DE248708C - - Google Patents

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DE248708C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 248708 '-KLASSE 46 b. GRUPPE
in NÜRNBERG.
Steuerung für die Brennstoffventile von Dieselmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11.Oktober 1911 ab.
Bei Dieselmaschinen, welche mit Druckluft angelassen werden, soll während des Anlassens das Brennstoffventil geschlossen bleiben, damit die Anlaßdruckluft nicht in die Brennstoffzuleitung eintreten kann. Es muß deshalb während des Anlassens die Steuerung des Brennstoffventils ausgeschaltet werden, und dies geschieht nach den bekannten Verfahren in der Weise, daß der Drehpunkt des Ventilhebeis mittels Exzenter verlegt und dadurch die Bewegungsübertragung von der Nockenscheibe auf das Brennstoffventil unterbrochen wird. Durch die .vorliegende Erfindung wird jede Verstellung der Brennstöffventilsteuerung überflüssig gemacht.
Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Brennstoffnadel mit einem Kolben zu versehen, auf welchen die Einblasedruckluft im Sinne einer Öffnung des Ventils wirken kann, und zugleich den Steuerungsmechanismus so einzurichten, daß er das Ventil nicht direkt anhebt, sondern es nur von dem Druck einer Feder entlastet, welche auf Schluß des Ventils wirkt. Die Fläche des Kolbens und die Kraft der genannten Feder sind so bemessen, daß die Feder den Druck der Einblaseluft auf den Kolben überwindet und demnach das Ventil entgegen dem Druck der Einblaseluft geschlossen hält, solange die Feder wirken kann. Während der Einspritzdauer aber wird der Druck der Feder auf das Ventil durch die Ventilsteuerung aufgehoben, die Einblaseluft kann demnach durch ihren Druck auf den Kolben das Ventil öffnen, und der Brennstoff wird eingespritzt. Während des Anlassens mit Druckluft Wird die Einspritzluft abgestellt. Infolgedessen wird auf den am Ventilschaft befindlichen Kolben von der Einspritzluft kein Druck mehr ausgeübt, und das Brennstoffventil bleibt somit trotz der zeitweisen Entlastung vom Federdruck durch die Steuerung geschlossen. Es braucht also diese Steuerung während des Anlassens nicht verstellt werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform veranschaulicht. Der Ventilschaft α trägt vorn den Konus b, welcher die Düsenmündung abschließt. Hinter dem Konus b ist die Absetzung c angeordnet. Die hierdurch gebildete Ringfläche ist dem Druck der durch die Bohrung f zutretenden'Einspritzluft ausgesetzt, welche infolgedessen das Ventil, solange sie Zutritt hat, zu öffnen sucht. Die Abdichtung der Einspritzluft gegen außen erfolgt durch die Stopfbüchse g. ' Zur Steuerung, des Brennstoffventils dient der Winkelhebel h, welcher um den Zapfen i drehbar ist und sich mit der Rolle k gegen die Nockenscheibe I legt. Das andere Ende des Winkelhebels h ist gegabelt und umfaßt mit geeigneten ösen zwei Zapfen m, welche an der Hülse η befestigt sind. Letztere ist auf dem Ventilschaft α verschiebbar. Sie trägt am einen Ende den Federteller p und legt sich andererseits gegen den auf dem Schaft α festsitzenden Bund 0. Gegen den Federteller p drückt die' Spiralfeder q, deren anderes Ende in geeigneter Weise, hier durch den Feder-
(S. Auflage, ausgegeben am 27. Dezember igi-2.)
teller r, gestützt ist. Der Ventilschaft α trägt noch einen zweiten Bund s, gegen welchen sich die schwächere Feder t legt.
Die Wirkungsweise der Steuerung ist nun die -folgende: Solange die Maschine in normalem Betrieb ist, wird durch den Kanal f Einspritzdruckluft zugelassen, welche auf die Ringfläche der Absetzung c drückt und das Ventil zu öffnen sucht. Der Druck der Einspritzluft wird aber durch die kräftige Feder q, welche vermittels der Hülse η und des Bundes ο auf Schluß des Ventils wirkt, überwunden. Sobald jedoch durch die Nockenscheibe I die Hülse η vom Bund ο abgehoben und damit das Ventil vom Druck der Feder q entlastet wird, genügt der Druck, ■ welchen die Einspritzluft auf die Ringfläche c ausübt, um die schwache Feder t zu überwinden und das Brennstoffventil zu öffnen.
Während des Anlassens der Maschine ist hingegen die durch den Kanal f zutretende Einspritzluft abgestellt. Wenn nunmehr die Hülsen durch die Steuerung von Bund 0 abgehoben wird, so wirkt auf die · Ventilspindel nur der Druck, welchen die im Maschinenzylinder befindliche Anlaßdruckluft auf die Stirnfläche des Konus b ausübt. Dieser Druck aber ist, da diese Stirnfläche sehr klein und der Druck der Anlaßluft meist wesentlich geringer ist wie der der Einspritzluft, nicht imstande, den Druck der Feder t zu überwinden. Das Ventil bleibt deshalb während des Anlassens geschlossen.
Es ist selbstverständlich, daß die Vorrichtung verschiedener Abänderungen fähig ist; so kann insbesondere an Stelle der Absetzung c ein besonderer Steuerkolben in einem besonderen Zylinder Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Steuerung für die Brennstoffventile von Dieselmaschinen, bei denen während des Anlassens die Einspritzdruckluft abgesperrt wird, gekennzeichnet durch die An-Ordnung eines Steuerkolbens' (c) am Ventilschaft, welcher Kolben von der Einspritzluft auf Öffnung belastet wird, in Verbindung mit einer Vorrichtung, welche während der Einspritzperiode das Ventil (a) so vom Druck der Ventilschlußfeder ,(q) entlastet, so daß der von der Einspritzluft auf den Steuerkolben (c) ausgeübte Druck das Ventil öffnet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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