DE1297422B - - Google Patents

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DE1297422B
DE1297422B DE19661297422 DE1297422A DE1297422B DE 1297422 B DE1297422 B DE 1297422B DE 19661297422 DE19661297422 DE 19661297422 DE 1297422 A DE1297422 A DE 1297422A DE 1297422 B DE1297422 B DE 1297422B
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  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen geschlitzten Kolbenring für Verbrennungsmotoren, der durch Pressen, Sintern und Nachverdichten eines Metallpulvers mit einheitlicher Zusammensetzung, insbesondere eines Eisenpulvers mit Zusätzen von Graphit und Blei, sowie anderen Schwermetallen bis zu mehreren Prozent hergestellt ist und der längs seines Umfangs einen unveränderten Querschnitt hat.
  • Es ist bekannt, Kolbenringe auf pulvermetallurgischem Wege in der Weise herzustellen, daß das Metallpulver zunächst gepreßt, alsdann gesintert und darauf entweder kalt oder heiß nachverdichtet wird. Die Nachverdichtung kann dabei in einem solchen Maße erfolgen, daß die Porosität des bereits gesinterten Werkstückes beträchtlich herabgesetzt, die scheinbare Dichte des Körpers also erheblich erhöht wird. Die weiteren Verfahrensschritte, denen der-zunächst geschlossen hergestellte Ring 'unterworfen wird, bestehen darin, ihn aufzuschneiden, alsdann fertigzubearbeiten und bestimmten Vergütungsbehandlungen zu unterwerfen.
  • Ferner sind Kolbenringe aus Sintermaterial bekannt, bei denen vorzugsweise metallische Sinterstoffe derart verteilt werden, daß an den mechanisch und thermisch am höchsten beanspruchten Stellen Anhäufungen oder Schichtungen an Zusatzstoffen vorhanden sind. Es soll z. B. an höher beanspruchten Stellen des Ringes Metallpulver aus Chrom, Nickel oder Vanadin dem Eisenpulver zugesetzt werden, um so einzelnen Stellen des Ringes bestimmte Eigenschaften zu erteilen.
  • Durch die deutsche Patentschrift 100 613. ist auch ein Dichtungsring für Kolben bekannt, der zur Erhöhung der Tangentialspannung auf der äußeren oder inneren Fläche, je nach dem der Ring nach innen oder außen federn soll, durch Hämmern oder Walzen verdichtet ist, und zwar an der seinen Enden gegenüberliegenden Stelle am stärksten und von dort nach den Enden zu abnehmend.
  • Obwohl in dieser Druckschrift vom »Verdichten des Ringes« die Rede ist, kann nicht abgeleitet werden, daß es sich dabei um eine Verdichtung im Sinne der Erfindung mit Erhöhung des spezifischen Gewichts handelt. Da eine Werkstoffangabe nicht vorhanden ist und auch auf Grund des Alters dieser Druckschrift nicht unterstellt werden kann, daß es sich um einen Sinter- oder Graugußwerkstoff handelt, ist die »Verdichtung« nur im Sinne einer Kaltverfestigung zu verstehen.
  • Zur Erhöhung der Tangentialspannung hat man einen durch Pressen, Sintern und Nachverdichten hergestellten Kolbenring auch schon so ausgebildet, daß der Ring längs seines Umfangs unterschiedliche Werte der Dichte aufweist, beispielsweise indem man ihm an der dem Stoß gegenüberliegenden Stelle und in der Nähe des Stoßes eine höhere Dichte gegeben hat. Die Herstellung eines solchen Ringes erfolgt in der Weise, daß durch Pressen von Metallpulver zunächst ein Ring mit längs seines Umfangs zonenweise unterschiedlichem Querschnitt hergestellt wird und daß man den Ring dann sintert und erst beim Nachverdichten auf einen über den Umfang gleichen Querschnitt bringt. Derartige Ringe haben sich an sich in der Praxis bewährt, jedoch hat es sich als erforderlich erwiesen, für bestimmte Anwendungsfälle, z. B. für den Einbau des Ringes in hochwertige Motoren od. dgl., die Tangentialspannung auf noch höhere Werte zu steigern. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen auf pulvermetallurgischem Wege hergestellten Kolbenring so auszubilden, daß man ihm eine Tangentialspannung aufgeben kann, die höher ist die der bekannten in dieser Weise hergestellten Kolbenringe.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch, daß der Ring an seinem inneren Umfang eine höhere Dichte hat als an seinem äußeren Umfang, wobei an jeder radialen Querschnittsebene die gleiche Dichte und Dichteverteilung vorliegt.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Dichte linear oder stufenweise vom äußeren zum inneren Umfang hin ansteigen; bei einer.bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Dichte vom inneren Umfang bis etwa zur Hälfte der radialen Breite des Ringes abnimmt und dann bis zum äußeren Umfang `gleichbleibt.
  • Der Kolbenring gemäß vorliegender Erfindung hat eine höhere Dichte an seinem inneren Umfang und ist an der äußeren Seite der Lauffläche porös. Durch die hohe Dichte an-der Innenseite ist es möglich, dem Ring eine Tangentialspannung zu geben, die doppelt so hoch ist wie bei den bekannten Ringen aus Grauguß, während der Charakter des porösen Sinterstahls mit seinen guten- Laufeigenschaften an der äußeren Seite erhalten bleibt. .. y Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Kolbenringes, das darin besteht, zunächst ein Metallpulvergemisch zu einem Ring vorzupressen, dessen eine Ringfläche von außen nach innen ansteigt, den so gefertigten Rohling zu sintern und derart zu verdichten, daß er über die gesamte Wandstärke die gleiche Höhe hat, und den Ring dann mit einem entsprechend ausgebildeten Stempel derart nachzuverdichten, daß er an seinem inneren Umfang eine geringere Höhe hat als an seinem äußeren Umfang, worauf man ihn auf die gleiche Sollhöhe schleift, trennt und in bekannter Weise thermisch spannt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird bei der Nachverdichtung nur die innere Zone des Ringes etwa bis zur halben radialen Breite verdichtet, während die äußere Zone keine Verdichtung erfährt und poröser bleibt.
  • Die Erfindung sieht ferner vor, mit einem Druck von 35 t vorzupressen, den Rohling bei einer Temperatur von 1080° C zu sintern, nach dem Sintern mit einem Druck von 100 t zu verpressen und mit einem Druck von 80 t nachzuverdichten.
  • Ein nach dem obigen Verfahren hergestellter geschlitzter Kolbenring kann erfindungsgemäß an seinem inneren Umfang eine Dichte von 7,5 g/cm3 haben, die zum Außenumfang auf 6,3 g/cm3 abfällt. Für die Unteransprüche, insbesondere die Verfahrensansprüche 5 bis 9, wird Patentschutz nur in Verbindung mit Anspruch 1 beansprucht.
  • In den F i g. 1 a bis 1 d der Zeichnung sind die einzelnen Fertigungsstufen des Ringes dargestellt. Es wird zunächst ein Ring mit dem Fertigdurchmesser in einer Preßform vorgepreßt, deren Unterstempel so ausgebildet ist, daß die untere Ringfläche 1 des Rohlings vom äußeren Umfang 2 zum inneren Umfang 3 in einem Winkel x von 15° ansteigt (F i g. 1 a). Bei der ersten Verdichtung, die nach dem Sintern erfolgt, erhält der Ring die auf F i g. 1 b dargestellte Form, bei der er über den gesamten radialen Querschnitt die gleiche Höhe hat. Die Nachverdichtung wird mit einer Form durchgeführt, deren Unterstempel nach innen steigend in einem Winkel von 15° angeschrägt ist, derart, daß der nachverdichtete Ring etwa von der Mitte seiner radialen Breite zu seinem äußeren Umfang 2 hin dicker wird. Der Winkel ß, den der geneigt verlaufende Abschnitt 4 der unteren Ringfläche 1 mit der senkrecht zur Ringachse liegenden Ebene bildet, soll ebenfalls etwa 15° betragen (vgl. F i g. 1 c). Durch die zweite Nachverdichtung ist die Dichte der Innenzone des Ringes gegenüber der Zone an seinem äußeren Umfang erhöht worden. Der Ring wird anschließend auf seine Sollhöhe h geschliffen (F i g. 1 d), mit einem Fräser von der Stärke der vorgesehenen Spaltbreite getrennt und dann thermisch gespannt. Nach dieser Behandlung ist der Ring einbaufertig.
  • Ausführungsbeispiel 18 g eines Pulvergemisches aus 1,2% Graphit, 3,0% Blei, 3,0% Nickel und 92,8% Eisenpulver wurden mit einem Preßdruck von 35 t zu einem Ring mit folgenden Abmessungen verpreßt:
    Außendurchmesser . . . . . . . . . . . . 85,5 mm
    Innendurchmesser . . . . . . . . . . . . 77,6 mm
    Höhe außen .................. 2,5 mm
    Höhe innen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3,5 mm
    Steigung nach innen . . ... ...... 15°
    Die Dichte des Ringes betrug 6,3 g/cm3, das Porenvolumen 12 bis 13 %.
  • Der Rohling wurde anschließend bei einer Temperatur von 1080° C 2 Stunden gesintert, danach betrug das Ringgewicht 17,9 g. Zur stärkeren Verdichtung der Innenzone wurde der Ring mit einem Druck von 100 t auf eine außen und innen gleiche Höhe von 2,5 mm verpreßt. Bei der anschließenden Nachverdichtung mit einem um 15° nach innen steigend angeschrägten Unterstempel wurde bei einem Druck von 80 t eine weitere Verdichtung von der Wandstärkenmitte zur Innenzone erreicht. Danach betrug die Höhe am Innenumfang des Ringes 2,1 mm bei einer Dichte von 7,5 g/cm3, die zum äußeren Umfang 2 auf 6,3 g/cm3 abfiel.
  • Der Ring wurde dann auf eine Sollhöhe von 2,0 mm geschliffen, mit einem 0,3 mm starken Fräser getrennt und in bekannter Weise thermisch gespannt.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Geschlitzter Kolbenring, der durch Pressen, Sintern und Nachverdichten eines Metallpulvers mit einheitlicher Zusammensetzung, insbesondere eines Eisenpulvers mit Zusätzen von Graphit und Blei, sowie anderen Schwermetallen bis zu mehreren Prozent hergestellt ist und der längs seines Umfangs einen unveränderten Querschnitt hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring an seinem inneren Umfang eine höhere Dichte hat als an seinem äußeren Umfang, wobei an jeder radialen Querschnittsebene die gleiche Dichte und Dichteverteilung vorliegt.
  2. 2. Kolbenring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte vom äußeren zum inneren Umfang hin linear ansteigt.
  3. 3. Kolbenring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte von außen nach innen stufenweise ansteigt.
  4. 4. Kolbenring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte vom inneren Umfang bis etwa zur Hälfte der radialen Breite des Ringes linear abnimmt und dann bis zum äußeren Umfang gleichbleibt.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung von Kolbenringen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein Metallpulvergemisch zu einem Ring vorgepreßt wird, dessen eine Ringfläche von außen nach innen ansteigt, der so gefertigte Rohling gesintert und derart verdichtet wird, daß er über die gesamte radiale Breite die gleiche Höhe hat und daß man den Ring dann mit einem entsprechend ausgebildeten Stempel derart nachverdichtet, daß der Ring an seinem inneren Umfang eine geringere Höhe hat als an seinem äußeren Umfang, worauf man ihn auf die gleiche Sollhöhe schleift, trennt und in bekannter Weise thermisch spannt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Nachverdichtung nur die innere Zone des Ringes etwa bis zur halben radialen Breite verdichtet wird.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorpressen mit einem Druck von 35 t erfolgt, die Sintertemperatur 1080° C beträgt und der Ring nach dem Sintern mit einem Druck von 100 t verpreßt und mit einem Druck von 80 t nachverdichtet wird.
DE19661297422 1966-10-10 1966-10-10 Verfahren zur herstellung von geschlitzten kolbenringen fuer brennkraftmaschinen Expired DE1297422C2 (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE100631C (de) *
DE814683C (de) * 1948-10-02 1951-09-24 Noleiko Norddeutsche Leichtmet Kolbenringe aus Sintermaterial

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE100631C (de) *
DE814683C (de) * 1948-10-02 1951-09-24 Noleiko Norddeutsche Leichtmet Kolbenringe aus Sintermaterial

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