DE2003408C - Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Aufladung durch mindestens eine Abgasturboladergruppe - Google Patents
Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Aufladung durch mindestens eine AbgasturboladergruppeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft cine Zweiiakt-Brennkrallmaschine
mil Aufladung durch mindestens eine AhyasliiiholiidiTjjrLippL·
uiul zusätzlicher Ladelullföidemng
durch von der Brennkraftmaschine mechanisch angetriebene Pumpen in the Ladeliillsammelleilung
und einer ventilgesteuerten Kurzschlußleitung /wischen Pumpeiulrucklcitung und Ladeluftsammelleitung.
Die Forderung nach einem möglichst schnellen Hochfahren eines aufgeladenen Zweitakt-Motors bedingt
für die erhölite Brennstoffeinspritzung einen pro|ioriional erhöhten Füllungsgrad. Es suht in der
Regel aher gerade unmittelbar nach dem Start des Motors und während des Hochziehens keine ausreichende
Luftmenge zur Verfügung, um eine vollkommene Verbrennung zu gewährleisten. Der Grund
hierfür liegt darin, daß die Aufladegruppen mit dem
relaiiv großen Massentrügheitsmoment der Rotoren trot/ der zusätzlichen, von den Kolbenuntersjiten
gelieferten Luft nicht ausreichend zu beschleunigen sinti. um den vollen Luftbedarf zu decken. Die Folge
der dabei stattfindenden unvollständigen Verbrennung de·- Kraftstoffs ist eine verminderte Leistungsabgabe
des Motors sowie ein starkes Qualmen während des Hochfahrens.
Zur Beseitigung dieses Mangels ist es bekannt, die von den Kolhenunicrseiten gelieferte Zusatzluft auf
besonders vorteilhafte Art in die Ladeluftversorgung einzuführen, so _Ava hinter dem Ladegebläse durch
einen die Strömung beschleunigenden Injektor (M.Λ.N.-Dieselmotoren-Nachrichten, Heft 45, ft
1965, S. K)) oder unmittelbar vor dem Ladegebläse, wobei die komprimierte Zusatzluft durch Antriebsdüsen hindurch die Gebläseschaufel!! beaufschlagt
und somit einen Teil des Energiebedarfs ties Gebläses tickt (schweizerische Patentschrift 453 561).
Audi mit diesen Anordnungen kann jedoch bei
stark erhöhter Kraftstoffeinspritzung nicht in jedem Falle eine ausreichende I uftversorgimg gewährleistet
weiden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit,
unter Ausnutzung auch der mit den bekannten Verfahren erreichbaren Vorteile, die ausreichende Luftversorgung
beim Hochfahren eines aufgeladenen Zweilakt-Motors ohne Heranziehung weiterer Finer
μι«|Hellen sicherzustellen.
Die-.e Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
tlaß in die Pumpcndrucklcitung eine Turbine geschaltet ist. die einen zusätzliche Ladeluft fördernden
Verdichter antreibt. In einer bevorzugten Ausjiesialtung
der Erfindung werden die Kolbenuntcr- «,eiten als Pumpen eingesetzt.
Zum Schiit/ der Turbine vor zu starken Druckgießen
isi zweckmäßig eine Absteuerleitung mil ''inem
hei einem einstellbaren Druck ölfnenden Absteiii'ivuntil
zwischen der Pumpendruckleitung zur Turbine und der Ladcluflsammclleitung vorgesehen.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die in die Pumpendruckleitung geschaltete Turbine unter
Erzielung eines guten Wirkungsgrades beim Anfahren in ihren Abmessungen klein gehalten werden
kann, so dul.i wegen des geringen Massenträgheitsmoments dieser kleinen Aufladegruppe letztere in
sehr kurzer Zeit hohe Drehzahlen erreicht und somit die von den Kolbenunterseiten geförderte Zusatzluft
der Verbrennung im Zylinder während des Hochlahrens sehr schnell ganz zur Verfügung steht, ihr
'lurch den (bcrdruck gespeicherter Energieinhalt jedoch
nicht durch Drosselverluste weilgehend verloren ist, sondern zur Erzeugung weiterer Luft verwendei
wird. Das Druckgefälle zwischen den Kolbenunteiseilen
und der Ladeluftsanimelleilung wird also noch zusätzlich zur schnellen Erzeugung weiterer Lade
luft herangezogen, die dann in bekannter Weise dein Ladegebläse zugeleitet oder in die Ladeluftsammel
leitung injiziert werden kann. Dadurch steht der Verbrennung im Zylinder beim Hochfahren des Motors
ίο sehr schnell eine ausreichende Lufimengu zur Verfügung.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung an
Hand der Zeichnung in Verbindung mit den Unter ansprächen.
Die Zeichnung stellt ein beispielweises Schema einer Aufladung nach dem erfindungsgcmäßer*. Verfahren
dar.
In bekannter Weise treiben die Abgase aus einem Zylinder 1 eine Abgasturbine 2, die über eine gemeinsame
Welle 3 wiederum ein Ludegebläse 4 eintreibt Dieses verdichtet die angesaugte atmosphärische LuI;
und leitet sie mittels einer Ladeluftsammelleitung 5 über einen Zwischenkühler 6 als Spül- und Ladelull
dem Zylinder 1 z<-.
Bei der Kompression der Verbrennungsgase saugt die Kolbenimterseite 7 m an sich bekannter Weise
Luft an, die bei der Bewegung des Kolbens 8 auf seine untere Totpunktlage zu komprimiert und mit-
tels einer Punipendruekleitung 9 einer Turbine 10
einer kleinen Aufladegruppe zugeführt wird Die Ansaugleitung für die Kalbenunterseiten wird bei der
Kompression der Zusatzluft durch ein Rückschlagventil II, die Pumpendruckleitung 9 beim Ansaugen
durch ein weiteres Rückschlagventil 12 verschlossen Die Turbine 10 treibt über eine gemeinsame Welle
13 einen Verdichter 14. der Luh aus der Atmosphäre
ansaugt, während die auf etwa den Druck der Ladeluftsammellcitung
5 entspannte Abluft tier Turbine lö durch ein Rückschlagventil I? hindurch der Ladeluftsammelleitung
5 und damit dem Zylinder 1 zugeführt wird. Die vom Verdichter 14 komprimierte Luft
wird über ein Rückschlagventil 16 mittels einer Leitung 17 in an sich bekannter Weise dem Ladegeblase
4 zugeführt, wo sie über nicht näher darges'ellte Antriebsdüsen die Gebläseschaufeln beaufschlag! untl
anschließend die Fördermenge in die Ladeluftsammel leitung 5 vergrößert. Die vom Verdichter 14 komprimierte
Luft kann auch mittels eines Injektors unmittelbar in die Ladeluftsammelleitung 5 eingespeist
werden.
Damit steht die von der Kolhenunterscite 7 geförderte Zusatzluft nach Verlassen der Turbine 10 dem
Zylinder I sofort zur Verfügung, während ihr Druck gefälle in der kleinen Aufladegruppe z.ur Erzeugung
weiterer zusätzlicher Ladeluft durch den Verdichter
14 nutzbar gemacht wird.
Um die Turbine 10 vor zu hohen Druckstößen zu sichern, ist eine Absteucrleitung 18 mit einem bei
einem einstellbaren Druck öffnenden Absteuerventil 19 vorgesehen, durch die bei unzulässig hohem Druck
in der Leitung 9 die von den Kolbenuntcrseiten 7 komprimierte Zusatzluft unmittelbar in die Ladeluftsammellcitung
5 geführt wird. Wird die kleine Aufladegruppe nicht mehr benötigt, etwa bei Erreichen
einer vorgegebenen Drehzahl, wenn der Luftbedarf aus der vom Ladegebläse 4 allein geförderten Luftmenge
gedeckt werden kann, so kann die von der
liolbeininteiseile 7 geförderte Zusatzluft mittels eines
Schiebers 20 über eine mit einem Kühler 21 versehene Jvurzschlußleitung 22 unmittelbar zur Ladeluftsaminelleiiung
5 geleitet werden.
Selbstverständlich kann eine derartige kleine Aufladegruppe
nicht nur mit von den Kolbenuntersciten 7 ielieferler Zusatzluft betrieben werden, sondern es
önnen auch andere, etwa von der Motorwelle angetriebene Hilfsfiumpen verwendet werden, wenn sie
Uuft mit einem höheren Druck liefern als er zum Zeitpunkt der Zuleitung dieser Luft in der I.adeluftüammel'eitung
S herrscht.
Claims (1)
- Patentansprüche:I. Zweitakt-Brennkraftmaschine mit Aufladung durch mindestens eine Abgiistur't.oladerjruppe und zusätzlicher Ladeluillörderung durch von der Brennkraftmaschine mechanisch ange-inebene Pumpen in die Udelulisammellciumg,veuilgLeuerten Kurzschlul le.tung -,wi-Γη iumpendruckleitung und UiMu tsamrne hgesclu-hel is., di, einen zusiilzhche 1 ,ulelufMur dernden Verdichter (14) antre.br"> Zweit^kt-BrennkraftmaschuiL· ii.ilIi Anspruch "l, dadurch gezeichnet, daß in an s.ch bekannte; Weise die Kolbenunterse.ten (7) als Pumpen ausgebildet sind.3 Zweitakt-Brennkraftmaschme nach An spaichl, dadurch gekennzeichnet daü, /um Schütz der Turbine (10) vor zu starken Druck-Stößen eine Absteuerleitung (18) nut emem nc einem einstellbaren Druck öffnenden Abs.eucr ventil (19) zwischen der Pumpendrueklclung (<)) zur Turbine (10) und der Ladeluftsammelleüunu (5) vorgesehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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