DE1625836C - Hydrodynamische Bremse - Google Patents
Hydrodynamische BremseInfo
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- DE1625836C DE1625836C DE1625836C DE 1625836 C DE1625836 C DE 1625836C DE 1625836 C DE1625836 C DE 1625836C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydrodynamische Bremse mit gegen die Achsrichtung mit der
Vorderkante in Bewegungsrichtung nach vorn schräggestellten Schaufeln des Läuferrades und in der gleichen
Richtung schräggestellten Statorschaufeln.
Es ist bekannt, durch Schrägstellen der Schaufeln gegen die Achsrichtung das übertragbare Drehmoment
sowohl in Bremsen wie in Kupplungen für eine Drehrichtung zu erhöhen. Die Erfinder haben
jedoch erkannt, daß für Bremsen damit noch nicht • alle Maßnahmen getroffen worden sind. Sie haben
sich die Aufgabe gestellt, bei gleichen Außenabmessungen und annähernd gleichem Gewicht von Bremsen
der eingangs erwähnten Art eine Erhöhung des erhältlichen Bremsmoments zu bewerkstelligen, und
schlagen vor, daß die Vorderkanten der Schaufeln wenigstens auf der Eintrittsseite und vorzugsweise
nur auf der Schaufelsaugseite messerartige Anschärfungen aufweisen, wobei der möglichst klein zu haltende
Winkel zwischen Saug- und Druckseite der Schaufeln vorzugsweise etwa 10° beträgt.
Zwar ist es bei sogenannten mit Blechschaufeln bestückten Trilokwandlern bekannt, die Schaufeleintrittskanten
auf einen Winkel zwischen 5 und 30° anzuschärfen (USA.-Patentschrift 3184 833). Diese
Maßnahme bringt aber, wie der Veröffentlichung ebenfalls zu entnehmen ist, keine Steigerung der spezifischen
Leistungsaufnahme des Wandlers im Anfahrpunkt, so daß von daher gesehen eine Schaufelkantenanschärfung
auch bei hydrodynamischen Bremsen als abwegig erscheinen mußte.
Über die optimale Schrägstellung der Schaufeln finden sich in der Literatur verschiedene Angaben.
Gemäß einer Veröffentlichung (Automobil-Industrie, 2 [1960] Nr. 8, S. 53/83) soll das Optimum der
Schaufelschrägstellung für Bremsen etwas oberhalb 60° liegen. Nach einer anderen Veröffentlichung
(deutsches Patent 1137 576) ist ein Winkel von 45° zwischen der Schaufelebene und der Achsrichtung
vorgesehen. Die Erfinder haben jedoch erkannt, daß bei der erfindungsgemäßen . Schaufelausbildung das
Optimum der Schrägstellung bei 50° liegt.
Eine weitere Bremskraftsteigerung kann mit einer zusätzlich radialen Schrägstellung zu erzielen sein. In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden pro Schaufelrad 18 bis 27 Schaufeln vorgesehen; dabei
sollen die kleinen Schaufelzahlen für Bremsen kleiner Außenabmessungen (etwa 200 mm Außendurchmesser)
gelten und die höheren Anzahlen für größere Typen. Der Rotor wird vorteilhafterweise mit einer
bis zwei Schaufeln mehr bestückt. Freilich sind Bremsen mit allen möglichen Schaufelzahlen an sich zwar
bekannt, jedoch haben die Erfinder erkannt, daß die angegebenen Schaufelzahlen im Verein mit den
schräggestellten, angeschärften Schaufeln ein Optimum im Hinblick auf die Bremswirkung darstellen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäß
ausgebildete Bremse,
Fig. 2 die Abwicklung eines Zylinderschnitts durch die Schaufeln der Bremse,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Bremse entlang der Teilfuge zwischen Rotor und Stator mit
Blick auf den Stator mit 20 Schaufeln,
F i g. 4 ein vergrößertes Detail aus F i g. 2.
Der Querschnitt der Bremse in Fig. 1 zeigt den Rotor 1 mit Rotorwelle 2, die im Stator, der aus dem
eigentlichen Statorschaufelrad 3 und der Statorschale 4 besteht, gelagert ist. Der Stator ist am Außenumfang
an den Flansch 5 eines stillstehenden Gehäuses angeflanscht. Arbeitsflüssigkeit wird der hydrodynamischen
Bremse über die Zulaufleitung 6 in der Nähe der Nabe zu- und über die am Außenumfang
angeordnete Ringkammer 8 und die daran anschließende Ablaufleitung 7 abgeführt. Der Rotor bewegt
sich in der Richtung des angegebenen Pfeiles 14. Die
ίο Zuführung der Arbeitsflüssigkeit kann aber auch an
anderer Stelle durch spezielle Füllschaufeln oder Kanäle in den Raum zwischen Rotor- und Statorschaufeln
erfolgen.
Die im Zylinderschnitt der Fig. 2 im Querschnitt sichtbaren Rotorschaufeln 9 sind mit der Vorderkante
10 um 50° gegen die Achsrichtung in Bewegungsrichtung nach vorn schräggestellt. Die Statorschaufeln
11 sind in der gleichen Richtung schräggestellt.
Die Rotorschaufeln 9 wie auch die Statorschaufeln 11 weisen eine durch die Bewegungsrichtung des Rotors
festgelegte Saugseite 12 und eine Druckseite 13 auf. Die Schaufeln des Rotors und des Stators weisen
auf ihrer Saugseite 12 eine allmähliche Verjüngung zur Vorderkante 10 hin auf. Diese saugseitige Verjüngung
ist im Hinblick auf die Wirkung die günstigste. Die dadurch erreichte messerartige Anschärfung
der Schaufeln ist nicht nur im Bereich der Anströmung der Schaufel durch das Arbeitsmedium angebracht,
was auch schon eine Verbesserung im Sinne der Erfindungsaufgabe bringt, sondern die Vorderkante
ist auf der ganzen radialen Länge scharf.
Eine Verbesserung wird auch schon erzielt, wenn nur einige der Schaufeln, z. B. nur die Rotor- oder
die Statorschaufeln oder die halbe Anzahl aller Schaufeln, angeschärft werden. Die Verjüngung zur
Schaufelvorderkante erfolgt unter einem Winkel von annähernd 10°. Wünschenswert wären möglichst
spitzwinklige Anschärfungen, doch stellt der angegebene Wert mit Rücksicht auf die Fertigung und die
Haltbarkeit der Schaufeln einen. vernünftigen Kompromiß dar.
Der K-Wert, d. h. die spezifische Leistungsaufnahme der Bremse in PS, bezogen auf 100 Umdr./
Min. des Rotors und auf 1 m Arbeitsraumaußendurchmesser, kann durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen
gegenüber bekannten Bremsen der beschriebenen Art ganz beträchtlich gesteigert werden. K-Werte
von 300 bis 400 sind ohne weiteres erzielbar, solche von 800 wurden bereits gemessen. Nach Wissen des
Erfinders sind das bisher unerreichte Vergleichswerte.
Diese K-Wert-Steigerung kann bei vorgegebenen
Bremsleistungsbeträgen im Projektstadium einer Bremsanlage dazu ausgenutzt - werden, die Bremse
kleiner und leichter zu bauen. Insbesondere bei Fahrzeugen sind Platz- und Gewichtseinsparungen stets
willkommen. Vor allem aber wird durch die mit der Verkleinerung einhergehende Arbeitsraumreduzierung
eine Füllzeitverkürzung und somit eine geringere An-Sprechzeit der Bremse erreicht, was sich im Hinblick
auf die Verkehrssicherheit günstig auswirkt.
Für die Unteransprüche wird nur im Zusammenhang mit dem Hauptanspruch Schutz begehrt.
Claims (4)
1. Hydrodynamische Bremse mit gegen die Achsrichtung mit der Vorderkante in Bewegungsrichtung
nach vorn schräggestellten Schaufeln des
Läuferrades und in der gleichen Richtung schräggestellten Statorschaufeln, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorderkanten (10) der Schaufeln (9, 11) wenigstens auf der Eintrittsseite
und vorzugsweise nur auf der Schaufelsaugseite (12) messerartige Anschärfungen aufweisen, wobei
der möglichst klein zu haltende Winkel zwischen Saug- und Druckseite der Schaufeln vorzugsweise
etwa 10° beträgt.
2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln gegen die Achsrichtung
in einem Winkel von 50° geneigt sind.
3. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln zusätzlich in radialer
Richtung geneigt sind.
4. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schaufelrad 18 bis 27 Schaufeln
aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014213635A1 (de) | 2014-07-14 | 2016-01-14 | Zf Friedrichshafen Ag | Hydrodynamischer Retarder |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014213635A1 (de) | 2014-07-14 | 2016-01-14 | Zf Friedrichshafen Ag | Hydrodynamischer Retarder |
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