DE3029374C2 - Einteiliges Turbinenrad aus Keramik für Gasturbinen - Google Patents
Einteiliges Turbinenrad aus Keramik für GasturbinenInfo
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Description
a) daß der Kranz (54) der Scheibe (44) eine geringere
axiale Länge aufweist als die dort ansetzenden Füße (60) der Schaufeln (26), so daß die
voreilenden Kanten (38) der Schaufeln (26) in Zustromrichtung vor zwischen den einzelnen
Schaufeln (26) ausgebildeten Verbindungsflächen (46) liegen, welche zur abstromseitigen
Abschlußfläche (55) des Kranzes (54) führen,
b) daß die voreilenden Kanten (38) der Schaufeln (26) mit jeweiligen windschlüpfigen Übergangsflächen (56, 58) in die Verbindungsflächen (46)
übergehen, und
c) daß diese Übergangsflächen (56,58) mit der zugehörigen
Verbindungsfläche (46) je einen eingeschnittenen Bereich (48) in der zustromseitigen
Fläche (50) der Scheibe (44) bilden.
Die Erfindung betrifft ein einteiliges Turbinenrad aus Keramik für Gasturbinen nach dem Oberbegriff des
Anspruches.
Bei einem derartigen Turbinenrad nach US-PS 39 43 703 setzen die Schaufelfüße mit gleicher Breite an
dem radial außerhalb des Halses gelegenen Kranz an, so daß die zustromseitige Fläche des Radkranzes in ihrer
Gesamterstreckung in der gleichen Fläche wie die zustromseitigen. in Drehrichtung voreilenden Kanten der
Schaufeln liegt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Schaufeln und dem Radkranz sind parallel zur Radachse
geradlinig durchgeführt. Bei der Beaufschlagung mit den heißen Verbrennungsgasen entstehen insbesondere
an den geradlinig verlaufenden Kanten hohe thermische Spannungen insbesondere dort, wo die relativ dünnen
Schaufelfüße mit dem massiven Kranzmaterial zusammentreffen. Bei dem bekannten Turbinenrad wird diese
Erscheinung dadurch zu mildern versucht, daß ein Kühlluftstrom insbesondere gegen die sich vom Hals an erweiternden
Bereiche des Radkranzes geführt wird.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Turbinenrad der angeführten Gattung so auszubilden,
daß die auftretenden Spannungskonzentrationen insbesondere im Bereich der zustromseitigen Kanten
der Schaufeln und ihrem Übergang zum Radkranz verringert werden, um so eine erhöhte Lebensdauer des
Turbinenrades zu erreichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Paicntanspruches.
Durch die erfindungsgeniäße Ausführung des Übergangsbereiches
zwischen den Schaufelfüßen und dem in axialer Richtung kürzeren Kranzabschnitt der Turbinenradscheibe
wird so erreicht, daß die sonst an den von den heißen Verbrennungsgasen angeblasenen Verbindungsstellen
auftretenden Spannungskonzentrationen weitgehend gemildert werden. Auf diese Weise kann ein
einteiliges Turbinenrad aus Keramik geschaffen werden, das bei Arbeitstemperaturen von 1093° C und mehr
zuverlässig arbeitet.
Gleichzeitig wird durch die verringerte axiale Länge des Radkranzes das polare Trägheitsmoment des erfindungsgemäßen
Turbinenrades verringert, so daß ein besseres Anlauf- und Beschleunigungsverhalten erzielt
wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert; in dieser zeigt
F i g. 1 eine Teilschnittansicht des heißen Teiles einer Gasturbine,
F i g. 1 eine Teilschnittansicht des heißen Teiles einer Gasturbine,
F i g. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1,
F i g. 3 eine Draufsicht auf das in F i g. 2 teilweise aufgeschnitten dargestellte Turbinenrad, in Richtung der Pfeile 3-3 gesehen,
F i g. 3 eine Draufsicht auf das in F i g. 2 teilweise aufgeschnitten dargestellte Turbinenrad, in Richtung der Pfeile 3-3 gesehen,
Fi g. 4 eine Ansicht des Turbinenrades, in Richtung
der Pfeile 4-4 in F i g. 1 gesehen, und
F i g. 5 eine teilweise aufgeschnittene Darstellung des Turbinenrades, in Richtung der Pfeile 5-5 in F i g. 1 gesehen.
F i g. 1 zeigt den heißen Teil 10 einer Gasturbine 12, die eine Welle 14 und ein einteiliges Turbinenrad 15
besitzt, welches an einem Ende der Welie 14 sitzt. Das
Turbinenrad 15 besteht aus keramischem Werkstoff. Der heiße Teil 10 der Gasturbine besitzt einen Auslaß
16 einer Brennkammer 18, in der Brennstoff und Luft durch Verbrennung heiße Treibgase bilden, welche einem
Kranz von Leitschaufeln 20 zugeleitet werden, die in Strömungsrichtung vor einer ringförmigen Haube 22
angeordnet sind. Die Haube 22 umgibt die Außenenden 24 von Turbinenschaufeln 26, die an dem aus Keramik
bestehenden Turbinenrad 15 ausgebildet sind. Die Haube 22 ist mittels eines Dichtringes 28 mit einer Gehäusewand
30 abgedichtet, die einen Strömungskanal 32 außen begrenzt, dessen Innwand durch den Konus 34 eines
Abschlußstückes 36 bestimmt wird, das in Strömungsrichtung hinter dem Turbinenrad 15 si tut.
Das Turbinenrad 15 ist einstückig ausgebildet und besteht bevorzugterweise aus Siliciumkarbid mit einer
Zugfestigkeit von etwa 206,85 MPa. Solche keramische Werkstoffe sind für Einsatz bei hohen Temperaturen
geeignet, die beispielsweise am Turbineneintritt )093°C und mehr betragen können.
Damit bei derartigen Temperaturen ein zuverlässiger Betrieb ermöglicht ist und die übermäßige Spannungskonzentration
im Bereich der angeströmten Kanten der Schaufeln 26 des Turbinenrades vermieden werden, sind
die Schaufeln 26 im Übergangsbereich zwischen ihren Füßen 60 und dem an dem Turbinenrad ausgebildeten
Radkranz 54 besonders ausgebildet. Die Schaufeln 26 besitzen eine in Drehrichtung voreilende Kante 38, die
über einen windschlüpfigen Bereich 40 am Schaufelfuß in einen Hals 42 der radialen Scheibe 44 des Turbinenrades
15 übergeht. An der Zustromseite der Scheibe 44 sind glockenförmige Verbindungsflächen 46 ausgebildet,
die eingeschnittene oder vertiefte, mit Abstand voneinander über den Außenrand der zustromseitigen
Stirnfläche 50 der Scheibe 44 verteilte Bereiche 48 bilden (Fig. 5). Die eingeschnittenen oder vertieften Bereiche
48 verringern gleichzeitig das polare Trägheits-
b5 moment des Turbinenrades 15, so daß dessen Anlauf-
und Beschleunigungsverhalten verbessert wird.
Die Verbindungsflächen 46 bilden jeweils den vorderen Abschnitt einer Außenfläche 52 des Kranzes 54. In
diese Außenfläche 52 gehen die jeweiligen voreilenden Kanten 38 der Schaufeln 26 über beiderseits von diesen
ausgebildete windschiüpfige Übergangsflächen 56, 58 über (F i g. 3). Die Außenfläche 52 geht in die abstromseitige
Rückfläche 55 des Kranzes 54 über. Damit besitzt der Kranz 54 eine geringere axiale Länge als die
Füße 60 der mit ihm einstückig ausgebildeten Schaufeln 26. Damit ergibt sich eine geringere unterschiedliche
Spannung, die durch axiale Wärmedehnung entsteh·, so daß die im Bereich der voreilenden Kanten 38 der
Schaufeln 25 auftretenden Spannungen beachtlich unter den zulässigen Festigkeitswerten des verwendeten
Werkstoffes liegen. Versuche bei Betriebstemperaturen von etwa 10930C haben ergeben, daß im Bereich 62 der
voreilenden Kanten 38 der Schaufeln die zulässigen Spannungen nicht überschritten werden.
Die Schaufeln 26 sind so ausgebildet, daß zwischen ihren in Drehrichtung voreilenden Kanten 38 und nacheilenden
Kanten 68 konkave Seitenflächen 64 gegenüber von konvexen Seitenflächen 66 entstehen, um so
aerodynamisch günstige Strömungswege 70 zwischen den Schaufeln 26 auszubilden, die in Radialrichtung divergieren,
so daß sich, wie in F i g. 4 zu sehen, an der Austrittsseite Strömungskanäle größerer Weite ergeben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
30
35
40
4G
55
60
Claims (1)
- Patentanspruch:Einteiliges Turbinenrad aus Keramik für Gasturbinen mit einer sich radial erstreckenden Scheibe mit einem Kranz, der über einen Hals mit der Scheibe verbunden ist, und mit einer Vielzahl von Schaufeln, die in die radial äußere Fläche des Kranzes übergehen, wobei jede Schaufel zwischen ihrer zustromseitigen, in Drehrichtung voreilenden Kante und ihrer abstromseitigen nacheilenden Kante konkav-konvexe Flanken besitzt, dadurch gekennzeichnet.
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