DE3018255A1 - Implantat mit variabler geometrie - Google Patents
Implantat mit variabler geometrieInfo
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Description
Ί-: Mai 1980
Robert Streel, 4000.Liege, Belgien
Implantat mit variabler Geometrie
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit der Implantationstechnik in der Dentalchirurgie und bezieht sich insbesondere
auf sogenannte dreidimensionale Implantate ("implants tridimensionnels"), wie sie von Herrn Dr. Jean-Marc Juillet,
Paris, entwickelt und für diesen patentiert sind.
Ein dreidimensionales Implantat, das gegenwärtig aus Titan gefertigt wird, setzt sich aus einer durchbrochenen Basis,
einer Gewindestange oder einem rechtwinklig zur Basis befestigten Schaft und einem falschen Stumpf zusammen, der
— ρ — 0300A8/07U
auf den Schaft in eine regulierbare Stellung aufgeschraubt
ist, um die Befestigung eines Zahnes oder eines Brückenelementes
zu ermöglichnn.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Implantatstyp an den besonderen Aufbau bestimmter Bereiche anzupassen,
um seine Anwendung als künstliche Wurzel zu erleichtern und seine Leistungsfähigkeit als Zusatzstütze in einer festen
Prothese zu verbessern.
Ein Implantat mit variabler Geometrie gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Basis des Implantats asymmetrisch
mit Bezug auf den Schaft ist und daß die Flächen der
Basis bzw. die durchbrochenen Partien, die beiderseits des Schaftes angeordnet sind, gleich groß sind, jedoch eine verschiedene
Gestalt besitzen.
Das Implantat ist gemäß weiterer Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß der falsche Stumpf von zwei Elementen gebildet wird, von denen eines die Gestalt; eines umgekehrten Konus mit
einem zahnfleischseitigen Scheitel besitzt und von denen das andere in der Morphologie einem herkömmlichen Stumpf ähnlijch,
in den Abmessungen aber verringert ist, wobei das erste Element
in seinem Zentrum an der Basis des Konus eine Einziehung zur Aufnahme des das erste Element überragenden zweiten Elementes
besitzt.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese nun anhand
der beigefügten Zeichnung beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
030048/0714
Pig. 1 und 2 jeweils eine Ansicht bzw. Draufsicht von
oben der Basis und des Schaftes eines Implantats mit variabler Geometrie gemäß der Erfindung,
Fig. 3 einen Schnitt der Spitze des einen falschen
Stumpf und einen künstlichen Zahn tragenden Schaftes nach Pig. 1,
Pig= 4 einen Schnitt entlang der Linie -4-4 in
Pig. 3,
Pig. J? eine Variante der Anordnung nach Pig. 3»
Pig. 6 einen Schnitt entlang der Linie 6 -6 in
Pig. 7 einen Schnitt "des Befestigungs-, Spannoder
Klemmwerkzeugs gemäß der Erfindung für die Befestigung des falschen Stumpfes auf dem Schaft und
Pig. 8 und 9 jeweils einen Schnitt gemäß der Linien 8-8
bzw. 9-9 in Pig. 7.
Aus den Pig. 1 und 2 der Zeichnung ist zu ersehen, daß das Implantat eine durchbrochene Basis 1 besitzt, die von einem
Gewindebolzen oder Schaft 2 überragt wird. Diese Basis 1 ist asymmetrisch mit Bezug auf den Schaft, sie besitzt jedoch
030048/Q7U _4_
eine derartige gleiche Gestalt, daß die "beiderseits der ·
Achse XX liegenden Flächen 3, 4 gleich sind, wobei sie in
der Länge und Breite verschieden sind.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt eine der Flächen (Fläche 3) eine quadratische und die andere Fläche
eine rechteckige Gestalt.
Die Basis 1 weist in jeder dieser Flächen 3, 4 eine durchbrochene
Partie 3'5 4-1 unterschiedlicher Gestalt auf, wobei
jedoch der Flächeninhalt gleich ist. An- ihrem Ende ist jede dieser Flächen mit zwei Fortsätzen 5 versehen, deren Flächeninhalt ebenfalls auf beiden Seiten gleich ist und die umgebogen
werden können, um das Verkeilen des Implantats zu erleichtern und demzufolge seine Stabilität bei der Platzierung
zu vergrößern. Zum anderen können die Abmessungen der Basis auf kleinere Maße gebracht werden, entweder indem man diese
Fortsätze auf beiden Seiten beseitigt oder wegläßt oder indem man randseitige Zungen 6, 7 der Basis entfernt, die gleichen
.Flächeninhalt, jedoch eine verschiedene Verteilung besitzen, wobei die verbleibende Fläche auf diese Weise genau im Gleichgewicht
bleibt. Der Schnitt der Fortsätze und der Zungen ist aufgrund von zu diesem Zwecke vorgesehenen Rillen 8 geschwächt.
Das Abschneiden der Fortsätze und Zungen wird erleichtert. In den Fig. 3 bis 5 sind zwei verschiedene Ausführungsformen
eines falschen oder nachgemachten Stumpfes dargestellt, der das Implantat gemäß der Erfindung bildet. Diese beiden Ausführungsformen
untersc-heiden sich aber nur durch die Zurückhaltung
und die Höhe.
030048/0714
Ein falscher Stumpf gemäß der Erfindung wird von zwei Elementen dargestellt, von denen das eine Element 9 die Gestalt eines
umgekehrten Konus mit einem zahnfleischseitigen Scheitel bildet und von denen das andere Element 10 einem falschen Stumpf eines
dreidimensionalen Implantates ("implant tri-dimensionnel") ähnlich ist, jedoch verringerte Abmessungen besitzt.
Das Element 9 des falschen Stumpfes oder der umgekehrte Konus ·
wird in Gestalt einer Keramik-Metallverbindung verwirklicht. Es besitzt eine Höhe in der Größenordnung von 3 nun und eine
kreisförmige Basis mit einem Durchmesser in der Größenordnung von 6 mm. Es ist bei 11 eingeschnitten, um seine Verkeilung
oder Verriegelung mittels eines geeigneten Instrumentes zu ermöglichen, das noch beschrieben werden wird. Es ist außerdem
an seinem Umfang mit einem die Justierung von Abdruckringen ermöglichenden Vorsprung 12 versehen und besitzt in seinem
Zentrum eine Vertiefung 13 zur Aufnahme des anderen Elementes
10 des falschen Stumpfes, das das Element 9 überragt.
Die Gestalt und die Abmessungen des umgekehrt konischen Elementes 9 in seiner keramisch-metallischen Partie sind
so vorgesehen, daß eine Anpassung an Plättchenimplantate ("implants lames") und andere bekannte Modelle erfolgen kann.
Die Keramik-Metallverbindung bildet selbst ein Merkmal der Erfindung und man verläßt den beanspruchten Rahmen nicht,
wenn man eine solche Verbindung gesondert vom Implantat herstellt und/oder liefert.
- 6 -G30CU8/07U
Das leicht konische Element 10 des falschen -Stumpfes kann
einen etwa rechteckigen oder kreisförmigen Schnitt "besitzen,
oder schräg
sein Scheitel muß aber winkelig/sein, um. das Befestigen, Verspannen
oder Verriegeln mittels des infräge stehenden Instrumentes zu ermöglichen. Am äußeren Umfang des Elementes 10 zur Basis hin
ist eine Nut 10' zur Aufnahme eines nicht dargestellten Keils oder
Bolzens
/vorgesehen.
/vorgesehen.
Die beiden beweglichen Partien, d. h. die beiden Elemente 9-,
des falschen Stumpfes, müssen zusammen auf dem Schaft 2 festsitzen
oder verkeilt sein und es ist vorgesehen, daß diese Befestigung, Verkeilung oder Verriegelung mittels eines Instrumentes
14- hergestellt wird, das sich aus einem zylindrischen
Schlüssel zusammensetzt, das von zwei konzentrischen rohrförmigen
Elementen 15, 16 gebildet wird. Das rohrförmige Element 15 endigt
an seiner Basis mit Zapfen 17» die mit den Einschnitten 11 des
unteren Stumpfelementes 9 in Eingriff gelangen. Das innere rohrförmige
Element 16 ist an seiner Basis mit einer Öffnung 18 versehen,
die sich nach außen hin erweitert, um das obere Stumpfelement 10 zu überfässen (Pig. 7 "bis 9)·
Die Befestigung erfolgt folgendermaßen: Das äußere Element 15,
das mit seinen Zapfen 17 in cLie Einschnitte 11 des unteren
falschen Stumpfes 9 in Eingriff gebracht worden ist, wird von
Hand gehalten und durch eine Klemme oder Zange festgehalten, die in Einschnitte 15' eingreift, die am Außenumfang des
Elementes 15 vorgesehen sind. Das innere Element 16 wird dann in das äußere Element 15·geschoben, um sich auf dem oberen
030048/07U "7
Element 10 des falschen Stumpfes einzupassen und sich auf diesem mittels eines in im Rand des Elementes 16 vorgesehenen
Kerben 18' eingeführten Schlüssels T-förmiger Gestalt zu verschrauben
oder zu verspannen. Dieses Element 16 ist an seinen beiden Enden auf die gleiche Weise ausgebildet, wobei die Abmessungen
jedoch verschieden sind. Es kann sich somit durch Umdrehen an das eine oder an das andere der beiden Ausführungsbeispiele des oberen falschen Stumpes anpassen, der beispielhaft
in den Pig. 5 und 6 gezeigt ist.
Es versteht sich, daß die Zahnbrücke oder der künstliche Zahn auf dem oberen Element des falschen Stumpfes durch Klammern,
Bolzen oder Keile gehalten wild, wobei dieses Element in das
untere Element des falschen Stumpfes eingelassen ist und der
falsche Stumpf auf dem Schaft verschraubt ist:y-. so daß man eine einwandfrei mit dem Schaft befestigte Anordnung erhält.
Die Verwendung von Implantaten gemäß der Erfindung ermöglicht die Nachregulierung in Höhe des Zahnfleisches in der Involutionsperiode
und das Klammer- oder Keilsystem, das vor allem für die hinteren Bereiche bei der Verwendung des Plättchenimplantates
angezeigt sein dürfte, wird die Anwendung von zu klebrigen Zementen vermeiden, die für Sekundärbehandlungen '
hinderlich sind.
Der Zahntechniker wird deshalb dank der Basisplatte jedesmal genaue Informationen über die Grenzen der Kronen besitzen, .
die nicht ausschließlich aus Keramik hergestellt werden müssen.
030048/07U
L e e r s e i t e
Claims (10)
1. Implantat mit variabler Geometrie des Typs, der sich aus
einer durchbrochenen Basis, einem Gewindeschaft und einem falschen Stumpf zusammensetzt, der auf den Schaft aufschraubbar
ist und die Befestigung eines Zahnes oder eines Brückenelementes ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis
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ORIGINAL INSPECTED
des Implantats -asymetrisch mit Bezug auf den Schaft ist
und daß die Flächen der Basis "bzw. die durchbrochenen Partien, die beiderseits des Schaftes angeordnet sind, gleich groß sind,
jedoch eine verschiedene Gestalt besitzen.
2. Implantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Basis an ihrem Ende zu jeder Seite des Schaftes Portsätze
gleicher Fläche besitzt, die auf geeignete Weise umbiegbar sind, um das Verkeilen oder Verspannen des Implantats zu erleichtern
und seine Stabilität während der Pla-zierung zu erhöhen.
3· Implantat nach Anspruch Λ oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fortsätze abtrennbar sind, derart, daß die Fläche der Basis verringert wird, wobei man eine genau im Gleic-hgewicht
befindliche verbleibende Fläche erhält.
4. Implantat nach einem der Ansprüche Λ bis 3? dadurch gekennzeichnet , daß die Basis an ihrem Außenumfang abtrennbare Zungen
mit gleicher Fläche aufweist, die zu beiden Seiten.des Schaftes
verschieden verteilt sind, derart, daß die Fläche der Basis verringert wird, wobei man eine genau im Gleichgewicht befindliche
Fläche erhält.
5. Implantat mit variabler Geometrie des Typs, der sich aus
einer durchbrochenen Basis, einem Gewindeschaft und einem falschen Stumpf zusammensetzt, der auf den Schaft aufschraubbar
ist und die Befestigung eines Zahnes oder eines Brücken—
030048/07U -3-
elementes ermögliclit, insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der falsche Stumpf von zwei Elementen gebildet wird, von denen eines die Gestalt eines
umgekehrten Konus mit einem zahnfleischseitigen Scheitel besitzt und von denen das andere in der Morphologie einem herkömmlichen
falschen Stumpf ähnlich, in den Abmessungen aber verringert ist, wobei das erste Element in seinem Zentrum an
der Basis des Konus eine Einziehung zur Aufnahme des das erste Element überragenden zweiten Elementes besitzt.
6. Implantat nach Anspruch 5? dadurch gekennzeichnet, daß
das Element des falschen Stumpfes mit der umgekehrten Konusgestalt
von.einer Keramik-Metallverbindung gebildet wird.
7ο Implantat nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Element des falschen Stumpfes mit der umgekehrten Konusgestalt eingeschnitten ist, derart, daß seine Verkeilung
oder Verspannung durch ein passendes Instrument ermöglicht wird.
8. Implantat nach einem der Ansprüche 5 bis 7>
dadurch gekennzeichnet, daß das Element des fälschen Stumpfes mit der umgekehrten
Konusgestalt an seinem Umfang mit einem Vorsprung versehen ist, der die Justierung von Druckringen ermöglicht.
9. Implantat nach einem der Ansprüche 5> bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das obere Element des falschen Stumpfes an seinem Außenumfang mit einer Nutanordnung zur Aufnahme
eines Stiftes
einer Klammer/oderrpZange versehen ist.
einer Klammer/oderrpZange versehen ist.
einer - 4 -.
030Q48/07U
10. Zylindrischer Schlüssel zum gemeinsamen Befestigen,
Verspannen oder Verkeilen der den falschen Stumpf bildenden Teile gemäß Anspruch 5 auf dem Schaft,.dadurch gekennzeichnet,
daß er von zwei konzentrischen rohrförmigen Elementen gebildet wird, von denen das äußere Element an seiner Basis mit Zapfen
endigt, die mit im unteren Stumpfelement vorgesehenen Einschnitten
in Eingriff gelangen, und das innere Element an seiner Basis mit einer sich erweiternden Öffnung versehen ist,
um das obere konische Stumpfelement zu übergreifen, sowie an
seinem Rand zum Anbringen eines Befestigungs-, Spann- oder Klemmwerkzeugs mit Einschnitten ausgestattet ist.
030048/0714
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