DE20201655U1 - Verbundfolie für Verpackungen sowie Verpackung bestehend aus einer solchen Verbundfolie - Google Patents

Verbundfolie für Verpackungen sowie Verpackung bestehend aus einer solchen Verbundfolie

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Description

04.02.2002 00216-02 T/sh
Tesseraux Spezialverpackungen GmbH D-68642 Bürstadt
Verbundfolie für Verpackungen sowie Verpackung bestehend aus einer solchen
Verbundfolie
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbundfolie für Verpackungen zur Heißabfüllung von reaktiven Produkten, insbesondere von Hot-Melt-Klebern, wobei sie aus einem mehrlagigen Folienverbund besteht. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Verpackung zur Heißabfüllung von reaktiven Produkten, die aus einer solchen Verbundfolie besteht.
Schmelzkleber auf Polyurethanbasis, sogenannte Hot-Melt-Kleber, werden gerne in Rundbödenbeuteln verpackt. Ein Problem besteht jedoch darin, dass der Hot-Melt bei einer Temperatur von über 1300C abgefüllt wird. Insofern muss die Verpackung bzw. die Verbundfolie, aus der sie besteht, entsprechend hitzebeständig sein. Andererseits soll die Verpackung sowie die hierzu verwendete Verbundfolie eine gute Flexibilität besitzen, was jedoch nur schwer mit der erforderlichen Temperaturbeständigkeit zu vereinen ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Verbundfolie sowie eine verbesserte Verpackung der eingangs genannten Art zu schaffen, die Nachteile des Standes der Technik vermeiden und letzteren in vorteil-
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hafter Weise weiterbilden. Vorzugsweise soll eine Verbundfolie geschaffen werden, die ausreichende Hitzebeständigkeit, die das Abfüllen von Hot-Melt erlaubt, mit hoher Flexibilität verbindet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Verbundfolie gemäß Anspruch 1 gelöst. Hinsichtlich der Verpackung wird die genannte Aufgabe durch eine Verpackung gemäß Anspruch 11 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Es ist also erfindungsgemäß vorgesehen, dass der mehrlagige Folienverbund zwei Kunststoff lagen sowie eine dazwischenliegende, mit den beiden Kunststofflagen verbundene Metalllage aufweist, wobei zumindest eine der beiden Kunststofflagen aus einer Polypropylenfolie besteht. Überraschenderweise gibt dieser spezielle Schichtaufbau der Verbundfolie einerseits die ausreichende Hitzebeständigkeit und andererseits eine erstaunliche Flexibilität, die eine leichte Verarbeitung der Folie und Handhabung der daraus bestehenden Verpackungen erlaubt. Die Verbundfolie besteht also insbesondere aus einem dreilagigen Folienverbund, dessen Außenseite von den beiden Kunststofflagen gebildet wird, die eine Aluminiumschicht sandwichartig umschließen.
In Weiterbildung der Erfindung können beide Kunststofflagen aus einer PP-Folie bestehen. Die Verbundfolie besteht in diesem Fall aus einem Polypropylen-Aluminium-Polypropylen-Sandwich. Die doppelseitige Beschichtung der Aluminiumlage mit Polypropylen erlaubt es, die Verbundfolie einfach weiterzuverarbeiten, insbesondere mit weiteren Folienstücken zu versiegeln. Das Polypropylen ist leicht zu schmelzen und verklebt hervorragend mit angrenzenden Verpackungsteilen.
Eine weitere bevorzugte Ausführung der erfindungsgemäßen Verbundfolie besteht darin, dass von den beiden Kunststofflagen eine aus einer Polypropylenfolie und die andere aus einer PET-, d. h. Polyethylenterephthalat-Folie besteht. Die dementsprechend aus einem Polypropylen-Aluminium-Polyethylenterephthalat-Sandwich bestehende Verbundfolie vereint damit die positiven Eigenschaften von
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PET und PP, insbesondere bei entsprechender Verarbeitung in einer Verpackung, d. h. Beachtung von Außen- und Innenseite.
Vorzugsweise sind die beiden außenliegenden Kunststofflagen mit der Aluminiumlage mittels eines Kaschierklebers verbunden. Insbesondere kann ein Kaschierkleber auf PUR-Basis Verwendung finden.
Die Verbundfolie ist hinsichtlich der Dicke ihrer Schichten nicht auf bestimmte Maße eingeschränkt. Die Schichten der Verbundfolie als solche sowie die Verbundfolie insgesamt können verschiedene Dicken besitzen. Gemäß einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die beiden Kunststofflagen jeweils eine größere Dicke als die Aluminiumlage besitzen. Die Kunststofflagen selbst können verschiedene Dicken aufweisen, insbesondere je nach Material. Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Polypropylen-Schicht mindestens fünfmal, vorzugsweise siebenmal so dick wie die Aluminiumlage. Die PET-Schicht kann um mindestens 20 % dicker sein als die Aluminiumlage. Vorzugsweise ist sie etwa 4/3mal so dick wie die Aluminiumlage.
Wie bereits erwähnt, können die Schichtdicken grundsätzlich variieren. Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung kann die bzw. können die Polypropylen-Kunststofflagen jeweils eine Dicke im Bereich von 50 bis 90 &mgr;&eegr;&eegr;, vorzugsweise etwa 60 bis 80 &mgr; besitzen. Die PET-Kunststofflage kann eine Dicke im Bereich von 5 bis 20 &mgr;, vorzugsweise etwa 10 bis 15 &mgr; besitzen.
Die Aluminiumlage kann 5 bis 15 &mgr;&igr;&tgr;&igr;, vorzugsweise etwa 7 bis 11 &mgr;&igr;&eegr; dick ausgebildet sein. In Abhängigkeit der Foliendicke bzw. der Schichtdicke des Folienverbunds kann die Verbundfolie unterschiedliche Flächengewichte besitzen. Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist der Folienverbund derart aufgebaut, dass die Verbundfolie im Falle eines Polypropylen-Aluminium-Polypropylen-Sandwiches ein Flächengewicht von 100 bis 200 g/m2, vorzugsweise etwa 130 bis 170 g/m2 aufweist. Im Falle eines Polypropylen-Aluminium-Polyethylenterephthalat-
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Sandwiches kann die Verbundfolie vorzugsweise ein Flächengewicht von 75 bis 150, vorzugsweise 100 bis 120 g/m2 besitzen.
Die Gesamtdicke der Verbundfolie kann in Weiterbildung der Erfindung im Bereich von etwa 50 bis 190 Mm, vorzugsweise 80 bis 175 \im betragen. Bei einem Folienaufbau, bei dem beide Kunststofflagen aus PP bestehen, kann die Gesamtfoliendicke etwa 140 bis 170 pm betragen. Bei einem Polypropylen-Aluminium-Polyethylenterephthalat-Sandwich kann die Gesamtdicke etwa 85 bis 115 pm betragen. Die Abweichung der Gesamtdicke von der Summe der Schichtdicken ergibt sich durch die Herstellung des Folienverbunds, insbesondere durch das Kaschieren der Aluminiumlage unter Zuhilfenahme eines Kaschiermittels, das die Kunststofflagen mit der Aluminiumlage verbindet.
Hinsichtlich der Verpackung besteht eine bevorzugte Ausführung der Erfindung darin, dass die Verpackung aus unterschiedlich aufgebauten Verbundfolienstücken besteht. Insbesondere kann ein Verpackungsboden aus einer Verbundfolie bestehen, bei der beide Kunststofflagen aus Polypropylen bestehen. Das mit dem Boden verbundene Mantelstück der Verpackung hingegen besteht vorzugsweise aus einer Verbundfolie, die eine Polypropylen-, eine Aluminium- sowie eine Polyethylenterephthalat-Lage besitzt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Verpackung in Form eines Rundbodenbeutels zur Heißabfüllung von Hot-Melt-Klebern in einer schematischen, perspektivischen Darstellung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das für den Mantel der Verpackung aus Figur 1 verwendete Folienstück, und
Fig. 3 einen Querschnitt durch das für den Boden der Verpackung aus Figur 1 verwendete Folienstück.
Wie Figur 1 zeigt, besteht der Rundbodenbeutel 1 zum Verpacken von Hot-Melt aus einem Bodenstück 2, das mit einem etwa zylindrischen Mantel 3 verbunden ist, insbesondere versiegelt ist. In an sich bekannter Weise kann in die Verpackung 1 in Form des Rundbodenbeutels Hot-Melt-Kleber abgefüllt werden.
Die Verbundfolie, die den Mantel 3 bildet, besitzt den in Figur 2 gezeigten Aufbau. Der Folienverbund besteht aus einer mittleren Schicht 4, die sandwichartig auf beiden Seiten mit einer Kunststofflage kaschiert ist. Die Außenseite des Mantels 3, d. h. die in Figur 2 linke Kunststofflage 5, ist eine PET-Schicht. Die gegenüberliegende Kunststofflage 6, die die Innenseite des Mantels 3 bildet, besteht hingegen aus Polypropylen. Die beiden Kunststofflagen 5 und 6 sind mittels eines Kaschierklebers auf PUR-Basis mit der Aluminiumlage 4 verklebt.
Wie Figur 2 zeigt, besitzen die verschiedenen Lagen bzw. Schichten der Verbundfolie unterschiedliche Dicken. Wie bereits erwähnt, können die Dicken variieren. In der gezeichneten, bevorzugten Ausführungsform besitzt die PET-Schicht 5 eine Dicke von etwa 12 pm, die Aluminiumlage 4 eine Dicke von etwa 9 pm sowie schließlich die Polypropylenlage 6 eine Dicke von etwa 70 pm. Die insgesamte Dicke der Verbundfolie beträgt in der gezeichneten Ausführung etwa 98 pm.+/-10 %. Dies entspricht nicht der Summe der Schichtdicken, was an den Klebeschichten 7 zwischen den beiden Kunststofflagen 5 und 6 und der Aluminiumlage 4 liegt.
Der Boden 2 des Rundbodenbeutels 1 aus Figur 1 besitzt den in Figur 3 gezeigten Schichtaufbau. Eine mittig angeordnete Aluminiumlage 4 ist beidseitig mit jeweils einer Kunststofflage 6 und 8 kaschiert. Beide Kunststofflagen 6 und 8 bestehen aus einer Polypropylenfolie, die mittels eines Kaschierklebers 7 auf PUR-Basis mit der Aluminiumlage 4 verklebt sind. In der gezeichneten Ausführungsform besitzt die Aluminiumlage 4 eine Schichtdicke von etwa 9 pm. Die beiden Kunststofflagen 8 und 6 besitzen jeweils eine Dicke von 70 pm. Die Gesamtdicke der Verbundfolie beträgt in der gezeichneten Ausführungsform etwa 155 pm +/-10 %.

Claims (12)

1. Verbundfolie für Verpackungen (1) zur Heißabfüllung von reaktiven Produkten, insbesondere von Hot-Melt-Klebern, wobei sie aus einem mehrlagigen Folienverbund besteht, der zwei Kunststofflagen (5, 6; 6, 8) sowie eine dazwischenliegende, mit den beiden Kunststofflagen (5, 6; 6, 8) verbundene Metalllage (4) aufweist, wobei zumindest eine der beiden Kunststofflagen (6; 6, 8) aus einer Polypropylenfolie besteht.
2. Verbundfolie nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Metalllage aus einer Leichtmetallfolie, insbesondere Aluminiumfolie, besteht.
3. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei beide Kunststofflagen (6, 8) aus einer Polypropylenfolie bestehen.
4. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, wobei die beiden Kunststofflagen (5, 6) aus einer Polypropylenfolie (6) und einer Polyethylenterephthalat-Folie (5) bestehen.
5. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sie aus einem dreilagigen Folienverbund besteht, dessen Außenseiten von den beiden Kunststofflagen (5, 6; 6, 8) gebildet sind.
6. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kunststoffiagen (5, 6; 6, 8) mit der Metalllage (4) mittels eines Kaschierklebers auf PUR-Basis verklebt sind.
7. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die beiden Kunststoffiagen (5, 6; 6, 8) eine größere Dicke als die Metalllage (4) besitzen.
8. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die oder jede Polypropylenkunststofflage (6, 8) jeweils eine Dicke im Bereich von 50 bis 90 µ, vorzugsweise etwa 60 bis 80 µ besitzt, die PET-Kunststofflage (5) eine Dicke im Bereich von 5 bis 20 µ, vorzugsweise etwa 10 bis 15 µ besitzt und/oder die Metalllage (4) eine Dicke im Bereich von 5 bis 15 µ, vorzugsweise etwa 7 bis 11 µ besitzt.
9. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Folienverbund derart aufgebaut ist, dass die Verbundfolie ein Flächengewicht von 100 bis 200 g/m2, bei einem Polypropylen-Aluminium-Polypropylen-Verbund vorzugsweise etwa 130 bis 170 g/m2 und/oder bei einem Polypropylen- Aluminium-Polyethylenterephthalat-Verbund vorzugsweise etwa 90 bis 130 g/m2 besitzt.
10. Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Folienverbund derart aufgebaut ist, dass die Verbundfolie eine Gesamtdicke von etwa 50 bis 190 µm, vorzugsweise 80 bis 175 µm, bei einem Polypropylen- Aluminium-Polypropylen-Verbund insbesondere etwa 140 bis 170 µm sowie bei einem Polypropylen-Aluminium-Polyethylenterephthalat etwa 85 bis 115 µm besitzt.
11. Verpackung zur Heißabfüllung von reaktiven Produkten, bestehend aus zumindest einer Verbundfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Verpackung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei sie einen Boden (2) aus einer Folie nach Anspruch 3 sowie einen mit dem Boden (2) verbundenen Mantel (3) aus einer Folie nach Anspruch 4 aufweist.
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