DE1300115B - Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dihydropyranyl-2-methylaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dihydropyranyl-2-methylaminen

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DE1300115B
DE1300115B DEI27425A DEI0027425A DE1300115B DE 1300115 B DE1300115 B DE 1300115B DE I27425 A DEI27425 A DE I27425A DE I0027425 A DEI0027425 A DE I0027425A DE 1300115 B DE1300115 B DE 1300115B
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DE
Germany
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hydrogen
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cobalt
catalyst
pressure
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Mawer Frank Clifford
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Imperial Chemical Industries Ltd
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    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D309/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom, not condensed with other rings
    • C07D309/16Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom, not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D309/20Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom, not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hydrogen atoms and substituted hydrocarbon radicals directly attached to ring carbon atoms

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Description

zu einem Alkohol und nicht die aminierende Reduktion.
Es wurde nun gefunden, daß man 3,4-Dihydropyranyl-2-methylamine der allgemeinen Formel
H2
2-Formyl-3,4-dihydropyran zur Reduktion des Pyran- ίο Diäthylamin, Dipropylamin, Di-n-butylamin, Methylrings führt, so daß ein Tetrahydropyranderivat und äthylamin, N-Methylanilin, N-Äthylanilin, N-Menicht ein Dihydropyranderivat gebildet wird. thyl-o-toluidin, N-Methyl-p-toluidin, N-Methyl-
Weiterhin wird in der belgischen Patentschrift m-toluidin, N-Äthyl-o-toluidin, N-Butylanilin, 633 117 die Reduktion von 2-Formyl-3,4-dihydro- p-Anisidin, Diphenylamin, Ν,Ν'-Dicyclohexylamin, pyran mit Wasserstoff in Gegenwart von Ammoniak 15 N - Methylcyclohexylamin, N - Methylbenzylamin, und verschiedenen Katalysatoren, wie Raney-Nickel, Piperidin, Pyrrolidin und Morpholin. beschrieben, wobei ein Produktgemisch erhalten Das als Ausgangsmaterial verwendete 2-Formyl-
wird, das hauptsächlich aus dem 2-Hydroxymethyl- 3,4-dihydropyran kann in bekannter Weise durch 3,4-dihydropyran und etwas 2-Aminomethyl-3,4-di- Dimerisation von Acrolein hergestellt werden und hydropyran besteht. Die Katalysatoren der belgischen 20 kann kleine Mengen eines Stabilisierungsmittels, Patentschrift 633 117 fördern die direkte Reduktion wie Oxalsäure und Eisen(III)-oxyd, enthalten.
Die Umsetzung wird zweckmäßigerweise in einem mit Wasserstoff unter Druck gesetzten verschlossenen Behälter ausgeführt.
25 Im allgemeinen wird das Verfahren so durchgeführt, daß man das 2-Formyl-3,4-dihydropyran, den Katalysator und das Amin in einen Druckbehälter einbringt, Wasserstoff einpumpt und dann den Druckbehälter bei der angegebenen Temperatur 30 und dem entsprechenden Druck erhitzt, wobei der
SCH2 — N Inhalt durch Rühren oder durch Drehen oder
\n Schütteln des Druckbehälters bewegt wird. Der
2 Druckbehälter ist so ausgebildet, daß weiterer
in der Ri und R2 ein Wasserstoffatom einen Alkyl-, Wasserstoff zugeführt werden kann, wenn dieses für Aryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylrest bedeuten oder 35 notwendig erachtet wird.
Ri und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom den Das Erhitzen wird fortgesetzt, bis der Wasserstoff-
Pyrrolidin-, Piperidin- oder Morpholinring dar- druck im Druckgefäß bei der angewendeten gestellen, durch Umsetzung von 2-Formyl-3,4-dihydro- gebenen Temperatur konstant bleibt, pyran mit einer Aminoverbindung der allgemeinen Der Druck, unter dem das Verfahren ausgeführt
Formel 40 wird, ist die Summe der Partialdrücke, die vom
/R1 Wasserstoff und dem betreffenden Amin und an-
deren flüchtigen Komponenten ausgeübt werden.
Die Temperatur und der Druck, bei denen das
^R2 Verfahren ausgeführt wird, können in den an-
45 gegebenen Grenzen variieren, wobei die Geschwindig-
in der Rj und R2 die oben angegebene Bedeutung keit der Reaktion in Gegenwart eines entsprechenden besitzt, in Gegenwart von Wasserstoff und einem
Nickel- oder Kobaltkatalysator bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck und gegebenenfalls
in Anwesenheit eines inerten organischen Lösungs- 50
mittels, dadurch erhält, daß man die Umsetzung mit
einem Katalysator aus metallischem Nickel oder
Kobalt, der aus Nickel- bzw. Kobaltoxyd durch
Reduktion mit Wasserstoff bei 300 bis 4500C oder
durch Sinterung von Nickel- bzw. Kobaltoxyd bei 55 können Benzol und Alkylbenzole, Tetrahydrofuran, einer Temperatur von 600 bis 1000°C und an- Cyclohexan und alkoholische Lösungsmittel, wie schließender Reduktion mit Wasserstoff bei 300 bis Methylalkohol, Äthylalkohol, Propylalkohol und 4500C oder aus Kobaltcarbonat durch Reduktion Butylalkohol, verwendet werden. Insbesondere Memit Wasserstoff bei 450 bis 5000C erhalten worden thylalkohol stellt ein wertvolles Lösungsmittel dar, ist, und bei einer Temperatur von 100 bis 1750C <*> das beispielsweise beim Arbeiten mit niedrigen und einem Wasserstoffpartialdruck von 10 bis 300 at Verhältnissen von dem betreffenden Amin zum durchführt. 2-Formyl-3,4-dihydropyran höhere Ausbeuten ergibt.
Der Reaktionsverlauf des erfindungsgemäßen Ver- Vorzugsweise wird ein Überschuß etwa entsprechen-
fahrens, bei dem in besonders wirksamer und selek- Amins über die theoretisch erforderliche Menge tiver Weise die aminierende Reduktion der Formyl- 65 verwendet.
gruppe zur Aminomethylgruppe stattfindet, ohne Wird Ammoniak verwendet, so wurde festgestellt,
daß die Doppelbindung im Dihydropyranring beein- daß die Ausbeute mit einer Erhöhung der Ammoniakflußt wird und eine Reduktion der Formylgruppe menge von 1 auf beispielsweise 6 Mol je Mol des
Katalysators weitgehend von diesen Größen abhängt.
Das Verfahren wird unter einem Wasserstoffpartialdruck von 10 bis höchstens 300 at ausgeführt.
Die Reaktion wird bei einer Temperatur von 100 bis 175"C, vorzugsweise bei 110 bis 1600C, durchgeführt.
Das Verfahren kann in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt werden. Als Lösungsmittel
3 4
2-Formyl-3,4-dihydropyrans rasch ansteigt. Es wird Verfahrensprodukte, die unter Verwendung von
vorzugsweise mehr als 5 MoI Ammoniak je Mol an Ammoniak oder einem entsprechenden Amin her-
dem Aldehyd bei Abwesenheit eines Lösungsmittels gestellt wurden, besitzen als Zwischenprodukte bei
verwendet. Wenn ein alkoholisches Lösungsmittel, der Herstellung von polymeren Produkten einen insbesondere Methylalkohol, verwendet wird, so 5 beträchtlichen Wert, da sie eine reaktionsfähige
kann die Ammoniakmenge verringert werden, bei- Aminogruppe und eine polymerisierbare und reak-
spielsweise können bei Methylalkohol als Lösungs- donsfahige ungesättigte Bindung im Pyranring auf-
mittel 2 Mol Ammoniak je Mol an dem Aldehyd weisen.
verwendet werden, wobei trotzdem eine hohe Aus- Die folgenden Beispiele erläutert das erfindungsbeute an dem gewünschten Verfahrensprodukt er- 10 gemäße Verfahren. Alle Teile und Prozentangaben halten wird. beziehen sich auf das Gewicht.
Bei Verwendung eines entsprechenden primären . · 1 1
oder sekundären Amins sind zur Erzielung guter e 1 s ρ 1 e
Ausbeuten sogar größere Mengen an Amin nützlich, In ein Bergius-Druckgefaß aus rostfreiem Stahl wie vorzugsweise 5 bis 20 Mol je Mol 2-Formyl- 15 mit einem Fassungsvermögen von 21 wird eine 3,4-dihydropyran. Suspension, die aus 200 Teilen 2-Formyl-3,4-dihydro-Der zu verwendende Katalysator aus metallischem pyran mit einem Gehalt von 0,05% Oxalsäure als Kobalt oder Nickel ist aus Kobalt- bzw. Nickel- Stabilisator und einem Kobaltmetallkatalysator, der oxyd durch Reduktion mit Wasserstoff bei 300 bis aus 22 Teilen Kobaltoxydpellets (6,35 χ 6,35 mm) 450 C oder durch Sinterung von Kobalt- bzw. 20 durch Sinterung bei 650 bis 70O0C und anschließen-Nickeloxyd bei einer Temperatur von 600 bis 10000C des Erhitzen bei Atmosphärendruck auf 325 C in und anschließender Reduktion mit Wasserstoff bei einem mit dem gleichen Volumen Stickstoff ver-300 bis 4500C hergestellt worden, wobei der in dünnten Wasserstoffstrom erhalten worden ist, bedieser Weise erhaltene Katalysator besonders brauch- steht, eingebracht, dann werden 200 Teile wasserbar ist. 25 freies flüssiges Ammoniak in das Druckgefäß ge-Ferner wird als metallischer Kobaltkatalysator ein geben, und dieses wird mit Wasserstoff bei Raumsolcher verwendet, der aus Kobaltkarbonat durch temperatur auf einen Druck von 150 at gebracht. Reduktion mit Wasserstoff bei 450 bis 500°C Das Druckgefäß wird dann unter horizontalem erhalten worden ist. Drehen 1 Stunde auf 130 bis 135°C erhitzt, während-Der Katalysator kann auf einem der vielen be- 30 dessen der Druck auf ungefähr 230 at steigt. Das kannten Katalysatorträger, wie Kieselgur, Silicium- Erhitzen bei dieser Temperatur wird 3 Stunden dioxyd, keramischen Stoffen oder gesintertem Alu- fortgesetzt, dann wird das Druckgefäß auf Raumminiumoxyd, aufgebracht sein. temperatur abkühlen gelassen und der Überschuß Der betreffende Kobaltkatalysator ist wirksamer an Wasserstoff und Ammoniak entfernt. Der Katalyals der Nickelkatalysator, da weniger polymeres 35 sator wird abfiltriert. Es werden 182 Teile einer Nebenprodukt gebildet wird, so daß ersterer bevor- klaren rötlichbraunen Flüssigkeit erhalten, die bei zugt verwendet wird. 2,5 bis 3 mm durch eine Fraktionierkolonne Gebrauchte Katalysatoren können durch Erhitzen (25,4 χ 2,5 cm), die mit Stahlnetzringen aus rostin Luft auf 400 C und Wiederreduktion in der an- freiem Material bepackt ist, fraktioniert destilliert gegebenen Weise reaktiviert werden. 40 wird. Hierbei werden 22 Teile eines Vorlaufs, eine Die Menge des Katalysators kann beträchtlich Hauptfraktion von 133,5 Teilen einer farblosen Flüsvariieren, und sie beeinflußt die Reaktionsgeschwin- sigkeit mit einem Siedepunkt von 34 bis 35 3C digkeit. Ein Kobaltkatalysator mit geringer Ober- (unkorridiert) bei 2,5 bis 2,7 mm Druck und 11 Teile fläche, der wie oben angegeben durch Sinterung eines hochsiedenden Rückstands erhalten. Weitere und anschließende Reduktion hergestellt worden ist, 45 12,5 Teile einer unreinen Hauptfraktion (verunreinigt kann in einer Menge von ungefähr !0 Gewichts- mit Rückstand) können durch Auswaschen der prozent, bezogen auf das 2-Formyl-3,4-dihydropyran, Kolonne und des Kolonnenkopfes mit Aceton und verwendet werden, während bei einem Katalysator Abdampfen des Acetons erhalten werden,
mit größerer Oberfläche l°/0 Katalysator zufrieden- Die Hauptfraktion besteht aus 3,4-Dihydropyranstellend sein kann, insbesondere wenn der Kataly- 50 2-methylamin.
sator in Pulverform vorliegt, wie im Falle von Kobalt- Das Äquivalentgewicht der Verbindung, bestimmt
metall auf Kieselgur. durch Titration mit Standardsäure, beträgt 115,9
Das Verfahren kann absatzweise oder konti- (Theorie 113), und das Molekulargewicht, berechnet
nuierlich durchgeführt werden. Bei kontinuierlicher vom Jodwert, ist bei Annahme einer C = C-Bindung
Arbeitsweise fließt beispielsweise ein Gemisch aus 55 je Molekül 117,5 (Theorie 113).
2-Formyl-3,4-dihydropyran, dem betreffenden Amin Das Infrarotspektrum der Verbindung zeigte
und Wasserstoff durch ein röhrenförmiges Reaktions- Absorptionsspitzen bei 2,95 bis 3,05 μ und 6,25 μ.
gefäß, das mit dem Katalysator beschichtet ist, wodurch NHs-Gruppen angezeigt werden, bei 3,25 μ,
worauf das Reaktionsprodukt einem Reinigungsver- wodurch olifinische CH-Gruppen angezeigt werden,
fahren unterzogen wird. 60 bei 6,!Ou, wodurch C = C-Gruppen angezeigt
Das Reaktionsprodukt kann, ob es nun in absatz- werden, und bei 9,4 u, wodurch Athergruppen
weise oder kontinuierlicher Weise hergestellt wurde, angezeigt werden,
nach der Abtrennung des Katalysators durch Destil- Beispiel ~>
lation gereinigt werden.
Die Verfahrensprodukte können als chemische 65 20 Teile eines Kobaltmetallkatalysators, der aus
Zwischenprodukte für die Herstellung von Ver- Kobaltcarbonat, das auf Kieselgur aufgebracht war,
bindungen mit Dihydropyranringen verwendet wer- durch Reduktion mit Wasserstau oei 450 bis 500 C
den. erhalten worden ist und der einen Gehalt von
35 bis 40°/o Kobalt aufwies, in 100 Teilen Tetrahydrofuran sowie 200 Teile 2-Formyl-3,4-dihydropyran und 200 Teile flüssiges Ammoniak werden in ein Bergius-Druckgefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 2 1 gegeben, das dann bei Raumtemperatur mit Wasserstoff auf einen Druck von 150 at gebracht wird. Anschließend wird das Druckgefäß unter horizontalem Drehen ί Stunde auf 130 bis 135rC erhitzt. Das Erhitzen wird bei dieser Temperatur 3 Stunden fortgesetzt, worauf das Druckgefäß auf Raumtemperatur abkühlen gelassen und der Überschuß an Wasserstoff und Ammoniak entfernt wird. Der Katalysator wird abfiltriert und der Rückstand fraktioniert destilliert, wobei das 3,4-Dihydropyran-2-methylamin vom Kp.3.3 36 C in 65%iger Ausbeute der Theorie (bezogen auf das eingebrachte Acroleindirnere} erhalten wird.
Beispiel 3
Bei einer Wiederholung des Beispiels !, aber unter Verwendung von nur 100 Teilen Ammoniak an Stelle von 200 Teilen Ammoniak sowie 2G0 Teilen Acroleindimcres (2-Formyl-3,4-dihydropyran) wird das 3,4-Dihydropyran-2-methylamin in einer Ausbeute von ungefähr 55% der Theorie erhalten. Wenn jedoch noch 100 Teile Methanol dem Druckgefäß zugesetzt werden, beträgt die Ausbeute επ 3,4-Dihydropyran-2-methyIamin 75% der Theorie.
Beispiel 4
10 Teile eines Kobaltmetalikatalysators, der aus Kobahoxypellets (6,25 χ 6,25 mm) durch 4stündige Sinterung bei 650 bis 700cC gesintert und anschließendes Erhitzen bei Atmosphäiendruck auf 300 bis 35O°C in einem mit dem gleichen Volumen Stickstoff verdünnten Wasserstoffstrom erhalten worden ist und der nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur mit Tetrahydrofuran getränkt wurde, sowie 75 Teile Acroleindimeres, das Eisen(III)-oxyd als Stabilisator enthält, und 327 Teile n-Butylamin werden in ein Bergius-Druckgefäß aus rostfreiem Stahl mit einen! Fassungsvermögen von 21 gegeben, und das Druckgefäß wird bei Raumtemperatur mit Wasserstoff auf einen Druck von 150 at gebracht. Das Druckgefäß wird dann unter horizontalem Drehen 1 Stunde auf 130 bis 135°C erhitzt, währenddessen der Druck auf ungefähr 200 at steigt. Das Erhitzen wird bei dieser Temperatur 3 Stunden fortgesetzt, worauf das Druckgefäß auf Raumtemperatur abkühlen gdassen und der überschössige Wasserstoff entfernt wird.
Der Katalysator wird abfiltriert, und das rötlichbraune klare flüssige Produkt wird fraktioniert destilliert. Zu Beginn wird dabei unter atmosphärischem Druck gearbeitet, um nicht umgesetztes überschüssiges Bulylamin zu entfernen, worauf der Druck stufenweise vermindert wird. Beim Kp.i.« 67 bis 71CC wird das 3,4-Dihydropyran-2-N-butylmelhylamiH als farblose Flüssigkeit in einer Ausbeute von 23% der Theorie, bezogen auf das Acroleindimere, erhalten. V/erden 540 Teil'* n-Butylamm eingesetzt, so wird eine Ausbeute von 50% erhalten.
Beispiel 5
66 Teile Acroleindimeres, das Eisen(HI)-oxyd als Stabilisator enthält, 60 Teile Cyclohexanon und 80 Teile Benzol werden in einem Dean-Siark-Apparat auf RückfiuS gebracht, wobei mit dem Benzol das bei der Reaktion des Acroleindimeren mit dem Cyclohexylamin sich bildende Wasser azeotrop entfernt wird. Das Produkt, das noch den Hauptteil des Benzols enthält, wird in ein Bergius-Druckgefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 21 zusammen mit 350 Teilen Cyclohexylamin und 10 Teilen eines Kobaltmetallkatalysators, der gemäß Beispiel 4 hergestellt worden ist, eingebracht. Das Druckgefäß wird bei Raumtemperatur mit Wasserstoff auf einen Druck von 150 at gebracht und dann
ic unter horizontalem Drehen 35 Minuten auf 130 bis 135°C erhitzt, Das Erhitzen wird Vk Stunden fortgesetzt, worauf das Druckgefäß auf Raumtemperatur abkühlen gelassen und der überschüssige Wasserstoff entfernt wird. Der Katalysator wird abfiltriert, und
is das Filtrat wird fraktioniert destilliert. Zu Beginn wird unter einem Druck von 40 mm gearbeitet, um den nicht umgesetzten Cyclohexylaminüberschuß zu entfernen. Der Druck wird dann auf ungefähr 2 mm vermindert, worauf das S^Dihydropyran^-N-cyclo-
2c hexylmethylamin als farblose Flüssigkeit vom Kp.2 84 bis 900C übergeht. Die Ausbeute beträgt 55% der Theorie, bezogen auf das Acroleindimere.
Beispiel 6
A. Gasförmiges Dimethylamin wird unter Rühren in eineri Kolben eingeleitet, der 180 Teile Acroleindimeres (stabilisiert mit Eisen(III)-oxyd) enthält, bis 290 Teile Dimethylamin kondensiert sind, wobei der Kolben in einem durch periodische Zugabe von festem Kohlendioxyd auf ungefähr -300C gehaltenen Methanolbad gekühlt wird. Der Inhalt des Ke-lbens wird in ein vorgekühltes Bergius-Druckgefaß aus rostfreiem Stahl mit 21 Fassungsvermögen gebracht, und 20 Teile eines Kobaltmetallkatalysaiors, der gemäß Beispiel 4 hergestellt worden ist, werden zugegeben. Das Druckgefäß wird dann mit Wasserstoff auf einen Druck von 150 at gebracht und unter horizontalem Drehen 1 Stunde auf 130 bis 135°C erhitzt, währenddessen der Druck auf ungefähr 237 a't steigt. Das Erhitzen wird 31/?. Stunden fortgesetzt, worauf das Druckgefäß auf Raumtemperatur abkühlen gelassen und der Wasserstoffüberschuß zusammen mit einem großen Teil des überschüssigen Dimethylamine entfernt wird. Der Katalysator wird abfiftriert und das Fistrat fraktioniert destilliert. Das 3,4-Dihydropyjan-2-N,N-dimethylmethy!amin wird als farblose Flüssigkeit vom Kp.15 62 bis 63 0C in einer Ausbeute von 42% der Theorie, bezogen auf das Acroleindimere, erhalten.
B. Nach der unter A beschriebenen Weise, bei der ein Gemisch ans 5(K) Teilen Dimethylamin, 100 Teilen Acroleindimeres und 10 Teilen des Kobaltmetallkatalysaiors, bei Raumtemperatur mit Wasserstoff auf einen Druck von 150 at gebracht und das Ganze 7 Stunden bei 130° C umgesetzt wird, beträgt die Ausbeute an dem 3,4-Dihydropyranr2-N,N-dimethylmethylamin 75% der Theorie (bezogen auf das eingebrachte Acroleindimere) bei einer geschätzten Umwandlung von mindestens 90%.
Beispiel 7
10 Teile eises Kobaltmetallkatalysators, der gemäß Beispiel 1. hergestellt und mit Pyrrolidin getränkt worden ist, 112 Teile Acroleindimeres, das Eisen(III)-oxyd als Stabilisator enthält, und 466 Teile Pyrrolidin werden in ein Bergius-Druckgefäß aus rostfreiem Stab! mit einem Fassungsvermögen von 21 eingebracht, worauf das Druckgefäß mit Wasserstoff
bei Raumtemperatur unter einen Druck von 150 at gesetzt wird. Das Druckgefäß wird unter horizontalem Drehen 1 Stunde auf 130 bis 135°C erhitzt, währenddessen der Druck auf ungefähr 200 at ansteigt. Das Erhitzen wird 6 Stunden fortgesetzt, worauf das Gefäß auf Raumtemperatur abkühlen und der überschüssige Wasserstoffdruck abgelassen wird. Der Katalysator wird abfiltriert, und das flüssige Produkt wird fraktioniert destilliert. Anfangs wird bei atmosphärischem Druck gearbeitet, um nicht umgesetztes überschüssiges Pyrrolidin zu entfernen. Der Druck wird dann stufenweise vermindert. Das 3,4-Dihydropyran-2-N-pyrrolidinomethylamin geht als farblose Flüssigkeit beim Kp.3,1 450C über. Die Ausbeute beträgt 62% der Theorie, bezogen auf eingesetztes Acroleindimeres.
Beispiel 8
10 Teile eines 30% Nickelmetall enthaltenden Katalysators, der durch Reduktion von auf Silicagel aufgebrachtem Nickeloxyd mit Wasserstoff bei 400° C hergestellt worden ist und eine Teilchengröße im Bereich von 76 bis 500 μ aufweist, 400 Teile Acroleindimeres, 320 Teile wasserfreies Methanol und 400 Teile wasserfreies Ammoniak werden in einen 41 fassenden Schüttelautoklav aus rostfreiem Stahl eingebracht, der dann mit Wasserstoff auf einen Druck von 160 at gebracht wird. Der Autoklav wird in Bewegung gesetzt und 1 Stunde auf 1200C erhitzt, währenddessen der Druck auf ungefähr 215 at steigt. Das Erhitzen bei dieser Temperatur wird 11 Stunden fortgesetzt, worauf der Autoklav auf Raumtemperatur abkühlen gelassen und der Wasserstoffüberschuß entfernt wird. Die Reaktion ist nach 6 Stunden bei 120°C beendet. Der Katalysator wird abfiltriert, und das Filtrat wird, wie im Beispiel 1 beschrieben, fraktioniert destilliert. Die Ausbeute an 3,4-Dihydropyran-2-methylamin beträgt 77% der Theorie, bezogen auf Acroleindimeres. Die Um-Wandlung beträgt 86 bis 87%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydropyranyl-2-methylaminen der allgemeinen Formel
    H2
    υ XCH, —N
    in der Ri und Ro ein Wasserstoffatom, einen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylrest bedeuten oder Ri und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom den Pyrrolidin-, Piperidin- oder Morpholinring darstellen, durch Umsetzung von 2-Formyl-3,4-dihydropyran mit einer Aminoverbindung der allgemeinen Formel
    HN
    in der Ri und R2 die oben angegebene Bedeutung besitzt, in Gegenwart von Wasserstoff und einem Nickel- oder Kobaltkatalysator bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck und gegebenenfalls in Anwesenheit eines inerten organischen Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit einem Katalysator aus metallischem Nickel oder Kobalt, der aus Nickel- bzw. Kobaltoxyd durch Reduktion mit Wasserstoff bei 300 bis 450C oder durch Sinterung von Nickel- bzw. Kobaltoxyd bei einer Temperatur von 600 bis 100O0C und anschließender Reduktion mit Wasserstoff bei 300 bis 45O0C oder aus Kobaltcarbonat durch Reduktion mit Wasserstoff bei 450 bis 5000C erhalten worden ist, und bei einer Temperatur von 100 bis 175° C und einem Wasserstoffpartialdruck von 10 bis 300 at durchführt.
    909 531/393
DEI27425A 1964-01-29 1965-01-29 Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dihydropyranyl-2-methylaminen Pending DE1300115B (de)

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GB2965964 1964-07-23
GB191365 1965-01-15

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DK109871C (da) 1968-07-22
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