DE2759556C2 - Nach dem Reflexionsverfahren arbeitende Meßanordnung - Google Patents
Nach dem Reflexionsverfahren arbeitende MeßanordnungInfo
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- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B11/00—Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques
- G01B11/26—Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring angles or tapers; for testing the alignment of axes
- G01B11/275—Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring angles or tapers; for testing the alignment of axes for testing wheel alignment
- G01B11/2755—Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring angles or tapers; for testing the alignment of axes for testing wheel alignment using photoelectric detection means
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- G01B2210/10—Wheel alignment
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Description
Die Erfindung betrifft eine nach dem Reflexionsverfahren arbeitende Meßanordnung nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1, wie sie beispielsweise aus der DE-AS 19 43 465 als bekannt hervorgeht, insbesondere zur
Messung von Sturz und Spur an den Rädern eines Kraftfahrzeuges.
Bei der eingangs zitierten vorbekannten Meßanordnung zur Achsvermessung an Kraftfahrzeugen wird mit
einem an einem Rad der Fahrzeugachse angebrachten Spiegel ein Achsenkreuz auf einen seinerseits mit einem
festen Achsenkreuz versehenen Schirm projiziert, welcher an definierten Stellen optoelektrische Bauelemente
zur Erfassung von Abweichungen des projizieren Achsenkreuzes vom festen Achsenkreuz des Bildschirmes
aufweist, wobei jedes optoelektrische Bauelement einem Wert der Abweichungen zugeordnet ist und die
optoelektrischen Bauelemente mit einem eine Digitalanzeige ansteuernden Koppelfeld verbunden sind und
wobei die Breite der Schatten- bzw. Lichtstreifen des
projizierten Achsenkreuzes größer als der Abstand benachbarter optoelektrischer Bauelemente ist. Aufgrund
dieser Anordnung kann die Lage des projizierten Achsenkreuzes relativ zur Lage des aus opioclcktrischen
Bauelementen gebildeten Achsenkreuzes des Bildschirmes selbsttätig ermittelt werden, wobei jedoch das Bildschirm-Achsenkreuz
ein kartesisches Koordinatensystem darstellt.
Das Einjustieren von Sturz und Spur eines Fahrwerkes anhand von ermittelten Meßdaten ist zeitaufwenriig
und schwierig, weil die entsprechenden Jusiagestellen
nicht vollständig voneinander entkoppelt sind; vielmehr bewirkt eine Justage des Sturzes eine ungewollte Veränderung
auch der Spur und umgekehrt. Die Verkoppelung dieser beiden Einstellungen erschwert die Justierung
dadurch, weil sie eine rekursive Einstellung erfordert. Es muß deshalb so lange an allen Justagestellen
verstellt bzw. korrigiert werden, bis die Werte von Sturz und Spur nach und nach richtig liegen.
Die US-PS 22 49 226 zeigt eine Einrichtung zur Kontrolle der richtigen Einstellung von Spur und Sturz von
Fahrzeugachsen. Dabei wird an einem in einem Meßraum aufgestellten Kraftfahrzeug ein Lichtstrahlprojektor
an die beiden zu überprüfenden Räder einer Achse außenseitig angeklemmt, wobei der Lichtstrahl in Geradeausstellung
der Fahrzeugräder genau horizontal und parallel zur Fahrzeuglängsrichtung verläuft. Im Bereich
der Stirnwand des Meßraumes ist eine Projektionswand aufgestellt, an der eine Sollkurve für jedes
Fahrzeugrad aufgezeichnet ist, die einen girlandenförmigen
Verlauf hat. Beim Durchschwenken der lenkbaren Fahrzejgräder sollen die Lichtstrahlen der Sollkurve
an den Projektionswänden folgen, sofern Spur und Sturz richtig eingestellt sind. Diese Vorveröffentlichung
vermittelt keine Hinweise darauf, wie ohne abwechselndes Probieren jeweils isoliert Spur und Sturz zielgerichtet
auf den Sollwert eingestellt werden können; diese Schrift läßt die Frage eines zielgerichteten Einstellens
von Spur und Sturz offen. Der Fachmann ist danach also nach wie vor auf das bekannte Probierverfahren angewiesen;
lediglich eine Kontrolle der schließlich richtig eingestellten Fahrzeugräder ist anhand der Vorveröffentlichung
möglich.
Auch die US-PS 38 76 310 zeigt lediglich eine Möglichkeit zur Kontrolle, nicht jedoch zur zielgerichteten
Einstellung von Spur und Sturz an Fahrzeugrädern. Und zwar wird das Maß einer Strahlablenkung durch einen
an den einzustellenden Fahrzeugrädern angekoppelten Spiegel zwischen belastetem Zustand zum einen und
dem unbelasteten Zustand der Räder zum anderen als Kontrollmaß für eine richtige oder auch für eine falsche
Radstellungsjustage benutzt. Benötigt wird für dieses Verfahren für jeden Fahrzeugtyp eine bestimmte BiIdschirmkarte,
auf der die Sollagen der Strahlauftreffpunkte der vom Radspiegel zurückgeworfenen Strahlen
markiert sind, und zwar für den Strahl in belastetem und
für den in unbelastetem Zustand des Fahrzeugrades. Spur und Sturz müssen so justiert sein, daß sowohl im
belasteten als auch im unbelasteten Zustand der zurückgeworfene Strahl auf der zugehörigen Bildschirmkarte
jeweils an den vorgegebenen Stellen auftrifft. Auch diese Schrift läßt das eigentliche Justierverfahren völlig
offen und geht davon aus, daß dem Fachmann hier ein geeignetes Verfahren, und sei es ein Probierverfahren
zu Gebote steht.
Aufgabe der Erfindung ist es, die gattungsgemäße Meßanordnung dahingehend zu verbessern, daß mi; ihr
ein zielgerichtetes Einstellen von Sturz und Spur jeweils
es für sich alleine auf den vorgegebenen Sollwert möglich
ist und eine vollständig richtige Radeinstellung ohne wiederholtes Probieren möglich ist.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsmäßigen Meß-
anordnung erfindungsgemäß durch die kennzeichnender.
Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Durch diese Maßnahmen wird der ausgetretene Weg einer kartesischen
Lageerfassung des Projektionsstrahles verlassen und dafür eine fahrzeugindividuelle Justierlinie vorgegeben,
die den Verstelleinfluß im Hinblick auf nur eine der beiden Größen von Spur und Sturz bei Solleinsteilung
des jeweils anderen angibt.
Bei der Verstellung einer der Justagestellen verändert
sich gleichzeitig auch die Lage der anderen Justagestelle in einem ungleichen Verhältnis. Der geometrische Ort
aller Verstellungen nur einer Justagestelle bildet also eine Kurve, die je nach Fahrzeugtyp unterschiedlich
sein kann. Wird die andere Justagestelle zuerst verändert, entsteht eine anders gelagerte kurvenförmige Justierlinie,
welche die erstere im Nullpunkt kreuzt. Es können also beide Justierlinien auf der Anzeigefläche
angebracht sein.
Beim Justieren von Sturz und Spur wird derart verfahren, daß nur eine Justierstelle solange verändert
wird, bis der Meßstrahl auf der Justierlinie liegt. Hierauf wird die andere Justagestelle verändert, bis der Meßstrahl
im Nullpunkt der Anzeigefläche zu liegen kommt. Außerdem können die Justierlinien auswechselbar angebracht
sein (Typenwechsel).
Darüber hinaus kann die Lage des Achsenkreuzes im Koordinatenschreiber durch einen Lichtpunkt oder dgl.
angezeigt werden.
Durch Übertragung der Meßwerte auf eine andere Anzeigefläche ist eine präzisere Lagebestimmung des
Meßstrahles, insbesondere im Nullpunkt-Bereich möglich. Die Projektionsfläche weist im Nullpunkt-Bereich
einen Durchbruch auf (Lichtstrahl-Ausgang).
Da die Meßwerte in elektrischer Form bereitstehen, kann die Anzeigefläche dort angebracht werden, wo sie
günstig abzulesen sind. Die Meßwerte können weiterhin
auf ihre richtige Größe geprüft sowie registriert werden und sie können auch zur Steuerung für eine automatische
Fahrwerkeinstellung verwendet werden.
Schließlich kann der ausgezeichnete Punkt, durch den die Justierlinie verläuft, der der Soll-Spur und dem Soll-Sturz
entsprechende Punkt sein und die Spiegel können parallel zur Radebene angebracht werden.
Dies bringt den Vorteil, daß die Spiegel an den Rädern unmittelbar befestigt werden können, die Umfangslage
des Spiegels und des Rades kann hierbei beliebig sein.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher erläutert werden.
Es zeigt
F i g. 1 eine Meßanordnung,
F i g. 2 eine Projektionsfläche mit optoelektrischen Wandlerreihen und
Fig. 3 eine Anzeigefläche mit eingezeichneten justagelinien.
Die in der F i g. 1 und 2 dargestellte Meßanordnung besteht aus einem Projektor 1, welcher ein Meßbild
über einen Spiegel 2, der am Rad 3 befestigt ist, auf eine Projektionsfläche 4 projiziert. Der aus dem Projektor 1
austretende Meßstrahl 5 passiert eine Vier-Sektorenblende 6, wird vom Spiegel 2 unter einem Winkel von 2λ
abgelenkt und projiziert auf die Projektionsfläche 4 ein Achsenkreuz x'-y'.
Die Projektionsfläche 4 ist durch die Koordinaten x-y gleichfalls in vier Sektoren zerlegt und trägt je eine
vertikale und horizontale Reihe optoelektrischer Wandler 7 und T. Die andere freie Vertikale und Horizontale
ist mit je einer Skale 8 und 8' versehen. Die Teilung der Skalen 8, 8' ist von den geometrischen \bmessungen
der Anlage abhängig und ergibt sich aus der Definition:
Teilung = V2 arctan (hl!)
wobei Zugleich die Ausschlaghöhe des Meßstrahles auf
der Projektionsfläche 4 und / gleich der Abstand des
Spiegels 2 von der Projektionsfläche 4 ist.
Die in der F i g. 3 dargestellte Anzeigefläche 9 eines Koordinatenschreibers dient insbesondere zur Justierung
von Spur und Sturz. Die Anzeigefläche 9 weist zwei kurvenförmige Justierlinien 10, it ausweiche sich
im Nullpunkt 12 kreuzen. Die Justierlinien 10,11 stellen den geometrischen Ort der Anzeige bei Verstellung an
nur einer — der entsprechenden — Justagestelle des Werkstückes dar. Ein auf der Anzeigefläche 9 des Koordinatenschreibers
aufgezeigter Anzeigepunkt 13 gibt die Meßwerte für Sturz und Spur eines Werkstückes an.
Wird nur eine der Justagestellen verstellt, wandert der Anzeigepunkt 13 zur Justierlinie 10 oder 11. Sobald diese
erreicht ist, wird durch entsprechende Verstellung der anderen JustagestclJe erreicht, daß der Anzeigepunkt
entlang der Justierlinie zum Nullpunkt 12 wandert. Sobald dieser erreicht ist. weisen Sturz und Spur
die Sollwerte auf.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Nach dem Reflektionslichtverfahren arbeitende Meßanordnung, mit einer ein Bild eines Achsenkreuzes
oder dgl. als Meßstrahl projizierenden Strahlenquelle und mit einem mit dem zu vermessenden justierbaren
Werkstück verbundenen, nach Maßgabe der Meßgröße aus einer Normallage ablenkbaren,
den Meßstrahl reflektierenden Spiegel, sowie mit einer Projektionsfläche für den Meßstrahl und mit jeweils
einer parallel zu den Koordinatenachsen angeordneten Reihe von optoelektrischen Wandlern zur
selbsttätigen Stellungsabtastung der Auftreffstelle des Meßstrahles, insbesondere Anordnung zur Mtssung
von Sturz und Spur an den Rädern eines Kraftfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Projektionsfläche (4) oder auf der Anzeigefläche
(9) eines von den optoelektrischen Wandlern angesteuerten Koordinatenschreibers, wie z. B. ein
Oszillograph, ein x-.v-Spiegelgalvanometer oder dgl.,
wenigstens eine durch einen ausgezeichneten Punkt, vorzugsweise durch den der Normallage des Werkstückes
entsprechenden Anzeigepunkt (12) (Nullpunkt) hindurch verlaufende Linie als geometrischer
Ort der Anzeige bei Verstellung an nur einer — der entsprechenden — der Justagestellen des Werkstükkes
(Justierlinie) angebracht ist.
2. Meßanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Justierlinien (10,11) auswechselbar
angebracht sind (Typenwechsel).
3. Meßanordnung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage des Achsenkreuzes
(x'-y') in dem Koordinatenschreiber durch einen Lichtpunkt (13) oder dgl. angezeigt wird.
4. Meßanordnung nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgezeichnete Punkt,
durch den die Justierlinie verläuft, der der Soll-Spur und dem Soll-Sturz entsprechende Punkt ist und daß
die Spiegel (2) parallel zur Radebene angebracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772759556 DE2759556C2 (de) | 1977-09-20 | 1977-09-20 | Nach dem Reflexionsverfahren arbeitende Meßanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772759556 DE2759556C2 (de) | 1977-09-20 | 1977-09-20 | Nach dem Reflexionsverfahren arbeitende Meßanordnung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2759556A1 DE2759556A1 (de) | 1979-08-02 |
| DE2759556C2 true DE2759556C2 (de) | 1984-06-28 |
Family
ID=6028001
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772759556 Expired DE2759556C2 (de) | 1977-09-20 | 1977-09-20 | Nach dem Reflexionsverfahren arbeitende Meßanordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2759556C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4594789A (en) * | 1985-04-22 | 1986-06-17 | Bear Automotive Service Equipment Company | Wheel alignment system |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2249226A (en) * | 1939-06-10 | 1941-07-15 | Albert P Peters | Wheel aligning device |
| DE1943465B2 (de) * | 1969-08-27 | 1975-08-28 | Volkswagenwerk Ag, 3180 Wolfsburg | Vorrichtung zur Achsvermessung an Kraftfahrzeugen |
| US3876310A (en) * | 1972-04-21 | 1975-04-08 | Berndt Wolf Dieter Rudolph | Self-referencing alignment system for automobile wheels and the like |
-
1977
- 1977-09-20 DE DE19772759556 patent/DE2759556C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2759556A1 (de) | 1979-08-02 |
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