DE2440446C3 - Anlaßvorrichtung mit Druckmittelmotor - Google Patents

Anlaßvorrichtung mit Druckmittelmotor

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DE2440446C3
DE2440446C3 DE19742440446 DE2440446A DE2440446C3 DE 2440446 C3 DE2440446 C3 DE 2440446C3 DE 19742440446 DE19742440446 DE 19742440446 DE 2440446 A DE2440446 A DE 2440446A DE 2440446 C3 DE2440446 C3 DE 2440446C3
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Frank 8061 Röhrmoos Hoogeveen
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MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Description

eine ausreichend dimensionierte Pumpe in kurzer Zeit dem Motor die für einen Anlaßvorgang notwendige Leistung abzuziehen und für den nächsten Anlaßvorgang einzuspeichern. Ist im Druckspeicher genügend potentielle Energie gespeichert, dann kann durch Abschalten oder Leerlauf der Pumpe dafür gesorgt werden, daß dem Motor nicht; unnötig Energie entzogen wird, Hierbei ist es in Ausgestaltung der Erfindung möglich, daß die Anlaßvorrichtung so über ,besondere Meßeinrichtungen mit dem Fahrpedal verbunden ist, daß in bekannter Weise das Verlassen des Fahrpedales das Abschalten des Motors bewirkt, während ein Druck auf. das Fahrpedal selbsttätig die Startvorrichtung in Betrieb setzt. Hierbei können Meßfühler am Motor dessen gegenwärtigen Betriebszustand aufnehmen, so daß beispielsweise beim Anspringen des Motors sofort der hydraulische oder pneumatische Anlassermotor ausgekuppelt wird oder unwirksam wird, während die Pumpe zum Aufladen des Druckspeichers erst nach Erreichen des Betriebszustandes des Motors wirksam wird.
Die Dimensionierung des Druckspeichers, sowie der Pumpe hängt von der zu erwartenden Häufigkeit der Startvorgänge ab. Es ist hierbei möglich, daß ein Fahrzeug, das für den Langstreckenbetrieb ausgelegt ist, einen relativ großen Druckspeicher und nur eine relativ kleine Pumpe aufweist, da häufig wiederholtes Anlassen und Abstellen des Motors im Normalbetrieb eines derartigen Fahrzeuges nicht vorgesehen ist. Ebenso kann ein speziell für innerstädtischen Betrieb ausgelegtes Fahrzeug, wie ein Lieferfahrzeug oder ein Fahrzeug für Personenbeförderung mit einer relativ großen Pumpe ausgestattet werden, die bereits nach einigen Sekunden Laufzeit des Motors genügend Leistung für den nächsten Startvorgang eingespeichert hat.
Weiterhin liegt es im Rahmen der Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung, die für den Betrieb einer erfindungsgemäßen Anlaßvorrichtung vorteilhafte Steuer- und Regelvorrichtung noch weiter zu vervollkommnen, beispielsweise dadurch, daß in einer Situation erhöhten Leistungsbedarfs die einspeichernde Pumpe von der Brennkraftmaschine getrennt wird; ein derartiger Vorgang kann beispielsweise durch das volle Durchtreten des Fahrpedals ausgelöst werden; wird in diesem Falle der Druck auf das Fahrpedal verringert, schaltet sich die Pumpe wieder ein.
Bei Fahrzeugen, die bereits über hydraulische oder pneumatische Systeme verfügen, wie beispielsweise Servolenkung und Druckluftbremssystem, kann in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung die Anlaßvorrichtung mit dem vorhandenen System gekoppelt werden. So kann beispielsweise bei einem Fahrzeug mit Druckluft-Bremssystem der vorhanden Druckspeicher sowie die vorhandene Anlassermotor-Pumpe-Einheit beibehalten bzw. den Erfordernissen entsprechend dimensioniert werden; hierbei kann ein Sicherheitsventil dafür sorgen, daß nach Unterschreiten eines bestimmten Druckes im Druckspeicher keine Druckluft mehr für die Anlaßvorrichtung entnommen wird, um somit die volle Sicherheit der Bremsanlage zu gewährleisten.
Schließlich ist es noch ein Eventualvorteil der Erfindung, daß durch die Ausstattung mit einem erfindungsgemäßen hydraulischen oder pneumatischen System bei einem Fahrzeug bereits eine groß dimensionierte Anlage zum Einspeichern und Versorgen von Druckmedium vorgesehen ist; eine weitere Ausstattung eines derartigen Fahrzeuges beispielsweise mit Servolenkung, automatischem Niveauausgleich usw. kann verhältnismäßig billig erfolgen.
Eine Voraussetzung der Erfindung besteht darin, daß Pumpe und Motor miteinander identisch sind. Durch dieses Merkmal wird eines der für die Anlaßvorrichtung notwendigen Bauelemente eingespart; vorteilhaft ist insbesondere, daß derartige Pumpen-Fluidmotoren-Einheiten handelsüblich und überall erhältlich sind; somit unterscheidet sich die erfindungsgemäße Anlaßvorrichtung hinsichtlich ihrer Kosten von einer herkömmlichen Druckluft-Bremsanlage nur durch die Dimensionierung von Pumpe und Druckspeicher sowie gegebenenfalls durch das Vorhandensein einer Steuer- oder Regelungseinrichtung.
Im Rahmen der Erfindung können grundsätzlich alle derartigen Pumpen-Fluidmotoren-Typen verwendet werden, beispielsweise Kolbenpumpen; hierbei ist es möglich, durch eine Kurzschlußleitung dafür zu sorgen, daß die Kolbenpumpe ständig leerlaufen kann, wenn ein Ventil in der Kurzschlußleitung, sowie je ein Ventil vor und hinter der Pumpe betätigt wird; hierdurch ist es möglich, daß durch einfaches Ansteuern von Ventilen die Leistungsaufnahme der Pumpe verringert wird, wie es beispielsweise unmittelbar nach dem erfolgten Anlaßvorgang oder bei gefülltem Drucksreicher nötig ist. Es ist aber auch möglich, beispielsweise eine über einen weiten Förderbereich verstellbare Pumpe zu wählen, wie eine Taumelscheibenpumpe, bei der die Fördermenge gewählt werden kann. So ist es beispielsweise möglich, daß die Pumpe durch ein von Hand wählbares Signal derart umstellbar ist, daß ein Fahrzeug jeweils mit einer Anlaßvorrichtung für Oberland- oder Sladtfahrt ausgerüstet ist. Es ist aber auch möglich, daß eine derartige Pumpe sich selbst einstellt; so ist es beispielsweise besonders vorteilhaft, daß sich die Fördermenge der Pumpe dem jeweiligen Füllzustand des Druckspeichers anpaßt, in dem beispielsweise der nach mehrmaligem Startvorgang stark abgesunkene Druck im Druckspeicher ein Signal veranlaßt, das die Pumpe umstellt; in umgekehrter Weise kann sich die Pumpenleistung reduzieren, wenn ein bestimmter Druck im Druckspeicher wieder erreicht ist.
Eine weitere Voraussetzung der Erfindung besteht in der Verwendung einer zusätzlichen elektrischen Anlaßvorrichtung, die ihren Vorteil darin hat, daß bei langen Standzeiten nicht dafür gesorgt werden muß, daß der Druck im Druckspeicher erhalten bleibt. So ist es beispielsweise möglich, ein Fahrzeug nach mehrwöchiger Standzeit mit völlig leerem Druckspeicher zu starten, wobei hierzu die elektrische Anlaßvorrichtung verwendet wird. So ist es auch möglich, bei noch längeren Standzeiten durch Einleiten von elektrischem Strom oder bequemes Wiederladen der Fahrzeugbatterie einen ersten Start des Fahrzeuges zu ermöglichen, während ein separates Aufladen des Druckspeichers verhältnismäßig aufwendig und schwierig wäre. Überditr kann durch eine derartige zusätzliche, insbesondere elektrische Anlaßvorrichtung die Dimensionierung von Pumpe und Druckspeicher relativ klein gehalten werden; haufen sich die Anlaßvorgänge, oder benötigt ein Anlaßvorgang wegen einer Motorstörung außergewöhnlich lange Zeit, so greift nach Erschöpfen des Druckspeichers der elektrische Anlasser seinerseits ein und hilft somit, den Fahrzeugmotor zu starten. Es sind demnach die beiden Anlaßvorrichtungen mit einer Steuereinrichtung zu versehen, die nach Entleeren des Druckspeichers automatisch den elektrischen Anlasser in Tätigkeit setzt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der herstellt. Während dieses Vorganges bleibt das Ventil 8
Zeichnung näher erläutert. Der Kurzausdruck »Motor« geschlossen. In der Anlaufphase des Motors, wenn der
bedeutet »Brennkraftmaschine«. Motor noch nicht genügend Leistung abgibt, wird
F i g. 1 zeigt ein schematisehes Blockschaltbild einer dessen Zustand wiederum von der Steuereinheit 18
Startvorrichtung, 5 erfaßt, die veranlaßt, daß das Ventil 8 geöffnet und
Fig.2 zeigt ein Blockschaltbild wie Fig. 1,das durch Ventile 6 und 7 geschlossen werden; hierbei fließt
das Eintragen spezieller Ventile vervollständigt ist, und Druckflüssigkeit über das Ventil 8 wieder zur Hydrau-
F ig. 3 stellt erst die fertige Erfindung dar. Sie zeigt in likeinheit 3, wodurch dieses wiederum leerläuft, um
schematischer Darstellung den Motor eines Straßen- somit dem Motor 1 nicht über Gebühr Leistung zu
fahrzeuges, der mit einer elektrischen und einer io entziehen, bis der Motor seinen Betriebszustand
hydraulischen Anlaßvorrichtung ausgestattet ist, welch erreicht hat, wonach er in der Lage ist, den
letztere auch pneumatisch arbeitend sein kann. Druckspeicher 4 aufzufüllen. Dieser Vorgang braucht
In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild dargestellt. Am nicht unbedingt durch Meßfühler ausgelöst zu werden,
Motor 1 ist einerseits das Getriebe 2 und andererseits die den Betriebszustand des Motors festhalten; vielmehr
die Hydraulikeinheit 3 angeordnet, die sowohl als 15 ist es möglich, durch eine zeitbegrenzende Vorrichtung
Pumpe als auch als Anlaßmotor verwendbar ist. Die das öffnen des Ventils 8 sowie das Umschalten der
Hydraulikeinheit 3 steht mit der Anlaßvorrichtung in gesamten Anlage auf Ladebetrieb von einer Zeit
Verbindung, die aus einem Druckspeicher 4, einem abhängig zu machen, innerhalb deren der Motor mit
Überlaufbehälter 5 sowie den selbsttätig, bzw. durch Sicherheit seinen Betriebszustand erreicht haben wird.
Fernbedienung ansteuerbaren Ventilen 6, 7 und 8 20 Hat der Motor 1 seinen Betriebszustand erreicht, dann
besteht. Weiterhin besteht die Anlaßvorrichiung aus wird das Ventil 8 geschlossen, und die Ventile 6 und 7
einer BedienungscinrichUing 17, deren jeweiliger werden wieder geöffnet; wie bereits oben dargestellt,
Zustand an die Steuereinheit 18 weitergemcldct wird. wird aus dem Überlaufbehälter 5 wieder Hydraulikflüs-
Die Bedienungseinrichtung 17 steht im übrigen in sigkeit über die Hydraulikeinheil 3, die wieder als
üblicher Weise mit dem Motor und mit sonstigen 35 Pumpe wirkt, in den Druckspeicher 4 hincingefördert,
Fahrcinrichtungen in Verbindung. Informationen vom bis dieser gefüllt ist.
Motor, wie beispielsweise Drehzahl, Temperatur und so Bei Verwendung eines inkompressiblcn Druckmediweiter, werden an die Steuereinheit 18 gemeldet. Die ums weist der Druckspeicher 4 zum Speichern der Steuereinheit 18 betätigt, je nach Stellung der potentiellen Energie beispielsweise eine Gasblasc aus Bedienungseinrichtung 17, sowie nach Fahrtzustand, die 30 kompressiblcm Gas oder einen Federkraftspeicher auf. Ventile 6, 7 und 8; darüber hinaus wird der Füllzustand Es kann das gesamte Drucksystem aber auch mit einem des Druckspeichers 4 der Steuereinheit 18 mitgeteilt. komprcssiblcn Druckmedium betrieben werden.
Die Funktion der Anlaßvorrichtung wird im folgen- Die Hydraulikcinheit 3 fördert in Betricbszusiänclcn,
den anhand verschiedener Bctricbszuständc näher in denen ein Druckaufbau nicht nötig oder unerwünscht
erläutert. 35 ist, über eine Kurzschlußlcitung das Druckmedium, ohne
Zunächst wird davon ausgegangen, daß sich der hierbei nennenswert Leistung zu verbrauchen. Ein Motor 1 in Betrieb befindet, während der Druckspeicher Abstellen der Hydraullkcinheit 3 kann aber auch 4 leer ist. In diesem Fall wirkt die Hydraulikeinheit 3 als beispielsweise durch ihr Auskuppeln geschehen, wo-Pumpe, und sie fördert Druckflüssigkeit aus dem durch sie nicht mehr mildem Motor zusammen umläuft; Überlaufbehälter 5 über das Ventil 7, der Darstellung in 40 es ist aber auch möglich, eine Hydraulikeinheil der Zeichnung entsprechend, nach »oben« und nach vorzusehen, die derart verstellbar ist, daß die Förderrechts in Richtung zur Pumpe 3, von dort weiter nach menge dann zu Null wird, wenn die Hydraulikeinheit 3 unten und nach links bis zum Ventil 6; über das Ventil 6 außer Betrieb sein soll; hierbei würde ihr Läufer wird der Druckspeicher 4 beaufschlagt. Das Ventil 8 ist weiterhin umlaufen. Eine derartige Hydraulikcinrich· hierbei geschlossen. Erreicht der Druck im Druckspci- 45 lung wäre beispielsweise eine Pumpe-Anlaßmotor-Hineher 4 seine gewünschte Höhe, wird dieser Zustand an heil mit Verstellscheibe, /.. B.Taumelscheibe,
die Steuereinheit 18 gemeldet. Diese Steuereinheit 18 Die in F i g. 1 dargestellte Ausführungsform isl in veranlaßt, daß dus Ventil 6 den Einlaß zum Druckspci- F i g, 2 nochmals näher erläutert, wobei jeweils die eher 4 abschließt, daß das Ventil 7 schließt und daß das einzelnen Steuerleitungen sowie die uuuclncn Ventile Ventil 8 öffnet. Bei weiter laufendem Motor fördert die 50 explizit aufgeführt sind. Hierbei bilden ein lösbares Hydraulikeinheit 3 in ihrer Eigenschaft als Pumpe Rückschlagventil 11 sowie ein Rückschlagventil 12 die ständig Hydraulikflüssigkeil, die »herüber das geöffnete Ventileinheit 6, das entlastbare Rückschlagventil Ho Ventil 8 wieder zur Hydraulikeinheit 3 zurückfließt, und das Rückschlagventil 12α bilden die Vcntilcinhcit 7, ohne daß hierbei ein Druckgefalle hätte aufgebaut und das Ventil 8 wird von einem verschließbaren werden müssen; die Hydraulikeinheit 3 läuft somit leer, 55 Durchgangsventil gebildet, d.h., sie nimmt nur sehr wenig Leistung auf. Die Anlaß- und Betriebsvorgänge der In P ig. 2
Als zweiter Vorgang wird nun Im folgenden das schematisch dargestellten Anlaßvorrichtung sind die Anlassen beschrieben. Die Drehzahl des Motors 1 und gleichen, wie sie im Zusammenhang mit Fig; I
die Stellung der Bedienungseinrichtung 17 werden an beschrieben sind. Bei Betrieb des Motors 1 fördert die
die Steuereinheit 18 weitergegeben, die ihrerseits die 60 Hydraullkcinheit 3 in ihrer Eigenschaft als Pumpe
drei Ventile 6,7 und 8 betätigt; das Ventil 6 wird derart Hydraulikflüssigkeit zum Rückschlagventil 12, wo es In
geöffnet, daß Druckflüssigkeit aus dem Druckspeicher 4 dieser Richtung ungehindert durchfließen kann. Das
über das geöffnete Ventil 6 nach oben und nach rechts entlastbare Rückschlagventil 11 Ist über die Steuerlei·
zur Hydraulikeinheit 3 fließt, die nunmehr als Hydromo- tung 13 in einer Stellung gehalten, In der es als
tor wirkt und angetrieben wird. Von dort aus fließt die 65 Rückschlagventil wirkt; hierdurch ist die Hydraullkflüs-
Druckflüssigkeit welter zum Ventil 7, das derart sigkeit gezwungen, ind en Druckbehälter 4 :zu fließen,
geöffnet ist, daß es eine Verbindung zwischen der I Herbei wird Druckflüssigkeit aus dem Überlaufbehälter
Hydraullkcinheit 3 und dem Überlaufbehälter 5 5 über das Rückschlagventil 12a ungehindert von der
Hydraulikeinrichtung 3 abgesaugt. Das über die aufgeladen, bis selbsttätig nach Erreichen seines
Steuerleitung 13 zusammen mit dem entlastbaren Nenndruckes über Leitung 9 das Ventil 8 wieder
Rückschlagventil 11 ebenfalls und gleichzeitig entlastba- geöffnet wird und somit die Hydraulikeinrichtung 3
re Rückschlagventil 11 a ist geschlossen, so daß es keine kurzgeschlossen ist.
Hydraulikflüssigkeit in Richtung zum Überlaufbehälter 5 Die oben aufgeführten Ventile können auch durch
5 durchläßt. Während dieses Vorganges ist das Ventil 8 beliebige andere Ventile ersetzt werden, die entweder
geschlossen. Hat der Druckbehälter 4 seinen Nenndruck selbststeuernd sind, wie beispielsweise Druckbegren-
erreicht, wird dieser Zustand über die Steuerleitung 9 zungsventile, die selbsttätig auf das Vorliegen eines
dem Ventil 8 mitgeteilt, das dann selbsttätig öffnet; die bestimmten Druckes ansprechen oder Ventile, die voll
Ventilen, 11a, 12 und 12a bleiben hierbei unverändert. io über die Betätigungseinrichtung 18 ansteuerbar sind. In
Soll der Motor 1 angelassen werden, wird über Fig.3 ist die fertige Erfindung zu sehen; es ist eine
Leitung 15 der Steuereinrichtung 18 gemeldet, daß im kombinierte Anlaßvorrichtung dargestellt, die aus
Druckbehälter genug Druck vorhanden ist; über einem an sich bekannten elektrischen Anlaßmotor
Steuerleitung 14 wird der Steuereinrichtung 18 gemel- besteht, sowie aus einer Anlaßvorrichtung, die in Fig. I
det, daß sich der Motor 1 im Stillstand befindet. Das 15 und 2 geschildert wurde. Bei der erfindungsgemäßen
Ventil 8 wird nun über Kommandoleitung 10 geschlos- Anlaßvorrichtung können die Ventile 6,7 und 8 zu einer
sen. Hiernach werden über die Kommandoleitung 13 die Ventileinheit 21 zusammengefaßt sein. Der Startvor-
entlastbaren Rückschlagventile 11 und 11a gleichzeitig gang wird durch eine Betätigungseinrichtung 17
entlastet, so daß aus dem Druckbehälter 4 Hydraulik- ausgelöst. Die Steuereinrichtung 18 stellt hierbei über
flüssigkeit über das Ventil 11 zur als Anlaßmotor 20 die Leitung 15 fest, ob der Druckbehälter 4 zum Starten
wirkenden Hydraulikcir.heit 3 fließen kann; von hier aus den nötigen Druck aufweist, ist genügend Druck
strömt die Hydraulikflüssigkeit entspannt weiter über vorhanden, dann läuft der Startvorgang ab, wie unter
das ebenfalls entlastete Rückschlagventil Ua und F i g. t und 2 beschrieben. Liegt nicht genügend Druck
gelangt von dort aus in den Behälter 5. Hat der Motor vor, dann wird die Batterie 20 auf den elektrischen
nun seine Startdrehzahl erreicht, die als Signal zum 25 Anlassermotor 19 aufgeschaltet, der den Motor antreibt.
Abschluß des Startvorganges dient, wird dieses über Gleichzeitig stellt ein Meßfühler 22 die Motordrehzahl
Leitung 14 der Steuereinrichtung 18 mitgeteilt, die fest, dessen Ausgangswerte zusammen mit dem
ihrerseits das Ventil 8 über Steuerleitung 10 öffnet und Ausgangswert des Temperaturfühlers 24 der Steuerein-
anschließend über Steuerleitung 13 die Ventile U und richtung 18 mitgeteilt wird. Unabhängig hiervon wird
Ha schließt. Hat der Motor seinen Betriebszustand 30 über Leitung 23 dem Motor der Zündstrom zugeführt,
erreicht, teilt er diesen Umstand wiederum über Eine ähnliche Einrichtung ist in gleicher Weise auch für
Steuerleitung 14 der Steuereinheit 18 mit, die ihrerseits Dieselmotoren möglich; hierbei würde dem Motor über
über Leitung 10 das Ventil 8 schließt. Hiernach wird, wie die Leitung 23 elektrische Energie zum Vorwärmen
oben beschrieben, der Druckspeicher 4 solange zugeführt.
Hierzu 2 Blatt 2Icichnungcn

Claims (10)

1 . . 2 Patentansprüche: r. Die Erfindune bezieht sich auf dne ,5S
1. Durch Druckmittel betriebene, für Fahrzeug- Brennkraftmaschinen, wie sie herkömmlicherweise Brennkraftmaschinen bestimmte Anlaßvorrichtung bei Fahrzeugen und insbesondere bei Straßenfahrzeug mit einem Druckmittelspeicher zur Lieferung der 5 gen Anwendung finden, benötigen eine Anlaßvomch-Anlaßenergie, ferner mit einer von der Brennkraft- tung, die bei Stillstand der Brennkraftmaschine diese in maschine zumindest zeitweise angetriebenen Pumpe Bewegung versetzen; der weitere Betneb der Brennzum Auffüllen des Druckmittelspeichers und mit kraftmaschine erfolgt hiernach selbsttätig. Man verwenautomatischen Mitteln sowohl zum Anlassen in det als Energiequelle hierfür normalerweise die Batterie Abhängigkeit von der Betätigung der Bedienungs- io der elektrischen Zündanlage, wobei während der Fahrt einrichtung, z.B. des Gaspedals, als auch zum über einen elektrischen Generator die für den Abstellen der Brennkraftmaschine bei Halt des, Startvorgang von der Batterie entnommene Energie Fahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, daOi wieder zurückgespeichert wird.
in an sich bekannter Weise ein Anlaß-Druckmittel- In Hinsicht auf die immer größere Luftverschmut-
motor (3) vorgesehen ist, der zugleich als Pumpe (3) is zung, die insbesondere in Ballungsgebieten und dort bei zum Auffüllen des Druckmittelspeichers (4) dient, zähflüssigem Verkehr droht, ist es notwendig, dafür zu und daß Einrichtungen (18) vorgesehen sind, die bei sorgen, daO die Motoren von Brennkraftmaschinen Erschöpfung des Druckmittelspeichers (4) selbsttätig während des Stillstandes des Fahrzeuges abgeschaltet auf Anlaßbetrieb mit elektrischem Anlaßmotor (19) werden; insbesondere Fahrzeuge wie beispielsweise umschalten(Fig.3). »Omnibusse, die durch das Anfahren von Haltestellen
2. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ohnehin verhältnismäßig lange Standzeiten bei verhältgekennzeichnet, daß die Pumpe (3) in der Weisß nismäßig kurzen Fahrzeiten aufweisen, würden vorteildimensioniert ist, daß der Brennkraftmaschine (1) im hafterweise im intermittierenden Betrieb zur Reinhalkurzer Zeit die für das Anlassen notwendige Energie tung der Luft sowie zum Verringern des Brennstoffverentnehmbar und im Druckmittelspeicher (4) einspeii- ^5 brauches dadurch beitragen, daß sie bei den jeweiligen cherbar ist. Standzeiten die Motoren abstellen. Bei den herkömmli-
3. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, chen Startanlagen ist dies aber nur im begrenzten Maße dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (3) selbsttä- möglich, da die Kapazität einer herkömmlichen Batterie tig abschaltbar bzw. auf Leerlauf umschlatbar ist, zwar die Energie für mehrere Startvorgänge hintereinsobald ausreichende Anlaßenergie im Druckmittel- 30 ander speichern kann, aber anschließend verhältnismäspeicher (4) eingespeichert ist. ßig lange Zeit benötigt, um die abgegebene Energie
4. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, wieder einzuspeichern. Bei Omnibussen wäre ein dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienungseinrich- intermittierender Betrieb mit Motorstillstand also nur tung (17) Zusatzeinrichtungen zur Feststellung des möglich, wenn es gelingt, durch verhältnismäßig lange jeweiligen Betätigungszustandes der Bedienungsein- 35 Laufzeiten des Motors der Batterie die Möglichkeit zu richtung (17) aufweist und daß der jeweilige geben, wieder einen hinlänglich hohen Ladezustand zu Betätigungszustand in Form entsprechender Signale erreichen. Die bekannten Verfahren zum Schnelladen einer Steuereinrichtung (18) zuleitbar ist. weisen überdies den Nachteil auf, daß sie außerordent-
5. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, lieh batterieschädigend sind.
dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung des 40 Nun sind allerding durch Druckmittel betriebene, für Betriebszustandes der Brennkraftmaschine (1) zu- Fahrzeug-Brennkraftmaschinen bestimmte Anlaßvorsätzliche Meßfühler (22, 23, 24) vorgesehen sind, richtungen bereits bekannt, die einen Druckmittelspeideren Ausgänge mit einer Steuereinrichtung (18) eher zur Lieferung der Anlaßenergie aufweisen, ferner verbunden sind. eine von der Brennkraftmaschine zumindest zeitweise
6. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, 45 angetriebene Pumpe zum Auffüllen des Druckmitteldadurch gekennzeichnet, daß im Falle eines erhöh- Speichers sowie automatische Mittel sowohl zum ten Leistungsbedarfs beim Fahrbetrieb mittels der Anlassen in Abhängigkeit von der Betätigung der Steuereinrichtung (18) ein Signa! zur Unterbrechung Bedienungseinrichtung, z. B. des Gaspedals, als auch der Leistungsabnahme der Pumpe (3) erzeugt wird, zum Abstellen der Brennkraftmaschine bei Halt des
7. Anlaßvorrichtung für Fahrzeuge mit bereits 5«> Fahrzeugs.
vorhandenem hydraulischem oder pneumatischem Hiervon ausgehend besteht ein erster Teil der
System, nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekenn- gestellten Aufgabe darin, statt der bei der bekannten zeichnet, daß die Anlaßvorrichtung mit dem im Vorrichtung erfolgenden Einleitung von Druckluft in Fahrzeug vorhandenen System gekoppelt wird. einen oder mehrere Arbeitszylinder einen Druckmittel-
8. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch 55 motor als Anlaßmotor zu verwenden und trotz den iocr gekennzeichnet, daß ein Sicherheitsventil zur Be- benötigten Druckmittelpumpe zu einer einfachen unc grenzung der Energieentnahme aus dem im preiswerten Lösung zu gelangen. Der Rest dei Fahrzeug vorhandenen hydraulischen bzw. pneuma- gestellten Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dal tischen System vorgesehen ist. sich bei Erschöpfung des Druckspeichers keine Anlaß
9. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, 60 Schwierigkeiten ergeben.
dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (3) hinsieht- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelös
lieh ihrer Pumpleistung variabel ist. daß in an sich bekannter Weise ein Anlaß-Druckmittel
10. Anlaßvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch motor vorgesehen ist, der zugleich als Pumpe zur gekennzeichnet, daß die Einstellung der jeweiligen Auffüllen des Druckmittelspeichers dient, und da Pumpleistung der Pumpe (3) automatisch durch die 65 Einrichtungen vorgesehen sind, die bei Erschöpfung de Steuereinrichtung (18) in Abhängigkeit vom jeweih- Druckmittelspeichers, selbsttätig auf Anlaßbetrieb m gen Speicherzustand des Speichers (4) erfolgt. elektrischem Anlaßmotor umschalten.
In Ausgestaltung de: Erfindung ist es möglich, üb(
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DE2440446A1 DE2440446A1 (de) 1976-03-11
DE2440446B2 DE2440446B2 (de) 1976-12-16
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