DE1264260B - Pressluft-Arbeitszylinder mit Daempfungseinrichtungen fuer beide Hubenden - Google Patents

Pressluft-Arbeitszylinder mit Daempfungseinrichtungen fuer beide Hubenden

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DE1264260B
DE1264260B DER29873A DER0029873A DE1264260B DE 1264260 B DE1264260 B DE 1264260B DE R29873 A DER29873 A DE R29873A DE R0029873 A DER0029873 A DE R0029873A DE 1264260 B DE1264260 B DE 1264260B
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cylinder unit
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B15/00—Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
    • F15B15/20—Other details, e.g. assembly with regulating devices
    • F15B15/22—Other details, e.g. assembly with regulating devices for accelerating or decelerating the stroke
    • F15B15/222—Other details, e.g. assembly with regulating devices for accelerating or decelerating the stroke having a piston with a piston extension or piston recess which throttles the main fluid outlet as the piston approaches its end position
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J10/00—Engine or like cylinders; Features of hollow, e.g. cylindrical, bodies in general
    • F16J10/02—Cylinders designed to receive moving pistons or plungers

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Description

  • Preßluft-Arbeitszylinder mit Dämpfungseinrichtungen für beide Hubenden Die Erfindung- betrifft eine doppeltwirkende, preßluftbetätigte Kolben-Zylinder-Einheit mit Dämpfungseinrichtungen für beide Hubenden, deren Ein- und Auslaß für beidseitig des Kolbens angeordnete und durch Zylinderböden begrenzte Räume mittels eines Verteilers zu steuern ist und deren Räume durch in den Zylinderböden vorgesehene zentrale Bohrungen mit kleinerem Durchmesser als der Zylinder fortgesetzt sind, in die beiderseits am Kolben vorgesehene Fortsätze entsprechenden Durchmessers einzuschieben sind, wobei in jede Bohrung eine gemeinsame Ein- und Auslaßleitung mündet, die über den Verteiler mit einer Preßluftquelle oder mit der Außenluft in Verbindung zu setzen ist.
  • Beispielsweise wird eine solche Kolben-Zylinder-Einheit für pneumatische Hebevorrichtungen verwendet. Um eine Beschädigung durch den Betrieb, die zu vorzeitigen Leckstellen führt, zu verhindern, ist es bekannt, die Bewegung des Arbeitskolbens an den Hubenden dadurch zu dämpfen, daß ein Kolbenfortsatz geringeren Durchmessers in Dämpferbohrungen in den Zylinderböden eintaucht, wodurch die vom Hauptkolben verdrängte Luft gezwungen wird, über verstellbare Drosselleitungen abzuströmen, was eine Verlangsamung der Kolbenbewegung zur Folge hat.
  • Die Anordnung derartiger einstellbarer Dämpfungsbohrungen ist aber aufwendig und kostspielig und weist zudem den Nachteil auf, daß die Dämpfung bei wechselnder Belastung jeweils unterschiedlich eingestellt werden rnuß. Außerdem ist die Abdichtung der Eintauchbohrungen für die Kolbenfortsätze bei den bekannten Vorrichtungen aufwendig, starkem Verschleiß unterworfen und bringt die Gefahr mit sich, daß die das Abdichten bewirkende Lippe sich beim Eintauchen des Kolbenfortsatzes umstülpt und dabei beschädigt wird.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und eine besonders billige, dabei funktionssichere und unterschiedlichen Betriebsbedingungen gewachsene Bedämpfung derartiger Arbeitszylinder an den Hubenden zu ermöglichen.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die in die Dämpferbohrungen der Zylinderböden eindringenden Kolbenfortsätze mit Lippendichtungen versehen sind, die spanlos eingearbeitete Lochungen oder Schlitze aufweisen, deren Durchtrittsquerschnitt bei Druckanstieg im Zylinder zunimmt.
  • Gegenüber den mit einer Drosselleitung zur Umgehung der in die Dämpferbohrungen eintauchenden Kolbenfortsätze sowie Einrichtungen zur Querschnittsveränderung der Drosselleitungen, z. B. Schraubennadeln, versehenen Vorrichtungen weist die Erfindung wesentliche Vorteile auf, indem erfindungsgemäß die erforderliche Dämpfung der Kolbenbewegung an den Hubenden mit Hilfe der sehr einfachen und billig herzustellenden und überdies zur Abdichtung der Kolbenfortsätze- sowieso erforderlichen Dichtungen erfolgt, wobei die Abdämpfung automatisch in Abhängigkeit von den jeweiligen Betriebsdrücken unterschiedlich groß ist und einen vollständigen Hub der Kolben erlaubt.
  • Die erfindungsgemäße preßluftbetätigte Kolben-Zylinder-Einheit arbeitet rucklös; Lind ihre Einzelteile erleiden keine gefährliche Ermüdung. Durch die besonders vorteilhafte Ausbildung' und Anordnung der Dichtung ist auch deren Verschleiß auf ein Minimum herabgesetzt, weil Reibungsabnutzung weitgehend vermieden wird. Die Betriebsdauer einer erfindungs= gemäßen Vorrichtung ist daher praktisch unbegrenzt.
  • Die Erfindung ist im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es stellt dar F i g. 1 einen Schnitt durch eine vereinfachte Darstellung des Erfindungsgegenstandes, F i g. 2 bis 5 die erfindungsgemäße Lippendichtung bei unterschiedlichen auf die Dichtungslippe wirkenden Druckverhältnissen.
  • Die in F i g. 1 dargestellte Kolben-Zylinder-Einheit weist zwei miteinander durch nicht dargestellte Zugglieder oder Zugbolzen verbundene Zylinderböden 1 und 2 auf, die jeweils in ein Ende eines den Zylinder bildenden Rohres 3 eingesetzt sind. In. dem Zylinder spielt ein Kolben 4, der zwei Kolbenfbrtsätze 5 und 6 aufweist. Die Abdichtung des Kolbens 4 gegenüber der Zylinderwandung erfolgt durch ringförmige Lippendichtungen 7 und 8, die in Nuten des Kolbens 4 eingesetzt sind.
  • Der Kolbenfortsatz 6 ist mit einer Kolbenstange 9 verbunden, die den Zylinderboden 2 durchdringt, wobei sie durch nicht dargestellte Dichtungen abgedichtet ist.
  • In den Zylinderböden 1 und 2 sind zentrale Dämpferbohrungen 10 und 11 vorgesehen, -.deren Durchmesser geringer ist als der des Zylinders und in die die Anschlußleitungen 12 und 13 für den Zu- und Ab$uß der Preßluft münden.
  • ---Die Kolbenfortsätze 5 und 6 sind mit Ringnuten 14, 15 versehen, in welche erfindungsgemäße Lippendichtungen 16, 17 eingesetzt sind.
  • Die erfindungsgemäßen Lippendichtungen weisen, wie insbesondere aus den F i g. 2 und 5 ersichtlich ist; einen wulstförmigen Abschnitt 18 auf, der infolge seiner Elastizität die Dichtung in der Ringnut festhält und mit äußeren Umfangsnuten 19 oder Riffelungere versehen sein kann. An den wulstförmigen Abschnitt schließt sich die Dichtlippe 20 an, durch welche die Abdichtung nach dem Eindringen in die Dämpferbohrung erfolgt.
  • An der übergangsstelle zwischen dem wulstförmigen Abschnitt 18 und der Dichtlippe 20 sind erfindungsgemäß in die Dichtung Lochungen oder Schlitze, beispielsweise Nadelstichlöcher21, spanlos eingearbeitet, die im Betrieb die Funktion der bekannten Drosselleitungen übernehmen.
  • Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dabei folgende. Soll beispielsweise eine Last, die an der Kolbenstange 9 angehängt ist, angehoben werden, so wird durch die Anschlußleitung 13 über die Dämpferbohrung 11 Preßluft in den Räum 22 unterhalb des Kolbens 4 geleitet. Dies führt dazu, daß der Kolben 4 angehoben wird, wobei die in -dem Raum 23 oberhalb des Kolbens befindliche Luft so lange ungehindert durch die Dämpferbohrung 10 und die Anschlußleitung 12 abströmen kann, bis der Kolbenfortsatz 5 in die Dämpferbohrung 10 eintaucht und die Lippendichtung 16 wirksam wird. Von diesem Zeitpunkt an kann die Luft aus dem Raum 23 nicht mehr entweichen, sie wird komprimiert und übt dabei einen Druck auf die Fläche 24 der Dichtung aus. Sobald dieser Druck ein bestimmtes Maß übersteigt, beginnen die Nadelstichlöcher 21 sich zu öffnen, so daß eine gewisse Luftmenge durch diese Löcher entweichen kann und die dämpfende Wirkung der Dichtung verringert wird. Mit zunehmender Druckeinwirkung 'auf die Fläche 24 erweitern sich die Löcher 21 immer stärker; so daß der Kolben seinen vollen Hub ausführen kann.
  • . Derselbe Vorgang spielt sich ab, wenn der Kolben von oben, also vom Raum 23 aus beaufschlagt wird und die im Raum 22 befindliche Luft über die Dämpferbohrung 11 und die Anschlußleitung 13 entweichen muß.
  • Nachdem zu Beginn der Bewegung sich der Kolben meist in der oberen oder unteren Endstellung befindet, muß die durch die Anschlußleitungen 12 oder 13 zugeführte Druckluft so lange an den Kolbenfortsätzen 5 bzw. :6 entlang durch die Dämpferbohrung 10 bzw. 11 strömen, bis die Kolbenfortsätze die Dämpferbohrungen verlassen haben. Es ist offensichtlich, daß -in diesen Fällen eine Dichtwirkung der Lippendichtungen 1 6bzw.17. unerwünscht ist, und zu diesem Zweck weisen, wie bereits: erwähnt; die:;wülstförmigen Abschnitte äußere Umfangsnuten 19 oder Riffelungen auf, die einen Durchtritt der Luft gestattet. Selbstverständlich ist es auch möglich, diesen Luftübergang dadurch sicherzustellen, däß der im Querschnitt kreisförmige Wulst der Dichtung einen Außendurchmesser erhält, der kleiner ist als die zentrale Dämpferbohrung, in die er eintaucht.
  • Nachdem. die Dichtlippen der erfindungsgemäßen Dichtung im Gegensatz zu bekannten Ausführungsformen beim Eintauchen des Kolbenfortsatzes in die Dämpferbohrung im richtigen Sinne eingeführt werden, d. h. ohne daß auf sie eine Kraft ausgeübt wird, die das Bestreben hat, die Lippen- umzustülpen, könneu sie bei der erfindungsgemäßen Dichtung sehr flexibel ausgeführt werden und bieten einem durch den Ringraum zwischen Kolbenfortsatz und Dämpferbohrung in Richtung auf den Raum 22 bzw. 23 fließenden Luftstrom wenig Widerstand.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des wulstförmigen Abschnittes 18 ist in F i g. 2 strichpunktiert eingezeichnet, wobei dieser Abschnitt abweichend vom kreisförmigen Querschnitt an der Außenseite eine kegelige Fläche 25 aufweist, die die Gleit- und Führungseigenschaften einer solchen Dichtung verbessert. Selbstverständlich können auch in diesem Falle die äußeren Umfangsnuten oder Riffelungen vorgesehen sein.
  • Wie ersichtlich, ist die ausreichende Dämpfung der Kolbenbewegung abhängig von der einwandfreien Funktion der Lippendichtungen 16; 17 und kann daher unzureichend werden, wenn diese Dichtungen, z. B. infolge von Verschleiß oder Alterungserscheinungen, nicht mehr voll wirksam sind. Um auch in diesen Fällen eine Zerstörung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu verhindern, sind in Ringnuten 26, 27 in den Zylinderböden :t und 2 gegenüber den beiden Stirnflächen des Kolbens 4 ringförmige Gummipuffer 28, 29 eingelassen, auf die der Kolben bei unzureichender Bedämpfung aufläuft. Diese Gummipuffer haben vorzugsweise die Gestalt wellen- oder zinneuartig gezackter Ringe.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: . 1. Doppeltwirkenäe, pxeßluftbetätigte Kolben-Zylinder-Einheit mit Dämpfungseinrichtungen für beide Hubenden, deren Ein- und Auslaß für beidseitig des Kolbens angeordnete und durch Zylinderböden begrenzte Räume mittels eines Verteilers zu steuern ist und deren Räume durch in den Zylinderböden vorgesehene zentrale Dämpferbobrungen mit kleinerem Durchmesser als der Zylinder fortgesetzt sind, in die beiderseits am Kolben vorgesehene Fortsätze entsprechenden Durchmessers einzuschieben sind, wobei in jede Bohrung eine gemeinsame Ein- und Auslaßleitung mündet, die über den Verteiler mit einer Preßluftquelle oder mit der Außenluft .in Verbindung zusetzen ist, dadurch gekenazeichn e t, daß die in die Dämpferbohrungen (10, 11) ;der Zylinderböden (1, 2) eindringenden Kolbenfortsätze (5, 6) mit Lippendichtungen (16, 1:7) versehen sind, die sparlos eingearbeitete Lochungen ,oder Sehlitze 21) aufweisen, deren Durchtrittsquer"schnitt bei Druckanstieg im Zylinder zunimmt. 2. Kolben-Zylinder-Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lippendichtung (16, 17) jedes Kolbenfortsatzes (5, 6) mit einem wulstförmigen, äußere Umfangsnuten (19) oder Riffelungen aufweisenden Abschnitt (18) in einer im Kolbenfortsatz vorgesehenen Ringnut (14, 15) eingesetzt ist. 3. Kolben-Zylinder-Einheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche (25) des wulstförmigen Abschnitts (18) konisch ist. 4. Kolben-Zylinder-Einheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderböden ringförmige Gummipuffer (28 bzw. 29) aufweisen, an die der Kolben bei ungenügender pneumatischer Abdämpfung anschlägt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 842 308; USA.-Patentschrift Nr. 2 704 996.
DER29873A 1955-04-28 1955-12-10 Pressluft-Arbeitszylinder mit Daempfungseinrichtungen fuer beide Hubenden Pending DE1264260B (de)

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