DE1119085B - Schmiedemaschine - Google Patents
SchmiedemaschineInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J7/00—Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
- B21J7/02—Special design or construction
- B21J7/14—Forging machines working with several hammers
Landscapes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schmiedemaschine jener Art, bei der die Hämmer als Pleuel
ausgebildet sind, deren Antriebsexenterwellen exzentrisch in zylindrischen, im Schmiedekasten drehverstellbaren
Gehäusen lagern. Während die Exzenterwellen die rasch hin- und hergehende Hämmerarbeitsbewegung
bewirken, dient die Drehverstellbarkeit der Gehäuse dieser Exzenterwellen zur Veränderung der
Hublage der pleuelartigen Hämmer, also zur Tiefeneinstellung der Hammerwerkzeuge zwecks Erreichung
der jeweils gewünschten Querschnittsabmessungen des Werkstückes. Da nun aber die Exzenterwellen in den
Verstellgehäusen exzentrisch gelagert sind, ergeben die durch die Verformung des Werkstückes in den
Hämmern hervorgerufenen Reaktionskräfte Drehmomente, bzw. es versuchen diese Reaktionskräfte
die Verstellgehäuse der Exzenterwellen zu verdrehen. Da es sich um verhältnismäßig große Kräfte handelt^
muß eine Übertragung der Reaktionskräfte auf das 'Steuerungssystem der Verstellgehäuse selbstverständlich
vermieden werden, weshalb Maßnahmen notwendig sind, um den auftretenden Drehmomenten
entgegenzuwirken.
Zu diesem Zweck ist es bereits bekannt, den Durchmesser der Verstellgehäuse im Verhältnis zur
Exzentrizität der darin gelagerten Exzenterwellen so zu wählen, daß auf Grund der vorliegenden Reibungsverhältnisse
Selbsthemmung zwischen den Gehäusen und dem Schmiedekasten eintritt. Bei einem Reibungskoeffizienten für ruhende Reibung von Stahl
auf Stahl ohne Schmierung muß dabei der Gehäusedurchmesser etwa zehnmal so groß wie die Exzentrizität
der Exzenterwellen in den Gehäusen sein. Nun bestimmt aber die Exzentrizität den möglichen
Verstellbereich, d. h., die Hämmer können um so weiter vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden, je
größer die vorhandene Exzentrizität ist, so daß, falls je nach Art und Zweck der Schmiedemaschine ein
großer Verstellbereich erreichbar sein soll, die Durchmesser der Verstellgehäuse ebenfalls sehr groß gewählt
werden müssen, was in ungünstiger Weise eine große und schwere Bauart der Gesamtmaschine voraussetzt.
Die Erfindung bezweckt, diese Schwierigkeit zu beseitigen und eine Schmiedemaschine zu schaffen,
die einen großen Verstellbereich der Hämmer bei verhältnismäßig kleinem Durchmesser der Verstellgehäuse
für die Hämmerantriebsexzenterwellen gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Schmiedemaschine weist hierzu radial auf die Verstellgehäuse wirkende, pleuelseitig
angeordnete und zweckmäßig hydraulisch be-
Anmelder:
Gesellschaft für Fertigungstechnik
und Maschinenbau G. m. b. H.,
Steyr (Österreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Schnell, Patentanwalt,
Ingolstadt/Donau, Feselenstr. 52
Ingolstadt/Donau, Feselenstr. 52
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 4. April 1958 (Nr. A 2444/58)
Österreich vom 4. April 1958 (Nr. A 2444/58)
Dipl.-Ing. Bruno Kralowetz, Steyr (Österreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
aufschlagte Klemmkolben auf, welche die Verstellgehäuse beim Hammerschlag zwecks Erhöhung der
Reibung zwischen den Verstellgehäusen und dem Schmiedekasten jeweils gegen die jenseitigen Lagerflächen
pressen. Die Verstellgehäuse werden in ihren Lagern beim Hammerschlag also festgeklemmt, dabei
wird das allenfalls zwischen den Lagerflächen vorhandene Schmieröl herausgequetscht und dadurch
eine Erhöhung des sich aus der Lagerreibung ergebenden, dem Reaktionsmoment beim Hammerschlag
entgegenwirkenden Drehmomentes erreicht. Die Klemmkolben können unmittelbar auf die
Verstellgehäuse drücken. Konstruktiv einfacher ist es jedoch, wenn die Verstellgehäuse pleuelseitig über
einen Winkel von wenigstens 90° von Bügeln umfaßt werden, die mit ihrem einen Ende am Schmiedekasten
begrenzt schwenkbar gehalten sind, während auf das andere Ende ein Klemmkolben wirkt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung weisen die Lagerflächen des Schmiedekastens jeweils an der
dem Pleuel entgegengesetzten Seite Ausnehmungen zur Freistellung des Verstellgehäuses in dieser Zone
auf. Die Verstellgehäuse liegen also nur seitlich des Bereiches, gegen den die Reaktionskräfte gerichtet
sind, an den Lagerflächen an, so daß beim Hammerschlag gewissermaßen eine Verkeilung erzielt und der
selbständigen Verdrehung der Verstellgehäuse zusätzlich entgegengewirkt wird. Dabei ist es zweckmäßig,
wenn in den Lagerflächen des Schmiedekastens, in den jeweils an die Ausnehmungen an-
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schließenden Zonen mit den höchsten Lagerdrücken, Ölabstreif- und Ablaufnuten vorgesehen werden, um
den die Reibung herabsetzenden Ölfilm verläßlich zu entfernen. Es ist zwar bekannt, in Lagern Ölnuten
anzuordnen, doch liegen diese an den Stellen der geringsten Lagerbelastung und haben abgerundete Ränder,
da sie der Schmierung und nicht dem Gegenteil dienen.
Um trotz der Klemmkolben die willkürliche Drehung der Verstellgehäuse nicht zu sehr zu erschweren,
ist erfindungsgemäß ein von einer mit den Antriebsexzenterwellen gleichlaufenden Kurvenscheibe
hin- und herbewegbarer Steuerschieber vorgesehen, der die zu den Klemmkolben führende Leitung
im Arbeitstakt der Hammer abwechselnd mit einer Hochdruckleitung und einer Niederdruckleitung
verbindet. Es ergibt sich also eine pulsierende Druckmittelbeaufschlagung der Kolben im Arbeitstakt der
Hammer, so daß die volle Druckmittelbeaufschlagung der Klemmkolben bzw. die volle Klemmkraft je
nach der Form der Kurvenscheibe während der Exzenterwellenrotation nur über einen bestimmten
Winkelweg vorhanden ist, während die Gehäusedrehverstellung jeweils im übrigen Winkelbereich ohne
Überwindung dieser vollen Klemmkraft vorgenommen werden kann. Dabei ist die Niederdruckleitung über
ein durch eine Feder mit zweckmäßig veränderbarer Vorspannung belastetes Ventil zu einem Ablauf geführt.
Da eine jeweilige Auffüllung des Leitungssystems in der kurzen Zeit zwischen den Hammerschlagen
unmöglich wäre, erfolgt keine Entleerung, sondern es bleiben die Klemmkolben unter einer bestimmten,
durch Verstellung der Ventilfeder veränderbaren Druckmittelbeaufschlagung, und es läuft
immer nur eine Druckwelle durch das System, wobei lediglich das Uberschußöl abfließen kann.
Vorteilhaft ist es, wenn die Kurvenscheibe, an welcher der federbelastete Steuerschieber zweckmäßig
unter Zwischenschaltung einer Kugel anliegt, innerhalb eines geschlossenen, zugleich dem Ölablauf vom
Ventil in der Niederdruckleitung dienenden Gehäuses angeordnet ist, so daß für eine gute Schmierung
dieser Steuerteile gesorgt ist, ohne daß hierfür besondere Maßnahmen getroffen werden müßten.
Die Klemmkolben alleine reichen aber nicht aus, um die gewünschte Selbsthemmung der Verstellgehäuse
im Schmiedekasten zu sichern und dadurch Rückwirkungen auf das Steuerungssystem der Verstellgehäuse
auszuschließen, wenn das Verhältnis des Gehäusedurchmessers zur Exzentrizität weitgehend
abgeändert wird, d. h. wenn bei großem Verstellbereich der Hammer bzw. großer Exzentrizität mit
kleinen Gehäusedurchmessern das Auslangen gefunden werden soll.
In weiterer Ausbildung der Erfindung weisen daher die Verstellgehäuse und deren Lager im Schmiedekasten
ineinandergreifende keilförmige Ringrippen auf. Durch die Schräglage der Flanken der zahnartig
ineinandergreifenden Ringrippen wird eine wesentliche Erhöhung der für das Reibungsmoment maßgeblichen
Normalkraft und somit auch eine Vergrößerung des Reibungsmomentes selbst herbeigeführt. Ist
die Reibungskraft aber erhöht, so kann der Durchmesser der Verstellgehäuse dementsprechend verkleinert
werden, bis das sich aus der Reaktionskraft in den Hämmern und der Exzentrizität ergebende
Drehmoment dem Moment aus der Reibungskraft und dem Gehäuseradius das Gleichgewicht hält.
Eine weitere Möglichkeit, die Verhältnisse für die Selbsthemmung der Verstellgehäuse zu verbessern,
besteht darin, daß jedes Verstellgehäuse im Schmiedekasten mittelbar über einen mit dem Verstellgehäuse
drehfest, aber in achsnormaler Ebene verschiebbaren Ring gelagert und ein mit dem Schmiedekasten in
gleicher Weise verbundener weiterer Ring vorgesehen ist, der zur Vermehrung der Reibflächen mit einem
zylindrischen Teil zwischen das Verstellgehäuse den ersten Ring greift. Demnach sind insgesamt drei
zylindrische Reibflächen mit verschiedenem Durchmesser vorhanden, und zwar Außenfläche des Gehäuses
bzw. Innenfläche des zylindrischen Teiles des zweiten, mit dem Schmiedekasten verbundenen Ringes,
Außenfläche dieses Teiles bzw. Innenflächen des ersten, mit dem Gehäuse verbundenen Ringes und
Außenfläche dieses Ringes bzw. Lagerfläche des Schmiedekastens. Es könnten auch mehrere ineinandergreifende
Ringe, die abwechselnd nach Art einer Kupplung mit dem Verstellgehäuse und dem Schmiedekasten verbunden sind, vorgesehen sein. In
jedem Falle hat dies die Vervielfachung des auftretenden Reibungsmomentes zur Folge.
Zum gleichen Zweck können aber auch die Verstellgehäuse aus je zwei exzentrisch ineinander gelagerten
Hülsen bestehen, von denen jeweils die das Lager der Exzenterwellen bildende innere Hülse
gegen Verdrehung gesichert ist, so daß sich zwei zylindrische Reibflächen mit nahezu verdoppeltem Reibungsmoment
ergeben. Um die innere Hülse mit konstruktiv einfachen Mitteln gegen Verdrehung zu
sichern, weist diese innere Hülse einen radialen Fortsatz auf, der in einer am Schmiedekasten vorgesehenen
festen Führung verschwenkbar und verschiebbar gehalten ist, so daß sich die wegen der exzentrischen
Anordnung der beiden Hülsen ineinander bei der Drehverstellung der äußeren Hülse zwangläufig ergebende
Bewegung der inneren Hülse nicht behindert wird.
Werden zur Übertragung des Klemmkolbendruckes auf die Verstellgehäuse die beschriebenen Bügel verwendet,
so ist es zweckmäßig, wenn diese lediglich auf die inneren Hülsen einwirken, wobei zwischen der
inneren Hülse und dem Bügel jeweils ein mit der äußeren Hülse drehfest verbundener Exzenterring
angeordnet wird, der die Verstellbewegung der inneren Hülse dem Bügel gegenüber ausgleicht, so daß
letztere seine Lage nicht zu verändern braucht.
Um besonders hohe Reibungswerte zu erzielen, können die Verstellgehäuse bzw. deren Hülsen oder
Lagerringe doppelt geriffelte Bandagen, beispielsweise aus Bronzeblech, aufweisen, wobei die Riffelung aus
unter 45° geneigten schmalen Nuten mit geringem Abstand und aus entgegengesetzt geneigten breiteren
Nuten mit größerem Abstand besteht. Die durch diese Riffelung gebildeten Kanäle ermöglichen einen raschen
Ölablauf und führen dadurch zu den gewünschten hohen Reibungswerten.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 und 2 den Schmiedekasten mit den Hämmern ohne Vorrichtung zur Werkstückeinspannung
und -bewegung im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 und in Draufsicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der
Fig. 2 im größeren Maßstab,
Fig. 4 den Steuerschieber mit der Kurvenscheibe gemäß Fig. 1, jedoch ebenfalls im größeren Maßstab,
Fig. 5 und 6 Ausführungsvarianten der Lagerang der Verstellgehäuse für die Exzenterwellen in einer
der Fig. 1 entsprechenden Darstellungsweise,
Fig. 7 eine andere Ausbildung der Gehäuselagerung im Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 8
und
Fig. 8 die Draufsicht,
Fig. 9 ein Schema der im Lagerbereich auftretenden Kräfte,
Fig. 10 eine weitere Ausführung der Gehäuselagerung im Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 11 und
Fig. 11 die Draufsicht,
Fig. 12 eine Gehäusebandage in Ansicht und
Fig. 13 und 14 Schnitte nach den Linien XIII-XIII und XIV-XIV der Fig. 12 im größerdh Maßstab.
Die Hammer der Schmiedemaschine sind als Pleuel 1 ausgebildet, die von Exzenterwellen 2 in eine
hin- und hergehende Bewegung versetzt werden. Die Exzenterwellen 2 lagern exzentrisch in zylindrischen
Verstellgehäusen 3, die im Schmiedekasten 4 für sich drehverstellbar gelagert sind. Werden die Verstellgehäuse
3 im Schmiedekasten 4 verdreht, so ergibt sich eine Änderung des Abstandes der Achsen der
Exzenterwellen 2 von der Werkstückachse (die mit der vertikalen Mittelachse der Maschine zusammenfällt)
und damit auch eine Veränderung der Hublage der Pleuel 1 bzw. der Eindringtiefe der Hammer in
das Werkstück.
Gemäß Fig. 1 ist mit den Verstellgehäusen 3 je ein Stirnrad 5 fest verbunden, das mit einem zentralen
Stirnrad 6 kämmt. In das Stirnrad 6 greift ein Ritzel 7 ein, auf dessen Antriebswelle 8 oben ein
weiteres Ritzel 9 sitzt. Mit dem Ritzel 9 kann beispielsweise eine (nicht dargestellte) Zahnstange kämmen,
die mittels eines hydraulisch beaufschlagbaren Kolbens hin- und herschiebbar ist. Wird der Kolben
bzw. die Zahnstange verschoben, verdrehen sich die Ritzel 9 und 7, damit das zentrale Stirnrad 6 und
über die Stirnräder 5 auch die Verstellgehäuse 3 zwecks Veränderung der Pleuelhublage bzw. der
Eindringtiefe der Hammerwerkzeuge. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Drehung des Ritzels 9
auf andere Weise herbeizuführen.
Für den Antrieb der Exzenterwellen 2 der Pleuel 1 ist ein gemeinsamer Antriebsmotor 10 vorgesehen,
der über Keilriemen ein Zahnrad 11 antreibt. Das Zahnrad 11 steht mit Zahnrädern 12 im Bereich der
unmittelbar benachbarten Exzenterwellen im Eingriff und treibt in weiterer Folge über je ein Zwischenrad
13 die Zahnräder 14 im Bereich der anderen beiden Exzenterwellen an. Wegen der exzentrischen Anordnung
der Exzenterwellen 2 in den Verstellgehäusen 3 und der Verdrehbarkeit dieser Gehäuse sind die Zahnräder
12, 14 mit den Exzenterwellen 2 nicht starr gekuppelt, sondern es sitzt auf den Exzenterwellen 2
jeweils ein Schwungrad 15, in dessen radiale Nut 16 das Zahnrad 12 bzw. 14 mit einem Gleitstein 17 eingreift.
Diese Art der Kupplung der Zahnräder 12, 14 mit den Schwungrädern 15 ermöglicht eine relative
Verschiebung der Achsen der Exzenterwellen gegenüber den Achsen der Antriebszahnräder.
Auf die Verstellgehäuse 3 wirken Klemmkolben 18 (Fig. 3) ein, die radial zu den Gehäusen gerichtet
und in jeweils beiderseits der Pleuel 1 angeordneten Einsätzen 19 gelagert sind. Werden diese Klemmkolben
mit Drucköl beaufschlagt, so pressen sie die Verstellgehäuse 3 jeweils gegen die jenseitigen Lagerflächen.
Die Beaufschlagung der Klemmkolben erfolgt pulsierend im Arbeitstakt der Hämmer bzw. Pleuel 1.
Zu diesem Zweck ist ein Steuerschieber 20 vorgesehen, der von einer Kurvenscheibe 21, gegen welche er
unter Zwischenschaltung einer Kugel 22 durch eine Feder 23 gedrückt wird, hin- und herschiebbar ist.
Die Kurvenscheibe 21 ist mit der Welle eines der Zahnräder 14 drehfest verbunden, steht also in
Gleichlauf mit den Exzenterwellen 2.
In der in Fig. 2 dargestellten Lage des Steuerschiebers 20 ist die Hochdruckleitung 24 abgesperrt,
während in der zu den Einsätzen 19 bzw. den Klemmkolben 18 führenden Leitung 25 Niederdruck
herrscht und für das Überschußöl eine Verbindung mit dem Ölablauf 26 hergestellt ist. Das Öl aus der
Leitung 25 kann nämlich über die Ringnut 27 des Teiles 28, die Bohrung 29, die Schiebernut 30, die
Bohrung 31, die Ringnut 32 und über weitere Bohrungen zu einem Ventil 33 gelangen, das durch eine
Feder 34 mit veränderbarer Vorspannung belastet ist. Beim Niederdrücken des Ventils 33 fließt das Öl über
die Bohrung 35 in das die Kurvenscheibe 21 umschließende Gehäuse 36, wirkt dort als Schmieröl für
die umlaufenden bzw. verschiebbaren Teile und kann schließlich durch die Leitung 26 abfließen. Durch die
Drehung der Kurvenscheibe 21 wird dann der Steuerschieber 20 nach unten gedrückt, so daß das hochgespannte
Drucköl aus der Leitung 24 über die Schiebernut 30, die Bohrung 29 und die Ringnut 27
in die Leitung 25 zur Druckbeaufschlagung der Klemmkolben 18 vordringen kann, während die Bohrung
31 und alle weiteren Kanäle durch den Steuerschieber 20 versperrt sind.
Wie aus den Fig. 2 und 8 ersichtlich, weisen die Lagerflächen des Schmiedekastens 4 jeweils an der
dem Pleuel 1 entgegengesetzten Seite einer Ausnehmung 37 auf, so daß die Verstellgehäuse 3 in
dieser Zone freigestellt sind und an der Lagerfläche nicht anliegen. In den jeweils anschließenden Zonen
der Lagerflächen sind Ölabstreif- und -ablaufnuten 38 vorgesehen.
In Fig. 9 sind die im Bereich der Verstellgehäuse 3 auftretenden Kräfte schematisch dargestellt. Die in
den Hämmern bei der Werkstückverformung auftretende Reaktionskraft ist mit P bezeichnet. Diese
Reaktionskraft P übt auf die Lagerbüchse 3 wegen der exzentrischen Anordnung der Exzenterwelle 2
ein Drehmoment aus. Wird die Exzentrizität mit e bezeichnet, so erhält das Drehmoment den Wert P · e,
sofern das durch die gleitende Lagerreibung der Exzenterwelle 2 im Gehäuse 3 auftretende zusätzliche
Drehmoment vernachlässigt wird. Das Drehmoment P-e muß nun, wenn Selbsthemmung vorliegen soll,
durch ein Drehmoment Rt im Gleichgewicht gehalten werden, wobei R die Reibungskraft der rahenden
Reibung zwischen dem Verstellgehäuse 3 und dem Schmiedekasten 4 und r den Radius des Verstellgehäuses
3 angibt. Die Reibungskraft R ist bekanntlich gleich dem Normaldruck mal dem Reibungskoeffizienten
für rahende Reibung. Wird der Normaldruck angenähert der Reaktionskraft P gleichgesetzt,
so ergibt sich die Beziehung
d. h., die Selbsthemmung der Verstellgehäuse 3 im Schmiedekasten 4 ist mit Sicherheit nur dann zu er-
warten, wenn der wirklich auftretende Reibungskoeffizient zwischen den Gehäusen 3 und dem
Schmiedekasten 4 größer ist als der mittels obiger Gleichung berechnete Wert. Da der Reibungskoeffizient
selbst kaum wesentlich beeinflußt werden kann, war es bisher erforderlich, das durch den Reibungskoeffizienten
gegebene Verhältnis von Büchsenradius und Exzentrizität einzuhalten, es müßten also bei
großem Verstellbereich für die Hämmerhublage auch Verstellgehäuse mit sehr großem Durchmesser vorgesehen
werden.
In den Fig. 5 bis 8 ist nun gezeigt, wie Selbsthemmung bei wesentlich verkleinertem Durchmesser
der Verstellgehäuse 3 erreicht werden kann.
Gemäß Fig. 5 sind mit den Verstellgehäusen Ringe 39 drehfest verbunden, und es sind im Schmiedekasten
4 entsprechende Ringe 40 befestigt. Diese Ringe 39, 40 weisen ineinandergreifende keilförmige
Ringrippen 41 auf. Die Reaktionskraft P wirkt selbstverständlich jeweils in einer zur Büchsenachse normalen
Ebene. Die aus dieser Reaktionskraft P resultierende Normalkraft 2V hat, wenn mit α der Winkel
zwischen der Normalkraft und der Reaktionskraft
bezeichnet wird, die Größe
die Gleichung
die Gleichung
, so daß nunmehr
cos α
P-e =
P -r · μ
cos a
= — · cos α
r
r
zu gelten hat, woraus sich die gewünschten Verbesserungen der Verhältnisse für die Selbsthemmung der
Verstellgehäuse 3 ergibt.
Wie weiterhin in Fig. 6 dargestellt, ist jedes Verstellgehäuse 3 im Schmiedekasten 4 nicht unmittelbar,
sondern mittelbar über einen Ring 42 gelagert, der mit dem Gehäuse 3 drehfest, aber in radialer
Richtung bzw. in achsnormaler Ebene verschiebbar verbunden ist. Mit dem Schmiedekasten 4 ist ein
weiterer Ring 43 in gleicher Weise verbunden, der mit einem zylindrischen Teil 44 zwischen das Gehäuse
3 und den ersten Ring 42 greift. Es ergeben sich somit beim Verdrehen des Gehäuses 3 drei Gleitflächen
a, b, c. Werden die zugehörigen Radien mit rv r2 und r3 bezeichnet, ergibt sich
oder "
d. h., es wird auf diese Weise ein etwa verdreifachtes Reibungsmoment erzielt.
Die Verstellgehäuse können aber auch aus zwei exzentrisch ineinander gelagerten Hülsen 3, 3 a bestehen,
von denen jeweils die innere Hülse 3 a das Lager der Exzenterwelle 2 bildet und gegen Verdrehung
gesichert ist (Fig. 7 und 8). Zum Zwecke dieser Verdrehungssicherung ist an der inneren Hülse
3 a oben ein Ring 45 mit einem radialen Fortsatz 46 befestigt, wobei der Fortsatz in einer am Schmiedekasten
4 vorgesehenen festen Führung 47 verschwenkbar und verschiebbar gehalten ist. In diesem Fall sind
zwei zylindrische Reibungsflächen α und b vornanden.
Dem Drehmoment aus der Reaktionskraft P wirkt demnach ein Reibungsmoment entgegen, das
sich aus dem Reibungsmoment zwischen der inneren Hülse 3 a und der äußeren Hülse 3 und aus dem
Reibungsmoment zwischen der äußeren Hülse 3 und dem Schmiedekasten 4 zusammensetzt. Werden die
Radien der inneren und äußeren Hülse wieder mit rx
und r2 bezeichnet, kommt man zu
woraus zu ersehen ist, daß das Gesamtreibungsmoment nahezu verdoppelt ist. Die Innenfläche der
äußeren Hülse 3 ist wieder mit Ölabstreif- bzw. -ablaufnuten 48 versehen.
Bei der Ausbildung nach Fig. 10 und 11 wirken die Klemmkolben 18 nicht unmittelbar auf die zwei
Hülsen 3, 3 a, sondern es ist jeweils oben und unten
ein Bügel 49 vorgesehen. Das eine Ende des das Verstellgehäuse pleuelseitig über einen Winkel von
mehr als 90° umschließenden Bügels 49 ist am Schmiedekasten 4 begrenzt schwenkbar befestigt,
während auf das andere Ende der Klemmkolben 18 pulsierend drückt. Zwischen den Bügeln 49 und der
inneren Hülse 3 a sind Exzenterringe 50 angeordnet, die sich mit der äußeren Hülse 3 drehen, da sie durch
einen in einer Radialnut eingelegten Keil 51 mit einem an der äußeren Hülse festgeschraubten Ring 52
bzw. unten mit dem Zahnrad 5 gekuppelt sind. Die Bügel 49 drücken also über die Exzenterringe 50 auf
die innere Hülse 3 a, wobei zufolge der exzentrischen Ringausbildung die Verstellbewegung der Hülse 3 a
gegenüber den Bügeln 49 ausgeglichen wird und diese ihre Lage nicht zu verändern brauchen.
Das Verstellgehäuse 3 bzw. die Hülsen 3, 3 a oder die Ringe 42 und 43 können Blechbandagen aufweisen.
Ein Teil einer solchen Bandage 53 ist in den Fig. 12 bis 14 dargestellt. Diese Bandage besitzt eine
doppelte Riffelung, die von unter 45° geneigten schmalen Nuten 54 mit geringem Abstand (etwa
2 mm) und von entgegengesetzt geneigten breiteren Nuten 55 mit größerem Abstand (etwa 6 mm) gebildet
wird. Die Nuten dienen dem raschen Ablauf des Schmierölfilmes und damit der Erhöhung der
Reibungswerte.
Claims (11)
1. Schmiedemaschine mit als Pleuel ausgebildeten Hämmern, deren Antriebsexzenterwellen exzentrisch
in zylindrischen, im Schmiedekasten drehverstellbaren Gehäusen lagern, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erhöhung der Reibung jeweils zwei hydraulisch beaufschlagte Klemmkolben (18) pleuelseitig zwischen den Verstellgehäusen
(3) und dem Schmiedekasten (4) angeordnet sind.
2. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der
Klemmkolben (18) im Arbeitstakt eine einen federbelasteten Steuerschieber (20) betätigende
Kurvenscheibe (21) auf der verlängerten Exzenterwelle (2) angeordnet ist.
3. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellgehäuse (3)
zur Vergrößerung der Reibfläche ineinandergreifende keilförmige Ringrippen (41) aufweisen.
4. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zylindrischer Teil
(44) eines mit dem Schmiedekasten (4) verbundenen Ringes (43) zwischen die Verstellgehäuse (3)
und einen mit diesen drehfest verbundenen, in Achsrichtung verschiebbaren Ring (42) greift.
5. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellgehäuse (3)
aus zwei exzentrisch ineinander gelagerten Hülsen (3, 3 a) bestehen, wobei die innere, das Lager der
Exzenterwelle (2) bildende Hülse (3 a) durch Ring (45) und Fortsatz (46) gegen Drehung gesichert
ist.
6. Schmiedemaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Schmiedekasten
(4) gelagerter Bügel (49), auf dessen freies Ende der Klemmkolben (18) wirkt, die ineinander
gelagerten Hülsen (3, 3 a) pleuelseitig mindestens 90° umgreift.
7. Schmiedemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (49) lediglich
über mit der äußeren Hülse (3) drehfest verbundenem Exzenterring (50) auf die innere Hülse
(3 a) einwirkt.
10
8. Schmiedemaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmiedekasten
(4) jeweils auf der dem Pleuel (1) entgegengesetzten Seite Ausnehmungen (37) aufweist.
9. Schmiedemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in den jeweils an die
Ausnehmungen (37) des Schmiedekastens (4) anschließenden Zonen Ölabstreif- und -ablaufnuten
(38) vorgesehen sind.
ίο
10. Schmiedemaschine nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellgehäuse (3) oder die
Hülsen (3, 3 a) oder die Lagerringe (42, 43) doppelt geriffelte Bandagen (53) aufweisen.
11. Schmiedemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Riffelung der Bandagen
(53) aus unter 45° geneigten schmalen Nuten (54) mit geringem Abstand und aus entgegengesetzt
geneigten breiteren Nuten (55) mit größerem Abstand besteht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| AT1119085X | 1958-04-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1119085B true DE1119085B (de) | 1961-12-07 |
Family
ID=3685771
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG26765A Pending DE1119085B (de) | 1958-04-04 | 1959-04-02 | Schmiedemaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1119085B (de) |
-
1959
- 1959-04-02 DE DEG26765A patent/DE1119085B/de active Pending
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