DE3000992C2 - Verfahren zur trockenen Kühlung von Koks und Einrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur trockenen Kühlung von Koks und Einrichtung zur Durchführung eines solchen VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur trockenen Kühlung von Koks nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 und eine Einrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 4.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung gehören mit der nachveröffentlichten DE-OS 28 56 141
dem Stande der Technik nach § 3 Abs. 2 PatG 1981 an.
Bei diesem älteren Vorschlag wird die Strömungsvertei
lung im Hinblick auf die Wärmeübertragung an die
jeweiligen Eigenschaften des in der Kühlkammer stehenden Kokses angepaßt Zu diesem Zweck kann der
Wärmeträgergaseintritt in den Verteilerboden einer Kühlkammer nach Maßgabe von Temperaturmeßwer
ten gesteuert werden, die an in representativen
Kokszonen der Kühlkammer vorgesehenen Temperaturfühlern ermittelt werden. Dadurch wird die Einstellung der Regelarmaturen so getroffen, daß der Koks
unabhängig von seiner Körnigkeit gleichmäßig gekühlt
wird. Bei dem älteren Vorschlag wird auch die
Austrittstemperatur des Wärmeträgergases erfaßt und an eine Meßwarte geliefert.
Bei Kokstrockenkühleinrichtungen, die keine Vorkammer aufweisen, werden die Kokschargen intervall-
mäßig direkt der Kühlkammer aufgegeben. Sowohl das als Kühlgas dienende Wärmeträgergas als auch der
Koks selbst verlassen daher üblicherweise die Kühlkammer mit wechselnder Temperatur. Dies ist für
verschiedene nachgeschaltete Weiterbehandlungspro
zesse hinderlich und macht oftmals aufwendige
Maßnahmen zum Temperaturausgleich erforderlich. Ein solches Problem liegt bei der Nutzbarmachung der
fühlbaren Wärme des aus der Kokstrockenkühle inrichtung austretenden heißen Wärmeträgergases vor, wenn
dieses z. B. für die Kohlevorerhitzung mit gleichmäßiger Temperatur in den nachgeschalteten Prozeß eingeleitet
werden soll.
Aus der DE-AS 26 18 654 ist es zur Beseitigung solcher Temperaturschwankungen bekannt, vom Kühl
gasstrom vor dem Eintritt desselben in einen Kühlbun
ker einen regelbaren Teilstrom abzuzweigen, der mit dem erhitzten Kühlgasstrom vor dem Eintritt in den
nachgeschalteten Wärmetauscher wieder vereinigt werden kann. Der die Koksschüttung durchströmende
Teilstrom des Kühlgases wird durch eine einzige zentrale Verteilereinrichtung bei unveränderter Strömungsverteilung innerhalb der Koksschüttung in die
Kühlkammer eingeführt Hierbei ist ein vergleichsweise großer Anlagenaufwand für die besondere Bypasslei
tung nachteilig. Es muß ferner ein vergleichsweise
heißer Teilstrom des Wärmeträgergases mit einem vollständig abgekühlten Teilstrom des Wärmeträgergases gemischt werden, was zu einer geringen Regeige-
nauigkeit führt
Aus der DE-OS 27 01 058 ist es ferner bekannt, bei
einer Anlage zur trockenen Kokskühlung einen ÜberschußgasanteU des heißen Wärmeträgergases über
Regeneratoren zu leiten, um diese aufzuheizen, und als
Entnahmegas abzugeben. Für die Regelung der Temperatur eines Rezirkulationsgases, das nach dem
Verlassen der Kokskühlkammer einem Abwärmekessel zugeführt wird, kann ein regelbarer Anteil zwischen
Abwärmekessel und Kühlkammer abgezweigt, über viie ι ο
Regeneratoren zur Aufheizung geführt und dem Rezirkulationsgas vor dem Eintritt in den Abwärmekessel
wieder zugeführt werden. Hier ist der Anlageaufwand noch größer als bei dem Verfahren nach der
DE-AS 26 18 654, da noch besondere Regeneratoren erforderlich sind. Außerdem ist der Wirkungsgrad
ungünstig, weil ein wesentlicher Anteil der fühlbaren Wärme des zu kohlenden Kokses in den Regeneratoren
und über das Entnahmegas verlorengeht Ferner ist die Regelbarkeit der Rezirkulationsgastemperatur dadurch
beschränkt, daß die Regeneratoren zunächst einmal aufgeladen werden müssen und dann nur eine
beschränkte Wärmekapazität haben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art
sowie eine Einrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens vorzuschlagen, bei welchem bzw. welcher
die Austrittstemperatur des Wärmeträgergases über die gesamte Betriebszeit unabhängig von den Kokschargen
und deren Intervallen bei hoher Regelgenauigkeit und geringem Anlagenaufwand konstant gehalten werden
kann.
Die hinsichtlich des Verfahrens gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst. Hierbei wird das aus der Kühlkammer austretende heiße Wärmeträgergas kontinuierlich
auf die Einhaltung eines voreingestellten Sollwertes der Gastemperatur kontrolliert, mit der das Wärmeträgergas
von der Kckstrockenkühleinrichtung abgeleitet werden soll. Bei der Messung von erheblichen
Temperaturabweichungen wird die Strömungsverteilung des die Koksschüttung durchströmenden Wärmeträgergases
in Richtung zur erneuten Einstellung des Sollwertes geregelt. Hierdurch wird eine weitgehend
konstante Einhaltung der vorbestimmten Austrittstemperatur sowie darüber hinaus auch eine gleichmäßigere
Durchkühlung des Kokses erreicht, weil nämlich durch die Veränderung bzw. Regulierung der Kühlgasverteilung
insbesondere die Koksbrandnester intensiv durchströmt werden. Für diese Regelung ist kein besonderes
Bypass-System erforderlich, sondern die Kokskühlkammer wird selbst für die Führung des Wärmeträgergases
ausgenutzt. Das erfindungsgemäße Verfahren hat ferner den Vorteil, daß die Austrittstemperatur immer
aufgrund von Wärmeträgergasströmungen zustande kommt, die die Koksschüttung durchströmt haben, also
keine unerwünscht großen Temperaturunterschiede voneinander haben, die die Regelgenauigkeit beeinträchtigen
könnten.
Bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen eo Verfahrens ist die aus der DE-AS 2618 654 an sich
bekannte Maßnahme ergänzend von Vorteil, eine Regelung der Durchsatzmenge des die Koksschüttung
durchströmenden Wärmeträgergases vorzunehmen, die im Bedarfsfall automatisch erfolgt, wenn die Einstellung
des Sollwertes alleine durch die Strömungsverteilung des die Koksschüttung durchströmenden Wärmeträgergases
nicht erreichbar ist (Anspruch 2).
Zweckmäßig ist es auch, ergänzend die Maßnahme des Anspruchs 3 vorzusehen. Jn der nicht vorveröffentlichten
DE-OS 28 53 299 ist es bei einer Vertikalkammer für die trockene Kokskühlung mit Vorkammer sowohl
im mittleren Bereich der Koksschüttung als auch im oberen Bereich der Koksschüttung einen Gasabgang
vorzusehen, wobei über eine Steuereinrichtung die Menge der Teilströme so regelbar ist, daß die einem
Dampfkessel zugeleitete Wärmeträgergasmischung eine vorgegebene Temperatur hat Das Wärmeträgergas
wird allerdings bei diesem Vorschlag über einen einzigen seitlichen Eingang der Kokskühlkammer
zugeführt Die umlaufende Gasmenge ist auch nicht regelbar.
Eine Einrichtung zur Durchführung des zuvor geschilderten Verfahrens nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 4 gehört ebenfalls der nicht vorveröffentlichten DE-OS 27 01 058 an. Sie wird aber erfindungsgemäß
weitergebildet mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 4.
Eine noch weitere Ausgestaltung ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 5, nach welchem
die Kombination der Regelung der Strömungsverteilung des Wärmeträgergases mit der Entnahme des
Wärmeträgergases in verschiedenen horizontalen Ebenen bei geringem Anlageaufwand möglich ist
Ein Ausführungsbeispiel geht davon aus, daß das Wärmeträgergas mit etwa 8000C aus der Kokstrockenkühleinrichtung
abzuleiten ist Auf diese Temperatur wird der Sollwert in der die Temperatur messenden
Steuervorrichtung eingestellt. Die Kokschargen werden mit einer Temperatur von etwa 1000° C aufgegeben.
Mithin wird der Wärmeübergang nach Neuaufgabe einer Kokscharge von diesen etwa 100O0C anfänglich
absichtlich mit Hilfe der Steuervorrichtung und Reglerarmaturen über eine ungünstige Verteilung der
als Kühlgas in die Kühlkammer eingeleiteten Wärmeträgergasmenge derart verschlechtert, daß die Austrittstemperatur
des abzuleitenden Wärmeträgergases lediglich bei 8000C liegt. Nach Absinken der Kokstemperatur
und damit auch der Austrittstemperatur des Wärmeträgergases unter 8000C wird durch die Signale
der die Austrittstemperatur messenden Steuervorrichtung die Verteilung des zur Kokskühlung einströmenden
Wärmeträgergases und damit auch der Wärmeübergang derart verbessert, daß sich sofort wieder der
vorbestimmte Sollwert von 8000C der Austrittstemperatur
einstellt Dieses Steuersystem ist weitgehend über die Betriebszeit anwendbar und wird von der Steuervorrichtung
noch dadurch ergänzt, daß nach Erschöpfung der Regelungsmöglichkeiten durch die Gasverteilung
die zuvor gleichbleibende Menge des als Kühlgas eingeleiteten Wärmeträgergases so verändert, also z. B.
verringert wird, daß es beim Kühlvorgang einem stärkeren Wärmeübergangsprozeß ausgesetzt wird.
In einem anderen Ausführungsbeispiel wird die Kokscharge mit einer Temperatur von 11000C aufgegeben
und der Sollwert der Austrittstemperatur des Wärmeträgergases wird auf 7000C eingestellt. Hierbei
ist es zweckmäßig, das abzuleite.ide heiße Wärmeträgergas in zwei verschiedenen horizontalen Ebenen der
Koksschüttung abzuleiten und anschließend miteinander zu vermischen. Der etwa auf mittlerer Höhe
abgeleitete Teilstrom des Wärmeträgergases hat eine wesentlich geringere Gastemperatur als der im oberen
Bereich der Koksschüttung aus der Kühlkammer abgeleitete Teilstrom. Wenn nun noch, wie im ersten
Ausführungsbeispiel beschrieben, der Wärmeübergang
anfänglich durch ungünstige Verteilung des als Kühlgas
einzuleitenden Wärmeträgergases verschlechtert ist, kann mit Hilfe der Reglerarmaturen an den zwei
Teilstromleitungen das Gemisch aus heißem und kühlerem Wärmeträgergas zu dem gewünschten Sollwert von 7000C führen. Bei Absinken der Kokstemperatur verändert die Steuervorrichtung zu allererst das
Mischungsverhältnis zwischen den beiden Teilströmen zugunsten des heißeren Gasstromes, während danach
die Steuervorrichtung auch die Verteilung und zu allerletzt noch die Durchsatzmenge des in die
Kühlkammer einzuleitenden Wärmeträgergases reguliert.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren mit seinem Regulierungssystem ist eine gleichmäßige Endtemperatur des aus der Kühlkammer auszutragenden Kokses
gewährleistet Für nicht ausreichend abgekühlten Koks ist unterhalb der Kühlkammer eine Nachlöschung
vorgesehen, deren Arbeitsweise allgemein bekannt ist. Diese Nachlöschung erfolgt im N*aßverfahren in einem
unterhalb der Kühlkammer angeordneten Nachlöschraum, in den der Koks ohne besondere Transporteinrichtungen aufgrund der eigenen Schwerkraft ausgetragen wird.
Die zur Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahren zweckmäßigen Einrichtungen werden nachstehend anhand von zwei Ausführungsbeispielen beschrieben und in der Zeichnung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 eine Schemadarstellung einer Kokstrockenkühleinrichtung mit vertikal geschnittener Kühlkammer
in einem ersten Ausführungsbeispiel, und
Fig.2 eine Schemadarstellung wie Fig. 1, in einem
zweiten Ausführungsbeispiel.
Eine Kokstrockenkühleinrichtung nach F i g. 1 enthält
eine Kühlkammer 10, in die zu kühlender Koks über eine obere Kokseinfüllöffnung 11 direkt chargenweise
aufgegeben wird. Nach unten ist die Kühlkammer 10 durch einen Verteilerboden 12 abgeschlossen. Dieser
hat zur Mitte schräg ansteigende, jeweils eine Anzahl Gasdurchtrittsöffnungen 13 aufweisende Bodenabschnitte und sich an deren Rand anschließende
Zwischenschleusen 14, die sich bis an die Außenwandung 15 der Kühlkammer 10 erstrecken.
Das als Kühlgas für die Kokskühlung dienende Wärmeträgergas wird von unten durch eine Wärmeträgergaseintrittsleitung 16 in einen Gasverteiler 17
unterhalb des Verteilerbodens 12 eingeleitet. Für die regulierbare Gaszuleitung zu den Gasdurchtrittsöffnungen 13 enthält der Verteilerboden 12" einzelne
Gasverteilerkammern 18, die sich bis unter die schrägen Bodenabschnitte des Verteilerbodens 12 erstrecken, und
den Gaszuleitungen sind jeweils eine Regelarmatur 19 zur Regulierung des Gasdurchtritts zugeordnet
Im Bereich der oberseitigen Kokseinfüllöffnung 11, der keine Vorkammer vorgeschaltet ist, durch die also
der Koks direkt chargenweise in die Kühlkammer 10 einschüttbar ist, erstreckt sich aus der Kühlkammer 10
seitlich eine Austritts- und Transportleitung 20 für das heiße Wärmeträgergas von der Kokstrockenkühleinrichtung weg. In die Austrittsleitung 20 ist im
Nahbereich der Kühlkammer 10 ein Temperaturfühler 21 eingeschaltet, der die Austrittstemperatur des
Wärmeträgergases mißt. Dieser Temperaturfühler 21 ist mit einer Steuervorrichtung 22 der vorerwähnten
Regelarmaturen 19 des Gasverteilers 17 verbunden. Der
Temperaturfühler 21 und die Steuervorrichtung 22 bilden eine Steuereinheit für sämtliche Reglerarmaturen
19, die je für sich und in Gruppen sowie gemeinsam in Abhängigkeit von der Austrittstemperatur des Wärme
trägergases in der Austrittsleitung 20 steuerbar sind.
Diese Steuereinheit 21, 22 ist auf einen vorbestimmbaren Sollwert der Austrittstemperatur einstellbar. Temperaturabweichungen führen zu Signalen, nach denen
die Verteilereinstellung in den Regelarmaturen in
Richtung zur Wiedereinstellung des vorbestimmten
Sollwerts der Austrittstemperatur verändert wird.
Unterhalb der Kühlkammer 10 befinden sich im Bereich der Zwischenschleusen 14 Nachlöschräume 23,
aus denen der bis auf eine Temperatur'von ca. 150° C
abgekühlte Koks austritt. In diesen Nachlöschräumen 23 sind Wassersprühvorrichtungen 24 angeordnet, mit
denen der vorerst trocken gekühlte Koks im Naßlöschverfahren auf die gewünschte Endtemperatur weiter
abgekühlt wird.
Im zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig.2 ist im
wesentlichen eine gleiche Kokstrockenkühleinrichtung wie in F i g. 1 dargestellt, von der sie sich nur dadurch
unterscheidet, daß aus der Kühlkammer 10 zwei das heiße Wärmeträgergas ableitende Austrittsleitungen in
verschiedenen horizontalen Ebenen der Koksschüttung austreten und zu einer einzigen weiterführenden
Transportleitung vereinigt sind. Hierbei ist die eine Austrittsleitung 20 wie in F i g. 1 im oberen Bereich der
Koksschüttung angeordnet und sie erstreckt sich als
Transportleitung von der Kokstrockenkühleinrichtung:
weg. Die zweite Austrittsleitung 30 ist etwa im mittleren Bereich der Koksschüttung aus der Kühlkammer 10
geführt und mündet bei 31 noch im Nahbereich der Kühlkammer 10 in die erste Austrittsleitung 20.
Zwischen dieser Rohrverbindungsstelle .31 und der Kühlkammer 10 ist in jede der beiden Austrittsleitungen
20 und 30 eine Regelarmatur 32 eingeschaltet Beide Regelarmaturen 32 sind an ein Folgesteuersystem der
bereits oben zu F i g. 1 beschriebenen Steuervorrichtung
21 und 22 geschaltet, deren Temperaturfühler 21 in der
Strömungsrichtung des heißen Wärmeträgergases hinter der Rohrverbindungsstelle 31 in die Transportleitung eingebaut ist Hierdurch wird gewährleistet, daß
für die Regelung des Mischungsverhältnisses zwischen
den beiden Teilströmen der Leitungen 20 und 30 sowie
in der Folgesteuerung auch die Regelung der Gasverteilung des als Kühlgas in die Kühlkammer bodenseitig
einzuleitenden Wärmeträgergases und zu guter Letzt auch für deren Mengenregelung die Temperatur des
tatsächlich aus der Kokstrockenkühleinrichtung abgeleiteten Wärmeträgergasgemisches gemessen und unabhängig von der Art der Kokschargenaufgabe sowie
der sich in der Folgesteuerung verändernden Regelungsart weitgehend konstant gehalten werden kann.
Claims (5)
1. Verfahren zur trockenen Kühlung von Koks, wobei der Koks direkt chargenweise in eine
Kühlkammer aufgegeben und danach ein inertes Wärme trägergas durch die Koksschüttung geleitet
wird, welches mit erhöhter Temperatur aus der Kühlkammer austritt, und wobei die Strömungsverteilung des Wärmeträgergases auf eine Anzahl von
Gasdurchtrittsöffnungen im Kühlkammerboden zum Eintritt in die Koksschüttung steuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsverteilung des Wärmeträgergases in Abhängigkeit von der Austrittstemperatur des aus der
Koksschüttung austretenden Wärmeträgergases zur Einstellung eines vorbestimmten Sollwertes der
Austrittstemperatur geregelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch \ dadurch gekennzeichnet, daß die Durchsatzmenge des die K.ohleschüttung durchströmenden Wärmeträgergases geregelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß von dem die Koksschüttung
durchströmenden Wärmeträgergas in verschiedenen horizontalen Ebenen der Koksschüttung Teilströme mit unterschiedlicher Gastemperatur entnommen und anschließend miteinander vermischt
werden, worauf die Austrittstemperatur des Wärmeträgergasgemisches gemessen und in Abhängigkeit
hiervon die Austrittsmenge der einzelnen Teilströme geregelt wird, bis sich der vorbestimmte Sollwert
der Austrittstemperatur einstellt.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit einer Kühlkammer,, die
bodenseitig durch einen Gasdurchtrittsöffnungen aufweisenden Kühlkammerboden für die Einleitung
des Wärmeträgergases in die Kühlkammer und durch Koksaustragsschleusen abgeschlossen ist, und
mit einer oberseitigen Kokseinfüllöffnung, durch welche der Koks direkt, d. h ohne Vorkammer, in die
Kühlkammer einschüttbar ist, sowie mit mindestens einer das heiße Wärmeträgergas ableitenden Austrittsleitung, wobei den Gasdurchtrittsöffnungen zur
Einstellung des Gaseintritts in die Kühlkammer jeweils Regelarmaturen zugeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Regelarmaturen (19) mit einer an die Austrittsleitung (20) geschalteten, die
Austrittstemperatur des heißen Wärmeträgergases messenden, auf einen Sollwert einstellbaren Steuervorrichtung (21,22) wirkungsverbunden sind.
5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, mit einer Kühlkammer, die
bodenseitig durch einen Gasdurchtrittsöffnungen aufweisenden Kühlkammerboden für die Einleitung
des Wärmeträgergases in die Kühlkammer und durch Koksaustragsschleusen abgeschlossen ist, und
mit einer oberseitigen Kokseinfüllöffnung, durch welche der Koks direkt, d. h. ohne Vorkammer, in die
Kühlkammer einschüttbar ist, sowie mit mindestens einer das heiße Wärmeträgcrgas ableitenden, im
oberen Bereich der Koksschüttung aus der Kühlkammer führenden ersten Austrittsleitung, wobei
den Gasdurchtrittsöffnungen zur Einstellung des Gaseintritts in die Kühlkammer jeweils Regelarmaturen zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine weitere Austrittsleitung (30) in einem unteren bis mittleren Bereich der Koksschüttung aus der Kühlkammer (10) führt und mit der
ersten Austrittsleitung (20) zu einer einzigen weiterführenden Transportleitung vereinigt ist, daß
die Regelarmaturen (19) der Gasdurchtrittsöffnungen (13) mit einer an die Transportleitung geschalte-
ten und die Austrittstemperatur des heißen Wärmeträgergasgemisches messenden, auf einen Sollwert
einstellbaren Steuervorrichtung (21, 22) wirkungsverbunden sind, und daß jeder Austrittsleitung (20,
30) eine Regelarmatur (32) zugeordnet ist, die mit
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ist
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| JPS6366358B2 (de) | 1988-12-20 |
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