DE2503753C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestimmen der
Beträge der natürlichen Gammastrahlungen von Kalium, Uran und
Thorium in den ein Bohrloch umgebenden Erdformationen, gemäß
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der US-PS 28 97 368 ist eine Vorrichtung zur Bestimmung
der natürlichen Gammastrahlungen bestimmter Elemente bekannt,
z. B. der Elemente Thorium, Kalium und Radium. Mit Hilfe eines
Gammastrahlendetektors werden die auf den Detektor einwirkenden
Gammastrahlen in elektrische Signale verwandelt und mit Hilfe
eines Impulshöhen-Analysators in unterschiedliche Energiebänder
separiert. Die Ausgangssignale des Impulshöhen-Analysators werden
auf Skaliervorrichtungen gegeben, mit deren Hilfe die jeweiligen
Ausgangssignale des Analysators aufgezeichnet werden.
Nach Maßgabe des Strahlungs-Energiepegels lassen sich spezielle
radioaktive Elemente auswählen, weil diese unterschiedliche
Kennlinien besitzen.
Um nun z. B. die Nebenwirkung von Kalium in anderen separierten
Energiesignalen weitestgehend auszuschalten, wird die
Empfindlichkeit des Analysators so eingestellt, daß sie oberhalb
von 1,5 MeV liegt. In ähnlicher Weise läßt sich die Auswirkung
von Thorium dadurch beseitigen, daß man ein Energieband
um 1,47 MeV auswählt. Allerdings wird kein Versuch unternommen,
die Anteile unterschiedlicher radioaktiver Elemente
auf die Zählraten der unterschiedlichen Energiepegel zu
separieren. Wenn beispielsweise bei dem bekannten Gerät der
Diskriminator auf 1,47 MeV eingestellt wird, enthält das durch
den Diskriminator gewonnene Ausgangssignal nicht nur die Anteile
aus Kalium, sondern darüber hinaus auch Anteile von Uran oder
Thorium. Stellt man den Diskriminator zum Feststellen von Uran
mit geringer Vorspannung auf 1,5 MeV und hoher Vorspannung auf
2,0 MeV ein, enthielte das gewonnene Ausgangssignal Anteile sowohl
aus Uran als auch aus Thorium.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum
Bestimmen der Träger der natürlichen Gammastrahlungen von Kalium,
Uran und Thorium zu schaffen, bei der die Energiebandsignale
für ein bestimmtes Element weitestgehend befreit sind von Anteilen
der Energiebandsignale der anderen Elemente.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung
gelöst.
Betrachtet man die Zählrate der einzelnen Elemente als Funktion
der Gammastrahlenenergie, so ergibt sich für die drei Elemente
jeweils eine Kurve,und die drei Kurven überlappen sich teilweise.
Betrachtet man ein bestimmtes Energieband, z. B. dort, wo die
Zählrate für Kalium ein ausgeprägtes Maximum hat, so zeigt sich,
daß an der betreffenden Energieband-Stelle auch Strahlungsenergie
von Uran und von Thorium vorhanden ist.
Die Erfindung geht nun von dieser Situation aus und eliminiert,
wenn man z. B. die Stärke der natürlichen Gammastrahlung von
Kalium bestimmen will, die Strahlungs-Störanteile von Thorium
und Kalium. Dies geschieht mit Hilfe der veränderlichen Widerstände,
die so eingestellt werden, daß der Energieanteil des
nicht-betrachteten Elements im Ausgangssignal zu Null gemacht
wird. Als Endergebnis erhält man als Ausgangssignale für die
drei Elemente Kalium, Uran und Thorium aussagekräftige Signale,
die frei von Störanteilen der Strahlung anderer Elemente sind.
Die US-PS 25 62 968 zeigt eine Vorrichtung zur Bestimmung der
natürlichen Gammastrahlung bestimmter Elemente, wobei zur Ausschaltung
störender Hintergrund-Gammastrahlung, z. B. störender
kosmischer Gammastrahlung, zwei Strahlungsdetektoren verwendet
werden, wobei der eine Detektor mit einem Bleischirm ausgestattet
ist, der dem zugehörigen Detektor lediglich die Messung
von Hintergrundstrahlung gestattet. Durch Subtrahieren der beiden
Detektor-Ausgangssignale erhält man dann ein vom Einfluß der
Hintergrundstrahlung bereinigtes Signal. Allerdings wird bei
dieser Vorrichtung der störende Einfluß anderer Elemente im zu
messenden Bereich überhaupt nicht berücksichtigt.
Die US-PS 31 05 149 beschreibt ebenfalls eine Vorrichtung zur
Bestimmung der natürlichen Gammastrahlung mit Energie-
Diskriminatoren für unterschiedliche Energiebänder. Beispielsweise
liefern zwei Diskriminatoren auf unterschiedlichen Meßkanälen
Gammastrahlungs-Intensitätswerte in zwei vorbestimmten
Energiebändern A und B. Das Band A repräsentiert das Energieband,
in welchem die Thorium-Strahlung ihre Spitzenintensität
erreicht, während das Band B das Energieband ist, in welchem
die Uran-Strahlung den Spitzenwert erreicht. Allerdings enthält
der gesamte, integrierte Zählwert in jedem Band einen
Anteil sowohl für Thorium als auch für Uran. Es erfolgt keine
Separierung der Thorium- und der Urananteile. Mit Hilfe eines
Differential-Galvanometers wird eine Quasi-Subtraktion durchgeführt,
mit der Folge, daß das Ausgangs-Signal des Galvanometers
mit der Impulszahl in dem einen Energieband verstärkt
und mit der Impulszahl in dem anderen Energieband abgeschwächt
wird. Demzufolge liegen die beiden Signale der Gammastrahlungsquellen
gleichzeitig vor, wobei die Ergebnis-Kurve (Fig. 3 der
Druckschrift) lediglich angibt, welche der beiden Gammastrahlungsquellen
stärker präsent ist.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße, die natürliche Gammastrahlung
messende Bohrloch-Vermessungsvorrichtung,
Fig. 2 die Energiebänder, in welchen die natürliche Gammastrahlung
der radioaktiven Elemente, die mit der
Vorrichtung der Fig. 1 gemessen werden sollen, Spitzenintensitäten
aufweisen, und
Fig. 3 und 4 detaillierte schematische Darstellungen der
Bereinigungseinheit der Bohrloch-Vermessungsvorrichtung
der Fig. 1.
In Fig. 1 mißt eine Bohrloch-Vermessungssonde 5 die natürliche
Gammastrahlung, die durch eine unterirdische Formation 6 ausgestrahlt
wird. Die Bohrlochvermessungssonde 5 umfaßt einen
Gammastrahlendetektor 7 und einen Verstärker 8. Der Gammastrahlendetektor
7 umfaßt vorzugsweise einen Szintillationsdetektor
10 (beispielsweise einen mit Thallium aktivierten
Natriumiodid-Kristall), der mit einer Fotoelektronen-Vervielfacherröhre
11 zusammenwirkt, um die natürliche Gammastrahlung
festzustellen. Das Natriumiodid gibt Photonen genannte Lichtenergiequanten
ab, deren Intensität proportional zur Energie
der Gammastrahlenwechselwirkung im Natriumiodid-Kristall ist.
Die Fotoelektronen-Vervielfacherröhre erzeugt auf diese Photonen
hin eine Folge von Impulsen mit Größen, die der Gammastrahlenenergie
proportional sind. Diese Impulse werden über den Verstärker
8 und ein Meßkabel 9 zum Lochausgang gesendet und
mittels Energiebandselektoren 13-15 in drei separate Energiebänder
aufgeteilt. Der Selektor 13 umfaßt einen Diskriminator
16, der ein Energieband hindurchläßt, dessen Mitte bei etwa
1,46 MeV liegt, dem Energiepegel, bei welchem Kalium eine
Spitzenintensität aufweist, wie dem Spektrogramm der Fig. 2
zu entnehmen ist. Der Selektor 14 umfaßt einen Diskriminator
17, der ein Energieband durchläßt, dessen Mitte bei etwa 1,76 MeV
liegt, einem Energiewert, bei welchem Uran eine Spitzenintensität
aufweist. In gleicher Weise umfaßt der Selektor 15 einen Diskriminator
17, der ein Energieband durchläßt, dessen Mitte bei etwa
2,62 MeV liegt, einem Energiewert, bei welchem Thorium eine Spitzenintensität
aufweist. Die Impulse innerhalb eines jeden dieser
separaten Energiebänder werden auf getrennte Zählratenmesser 19-
21 gegeben, die Ausgangssignale K M , U M und Th M mit Größen erzeugen,
die auf die Photonenzahl innerhalb eines jeden entsprechenden
Energiebandes hinweisen.
Wegen der reichlich vorhandenen Streustrahlung niedrigerer Energie
und der Zunahme der Einfangauflösung eines Natriumiodid-Szintillationskristalls
mit abnehmender Energie beeinflussen jedoch die
radioaktiven Elemente höherer Energie die Messungen der radioaktiven
Elemente niedrigerer Energie. Demzufolge stellen die
Ausgangssignale K M und U M nicht nur die an Ort und Stelle gemessene
natürliche Gammastrahlung von Kalium und Uran dar. Beispielsweise
ist der in Fig. 2 ersichtliche Anteil sowohl von
Uran als auch von Thorium im ausgewählten Energieband für Kalium,
dessen Mitte bei etwa 1,46 MeV liegt, kennzeichnend. Folglich
ist die Beziehung zwischen dem korrekten Wert K C des Kaliumanteils
und dem gemessenen Wert K M
K c = K M - R₁U C - R₂Th C (1)
Dabei bedeuten:
R₁= Anteil an der Zählrate im ausgewählten
Kaliumenergieband, der dem korrekten
Uranwert U C zuzuschreiben ist, ausgedrückt
als Bruchteil der Zählungen im
ausgewählten Uranenergieband, und
R₂= den Anteil zur Zählrate im ausgewählten
Kaliumenergieband, der dem korrekten
Thoriumwert Th C zuzuschreiben ist, ausgedrückt
als Bruchteil der Zählungen im
ausgewählten Thoriumenergieband.
Des weiteren ist der Kaliumanteil im ausgewählten Energieband
für Uran, dessen Mitte bei etwa 1,76 MeV liegt, vernachlässigbar,
wogegen der Thoriumanteil signifikant ist. Die Gleichung,
welche die Beziehung zwischen dem korrekten Wert U C des Urananteils
und dem gemessenen Wert U M angibt, ist demzufolge:
U C = U M - R₃Th C (2)
Dabei bedeutet:
R₃= Anteil an der Zählrate im ausgewählten Uranenergieband, der dem korrekten Thoriumwert Th C zuzuschreiben ist, ausgedrückt als Bruchteil der Zählungen im ausgewählten Thoriumenergieband.
R₃= Anteil an der Zählrate im ausgewählten Uranenergieband, der dem korrekten Thoriumwert Th C zuzuschreiben ist, ausgedrückt als Bruchteil der Zählungen im ausgewählten Thoriumenergieband.
Der Anteil sowohl von Kalium als auch Uran im ausgewählten
Thoriumenergieband, dessen Mitte bei etwa 2,62 MeV liegt,
ist vernachlässigbar. Deshalb besteht zwischen dem korrekten
Wert des Thoriumanteils Th C und dem gemessenen Wert des
Thoriumanteils Th M die Gleichung:
Th C = Th M (3)
Diese Anteile R₁, R₂ und R₃ werden im allgemeinen als "Bereinigungskonstanten"
bezeichnet, und mit der vorliegenden Erfindung
sollen sowohl ein Verfahren als auch eine Vorrichtung
zur Beeinflussung dieser gemessenen Werte K M und U M entsprechend
den Werten dieser Bereinigungskonstanten verfügbar gemacht
werden, um korrigierte Werte K C und U C zu erhalten. Wie
in Fig. 1 dargestellt ist, wird diese Beeinflussung mittels
einer Bereinigungseinheit 22 ausgeführt, die, wie unten beschrieben
werden wird, die korrigierten Ausgangssignale K C ,
U C und Th C erzeugt. Diese korrigierten Ausgangssignale können
dann als drei separate Darstellungen auf einem herkömmlichen
X-Y-Koordinatenschreiber 23 aufgezeichnet werden.
Unter Bezugnahme auf Fig. 3 soll nun die Bereinigungseinheit
22 ausführlich beschrieben werden. Diese Bereinigungseinheit
22 weist drei Analysatorkanäle auf: Einen Kalium-, einen Uran-
und einen Thoriumkanal. Der Thoriumkanal umfaßt einen Pufferverstärker
30, auf welchen das Th M -Signal gegeben wird. Da die
Thoriummessung keine Bereinigung benötigt, gelangt das Th M -Signal
entsprechend der Behandlung nach (3) als Th C -Signal durch den
Pufferverstärker 30.
Der Urankanal umfaßt einen Pufferverstärker 32, welchem das U M -
Signal zugeführt wird. Nachdem es durch den Verstärker 32 gelangt
ist, wird das U M -Signal auf den positiven Eingang eines
Ausgangsverstärkers 33 gegeben. Über einen variablen Widerstand
40 wird das Th C -Signal vom Thoriumkanal dem negativen Eingang
des Verstärkers 33 zugeführt. Der Verstärker 33 bildet die
Differenz zwischen diesen Eingängen und erzeugt das Ausgangssignal
U C , welches die Uranmessung darstellt, die gemäß Gleichung
(2) vom Thoriumeinfluß bereinigt ist.
Der Kaliumkanal umfaßt einen Pufferverstärker 34, welchem das
K M -Signal zugeführt wird. Nachdem es durch den Verstärker 34
gelangt ist, wird das K M -Signal auf den positiven Eingang eines
Ausgangsverstärkers 35 gegeben. Über einen variablen Widerstand
42 wird das Th C -Signal vom Thoriumkanal auf den negativen Eingang
gegeben. Ebenfalls auf den negativen Eingang wird das U C -
Signal vom Urankanal gegeben, und zwar über einen variablen
Widerstand 41. Der Verstärker 35 bildet die Differenz zwischen
diesen Eingängen und erzeugt das Ausgangssignal K C , welches
diejenige Kaliummessung darstellt, die gemäß Gleichung (1) sowohl
vom Thorium- als auch vom Uraneinfluß bereinigt ist.
Die speziellen Einstellungen der variablen Widerstände 40-42
zu dem Zweck, den Uran- und den Kaliumkanal die Beeinflussung
gemäß Gleichungen (1) und (2) vornehmen zu lassen, wenn der
Bereinigungseinheit während der Vermessungsvorgänge Radioaktivitätsmessungen
von einer Bohrloch-Vermessungssonde zugeführt
werden, werden folgendermaßen durchgeführt. Die Bohrloch-Vermessungssonde
wird, bevor sie in das Bohrloch abgesenkt wird,
zuerst einer Thorium-Gammastrahlenquelle ausgesetzt. Dieser
Radioaktivitätswert gelangt, nachdem er mittels Kristall 10,
Fotoelektronen-Vervielfacherröhre 11 und Verstärker 12 festgestellt
und verstärkt worden ist, durch die drei Energiebandselektoren
13-15, um das K M -, U M - und Th M -Eingangssignal für
die Bereinigungseinheit 22 bereitzustellen. Das Th C -Ausgangssignal
des Thoriumkanals der Bereinigungseinheit stellt die
wirkliche Thorium-Radioaktivität dar. Das U M -Signal des Urankanals
wird dann von demjenigen Einfluß bereinigt, der in dem
ausgewählten Energieband des U-Diskriminators 14 von der
Thoriumquelle ausgeht, und zwar dadurch, daß der variable
Widerstand 40 so eingestellt wird, daß der Urankanal ein U C -
Ausgangssignal null erzeugt. Das K M -Signal des Kaliumkanals
wird ebenfalls von demjenigen Einfluß bereinigt, den die
Thoriumquelle im ausgewählten Energieband des K-Diskriminators
13 ausübt, und zwar dadurch, daß der variable Widerstand 42
so eingestellt wird, daß der Kaliumkanal ein K C -Ausgangssignal
null hervorbringt.
Darauf wird die Thorium-Gammastrahlenquelle entfernt, und
die Bohrloch-Vermessungssonde wird als nächstes einer Uran-
Gammastrahlenquelle ausgesetzt. Bei Einwirkung dieser Quelle
ist das Th C -Ausgangssignal null und das U C -Ausgangssignal
stellt die wirkliche Uran-Radioaktivität dar. Das K M -Signal
des Kaliumkanals wird dann bereinigt von demjenigen Einfluß,
den die Uranquelle im ausgewählten Energieband des K-Diskriminators
13 ausübt, und zwar dadurch, daß der variable Widerstand
41 so eingestellt wird, daß der Kaliumkanal ein K C -
Ausgangssignal null hervorbringt.
Um die Genauigkeit der Einstellungen der Widerstände 40-42 zu
messen, kann die Bohrloch-Vermessungssonde anschließend einer
Kalium-Gammastrahlenquelle ausgesetzt werden. Unter dieser Bedingung
sollten sowohl das Th C - als auch das U C -Ausgangssignal
null sein, und das K C -Ausgangssignal sollte den richtigen Wert
der Kaliumradioaktivität darstellen. Die Bereinigungseinheit 22
ist nun geeicht und bereit, als Teil der oben beschriebenen
Bohrloch-Vermessungsvorrichtung in einem Radioaktivitätsmeßsystem
verwendet zu werden.
Obige erfindungsgemäße Ausführungsform stellt ein Beispiel einer
Vorrichtung dar, die sich dazu eignet, den Kalium-, Uran- und
Thoriumgehalt von Erdformationen mittels eines Gammastrahlendetektors,
wie eines Natriumiodid-Szintillationskristalls, zu
messen, dessen Einfang-Auflösung im Hinblick darauf genügend
groß ist, daß die Energiemessung eines bestimmten radioaktiven
Elementes nicht durch andere radioaktive Elemente beeinflußt
wird. Um jedoch die Empfindlichkeit eines solchen Gamma-
Strahlendetektors zu vergrößern, ist es notwendig, die
Größe des Natriumiodidkristalls zu erhöhen, was wiederum
die Einfang-Auflösung vergrößert und bewirkt, daß das Uranelement
die Messung des Thoriumelementes beeinflußt. Mit der
vorliegenden Erfindung soll deshalb zusätzlich eine Vorrichtung
verfügbar gemacht werden, um die Thoriummessung vom
Uraneinfluß zu bereinigen, wie folgt:
Th C ′ = Th C - R₄U C (4)
Dabei bedeutet:
R₄= Anteil an der Zählrate im ausgewählten
Thoriumenergieband, der dem korrekten
Uranwert U C zuzuschreiben ist, ausgedrückt
als Bruchteil der Zählungen im
ausgewählten Uranenergieband.
Fig. 4 stellt eine erfindungsgemäße Ausführungsart zur Durchführung
der Beeinflussung gemäß Gleichung (4) dar. Das Th C -Signal
vom Pufferverstärker 30 wird auf den positiven Eingang eines
Operationsverstärkers 31 gegeben. Auf den negativen Eingang
des Verstärkers 31 wird über einen variablen Widerstand 43
das U C -Signal vom Urankanal geführt. Der Verstärker 31 bildet
die Differenz zwischen diesen Eingängen und erzeugt das Ausgangssignal
Th C ′, welches die Thoriummessung darstellt, die
gemäß Gleichung (4) vom Uraneinfluß bereinigt ist.
Auf gleiche Weise wie bei der Einstellung der variablen
Widerstände 40-42 im Kalium- und im Urankanal wird der
variable Widerstand 43 eingestellt, um den Einfluß des Urans
im Thoriumkanal auszuschalten. Dies geschieht dadurch, daß
die Bohrloch-Vermessungssonde einer Uran-Gammastrahlenquelle
ausgesetzt und der variable Widerstand 43 so eingestellt wird,
daß der Thoriumkanal ein Th C ′-Ausgangssignal null erzeugt.
Die Bereinigungseinheit 22 ist gemäß der Arbeitsweise der Verstärker
30-35 und der variablen Widerstände 40-43 der Fig. 3
und 4 beschrieben worden. Die restlichen Komponenten der Bereinigungsschaltung
22 schaffen die erforderlichen Vorspannungsbedingungen
für deren Betrieb. Es versteht sich von selbst,
daß die einzelnen Komponenten einer solchen Bohrloch-Vermessungsvorrichtung
einschließlich der Bereinigungseinheit 22
lediglich für eine Ausführungsform der Erfindung gelten.
Gemäß einer solchen Ausführungsform sind im folgenden spezielle
Komponententypen und Komponentenwerte angegeben.
BezugskennzeichnungBeschreibung
Fotoelektronen-Vervielfacher 11EMI 9727B (Gemcon,
Abt. von Emitronics)
Diskriminatoren 16-18Modell 1431 (Canberra)
Zählratenmesser 19-21Modell 1481 (Canberra)
Operationsverstärker 30-353307 (Burr-Brown)
Variable Widerstände 40-425 Kohm
Variabler Widerstand 4320 Kohm
Variable Widerstände 44-49500 Ohm
Widerstand 5051 Kohm
Widerstand 5191 Kohm
Widerstände 52-561 Meg Ohm
alle anderen Widerstände100 Kohm
V A +15 V Gleichspannung
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Bestimmen der Beträge der natürlichen
Gammastrahlungen von Kalium, Uran und Thorium in den ein
Bohrloch umgebenden Erdformationen, mit einem Gammastrahlendetektor
(5), der ein die gesamte natürliche
Gammastrahlung im Bohrloch darstellendes Ausgangssignal
erzeugt, und drei Energiebandselektoren (13,14, 15),
die das Ausgangssignal des Gammastrahlendetektors in
Kalium-, Uran- und Thorium-Energiebandsignale aufteilen,
deren Mitten je etwa bei den Energiewerten liegen, bei
welchen Kalium, Uran und Thorium Gammastrahlungsspitzenwerte
aufweisen,
gekennzeichnet durch
- (a) einen ersten Differentialverstärker (33), der mit seinem ersten Eingang an den Uran-Energiebandselektor (14) und mit seinem zweiten Eingang über einen ersten veränderlichen Widerstand (40) an den Thorium-Energiebandselektor (15) angeschlossen ist, wobei der erste veränderliche Widerstand (40) das Thorium- Energiebandsignal auf einen Betrag reduziert, der dem Beitrag des Signals in dem Uran-Energieband entspricht, und der erste Differentialverstärker (33) ein Ausgangssignal erzeugt, welches die Differenz zwischen dem Uran-Energiebandsignal und dem reduzierten Thorium-Energiebandsignal darstellt, und
- (b) einen zweiten Differentialverstärker (35), der mit seinem ersten Eingang an den Kalium-Energiebandselektor (13) und über einen zweiten veränderlichen Widerstand (42) an den Thorium-Energiebandselektor (14) sowie über einen dritten veränderlichen Widerstand (41) an den Uran-Energiebandselektor (15) angeschlossen ist, wobei der zweite veränderliche Widerstand (42) das Thorium-Energiebandsignal auf einen Wert reduziert, der dem Anteil des Signals in dem Kalium-Energieband gleicht, der dritte veränderliche Widerstand (41) das Uran-Energiebandsignal auf einen Wert reduziert, der dem Beitrag des Signals in dem Kalium-Energieband gleicht, und der zweite Differentialverstärker (35) ein Ausgangssignal erzeugt, welches der Differenz zwischen dem Kalium- Energiebandsignal und der Summe des reduzierten Uran- und des reduzierten Thorium-Energiebandsignals entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
einen dritten Differentialverstärker (31), der mit seinem
ersten Eingang an den Thorium-Energiebandselektor (15)
und seinem zweiten Eingang über einen vierten veränderlichen
Widerstand (43) an den Uran-Energiebandselektor (14)
angeschlossen ist, wobei der vierte veränderliche Widerstand
(43) das Uran-Energiebandsignal auf einen Wert reduziert,
der dem Beitrag des Signals an dem Thorium-
Energieband entspricht, und der dritte Differentialverstärker
(31) ein Ausgangssignal erzeugt, welches die
Differenz zwischen dem Thorium-Energiebandsignal und dem
reduzierten Uran-Energiebandsignal entspricht.
Applications Claiming Priority (1)
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