DE1119085B - Schmiedemaschine - Google Patents

Schmiedemaschine

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Publication number
DE1119085B
DE1119085B DEG26765A DEG0026765A DE1119085B DE 1119085 B DE1119085 B DE 1119085B DE G26765 A DEG26765 A DE G26765A DE G0026765 A DEG0026765 A DE G0026765A DE 1119085 B DE1119085 B DE 1119085B
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DE
Germany
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forging machine
machine according
box
forging
adjustment
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Pending
Application number
DEG26765A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Bruno Kralowetz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ges Fertigungstechnik & Maschb
Original Assignee
Ges Fertigungstechnik & Maschb
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Publication date
Application filed by Ges Fertigungstechnik & Maschb filed Critical Ges Fertigungstechnik & Maschb
Publication of DE1119085B publication Critical patent/DE1119085B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J7/00Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
    • B21J7/02Special design or construction
    • B21J7/14Forging machines working with several hammers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Presses And Accessory Devices Thereof (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schmiedemaschine jener Art, bei der die Hämmer als Pleuel ausgebildet sind, deren Antriebsexenterwellen exzentrisch in zylindrischen, im Schmiedekasten drehverstellbaren Gehäusen lagern. Während die Exzenterwellen die rasch hin- und hergehende Hämmerarbeitsbewegung bewirken, dient die Drehverstellbarkeit der Gehäuse dieser Exzenterwellen zur Veränderung der Hublage der pleuelartigen Hämmer, also zur Tiefeneinstellung der Hammerwerkzeuge zwecks Erreichung der jeweils gewünschten Querschnittsabmessungen des Werkstückes. Da nun aber die Exzenterwellen in den Verstellgehäusen exzentrisch gelagert sind, ergeben die durch die Verformung des Werkstückes in den Hämmern hervorgerufenen Reaktionskräfte Drehmomente, bzw. es versuchen diese Reaktionskräfte die Verstellgehäuse der Exzenterwellen zu verdrehen. Da es sich um verhältnismäßig große Kräfte handelt^ muß eine Übertragung der Reaktionskräfte auf das 'Steuerungssystem der Verstellgehäuse selbstverständlich vermieden werden, weshalb Maßnahmen notwendig sind, um den auftretenden Drehmomenten entgegenzuwirken.
Zu diesem Zweck ist es bereits bekannt, den Durchmesser der Verstellgehäuse im Verhältnis zur Exzentrizität der darin gelagerten Exzenterwellen so zu wählen, daß auf Grund der vorliegenden Reibungsverhältnisse Selbsthemmung zwischen den Gehäusen und dem Schmiedekasten eintritt. Bei einem Reibungskoeffizienten für ruhende Reibung von Stahl auf Stahl ohne Schmierung muß dabei der Gehäusedurchmesser etwa zehnmal so groß wie die Exzentrizität der Exzenterwellen in den Gehäusen sein. Nun bestimmt aber die Exzentrizität den möglichen Verstellbereich, d. h., die Hämmer können um so weiter vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden, je größer die vorhandene Exzentrizität ist, so daß, falls je nach Art und Zweck der Schmiedemaschine ein großer Verstellbereich erreichbar sein soll, die Durchmesser der Verstellgehäuse ebenfalls sehr groß gewählt werden müssen, was in ungünstiger Weise eine große und schwere Bauart der Gesamtmaschine voraussetzt.
Die Erfindung bezweckt, diese Schwierigkeit zu beseitigen und eine Schmiedemaschine zu schaffen, die einen großen Verstellbereich der Hämmer bei verhältnismäßig kleinem Durchmesser der Verstellgehäuse für die Hämmerantriebsexzenterwellen gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Schmiedemaschine weist hierzu radial auf die Verstellgehäuse wirkende, pleuelseitig angeordnete und zweckmäßig hydraulisch be-
Anmelder:
Gesellschaft für Fertigungstechnik
und Maschinenbau G. m. b. H.,
Steyr (Österreich)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Schnell, Patentanwalt,
Ingolstadt/Donau, Feselenstr. 52
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 4. April 1958 (Nr. A 2444/58)
Dipl.-Ing. Bruno Kralowetz, Steyr (Österreich),
ist als Erfinder genannt worden
aufschlagte Klemmkolben auf, welche die Verstellgehäuse beim Hammerschlag zwecks Erhöhung der Reibung zwischen den Verstellgehäusen und dem Schmiedekasten jeweils gegen die jenseitigen Lagerflächen pressen. Die Verstellgehäuse werden in ihren Lagern beim Hammerschlag also festgeklemmt, dabei wird das allenfalls zwischen den Lagerflächen vorhandene Schmieröl herausgequetscht und dadurch eine Erhöhung des sich aus der Lagerreibung ergebenden, dem Reaktionsmoment beim Hammerschlag entgegenwirkenden Drehmomentes erreicht. Die Klemmkolben können unmittelbar auf die Verstellgehäuse drücken. Konstruktiv einfacher ist es jedoch, wenn die Verstellgehäuse pleuelseitig über einen Winkel von wenigstens 90° von Bügeln umfaßt werden, die mit ihrem einen Ende am Schmiedekasten begrenzt schwenkbar gehalten sind, während auf das andere Ende ein Klemmkolben wirkt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung weisen die Lagerflächen des Schmiedekastens jeweils an der dem Pleuel entgegengesetzten Seite Ausnehmungen zur Freistellung des Verstellgehäuses in dieser Zone auf. Die Verstellgehäuse liegen also nur seitlich des Bereiches, gegen den die Reaktionskräfte gerichtet sind, an den Lagerflächen an, so daß beim Hammerschlag gewissermaßen eine Verkeilung erzielt und der selbständigen Verdrehung der Verstellgehäuse zusätzlich entgegengewirkt wird. Dabei ist es zweckmäßig, wenn in den Lagerflächen des Schmiedekastens, in den jeweils an die Ausnehmungen an-
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schließenden Zonen mit den höchsten Lagerdrücken, Ölabstreif- und Ablaufnuten vorgesehen werden, um den die Reibung herabsetzenden Ölfilm verläßlich zu entfernen. Es ist zwar bekannt, in Lagern Ölnuten anzuordnen, doch liegen diese an den Stellen der geringsten Lagerbelastung und haben abgerundete Ränder, da sie der Schmierung und nicht dem Gegenteil dienen.
Um trotz der Klemmkolben die willkürliche Drehung der Verstellgehäuse nicht zu sehr zu erschweren, ist erfindungsgemäß ein von einer mit den Antriebsexzenterwellen gleichlaufenden Kurvenscheibe hin- und herbewegbarer Steuerschieber vorgesehen, der die zu den Klemmkolben führende Leitung im Arbeitstakt der Hammer abwechselnd mit einer Hochdruckleitung und einer Niederdruckleitung verbindet. Es ergibt sich also eine pulsierende Druckmittelbeaufschlagung der Kolben im Arbeitstakt der Hammer, so daß die volle Druckmittelbeaufschlagung der Klemmkolben bzw. die volle Klemmkraft je nach der Form der Kurvenscheibe während der Exzenterwellenrotation nur über einen bestimmten Winkelweg vorhanden ist, während die Gehäusedrehverstellung jeweils im übrigen Winkelbereich ohne Überwindung dieser vollen Klemmkraft vorgenommen werden kann. Dabei ist die Niederdruckleitung über ein durch eine Feder mit zweckmäßig veränderbarer Vorspannung belastetes Ventil zu einem Ablauf geführt. Da eine jeweilige Auffüllung des Leitungssystems in der kurzen Zeit zwischen den Hammerschlagen unmöglich wäre, erfolgt keine Entleerung, sondern es bleiben die Klemmkolben unter einer bestimmten, durch Verstellung der Ventilfeder veränderbaren Druckmittelbeaufschlagung, und es läuft immer nur eine Druckwelle durch das System, wobei lediglich das Uberschußöl abfließen kann.
Vorteilhaft ist es, wenn die Kurvenscheibe, an welcher der federbelastete Steuerschieber zweckmäßig unter Zwischenschaltung einer Kugel anliegt, innerhalb eines geschlossenen, zugleich dem Ölablauf vom Ventil in der Niederdruckleitung dienenden Gehäuses angeordnet ist, so daß für eine gute Schmierung dieser Steuerteile gesorgt ist, ohne daß hierfür besondere Maßnahmen getroffen werden müßten.
Die Klemmkolben alleine reichen aber nicht aus, um die gewünschte Selbsthemmung der Verstellgehäuse im Schmiedekasten zu sichern und dadurch Rückwirkungen auf das Steuerungssystem der Verstellgehäuse auszuschließen, wenn das Verhältnis des Gehäusedurchmessers zur Exzentrizität weitgehend abgeändert wird, d. h. wenn bei großem Verstellbereich der Hammer bzw. großer Exzentrizität mit kleinen Gehäusedurchmessern das Auslangen gefunden werden soll.
In weiterer Ausbildung der Erfindung weisen daher die Verstellgehäuse und deren Lager im Schmiedekasten ineinandergreifende keilförmige Ringrippen auf. Durch die Schräglage der Flanken der zahnartig ineinandergreifenden Ringrippen wird eine wesentliche Erhöhung der für das Reibungsmoment maßgeblichen Normalkraft und somit auch eine Vergrößerung des Reibungsmomentes selbst herbeigeführt. Ist die Reibungskraft aber erhöht, so kann der Durchmesser der Verstellgehäuse dementsprechend verkleinert werden, bis das sich aus der Reaktionskraft in den Hämmern und der Exzentrizität ergebende Drehmoment dem Moment aus der Reibungskraft und dem Gehäuseradius das Gleichgewicht hält.
Eine weitere Möglichkeit, die Verhältnisse für die Selbsthemmung der Verstellgehäuse zu verbessern, besteht darin, daß jedes Verstellgehäuse im Schmiedekasten mittelbar über einen mit dem Verstellgehäuse drehfest, aber in achsnormaler Ebene verschiebbaren Ring gelagert und ein mit dem Schmiedekasten in gleicher Weise verbundener weiterer Ring vorgesehen ist, der zur Vermehrung der Reibflächen mit einem zylindrischen Teil zwischen das Verstellgehäuse den ersten Ring greift. Demnach sind insgesamt drei zylindrische Reibflächen mit verschiedenem Durchmesser vorhanden, und zwar Außenfläche des Gehäuses bzw. Innenfläche des zylindrischen Teiles des zweiten, mit dem Schmiedekasten verbundenen Ringes, Außenfläche dieses Teiles bzw. Innenflächen des ersten, mit dem Gehäuse verbundenen Ringes und Außenfläche dieses Ringes bzw. Lagerfläche des Schmiedekastens. Es könnten auch mehrere ineinandergreifende Ringe, die abwechselnd nach Art einer Kupplung mit dem Verstellgehäuse und dem Schmiedekasten verbunden sind, vorgesehen sein. In jedem Falle hat dies die Vervielfachung des auftretenden Reibungsmomentes zur Folge.
Zum gleichen Zweck können aber auch die Verstellgehäuse aus je zwei exzentrisch ineinander gelagerten Hülsen bestehen, von denen jeweils die das Lager der Exzenterwellen bildende innere Hülse gegen Verdrehung gesichert ist, so daß sich zwei zylindrische Reibflächen mit nahezu verdoppeltem Reibungsmoment ergeben. Um die innere Hülse mit konstruktiv einfachen Mitteln gegen Verdrehung zu sichern, weist diese innere Hülse einen radialen Fortsatz auf, der in einer am Schmiedekasten vorgesehenen festen Führung verschwenkbar und verschiebbar gehalten ist, so daß sich die wegen der exzentrischen Anordnung der beiden Hülsen ineinander bei der Drehverstellung der äußeren Hülse zwangläufig ergebende Bewegung der inneren Hülse nicht behindert wird.
Werden zur Übertragung des Klemmkolbendruckes auf die Verstellgehäuse die beschriebenen Bügel verwendet, so ist es zweckmäßig, wenn diese lediglich auf die inneren Hülsen einwirken, wobei zwischen der inneren Hülse und dem Bügel jeweils ein mit der äußeren Hülse drehfest verbundener Exzenterring angeordnet wird, der die Verstellbewegung der inneren Hülse dem Bügel gegenüber ausgleicht, so daß letztere seine Lage nicht zu verändern braucht.
Um besonders hohe Reibungswerte zu erzielen, können die Verstellgehäuse bzw. deren Hülsen oder Lagerringe doppelt geriffelte Bandagen, beispielsweise aus Bronzeblech, aufweisen, wobei die Riffelung aus unter 45° geneigten schmalen Nuten mit geringem Abstand und aus entgegengesetzt geneigten breiteren Nuten mit größerem Abstand besteht. Die durch diese Riffelung gebildeten Kanäle ermöglichen einen raschen Ölablauf und führen dadurch zu den gewünschten hohen Reibungswerten.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 und 2 den Schmiedekasten mit den Hämmern ohne Vorrichtung zur Werkstückeinspannung und -bewegung im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 und in Draufsicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 im größeren Maßstab,
Fig. 4 den Steuerschieber mit der Kurvenscheibe gemäß Fig. 1, jedoch ebenfalls im größeren Maßstab,
Fig. 5 und 6 Ausführungsvarianten der Lagerang der Verstellgehäuse für die Exzenterwellen in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellungsweise,
Fig. 7 eine andere Ausbildung der Gehäuselagerung im Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 8 und
Fig. 8 die Draufsicht,
Fig. 9 ein Schema der im Lagerbereich auftretenden Kräfte,
Fig. 10 eine weitere Ausführung der Gehäuselagerung im Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 11 und Fig. 11 die Draufsicht,
Fig. 12 eine Gehäusebandage in Ansicht und
Fig. 13 und 14 Schnitte nach den Linien XIII-XIII und XIV-XIV der Fig. 12 im größerdh Maßstab.
Die Hammer der Schmiedemaschine sind als Pleuel 1 ausgebildet, die von Exzenterwellen 2 in eine hin- und hergehende Bewegung versetzt werden. Die Exzenterwellen 2 lagern exzentrisch in zylindrischen Verstellgehäusen 3, die im Schmiedekasten 4 für sich drehverstellbar gelagert sind. Werden die Verstellgehäuse 3 im Schmiedekasten 4 verdreht, so ergibt sich eine Änderung des Abstandes der Achsen der Exzenterwellen 2 von der Werkstückachse (die mit der vertikalen Mittelachse der Maschine zusammenfällt) und damit auch eine Veränderung der Hublage der Pleuel 1 bzw. der Eindringtiefe der Hammer in das Werkstück.
Gemäß Fig. 1 ist mit den Verstellgehäusen 3 je ein Stirnrad 5 fest verbunden, das mit einem zentralen Stirnrad 6 kämmt. In das Stirnrad 6 greift ein Ritzel 7 ein, auf dessen Antriebswelle 8 oben ein weiteres Ritzel 9 sitzt. Mit dem Ritzel 9 kann beispielsweise eine (nicht dargestellte) Zahnstange kämmen, die mittels eines hydraulisch beaufschlagbaren Kolbens hin- und herschiebbar ist. Wird der Kolben bzw. die Zahnstange verschoben, verdrehen sich die Ritzel 9 und 7, damit das zentrale Stirnrad 6 und über die Stirnräder 5 auch die Verstellgehäuse 3 zwecks Veränderung der Pleuelhublage bzw. der Eindringtiefe der Hammerwerkzeuge. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Drehung des Ritzels 9 auf andere Weise herbeizuführen.
Für den Antrieb der Exzenterwellen 2 der Pleuel 1 ist ein gemeinsamer Antriebsmotor 10 vorgesehen, der über Keilriemen ein Zahnrad 11 antreibt. Das Zahnrad 11 steht mit Zahnrädern 12 im Bereich der unmittelbar benachbarten Exzenterwellen im Eingriff und treibt in weiterer Folge über je ein Zwischenrad 13 die Zahnräder 14 im Bereich der anderen beiden Exzenterwellen an. Wegen der exzentrischen Anordnung der Exzenterwellen 2 in den Verstellgehäusen 3 und der Verdrehbarkeit dieser Gehäuse sind die Zahnräder 12, 14 mit den Exzenterwellen 2 nicht starr gekuppelt, sondern es sitzt auf den Exzenterwellen 2 jeweils ein Schwungrad 15, in dessen radiale Nut 16 das Zahnrad 12 bzw. 14 mit einem Gleitstein 17 eingreift. Diese Art der Kupplung der Zahnräder 12, 14 mit den Schwungrädern 15 ermöglicht eine relative Verschiebung der Achsen der Exzenterwellen gegenüber den Achsen der Antriebszahnräder.
Auf die Verstellgehäuse 3 wirken Klemmkolben 18 (Fig. 3) ein, die radial zu den Gehäusen gerichtet und in jeweils beiderseits der Pleuel 1 angeordneten Einsätzen 19 gelagert sind. Werden diese Klemmkolben mit Drucköl beaufschlagt, so pressen sie die Verstellgehäuse 3 jeweils gegen die jenseitigen Lagerflächen. Die Beaufschlagung der Klemmkolben erfolgt pulsierend im Arbeitstakt der Hämmer bzw. Pleuel 1. Zu diesem Zweck ist ein Steuerschieber 20 vorgesehen, der von einer Kurvenscheibe 21, gegen welche er unter Zwischenschaltung einer Kugel 22 durch eine Feder 23 gedrückt wird, hin- und herschiebbar ist. Die Kurvenscheibe 21 ist mit der Welle eines der Zahnräder 14 drehfest verbunden, steht also in Gleichlauf mit den Exzenterwellen 2.
In der in Fig. 2 dargestellten Lage des Steuerschiebers 20 ist die Hochdruckleitung 24 abgesperrt, während in der zu den Einsätzen 19 bzw. den Klemmkolben 18 führenden Leitung 25 Niederdruck herrscht und für das Überschußöl eine Verbindung mit dem Ölablauf 26 hergestellt ist. Das Öl aus der Leitung 25 kann nämlich über die Ringnut 27 des Teiles 28, die Bohrung 29, die Schiebernut 30, die Bohrung 31, die Ringnut 32 und über weitere Bohrungen zu einem Ventil 33 gelangen, das durch eine Feder 34 mit veränderbarer Vorspannung belastet ist. Beim Niederdrücken des Ventils 33 fließt das Öl über die Bohrung 35 in das die Kurvenscheibe 21 umschließende Gehäuse 36, wirkt dort als Schmieröl für die umlaufenden bzw. verschiebbaren Teile und kann schließlich durch die Leitung 26 abfließen. Durch die Drehung der Kurvenscheibe 21 wird dann der Steuerschieber 20 nach unten gedrückt, so daß das hochgespannte Drucköl aus der Leitung 24 über die Schiebernut 30, die Bohrung 29 und die Ringnut 27 in die Leitung 25 zur Druckbeaufschlagung der Klemmkolben 18 vordringen kann, während die Bohrung 31 und alle weiteren Kanäle durch den Steuerschieber 20 versperrt sind.
Wie aus den Fig. 2 und 8 ersichtlich, weisen die Lagerflächen des Schmiedekastens 4 jeweils an der dem Pleuel 1 entgegengesetzten Seite einer Ausnehmung 37 auf, so daß die Verstellgehäuse 3 in dieser Zone freigestellt sind und an der Lagerfläche nicht anliegen. In den jeweils anschließenden Zonen der Lagerflächen sind Ölabstreif- und -ablaufnuten 38 vorgesehen.
In Fig. 9 sind die im Bereich der Verstellgehäuse 3 auftretenden Kräfte schematisch dargestellt. Die in den Hämmern bei der Werkstückverformung auftretende Reaktionskraft ist mit P bezeichnet. Diese Reaktionskraft P übt auf die Lagerbüchse 3 wegen der exzentrischen Anordnung der Exzenterwelle 2 ein Drehmoment aus. Wird die Exzentrizität mit e bezeichnet, so erhält das Drehmoment den Wert P · e, sofern das durch die gleitende Lagerreibung der Exzenterwelle 2 im Gehäuse 3 auftretende zusätzliche Drehmoment vernachlässigt wird. Das Drehmoment P-e muß nun, wenn Selbsthemmung vorliegen soll, durch ein Drehmoment Rt im Gleichgewicht gehalten werden, wobei R die Reibungskraft der rahenden Reibung zwischen dem Verstellgehäuse 3 und dem Schmiedekasten 4 und r den Radius des Verstellgehäuses 3 angibt. Die Reibungskraft R ist bekanntlich gleich dem Normaldruck mal dem Reibungskoeffizienten für rahende Reibung. Wird der Normaldruck angenähert der Reaktionskraft P gleichgesetzt, so ergibt sich die Beziehung
d. h., die Selbsthemmung der Verstellgehäuse 3 im Schmiedekasten 4 ist mit Sicherheit nur dann zu er-
warten, wenn der wirklich auftretende Reibungskoeffizient zwischen den Gehäusen 3 und dem Schmiedekasten 4 größer ist als der mittels obiger Gleichung berechnete Wert. Da der Reibungskoeffizient selbst kaum wesentlich beeinflußt werden kann, war es bisher erforderlich, das durch den Reibungskoeffizienten gegebene Verhältnis von Büchsenradius und Exzentrizität einzuhalten, es müßten also bei großem Verstellbereich für die Hämmerhublage auch Verstellgehäuse mit sehr großem Durchmesser vorgesehen werden.
In den Fig. 5 bis 8 ist nun gezeigt, wie Selbsthemmung bei wesentlich verkleinertem Durchmesser der Verstellgehäuse 3 erreicht werden kann.
Gemäß Fig. 5 sind mit den Verstellgehäusen Ringe 39 drehfest verbunden, und es sind im Schmiedekasten 4 entsprechende Ringe 40 befestigt. Diese Ringe 39, 40 weisen ineinandergreifende keilförmige Ringrippen 41 auf. Die Reaktionskraft P wirkt selbstverständlich jeweils in einer zur Büchsenachse normalen Ebene. Die aus dieser Reaktionskraft P resultierende Normalkraft 2V hat, wenn mit α der Winkel zwischen der Normalkraft und der Reaktionskraft
bezeichnet wird, die Größe
die Gleichung
, so daß nunmehr
cos α
P-e =
P -r · μ
cos a
= — · cos α
r
zu gelten hat, woraus sich die gewünschten Verbesserungen der Verhältnisse für die Selbsthemmung der Verstellgehäuse 3 ergibt.
Wie weiterhin in Fig. 6 dargestellt, ist jedes Verstellgehäuse 3 im Schmiedekasten 4 nicht unmittelbar, sondern mittelbar über einen Ring 42 gelagert, der mit dem Gehäuse 3 drehfest, aber in radialer Richtung bzw. in achsnormaler Ebene verschiebbar verbunden ist. Mit dem Schmiedekasten 4 ist ein weiterer Ring 43 in gleicher Weise verbunden, der mit einem zylindrischen Teil 44 zwischen das Gehäuse 3 und den ersten Ring 42 greift. Es ergeben sich somit beim Verdrehen des Gehäuses 3 drei Gleitflächen a, b, c. Werden die zugehörigen Radien mit rv r2 und r3 bezeichnet, ergibt sich
oder "
d. h., es wird auf diese Weise ein etwa verdreifachtes Reibungsmoment erzielt.
Die Verstellgehäuse können aber auch aus zwei exzentrisch ineinander gelagerten Hülsen 3, 3 a bestehen, von denen jeweils die innere Hülse 3 a das Lager der Exzenterwelle 2 bildet und gegen Verdrehung gesichert ist (Fig. 7 und 8). Zum Zwecke dieser Verdrehungssicherung ist an der inneren Hülse 3 a oben ein Ring 45 mit einem radialen Fortsatz 46 befestigt, wobei der Fortsatz in einer am Schmiedekasten 4 vorgesehenen festen Führung 47 verschwenkbar und verschiebbar gehalten ist. In diesem Fall sind zwei zylindrische Reibungsflächen α und b vornanden. Dem Drehmoment aus der Reaktionskraft P wirkt demnach ein Reibungsmoment entgegen, das sich aus dem Reibungsmoment zwischen der inneren Hülse 3 a und der äußeren Hülse 3 und aus dem Reibungsmoment zwischen der äußeren Hülse 3 und dem Schmiedekasten 4 zusammensetzt. Werden die Radien der inneren und äußeren Hülse wieder mit rx und r2 bezeichnet, kommt man zu
woraus zu ersehen ist, daß das Gesamtreibungsmoment nahezu verdoppelt ist. Die Innenfläche der äußeren Hülse 3 ist wieder mit Ölabstreif- bzw. -ablaufnuten 48 versehen.
Bei der Ausbildung nach Fig. 10 und 11 wirken die Klemmkolben 18 nicht unmittelbar auf die zwei Hülsen 3, 3 a, sondern es ist jeweils oben und unten ein Bügel 49 vorgesehen. Das eine Ende des das Verstellgehäuse pleuelseitig über einen Winkel von mehr als 90° umschließenden Bügels 49 ist am Schmiedekasten 4 begrenzt schwenkbar befestigt, während auf das andere Ende der Klemmkolben 18 pulsierend drückt. Zwischen den Bügeln 49 und der inneren Hülse 3 a sind Exzenterringe 50 angeordnet, die sich mit der äußeren Hülse 3 drehen, da sie durch einen in einer Radialnut eingelegten Keil 51 mit einem an der äußeren Hülse festgeschraubten Ring 52 bzw. unten mit dem Zahnrad 5 gekuppelt sind. Die Bügel 49 drücken also über die Exzenterringe 50 auf die innere Hülse 3 a, wobei zufolge der exzentrischen Ringausbildung die Verstellbewegung der Hülse 3 a gegenüber den Bügeln 49 ausgeglichen wird und diese ihre Lage nicht zu verändern brauchen.
Das Verstellgehäuse 3 bzw. die Hülsen 3, 3 a oder die Ringe 42 und 43 können Blechbandagen aufweisen. Ein Teil einer solchen Bandage 53 ist in den Fig. 12 bis 14 dargestellt. Diese Bandage besitzt eine doppelte Riffelung, die von unter 45° geneigten schmalen Nuten 54 mit geringem Abstand (etwa 2 mm) und von entgegengesetzt geneigten breiteren Nuten 55 mit größerem Abstand (etwa 6 mm) gebildet wird. Die Nuten dienen dem raschen Ablauf des Schmierölfilmes und damit der Erhöhung der Reibungswerte.

Claims (11)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schmiedemaschine mit als Pleuel ausgebildeten Hämmern, deren Antriebsexzenterwellen exzentrisch in zylindrischen, im Schmiedekasten drehverstellbaren Gehäusen lagern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Reibung jeweils zwei hydraulisch beaufschlagte Klemmkolben (18) pleuelseitig zwischen den Verstellgehäusen (3) und dem Schmiedekasten (4) angeordnet sind.
2. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Klemmkolben (18) im Arbeitstakt eine einen federbelasteten Steuerschieber (20) betätigende Kurvenscheibe (21) auf der verlängerten Exzenterwelle (2) angeordnet ist.
3. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellgehäuse (3) zur Vergrößerung der Reibfläche ineinandergreifende keilförmige Ringrippen (41) aufweisen.
4. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zylindrischer Teil (44) eines mit dem Schmiedekasten (4) verbundenen Ringes (43) zwischen die Verstellgehäuse (3)
und einen mit diesen drehfest verbundenen, in Achsrichtung verschiebbaren Ring (42) greift.
5. Schmiedemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellgehäuse (3) aus zwei exzentrisch ineinander gelagerten Hülsen (3, 3 a) bestehen, wobei die innere, das Lager der Exzenterwelle (2) bildende Hülse (3 a) durch Ring (45) und Fortsatz (46) gegen Drehung gesichert ist.
6. Schmiedemaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Schmiedekasten (4) gelagerter Bügel (49), auf dessen freies Ende der Klemmkolben (18) wirkt, die ineinander gelagerten Hülsen (3, 3 a) pleuelseitig mindestens 90° umgreift.
7. Schmiedemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (49) lediglich über mit der äußeren Hülse (3) drehfest verbundenem Exzenterring (50) auf die innere Hülse (3 a) einwirkt.
10
8. Schmiedemaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmiedekasten (4) jeweils auf der dem Pleuel (1) entgegengesetzten Seite Ausnehmungen (37) aufweist.
9. Schmiedemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in den jeweils an die Ausnehmungen (37) des Schmiedekastens (4) anschließenden Zonen Ölabstreif- und -ablaufnuten (38) vorgesehen sind.
ίο
10. Schmiedemaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellgehäuse (3) oder die Hülsen (3, 3 a) oder die Lagerringe (42, 43) doppelt geriffelte Bandagen (53) aufweisen.
11. Schmiedemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Riffelung der Bandagen (53) aus unter 45° geneigten schmalen Nuten (54) mit geringem Abstand und aus entgegengesetzt geneigten breiteren Nuten (55) mit größerem Abstand besteht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
DEG26765A 1958-04-04 1959-04-02 Schmiedemaschine Pending DE1119085B (de)

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