DE267366C - - Google Patents

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DE267366C
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DE
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G3/00Sweetmeats; Confectionery; Marzipan; Coated or filled products
    • A23G3/02Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of sweetmeats or confectionery; Accessories therefor
    • A23G3/0236Shaping of liquid, paste, powder; Manufacture of moulded articles, e.g. modelling, moulding, calendering
    • A23G3/0252Apparatus in which the material is shaped at least partially in a mould, in the hollows of a surface, a drum, an endless band, or by a drop-by-drop casting or dispensing of the material on a surface, e.g. injection moulding, transfer moulding
    • A23G3/0263Moulding apparatus for hollow products, e.g. opened shell

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 267366 KLASSE 53/. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Schokolade- und Zuckerwaren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Oktober 1912 ab.
Es ist bereits ein Verfahren bekannt, Zuckerwaren, insbesondere Schokoladewaren, dadurch herzustellen, daß die weiche Masse mittels eines Zerstäubers strahlenförmig gegen eine Unterlage, insbesondere gegen eine Formwandung, gebracht wird. Auf diese Weise gelingt es, die Unterlage mit einem gleichmäßigen dünnen Überzug der Masse zu bedecken. Bei Benutzung einer Form wird nach dem Erkalten die Bedeckungsschicht von der Wand losgelöst, und es entsteht ein geformter Körper, welcher genau der benutzten Form entspricht. Das Verfahren eignet sich nicht dazu und dient auch nicht dazu, Formen, insbesondere flache Formen, zu
jg füllen und mehr oder weniger dickwandige Tafeln oder Formkörper mit flacher Oberfläche herzustellen, sondern es kommt bei diesem Verfahren darauf an, die Unterlage mit einer dünnen gleichmäßigen Schicht zu bedecken, "so daß
ao ein der Form der Unterlage entsprechender Körper, insbesondere ein Hohlkörper, entsteht, oder aber die gefüllten Hohlkörper zu schließen.
Das Verfahren kann auch Verwendung finden,
um beliebig geformte andere Zucker- oder Backwaren mit einer Schicht von Schokolademasse zu decken oder zu umhüllen.
Es ist schon bekannt geworden, daß man bei der Ausübung dieses Verfahrens gleichzeitig oder nacheinander verschiedene Masse gegen eine Unterlage treiben, und daß man dabei zwei Zerstäuber benutzen kann, welche nebeneinander parallel angeordnet sind.
Es haben sich nun bei der Ausübung des Zerstäubungsverfahrens im Großbetriebe mancherlei Mängel herausgestellt.
Den Gegenstand der Erfindung bildet das - auf Grund der praktischen Erfahrungen ausge- bildete und vervollkommnete Verfahren zur Herstellung geformter Schokolade- und Zuckerwaren unter Verwendung des Zerstäubers. Schon bei der Herstellung flacher Hohlformen aus Schokolade- oder Zuckermasse entsteht der Nachteil, daß die Seitenwandungen weniger stark bedeckt werden als der untere Teil der Form. Die Wandung des Hohlkörpers aus Schokolade oder Zucker ist also nach der Mitte zu dicker als nach den Kanten zu. Beim Bedecken größerer Hohlkörper wird dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß man an dem Zerstäuber eine ringförmige Austrittsöffnung anordnet. Wenn es sich aber darum handelt, eine große Zahl kleinerer Vertiefungen in der Form durch den Strahl zu decken, so ist es erforderlich, mehrere verschieden gestellte Zerstäuber zu benutzen, und zwar so, daß die Formen nacheinander von den Strahlen aus den schräg •gestellten Zerstäubern getroffen werden. Am vollkommensten wird die Deckung der vertieften Formwandung dadurch erreicht, daß vier Zerstäuber angeordnet sind; der erste ist rechts von der Form angeordnet und deckt durch den Strahl der zerstäubten Masse die Formwandungen links; der zweite ist links von der Form angeordnet und deckt durch den Strahl die Wandungen rechts; ein dritter Zerstäuber ist hinter der Form angeordnet und deckt durch den Strahl die vorderen Formwandungen; der vierte Zerstäuber ist vorn angeordnet und deckt durch den Strahl·die Wandungen hinten.
Die vier Zerstäuber können in entsprechenden
Abständen in einer gemeinsamen Wärmekammer angeordnet und zur Bedeckung der Formwandungen in dieser nacheinander benutzt werden; es körinen aber auch die verschiedenen Zerstäuber zur Vermeidung von Störungen der einzelnen Strahlen in verschiedenen Kammern angeordnet werden und nacheinander zur Wirkung gelangen. Unter allen Umständen muß . vermieden werden, daß die Strahlen der Zerstäuber sich kreuzen. Es treten bereits Störungen ein, wenn die Strahlen so gerichtet sind, daß sie nahezu zusammentreffen. Es ist also wesentlich, daß solche Strahlen, welche aus entgegengesetzten Richtungen kommen, nacheinander zur Wirkung gelangen.
Die Anordnung kann auch so geschehen, daß die Bedeckung der Wandungen durch die zerstäubte Masse unterbrochen wird durch Kühlung der Formen. Die Form wird also zunächst
ao durch eine Kammer geführt, durch welche sie von einer oder von zwei Seiten her dem Strahl der zerstäubten Masse ausgesetzt ist; alsdann gelangt sie durch einen Kühlraum und tritt aus diesem Kühlraum wieder ein in eine andere Kammer, in welcher die weitere Bedeckung stattfindet. Bei ziemlich flachen Hohlformen genügt in diesem Falle die Benutzung zweier Kammern mit je einem Zerstäuber; die Form wird in die erste Kammer gebracht; die Wandung wird dort oberflächlich bedeckt, dann wird die Form durch einen Kühlraum befördert und von da aus in die zweite Kammer. Von dieser gelangt sie in einen zweiten Kühlraum. Besonders beim Decken von Hohlformen aus Schokolade u. dgl., welche mit flüssigem Inhalt gefüllt sind, ist es notwendig, um eine feste und haltbare Decke zu erhalten, zunächst die Flüssigkeit mit einer dünnen Decke zu versehen und diese dann durch wiederholte Zer-
40. stäubung von Masse zu verstärken.
Die Formen können von der einen Kammer in die andere oder von der Kammer in den Kühlraum ununterbrochen auf einem Band oder auf nebeneinander angeordneten Ketten befördert werden. Die Schnelligkeit der Beförderung wird so bemessen, wie es jeweilig notwendig ist, um die erwünschte Bedeckung der Wandung oder die genügende Kühlung der Form zu erreichen. Durch Regelung der Schnelligkeit der Beförderung und des Druckes bei der Zerstäubung kann man die Wandungen in beliebiger Stärke herstellen.
Der Zerstäuber kann, um auf die Strahlrichtung und auf die Art der Verteilung der Masse einzuwirken, abgesehen von der schon erwähnten ringförmigen Austrittsöffnung ein entsprechend geformtes Mundstück erhalten, insbesondere auch ein Mundstück mit enger schlitzförmiger seitlicher Öffnung. Das Endstück des Rohrs des Zerstäubers kann gebogen sein. Je nach dem besonderen Zweck, welcher in dem einzelnen Falle erreicht werden soll, und je nach der besonderen Gestaltung der Form, welche verwendet wird, ergibt sich hiernach im einzelnen gegebenenfalls durch Ausprobieren die geeignetste Form des Mundstückes. Bei der Benutzung eines Mundstückes mit seitlicher schlitzförmiger Austrittsöffnung wird, insbesondere wenn vor der Austrittsöffnung des Mundstücks kleine Widerstände angeordnet sind, welche auf die bessere Verteilung der Masse wirken, eine genügende Verteilung der Masse auch durch Druck erreicht, ohne daß es der Zerstäubung der Masse durch Luft bedarf.

Claims (5)

Pate nt-An Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Schokolade- und Zuckerwaren durch gleichmäßige Verteilung der Masse mittels Zerstäuber oder ähnlicher Vorrichtungen auf Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedeckung der Unterlagen mit der zerstäubten Masse zwecks Einwirkung auf die Dicke der Schicht mehrere Male nacheinander erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedeckung der Unterlage durch die zerstäubte Masse durch mehrere verschieden gestellte Zerstäuber bewirkt wird. ,
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen der verschiedenen Decklagen auf
' die Unterlage in verschiedenen Arbeitskammern stattfindet, um eine Störung der Richtungen der zerstäubten Masse auszuschließen.
4. Verfahren nach den Ansprüchen i,»2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Arbeitsvorgänge zur mehrmaligen Bedeckung der Formen mit zerstäubter Masse unterbrochen werden durch Kühlung der Formen.
5. Zerstäuber oder Verteilungsvorrichturig zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnung des Mund-Stückes eine solche Gestalt (z. B. ringförmige) oder Lage (z. B. seitliche Öffnung) besitzt, daß die Richtung des Strahles und Art der Verteilung der Masse hierdurch beeinflußt wird. . .
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