DE20110690U1 - Verwechslungsschutz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe mit einer falschen Medikamentenampulle - Google Patents

Verwechslungsschutz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe mit einer falschen Medikamentenampulle

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Description

Beschreibung Verwechslungsschutz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe mit
einer falschen Medikamentenampulle.
Die Erfindung wurde anhand eines Beispieles aus der Diabetologie beschrieben. Sie beschreibt eine InsulinampuHe und einen Schutzaufsatz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe (eines Pens) mit einer falschen Insulinampulle
Immer häufiger wird bei Menschen mit Diabetes die sogenannte intensivierte konventionelle Insulintherapie angewandt. Bei dieser Therapie werden gleichzeitig zwei Arten von Insulin verwendet:
- das Verzögerungsinsulin, das normalerweise früh und spät gespritzt wird
- das Normalinsulin, das vor jeder Mahlzeit gespritzt wird.
Dazu werden zwei getrennte Injektionshilfen (oft in Form von Insulinpens) benötigt, die vom Patienten mit den entsprechenden Insulinampullen zu bestücken sind.. Um bei den auf dem Markt befindlichen Injektionshilfen Verwechslungen zu vermeiden, werden sowohl die Injektionshilfen (Pens) als auch die zugehörigen Insulinampullen farbig gekennzeichnet.
Die Hersteller bieten dem Benutzer die Möglichkeit eine Injektionhilfe in beliebiger Farbe mit einer beliebigen Art von Insulin zu kombinieren. Das führt dazu, dass die Injektionshilfen des jeweiligen Herstellers und die Insulinampullen mit verschiedenen Insulinarten untereinander kompatibel sind, wobei es dem Patienten möglich ist, eine Injektionshilfe in beliebiger Farbe mit beliebiger Art von Insulin zu bestücken.
Nachteilig bei der bekannten, oben näher beschriebenen Lösung ist, dass das Bestücken der Injektionshilfe mit einer falschen Insulinampulle nicht ausgeschlossen werden kann.
Das Verwechseln von zwei Insulinarten, insbesondere das Einsetzen einer Ampulle mit Normalinsulin statt einer Ampulle mit Verzögerungsinsulin vor der Injektion spät am Abend, kann zu gefährlichen Hypoglykämie führen, die unter Umständen bis zum Tode des betroffenen Patienten führen kann.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung Injektionshilfen und die zugehörigen Insulinampullen so zu gestalten, dass ein eventuelles, irrtümliches Bestücken einer Injektionshilfe mit falscher Art von Insulin mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
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Dabei sollte die Möglichkeit des Benutzers, eine Injektionhilfe in beliebiger Farbe mit einer beliebiger Art von Insulin bestücken zu können, vollständig erhalten bleiben,
Das Problem wurde dadurch gelöst, dass die Insulinampulle mit einer bestimmten Art von Insulin, eine, für sie bestimmte, Anordnung von Aussparungen zugewiesen bekommt. Das Aufnahmegehäuse für die Insulinampullen bekommt einen Schutzaufsatz angebracht, der mit einer kompatiblen Anordnung von federartig ausgebildeten Vorsprüngen ausgestattet ist. Für jede Art von Insulin muss ein anderes Muster, bzw. ein anderes Profil von Aussparungen und Vorsprüngen, vorgesehen werden. Durch das Anbringen des Schutzaufsatzes (vor der ersten Inbetriebnahme der Injektionshilfe) bestimmt der Benutzer endgültig und auf Dauer, mit welcher Art von Insulin die Injektionshilfe bestückt werden darf. Das Einsetzen einer falschen Ampulle wird dadurch sicher ausgeschlossen.
Für sehbehinderte und blinde Diabetiker bietet diese Lösung höchste Sicherheit. Die Schutzaufsätze können entweder als Satz (für jede Art von Insulin ein bestimmter Schutzaufsatz) zusammen mit der Injektionshilfe angeboten werden, oder zusammen mit der Insulinpackung nur ein (für das Insulin passender) Schutzaufeatz. Die Möglichkeit des Benutzers, eine Injektionhilfe in beliebiger Farbe mit einer beliebigen Art von Insulin zu bestücken, bleibt vollständig erhalten. Das irrtümliche Bestücken einer Injektionshilfe mit einer falschen Art von Insulin wird vollständig ausgeschlossen.
Der Verwechslungsschutz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe mit einer falschen Medikamentenampulle, wurde durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bis 4 realisiert.
Die Fig. 1 bis Fig. 4 zeigen mögliche Varianten der Ausführungsbeispiele Ein Ausführungsbeispiel für Injektionhilfen, bei denen die Nadel direkt auf die Ampulle aufgeschraubt wird, wird anhand der Fig. 1 und Fig.2 erläutert.
Die erfindungsgemäße Ampulle 2 mit einem Aussparungsmuster 3 wird in das Gehäuse 4 eingeschoben. Der Dosierungsmechanismus 1 wird mit dem Gehäuse 4 wie üblich zusammen geschraubt. Der Schutzaufsatz 7 mit einer Anordnung von Vorsprüngen 6 wird mit dem Gehäuse 4 mit Hilfe von Befestigungsbolzen und den Befestigungsöffnungenn 5 fest auf Dauer verbunden. Die Anordnung von Vorsprüngen
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6 des Schutzaufsatzes 7 und des Aussparungsmusters 3 der Ampulle 2 sind aufeinander abgestimmt. Die Nadel 8 wird wie üblich auf die Ampulle 2 aufgeschraubt. Die Fig. 2 zeigt zwei Insulinampullen für zwei verschiedene Insulinarten. Die Ampullen 2 sind mit verschiedenen Aussparungsmustem 3 ausgestattet. Die Schutzaufsätze 7 wurden mit entsprechenden, für die Ampullen angepassten Anordnungen von Vorsprüngen 6, versehen.
Die Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine mögliche Variante der oben beschriebenen Lösung für Injektionhilfen, bei denen die Nadel 8 auf das Gehäuse 4 aufgeschraubt wird. Das Gehäuse 4 wurde mit Befestigungsöffnungen 5 für das Anbringen des Schutzaufsatzes 7, mit Hilfe der Befestigungsbolzen 10,ausgestattet. Die Öffnungen 9 ermöglichen das Einführen der Kombination von Stiften 11 in das Innere des Gehäuses 4. Die Anzahl der Öffnungen 9 hängt von der Zahl der Insulinarten ab, die in der Injektionhilfe verwendet werden sollen und muss auf die Kombinationen der Stifte 11 angepasst werden.
Die Stifte 11 bilden eine bestimmtes, für jede Art von Insulin anderes, Muster. Nur, wenn die Ampulle 2 Öffnungen (oder Aussparungen) 12 in dem gleichen Muster aufweist, kann sie ordnungsgemäß, bis an das Ende des Gehäuses 4, eingeschoben werden und die Nadel 8 aufgeschraubt werden.
Die Fig. 4 zeigt den Schutzaufsatz 7 mit den Befestigungsbolzen 10 und der Kombination von Stiften 11 und die Ampulle 2 mit dem dazu passenden Öffnungsmuster (oder Aussparungsmuster) 12.
Je nach Konstruktionsart der Injektionshilfe kann der Schutzaufsatz 7 auch an der Eingangsseite des Gehäuses 4 angebracht werden, wenn die Ampulle 2 entsprechend angepasst ist. Die Art und Weise, wie der Schutzaufsatz 7 an das Gehäuses 4 angebracht werden kann, hängt ebenfalls von der Konstruktionsart der Injektionshilfe ab.
Die verschiedenen Kombinationen von Vorsprüngen 6 oder Stiften 11 können durch verschiedene Profile der Vorsprünge oder Stifte (z.B. halbrund, viereckig usw.) ersetzt werden. In diesem Fall müssen die Aussparungen 3 oder Öffnungen 12 das gleiche Profil aufweisen.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen:
Fig. 1 zeigt die Zusammensetzung einer Injektionshilfe bei der die Nadel direkt auf die Ampulle aufgeschraubt wird.
Fig. 2 zeigt zwei verschiedene Ampullen mit den dazu passenden Schutzaufsätzen. Fig. 3 zeigt eine Injektionhilfe bei der die Nadel 8 auf das Gehäuse 4 aufgeschraubt
wird.
Fig. 4 zeigt die Ampulle und den dazu passenden Schutzaufsatz
1 Dosierungsmechanismus
2 Ampulle
3 Aussparungsmuster
4 Gehäuse für die Ampulle
5 Befestigungsöffnungen
6 Anordnung von Vorsprüngen, die an das Aussparungsmuster 3 angepasst ist
7 Schutzaufsatz
8 Nadel
9 Öffnungen für die Kombination von Stiften
10 Befestigungsbolzen
11 Kombination von Stiften
12 Öffnungen (oder Aussparungen), die an die Kombination von Stiften angepasst sind
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Claims (4)

1. Verwechslungsschutz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe mit einer falschen Medikamentenampulle gekennzeichnet durch eine kompatible Anordnung (z. B. Feder-Nut-Anordnung) für die Medikamentenampulle und ein zugehöriges Aufnahmegehäuse oder ein zugehöriger Schutzaufsatz für das Aufnahmegehäuse der Injektionshilfe
2. Verwechslungsschutz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe mit einer falschen Medikamentenampulle nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Medikamentenampulle eine, für diese Medikamentenart bestimmte, Anordnung von Aussparungen aufweist, wobei der zugehöriger Schutzaufsatz bzw. das zugehörige Aufnahmegehäuse für diese Medikamentenampulle mit einer kompatiblen Anordnung von federartig ausgebildeten Vorsprüngen und/oder einer kompatiblen Kombination von Stiften ausgestattet ist.
3. Verwechslungsschutz zur Verhinderung von Bestückung einer Injektionshilfe mit einer falschen Medikamentenampulle nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Medikamentenampulle Aussparungen in einem, für diese Medikamentenart bestimmten, Profil aufweist, wobei der zugehörige Schutzaufsatz bzw. das zugehörige Aufnahmegehäuse für diese Medikamentenampulle mit federartig ausgebildeten Vorsprüngen und/oder mit Stiften in einem kompatiblen Profil ausgestattet ist
4. Schutzaufsatz für die Injektionshilfe nach einem der Vorhergehenden Ansprüche, der auf das Aufnahmegehäuse für die Medikamentenampulle angebracht wird, wobei eine eindeutige Zuordnung einer bestimmten Medikamentenampulle (Medikamentenart) zur einer bestimmten Injektionshilfe geschaffen wird, die das Bestücken der Injektionshilfe mit einer falschen Medikamentenampulle (Medikamentenart) ausschließt.
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