DE2139001C - Verfahren zur Arbeitspunktregelung einer Avalanche Fotodiode - Google Patents
Verfahren zur Arbeitspunktregelung einer Avalanche FotodiodeInfo
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Description
dem Steuerei'gang der eigentlichen Regelschal- 30 einem vorgegegebenen Arbeitspunkl. der sich durch
tung (RG) zugeführt wird. einen maximalen Multiplikationsgrad der Fotodiode
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch bei wenigstens annähernd optimalem Signal-Rauschgekennzcichnet, daß die elektrische Hilfsgröße verhältnis ausgezeichnet, über eine eingeführte clek-
lediglich während vorgegebener Pausen des Si- trische Hilfsgröße gemessen wird und die gemessene
gnalempfangs in der Fotodiodenschaltung in Er- 35 Hilfsgröße als Regelkriterium zur Steuerung der den
scheinung tritt und daß die geregelte elektrische Arbeitspunkt der Fotodiode festlegenden elektrischen
Betriebsgröße während des Signalempfangs kon- Betriebsgröße im Sinn einer zeitlichen Konstanz des
stant gehalten wird. dynamischen Innenwiderstands vorgesehen wird.
Der Erfindung liegt die neue Erkenntnis zu-40 gründe, daß sich der dynamische Innenwiderstand
der Fotodiode im gewünschten Arbeitspunkt in Abhängigkeit der Temperatur nahezu nicht ändert und
somit ein ausgezeichnetes Kriterium für die Arbeits-Halbleiter-Fotodioden haben als Detektor in opti- punktregelung darstellt.
sehen Empfängern wesentliche Vorzüge gegenüber 45 Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach
Folomultipliern. Diese Vorzüge sind insbesondere der Erfindung ist die elektrische Hilfsgröße eine
in ihren kleinen Abmessungen uwd in der relativ ein- Wechselspannung, deren Freqenz außerhalb des Sifachercn Spannungsversorgung zu sehen. Darüber gnalfrequenzbereiches des optischen Empfängers
hinaus haben derartige Halbleiterdioden im nahen liegt. Hierbei wird die dem dynamischen Inneninfrarot einen um Größenanordnungen besseren 50 widerstand entsprechende Hilfsgröße frequenzselek-Quantenwirkungsgrad als Fotomultiplier. Besondere tiv an geeigneter Stelle der Fotodiodenschaltung abBedeutung haben in diesem Zusammenhang Ava- genommen und gegebenenfalls nach einer ausreichenlanchc-Fotodioden auf Grund ihrer Verstärkungs- den Verstärkung dem Steuereingang der eigentlichen
eigenschaften erhalten. Regelschaltung zugeführt.
hohem Maße vom Arbeitspunkt abhängig, in dem die optischen Signal ist, ist es zweckmäßig, die elek-
sagt werden, daß der Arbeitspunkt dann richtig ge- 60 Pausen des Signalempfangs in der Fotodiodenschal-
wählt ist, wenn die Fotodiode bei einem möglichst tung in Erscheinung treten zu lassen und die geregelte
großen Multiplikationsgrad ein optimales Signal- elektrische Betriebsgröße während des Signalemp-
kationsgrad als auch das Signal-Rauschverhältnis An Hand eines Ausführtwigsbeispiels, das in der
stark von der Temperatur abhängig sind, besteht die 65 Zeichnung dargestellt ist, soll die Erfindung im fol-
den — in geeigneter Weise zu regeln. F i g. 1 ein Kennlinendiagramm einer Fotodiode,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel in schemaüscher
Darstellung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist über der Spannung U in Volt der
Strom I in μΑηιρ einer Fotodiode bei einer mittleren
Temperatur um 25 ' aufgetragen. Der Arbeitspunkt A ist für 38 V bei einem Strom von 2Ou Amp festgelegt.
Der dynamische Widerstand Rd im Arbeitspunkt A ist in Form der Tangente an die Kennlinie im Arbeitspunkt
A zum Ausdruck gebracht. Wie das Diagramm nach Fig. 1 erkennen läßt, ist der Arbeitspunkt Λ oberhalb des Kennlinienknicks im steil ansteigenden
Ast festgelegt. Dieser Arbeitspunkt entspricht einem Multiplikationsgrad, der knapp unterhalb
des Maximums des Multiplikationsgrads der Fotodiode liegt. Mit einer Verschiebung des Arbeitspunkts A in Richtung des steil ansteigenden Astes
würde der Multiplikationsgrad noch etwas zunehmen und anschließend wieder abfaMen. Die Wahl des Arbeitspunkts
A unterhalb des Maximums des Multiplikationsgrads ist dadurch begründet, daß sich an
dieser Stelle für die Fotodiode ein optimales Signal-Rauschverhältnis ergibt. Durch die erfindungsgemäße
Regelung des Arbeitspunktes A über den dynamischen Innenwiderstand Rd läßt sich erreichen, daß in
einem weiten Temperaturbereich ein möglichst großer Multiplikationsgrad bei optimalem Signal-Rauschverhältnis
wenigstens annähernd erhalten bleibt.
Die Regelung des Arbeitspunktes über den dynamischen Innenwiderstand läßt sich, wie an Hand der
F ig. 2 nunmehr gezeigt werden soll, in außerordentlich einfacher Weise durchführen.
In Fig. 2 bedeutet D die Fotodiode, der über den
geregelten Gleichspannungserzeuger RG und den Vorwiderstand Rv die den Arbeitspunkt bestimmende
Vorspannung zugeführt wird. Per Gleichstromkreis schließt sich über den auf der Ausgangsseite der
Fotodiode D gegen Bezugspotential geschalteten Verbraucherwiderstand Rl. Die am Verbraucherwiderstand
Rl abfallende Signalspannung wird über den selektiven Verstärker Vl am Ausgang α zur Verfügung
gestellt. Der selektive Verstärker Vl beinhaltet praktisch einen Hochpaß, der die hochfrequenten
detektieren Signale, beispielsweise oberhalb 1 MHz, durchläßt. Die Tür die Arbeitspunktregelung
erforderliche elektrische Hilfsgröße erzeugt der Hilfsgenerator HG. der beispielsweise eine
Schwingung mit einer Frequenz \on 1OkH/. liefen. Der Hilfsgenerator HG ist über den Koppelkondcnsator
Cl auf Seilen des geregelten Gleichspanniins serzeuuers
RCi an die Fotodiode /) angeschaltet. Der
gemeinsame Verbindungspunkt, der Fotodiode /).
ίο des Vorwiderslands Rv und de>
Koppelkondensators C i ist wechsclslrommäßig über den Koppelkondensator
C 2 an Bezugspotential gelegt. Der Spannungsabfall der IÜ-kHz-Schwingung des Hilfsgenerators
HG am Lastwiderstand Rl wird \om selektiven Verstärker VI abgenommen und dem Sieuereing;ing des
geregelten Gleiehspannungier/eugers Rd zugeführt. Die Regelung arbeitet so. daß der Spannungsabfall
der 10-kHz-Schwingung des Hilfsgenerators HG am Verbraucherwiderstand Rl . eitlich konstant gehalten
wird, was einer Konstanz de1" dynamischen Innenwiderstands
der Fotodiode D entspricht.
Wie F i g. 2 erkennen läßt, ist in unterbrochener Linie im Verbindungsweg zwischen dem Koppel-Kondensator
C1 und dem Hilfsgenerator HG ein steuerbarer Schalter S angeordnet, der von einem
Steuerkontakt T betätigt wird. Damit soll eine Variante der Schaltung nach F i g. 2 angedeutet werden,
derart, daß die 10-kHz-Schwingung des Hilfsgenerators HG lediglich zu bestimmten, durch den
Takt T vorgegebenen Zeiten an der Fotodiode D wirksam werden kann. In diesem Fall weist der geregelte
Gleichspannungserzeuger RG eingangsscitig einen Speicher auf, der die vom Verstärker V 2 empfangene
Regelinformation so lange festhält, bis eine weitere Information eintrifft. Auf diese Weise ist es
möglich, die Regelung auf solche Zeiträume zu beseht änkcn, in denen kein Signal empfangen wird.
Handelt es sich bei der dargestellten Schaltung um den optischen Empfänger eines Laser-Entfernungsmessers,
der im impulsbetrieb arbeitet, so kann als Steuertakt T für den Schalter 5 der Steuertakt für die
Torschaltung auf der Sendeseite des Laser-Entfernungsmessers herangezogen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Arbeitspunktregeluna einer regelung von Fotodioden bekanntgeworden. Die tem-Avalanche-Fotodiode
als Detektor in einem opti- 5 pe"raturabhängige Arbeitspunktreglung ist genügend.
sehen Empfänger, insbesondere eines optischen weil sie keine optimale Arbeitspunkteinstellung üher
Empfängers für einen Laser-Entfernungsmesser. den Temperaturbereich hinweg gewährleistet. Dic
dadurch gekennzeichnet, daß der dyna- Verwendung einer Eichlichtquclle als Bezugssigna!
mische Innenwiderstand der Fotodiode (D) bei für den optischen Empfänger führt ebemalls lüclv.
einer mittleren Betriebstemperatur in einem vor- io zum Ziel, weil das optische Signal-Rauschverhültniv
gegebenen Arbeitspunkt (A). der sich durch einen bezogen auf den von der Temperatur abhängigen jemaximalen
Multiplikationsgrad der Fotodiode bei weils günstigsten Arbeitspunkt, nicht konstant im.
wenigstens annähernd optimalem Signal-Rausch- Aucii die in der genannten Literaturstelle weiterhin
verhältnis auszeichnet, über eine eingeführte elek- angegebene Arbeitspunktregelung in Abhängigkeit
trnche Hilfsgröße gemessen wird und die gemes- 15 der Anzahl von auftretenden Rauschimpulsen in d:\
sene Hilfsgröße als Regelkriterium zur Steuerung Zeiteinheit am Ausgang des Empfängers ermöglich!
der den Arbeitspunkt der Fotodiode festlegenden k^ne optimale Arbeitspunktregelung der Fotodiode,
elektrischen Betriebsgröße im Sinne einer zeit- weil in eine solche Regelung Störgrößen (einfallenliehen
Konrfanz des dynamischen Innenwider- des Streulicht) miteinbezogen sind, die mit der cigentstand \J) vorgesehen wird. 20 liehen Schaltung unmittelbar nicht zu tun haben.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch ge- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für
kennzeichnet, daß die elektrische Hilfsgröße eine eine Fotodiode eine weitere Möglichkeit zur Arbeits-
Wechselspannung ist, deren Frequnez außerhalb punktregelung aufzuzeigen, die bei geringem Auf-
des Signalfrequenzbereiches des optischen Emp- wand für den Regelkreis eine über den Refolbereich
fängers liegt und daß die dem dynamischen 25 wenigstens annähernd optimale Arbeitspunkteinstel-Innenwiderstand (Rd) entsprechende Meß-Hilfs- lung gewährleistet.
größe frequenzselektiv an geeigneter Stelle der - Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
Fotodiodenschaltung abgenommen und gegebe- gelöst, daß der dynamische Innenwiderstand der
nenfalls nach einer ausreichenden Verstärkung Fotodiode bei einer mittleren Betriebstemperatur in
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2139001A DE2139001B1 (de) | 1971-08-04 | 1971-08-04 | Verfahren zur Arbeitspunktregelung einer Avalanche Fotodiode |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2139001C true DE2139001C (de) | 1973-08-16 |
Family
ID=
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