DE3348358C2 - Linearlager für linear bewegte Tische sowie Transporttisch - Google Patents
Linearlager für linear bewegte Tische sowie TransporttischInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Linearlager zur Verwendung bei li
near bewegten Tischen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
sowie einen Transporttisch, bei dem wenigstens zwei derarti
ger Linearlager Verwendung finden, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 7.
Transporttische finden in der Industrie mannigfache Verwen
dung und kommen insbesondere in Bereichen zur Anwendung wie
Bearbeitungszentren, numerisch gesteuerten Drehbänken
und andere Werkzeugmaschinen sowie für sich bewegende Teile
verschiedener Maschinen, wie beispielsweise automatische
Werkzeugaustauscher, automatische Schweißmaschinen, Spritz
maschinen, Industrieroboter usw. Die meisten bekannten
Transporttische besitzen Kugeln für die Führung von
Lagerblöcken entlang einer Schiene während einer Längsbe
wegung. Der Lagerblock und die Schiene besitzen bezüglich
einer vertikalen Ebene, welche die Längsmittelachse auf
weist, einen symmetrischen Querschnitt. Die Ausleger- und
Halteteile des Lagerblockes umfassen dabei entsprechende
Schulterstücke der Schiene, um zu verhindern, daß der Lager
block von der Schiene driftet.
Der Kontakt zwischen dem Lagerblock und der Schiene er
folgt durch Rollenbahnen. Um eine schwere Last zu lagern, ist
es erforderlich, die Lastbereiche der Rollenbahnen zu ver
längern, so daß die Last von einer größeren Anzahl von Wälz
körpern aufgenommen wird. Hieraus resultiert jedoch eine ver
größerte Abmessung des Lagerblockes. Andererseits gibt es
Ausführungsformen, bei denen die Schiene mit Paaren von Ab
rollnuten für die Wälzkörper in entsprechenden Oberflächen
der Schulterstücke ausgestattet ist. Die belasteten Wälzkör
per am Lagerblock rollen dann entlang dieser Abrollnuten. Da
bei erfassen die Wälzkörper die entsprechenden Schulterstücke
der Schiene und nehmen Belastungen in allen Richtungen auf
diese Weise auf. Bei einem derartigen Transporttisch ist es
jedoch erforderlich, vier Abrollnuten in der Schiene vorzu
sehen. Außerdem müssen vier endlose Wälzkörperführungen am
Lagerblock vorgesehen sein. Die Herstellung eines derartigen
Lagerblockes und einer derartigen Schiene erfordert daher
eine große Anzahl von Herstellungsschritten, insbesondere bei
dem Einformen und Endbearbeiten der Abrollnuten und der Füh
rungsnuten am Lagerblock. Außerdem benötigt man eine große
Anzahl von Einzelteilen, woraus eine aufwendige Konstruktion
und hohe Herstellungskosten resultieren.
Aus der nachveröffentlichten DE 33 10 987 A1 geht ein Linear
lager der eingangs genannten Art hervor, bei dem die Lager
blöcke, in einer Ebene senkrecht zur Bewegungsrichtung be
trachtet, eine C-förmige Gestalt aufweisen. Die Wälzkörper
werden durch Kugeln gebildet, wobei die belasteten Wälzkör
perbahnen durch an den Lagerblöcken vorgesehene Rillen und
die unbelasteten Wälzkörperbahnen durch in den Lagerblöcken
vorgesehene Bohrungen gebildet werden. Die Herstellung dieser
zuletzt genannten Bohrung erfordert einen sehr präzisen
Bohrvorgang, da Fluchtungsfehler in der Bohrungsachse zu einer
Unbrauchbarkeit des Lagerblockes für den Transporttisch
führen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Linearlager
der eingangs genannten Art zu schaffen, das bei hoher
Lastaufnahme eine einfache Bearbeitung der Wälzkörperbahnen
gestattet. Darüber hinaus soll mittels dieser Linearlager ein
Transporttisch geschaffen werden.
Die vorstehende Aufgabe wird hinsichtlich des Linearlagers
durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Das Linearlager gemäß der
Erfindung weist einen Lagerblock auf, der einen hori
zontalen Schenkel und einen vertikalen Schenkel, welcher vom einen
Ende des Lagerblocks nach unten absteht, umfaßt. Der
Lagerblock ist ferner mit zwei Wälzkörperbahnen für die Lastauf
nahme ausgestattet, von denen die eine an der Unterseite des
anderen Endes des horizontalen Schenkels und die andere an
der Innenfläche des unteren Endes des vertikalen Schenkels
angeordnet sind. Jede dieser Wälzkörperbahnen für die Lastaufnahme
besitzt eine Rollenberührungsfläche, die einen Lastaufnahme
bereich bilden. Der Lagerblock ist außerdem mit zwei nicht
belasteten Teilen ausgestattet, die sich axial entlang dem
anderen Ende des horizontalen Schenkels und dem unteren Ende
des vertikalen Schenkels erstrecken, wobei sie nicht bela
stete Bereiche bilden. Eine Wälzkörperführung ist am anderen Ende
des horizontalen Schenkels und eine Wälzkörperführung ist am
unteren Ende des vertikalen Schenkels des Lagerblocks
vorgesehen. Diese wirken mit den Wälzkörperbahn für die Last
aufnahme und mit den nicht belasteten Teilen zusammen und
bilden endlose Wälzkörperbahnen.
Das erfindungsgemäße Linearlager
besitzt die folgenden Vorteile:
Aufwendige Bohr- und Spanarbeiten zur Bildung der nicht be
lasteten Zone der Wälzkörperbahnen können vermieden wer
den, weil die nicht belasteten Bereiche in Form von nicht
belasteten Laufrillen ausgebildet sein können, die leicht
maschinell herstellbar sind und endbearbeitet werden können.
Die Wälzkörperführungen können in einfacher Weise durch Form
pressen aus Metallblech gebildet werden oder durch Spritz
gießen von Kunstharz. Der Lagerblock, welcher
Wälzkörperbahnen am äußersten Ende des horizontalen Schenkels und am
unteren Ende des vertikalen Schenkels aufweist, sowie die
Wälzkörperführungen können mit geringem Herstellungsaufwand
und hohem Wirkungsgrad gefertigt werden.
Die Verwendung von tonnenförmigen Rollen als Wälzkörper
bringt im Hinblick auf die Selbstzentrierung des
Linearlagers einen wesentlichen Vorteil, so daß Abmessungs- oder
Montagefehler beim Einbau der Linearlager in unter
schiedliche Einrichtungen ausgeglichen werden. Da der Krüm
mungsradius der jeweiligen Rollenberührungsfläche
etwas größer bemessen ist als der Krümmungsradius der kuge
ligen bzw. tonnenförmigen Oberfläche der tonnenförmigen Rol
len, wird die stoßfreie Linearbewegung auch dann
nicht beeinflußt, wenn die Rollen leicht schiefliegen, d. h.
wenn die Rollenachsen gegenüber der Ausgangsposition eine
Neigung aufweisen. Dies liegt daran, daß eine Schieflage der
Rollen durch Verschiebung der Berührungspunkte auf den kuge
ligen Oberflächen der tonnenförmigen Rollen ausgeglichen
wird. Demgemäß wird eine Kantenbelastung, d. h. eine Konzen
tration der Belastung auf die axialen Enden der Rollen, ver
mieden. Auf diese Weise wird eine längere Betriebsdauer der
Rollen gewährleistet, und es können aus Montagefehlern re
sultierende Toleranzen in größerem Umfang zugelassen werden.
Durch die Erfindung wird außerdem ein Transporttisch geschaffen, bei
dem erfindungsgemäße Linearlager für eine Linearbewegung zur
Anwendung kommen.
Der Transporttisch gemäß der
Erfindung weist zwei Lagerblöcke auf.
Außerdem ist ein Schienenbett
vorgesehen, das an seiner oberen Oberfläche zwei Bezugs
flächen aufweist für die Befestigung der Schienen. An diesen
Bezugsflächen sind zwei Schienen befestigt, die Rollenberüh
rungsflächen aufweisen, die den Rollenberührungsflächen an
dem horizontalen und vertikalen Schenkeln der Lagerblöcke
gegenüberliegen. Mehrere Wälzkörper laufen in den entsprechenden
endlosen Wälzkörperbahnen an den horizontalen und vertikalen Schen
keln der Lagerblöcke um und nehmen Belastungen auf, die zwi
schen den Rollenberührungsflächen an den Lagerblöcken und den
entsprechenden Rollenberührungsflächen an den Schienen wirken.
An den Oberseiten der Lagerblöcke ist eine Montagegrundplatte
befestigt.
Die Belastbarkeit des Transport
tisches wird erhöht, insbesondere in der vertikalen Richtung
nach unten. Der Transporttisch
kann leicht und mit verringertem Aufwand hergestellt werden.
Dies beruht insbesondere darauf, daß die Anzahl der Flächen
am Lagerblock und an der Schiene, welche eine umständliche
Bearbeitung und Nachbehandlung erfordern, verringert sind,
und weil die Anzahl der Einzelteile ebenfalls verringert ist.
Die Rollenberührungsflächen können einfach und genau herge
stellt und endbearbeitet werden, beispielsweise mit Hilfe
eines spanabhebenden Werkzeugs, insbesondere eines Schlei
fers, welcher ohne Schwierigkeit an den Lagerblock herange
führt werden kann.
Durch die Erfindung wird ein Transporttisch geschaffen, bei
dem zwei Linearlager zur Anwendung kommen. Diese
Linearlager sind dabei zwischen einem Schienenbett
mit Bezugsflächen, an denen zwei Schienen befestigt sind, und
einer Montagegrundplatte angeordnet. Letztere wird von den
Lagerblöcken, an denen sie in geeigneter Weise befestigt
sind, getragen. Auf der Montagegrundplatte können geeignete
Vorrichtungen montiert, behandelt und dgl. werden.
Die Unteransprüche kennzeichnen Weiterbildungen der Erfindung.
In den beiliegenden Figuren sind Ausführungsbeispiele der Er
findung dargestellt. Anhand dieser Figuren wird die Erfindung
noch näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schnittbildliche Darstellung eines
Transporttisches mit Linearlagern als
erstes Ausführungsbeispiel;
Fig. 2 eine schnittbildliche Darstellung einer abge
wandelten Form des Transporttisches mit Linear
lagern;
Fig. 3 eine schnittbildliche Darstellung für ein
Linearlager für eine Linear
bewegung als zweites Ausführungsbeispiel;
Fig. 4 eine Abstandshalteranordnung zwischen benach
barten Rollen bzw. Wälzkörpern;
Fig. 5 eine schnittbildliche Darstellung entlang
der Linie XXII-XXII der Fig. 4;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Abstands
halters, der in der Anordnung der Fig. 4
verwendet wird;
Fig. 7 eine schnittbildliche Darstellung eines für eine
Linearbewegung verwendeten Linear
lagers als drittes Ausführungsbeispiel;
Fig. 8 eine vergrößerte schnittbildliche Darstellung,
welche in übertriebenem Maßstab die Wechsel
wirkung der Rollenberührungsflächen und der
zylindrisch ausgebildeten Wälzkörper für das
Lager der Fig. 7 darstellt;
Fig. 9 einen Transporttisch für eine Linear
bewegung mit Linearlagern gemäß Fig. 8;
Fig. 10 eine schnittbildliche Darstellung einer modifi
zierten Ausführungsform des Transporttisches der
Fig. 9; und
Fig. 11 eine schnittbildliche Darstellung ähnlich der
in der Fig. 7 einer modifizierten Ausführungs
form des in der Fig. 3 gezeigten Linear
lagers.
In der Fig. 1 ist ein Transporttisch T dargestellt mit Linear
lagern B zur Linearbewegung als erstes
Ausführungsbeispiel. Der Transporttisch T besitzt zwei Linear
lager B. Jedes dieser Linearlager besitzt einen
Lagerblock 1, zwei Wälzkörperführungen 2, eine Schiene 3
und mehrere tonnenförmige Rollen 4a. Weiterhin weist der Transporttisch T
ein Schienenbett 20 mit
zwei Referenzflächen 19, an denen die beiden Schienen 3 mit Hilfe
von Befestigungsschrauben 18 befestigt sind, sowie eine Montage
grundplatte 22 auf, die mit Hilfe von Befestigungsschrauben 21a,
21b an den beiden Lagerblöcken 1 befestigt sind. Zwei Paar
von Befestigungsschrauben 21a, 21b, welche in Breitenrichtung
des Lagerblocks 1 einen Abstand voneinander aufweisen, werden
für jeden Lagerblock 1 verwendet. Das heißt, jeder Lagerblock
1 ist an der Montagegrundplatte 22 mit vier Befestigungs
schrauben 21a, 21a und 21b, 21b befestigt.
Bei diesem Transporttisch T sind die Linearlager B
paarweise derart angeordnet, daß die Enden der horizonta
len Schenkel 5 nach außen gerichtet sind. Das heißt, sie
weisen zueinander in entgegengesetzte Richtungen. Beilag
scheiben 23 mit begrenzter bzw. bestimmter Dicke sind
zwischen den oberen Oberflächen der Enden der horizontalen
Schenkel 5 der entsprechenden Lagerblöcke 1 und der Unter
seite der Montagegrundplatte 22 angeordnet, so daß beim An
ziehen der Befestigungsschrauben 21a und 21b während des
Befestigens der Montagegrundplatte 22 an den Lagerblöcken 1
bei den inneren Reihen der Befestigungsschrauben 21b eine
größere Anzahl an Drehungen erreicht wird als den äußeren
Reihen der Befestigungsschrauben 21a. Auf diese Weise wird
eine Verbiegebewegung, wie sie durch die Pfeile Y in der
Fig. 1 dargestellt ist, bei jedem Lagerblock 1 erzielt, so
daß eine Vorlast auf die tonnenförmige Rollen 4a wirkt.
Bei dem dargestellten Transporttisch T können die Linear
lager B so angeordnet sein, daß die äußersten Enden
der horizontalen Schenkel 5 aufeinander zu gerichtet sind,
wie das in der Fig. 2 dargestellt ist. Die Transporttische
T für eine Linearbewegung, wie sie in den Fig. 1 und
2 dargestellt sind, werden in der folgenden Weise zusammen
gebaut. Zunächst werden die Schienen 3 an den Bezugsflächen
19 des Schienenbetts 20 mit Hilfe der Schrauben 18 befestigt.
Dabei werden auch die Linearlager B am Schienenbett
20 befestigt. Anschließend wird die Montagegrundplatte 22 auf
den oberen Oberflächen der Lagerblöcke 1 durch Festziehen
der Befestigungsschrauben 21a und 21b befestigt. Dabei werden
die Beilagscheiben 23 zwischen den oberen Oberflächen der
abstehenden Enden der horizontalen Schenkel 5 der Lager
blöcke 1 und der Unterseite der Montagegrundplatte 22
zwischengelegt, so daß auf die tonnenförmige Rollen 4a eine
Vorlast aufgebracht wird. Die tonnenförmigen Rollen 4a befinden
sich dabei zwischen den Rollenberührungsflächen 7a und 16a
der Linearlager B. Die Dicke der Beilagscheiben 23
ist so ausgewählt, daß eine Vorlast mit bestimmter Größe
erzielt wird.
Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen werden die
Linearlager B mit einer Vorlast beaufschlagt beim
Festziehen der Befestigungsschrauben 21a und 21b in Verbin
dung mit der Wirkung der Beilagscheiben 23, die zwischen
der oberen Oberfläche der abstehenden Enden der horizontalen
Schenkel 5 der entsprechenden Lagerblöcke 1 und die Unter
seite der Montagegrundplatte 22 gelegt sind. Die Vorlast kann
jedoch auch mit Hilfe anderer Mittel erzielt werden. Bei
einer alternativen Ausführungsform werden Beilagscheiben
mit einer großen Dicke zwischen den oberen Oberflächen der
Lagerblöcke 1 in der Nähe der abstehenden Enden der hori
zontalen Schenkel 5 und der Unterseite der Montagegrundplatte
22 angeordnet, und Beilagscheiben mit geringer Dicke werden
zwischen den oberen Oberflächen der Lagerblöcke 1 in der Nähe
der vertikalen Schenkel 6 und der Unterseite der Montage
grundplatte 22 angeordnet. Durch diese Beilagscheiben mit
unterschiedlichen Dicken werden Biegekräfte hervorgerufen,
und somit werden die Linearlager B mit Vorlasten
beaufschlagt in Abhängigkeit von der Dickendifferenz der
Beilagscheiben. Anstelle von Beilagscheiben 23 ist es auch
möglich, auf die Linearlager B eine Vorlast aufzu
bringen, indem entsprechende Teile der Unterseite der
Montagegrundplatte 22, welche mit den oberen Oberflächen
der Lagerblöcke 1 in Berührung kommen, abgeschrägt sind.
Beim vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel sind
Rollenberührungsflächen 7a und 16a, welche im Bereich des
horizontalen Schenkels 5 des Gleitblockes vorgesehen sind,
so gerichtet, daß ihre Richtung 30° gegenüber der vertika
len Ebene geneigt sind. Die Rollenberührungsflächen 7a und
16a im Bereich des vertikalen Schenkels 6 des Lagerblockes 1
sind so geneigt, daß sie einen Winkel von 45° gegenüber
der vertikalen Ebene bilden. Hieraus resultiert, daß das
Linearlager B Belastungen in allen Richtungen auffan
gen kann. Insbesondere können Belastungen, die in vertika
ler Richtung nach unten gerichtet sind, aufgefangen werden.
Es ist jedoch auch möglich, daß die Rollenberührungsflächen
7a und 16a alle eine Richtung aufweisen, die einen 45°-Winkel
gegenüber der vertikalen Ebene besitzen, wie das in Fig. 3
dargestellt ist. Bei diesen Linearlagern B werden
horizontale und vertikale Belastungen gleich wirksam aufge
nommen. Mit Richtung ist die Normale in der Krümmungsmitte
bezeichnet.
Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine weitere Ausführungsform, bei
der Abstandshalter 25 mit mittleren Öldurchgangsbohrungen 24
vorgesehen sind. Diese Abstandshalter 25 befinden sich zwischen
benachbarten tonnenförmigen Rollen 4a, welche die Wälzkörper
bahnen 7a, 7b, 9 ständig durchlaufen. Diese Wälzkörperbahnen 7a, 7b, 9
sind am äußersten Ende des horizontalen Schenkels 5 und dem
unteren Ende des vertikalen Schenkels 6 des Lagerblockes 1
vorhanden und wirken mit entsprechenden Wälzkörperführungen 2
zusammen. Die Abstandhalter 25 verhindern eine Schieflage
der tonnenförmigen Rollen 4a, so daß jegliche Kantenbelastung
auf die Rollen 4a vermieden wird. Außerdem wird eine gegen
seitige Berührung benachbarter Rollen 4a verhindert. Hierdurch
werden während der Linearbewegung Geräusche unterdrückt.
Die Fig. 7 zeigt ein Linearlager B nach einem zweiten
Ausführungsbeispiel, bei welchem im Unterschied zum
ersten Ausführungsbeispiel Rollenberührungsflächen 7b und
16b in den Lagerblock 1 und die Schiene 3 eingeformt sind,
welche flach ausgebildet sind. Die mit diesen Rollenberüh
rungsflächen zusammenwirkenden Wälzkörper 4 sind als
Zylinderrollen 4b ausgebildet. Diese Zylinderrollen 4b sind
an ihren axialen Enden abgeschrägt, so daß dort abgeschrägte
Teile 26 gebildet sind. Der Haltebereich 13 von Wälzkörper
führungen ist an einem Ende abgebogen, so daß er in seiner
Form an den abgeschrägten Teil 26 der Zylinder
rolle 46 angepaßt ist. Auf diese Weise erhält man eine Halteklaue 27, die
verhindert, daß die Zylinderrollen 4b aus dem Belastungsbereich
der Wälzkörperbahn gelangen.
Wie in Fig. 8 in vergrößertem Maßstab dargestellt ist, be
sitzt die Zylinderrolle 4b des zweiten Ausführungsbeispiels
des Linearlagers eine gewisse Balligkeit derart, daß
der Durchmesser der Zylinderrolle 4b in den axialen Endbereichen
nahe den abgeschrägten Flächenteilen 26 verringert ist. Diese
Art der Zylinderrollen 4b verhindert wirkungsvoll die Bildung
einer Kantenbelastung, selbst wenn eine geringe Schräglage
der Zylinderrollen 4b vorhanden ist.
Die Fig. 9 zeigt einen Transporttisch T, bei dem Linear
lager B nach dem zweiten Ausführungsbeispiel verwendet
werden. Dieser Transporttisch T entspricht im wesentlichen
dem in der Fig. 1 gezeigten Transporttisch T, ausgenommen, daß
die Beilagscheiben 13 zur Erzielung der auf die Linear
lager wirkenden Vorlast nicht vorhanden sind.
Die Fig. 10 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform des Trans
porttisches T, der in der Fig. 2 dargestellt ist. Die
Fig. 11 zeigt eine geänderte Ausführungsform des Transport
tisches T der Fig. 9, welche der Ausführungsform in der Fig. 3
entspricht.
Der Transporttisch T, bei welchem Linearlager B für eine
Linearbewegung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel
zur Anwendung kommen, haben die gleichen Vorteile wie das
vorstehend beschriebene erste Ausführungsbespiel. Beim
zweiten Ausführungsbeispiel ist der Zusammenbau des Lager
blockes 1 und die Montage an der Schiene 3 erleichtert, weil
die Zylinderrollen 4b aus den Rollenführungen nicht heraus
fallen, selbst wenn der Lagerblock 1 von der Schiene 3 ge
trennt wird. Dies beruht darauf, daß an den Wälzkörperführungen
2 die abgewinkelte Haltekante 37 vorgesehen ist.
Claims (8)
1. Linearlager zur Verwendung bei linear bewegten Tischen,
umfassend einen Lagerblock (1) mit wenigstens einer endlosen
Reihe aus umlaufenden Wälzkörpern (4, 4a, 4b), wobei die
Wälzkörper (4, 4a, 4b) entlang von belasteten und unbelaste
ten Wälzkörperbahnen (7a, 7b, 9) sowie diese miteinander
verbindenden Umlenkbahnen sich abwälzen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerblock (1), in einer Ebene senkrecht zur Bewe
gungsrichtung betrachtet, eine L-förmige Gestalt mit einem im
wesentlichen senkrecht zur Bezugsfläche (19) des Tisches
verlaufenden, vertikalen Schenkel (6) und einem im wesentli
chen parallel zur Bezugsfläche (19) verlaufenden Schenkel (5)
aufweist, daß die belasteten Wälzkörperbahnen (7a, 7b) an den
freien Enden der beiden Schenkel (5, 6) vorgesehen sind, und
daß Wälzkörperführungen (2) an den äußeren Enden der beiden
Schenkel (5, 6) vorgesehen sind, die die endlose Wälzkörper
reihe auf den belasteten Wälzkörperbahnen (7a, 7b), den
unbelasteten Wälzkörperbahnen (9) und den Umlenkbahnen
führen.
2. Linearlager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wälzkörper (4a) tonnenförmige Rollen sind und daß die
Berührungsflächen in den zugeordneten Wälzkörperbahnen (7a)
einen gekrümmten oder ebenen Querschnitt aufweisen.
3. Linearlager nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krümmungsradien der tonnenförmigen Rollen (4a) gerin
ger sind als der Krümmungsradius der Berührungsfläche in den
Wälzkörperbahnen (7a).
4. Linearlager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wälzkörper (4b) Zylinderrollen sind und daß die Be
rührungsflächen in den zugeordneten Wälzkörperbahnen (7b)
einen ebenen Querschnitt aufweisen.
5. Linearlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die belastete Wälzkörperbahn (7a, 7b) an dem horizontalen
Schenkel (5) nach unten weist.
6. Linearlager nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die belastete Wälzkörperbahn (7a, 7b) an dem vertikalen
Schenkel (6) nach oben weist.
7. Transporttisch unter Verwendung wenigstens zweier
Linearlager gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6,
umfassend ein Schienenbett (20) mit wenigstens einer Bezugs
fläche (19), an der Schienen (3) angeordnet sind, welche den
belasteten Wälzkörperbahnen (7a, 7b) gegenüberliegende, diesen
zugeordneten Wälzkörperbahnen aufweisen, und eine an den
Lagerblöcken (1) angeordnete Montagegrundplatte (22).
8. Transporttisch nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein von den unteren Enden der vertikalen Schenkel (6) zu
den äußeren Enden der horizontalen Schenkel (5) der Lager
blöcke (1) gerichtetes Biegemoment durch Verbindungsschrauben
(21a, 21b), die die Montagegrundplatte (22) an den Lagerblöcken
(1) haltert, auf die Lagerblöcke (1) aufgebracht ist, so
daß eine Vorspannung auf die Wälzkörper (4, 4a, 4b) zwischen
der Berührungsfläche wirkt.
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- 1983-12-19 DE DE3348358A patent/DE3348358C2/de not_active Expired - Fee Related
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