • Bisher wurde die auf (fiese Weise mehr oder minder vorgewärmte Luft dazu benutzt, um sie bei nicht brennstoffhaltigem Brenngut als Verbrennungsluft der üblichen Drehofenfeuerung zuzuführen oder es wurde dieselbe bei brennstoffhaltigem Brenngut durch zahlreiche öffnungen oder Düsen auf .der ganzen Ofenlänge, sei es auf dem vollen Ofenumfange oder nur auf .dessen vom Brenngut bedeckten Teile, in das Ofeninnere eingeführt.
  • Bei Anwendung einer Sonderfeuerung,, auch bei brennstoffhaltigem Brenngut, werden, abgesehen von dem unwirtschaftlichen besonderen Brennstoffverbrauch, einerseits in gewissen Brennzonen unzweckmäßig hohe Wärmegrade erzielt, anderseits werden durch die Feuergase der Sonderfeuerung die Röstgase aus dem Brenngut, welche häufig weitere Verwendung finden sollen, unzweckmäßig ver-(Iiinnt.
  • Wird die Verbrennungsluft durch zahlrc:iche Offnungen auf der ganzen Länge der Ofenwandung eingeführt, so ist mit dem Nachteil zti rechnen, daß an den Stellen, an denen ein griißerer bzw. kleinerer Bedarf an Sauerstoff für das brennstöffhaltige'Brenngut vorliegt, .dieser Bedarf von Fall zu Fall eingestellt werden inuß, da andernfalls entweder eine ungenügende Verbrennung eintritt oder ein Luftüberschuß vorhanden ist. Daraus geht hervor, daß eine allen vorgenannten Ansprüchen entsprechende Bauart eines solchen Ofens eine äußerst umständliche un.d ein solcher Ofen im Betriebe schwierig zu überwachen ist. Außerdem wird in dieseln Falle die Luft, wenn sie durch Kanäle in Tier Ofenwandung zugeführt werden soll, je nach der vorgesehenen Eintrittsstelle in den Drehofen, einen längeren oder kürzeren Weg zurücklegen und sich dabei mehr oller weniger erwärmen. Eine möglichst weitgehende Ausnutzung der Ofenwärme zum Erwärmen der Verbrennungsluft findet bei einem solchen Drehofen demnach nicht statt.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung vermeidet sämtliche vorgenannten Nachteile. Es ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform an einem Drehofen veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. t den mittleren senkrechten Längsschnitt, Fig. a den Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. I.
  • Die Verbrennungsluft wird am Ofeneinlaufende bei b in die Wandung des Dreh- Ofens cr, welche besonders in ihrem inneren Teil zweckmäßig aus gut wärmeleitendem Baustoff hergestellt ist, eingeführt. Die Luft streicht auf der ganzen Ofenlänge, soweit sich der Brennvorgang abspielen soll, durch die Kanäle c der Ofenwandung. Zunächst wird die Luft aus den Abgasen ,der Brennzone, welche gleichzeitig zur Anwärnuing des in den Ofen eintretenden kalten Brenngutes dienen, eine gewisse Wärme aufnehmen. Dieser Vorgang findet in der auf freiliegender Zeichnung mit e bezeichneten Zone statt. Es sei angenommen, daß die Abgase eine Wärme von etwa 8oo° haben, so wind sich die Luft auf angenommen 3oo° erwärmen. In dem Teil des Ofens, wo die Hauptmenge des im Brenngut enthaltenen Brennstoffes verbrennt, und wo infolgedessen die höchsten Wärmegrade im Ofen vorhanden sind, wird sich die Luft weiter stark anwärmen, indem sie diesein Teil des Ofens erhebliche Wärineniengen, welche sonst hier ganz nutzlos sind, entzieht. Diese mit f bezeichnete Zone entwickelt angenommenermaßen etwa eine Temperatur von izoo°, die Luft erwärmt sich in dieser Zone auf etwa goo°. Danach umfließt die Luft den Teil des Ofens, indem nur noch geringe Brennstoffmengen aus dem Brenngut zur Verbrennung gelangen und deshalb auch nur noch geringe Wärmemengen erzeugt werden. In dieser Zone ist bereits die in der Vorzone hoch erhitzte Luft imstande, gewisse Wärmemengen durch die aus gut wärmeleitendem Baustoff bestehende innere Ofenwandung g nach dem Ofeninnern abzugeben, um damit die Verbrennung in diesem Ofenteil zu unterstützen. Diese mit Ir. bezeichnete Zone entwickelt vielleicht noch 6oo°, so .daß die goo° warme Luft bereits wieder einen Teil ihrer Wärme nach dein Ofeninnern abgibt. Schließlich tritt die warme Luft in der Nähe des Auslaufendes des Drehofens durch Öffnungen der Luftkanäle c gleichzeitig bei d in das Ofeninnere und trifft dort auf das heiße Brenngut. Das Brenngut selbst besitzt unter diesen Umständen dort die Wärmegrade, welche an sich ein praktisch. restloses Verbrennen der noch in ihm enthaltenen geringen Brennstoffmenge gewährleisten, Da die Luft an ihrer Eintrittsstelle in den Drehofen annähernd die gleiche Wärme besitzen muß wie das Brenngut, so ist in ..diesem Falle eine Abkühlung des Brenngutes bis unter die Reaktionswärme ausgeschlossen und es wird die praktisch restlose Verbrennung des Brennstoffes aus dem Brenngut erfolgen.
  • Dazu kommt noch, daß in dieseln Abschnitt des Ofens, in dem die geringsten Brennstoffmengen im Brenngut vorhanden sind, die Luft, als vollstündig unverbraucht, die größte Sauerstoffmenge enthält, wodurch eine praktisch restlose Durchführung der Reaktion gewiilirleistct wird.
  • Durch diese Art des Wärmeaustausches wird die Leitungs- und Strahlungswärme des Drehofens durch die Verbrennungsluft aufgenommen und dem Drehofen wieder zugeführt, so daß die Wärme von den Stellen, wo sie im 1?berschuß vorhanden ist, dahin überführt wird; wo sie erfolgreich nutzbar gemacht werden kann. Es wird für die ganze 1-äiige der Reaktionszone eine annähernd gleiche Wärme erzielt, was mit den bisher bekannten Verfahren oder Einrichtungen ohne Zuhilfenahme besonderer neuer Wärmequellen nicht gelungen ist.
  • Die Bauart und Führung der Kanäle c ist beliebig. Z. B. können die Kanäle durch Einbau von Wänden k, wie veranschaulicht, zellenartig ausgebildet sein. Sie können geradegeführt sein oder auch spiralig um den Ofen herumlaufen usw. Die innere Ofenwandung g kann mit Rücksicht auf richtige Wäraneleitung ganz oder teilweise aus dem gleichen oder anderen Stoff bestehen wie die äußere Wandung a, d. h. die Wandungen des Vorwä rmers können teils aus gut, teils aus schlecht wärmeleitendem Baustoff hergestellt sein, uni eine vorteilhafte Wärmeverteilung zu c rmüg 1 hegen.
  • Das neue Verfahren ist im Drehofen anwendbar zum Rösten, Brennen, Agglomerieren usw., und es ist mit diesem Verfahren möglich, hei der Verarbeitung von brennstoffhaltigem Gut die Reaktionstemperatur im Drehofen dort, wo es erforderlich ist, aufrechtzuerhalten, ohne daß eine Sonderfeuerung oder umständliche Einrichtungen zur Durchführung der Luft durch Ofenwand und Gut hindurch erforderlich sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRucH: Verfahren zum Brennen undzurDurchführung wärmeabgebender Reaktionen im Drehofen ohne Verwendung von anderen \Värnierluellen als der aus dem brennstoffhaltigen Brenngut erzeugten Wärme und mit Hilfe von in der Wandung des Drehofens befindlichen Luftvor-%värinekanälen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungsluft bei dem Ofeneinlauf in die Ofenwandung eingeführt, im Gleichstrom mit dem Brenngut durch die Ofenwandung geführt wird und in der Nähe des Ofenauslaufes in den Ofenraum eintritt.
DE1919336840D 1919-12-02 1919-12-02 Verfahren zum Brennen und zur Durchfuehrung waermeabgebender Reaktionen im Drehofen Expired DE336840C (de)

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