DE202004014161U1 - Reibbelag mit verdeckter Prägung - Google Patents
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Abstract
Reibbelag
(1) für
ein Fahrzeug, wobei der Reibbelag (1) eine Belagträgerplatte
(2) mit einer darauf aufgepreßten
Reibschicht (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
einem Abschnitt (6) der Reibschicht (3) und einem dem Abschnitt
der Reibschicht zugewandten Oberflächenabschnitt der Belagträgerplatte
(2) eine von außen
nicht sichtbare dünne
Kontrastschicht eingebracht ist, wobei die dünne Kontrastschicht eine vorgegebene
Struktur aufweist, die zu Identifizierung des Reibbelags geeignet
ist, wobei die Kontrastschicht so ausgebildet ist, daß sie bei
einem Durchstrahlen des Reibbelags mit einer vorgegebenen Strahlung-sart
ein ihre Struktur wiedergebendes Abbilds erzeugt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Reibbelag für ein Fahrzeug, wobei der Reibbelag eine Belagträgerplatte mit einer darauf aufgepreßten Reibschicht aufweist.
- Derartige Reibbeläge werden in großem Umfang bei Fahrzeugen, insbesondere in der Automobilindustrie, in Bremsen (Scheibenbremsen und Trommelbremsen) eingesetzt. Üblicherweise wird die Belagträgerplatte auf ihrer Rückseite mit einer Beschriftung oder Prägung versehen, die beispielsweise den Typ der Belagträgerplatte, bestimmte Eigenschaften der Belagträgerplatte und/oder den Hersteller (beispielsweise durch Aufprägen einer Marke) identifiziert.
- Einige Hersteller von Kraftfahrzeugen tendieren in jüngster Zeit dazu, identische Reibbeläge in mehreren Fahrzeugplattformen einzusetzen und fordern von dem zuliefernden Reibbelaghersteller das Fortlassen kennzeichnender Prägungen auf Belagträgerplatten solcher universell einsetzbarer Reibbeläge. Dies erschwert wiederum die Identifizierung der Reibbeläge. Beispielsweise kann in einem Fall einer Reklamation nicht mehr auf einfache Weise festgestellt werden, von wem der Reibbelag gefertigt worden ist.
- Um dennoch eine Identifizierung zu ermöglichen, wäre es beispielsweise denkbar, die Reibschicht oder eine zwischen der Reibschicht und der Oberseite der Belagträgerplatte aufgebrachte Zwischenschicht in einer für den Hersteller spezifischen Weise einzufärben. Dies wird jedoch durch die eingeschränkte Zahl der zur Verfügung stehenden Materialien erschwert und bietet nur eine geringe Zahl möglicher Identifizierungsinformationen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine die Forderungen der Abnehmer/Fahrzeughersteller erfüllende, aber dennoch eine Identifizierung der Reibbeläge ermöglichende Kennzeichnung des Reibbelags zu schaffen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Reibbelag mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 bzw. einen Reibbelag mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 4 gelöst.
- Bei einer ersten Ausführungsform ist ein Reibbelag der eingangs genannten Art dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem Abschnitt der Reibschicht und einen dem Abschnitt der Reibschicht zugewandten Oberflächenabschnitt der Belagträgerplatte eine von außen nicht sichtbare dünne Kontrastschicht eingebracht ist. Die dünne Kontrastschicht weise eine vorgegebene Struktur auf, die zu einer Identifizierung des Reibbelags geeignet ist. Die Kontrastschicht ist so ausgebildet, daß sie bei einem Durchstrahlen des Reibbelags mit einer vorgegebenen Strahlungsart ein ihre Struktur wiedergebendes Abbild erzeugt. Eine zweite Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß auf einem der Reibschicht zugewandten Oberflächenabschnitt der Belagträgerplatte eine von der Reibschicht verdeckte Marke in die Belagträgerplatte eingeprägt ist, wobei die Marke zu einer Identifizierung des Reibbelags geeignet ist. Bei der zweiten Ausführungsform kann die Marke durch Abschleifen der abdeckenden Reibschicht sichtbar gemacht und somit der Reibbelag identifiziert werden.
- Bei der ersten Ausführungsform besteht die strukturierte dünne Kontrastschicht vorzugsweise aus einem Röntgenkontrastmaterial und erzeugt dann, wenn der Reibbelag mit Röntgenstrahlung durchstrahlt wird, eine Abbildung, die sichtbar gemacht werden kann. Die strukturierte dünne Kontrastschicht wird vorzugsweise auf die Oberfläche der Belagträgerplatte aufgedruckt, bevor die Reibschicht aufgepreßt wird. Die dünne Kontrastschicht enthält beispielsweise eine Bariumverbindung, insbesondere Bariumsulfat.
- Die vorgegebene Struktur der dünnen Kontrastschicht bzw. die eingeprägte Marke kennzeichnet beispielsweise einen Typ und den Hersteller des Reibbelags. Sie besteht beispielsweise aus alphanumerischen Zeichen oder auch – vorzugsweise – aus einem Codemuster, welches vorzugsweise derart verschlüsselt ist, daß es nur vom Hersteller entschlüsselt und zugeordnet werden kann. Damit wird die Gefahr von Nachahmungen verringert.
- Bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Reibbelags ist zwischen der Reibschicht und der Oberfläche der Belagträgerplatte eine weitere Schicht, vorzugsweise eine haftungsvermittelnde Schicht, angeordnet. Zusätzlich können in der der Reibschicht zugewandten Oberfläche der Belagträgerplatte Vertiefungen eingebracht und/oder aus der Oberfläche hervorspringende Elemente aufgebracht sein, die die Haftung zwischen der Reibschicht und der Belagträgerplatte verbessern.
- Vorteilhafte und/oder bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
-
1 : eine schematische Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Reibbelag mit eingeprägter Identifizierungsmarke, und -
2 : eine schematische Seitenansicht des Reibbelags gemäß1 . - In den
1 und2 ist schematisch ein Reibbelag1 in einer Draufsicht auf die Reibschichtseite und einer Seitenansicht dargestellt. Der Reibbelag1 umfaßt eine Belagträgerplatte2 und eine darauf aufgepreßte Reibschicht3 , wobei zwischen der Reibschicht3 und der Oberfläche der Belagträgerplatte2 eine weitere Schicht4 , vorzugsweise eine haftungsvermittelnde Schicht, angeordnet ist, wie es in2 schematisch dargestellt ist. Zur weiteren Verbesserung der Haftung zwischen Belagträgerplatte2 und darauf aufgepreßten Schichten3 und4 kann es vorgesehen sein, daß die Oberfläche der Belagträgerplatte2 Vorsprünge7 aufweist. Dies verringern die Abschergefahr der Reibschicht von der Belagträgerplatte2 . - In einem Flächenabschnitt
6 der Reibschicht3 bzw. der Belagträgerplatte2 ist unter der Reibschicht3 und somit durch diese verdeckt eine Identifizierungsmarke5 in die Oberfläche der Belagträgerplatte2 eingeprägt. Diese Identifizierungsmarke besteht beispielsweise aus alphanumerischen Zeichen. Vorzugsweise enthält die Identifizierungsmarke5 eine codierte Kennzeichnung des Typs und des Herstellers des Reibbelags. Die Identifizierungsmarke5 wird in die Belagträgerplatte2 bei deren Herstellung oder danach eingeprägt, bevor die Schichten3 und4 auf die Belagträgerplatte aufgepreßt werden. - Die Identifizierungsmarke
5 ist vorzugsweise in einem Abschnitt6 am Rand der Reibschicht an einer genau definierten Stelle angeordnet, um ihr Auffinden im Bedarfsfall zu erleichtern. In diesem Fall ist es nicht nötig, die Schicht an3 und4 vollständig abzuschleifen.
Claims (6)
- Reibbelag (
1 ) für ein Fahrzeug, wobei der Reibbelag (1 ) eine Belagträgerplatte (2 ) mit einer darauf aufgepreßten Reibschicht (3 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem Abschnitt (6 ) der Reibschicht (3 ) und einem dem Abschnitt der Reibschicht zugewandten Oberflächenabschnitt der Belagträgerplatte (2 ) eine von außen nicht sichtbare dünne Kontrastschicht eingebracht ist, wobei die dünne Kontrastschicht eine vorgegebene Struktur aufweist, die zu Identifizierung des Reibbelags geeignet ist, wobei die Kontrastschicht so ausgebildet ist, daß sie bei einem Durchstrahlen des Reibbelags mit einer vorgegebenen Strahlung-sart ein ihre Struktur wiedergebendes Abbilds erzeugt. - Reibbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die strukturierte dünne Kontrastschicht aus einem Röntgenkontrastmaterial besteht und dann, wenn der Reibbelag mit Röntgenstrahlung durchstrahlt wird, eine Abbildung erzeugt, die sichtbar gemacht werden kann.
- Reibbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die strukturierte dünne Kontrastschicht auf die Belagträgerplatte aufgedruckt ist.
- Reibbelag (
1 ) für ein Fahrzeug, wobei der Reibbelag (1 ) eine Belagträgerplatte (2 ) mit einer darauf aufgepreßten Reibschicht (3 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem der Reibschicht (3 ) zugewandten Oberflächenabschnitt (6 ) der Belagträgerplatte (2 ) eine von der Reibschicht verdeckte Marke (5 ) in die Belagträgerplatte (6 ) eingeprägt ist, wobei die Marke (5 ) zu einer Identifizierung des Reibbelags (1 ) geeignet ist. - Reibbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Reibschicht (
3 ) und der Oberfläche der Belagträgerplatte (2 ) eine weitere Schicht (4 ), vorzugsweise eine haftungsvermittelnde Schicht, angeordnet ist. - Reibbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der der Reibschicht (
3 ) zugewandten Oberfläche der Belagträgerplatte (2 ) Vertiefungen eingebracht und/oder aus der Oberfläche hervorspringende Elemente aufgebracht sind, die die Haftung zwischen der Reibschicht und der Belagträgerplatte verbessern.
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|---|---|---|---|---|
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| EP3106700A1 (de) * | 2015-06-10 | 2016-12-21 | Nucap Industries Inc. | Bremsbelag mit vorgeformtem mehrschichtigem reibbelag und ausgleichsscheibe |
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2004
- 2004-09-09 DE DE200420014161 patent/DE202004014161U1/de not_active Expired - Lifetime
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| EP1980768A3 (de) * | 2007-04-12 | 2010-12-15 | Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH | Scheibenbremse |
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| EP3106700A1 (de) * | 2015-06-10 | 2016-12-21 | Nucap Industries Inc. | Bremsbelag mit vorgeformtem mehrschichtigem reibbelag und ausgleichsscheibe |
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