DE29924464U1 - Flexibler Schüttgutbehälter - Google Patents
Flexibler SchüttgutbehälterInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D88/00—Large containers
- B65D88/16—Large containers flexible
- B65D88/1612—Flexible intermediate bulk containers [FIBC]
- B65D88/165—Flexible intermediate bulk containers [FIBC] with electrically conductive properties
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen flexiblen Schüttgutbehälter der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Flexible Schüttgutbehälter kommen zum Verpacken, zum Transport, zum Umschlag und zur Bevorratung unterschiedlichster Materialien von jeweils 500 kg bis 2000 kg zum Einsatz und werden auch in Bereichen eingesetzt, in den erhöhte Explosionsgefahren bestehen. Diese Explosionsgefahren könne unter anderem beispielsweise auf Risiken beim Befüllen eines Schüttgutbehälters (FIBC) mit staubexplosionsfähigen Füllgütern zurückzuführen sein.
Beim Leeren des FIBC können darüber hinaus neben einer Staubexplosionsgefahr durch das Füllgut auch noch Gasexplosionsrisiken auftreten, wenn die Entleerung zum Beispiel in einen Behälter hinein erfolgt, in dem bereits eine brennbare Flüssigkeit eingebracht wurde. In allen Einsatzbereichen, in denen Explosionsgefahr durch
Gase, Dämpfe oder Stäube besteht, müssen elektrostatisch ableitfähige Schüttgutbehälter eingesetzt werden.
Bei der Gestaltung von elektrostatisch ableitfähigen Schüttgutbehältern ist daher zu berücksichtigen, daß sowohl Risiken einer Büschelentladung bei Gasen und Dämpfen mit niedriger Mindestzündenergie als auch Risiken einer insbesondere auf Ladungsdoppelschichten zurückzuführenden Gleitbüschelentladung berücksichtigt sind.
Aus der US-A 5,679,449 ist ein flexibler Schüttgutbehälter bekannt, der mit einer aufladungsmindemden Ausrüstung versehen ist. Dabei wird bei diesem flexiblen Schüttgutbehälter (sogenannter CHROHMIQ-BLUE) ein Corona-entladungsfähiges Gewebematerial verwendet wird, indem elektrostatische Ladungen des ungeerdeten Schüttgutbehälter über leitfähige Fäden, die das Material des Behälters durchsetzen und leicht aus der Oberfläche herausragen, die Corona-Entladungen besorgen. Vom Packmittel werden keine Entladungen erzeugt, die Gas-, Dampf- oder Staub-Luft-Gemische entzünden können. Durch Influenzen können jedoch ungeerdete Anlagenteile und auch Personen in der Nähe eines derartigen Schüttgutbehälters ungeschützt gefährlich hoch aufgeladen werden.
Aus der EP-O 546 145 B 1 ist ein Schüttgutbehälter der eingangs genannten Art bekannt, der über elektrisch leitfähige Bändchen, die sowohl in der Kette als auch im Schuß und darüber hinaus auch in den Tragschlaufen angeordnet sind elektrisch ableitfähig ausgerüstet ist. Dabei werden keine Gleitstielbüschelentladungen oder Büschelentladungen erzeugt. Das Behältermaterial ist an jeder Stelle ableitfähig. Die hierbei vorgesehenen leitfähigen Bändchen sind jedoch für Corona-Entladungen nicht geeignet, so daß eine Erdung der Tragschlaufen bei der Verwendung dieser flexiblen Schüttgutbehälter empfohlen wird. Da solche Empfehlungen von vielen Anwendern jedoch nicht berücksichtigt werden und es auch in Ausnahmefällen vor-
kommen kann, daß eine Erdungsmöglichkeit nicht besteht, ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schüttgutbehälter der eingangs genannten Art derart weiter zu bilden, daß dieser Corona-entladungsgeeignet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich der flexible Schüttgutbehälter der eingangs genannten Art durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aus. Hinsichtlich weiterer wesentlicher Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis 7 verwiesen.
Durch den exponierten Leiter in zumindest einer Tragschlaufe des Behälters ist über die Tragschlaufe eine Corona-Entladung möglich, wobei dieser exponierte Leiter aufgrund seiner galvanischen Verbindung zu den im Behältergewebe und den Tragschlaufen vorgesehen elektrisch leitfähigen Bändchen beziehungsweise Fäden ein sehr schneller Abbau eines Ladungspotentials möglich ist. Eine Corona-Entladung kann bei dem erfindungsgemäßen Schüttgutbehälter über die Tragschlaufe beziehungsweise mehrere Tragschlaufen stattfinden, die parallel auch Behältererdungsaufgaben beibehalten können. Die Corona-Entladung im Bereich der Tragschlaufen ist sehr wirkungsvoll durchzuführen, da diese stattfinden kann in einem Bereich eines zum Beispiel eingesetzten Hebegestänges oder eines im Bereich einer Aufnahmevorrichtung des Schüttgutbehälters vorgesehenen geerdeten Gegenstandes. Eine solche Situation ist bei fast allen Befüllungs- und Entleerungsanlagen vorzufinden, so daß dadurch wirksam vermieden ist, daß ein unkontrolliertes Aufladen von zum Beispiel in der Nähe stehenden Personen stattfindet. Auch bei nicht bestehenden Erdungsmöglichkeiten ist durch die schnelle Corona-Entladung für eine sichere Ableitfähigkeit gesorgt. Durch die miteinander verbundene kontaktmäßige Verbindung sowohl der Bändchen als auch des exponierten Leiters ist ein rascher Abbau eines Ladungspotentials zu erreichen. So ist zum Beispiel eine Aufladung eines Behälters von 45 kV bei einer Raumtemperatur von 210C mit 60 % relativer Luftfeuchtigkeit innerhalb von 5 Sekunden auf 5 kV zu reduzieren.
Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der Zeichnung und der weiteren Beschreibung. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1: in einer schematischen Perspektivdarstellung ein Ausführungs
beispiel eines im Querschnitt rechteckigen Schuttgutbehälter nach der Erfindung;
Fig. 2: in einer schematischen Perspektivdarstellung ein weiteres
Ausführungsbeispiel eines Schüttgutbehälters nach der Erfindung mit einem Behälterkörper aus einem Rundgewebe;
Fig. 3: vergrößert eine Anordnungsmöglichkeit eines exponierten
Leiters in einer Tragschlaufe, und
Fig. 4: ein Ausführungsbeispiel eines elektrostatisch leitfähigen Fa
dens.
Der in der Zeichnung allgemein mit 1 bezifferte Schüttgutbehälter hat in dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ein im Querschnitt rechteckigen Behälterkörper (2) mit vier Seitenflächen sowie einen Boden und einem Deckenbereich. Über einen Füllstutzen (3) sowie einen Auslauf (4) ist der Behälter zu entleeren. Mittels mit den Seitenwänden vernähten Tragschlaufen (5) ist der Schüttgutbehälter (1) anzuheben und zu handhaben. Der Schüttgutbehälter besteht in dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel nach Figur 1 aus einem Gewebe aus vorzugsweise Polypropylen. Der Behälterkörper (2) hat ein Grundgewebe aus Kett- und Schußbändchen. Zusätzlich sind in dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel im Schuß elektrisch leitfähige Bändchen (6) vorgesehen, die bestimmter Abstandsordnung mit senkrechter zu verlaufenden elektrisch leitfähigen Bändchen (7) miteinander verbunden sind. Diese elektrisch leitfähigen Bändchen sind auch in den Tragschlaufen (5) vor-
gesehen. Über elektrisch leitfähiges Nähgarn (8) im Boden- und Seitenbereich und sonstigen zu vernähenden Stellen kann die Kontaktierung ebenfalls sichergestellt beziehungsweise optimiert werden. Da die Tragschlaufen (5) ebenfalls die elektrisch leitfähigen Bändchen aufweisen, ist der gesamte Schüttgutbehälter, zum Beispiel über die Tragschlaufen zu erden.
Wie in der in Fig. 1 linken Tragschlaufe (5) angedeutet, ist zusätzlich noch für eine Corona-Entladung im Bereich der Tragschlaufen sorge getragen. Dazu sind in dieser Tragschlaufe - es können auch mehrere Tragschlaufen herangezogen werden exponierte Leiter (9) vorgesehen.
Wie vergrößert in Fig. 3 dargestellt, ist dieser exponierter Leiter als elektrostatisch leitfähiger Faden in Schußrichtung der Tragschlaufe (5) vorgesehen. Diese leitfähigen Fäden (9) sind kontaktmäßig mit den leitfähigen Bändchen 7 verbunden, die wiederum mit den im gesamten Gewebematerial eingearbeiteten leitfähigen Bändchen (6,7,8) in Verbindung stehen. Diese Leiter beziehungsweise Fäden (9) ragen im Randbereich der Tragschlaufen aus dem Tragschlaufenmaterial heraus. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 beziehungsweise 3 geschieht dies schlaufenartig in den beiden Kanten beziehungsweise Randbereichen der Tragschlaufe. Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich, daß - wie in dem Ausführungsbeispiel gezeigt - eine Vielzahl von herausragenden Schlaufen vorgesehen sind. Durch die allseits kontaktierte Verbindung zwischen den leitfähigen Bändchen einerseits und den exponierten Leitern andererseits ist eine sehr schnelle Corona-Entladung im Bereich zum Beispiel eines Hebelwerkzeuges möglich. Ein ungeschütztes Aufladen von zum Beispiel in der nähe stehenden Personen ist damit sicher vermieden.
Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines elektrostatisch leitfähigen Fadens, der aus 20 % Metallfasern und 80 % Polyester- oder Polypropylenfasern bestehen kann. Die Stapellängen können dabei 50 - 60 mm tragen. Der Durchmesser der Metallfa-
sern, bestehend zum Beispiel aus einer Chrom/Nickel/Molybdänlegierung, beträgt 6 -8/;m. Dieser Durchmesser ist mit entscheidend für Corona-Entladungen, die über die Faserenden und -schlaufen beziehungsweise -bögen im Faserverbund erfolgt. Alternativ ist es jedoch auch möglich, endlose Metallfäden oder metallisierte Fäden oder dergleichen Fasern im Spinnverfahren einzusetzen.
Der in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 gezeigte Schüttgutbehälter ist als großfülliger Tragbeutel ausgebildet, der aus einem Rundgewebe besteht. Ansonsten ist er völlig analog ausgebildet wie das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und hat auch elektrisch leitfähige Bändchen (6,7) und exponierte Leiter (9) in den Tragschlaufen.
Claims (7)
1. Flexibler Schüttgutbehälter (1) mit einem einen Schüttgutaufnahmeraum ausbildenden, beispielsweise über eine Stutzen-/Auslaufanordnung (3, 4) befüll- und entleerbaren sowie über Tragschlaufen (5) anhebbaren Behälterkörper (2) aus einem durchintegrierte Leiter elektrisch ableitfähigen Grundgewebe aus insbesondere Polypropylen, wobei die integrierten Leiter elektrisch leitfähig, in der Kette und/oder im Schuß angeordnete, miteinander verbindbare Bändchen (6, 7) oder Fäden aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich zumindest einer Tragschlaufe (5) wenigstens ein mit den elektrisch leitfähigen Bändchen (6, 7) oder Fäden in elektrischer Verbindung stehender exponierter Leiter (9) vorgesehen ist, der aus dem Tragschlaufenmaterial herausragt.
2. Flexibler Schüttgutbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der exponierte Leiter (9) im Randbereich aus einer Tragschlaufe (5) herausragt.
3. Flexibler Schüttgutbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der exponierte Leiter (9) schlaufenartig aus dem Tragschlaufenrand herausragt.
4. Flexibler Schüttgutbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trageschlaufe (5) mehrere nebeneinander angeordnete exponierte Leiter (9) vorgesehen sind.
5. Flexibler Schüttgutbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitfähigen Bändchen (6, 7) oder Fäden in der Tragschlaufe (5) in Längsrichtung und ein exponierter Leiter (9) in Querrichtung (Schluß) die Tragschlaufe durchsetzen und an beiden Rändern der Tragschlaufe (5) herausragen.
6. Flexibler Schüttgutbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein exponierter Leiter (9) aus 20% Metallfasern und 80% Polyester- oder Polypropylenfasern bestehen und eine Stapellänge von 50-60 mm hat.
7. Flexibler Schüttgutbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein exponierter Leiter (9) durch einen Metallfaden gebildet wird, der aus einer Chrom/Nickel/Molybdänlegierung besteht und einen Durchmesser von 6-8 µm aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29924464U DE29924464U1 (de) | 1999-06-30 | 1999-06-30 | Flexibler Schüttgutbehälter |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999130093 DE19930093B4 (de) | 1999-06-30 | 1999-06-30 | Flexibler Schüttgutbehälter |
| DE29924464U DE29924464U1 (de) | 1999-06-30 | 1999-06-30 | Flexibler Schüttgutbehälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29924464U1 true DE29924464U1 (de) | 2003-07-31 |
Family
ID=27735893
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29924464U Expired - Lifetime DE29924464U1 (de) | 1999-06-30 | 1999-06-30 | Flexibler Schüttgutbehälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29924464U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006032313A1 (de) * | 2004-09-23 | 2006-03-30 | Nordenia Deutschland Emsdetten Gmbh | Flexibler schüttgutbehälter |
-
1999
- 1999-06-30 DE DE29924464U patent/DE29924464U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006032313A1 (de) * | 2004-09-23 | 2006-03-30 | Nordenia Deutschland Emsdetten Gmbh | Flexibler schüttgutbehälter |
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Legal Events
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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