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Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Druckausgleichsgefäß für einen Druckausgleich an mindestens einem Teil einer Einrichtung, wie an einem Anbaugerät einer Baumaschine oder dergleichen das mit einem unter Druck stehenden Medium, wie Hydrauliköl, betreibbar ist und hierfür Anschlüsse besitzt, wobei das Druckausgleichsgefäß eine beliebige Körperform aufweisen kann. Hierbei soll unter dem Begriff „unter Druck stehendes Medium” neben Hydrauliköl auch andere Medien, wie Motorenöl (Minibagger), Gase etc. verstanden werden.
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Stand der Technik
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Bei Erdbewegungen oder anderen Bauarbeiten, die mit hydraulisch und/oder pneumatisch betriebenen Baumaschinen durchgeführt werden, kommt es häufig vor, dass deren Anbaugeräte durch andere Geräte ersetzt und auf den Boden abgestellt und von der Baumaschine getrennt werden.
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Hierbei werden gleichzeitig die hydraulischen oder pneumatischen Leitungen getrennt, das heisst, dass mindestens ein, zwei oder mehr Hydraulikschläuche, (Vor- und Rücklauf), an dem Anbaugerät verbleiben, die an ihrem Ende jeweils die eine Hälfte einer Schnellverschlusskupplung aufweisen, wogegen die andere Hälfte als ein korrespondierendes Kupplungselement hierzu an der Baumaschine selbst verbleibt, um damit den Anschluss an das andere Gerät zu bewerkstelligen.
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Hierbei kommen unter anderem Anbaugeräte in Frage, wie Baggerschaufeln, Klappschaufeln, Fräsen, Greifer an Radladern und Baggern sowie anderen Maschinen der Land-, Forst- und Bauwirtschaft und nicht zuletzt Anbaugeräte in der Industrie.
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Verweilt nun ein abgestelltes Anbaugerät, zum Beispiel eine Klappschaufel, in der Sonne, so kann die Temperatur des innerhalb der Hydraulikleitungen in dem Anbaugerät verbliebenen Hydrauliköls derart ansteigen – zumal diese in der Regel auch noch schwarz sind –, dass sich ein erheblicher Staudruck in den Hydraulikleitungen bildet, wodurch sich dann in der Regel der Schnellverschluss dieser Klappschaufel meist nicht mehr oder nur noch unter massivem Kraftaufwand wieder öffnen und ankuppeln lässt. Dieses Problem wird in der Praxis meist durch ein Öffnen von am Hydrauliksystem sich befindenden Verschraubungen gelöst, und zwar mittels eines Werkzeugs. Falls dies jedoch nicht vorhanden ist, werden auch als Notlösung Hammerschläge auf den Durchlass der jeweiligen Kupplung angewandt, welche das Hydrauliksystem als solches beschädigen können. Alle diese genannten Lösungen können jedoch unmittelbar oder mittelfristig undichte Verschraubungen oder sogar deren Zerstörung zur Folge haben. Letzteres bedeutet nicht nur höhere Kosten durch Wiederbeschaffungsmaßnahmen, sondern verursacht auch Ausfall- und Wartezeiten und nicht zuletzt wird dadurch auch die Unfallgefahr erhöht.
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Wird nun bei einer Abkuppelung von abzustellenden Anbaugräten lediglich die Verschraubungen der Hydraulikleitungen gelöst oder offene Gegenstücke in die Kupplungshälften gesteckt oder geschraubt, sodass hierbei Öl austreten kann, dann wird dieses bestenfalls zum Beispiel in einer Dose oder einem Eimer aufgefangen. Letzteres erfolgt aber in der Regel leider nicht, sodass das Öl unkontrolliert ins Erdreich und damit ins Grundwasser gelangen kann, und zwar mit all seinen Folgen für die Umwelt.
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Zwar sind auch Zangen bekannt, die dazu geeignet sind, zwei Schlauchenden zusammen zu führen, um den innerhalb der Schläuche aufgebauten Druck zu überwinden, jedoch sind diese oft nicht vorhanden, sodass zum Beispiel Bauarbeiter in der Regel derart vorgehen, dass sie einen Schraubendreher verwenden, den sie dann mit einem Hammer in den jeweiligen Verschluss hineinschlagen und so versuchen, eine Druckminderung herbeizuführen und dabei eine Beschädigung in Kauf nehmen.
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An für sich ist der Einsatz von Ausgleichsgefäßen für einen Druckausgleich aufgrund einer Erwärmung bekannt, und zwar beispielsweise aus der
DE 598 087 , die sich mit einem Ausgleichsbehälter zur Aufrechterhaltung einer einwandfreien Durchtränkung elektrischer Ölkabel befasst, wo bekanntlich ein zusätzlicher schädlicher Druck im Kabel, der durch eine Erwärmung und das damit verbundene Ausdehnen der Tränkmasse entsteht, durch die Verwendung von Druckausgleichsgefäßen verhindert werden soll. Diese Druckausgleichsgefäße sind jedoch abschnittsweise entsprechend dem Verlauf des Ölkabels fest installiert und somit nicht mobil für andere Zwecke einsetzbar.
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Schließlich sind Schraub- und Steckkupplungen bekannt, die trotz eines bestimmten in einer Leitung herrschenden Druckes gekuppelt werden können. Die in derartigen Kupplungen integrierte Mechanik ist jedoch sehr anfällig gegen eine Verschmutzung durch Sand und kleinen Steinen, was in einem rauen Baustellen- und Arbeitsalltag zu einer relativ kurzen Lebensdauer der Kupplungen führen kann, wodurch kurze und kostspielige Austauschintervalle erforderlich werden. Auch lassen sich unterschiedliche Kupplungssysteme nicht miteinander verbinden, sodass bei größeren Anschaffungen von Maschinen oder Anbaugeräten zum Beispiel in Fuhrparks darauf geachtet werden muss, dass die jeweiligen Kupplungen auch aufeinander abgestimmt sind, da sich sonst die Kosten hierfür nicht unbeträchtlich erhöhen können.
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Aufgabe der Erfindung
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Hier setzt die vorliegende Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, eine Vorrichtung quasi als Sicherheitselement zu schaffen, das auf einfache Weise verhindert, dass vor allem an abgestellten, hydraulisch betreibbaren Anbaugeräten, deren noch vorhandenes hydraulisches Medium aufgrund einer thermischen Einwirkung, wie Sonneneinstrahlung, unkontrolliert durch dessen Ausdehnung aus den jeweiligen Hydraulikanschlüssen dieser Geräte auslaufen bzw. entweichen und ferner sich kein unerwünschter Druck innerhalb des geschlossenen Ölkreislaufes aufbauen kann, wobei gleichzeitig gewährleitstet sein muss, das durch dieses Sicherheitselement keine Beschädigung der jeweiligen Hydraulikanschlüsse auftritt.
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Vorteile der Erfindung
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Druckausgleichsgefäß ein zu den Anschlüssen korrespondierendes Kupplungselement aufweist und zusammen mit diesem eine mobile Baueinheit bildet. Eine derartige mobile Baueinheit kann vorteilhaft als leichtes Bauteil unabhängig vom Verwendungsort eingesetzt werden und gleichzeitig damit auf einfache und sichere Weise einen unkontrollierten Austritt beziehungsweise Druckaufbau von Hydrauliköl bei abgestellten Anbaugeräten verhindern.
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Nach Maßgabe der vorliegenden Erfindung, kann das Kupplungselement derart ausgebildet sein, dass es sich in den Anschluss einfügt und dafür von der mobilen Baueinheit absteht oder dass es den Anschluss aufnimmt und dafür innerhalb der mobilen Baueinheit ausgebildet ist. Hierbei ist es zweckmäßig, dass eine fluidmäßige Verbindung zwischen der mobilen Baueinheit und einem Anschluss, zum Beispiel an einem Anbaugerät eines Baggers, wie eine Baggerschaufel, dadurch erhalten werden kann, indem man unmittelbar nach dem Abkuppeln des Anbaugeräts die Baueinheit entweder mit ihrem Kupplungselement voraus in den Anschluss oder den Anschluss in dessen Kupplungselement steckt beziehungsweise schraubt, wobei der jeweilige Anschluss in der Regel als Schnellverschluss ausgebildet und am Ende einer hydraulischen Leitung an dem Anbaugerät vorgesehen ist.
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Das Druckausgleichsgefäß der mobilen Baueinheit kann zum Beispiel zylinderförmig mit einem stabilen Außenmantel ausgebildet sein, in dem sich ein von beiden Seiten beaufschlagbarer Kolben befindet, was den Vorteil hat, dass dadurch mit dem Druckausgleichgefäß ein Art Puffer für aus der jeweiligen hydraulischen Leitung möglicherweise austretenden Hydrauliköl geschaffen wird. Dieser Puffer kann dabei zweckmäßigerweise dadurch erhalten werden, indem der Kolben auf seiner dem Kupplungselement zugewandten Seite von dem hydraulischen Druckmedium einerseits und von seiner davon abgewandten Seite von einem Gegendruckmittel andererseits beaufschlagt wird. Dadurch ist es möglich, dass für ein durch Erwärmung aus dem jeweiligen Schnellverschluss austretendes Öl in dem Druckausgleichsgefäß Platz hierfür geschaffen wird, indem dieses Öl den Kolben in Richtung des Gegendruckmittels verschiebt, wodurch dieses wiederum zusammengedrückt wird. Sobald die Erwärmung wieder abgeklungen ist, kann dann durch den im Druckausgleichsgefäß sich aufgebauter Öldruck wieder abgebaut werden, indem zumindest ein Teil des Öls wieder in die hydraulische Leitung des jeweiligen Anbaugeräts zurückgedrückt wird.
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Als Gegendruckmittel eignet sich zum Beispiel ein komprimierbares gasförmiges Medium, ein elastischer Kunststoff oder ein Federglied, wie eine Druckfeder, wobei es bei einer Verwendung der beiden zuletzt genannten Gegendruckmittel zweckmäßig ist, dass das Druckausgleichsgefäß insbesondere an seiner dem Kupplungselement gegenüberliegenden Stirnseite eine Entlüftung vorgesehen wird. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass in der eingangs genannten
DE 598 087 auch bereits verschiedene Gegendruckmittel innerhalb eines Ausgleichsbehälters beschrieben sind, und zwar enthält dort der Behälter zum Beispiel mit elastischen Wandungen versehene abgeschlossene Zellen, die ihrerseits mit Gas oder Luft gefüllt sind und die von dem Öl umspült werden, das sich in dem Druckbehältergehäuse befindet und mit dem Öl des Kabels in Verbindung steht. Bei einer Erwärmung des elektrischen Kabels und dem damit verbundenen Ausdehnen des Öls im Kabel wandert die überschüssige Menge an Öl in den Ausgleichbehälter und bewirkt eine Veränderung des Volumens der Zellen indem diese zusammengedrückt werden und dadurch eine Volumenvergrößerung erreicht wird und sich gleichzeitig einer Gegendruck aufbaut, der dann bei einer Abkühlung das ausgetretene Öl wieder in das Druckbehältergehäuse mit dem Kabel zurück drückt. Ein verschiebbarer Kolben innerhalb des Druckausgleichsgefäßes, der beidseitige beaufschlagt wird, ist jedoch aus dieser Druckschrift nicht zu entnehmen und ist auch besser beherrschbar.
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Es ist aber auch möglich, dass das Druckausgleichsgefäß einen elastisch dehnbaren Außenmantel besitzt, der in seiner Grundform zylindrisch ausgebildet ist. Hier entfällt der verschiebbare Kolben, denn eine derartige elastische Hülle kann sich wie ein Ballon ausdehnen, wobei dann die angespannte Elastizität praktisch das erwähnte Gegendruckmittel darstellt.
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Schließlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in der jeweiligen Form der beschriebenen mobilen Baueinheiten vielfältig verwendet werden, wie zum Beispiel: Für abgestellte hydraulisch betreibbare Anbaugeräte von Baggern, Radladern, Gabelstaplern, Salzstreufahrzeugen, Kipp-Anhängern von LKW's, Geräte für die Land- und Forstwirt sowie Industrie und dergleichen, bei denen gegen einen Austritt von Hydrauliköl durch einen wärmebedingten Staudruck Einhalt geboten werden soll, damit die Umwelt weniger belastet wird.
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Insgesamt ist es durch eine Verwendung der erfindungsgemäßen Baueinheit vorteilhaft möglich, auch die Betriebs- und Arbeitssicherheit aufgrund einer geringen Verletzungsgefahr zu erhöhen sowie Kosten zu reduzieren, da sich durch einen problemlosen Gerätewechsel bei allen Temperaturbedingungen ein reibungsloser Arbeitsablauf ergibt. Ferner können kostenintensive Stand-, Warte- und Beschaffungszeiten von Maschinen und Personal entfallen. Schließlich wird auch ein unkontrollierter Austritt an Öl in die Umwelt verhindert.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand von drei Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben und erläutert.
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Zeichnungen
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Es zeigen:
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1a einen schematisch dargestellten Längsschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen mobilen Baueinheit aus einem Kupplungselement und einem Druckausgleichsgefäß mit einem verschiebbaren Kolben, der durch ein gasförmiges Gegendruckmittel in seiner Ausgangsstellung gehalten ist,
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1b die mobile Baueinheit nach 1a, bei welcher der Kolben aufgrund des durch das Kupplungselement einströmenden Druckmediums mittig gegen das Gegendruckmittel gedrückt ist,
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1c die mobile Baueinheit nach 1a, bei welcher der Kolben seine Endstellung gegen das nunmehr vollkommen komprimierte Gegendruckmittel eingenommen hat,
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2a–2c einen schematisch dargestellten Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen mobilen Baueinheit gemäß den 1a–1c, bei denen jedoch als Gegendruckmittel ein Federglied vorgesehen ist und das Druckausgleichsgefäß eine Entlüftungsöffnung aufweist,
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3a einen schematisch dargestellten Längsschnitt einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen mobilen Baueinheit, welche ein Druckausgleichsgefäß mit einem elastisch dehnbaren Außenmantel aufweist und in einer zylindrischen Ausgestaltung gezeigt ist,
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3b die mobile Baueinheit nach 3a, bei der sich das elastische Druckausgleichsgefäß durch ein eingeströmtes Druckmedium etwas vergrößert hat,
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3c die mobile Baueinheit nach 3a, bei der das elastische Druckausgleichsgefäß durch ein eingeströmtes Druckmedium seine vergrößerte Endstellung eingenommen hat,
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4a eine perspektivisch dargestellte Vorrichtung als mobile Baueinheit für einen Druckausgleich in einer konkreten Ausführungsform,
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4b eine von einer Seite gesehene Stirnansicht der Vorrichtung nach 4a in einem vergrößerten Maßstab und
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4c die Vorrichtung nach 4b im Längsschnitt gemäß der Linie 4c-4c.
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Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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Die in den 1a–1c schematisch in einem Längsschnitt dargestellte erste Ausführungsform einer Vorrichtung 1 besitzt ein Druckausgleichsgefäß 2, an dessen einen Stirnseite 3 ein außenliegendes Kupplungselement 4 angeschlossen ist, durch das ein Druckmedium 5 – dargestellt durch einen Doppelpfeil 5 – in das und aus dem Druckausgleichsgefäß 2 strömen kann. Im vorliegenden Fall soll das Druckmedium 5 ein Hydrauliköl sein, wobei auch eine Druckluft oder ein komprimiertes Gas ganz allgemein auch möglich ist.
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Das Druckausgleichsgefäß 2 bildet zusammen mit dem in seiner Bauform variablen Kupplungselement 4 ein unabhängige mobile Baueinheit 6, wobei das Kupplungselement 4 als ein Art Rohrstutzen ausgebildet ist, der in eine zu diesem korrespondierenden Hälfte einer nicht näher dargestellten Schnellverschlusskupplung steck- oder schraubbar und dadurch eine fluidmäßige Verbindung herstellbar ist.
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Das Druckausgleichsgefäß 2 selbst ist zylinderförmig nach der Art einer geschlossenen Hülse ausgebildet und besitzt hierfür einen stabilen Außenmantel 7, in dem sich ein von beiden Seiten beaufschlagbarer Kolben 8 befindet, der gemäß einem Doppelpfeil 9 verschiebbar ist. Ein Verschieben des Kolbens 8 durch das Druckmedium 5 entgegen der Richtung. des Kupplungselements 4 erfolgt gegen die Kraft eines Gegendruckmittels 10 in der Form eines komprimierbaren Gases.
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In den 2a–2c ist als zweites Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung 11 schematisch dargestellt, die sich von der Vorrichtung 1 gemäß den 1a–1c dadurch unterscheidet, dass das mit 12 bezeichnete Druckausgleichgefäß an seiner von dem sonst gleichen Kupplungselement 4 entgegen gesetzten Stirnseite 13 eine Entlüftungsöffnung 14 und als Gegendruckmittel ein Federglied 15 in der Form einer Druckfeder besitzt. Es ist auch möglich, statt dem Federglied 15 einen elastischen Kunststoff zu verwenden. Auch bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel bildet das Druckausgleichgefäß 12 zusammen mit dem Kupplungselement 4 eine mobile und unabhängige Baueinheit, die mit 16 bezeichnet ist.
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Ferner ist als drittes Ausführungsbeispiel in den 3a–3c eine Vorrichtung 17 mit einem geschlossenen elastisch dehnbaren Druckausgleichsgefäß 18 schematisch dargestellt, dessen elastische Hülle beziehungsweise elastischer Außenmantel – bezeichnet mit 19 – in seiner Ausgestaltung, das heisst Grundstellung ebenfalls zylinderförmig ausgebildet ist, wobei eine andere Form der elastischen Hülle durchaus auch möglich ist. In diesem ungedehnten Zustand ist das Druckausgleichsgefäß 18 leer. Ansonsten entspricht das hier vorgesehene Kupplungselement 4 der Ausführungsform von dem Kupplungselement 4 gemäß 1a und bildet insgesamt mit dem Druckausgleichsgefäß 18 eine mobile Baueinheit 20.
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Ausgehend von der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Baueinheit 6 wird diese in ihrer Ausgangsstellung gemäß 1a mit ihrem als Art Rohrstutzen ausgebildeten Kupplungselement 4 in eine korrespondierende Kupplungshälfte einer nicht näher dargestellten Schnellverschlusskupplung zum Beispiel an einer abgestellten Baggerschaufel gesteckt, wobei diese Kupplungshälfte ansonsten als hydraulischer Anschluss zum Bagger selbst dient und am Ende mindestens einer hydraulischen Leitung der Baggerschaufel als Anbaugerät vorgesehen ist.
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Angenommen, diese abgestellte Baggerschaufel ist einer intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt, so dehnt sich das in den hydraulischen Leitungen der Baggerschaufel sich noch befindendes Hydrauliköl stark aus, wodurch sich somit dessen Druck nicht unwesentlich erhöht. Da nun die mobile Baueinheit 6 an die Baggerschaufel angeschlossen wurde, das heisst eine fluidmäßige Verbindung mit dieser hat, kann der entstandene Staudruck dadurch abgebaut werden, indem das Hydrauliköl entsprechend dem Doppelpfeil 5 durch den Rohrstutzen des Kupplungselements 4 fließt und den Kolben 8 beaufschlagt, wodurch dieser entsprechend dem Doppelpfeil 9 in Richtung des Gegendruckmittels 10 in der Form eines Gases bewegt wird und dieses so lange komprimiert (1b, Gas 21) bis durch die dadurch erhaltene Volumenvergrößerung – bezeichnet mit 22 – sich der Staudruck des erwärmten Hydrauliköls wieder abgebaut hat. Die Volumenvergrößerung 22 hat ihr Maximum erreicht (1c, bei 23), wenn das Gas nicht mehr weiter komprimiert werden kann (1c, bei 24). Sobald sich dann das Hydrauliköl innerhalb der Baggerschaufel wieder abkühlt und dadurch der Innendruck in den hydraulischen Leitungen wieder sinkt, wird der Kolben 8 durch die Kraft des komprimierten Gases 21 beziehungsweise 24 entsprechend dem mit 25 bezeichneten Pfeil wieder in Richtung des Kupplungselements 4 gedrückt beziehungsweise bewegt und das Hydrauliköl bei 22 beziehungsweise 23 strömt wieder zurück in die entsprechende Hydraulikleitung der Baggerschaufel, wodurch vorteilhaft auf einfache Weise verhindert wurde, dass unsachgemäß Hydrauliköl in die Umwelt gelangt ist und gleichzeitig auch, dass die Baggerschaufel wieder problemlos angekuppelt werden kann, obwohl sie unterschiedlichen Temperaturverhältnissen ausgesetzt war.
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Die mobile Baueinheit 16 gemäß den 2a–2c funktioniert im Prinzip genauso wie die mobile Baueinheit 6, wobei lediglich das komprimierbare Gas (21, 24) durch das Federglied 15 in der Form einer Druckfeder ersetzt worden ist und zu deren Funktion die Entlüftungsöffnung 14 bei einem Niederdrücken der Druckfeder 15 die dabei gleichzeitig komprimierte Luft entweichen lässt.
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Ferner funktioniert die dritte Ausführungsform gemäß den 3a–3c als mobile Baueinheit 20 und eine Art Billigvariante derart, dass hier als Gegendruckmittel die elastische Spannkraft des elastischen Außenmantels 19 dient, der als eine Art elastischer Ballon das Druckausgleichsgefäß 18 verkörpert. Das heisst gemäß 3a ist das Druckausgleichsgefäß 18 noch leer und dehnt sich dann gemäß 3b mit dem Einströmen des Hydrauliköls aufgrund seiner elastischen Hülle aus, wodurch eine Volumenvergrößerung 26 erfolgt, die bis zu einem Maximum 27 gemäß. 3c gehen kann. Umgekehrt strömt dann bei einer Abkühlung des Systems das Hydrauliköl wieder entsprechend dem mit 28 bezeichneten Pfeil durch die Spannkraft des elastisch gedehnten Außenmantels 19 zurück in die hydraulischen Leitungen der Baggerschaufel, wobei sich dabei das Volumen dieser mobilen Baueinheit 20 wieder verkleinert.
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Schließlich ist neben den schematischen Darstellungen in den 1a–1c bis 3a–3c in den 4a–4c auch eine konkrete Ausführungsform einer Vorrichtung 28 für einen Druckausgleich dargestellt, die eine mobile Baueinheit 29 bildet. Diese Baueinheit 29 besitzt ein zylindrisches Druckausgleichsgefäß 30 mit einem stabilen Außenmantel 31, in dem sich ein beidseitig beaufschlagbarer Kolben 32 befindet, der gegenüber der zylindrischen Innenfläche des Außenmantels 31 durch eine Ringdichtung 33 mit beiseitigen Abstreifern 34 und 35 abgedichtet und gemäß dem mit 36 bezeichneten Doppelpfeil verschiebbar angeordnet ist. Als Gegendruckmittel 10 ist hier eine Druckfeder 37 vorgesehen, die kolbenseitig auf einen von dem Koben 32 sich erstreckenden Anschlagbolzen 38 gesteckt ist, der gleichzeitig als Wegbegrenzung dient.
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Mit ihrem anderen Ende stützt sich die Druckfeder 37 an eine auf den Außenmantel 31 aufgeschraubte Muffe 39 ab, welche auch als Schweißausführung ausgebildet sein kann. In der Muffe 39 selbst ist ein Sinterfilter 40 eingesetzt, welcher dazu dient, die ins Innere des Druckausgleichgefäßes 30 eventuell eingedrungene Feuchtigkeit zu filtern. Gleichzeitig kann dadurch ein begrenzter Luftausgleich erfolgen, der bei einer Verringerung oder Vergrößerung des die Druckfeder aufnehmenden Raums erforderlich ist.
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Aus Gründen der Sicherheit ist es jedoch auch möglich, im Bereich des Sinterfilters einen nicht näher dargestellten Schmelzstopfen vorzusehen, der dann schmilzt, wenn der Druckausgleichsbehälter 30 zum Beispiel unbeabsichtigt oder beabsichtigt durch ein Feuer erhitzt wird, sodass sich zum Beispiel das Gegendruckmittel derart ausdehnt, dass eine mögliche Explosion stattfinden kann. Wichtig ist hierbei vor allem, dass sich ein im Inneren des Druckausgleichgefäßes 30 vorhandener Druck bei einem gefährlichen Temperaturanstieg nicht dadurch weiter ansteigt, sondern sich abbauen kann. Dies kann dann beispielsweise entweder aufgrund eines vorgesehenen Schmelzstopfens oder auch durch eine innen liegende Kunststoffplatte im Bereich des Sinterfilters 40 geschehen.
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Auf der dem Sinterfilter 40 entgegen gesetzten Stirnseite – bezeichnet mit 41 – der mobilen Baueinheit 29 befindet sich eine Überwurfmutter 42, die ein Druckentlastungsventil 43 besitzt, das einen Verbindungskanal zu dem das Hydrauliköl aufnehmenden Raum innerhalb des Druckausgleichsgefäßes 30 hat und bei Bedarf betätigt werden kann, denn in diesem Raum herrscht vielfach ein Betriebsdruck von beispielsweise 200 bar, wobei der Prüfdruck bei 250 bar liegt. Die Überwurfmutter 42 besitzt ferner ein innenliegendes Kupplungselement 44, in das nicht dargestellte Anschlüsse mit verschiedenen Durchmessern eingesteckt oder eingeschraubt werden können, sodass dadurch unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten für Druckschläuche bereitgestellt sind.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Druckausgleichsgefäß
- 3
- Stirnseite
- 4
- außenliegendes Kupplungselement
- 5
- Druckmedium
- 6
- Baueinheit
- 7
- Außenmantel
- 8
- Kolben
- 9
- Doppelfeil
- 10
- Gegendruckmittel
- 11
- Vorrichtung
- 12
- Druckausgleichsgefäß
- 13
- Stirnseite
- 14
- Entlüftungsöffnung
- 15
- Federglied
- 16
- Baueinheit
- 17
- Vorrichtung
- 18
- Druckausgleichsgefäß
- 19
- Außenmantel
- 20
- Baueinheit
- 21
- komprimiertes Gas
- 22
- Volumenvergrößerung
- 23
- maximale Volumenvergrößerung
- 24
- maximal komprimierte Gas
- 25
- Pfeil
- 26
- Volumenvergrößerung
- 27
- maximale Volumenvergrößerung
- 28
- Vorrichtung
- 29
- Baueinheit
- 30
- Druckausgleichgefäß
- 31
- Außenmantel
- 32
- Kolben
- 33
- Ringdichtung
- 34
- Abstreifer
- 35
- Abstreifer
- 36
- Doppelpfeil
- 37
- Druckfeder
- 38
- Anschlagbolzen
- 39
- Muffe
- 40
- Sinterfilter
- 41
- Stirnansicht
- 42
- Überwurfmutter
- 43
- Druckentlastungsventil
- 44
- innenliegendes Kupplungselement
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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