DE19810193A1 - Bohrwerkzeug - Google Patents
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Abstract
Ein Bohrwerkzeug zur Erstellung von Bohrlöchern in Gestein, Beton, Mauerwerk und dergleichen weist einen hülsenförmigen Schaft (12) auf, der eine an beiden Endabschnitten des Schafts in Öffnungen (14) mündende, axial verlaufende Durchgangsbohrung besitzt. An seinem einen Längsende ist der hülsenförmige Schaft (12) mit einem Einsteckende für den Anschluß an ein Bohrgerät ausgestattet. Am gegenüberliegenden freien Vorderende trägt er einen Schneiden (16) aufweisenden Bohrkopf (15) aus Schneidwerkstoff, der in wenigstens einem, vorzugsweise etwa radial verlaufenden Schlitz (19) geführt ist. Der in den Schaft (12) eingebettete Abschnitt des Bohrkopfs (15) ist über einen wesentlichen Teil seins Umfangs in flächiger Anlage zum Material des Schafts und fest mit dem Schaftmaterial verbunden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Bohrwerkzeug gemäß dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1.
Neben den bekannten Bohrwerkzeugen zur Erstellung von Bohrlöchern in Gestein,
Beton, Mauerwerk und dergleichen, bei denen das abgetragene Bohrklein mittels
wenigstens einer am Schaft des mit Schneiden versehenen Bohrwerkzeugs
wendelförmig verlaufenden Abfuhrnut aus dem Bohrloch abtransportiert wird, sind in der
Vergangenheit auch sogenannte Saugbohrer vorgeschlagen worden. Sie bestehen aus
einem mit einer axialen Bohrung ausgestatteten Bohrwerkzeug, das über einen Adapter
und ein Kupplungsteil an eine Unterdruck erzeugende Vorrichtung, insbesondere einen
Staubsauger oder dergleichen, angeschlossen ist. Saugbohrer sollen über eine
Absaugung des im Betrieb entstehenden Bohrkleins eine höhere Bohrleistung erbringen
und zu einer besseren Reinigung des Bohrloches führen. Ein derartiger Saugbohrer ist
beispielsweise in der DE-A-27 56 140 beschrieben. Dieser bekannte Saugbohrer weist
einen mit einer axialen Saugbohrung versehenen Schaft auf, dessen eines Ende in
einen Adapter eingesetzt ist, der von einem drehfesten Kupplungsteil umgeben ist. Am
gegenüberliegenden Ende des Schaftes ist ein Kopfteil mit eingesetzten Hartmetall-
Schneidplättchen lösbar eingeschraubt. Die Saugbohrung steht mit einer Bohrung im
Kopfteil in Verbindung, die zu beiden Seiten des Schneidplättchens münden. Über den
Adapter und das Kupplungsteil ist die Saugbohrung mit einem Staubsauger verbunden.
Im Betrieb wird das an den Schneiden entstehende Bohrklein durch den Bohrkopf und
die Saugbohrung in den Staubsauger transportiert.
Dieser bekannte Saugbohrer weist ein auswechselbares Kopfteil auf, das in den Schaft
eingeschraubt ist. Bei übermäßiger Abnützung des in das Kopfteil eingesetzten
Hartmetallschneidplättchens oder bei Verstopfung der Bohrungen soll das Kopfteil
austauschbar sein. Durch die insbesondere bei Hammerbohrgeräten im Betrieb
auftretenden großen Einzelschlagenergien der Axialschläge wird das Schraubgewinde
im Schaft und am Kopfteil sehr stark belastet. Dadurch kann es vorkommen, daß das
Gewinde ausgeschlagen wird und das Kopfteil nicht mehr sicher befestigbar ist.
Andererseits kann es vorkommen, daß durch die Rotation des Bohrwerkzeugs im
Betrieb die Schraubverbindung zwischen dem Kopfteil und dem Schaft so fest
angezogen wird, daß sie bei Bedarf nur mehr unter größter Kraftaufwendung oder gar
nicht mehr lösbar ist. Auch erweist sich die Fertigung dieses bekannten Saugbohrers als
relativ aufwendig. Dabei stellt vor allem die Herstellung der axialen Bohrung in dem aus
einem relativ langen Stahlstab bestehenden Schaft hohe Anforderungen an die
Fertigungstechnik.
Um diesen Nachteilen der bekannten Saugbohrer abzuhelfen und die Fertigung von
Saugbohrern zu vereinfachen, ist in der DE-U-79 08 923 vorgeschlagen, den Schaft des
Bohrwerkzeugs aus einer Stahlhülse zu fertigen. Ein Ende des hülsenförmigen Schaftes
ist mit einem Adapter verbunden, der von einem drehfesten Kupplungsteil umgeben ist,
an das beispielsweise ein Staubsauger anschließbar ist. In axialer Verlängerung des
Schaftes ist der Adapter mit einem Einsteckende für den Anschluß des Bohrwerkzeugs
an ein Bohrgerät ausgestattet. Die Stahlhülse ist an ihrem gegenüberliegenden
Vorderende mit axialen Schlitzen versehen, die kreuzartig angeordnet sind. In diese
Axialschlitze sind die Schneiden eines einstückig gesinterten Hartmetallschneiden
kreuzes eingeschoben und befestigt. Die Gestalt der Schneiden und der Innen
durchmesser des hülsenförmigen Schaftes sind dabei so ausgewählt, daß zwischen
den Schneiden und der Innenwandung des Schaftes Öffnungen verbleiben die mit dem
axialen Kanal im Schaft in Verbindung stehen.
Das aus der DE-U-79 08 923 bekannte Bohrwerkzeug weist im Kopfbereich eine relativ
geringe Stabilität auf. Das einstückig aus Hartmetall gesinterte Schneidenkreuz ist nur in
den axialen Schlitzen von der Stahlhülse unterstützt. Die beim drehend schlagenden
Abbau des Untergrunds auftretenden Scherkräfte müssen nahezu vollumfänglich von
dem Schneidenkreuz aufgenommen werden. Dabei kann sich das Schneidenkreuz aus
den Schlitzführungen lösen oder es kann gar zu einem Versagen des Hartmetalls
kommen. Die Gestalt der kreuzförmig angeordneten Schneiden ist derart gewählt, daß
zwischen den Schneiden und der Innenwandung des Schaftes Öffnungsbereiche
verbleiben, die sich in axialer Fortsetzung des axialen Kanals erstrecken. Die Schneiden
sind daher leistenartig ausgebildet und weisen eine zum Kreuzungsbereich zunehmende
Höhe auf. Auf diese Weise bilden die Einzelschneiden im Kreuzungsbereich eine
Schneidspitze, die ohne jegliche Unterstützung den axialen Kanal überbrückt. Im Betrieb
ist die vorstehende Schneidspitze der größten Belastung durch die axialen Schläge
unterworfen. Durch die gewählte Ausbildung des Schneidenkreuzes kann es
insbesondere. In Verbindung mit Hammerbohrgeräten mit relativ großen
Einzelschlagenergien der axialen Schläge vorkommen, daß das einstückig aus
Hartmetall gesinterte Schneidenkreuz bricht. Die von den Schneiden und der
Innenwandung der Hülse berandeten Öffnungen sind axial orientiert. Im Betrieb kann es
vorkommen, daß das Kopfende des Saugbohrers vollständig in das abgebaute
Bohrklein eintaucht. Dann reicht die Saugwirkung vielfach nicht mehr aus, um das
Bohrklein schnell genug abzusaugen und die Öffnungen können verstopfen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Nachteilen der Bohrwerkzeuge des
Stands der Technik abzuhelfen. Es soll ein Bohrwerkzeug der gattungsgemäßen Art
geschaffen werden, das einen hülsenförmigen Schaft und einen vollständig aus
Schneidwerkstoff, vorzugsweise Hartmetall, gesinterten Bohrkopf aufweist. Das
Bohrwerkzeug soll derart konstruiert sein, daß die Gefahr eines Versagens bzw. eines
Brechens des Bohrkopfes verringert ist. Dabei soll die Montage des Bohrkopfes einfach
und zuverlässig erfolgen können. Ein Verstopfen der mit dem Durchgangskanal im
Schaft kommunizierenden Bohrungen im vorderen Endabschnitt des Schafts durch im
Betrieb abgebautes Bohrklein soll verhindert werden.
Die Lösung dieser Aufgaben besteht in einem Bohrwerkzeug mit den im kenn
zeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmalen. Ein
Bohrwerkzeug zur Erstellung von Bohrlöchern in Gestein, Beton, Mauerwerk und
dergleichen weist einen hülsenförmigen Schaft auf, der eine an beiden Endabschnitten
des Schafts in Öffnungen mündenden, axial verlaufende Durchgangsbohrung besitzt.
An seinem einen Längsende ist der hülsenförmige Schaft mit einem Einsteckende für
den Anschluß an ein Bohrgerät ausgestattet. Am gegenüberliegenden freien
Vorderende trägt er einen Schneiden aufweisenden Bohrkopf aus Schneidwerkstoff, der
in wenigstens einem, vorzugsweise etwa radial verlaufenden Schlitz geführt ist. Der in
den Schaft eingebettete Abschnitt des Bohrkopfs ist über einen wesentlichen Teil seines
Umfangs in flächiger Anlage zum Material des Schaftes und ist fest mit dem
Schaftmaterial verbunden.
Durch die Halterung des Bohrkopfes in wenigstens einem, vorzugsweise radial
ausgerichteten Schlitz und durch die erfindungsgemäße Ausbildung des in den Schaft
eingebetteten Abschnittes des Bohrkopfes ist der Bohrkopf über einen größeren
Bereich seines Umfangs vom Schaft geführt und unterstützt. Dadurch müssen die im
Betrieb auftretenden Scherkräfte nicht im wesentlichen allein vom Bohrkopf
aufgenommen werden. Infolge der flächigen Anlage wenigstens eines Teils des
Bohrkopfes zum Schaftmaterial und der festen Verbindung dieses Abschnitts mit dem
Schaftmaterial, beispielsweise durch Löten oder durch Schweißen, werden auch die im
Betrieb auf das Bohrwerkzeug ausgeübten axialen Schläge besser über den Schaft
abgeleitet, und es wird die Belastung des Bohrkopfs verringert.
Die Übereinstimmung eines Großteils der Außenkontur des in den Schaft
eingebetteten Abschnittes des Bohrkopfs mit der Kontur der Innenwandung des Schafts
führt insbesondere zu einer Verdickung des Bohrkopfs im zentralen Schneidenbereich.
Dadurch ist gerade derjenige Bereich des Bohrkopfs verstärkt ausgebildet, der im Betrieb
die größten axialen Schlagenergien aufnehmen muß. Obwohl der zentrale
Schneidenbereich in axialer Richtung üblicherweise keine Abstützung aufweist, ist
wegen der Verstärkung die Gefahr eines Brechens des Bohrkopfes infolge der axialen
Schläge reduziert. Der Bohrkopf wird praktisch über seinen gesamten Umfang vom
Schaft unterstützt und kann die auf ihn im Betrieb einwirkenden Scherkräfte bestmöglich
an den Schaft weiterleiten. Die Führung des Bohrkopfs in wenigstens einem Schlitz im
Schaftvorderende und die gewählte Geometrie des Bohrkopfes vereinfachen auch die
Montage des Bohrkopfs. Durch das Übereinstimmen der Außenkontur eines Großteils
des eingebetteten Abschnitts des Bohrkopfs mit der Innenkontur des Schafts kann der
Bohrkopf auch über einen größeren Bereich seines Umfangs mit dem Schaft verlötet
oder verschweißt werden, wodurch die Gefahr eines Lösens des Bohrkopfes im Betrieb
verringert ist.
Der hülsenförmige Schaft aus Stahl steht der Steifigkeit eines Bohrerschaftes üblicher
Bauart in keiner Weise nach. Die Herstellung der Stahlhülse ist kostengünstig,
insbesondere solange sie glattwandig ausgebildet ist. Auch ist es nicht mehr erforderlich,
einen Stahlstab in einem aufwendigen Fertigungsvorgang mit einer axialen Bohrung zu
versehen. Vielmehr ist die Stahlhülse in den erforderlichen Außendurchmessern und mit
dem gewünschten Bohrungsdurchmesser sehr einfach in einem Endlosverfähren
herstellbar. Je nach Bedarf kann sie auf die gewünschte Länge abgeschnitten werden.
Die Durchgangsbohrung steht im Vorderabschnitt des Schafts mit wenigstens eines
Mündungsöffnung in Verbindung, die gegenüber den Schneiden des Bohrkopfs
zurückgesetzt ist. Dadurch wird einem Verstopfen der Mündungsöffnung, beispielsweise
bei noch ungenügender Saugleistung zu Beginn eines Bohrvorgangs entgegengewirkt.
Vorzugsweise ist die Mündungsöffnung auch in Richtung des Schaftmantels orientiert.
Dies verringert die Gefahr eines Verstopfens der Öffnung noch weiter. Die
Querschnittform der Mündungsöffnung wird aus fertigungstechnischen Gründen mit
Vorteil kreisförmig, elliptisch oder oval gewählt. Eine gekrümmte Umfangskontur der
Mündungsöffnung weist auch keine Unregelmäßigkeiten auf, die als Haftstellen für das
angesaugte Bohrklein dienen könnten.
In einer Variante der Erfindung steht die Durchgangsbohrung des Schaftes mit
wenigstens einer Öffnung in Verbindung, die von der Mündung eines im Bohrkopf
vorgesehenen, gegenüber der Durchgangsbohrung vorzugsweise unter einem Winkel
von 10° bis 70° geneigt verlaufenden Kopfkanals gebildet ist. Die Mündungsöffnung im
Bohrkopf ist gegenüber den Schneiden am Bohrkopf axial und seitlich versetzt. Der
seitliche Versatz ist dabei vorzugsweise derart gewählt, daß die Mündungsöffnung der
in Drehrichtung nacheilenden Schneide in einem Winkelabstand vorläuft, der kleiner ist
als 90°. Die gewählte axiale und seitlich versetzte Anordnung der wenigstens einen
Mündungsöffnung verhindert daß sie vollständig in das abgebaute Material am
Bohrlochgrund eintaucht. Auf diese Weise bleibt die Saugleistung durch die
Durchgangsbohrung im hülsenförmigen Schaft erhalten. Der Winkelabstand zur
nacheilenden Schneide des Bohrkopfs gewährleistet, daß das abgebaute Material
möglichst unmittelbar nach seiner Entstehung abgesaugt wird.
In einer vorteilhaften Variante der Erfindung mündet die Durchgangsbohrung des
hülsenförmigen Schaftes in wenigstens einer Öffnung, die vom Bohrkopf und der
Innenwandung des Schaftes begrenzt wird. Dabei wird die vorzugsweise gegenüber der
Achse des Schaftes geneigte Öffnung durch eine Materialaussparung am vorderen
Längsende des Schaftes und/oder am Bohrkopf gebildet. Die Mündungsöffnung ist im
Fügebereich des Schafts und des Bohrkopfs angeordnet. Sie ergibt sich automatisch bei
der Montage des Bohrkopfs, indem sich beispielsweise die Außenkontur des Bohrkopfs
in einem Seitenbereich zum den Schneiden gegenüberliegenden Ende verjüngt oder
beispielsweise indem am Stirnende des Schafts eine Materialaussparung im Mantel
vorgesehen ist. Eine oder mehrere Mündungsöffnungen sind auch durch beliebige
Kombinationen von Materialaussparungen am Bohrkopf und am Schaftvorderende
herstellbar.
In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist die Mündungsöffnung der
Durchgangsbohrung als Bohrung im Mantel des vorderen Schaftabschnitts ausgebildet.
In diesem Fall kann die Außenkontur des Bohrkopfes derart ausgebildet sein, daß er
über seinen gesamten Umfang in flächiger Anlage zum hülsenförmigen Schaft ist. Die
Bohrungen im Schaftmantel können vor oder nach der Montage des Bohrkopfes
angebracht werden.
Vorzugsweise weist die wenigstens eine Mündungsöffnung eine Querschnittsfläche auf,
die kleiner ist als die Querschnittsfläche der Durchgangsbohrung. Beispielsweise beträgt
die Querschnittsfläche der Mündungsöffnung etwa 30% bis 70% der Querschnittsfläche
der Durchgangsbohrung. Im Falle mehrerer Mündungsöffnungen ist vorzugsweise die
Summe der Querschnittflächen aller Mündungsöffnungen im Vorderabschnitt des
Schafts kleiner als die Querschnittsfläche der Durchgangsbohrung. Indem die
Durchgangsbohrung die größere Querschnittfläche aufweist, wird verhindert, daß
Bohrklein mit einem größeren Durchmesser als die Durchgangsbohrung angesaugt
wird. Dadurch wird einem Verstopfen der Durchgangsbohrung weitgehend
entgegengewirkt. Schlimmstenfalls kann die Mündungsöffnung kurzfristig verstopfen. Die
Verstopfung erfolgt aufgrund der Querschnittsverhältnisse jedoch stets in einem
mündungsnahen Bereich und kann sehr einfach durch Durchstoßen des Materials in die
breitere Durchgangsbohrung behoben werden. Zum Durchstoßen kann beispielsweise
ein Nagel oder eine Klammer verwendet werden. Durch die gewählten
Querschnittsverhältnisse der einen oder mehreren Mündungsöffnungen zur
Durchgangsbohrung wird im Bohrloch auch ein ausreichend hoher Unterdruck erzeugt,
der dafür sorgt, daß das durch die Mündungsöffnung angesaugte Bohrklein immer
sofort durch den Schaft abgesaugt wird. Dadurch wird verhindert, daß die
Durchgangsbohrung durch eine übermäßig große angesaugt Menge an Bohrklein, die
nicht schnell genug abtransportiert werden kann, verstopft.
Indem die Durchgangsbohrung wenigstens im Einbettungsbereich des Bohrkopfes einen
von der Kreisform abweichenden Querschnitt aufweist, kann der Schaft an die
Abmessungen des Bohrkopfes angepaßt werden, und kann die flächige Anlage des
Bohrkopfes an der Innenwandung der Durchgangsbohrung verbessert werden.
Beispielsweise kann der Querschnitt elliptisch oder oval sein. In einer alternativen
Ausführungsvariante kann der Querschnitt auch von zwei parallelen Seiten, die durch
Kreisbögen miteinander verbunden sind, gebildet sein. Auf diese Weise ist die Kontur
der Innenwandung sehr gut an die üblicherweise planen Seitenflächen des Bohrkopfs
angepaßt. Die Durchgangsbohrung kann aber auch einen polygonalen Querschnitt
aufweisen.
Der von der Kreisform abweichende Querschnitt der Durchgangsbohrung ist besonders,
einfach zu realisieren, wenn der hülsenförmige Schaft wenigstens im Einbettungsbereich
des Bohrkopfes eine von der Kreisform abweichende Außenkontur aufweist. Auch in
diesem Fall kann die Außenkontur elliptisch, oval, plan-kreisförmig oder auch polygonal
ausgebildet sein. Bei einer Übereinstimmung des Querschnitts der Durchgangsbohrung
und der Außenkontur des Schafts weist letzterer wenigstens im Einbettungsbereich des
Bohrkopfes eine konstante Wandstärke auf. Auf diese Weise werden lokale
Materialschwächungen des Schaftmaterials verhindert.
In einer Variante der Erfindung ist der Vorderabschnitt des hülsenförmigen Schafts,
insbesondere im Einbettungsbereich des Bohrkopfes, im wesentlichen voll ausgebildet
und weist er vorzugsweise eine kleinere Querschnittsfläche auf als der nach rückwärts
angrenzende Abschnitt des Schafts. Dies läßt sich beispielsweise dadurch erzielen,
daß der zunächst einen gleichmäßigen Querschnitt aufweisende, rohrförmige Schaft im
späteren Einbettungsbereich des Bohrkopfs im Durchmesser reduziert wird. Die
Durchmesserverringerung kann soweit getrieben werden, bis im Vorderabschnitt des
Schafts die Durchgangsbohrung weitgehend oder völlig geschlossen ist. Danach wird
der durchmesserreduzierte Vorderabschnitt von seinem freien Vorderende her geschlitzt
und der Bohrkopf eingesetzt und durch Schweißen oder Löten im Schlitz befestigt. Der
eingesetzte Abschnitt des Bohrkopfs ist wenigstens entlang seiner vorzugsweise planen
Seitenflächen von Vollmaterial umgeben und fest mit diesem verbunden. Bei einer
Scherbeanspruchung erfährt der Bohrkopf somit eine sehr gute seitliche Abstützung
durch das Schaftmaterial. Durch die Reduktion des Durchmessers der
Durchgangsbohrung bzw. durch den vollständigen Verschluß derselben ist auch
unterhalb des Mittenbereichs des plättchenartigen Bohrkopfs Schaftmaterial vorhanden,
das der axialen Abstützung des Bohrkopfs dient. Dadurch können die im Betrieb auf den
Bohrkopf einwirkenden axialen Schläge noch besser auf den Schaft abgeleitet werden.
Die mit der Durchgangsbohrung in Verbindung stehende Öffnung kann beispielsweise
von der Mündung eines im Bohrkopf vorgesehenen Kopfkanals gebildet sein. Sie kann
aber auch im Mantel des rohrförmigen Schafts vorgesehen sein. Es versteht sich, daß
der Einbettungsbereich für den Bohrkopf auch bei konstantem Außendurchmesser des
Schafts weitgehend voll ausgebildet sein kann. Dies wird beispielsweise dadurch erzielt,
daß bei der Herstellung des Bohrwerkzeugs von einem rohrförmigen Schaft mit einer
Durchgangsbohrung ausgegangen wird, dessen Vorderabschnitt einen größeren
Durchmesser aufweist als der nach rückwärts angrenzende Abschnitt des Schafts. Im
Laufe des weiteren Fertigungsvorgangs wird der durchmessergrößere Vorderabschnitt
auf den Durchmesser des übrigen Schafts kalibriert. Dabei wird die Durchgangsbohrung
im Vorderabschnitt nahezu oder vollständig geschlossen. Die Einbettung des Bohrkopfs
in das Vollmaterial erfolgt dann wie zuvor geschildert.
Zur noch besseren Abstützung des Bohrkopfs im Schaft ist der Bohrkopf in wenigstens
zwei, vorzugsweise etwa radial verlaufenden Schlitzen geführt, die einen kleinsten
Winkelabstand von 90° bis 180° voneinander aufweisen. Bei dem gewählten
Winkelabstand verbleibt zwischen den Schlitzen genügend Schaftmaterial zur
Abstützung des eingesetzten Bohrkopfes. In einer vorteilhaften Variante der Erfindung ist
der Bohrkopf in drei etwa radial verlaufenden Schlitzen geführt. Der Schaft weist
wenigstens im Einbettungsbereich des Bohrkopfs eine im wesentlichen polygonartige
Außenkontur auf. Die Anordnung der Schlitze ist derart gewählt, das sie zur
Mantelfläche des Vorderabschnitts unter einem Winkel von etwa 90° ± 10° verlaufen. Der
Bohrkopf ist bei dieser Variante des Bohrwerkzeugs vorzugsweise als Dreischneider
ausgebildet, wobei die Schneiden über den Schlitzen angeordnet sind und etwa parallel
dazu verlaufen. Vorzugsweise beträgt der Winkelabstand der Schneiden etwa 120°. Ein
derartig ausgebildetes Bohrwerkzeug zeichnet sich durch einen sehr gleichmäßigen
Angriff des abzubauenden Untergrundmaterials und durch einen guten Bohrfortschritt
aus.
Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf in den Figuren schematisch
dargestellte Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein in eine Werkzeugaufnahme eines Hammerbohrgerätes eingesetztes
erfindungsgemäßes Bohrwerkzeug;
Fig. 2 das Vorderende eines zweiten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen
Bohrwerkzeugs mit eingesetztem Bohrkopf im teilweisen Axialschnitt;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Bohrkopf des Bohrwerkzeugs gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Bohrwerkzeugs mit einem gegenüber Fig. 3 modifizierten Bohrkopf;
Fig. 5 ein viertes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bohrwerkzeugs in
einer Darstellung gemäß Fig. 2;
Fig. 6 ein fünftes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bohrwerkzeugs im
teilweisen Axialschnitt; und
Fig. 7 eine Draufsicht auf ein weiteres modifiziertes Bohrwerkzeug mit dreischneidigem
Bohrkopf.
Fig. 1 zeigt ein gesamthaft mit dem Bezugszeichen 1 versehenes, erfindungsgemäß
ausgebildetes Bohrwerkzeug, das in eine Werkzeugaufnahme R eines angedeuteten
Bohrgeräts M, beispielsweise eines Hammerbohrgeräts, eingesetzt dargestellt ist. Das
Bohrwerkzeug 1 besitzt einen hülsenförmigen Schaft 2 mit einer Durchgangsbohrung 3.
Der hülsenförmige Schaft 2 ist an seinem einen Ende mit einem Anschlußteil 4
verbunden, beispielsweise verlötet, das ein Einsteckende 5 für den Anschluß an die
Werkzeugaufnahme R des Bohrgeräts M aufweist. Die Durchgangsbohrung 3 steht mit
einer Bohrung 6 im Anschlußteil 4 in Verbindung, die in einer Öffnung 7 am Umfang des
Anschlußteils 4 mündet. In axialer Verlängerung der Werkzeugaufnahme R ist am
Bohrgerät M ein drehfestes Kupplungsteil C vorgesehen, das mit einem Ringraum S
ausgestattet ist, der mit der Mündungsöffnung 7 der Bohrung 6 im Anschlußteil 4 in
Verbindung steht. Der Ringraum S mündet in einen Anschlußstutzen N, an den ein
Absaugschlauch H angeschlossen ist. Am dem Anschlußteil 4 gegenüberliegenden
Ende des hülsenförmigen Schaftes 2 ist das Bohrwerkzeug 1 mit einem Bohrkopf 8
ausgestattet, der Schneiden 9 aufweist und zur Gänze aus Hartmetall besteht. Der
Bohrkopf 8 weist wenigstens einen Saugkanal auf, der gegenüber der
Durchgangsbohrung 3 im Schaft 2 des Bohrwerkzeugs 1 geneigt verläuft und in einer
Öffnung 10 seitlich der Schneiden 9 mündet.
Das Kupplungsteil C des Bohrgeräts M ist über den Absaugschlauch H mit einer nicht
näher dargestellten Saugeinrichtung, beispielsweise einem Staubsauger, verbunden. Bei
eingeschaltetem Staubsauger wird über den Absaugschlauch H, den Ringraum S, die
Bohrung 6 im Anschlußteil 4, die Durchgangsbohrung 3 und den geneigten Saugkanal
im Bohrkopf 8 an der Öffnung 10 seitlich der Schneiden 9 ein Unterdruck erzeugt. Durch
diesen Unterdruck wird beim Bohren von den Schneiden 9 abgebautes Bohrklein durch
den Bohrkopf 8, die Durchgangsbohrung 3 im hülsenförmigen Schaft und die Bohrung 6
im Anschlußteil 4 zum Absaugschlauch H abgesagt und zum Staubsauger
transportiert.
Die Darstellungen der Fig. 2-7 beschränken sich auf die erfindungswesentlichen
Bestandteile des Bohrwerkzeugs. Bei dem Ausführungsbeispiel des gesamthaft mit 11
bezeichneten Bohrwerkzeugs gemäß Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, daß der Bohrkopf 15
diagonal verlaufende Schneiden 16 aufweist. Die die Schneiden tragenden Abschnitte
des Bohrkopfes 15 überragen den Außendurchmesser des hülsenförmigen Schaftes 12
und sind in zwei Schlitzen 19 gelagert, die einander gegenüberliegend am Vorderende
des Schaftes 12 vorgesehen sind. Der Bereich zwischen den Schneiden 16 ist auf
beiden Seiten halbkreisförmig erweitert ausgebildet. Dabei ist die Außenkontur 17 der
Erweiterung auf die Kontur der Innenwandung 18 der Durchgangsbohrung 13 des
hülsenförmigen Schaftes 12 abgestimmt. Der über die Erweiterungen gemessene
Durchmesser des Bohrkopfs 15 entspricht dem Durchmesser der Durchgangsbohrung
13. Durch diese Maßnahme ist gewährleistet, daß der Bohrkopf 15 über einen
wesentlichen Teil seines Umfangs in flächiger Anlage zur Innenwandung 18 des
Schaftes 12 ist. Durch Löten oder durch Schweißen ist der in den Schaft 12
eingebettete Abschnitt des Bohrkopfs 15 fest mit dem Schaftmaterial verbunden. Auf
diese Weise ausgebildet ist der Bohrkopf 15 über seinen gesamten Umfang in den
Schlitzen 19 am Vorderende des Schaftes 12 und von der Innenwandung 18 des
Schaftes 12 geführt und gehalten. Im Bereich des Vorderendes des Schaftes 12 sind im
Mantel Öffnungen 14 vorgesehen, die mit der Durchgangsbohrung 13 in Verbindung
stehen.
Fig. 4 zeigt eine zu Fig. 3 analoge Draufsicht eines Bohrwerkzeugs 21 mit modifiziertem
Bohrkopf 25. Der Bohrkopf 25 weist drei Schneiden 26 auf, die vorzugsweise im
Winkelabstand von etwa 120° voneinander verlaufen. Die die Schneiden 26 tragenden
Abschnitte des Bohrkopfes 25 überragen den Umfang des hülsenförmigen Schaftes 22
und sind in drei korrespondierenden Schlitzen 29 im Vorderende des Schaftes 22
gelagert. Zwei der Bereiche zwischen den die Schneiden 26 tragenden Abschnitten des
Bohrkopfes 25 weisen Erweiterungen auf, deren Außenkontur 27 mit der Kontur der
Innenwandung 28 des Schaftes 22 derart übereinstimmen, daß sich eine flächige
Anlage ergibt. Im dritten Bereich zwischen zwei Schneiden 26 ist am Bohrkopf 25 eine
Materialaussparung vorgesehen. Durch diese Materialaussparung ergibt sich eine
Mündungsöffnung 24 des Durchgangskanals 23, die von der Wandung des Bohrkopfes
25 und der Innenfläche 28 des hülsenförmigen Schaftes 22 begrenzt ist.
Fig. 5 zeigt eine weitere Variante eines erfindungsgemäßen Bohrwerkzeuges 31. Der
Bohrkopf 35 weist diagonal verlaufende Schneiden 36 auf, die an Abschnitten des
Bohrkopfes 35 angeordnet sind, welche den Außendurchmesser des hülsenförmigen
Schaftes 32 überragen und in korrespondierenden Schlitzen im Vorderende des
Schaftes 32 gelagert sind. Der Bohrkopf 35 weist an einer Seite einen verdickten Bereich
auf, dessen Außenkontur 37 mit der Kontur der Innenwandung des Schaftes 32
übereinstimmt. Auf der gegenüberliegenden Seite verjüngt sich der Bohrkopf 35 zu
seinem im Inneren des Schaftes 32 befindlichen Abschnitt und bildet eine
Mündungsöffnung 34, die von der Wandung des Bohrkopfes 35 und von der
Innenwandung 37 des hülsenförmigen Schaftes 32 begrenzt ist. Dabei kann die
Mündungsöffnung 33 im Schaft eine Erweiterung aufweisen, die sich vom Stirnende des
Schaftes 32 schräg nach innen erstreckt.
Das in Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bohrwerkzeugs
trägt gesamthaft das Bezugszeichen 41. Der Schaft ist mit 42 bezeichnet und weist
einen im Durchmesser verjüngten Einbettungsabschnitt 40 für den als Bohrplättchen
ausgebildeten Bohrkopf 45 mit den Schneiden 46. Der durchmesserkleinere
Einbettungsabschnitt 40 des Schafts 42 ist voll ausgebildet. Dies erfolgt beispielsweise
dadurch, daß der zunächst einen gleichmäßigen Durchmesser aufweisende,
rohrförmige Schaft 42 im späteren Einbettungsbereich 40 für den Bohrkopf 45 im
Durchmesser reduziert wird. Die Durchmesserverringerung kann soweit getrieben
werden, bis im Vorderabschnitt 40 des rohrförmigen Schafts 42 die Durchgangsbohrung
43 weitgehend oder völlig geschlossen ist. Danach wird der durchmesserreduzierte
Vorderabschnitt 40 von seinem freien Vorderende her geschlitzt und der Bohrkopf 45 in
den Schlitz 49 eingesetzt und durch Schweißen oder Löten befestigt. Die im
wesentlichen planen Seitenflächen 47 des Bohrkopfs 45 sind in flächiger Anlage zu den
Seitenwänden 48 des Aufnahmeschlitzes 49 für den Bohrkopf 45 und fest mit diesen
verlötet oder verschweißt. Die Durchgangbohrung 43 mündet in Öffnungen 44, die
unterhalb des Einbettungsbereichs 40 für den Bohrkopf 45 angeordnet sind.
Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Bohrwerkzeugs,
das gesamthaft mit dem Bezugszeichen 51 versehen ist, in Draufsicht. Das
Bohrwerkzeug 51 weist einen Schaft 52 auf, dessen Querschnitt von der Kreisform
abweicht. Der als Einbettungsabschnitt für den Bohrkopf 55 dienende Vorderabschnitt
50 des Schafts 52 ist mit Einbuchtungen versehen. Die Einbuchtungen sind derart
angeordnet, daß der mit drei Schneiden 56 versehene Bohrkopf 55 eine möglichst
große Lötfläche vorfindet. Daraus ergibt sich für den Einbettungsabschnitt 50 eine im
wesentlichen polygonartige Außenkontur. Die Schlitze 59 zur Aufnahme des Bohrkopfs
55 sind derart angeordnet, daß sie zur Mantelfläche des Einbettungsabschnitts 50 in
einem Winkel von etwa 90° ± 10° verlaufen. Mündungsöffnungen 54 im Mantel des
Schafts 52 stehen in Verbindung mit der Durchgangsbohrung 53. Dabei ist jeder
Schneide 56 des Bohrkopfs 55 eine Mündungsöffnung 54 zugeordnet. Die Anordnung
der Mündungsöffnungen ist derart, daß der Winkelabstand zwischen der in Drehrichtung
nacheilenden Schneide 56 und der vorauseilenden Mündungsöffnung kleiner ist als 90°.
Wie insbesondere aus den Draufsichten in Fig. 3, 4 und 7 ersichtlich ist, sind die die
Schneiden 16, 26, 56 tragenden Abschnitte des Bohrkopfes 15, 25, 55 in Schlitzen 19,
29, 59 gelagert, die jeweils in einem Winkelabstand α von vorzugsweise 90° bis 180°
voneinander am Vorderende des Schaftes 12, 22, 52 angeordnet sind. Aus allen
Darstellungen ist ersichtlich, daß die Mündungsöffnungen 10, 14, 24, 34, 44, 54 jeweils
eine kleinere Querschnittsfläche aufweisen als die Durchgangsbohrung 3, 13, 23, 33, 43,
53. Mit Vorteil betragen die Querschnittsflächen der Mündungsöffnungen 10, 14, 24, 34,
44, 54 etwa 30% bis 70% der Querschnittsfläche der Durchgangsbohrung 3, 13, 23, 33,
43, 53. Im Fall mehrerer Mündungsöffnungen ist die Summe, ihrer Querschnittsflächen
vorzugsweise kleiner als Querschnittsfläche der Durchgangsbohrung. In den
dargestellten Ausführungsbeispielen sind jeweils etwa kreisförmige
Durchgangsbohrungen 3, 13, 23, 33, 43, 53 dargestellt. Es versteht, sich, daß in einer
alternativen Ausführungsvariante der Querschnitt der Durchgangsbohrung des
hülsenförmigen Schaftes auch von der Kreisform abweichen kann, falls es für die
bessere Einbettung des Bohrkopfes erforderlich ist. Beispielsweise könnte er elliptisch
sein oder auch die Form eines Polygons aufweisen. Auch ist es für die Durchführung der
Erfindung nicht wesentlich, daß der hülsenförmige Schaft eine kreisförmige
Außenkontur aufweist. Der Schaft könnte beispielsweise auch elliptisch sein oder, wie in
Fig. 7 angedeutet ist, die Form eines Dreiecks mit gekrümmten Seitenlinien besitzen
oder auch die Form eines regelmäßigen Sechseckes aufweisen.
Das erfindungsgemäße Bohrwerkzeug 1 ist in Fig. 1 anhand eines mit dem Schaft
verlöteten Anschlußteils 4 mit Einsteckende 5 erläutert worden. Das Anschlußteil 4
kann beispielsweise auch durch Reibschweißen mit dem Schaft 2 verbunden sein. Es
versteht sich, daß das Einsteckende beispielsweise auch direkt am hülsenförmigen
Schaft ausgebildet sein kann. In diesem Fall ist eine modifizierte Werkzeugaufnahme mit
integrierter Absaugeinrichtung erforderlich. Das erfindungsgemäße Bohrwerkzeug ist in
seiner Anwendung als Saugbohrer beschrieben wurde. Es versteht sich, daß das
geschilderte Bohrwerkzeug auch im umgekehrten Betrieb einsetzbar ist. Beispielsweise
kann die Duchgangsbohrung mit ihren Mündungen auch für die Spülung einer Bohrung
mit Luft oder einer Spülflüssigkeit verwendet werden.
Claims (12)
1. Bohrwerkzeug zur Erstellung von Bohrlöchern in Gestein, Beton, Mauerwerk und
dergleichen, mit einem hülsenförmigen Schaft (2; 12; 22; 32; 42; 52), der eine
axial verlaufende Durchgangsbohrung (3; 13; 23; 33; 43; 53) besitzt, die an den
Endabschnitten des Schafts in Öffnungen (7, 10; 14; 24; 34; 44; 54) mündet, an
seinem einen Längsende mit einem Einsteckende (5) für den Anschluß an ein
Bohrgerät (M) ausgestattet ist und am gegenüberliegenden freien Vorderende
einen Schneiden (9; 16; 26; 36; 46; 56) aufweisenden Bohrkopf (8; 15; 25; 35;
45; 55) aus Schneidwerkstoff trägt, der in wenigstens einem, vorzugsweise etwa
radial verlaufenden Schlitz (19; 29; 49; 59) im freien Vorderende des Schafts (2;
12; 22; 32; 42; 52) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Schaft
(2; 12; 22; 32; 42; 52) eingebettete Abschnitt des Bohrkopfs (8; 15; 25; 35; 45;
55) über einen wesentlichen Teil seines Umfangs in flächiger Anlage zum
Material des Schafts ist und fest mit dem Schaftmaterial verbunden ist.
2. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Schaft
(2; 12; 22; 32) eingebettete Abschnitt des Bohrkopfs (8; 15; 25; 35) über einen
Großteil seines Umfangs eine Außenkontur (17; 27; 37) aufweist, die
weitgehend der Kontur der Innenwandung (18; 28; 38) des hülsenförmigen
Schaftes (2; 12; 22; 32) entspricht und flächig an der Innenwandung (18; 28; 38)
anliegt.
3. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens eine Mündungsöffnung (10; 14; 24; 34; 44; 54) der
Durchgangsbohrung (3; 13; 23; 33; 43; 53) gegenüber den Schneiden (9; 16; 26;
36; 46; 56) des Bohrkopfs (8; 15; 25; 35; 45; 55) zurückgesetzt ist und
vorzugsweise im wesentlichen in Richtung des Mantels des Schafts (2; 12; 22;
32; 42; 52) orientiert ist.
4. Bohrwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Durchgangsbohrung (3) des Schafts (2) mit wenigstens einer Öffnung (10) in
Verbindung steht, die von der Mündung eines im Bohrkopf (8) vorgesehenen,
gegenüber der Durchgangsbohrung (3) vorzugsweise in einem Winkel von 10° bis
70° geneigt verlaufenden Kopfkanals gebildet ist.
5. Bohrwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Durchgangsbohrung (23; 33) des hülsenförmigen Schaftes (22; 32) in wenigstens
einer Öffnung (24; 34) mündet, die vom Bohrkopf (25; 35) und der Innenwandung
(28; 38) des Schaftes (22; 32) begrenzt wird und durch eine Materialaussparung
am vorderen Längsende des Schafts (22; 32) und/oder am Bohrkopf (25; 35)
gebildet ist.
6. Bohrwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine
Mündungsöffnung (14; 44; 54) der Durchgangsbohrung (13; 43; 53) als Bohrung
im Mantel des vorderen Schaftabschnitts ausgebildet ist.
7. Bohrwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Mündungsöffnung (10; 14; 24; 34; 44;
54) oder Durchgangsbohrung (3; 13; 23; 33; 43; 53) eine Querschnittsfläche
aufweist, die kleiner ist als die Querschnittsfläche der Durchgangsbohrung (3; 13;
23; 33; 43; 53) und vorzugsweise 30% bis 70% der Querschnittsfläche der
Durchgangsbohrung (3; 13; 23; 33; 43; 53) beträgt.
8. Bohrwerkzeug nach einem der vorangehenden Anspruch, dadurch
gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrung (53) wenigstens im
Einbettungsbereich (50) für den Bohrkopf (55) einen von der Kreisform
abweichenden Querschnitt aufweist.
9. Bohrwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der hülsenförmige Schaft (52) wenigstens im
Einbettungsbereich (50) für den Bohrkopf (55) eine von der Kreisform
abweichende Außenkontur aufweist.
10. Bohrwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorderabschnitt (40) des hülsenförmigen Schafts (42),
insbesondere im Einbettungsbereich für den Bohrkopf (45), im wesentlichen voll
ausgebildet ist und vorzugsweise eine kleinere Querschnittsfläche aufweist als
der angrenzende Abschnitt des Schafts (42).
11. Bohrwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bohrkopf (8; 15; 25; 35; 55) in wenigstens zwei,
vorzugsweise etwa radial verlaufenden Schlitzen (19; 29; 59) geführt ist, die einen
kleinsten Winkelabstand (α) von 90° bis 180° voneinander aufweisen.
12. Bohrwerkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrkopf
(55) in drei etwa radial verlaufenden Schlitzen (59) geführt ist, die bei einer im
wesentlichen polygonartigen Außenkontur des vorderen Schaftabschnitts (50)
unter einem Winkel von etwa 90° ± 10° zur Mantelfläche des Vorderabschnitts
(50) verlaufen.
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