DE1906261B - Stranggießkokille - Google Patents
StranggießkokilleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stranggießkokille mit rechteckigem Querschnitt, deren Innenwandflächen
unterhalb des Sehmelzspiegels mit Rillen versehen sind, die mit einer Kühlmittelquclle in Verbindung
Stehen.
Bei diesen gekannten Kokillen wird in die Rillen überhitzter Dampf geleitet, i-m die Wärme von den
Seitenflächen des Stranges abzuführen, so daß die KrustenHldung beschleunigt \v d. Mit dieser Kokille
ist es jedoch nicht möglich, die Wärmeableitung über den Kokillenquerschnitt zu regeln, so daß die Erstarrung
an den Strangkanten wesentlich schneller als ■n den Seitenflächen erfolgt, wodurch häufig fehlerhafte
Stränge erhalten wurden.
Aus der deutschen Patentanmeldung E 921 VIa/
31 c ist bekannt, Teile einer Kühlkokille zu heizen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer derartigen Strangkühlung gleichmäßigere Erstarrungsbedingungen
für den Strang zu erhalten und damit die Erzeugung von Strängen gleichmäßigerer Qualität und Beschaffenheit bei verringertem Ausschuß
zu ermöglichen.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß unterhalb des Sehmelzspiegels zwischen den
Wänden an den Kokillenecken Spalte vorgesehen sind, die von wärmedämmenden Wandplatten begrenzt
sind und daß die in diesem Bereich die Wände bildenden Wandplatten unter Bildung von seitlichen
Dirhtkanten nur in ihrem Mittelteil als vertikale Rinnen
ausgebildete Rillen aufweisen.
Vorzugsweise sind iin der Außenseite der wiirmediimmenden
Wandplatten Heizkörper angeordnet.
Die in den erl'indungsgemäßen Kokillen erzeugten Siränue weisen eine wesentlich verbesserte undgleichmäßigere
Qualität auf.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand eines Auüführiingsbeispiels unter bezug auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fi g. I eine Seitenansicht der Kokille,
ίο F i g. 2 einen Schnitt nach H-Il der Flg. 1,
ίο F i g. 2 einen Schnitt nach H-Il der Flg. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach HI-III der Fig. 1.
Die erfindungsgemäße Kokille weist im Innern einen rechteckigen Querschnitt auf und besteht aus
gekühlten Kupferwänden 1 (Fig. 1), welche im Unterteil an den Ecken Spalte 4 begrenzende Kanten
2 aufweisen, die an benachbarten Wänden 1 300 bis 500 mm unter dem Spiegel des in der Kokille
befindlichen flüssigen Metalls einander gegenüberstellend angeordnet sind. Die durch die Kanten 2
so begrenzten Spalte 4 an den Ecken sind in ihrer ganzen
Höhe durch wärmedämmende Wandplatten 3 (Fig. 3), insbesondere durch metallische oder keramische
Platten, abgedeckt.
An der Außenseite der Wandplatten 3 können Heizkörper 6 angeordnet werden, deren Wärme von
den Wandplatten 3 auf die Kanten des gestrichelt dargestellten Strai.ges 5 gestrahlt wird.
An der Innenseite der Wände 1 befinden sich parallele, als vertikale Rinnen 7 (F i g. 2 und 3) ausgebildete
Rillen, die unterhalb des Spiegels des in die Kokille eingegossenen flüssigen Metalls angeordnet
sind, und über Gänge 8 miteinander und über öffnungen 9 mit der (nicht abgebildeten) Quelle des aus
überhitztem Dampf bestehenden Kühlmittels verbunden sind. Der Dampf wird in die Rinnen 7 geleitet,
um Wärme von den Seiten des geformten Stranges 5 abzuführen.
Die Rinnen 7 beginnen in dem Teil der Kokille, in
dem die Kruste des Stranges 5 schon eine ausreichende Festigkeit besitzt. Die Rinnen 7 sind nur
im Mittelteil der Wände 1. und zwar so angeordnet, daß zwischen den äußersten Rinnen 7 und der Wandplatten
3 ein flacher Abschnitt 10 der Wand 1 als seitliche Dicntkante verbleibt. Die Rinnen 7 sind nur
im Mittelteil der Wände 1 angeordnet, damit kein Dampf ir. den Spalt 4 zwischen den Wandplatten 3
und dem Strang 5 gelangt und die Wärmeableitung an den Strangkanten beeinflußt.
Während des Gießens kann durch eine Änderung der Intensität, mit der die Fcken des Stranges 5 erwärmt
werden und der Dampfmenge, die in die Rinnen 7 geleitet wird, die Wärmeableitung von den
Oberflächen des geformten Stranges 5 in einem Bereich geregelt werden, der zum Bilden einer Kruste
mit allseitig gleicher Dicke erforderlich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Stranggießkokille mit rechteckigem Querschnitt, deren Innenwandflachen unterhalb des
Sehmelzspiegels mit Rillen versehen sind, die mit einer Kühlmitlclquelle in Verbindung stehen, dadurch g e k e η η ζ e i c h net, daß unterhalb
des Sehmelzspiegels zwischen den Wänden (I) an den Kokillenecken Spalte (4) vorgesehen sind, die
von wärmedämmenden Wandplatten (3) begrenzt sind und daß die in diesem Bereich die Wände
(V) bildenden Wandplatten unter Bildung von seitlichen Dichtkanten nur in ihrem Mittelteil als
vertikale Rinnen (7) ausgebildete Rillen aufweisen.
2. Stranggießkokille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite der
wärmedämmenden Wandplatten (3) Heizkörper (6) ange.'rdnet sind.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0094688A1 (de) * | 1982-05-19 | 1983-11-23 | Japan Casting & Forging Corporation | Verfahren zur Herstellung eines Stahlgussstückes |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0094688A1 (de) * | 1982-05-19 | 1983-11-23 | Japan Casting & Forging Corporation | Verfahren zur Herstellung eines Stahlgussstückes |
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