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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen den Bereich von Werkzeugmaschinen
und damit verwendbare Verfahren und insbesondere ein Verfahren,
um drehantreibbare Werkzeuge hinsichtlich von Rundlauffehlern zu
kontrollieren.
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Hintergrund
der Erfindung
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Bei
Werkzeugmaschinen verwendete, drehantreibbare Werkzeuge weisen oftmals
Rundlauffehler auf. Rundlauffehler können bei Maschinen mit Hohlkegelschaft
(HSK) auftreten, wenn sich in Bereichen einer Spindel, die zur Anlage
von Werkzeugschäften
dienen, Verschmutzungen, wie zum Beispiel Späne, anlagern. Bei Werkzeugmaschinen
mit Steilkegel (SK) kann der gesamte zur Werkzeugaufnahme dienende
Kegel und/oder in diesem anzuordnende Bereiche des Werkzeugs selbst
verschmutzt sein. Insbesondere bei Werkzeugwechseln während eines
Bearbeitungsvorgangs werden derartige Verschmutzungen trotz Reinigungsmaßnahmen,
beispielsweise durch Einspritzen von Kühlmittel und/oder Luft, nicht
(vollständig)
vermieden. Die Folge ist, dass die Werkzeuge dann bei Werkzeugmaschinen
mit Hohlschaftkegel nicht plan an entsprechenden Bereichen von Spindelaufnahmen
anliegen und bei Werkzeugmaschinen mit Steilkegel nicht vollständig eingezogen
werden.
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Eine
fehlerhafte Anordnung von Werkzeugen in einer Werkzeugmaschine kann
zu Rundlauffehlern führen.
Bei rotierendem Werkzeug tritt ein Radialschlag auf, der sich insbesondere
bei biegesteifen Werkzeugen (zum Beispiel Ausdrehwerkzeugen) während einer
Bearbeitung eines Werkstücks
dahingehend negativ bemerkbar machen kann, dass gewünschte Bearbeitungstoleranzen
nicht eingehalten werden. Ferner können Rundlauffehler zu Belastungen
von Werkzeugen führen,
die diese bei Bearbeitung beschädigen
oder zerstören.
Bei Bearbeitungsvorgängen
mit geringen Toleranzen können
Rundlauffehler von weniger als 0,01 mm bereits zu einer fehlerhaften
Bearbeitung und damit zu Ausschuss führen.
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Bei
Werkzeugmaschinen mit Hohlschaftkegel wird versucht, mittels Näherungssensoren
festzustellen, ob ein Werkzeug korrekt gehalten ist, d.h. an entsprechenden
Spindelbereichen plan anliegt. Dieser Ansatz hat den Nachteil, dass
nur Fehler erkannt werden, die verglichen mit geforderten Bearbeitungstoleranzen
zu groß sind.
Kleinere Fehler werden nicht erkannt und führen zu Rundlauffehlern und
damit verbundenen Bearbeitungsfehlern.
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Ein
anderer Ansatz besteht darin, den Flugkreis eines sich drehenden
Werkzeugs mittels eines optischen Meßsystems, beispielsweise in
Form einer Laser-Lichtschranke, zu erfassen. Der erfasste Flugkreis
wird mit einem vorbestimmten, zur Einhaltung von Bearbeitungstoleranzen
geeigneten Referenzflugkreis verglichen. Ergibt sich ein einen Grenzwert überschreitender
Flugkreis, wird auf einen zu großen Rundlauffehler geschlossen.
Ein Nachteil bei diesem Ansatz besteht darin, dass die Genauigkeit
der Flugkreiserfassung nicht ausreicht, um kleine, aber für gewünschte Bearbeitungstoleranzen
bedeutsame Rundlauffehler zu erkennen. Beispielsweise können Rundlauffehler
nicht erkannt werden, die kleiner als die Positioniergenauigkeit
des Werkzeugs durch die Werkzeugmaschine sind. Auch Flugkreiserfassungen
verfälschende
Einfüße, wie
zum Beispiel Nebel und Flüssigkeitspartikel
in der Umgebung des Werkzeugs und Kühlmittelreste auf dem Werkzeug,
können
zu einer (Un)Genauigkeit führen,
die keine kleinen Rundlauffehler erkennen lässt.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen,
mit dem drehantreibbare Werkzeuge hinsichtlich von Rundlauffehlern
genauer und schneller kontrolliert werden können.
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Kurzbeschreibung
der Erfindung
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Zur
Lösung
der obigen Aufgabe stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
und ein Programmprodukt gemäß den unabhängigen Ansprüchen bereit.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
sind in den abhängigen
Ansprüchen
definiert.
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So
ist es beispielsweise vorgesehen, dass der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
ermittelte Radius ein Flugkreisradius ist.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform,
die auch als analoge Variante bezeichnet werden kann, wird ein maximaler
Radius oder ein durch Mittelwertbildungen mehrerer größter Radien
ermittelter, mittlerer maximaler Radius an dem Werkzeug ermittelt
und mit dem Referenzwert verglichen. Der daraus resultierende Radiusvergleichswert
wird mit dem vorbestimmten Grenzwert verglichen. Bei einer Grenzwertverletzung
wird ein neuer Referenzwert unter Verwendung des ermittelten maximalen
oder des ermittelten mittleren maximalen Radius' ermittelt und verwendet, um den anfänglich verwendeten
Referenzwert zu ersetzen.
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Hierbei
ist es möglich,
dass der neue Referenzwert im Wesentlichen dem ermittelten maximalen
oder dem ermittelten mittleren maximalen Radius entspricht.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform,
die auch als digitale Variante bezeichnet werden kann, wird ein
Referenzradius, der als Referenzwert verwendet wird, festgelegt
und mit einem an dem Werkzeug ermittelten Radius verglichen. Verletzt
der sich dabei ergebene Radiusvergleichswert den vorbestimmten Grenzwert,
wird unter Verwendung des ermittelten Radius der neue Referenzwert
ermittelt und verwendet, um den anfänglich verwendeten Referenzwert
zu ersetzen.
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Ist
eine Grenzwertverletzung festgestellt worden, kann ein Durchmesser
an dem Werkzeug ermittelt und mit einem Referenzdurchmesser verglichen
werden, um einen Durchmesservergleichswert zu erhalten. Wenn der
Durchmesservergleichswert einen vorbestimmten Durchmessergrenzwert
verletzt, ist es vorgesehen, den neuen Referenzwert unter Verwendung
des ermittelten Radius' zu
ermitteln und den Referenzwert durch den neuen Referenzwert zu ersetzen.
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Bei
der Ermittlung des Durchmesser ist es möglich, einen Radius an dem
Werkzeug zu ermitteln und auf der Grundlage des hier ermittelten
Radius' und des
ermittelten Radius',
der mit dem Referenzradius verglichen wird, den Durchmesser zu ermitteln.
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Ist
eine Verletzung des Durchmessergrenzwerts festgestellt worden, kann
von einem Rundlauffehler des Werkzeugs ausgegangen werden.
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Für Messungen
an dem Werkzeug, insbesondere hinsichtlich von Radien und/oder Durchmessern,
ist es vorgesehen, Werkzeugbereiche zugrunde zu legen, die im Querschnitt
quer zur Werkzeuglängsachse
im Wesentlichen kreisförmig
sind. Hierfür
kann beispielsweise der Schaft des Werkzeugs oder ein an dem Werkzeug
angeordneter Referenzzylinder oder -ring verwendet werden.
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Wenn
ein Durchmesser des Werkzeugs ermittelt werden soll, ist es möglich, den
Radius an einer ersten Messposition zu ermitteln, während der Durchmesser
an einer zweiten Messposition ermittelt wird. Diese Ausführungsform
ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Durchmesser auf der
Grundlage von Radiusmessungen ermittelt wird.
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Vorzugsweise
wird vor Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
eine sogenannte Initialisierung durchgeführt. Bei einer Initialisierung
wird vorteilhafteweise davon ausgegangen, dass kein Rundlauffehler
des Werkzeugs vorliegt. Zur Initialisierung ist es vorgesehen, einen
ersten Initialisierungsradius an dem Werkzeug zu ermitteln und auf dessen
Grundlage einen Initialisierungsreferenzradius zu ermitteln. Der
Initialisierungsreferenzradius wird bei einer nachfolgenden Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens
als anfänglich
zu verwendeter Referenzwert eingesetzt.
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Um
zu überprüfen, ob
bei einer Initialisierung ein Rundlauffehler vorliegt oder nicht,
kann ein Initialisierungsdurchmesser des Werkzeugs ermittelt und mit
einem vorbestimmten Durchmesser verglichen werden. Wenn der Initialisierungsdurchmesser
kleiner als der vorbestimmte Durchmesser ist, kann bei einer Ausführungsform
davon ausgegangen werden, dass kein Rundlauffehler vorliegt. Dann
ist es vorgesehen, die Schritte, den Initialisierungsdifferenzradius
zu ermitteln und als anfänglich
zu verwendenden Referenzwert festzulegen, durchzuführen.
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Vorzugsweise
werden für
Messungen an dem Werkzeug, insbesondere hinsichtlich von Radien
und gegebenenfalls Durchmessern, den sogenannten Moment der Trennung
von Werkzeug und Messstrahlung zugrunde gelegt. Nähere Ausführungen
hierzu finden sich in der Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen.
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Letzteres
gilt auch für
Messungen, bei denen Schneiden unterschiedlicher Längen berücksichtigt werden.
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Das
erfindungsgemäße Programmprodukt weist
Programmcodeteile, Software, Daten und dergleichen auf, die die
Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
ermöglichen.
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Es
ist vorgesehen, das erfindungsgemäße Programmprodukt auf einem
computerlesbaren Speichermedium, das ein tragbares Medium sein kann,
und/oder in einer computerlesbaren Speichereinheit und/oder in einer
Steuerung einer Werkzeugmaschine oder in Zuordnung zu derselben
zu speichern.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Bei
der folgenden Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen,
die zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines zur Verwendung bei der vorliegenden
Erfindung vorgesehenen Systems;
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2A bis 2F bei
der vorliegenden Erfindung vorgesehene Messverfahren;
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3A und 3B bei
der vorliegenden Erfindung vorgesehene Messprinzipien;
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4A und 4B schematische
Darstellungen zur Veranschaulichung von bei der vorliegenden Erfindung
ermittelbaren Größen;
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5A und 5B bevorzugte
Ausführungsformen
zur erfindungsgemäßen Bestimmung von
Radien und Durchmessern;
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6A und 6B schematische
Darstellungen zur Veranschaulichung von Rundlauffehler bewirkenden
Ursachen;
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7 eine
grafische Darstellung von erfindungsgemäß ermittelten Vergleichswerten;
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8A bis 8C bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vorgesehene Signale, und
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9A bis 9C bei
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vorgesehene Signale, und
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10A und 10B bei
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vorgesehene Signale.
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Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen
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1 veranschaulicht
schematisch eine Anordnung von Vorrichtungen zur Durchführung der
Erfindung.
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Für Messungen
an einem drehantreibbaren, beispielsweise mittels einer Spindel 2 in
einer nicht dargestellten Werkzeugmaschine angeordneten Werkzeug 4 ist
ein optisches Messsystem 6 vorgesehen. Im Folgenden wird
davon ausgegangen, dass das Messsystem 6 Laserstrahlung
verwendet. Statt Laserstrahlen können
auch andere optische und/oder sonstige elektromagnetische Strahlungen verwendet
werden.
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Das
Messsystem 6 umfasst einen Sender 8 und einen
Empfänger 10.
Von dem Sender 8 abgegebene Messstrahlung 12 breitet
sich im Wesentlichen geradlinig zu dem Empfänger 10 aus. Die Menge
an zu dem Empfänger 10 gelangender
Messstrahlung hängt
davon ab, wel chen Wechselwirkungen, insbesondere mit dem Werkzeug 4,
die Laserstrahlung 12 unterworfen ist.
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Das
Meßsystem 6 umfasst
ferner eine Steuerung 14, die insbesondere den Betrieb
des Senders 8 zur Abgabe von Laserstrahlung 12 und/oder
die Empfangsbereitschaft des Empfängers 10 zum Empfang
von Laserstrahlung 12 steuert.
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Ferner
ist eine Recheneinheit 16 (optional) vorgesehen, die von
der Steuerung 14 gesteuert beispielsweise verwendet werden
kann, um von dem Empfänger 10 ausgegebene
Signale auszuwerten, zu bearbeiten und/oder in geeignete Größen umzuwandeln.
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Über eine
Schnittstelleneinheit 18 kann das Messsystem 6 Informationen,
insbesondere in Form von Signalen, ausgeben und empfangen. Über die Schnittstelleneinheit 18 können extern
zugeführte Steuerbefehle
für die
Steuerung 14 eingegeben werden. Signale des Empfängers 10 und/oder
daraus abgeleitete Signale und/oder Größen können über die Schnittstelleneinheit 18 nach
außen
abgegeben werden.
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Zur
Steuerung der nicht dargestellten Werkzeugmaschine ist eine Maschinensteuerung 20 vorgesehen.
Die Maschinensteuerung 20 kann über eine Schnittstelleneinheit 22 mit
dem Messsystem 6 kommunizieren. Über eine Schnittstelleneinheit 24 können Informationen
und Daten zwischen der Maschinensteuerung 20 und der nicht
dargestellten Werkzeugmaschine ausgetauscht werden.
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Die
Maschinensteuerung 20 umfasst eine Steuerung 26,
die zur Steuerung der Maschinensteuerung 20 selbst und
der Werkzeugmaschine vorgesehen ist. Die Steuerung 26 kann
auch verwendet werden, um den Betrieb des Messsystems 6 zu überwachen
und/oder zu steuern.
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Eine
Recheneinheit 28 der Maschinensteuerung 20 dient
zur Auswertung, Bearbeitung und Umwandlung von Daten und/oder Informationen
von der Werkzeugmaschine einerseits und des Messsystems 6 andererseits.
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Ein
Speicher 30 wird von der Maschinensteuerung 20 verwendet,
um insbesondere beim Betrieb und der Steuerung der Werkzeugmaschine
benötigte
Parameter und/oder Größe zu speichern.
Der Speicher 30 wird auch verwendet, um hinsichtlich des
Messsystems 6 benötigte
Parameter und/oder Größen zu speichern.
Informationen und/oder Daten, insbesondere in Form von Softwareprogrammen, können ebenfalls
in dem Speicher 30 gespeichert sein.
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Insbesondere
ist es vorgesehen, den Speicher 30 zu verwenden, um Software,
Programmcodes und/oder dergleichen, die zur Durchführung der
im Folgenden beschriebenen Verfahren geeignet sind bzw. deren Durchführung ermöglichen,
und/oder ermittelte Größen, Messwerte
und dergleichen, die im Folgenden beschrieben sind, zu speichern.
Alternativ können
derartige Daten, Informationen und dergleichen von einer nicht gezeigten
Speichereinheit des Messsystems 6 wenigstens teilweise
bereitgestellt und/oder gespeichert werden. Ferner können derartige
Informationen, Daten, Software etc. ergänzend oder wenigstens teilweise
alternativ unter Verwendung eines tragbaren Speichermediums bereitgestellt
und/oder gespeichert werden.
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2 veranschaulicht schematisch im Folgenden
angenommene Messungen. 2A veranschaulicht von dem Sender 8 abgegebene
und auf den Empfänger 10 gerichtete
Messstrahlung 12. Wenn die Messstrahlung 12 im
Wesentlichen unverändert
(d.h. ohne Wechselwirkung, die den Anteil an zu dem Empfänger 10 gelangender
Messstrahlung 12 ausreichend reduziert), gibt der Empfänger 10 in Antwort
darauf ein Ausgangssignal eines ersten, beispielsweise hohen Pegels
P1 aus.
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Wenn
die Messstrahlung 12 wie in 2B veranschaulicht,
vollständig
unterbrochen wird, also keine Messstrahlung 12 zu dem Empfänger 10 gelangt,
kann dieser in Antwort darauf ein Signal eines zweiten Pegels P2,
beispielsweise eines niedrigen Pegels ausgeben. In 2B ist
ein niedriger zweiter Pegel P2 von Null angenommen.
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2C veranschaulicht
einen Fall, in dem die Messstrahlung 12 teilweise unterbrochen
oder abgeschattet wird und der Empfänger 10 eine entsprechend
reduzierte Menge der Messstrahlung 12 empfängt. Abhängig von
der Menge empfangener Messstrahlung 12 gibt der Empfänger 10 ein
Signal mit einem zwischen dem ersten Pegel P1 und dem zweiten Pegeln
P2 liegenden dritten Pegel P3 aus.
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Wenn
die Messstrahlung 12 beispielsweise durch den mit Schneiden
versehenen Bereich des Werkzeugs aufgrund dessen Drehung unterschiedlich
stark unterbrochen oder abgeschattet wird, gelangen abhängig von
Werkzeugdrehzahl und Schneidenanzahl unterschiedliche Mengen an
Messstrahlung 12 zu dem Empfänger 10. Nimmt man
vereinfacht eine konstante Werkzeugdrehzahl und eine gleichmäßige Teilung
an, gibt der Empfänger 10 ein periodisches
Ausgangssignal mit variablem Pegel Pv aus. Wenn dabei die Messstrahlung 12 zu
keinem Zeitpunkt vollständig
unterbrochen und vollständig durchgelassen
wird, liegt der variable Pegel Pv des Ausgangssignals des Empfängers 10 zwischen
dem ersten Pegel P1 und dem zweiten Pegel P2.
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Üblicherweise
werden die beispielhaften Ausgangssignale von 2 des
Empfängers 10 nicht
unmittelbar weiter verwendet. Es kann wie folgt vorgegangen werden.
Bei Messungen an dem Werkzeug 4 wird die mittlere Längsachse 12a der
Messstrahlung 12 als Messachse oder Messrichtung angenommen.
Erfolgt eine Unterbrechung der Messstrahlung 12 wie in 2E gezeigt
bis zu der Messrichtung 12a, wird also die Messstrahlung 12 um
weniger als die Hälfte
abgeschattet, geht man von keiner Messstrahlunterbrechung aus. Wird
die Messstrahlung 12 wie in 2F gezeigt
um mehr als die Hälfte
abgeschattet, geht man demgegenüber
von einer Messstrahlunterbrechung aus.
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Dies
kann durch die in 2E und 2F gezeigten
Signale mit einem hohen Pegel P1' und
einem niedrigen Pegel P2' angegeben
werden. Die Pegel P1' und
P2' können den
obigen ersten und zweiten Pegeln P1 und P2 entsprechen oder sich
von diesen unterscheiden. Die Signale gemäß 2E und 2F können aus
dem unter Bezugnahme auf 2A–2D beschriebenen
Signalen des Empfängers 10 gewonnen
werden. Alternativ ist es vorgesehen, dass der Empfänger 10 selbst
die Signale gemäß 2E und 2F erzeugt.
Anstelle des hier angenommenen 50%-igen Grenzwerts für Abschattungen
der Messstrahlung 12 können
auch andere Grenzen verwendet werden, wobei beispielsweise eine
30%-ige, 40%-ige, 60%-ige, 80%-ige oder 90%-ige Abschattung der
Messstrahlung als Messstrahlunterbrechung bewertet wird.
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Um
Messungen an dem Werkzeug 4 durchzuführen, werden Wechselwirkungen
des Werkzeugs 4 mit der Messstrahlung 12 erzeugt.
Hierbei können zwei
Vorgehensweisen unterschieden werden.
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Bei
einer Vorgehensweise wird das Werkzeug 4, wie in 3A schematisch
gezeigt, in Richtung zu der Messstrahlung 12 verfahren,
bis das Werkzeug 4 wenigstens teilweise in die Messstrahlung 12 eintaucht,
diese also wenigstens teilweise abschattet.
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Hierbei
kann beispielsweise auf ein Eintauchen des Werkzeugs 4 in
die Messstrahlung 12 geschlossen werden, wenn der Anteil
der Messstrahlung 12, die zu dem Empfänger 10 gelangt, gegenüber der
vom Sender 8 abgegebenen Messstrahlung wenigstens teilweise
(z.B. um 50%) reduziert ist. Als Drehzahl kann zum Beispiel eine
Drehzahl gewählt werden,
die zusammen mit der verwendeten Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs 4 für eine vorbestimmte,
gewünschte
Messgenauigkeit sorgt.
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Bei
einer anderen Vorgehensweise, die in 3B veranschaulicht
ist, wird das Werkzeug 4 zunächst so positioniert, dass
die Messstrahlung 12 im Wesentlichen vollständig abgeschattet
wird. Danach wird das Werkzeug 4 aus der Messstrahlung 12 heraus
bewegt. Diese Vorgehensweise nutzt den sogenannten "Moment der Trennung" von Werkzeug und Messstrah lung.
Dabei kann zum Beispiel als Moment der Trennung der Zeitpunkt betrachtet
werden, zu dem die Messstrahlung 12 für eine vollständige Umdrehung
des Werkzeugs 4 erstmals wenigstens teilweise (z.B. um
50%) abgeschattet wird. Bei Umdrehung des Werkzeugs kann dessen
Drehzahl in Abhängigkeit
der Werkzeugbewegung so festgelegt werden, dass eine vorbestimmte,
gewünschte
Messgenauigkeit erreicht wird.
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Bei
beiden Vorgehensweisen ist es ferner möglich, Messungen mittels der
Messstrahlung 12 an Zeitpunkten oder in Zeiträumen durchzuführen, wenn mit
einer Wechselwirkung von Messstrahlung 12 und Werkzeug 4 gerechnet
werden kann. Dies vermeidet Fehlmessungen aufgrund von Wechselwirkungen von
Messstrahlung 12 und anderen Objekten, beispielsweise Kühlmitteltropfen,
Spänen
und dergleichen.
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Im
Folgenden wird Bezug nehmend auf die obigen Ausführungen als Moment der Trennung
der Zeitpunkt betrachtet, zu dem die Messstrahlung 12 für eine Umdrehung
des Werkzeugs 4 erstmals um weniger als die Hälfte abgeschattet
wird. Demgegenüber
wird im Folgenden bei der Vorgehensweise gemäß 3A der
Zeitpunkt zugrunde gelegt, zu dem das Werkzeug 4 die Messstrahlung 12 erstmals
um mehr als die Hälfte
abschattet.
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Wird
dabei die unter Bezugnahme auf 2E und 2F beschriebene
Vorgehensweise verwendet, ergeben sich die in 3A und 3B gezeigten
Signalverläufe.
In beiden Fällen
werden also mit Schaltsignalen vergleichbare Signale erzeugt, die
eine Unterbrechung bzw. Freigabe der Messstrahlung 12 angeben.
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Die
Vorgehensweisen gemäß 3A und 3B und
die dabei erzeugten Signale können
beispielsweise verwendet werden, um den Flugkreis des Werkzeugs 4 bezüglich längster und/oder
kürzester
Schneiden und/oder den Durchmesser des Werkzeugs zu ermitteln.
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Bei
einer weiteren Vorgehensweise ist es vorgesehen, Messstrahlunterbrechungen
angebende Signale gemäß 2A–2D zu
verwenden. Wenn das Werkzeug 4, wie in 2D veranschaulicht,
so in der Messstrahlung 12 positioniert wird, dass die
Messstrahlung in Abhängigkeit
von Werkzeugdrehzahl und Werkzeugschneidenanzahl unterschiedlich
stark abgeschattet wird, ergibt sich – unter der Annahme gleich
langer Schneiden, einer regelmäßigen Teilung
und konstanter Drehzahl – der
in 2D gezeigte Signalverlauf.
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Unter
Verwendung von mit Schaltsignalen vergleichbaren Signalen, wie in 3A und 3B veranschaulicht,
kann auf Positionen des Werkzeugs relativ zu der Messstrahlung und
auf weitere, im Folgenden beschriebene Größen, Abmessung und Parameter
geschlossen werden. Wird ein solches Schaltsignal von dem Messsystem 6 zu
der Maschinensteuerung 20 übertragen, kann die Maschinensteuerung 20 auf
der Grundlage einer Pegeländerung
des empfangenen Signals ermitteln, an welcher Position sich das
Werkzeug 4 in der Werkzeugmaschine befindet. Ferner kann
die Maschinensteuerung 20 Informationen über die
Positionierung der Messstrahlung 12 in der Werkzeugmaschine
haben.
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Aus
diesen Informationen kann ermittelt werden, welchen Abstand in radialer
Richtung oder Radius ein Werkzeugbereich (z.B. das äußere Ende
der längsten
Schneide) bezüglich
der eines anderen Werkzeugbereichs (z.B. Längsachse, Drehachse) hat. Ein
Radius eines Werkzeugbereichs an dem Werkzeug 4 kann auch
ohne Drehung durch Erfassen der Position des Werkzeugbereichs in
Relation zu dem als Bezug verwendeten Werkzeugbereich ermittelt
werden. Ein Radius eines Werkzeugbereichs kann auch ermittelt werden,
indem der sich bei Drehung des Werkzeugs 4 ergebende Flugkreis
des Werkzeugbereichs erfasst wird.
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Unter
Flugkreisradius ist dabei, betrachtet für einen Querschnitt des Werkzeugs 4 in
dessen Längsrichtung,
zum Beispiel der Kreis zu verstehen, entlang dem sich das radial äußere Ende
der längste(n) Schneide(n)
bei Werkzeugdrehung bewegt. Entsprechendes gilt für Flugkreisradien
anders dimensionierter Werkzeugschneiden und Bereiche des Werkzeugs 4 ohne
Schneiden. Dies ist in 4A veranschaulicht, wo das Bezugszeichen
Rl den Flugkreisradius bzw. Radius der längsten Schneide(n), das Bezugszeichen
Rk den Flugkreisradius bzw. Radius der kürzesten Schneide(n) und das
Bezugszeichen Rs den Flugkreisradius bzw. Radius eines Werkzeugbereichs
ohne Schneiden, beispielsweise der Werkzeugschaft, angeben.
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Unter
einem Durchmesser des Werkzeugs wird im Folgenden insbesondere der
Abstand zwischen zwei Bereichen des Werkzeugs 4 verstanden, die,
betrachtet für
einen Querschnitt des Werkzeugs 4 in dessen Längsrichtung,
auf einer Linie liegen und vom Querschnittszentrum im Wesentlichen
gleich beabstandet sind. So kann der Durchmesser des Werkzeugs 4 beispielsweise
bezüglich
der längsten Schneide(n),
der kürzesten
Schneide(n) und Bereichen ohne Schneiden ermittelt werden. Die ist
in 4B veranschaulicht, wo das Bezugszeichen Dl den
Durchmesser bezüglich
der längsten
Schneide(n), das Bezugszeichen Dk den Durchmesser bezüglich der
kürzesten
Schneide(n) und das Bezugszeichen Ds den Durchmesser bezüglich eines
Werkzeugbereichs ohne Schneiden, beispielsweise der Werkzeugschaft,
angeben.
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Die
Radiusermittlung kann wie unter Bezugnahme auf 5A erläutert durchgeführt werden. Dabei
wird hier angenommen, dass die in 3B veranschaulicht
Vorgehensweise, den Moment der Trennung zugrunde zu legen, verwendet
wird. Das Werkzeug 4 wird so in der Messstrahlung 12 positioniert,
dass diese vollständig
abgeschattet ist. Dann wird das Werk zeug 4, wie in 5A gezeigt,
aus der Messstrahlung 12 herausbewegt, bis eine Abschattung
auf (z.B. 50%) erreicht ist, die zu dem in 5A gezeigten
Schaltsignal führt.
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Anhand
des Schaltsignals in Verbindung mit von für die Maschinensteuerung verfügbaren Informationen über Werkzeugpositionen
und gegebenenfalls über
den Messstrahlungsverlauf relativ zu der Werkzeugmaschine und damit
zu der Werkzeugposition kann der Radius bezüglich der längsten Schneide(n) ermittelt
werden.
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Um
den Flugkreisradius bezüglich
der kürzesten
Schneide(n) und damit den Radius dessen (deren) zu ermitteln, kann
beispielsweise wie folgt vorgegangen werden. Bei dieser Messung
wird der Moment der Trennung zum Beispiel als der Zeitpunkt festgelegt,
zu dem die Messstrahlung 12 erstmals für eine Werkzeugumdrehung von
der (den) kürzesten Schneide(n)
nur mehr so abgeschattet wird (z.B. 50%-ige Abschattung), dass ein
Schaltsignal erzeugt wird.
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Um
Wechselwirkungen zwischen der Messstrahlung 12 und der
kürzesten
Schneide und Wechselwirkungen der Messstrahlung 12 und
der längsten Schneide
zu unterscheiden, kann wie folgt vorgegangen werden.
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Um
Wechselwirkungen zwischen der Messstrahlung und der längsten Schneide
zu ermitteln und damit Messungen bezüglich der längsten Schneide durchzuführen, kann,
wenn man den obigen Moment der Trennung zugrunde legt, ermittelt
werden, wann die Messstrahlung 12 erstmals während (wenigstens)
einer vollständigen
Werkzeugumdrehung nicht (mehr) so abgeschattet wird (z.B. 50%-ige
Abschattung), dass ein Schaltsignal erzeugt wird. Die Zeitdauer
(z.B. Dauer einer vollständigen
Werkzeugumdrehung oder ein geringfügig längerer Zeitraum), für den überprüft wird,
ob erstmals keine ausreichende Abschattung der Messstrahlung 12 erfolgt,
ist bekannt. Davon ausgehend kann auf den Zeitpunkt geschlossen
werden, an dem die längste
Schneide die Messstrahlung 12 zum letzten Mal so abgeschattet hat,
dass ein Schaltsignal erzeugt wird.
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Dabei
ist es vorgesehen, dass jede ausreichende Abschattung der Messstrahlung 12 ein Schaltsignal
mit einer solchen Zeitdauer erzeugt. Erfolgt während eines solchen Zeitraums
erneut eine ausreichende Abschattung der Messstrahlung 12, kann
das Signal nachgetriggert werden. Erfolgt nach oder während der
vorbestimmten Zeitdauer keine ausreichende Abschattung, wird kein
eine ausreichende Abschattung angebendes Signal (mehr) erzeugt.
Ausgehend von dem Zeitpunkt, an dem erstmalig kein solches Signal
erzeugt wird, kann auf den Zeitpunkt geschlossen werden, an dem
die längste Schneide
letztmalig die Messstrahlung 12 ausreichend abgeschattet
hat.
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Um
Messungen hinsichtlich der kürzesten Schneide
durchzuführen,
ist es vorgesehen, den Zeitpunkt zu ermitteln, an dem die Messstrahlung 12 erstmalig
von einer Schneide nicht mehr ausreichend (z.B. um 50%) abgeschattet
wird. Hierfür
kann ein Zeitraum zugrunde gelegt werden, innerhalb dem mit ausreichenden
Abschattungen der Messstrahlung 12 durch zwei aufeinander
folgende Schneiden gerechnet werden kann, wenn das Werkzeug 4 entsprechend
in der Messstrahlung 12 positioniert ist.
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Bei
einer Bewegung des Werkzeugs 4 und der Messstrahlung 12 relativ
zu einander wird ein Zeitraum festgelegt, der mit einer ausreichenden
Abschattung der Messstrahlung 12 durch eine Schneide beginnt.
Ferner wird der Zeitraum so definiert, dass er dann oder mit geringem
Zeitüberschuss
später
endet, wenn eine erneute ausreichende Abschattung auftreten würde, wenn
eine nachfolgende Schneide bei entsprechender Werkzeugpositionierung
eine erneute ausreichende Abschattung bewirken würde.
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Wird
in diesem Zeitraum festgestellt, dass die nachfolgende Schneide
keine ausreichende Abschattung bewirkt, kann darauf geschlossen
werden, dass das Werkzeug 4 so weit von der Messstrahlung 12 "getrennt" ist, dass die kürzeste Schneide
keine ausreichende Messstrahlungsabschattung (mehr) verursacht.
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In
Kenntnis des hier zugrunde gelegten Zeitraums, kann auf den Zeitpunkt
zurück
geschlossen werden, an dem die Messstrahlung 12 von der
vorherigen Schneide ausreichend abgeschattet worden ist. Beispielsweise
in Kenntnis der Teilung des Werkzeugs 4, der Drehzahl und
Relativbewegung zu der Messstrahlung 12 kann der Zeitpunkt
ermittelt werden, an dem der Moment der Trennung bezüglich der kürzesten
Schneide aufgetreten ist.
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Hierfür ist es
vorgesehen, ein Signal mit einer Dauer zu erzeugen, die dem Zeitraum
entspricht oder diesen mit geringem Zeitüberschuss umfasst, in dem zwei
aufeinander folgende Schneiden bei entsprechender Werkzeugpositionierung
die Messstrahlung 12 ausreichend abschatten würden. Erfolgt
innerhalb dieses vorbestimmen Zeitraums keine erneute ausreichende
Abschattung, kann darauf geschlossen werden, dass der Moment der
Trennung bezüglich
der kürzesten
Schneide vorliegt. Erfolgt während
dieses Zeitraums eine erneute ausreichende Abschattung der Messstrahlung 12,
wird das Signal jedesmal nachgetriggert, was angibt, dass das Werkzeug 4 auch
mit seiner kürzesten
Schneide weiterhin die Messstrahlung 12 ausreichend abschattet.
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Zur
Realisierung der für
Messungen hinsichtlich der längsten
und kürzesten
Schneiden vorgesehenen Zeitdauern, ist es möglich, beispielsweise bei gleichen
Werkzeugdrehzahlen in Abhängigkeit
davon, ob hinsichtlich der längsten
Schneide oder hinsichtlich der kürzesten
Schneide Messungen durchgeführt
werden sollen, unterschiedliche Signale mit entsprechenden Zeitdauern
zu verwenden. Alternativ ist es vorgesehen, ein Signal mit einer
Zeitdauer zu verwenden, die beispielsweise dem für Messungen hinsichtlich der
längsten
Schneide vorbestimmten Zeitraum entspricht, und bei Messungen hinsichtlich der
kürzesten
Schneide die Werkzeugdrehzahl so zu reduzieren, dass die Relation
von Signalzeitdauer und Werkzeugdrehzahl dazu führt, dass messsignalauslösende Messstrahlungsunterbrechungen
durch jede einzelne Schneide verursacht werden (können).
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Ergänzend oder
alternativ können
Messungen bezüglich
der (den) kürzesten
Schneide(n) nur die Wechselwirkungen der Messstrahlung 12 und dem
Werkzeug 4 herangezogen werden, die zu Zeitpunkten oder
in Zeiträumen
auftreten, an bzw. in denen Wechselwirkung mit der (den) kürzesten
Schneide(n) zu rechnen ist.
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Die
Durchmesserermittlung kann wie unter Bezugnahme auf 5B erläutert durchgeführt werden.
Dabei wird ebenfalls davon ausgegangen, dass die in 3B veranschaulichte
Vorgehensweise, den Moment der Trennung zugrunde zu legen, verwendet
wird.
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Das
Werkzeug 4 wird zunächst
so in der Messstrahlung 12 positioniert, dass diese abgeschattet
ist. Dann wird das Werkzeug 4, wie in 5B links gezeigt,
in eine Richtung aus der Messstrahlung 12 bewegt, bis eine
Abschattung (z.B. 50%) erreicht ist, die zu dem in 5B links
gezeigten Schaltsignal führt.
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Dann
wird diese Messung erneut durchgeführt, wobei aber im Gegensatz
zu der vorherigen Messung das Werkzeug 4 in der entgegengesetzten Richtung
aus der Messstrahlung 12 bewegt wird. Das in 5b rechts
gezeigte Schaltsignal gibt den Moment der Trennung bei dieser Messung
an.
-
Anhand
der Schaltsignale in Verbindung mit von für die Maschinensteuerung verfügbaren Informationen über Werkzeugpositionen
und gegebenenfalls über
den Messstrahlungsverlauf relativ zu der Werkzeugmaschine und damit
zu den Werkzeugpositionen kann bei dem veranschaulichten Beispiel
der Durchmesser des Werkzeugs 4 bezüglich der längsten Schneide(n) ermittelt
werden.
-
Die
obige unter Bezugnahme auf 5A gemachten
Ausführungen
hinsichtlich möglicher
Drehzahlen und Messungen bezüglich
der kürzesten Schneide(n)
gelten hier entsprechend.
-
Sowohl
zur Bestimmung von Radien als auch von Durchmessern ist es nicht
erforderlich, dass das Werkzeug 4 gedreht wird. Wird das
Werkzeug 4 nicht gedreht, sollte für eine genaue Messung berücksichtigt
werden, dass das Werkzeug 4, beispielsweise bezüglich seiner
Drehachse, so positioniert ist, dass bei Wechselwirkungen mit der
Messstrahlung 12 gerade der oder die Bereiche, für den (die)
eine Messung durchgeführt
werden soll, schaltsignalerzeugende Abschattungen der Messstrahlung 12 bewirken.
-
Es
ist ferner vorgesehen, Messungen unter Verwendung der unter Bezugnahme
auf 2A–2D erläuterten
Vorgehensweise und von dabei verwendeten, Messstrahlungsunterbrechungen
angebenden Signalen durchzuführen.
Dies wird weiter unten unter Bezugnahme auf 8 bis 10 detaillierter beschrieben.
-
Anhand
von 6A und 6B werden
unter der beispielhaften Annahme, dass die Spindel 2 eine
Hohlschaftkegelspindel ist, mögliche
Fehlerquellen für
Rundlauffehler erläutert.
Die obere Darstellung von 6A zeigt
die Spindel 2 und das an der Spindel 2 angeordnete
Werkzeug 4. Das Werkzeug 4 weist einen kegelförmigen Schaft 4a,
der in einem nicht bezeichneten Hohlschaftkegel der Spindel 2 aufgenommen
ist.
-
Die
Spindel 2 weist eine plane Anlagefläche 32 auf. Bei korrekter
Anordnung des Werkzeugs 4 an der Spindel 2 liegt
eine ebenfalls plane Anlagefläche 34 des
Werkzeugs 4 plan an der Anlagefläche 32 an. Dabei fallen
die Rotationsachse 36 der Spindel 2 und die Rotationsachse 38 des
Werkzeugs 4 zusammen. Hier fallen ferner, wie in der unteren
Darstellung von 6A gezeigt, die Drehachse 38 des
Werkzugs 4 und die Längswerkzeugachse
WA des Werkzeugs 4 zusammen.
-
Das
Werkzeug 4 weist einen Werkzeugschaft 4b mit bezüglich der
Werkzeuglängsachse
im Wesentlichen konstantem Radius und einem Bereich 4c mit
Schneiden C1, C2, ..., Cn auf. Vereinfachend wird im Folgenden davon
ausgegangen, dass der Werkzeugbereich 4c vier Schneiden
C1, ..., C4 aufweist.
-
Für die in 6A gezeigte
Anordnung ergibt sich bei Drehung des Werkzeugs der in 6A unten
gezeigte Flugkreisradius R bezüglich
der Schneiden C1, ..., C4, der unter der Annahme gleicher Schneidenlänge dem
Radius der äußeren Schneidenenden
bezüglich
der Drehachse 38 entspricht.
-
Kommt
es bei einer Anordnung des Werkzeugs 4 an der Spindel 2 im
Bereich zwischen den Anlageflächen 32 und 34 zu
einer Verschmutzung, beispielsweise durch Späne und/oder andere beim Bearbeitungsprozess
entstandene Partikel, kann ein Rundlauffehler entstehen.
-
Eine
in 6B durch PLF bezeichnete Verunreinigung zwischen
den Anlageflächen 32 und 34 bewirkt,
dass die Drehachse 38 des Werkzeugs 4 gegenüber der
Drehachse 36 der Spindel 2 verkippt ist.
-
Dies
führt dazu,
dass bei Drehung des Werkzeugs 4 bezüglich der Schneiden C1, ...,
C4 der in 6B unten gezeigte Flugkreis
Rl entsteht. Hier entspricht der Flugkreis Rl dem Radius der Schneide, die
bezüglich
der wirksamen Werkzeugdrehachse 38 den größten Radius
aufweist. Aufgrund des Rundlauffehlers ist der Flugkreis Rl größer als
der in 6A gezeigte Flugkreis R. Der
Flugkreis Rl kann zu ungenauer Bearbeitung und damit zu Produktionsausschuss
führen.
Der Flugkreis Rk entspricht dem Radius der Schneide, die bezüglich der
wirksamen Werkzeugdrehachse 38 den kleinsten Radius aufweist.
Aufgrund des Rundlauffehlers ist der Flugkreis Rk kleiner als der
in 6A gezeigte Flugkreis R.
-
Zur
Erkennung von Rundlauffehlern sind unter Anderen folgende Ausführungsformen
vorgesehen, von denen zunächst
solche beschrieben sind, die als digitale Vorgehensweise bezeichnet
werden können.
-
Bei
einer Ausführungsform
wird der Rundlauffehler bezüglich
eines Bereichs des Werkzeugs 4 ermittelt, der quer zur
Werkzeugachse WA einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Ein
solcher Bereich ist beispielsweise der in 6A und 6B gezeigte
Werkzeugschaft 4b. Alternativ ist es beispielsweise vorgesehen,
das Werkzeug 4 mit einem geschliffenen Zylinder oder Ring
(nicht gezeigt) auszustatten, der zum Beispiel am Werkzeugschaft 4b oder über den
Schneiden C1, ..., C4 angeordnet sein kann.
-
Vorteilhafterweise
wird anfänglich
eine Initialisierung, die auch als Lerngang oder Initialmessung bezeichnet
werden kann, durchgeführt.
Die aus der Initialisierung resultierenden Größen, Parameter und dergleichen
können
alternativ ohne Initialisierung bereitgestellt werden, beispielsweise
durch gespeicherte Daten, die empirisch und/oder rechnerisch ermittelt
werden können.
-
Bei
der Initialisierung wird hier angenommen, dass der Maschinensteuerung 20 der
Radius des Werkzeugschafts 4b anfänglich nicht bekannt ist, beispielsweise
kein Radius des Werkzeugschafts 4b in dem Speicher 30 gespeichert
ist. Ferner wird davon ausgegangen, dass anfänglich ein bei der Initialisierung
maximal zulässiger
Rundlauffehler oder Radialschlag bereitgestellt (beispielsweise
gespeichert) ist. Dieser Rundlauffehler oder Radialschlag kann auch
als Verschleißradius
bezeichnet werden, weil er unter Anderem einen Rundlauffehler berücksichtigt, der
bei einem korrekt angeordneten Werkzeug 4 beispielsweise
aufgrund von unterschiedlicher Abnutzung der Schneiden C1, ...,
C4 entsteht. Der bei der Initialisierung maximal zulässige Rundlauffehler
wird vorteilhafterweise möglichst
klein gewählt,
insbesondere kleiner als ein bei nachfolgend beschriebenen Rundlauffehlermessungen
verwendeter maximal zulässiger
Rundlauffehler. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass das Werkzeug 4 bei
der Initialisierung korrekt eingespannt ist und an der Messstelle,
d.h. an dem Werkzeugschaft 4b, sauber ist.
-
Zunächst wird,
wie oben beispielsweise unter Bezugnahme auf 5A beschrieben,
der Flugkreisradius des Werkzeugschafts 4b ermittelt, der hier
dem Radius des Werkzeugschafts 4b entspricht. Hierbei ist
es vorgesehen, das Werkzeug mit einer beliebigen, gegebenenfalls
konstanten Drehzahl zu drehen und mehrere Radiusmessungen durchzuführen, die
bei unterschiedlichen Verhältnissen
von Werkzeugdrehzahl und Werkzeugbewegung durchgeführt werden
können.
Radiusmessungen können auch
Messungen umfassen, bei denen Relativbewegungen zwischen Werkzeug 4 und
Messstrahlung 12 in entgegengesetzten Richtungen durchgeführt werden.
-
Die
Radiusmessung(en) wird (werden) verwendet, um einen anfänglichen
Radius zu bestimmen. Der anfängliche
Radius kann beispielsweise durch Mittelwertbildung mehrerer Radiusmessungen bestimmt
werden. Vorzugsweise wird der anfängliche Radius auf der Grundlage
von Radiusmessungen durchgeführt,
von denen eine oder mehrere bei einer Relativbewegung von Werkzeug 4 und
Messstrahlung 12 in einer Richtung und von denen eine oder mehrere
bei Relativbewegung von Werkzeug 4 und Messstrahlung 12 in
entgegengesetzter Richtung durchgeführt werden. Der anfängliche
Radius kann dann durch eine Mittelwertbildung der in den unterschiedlichen
Bewegungsrichtungen erfassten Radien bestimmt werden.
-
Vor
einer Festlegung des anfänglichen
Radius, der beispielsweise in dem Speicher 30 gespeichert
und zur weiteren Verwendung bereitgestellt werden kann, ist es vorgesehen,
den Rundlauffehler zu prüfen.
Hierfür
kann das Werkzeug 4 mit einer Mindestdrehzahl gedreht werden,
von beispielsweise 600 Umdrehungen pro Minute oder 3000 Umdrehungen
pro Minute. Dabei wird ermittelt, wann das Werkzeug 4 die
Messstrahlung 12 so weit verlassen hat oder die Messstrahlung 12 so
weit abschattet, dass ein diesen Zeitpunkt oder Zeitraum angebendes Schaltsignal
erzeugt wird.
-
Dieses
Schaltsignal wird verwendet, um den hier auftretenden Flugkreisradius
zu bestimmen, der mit einem oder mehreren bei den oben beschriebenen
Radiusmessungen ermittelten Radius verglichen wird. Ist der Unterschied
zwischen den Radien größer als
der obige maximal zulässige
Rundlauffehler, wird auf ein fehlerhaftes Werkzeug und/oder ein
fehlerhaft eingespanntes Werkzeug geschlossen. Ist der Unterschied
zwischen den Radien kleiner als der maximal zulässige Rundlauffehler, wird
der anfängliche Radius
gespeichert. Der gemes sene Rundlauffehler, d.h. der zuvor genannte
Unterschied zwischen Radien, wird als neuer, im Folgenden zu verwendender anfänglicher
Radius bestimmt.
-
Ferner
kann bei der Initialisierung die Lage der Messstrahlung 12 in
der Werkzeugmaschine bestimmt werden. Hierbei kann, wenn Wechselwirkungen
zwischen Werkzeug 4 und Messstrahlung 12 bezüglich einer
50%-igen Freigabe bzw. Abschattung der Messstrahlung 12 betrachtet
werden, die zentrale Längsachse
der Messstrahlung 12 herangezogen werden, um die Messstrahlungslage
zu ermitteln. Geht man davon aus, dass bei der Radiusmessung eine
Relativbewegung von Werkzeug 4 und Messstrahlung 12 in
einer Richtung verwendet wird, kann die Lage der Messstrahlung aus
der Lage des Werkzeugs 4 und dem ermittelten Radius bestimmt
werden. Werden Radiusmessungen bei Relativbewegungen von Werkzeug 4 und
Messstrahlung 12 in entgegengesetzten Richtungen durchgeführt, kann die
Lage der Messstrahlung aus den für
die entgegengesetzten Richtungen ermittelten Radien bestimmt werden.
Die Lage der Messstrahlung 12 dient wie im Folgenden beschrieben,
als Referenzwert.
-
Um
während
des Betriebs der Werkzeugmaschine zu überprüfen, ob das Werkzeug 4 einen
unerwünschten,
insbesondere zu großen
Rundlauffehler, hier bezüglich
des Werkzeugschafts 4b, aufweist, wird, beispielsweise
nach einem erfolgten Werkzeugwechsel, der kleinste Flugkreisradius
des Werkzeugschafts 4b ermittelt. Ohne Rundlauffehler ergibt
sich ein im Wesentlichen konstanter Flugkreis für den Werkzeugschaft 4b.
Bei einem Rundlauffehler entspricht der kleinste Flugkreisradius
des Werkzeugschafts 4b dem tatsächlichen Radius des Werkzeugschafts 4b bezüglich der
Längsachse
des Werkzeugs 4 abzüglich
der Hälfte
des Rundlauffehlers oder Radialschlags.
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Um
den Radius des Werkzeugschafts 4b zu bestimmen, kann die
wie oben beschrieben ermittelte Lage der Messstrahlung 12 und
die Position des Werkzeugs 4 herangezogen werden, die bei
Messung des Radius' vorliegt
(hier die Position des Werkzeugs 4 zu dem Zeitpunkt, an
dem die Messstrahlung 12 zur Hälfte freigegeben oder zur Hälfte abgeschattet
ist).
-
Bei
einer anderen Ausführungsform
ist es vorgesehen, den Rundlauffehler des Werkzeugs 4 bezüglich der
Schneiden C1, ..., C4 durchzführen.
-
Im
Folgenden wird davon ausgegangen, dass die Schneiden C1, ..., C4
im Wesentlichen gleich beabstandet sind und unterschiedliche Längen aufweisen,
die beabsichtigt sind, also nicht auf Fehler zurückgeführt werden können. Dabei
wird der Einfachheit halber davon ausgegangen, dass es eine längste Schneide
und eine kürzeste
Schneide gibt. Die folgenden Ausführungen gelten für ein Werkzeug mit
gleich langen Schneiden entsprechend.
-
Vergleichbar
zu der vorherigen Ausführungsform
ist auch hier eine Initialisierung vorgesehen. Im Unterschied zu
der vorher beschriebenen Ausführungsform
ist es hier vorgesehen, die Radiusmessung(en) bezüglich der
längsten
Schneide durchzuführen
und die Messung bei einer Minimaldrehzahl, auf deren Grundlage ein
anfänglicher
Rundlauffehler ermittelt werden kann, bezüglich der kleinsten Schneide
durchzuführen.
Abgesehen von diesen Unterschieden gelten die entsprechenden obigen
Ausführungen
auch hier.
-
Der
ermittelte Radius der längsten
Schneide wird mit dem wie oben beschrieben ermittelten anfänglichen
Radius verglichen. Ist der Unterschied zwischen dem anfänglichen
Radius und dem ermittelten Radius kleiner als eine vorbestimmte
Grenze, beispielsweise der obige ermittelte maximal zulässige Rundlauffehler,
wird darauf geschlossen, dass kein oder kein zu großer Rundlauffehler
vorliegt.
-
Ist
dies der Fall, wird auf der Grundlage des bezüglich der längsten Schneide ermittelten
Radius' und des
anfänglichen
Radius' der Referenzwert
(hier die Lage der mittleren Längsachse
der Messstrahlung 12) korrigiert. Hierbei ist es vorgesehen,
den ersten Referenzwert aus der Position des Werkzeugs 4 bei
Erfassung des Radius' bezüglich der
längsten Schneide
und dem anfänglichen
Radius zu bestimmen.
-
Der
korrigierte Referenzwert wird bei der nachfolgenden Messung zur
Rundlauffehlerkontrolle verwendet.
-
Die
Korrektur des Referenzwerts kompensiert beispielsweise die sogenannte
thermische Drift der für
das Werkzeug 4 wirksamen Bewegungsachsen der Werkzeugmaschine
sowie thermische Einflüsse,
die die Positionierung der Messstrahlung 12 beeinflussen
können.
-
Ergibt
sich beim Vergleich des bezüglich
der längsten
Schneide ermittelten Radius' und
des anfänglichen
Radius', dass der
Grenzwert überschritten wird,
wird darauf geschlossen, dass ein beispielsweise durch fehlerhafte
Einspannung verursachter Rundlauffehler oder eine durch eine Temperaturänderung
(z.B. Temperatursprung) verursachte Änderung vorliegt, die die Radiusmessung
beeinflusst.
-
In
beiden Fällen
ist eine der folgenden Radiusmessungen vorgesehen, die in Abhängigkeit
der Schneidenlängen
und/oder -anzahl gewählt
werden kann.
-
Bei
einer Messung wird im Gegensatz zu der vorherigen Radiusmessung
eine entgegengesetzte Relativbewegung zwischen Werkzeug 4 und
Messstrahlung 12 durchgeführt.
-
Ist
der bei dieser Messung ermittelte Radius bezüglich der längsten Schneide kleiner als
der anfängliche
Radius, wird auf einen Rundlauffehler geschlossen. Dann kann beispielsweise
der Bearbeitungsvorgang mit einer Fehlermeldung abgebrochen oder
nicht begonnen werden.
-
Entspricht
der bei dieser Messung bezüglich der
längsten
Schneide ermittelte Radius dem anfänglichen Radius oder ist größer als
dieser, wird auf eine temperaturbedingte Änderung geschlossen. In diesem
Fall wird, wie oben beschrieben, der Referenzwert korrigiert. Bei
nachfolgenden Rundlauffehlerkontrollen wird wie beschrieben vorgegangen,
wobei jeweils der zuvor korrigierte Referenzwert verwendet wird.
-
Bei
einer anderen Messung ist es vorgesehen, die obige Radiusmessung
bei gleicher oder entgegengesetzter Relativbewegung zwischen Werkzeug 4 und
Messstrahlung 12 bezüglich
der kleinsten Schneide durchzuführen.
Hierbei wird, wie oben unter Bezugnahme auf 5A beschrieben,
die Messung so durchgeführt,
dass der Radius der kleinsten Schneide, beispielsweise durch entsprechende Drehzahlreduzierung,
erfasst wird.
-
Der
ermittelte Radius bezüglich
der kleinsten Schneide wird mit dem obigen Radius bezüglich der größten Schneide
verglichen. Ergibt dieser Vergleich, dass der Unterschied zwischen
den Radien größer als
der bei der Initialisierung ermittelte, maximal zulässige Radiusunterschied
ist, wird auf einen Rundlauffehler geschlossen. Ergibt der Vergleich,
dass der Unterschied zwischen den Radien kleiner als der bei der
Initialisierung ermittelte maximal zulässige Radiusunterschied ist,
wird auf eine temperaturbedingte Änderung geschlossen und der
Referenzwert, wie oben beschrieben, korrigiert um beispielsweise
thermische Drift zu kompensieren.
-
Bei
nachfolgenden Rundlauffehlerkontrollen wird wie beschrieben vorgegangen,
wobei jeweils der zuvor korrigierte Referenzwert verwendet wird.
-
Durch
den Vergleich des jeweils aktuell gemessen Radius' mit dem zuvor korrigierten
Referenzwert, um einen mit dem Grenzwert zu vergleichenden Wert
zu erhalten, können
Rundlauffehler festgestellt werden, die beispielsweise kleiner als
die Werkzeugpositioniergenauigkeit der Werkzeugmaschine sind. Bei
der zugrunde gelegten Vorgehensweise wird eine relative, radiale
Größe, nämlich der
Unterschied zwischen dem aktuell ermittelten Radius und dem Referenzwert,
mit dem Grenzwert verglichen. Die Messung beeinflussende Parameter
und Fehler, die keinen Einfluss auf den Rundlauffehler haben, werden dabei
kompensiert.
-
Werden
mehrere solche Messungen durchgeführt, können die beim Vergleich von
ermitteltem Radius und Referenzwert erhaltenen Werte wie in 7 veranschaulicht
dargestellt werden. Die in 7 gezeigte
Darstellung gibt die Größe von Vergleichswerten über der
Zeit an. Solange der Unterschied zwischen zwei aufeinander folgenden
Vergleichswerten kleiner als der Grenzwert ist, wird darauf geschlossen,
dass kein (zu großer)
Rundlauffehler vorliegt. Dies gilt unabhängig davon, ob die Vergleichswerte
insbesondere aufgrund von thermischer Drift zunehmend größer oder
kleiner werden. Tritt jedoch ein in 7 mit dem
Pfeil gekennzeichneter Vergleichswert auf, der verglichen mit dem
vorherigen, Vergleichswert (d.h. dem Referenzwert), den Grenzwert
verletzt, wird auf einen zu großen
Rundlauffehler geschlossen.
-
Bei
weiteren Ausführungsformen,
die auch als analoge Vorgehensweise betrachtet werden kann, ist
es vorgesehen, anstelle der Vorgehensweisen nach 3A und 3B,
mit Bezug auf 2A–2D erläuterte Messungen
und dabei mögliche
Messsignale zu verwenden.
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Eine
Ausführungsform
wird unter Bezugnahme auf einen Werkzeugbereich beschrieben, der quer
zur Werkzeugachse WA einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt
aufweist. Dies kann dann beispielsweise der Bereich 4b oder
ein an dem Werkzeug 4 angeordneter, hier nicht gezeigter
Referenzzylinder oder -ring sein.
-
Bezugnehmend
auf 2A bis 2C wird im
Folgenden davon ausgegangen, dass sich ohne Unterbrechung der Messstrahlung 12 ein
Signal S1 mit hohem Pegel P1, bei vollständiger Unterbrechung der Messstrahlung 12 ein
Signal S2 mit niedrigem Pegel P2 und ein Signal S3 ergeben, wenn
die Messstrahlung 12 teilweise abgeschattet ist bzw. durchgelassen
wird. Der Pegel P3 des Signals S3 liegt zwischen den Pegeln der
Signale S1 und S2.
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Liegt
ein Rundlauffehler vor, ergibt sich bei dem hier zugrunde gelegten
Werkzeugbereich, wenn dieser die Messstrahlung 12 teilweise
abschattet, das in 8A gezeigte Signal S3 mit im
Wesentlichen konstanten Pegel P3. Der sich bei der oben geschriebenen
Initialisierung ergebende Pegel P3 des Signals S3 wird als anfänglicher
Referenzwert verwendet.
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Ergibt
sich bei einer nachfolgenden Messung das ebenfalls in 8A gezeigte
Signal S3', kann davon
ausgegangen werden, dass aufgrund des weiterhin konstanten Pegels
P3 des Signals S3' weiterhin
kein Rundlauffehler vorliegt, aber angesichts des sich von dem anfänglichen
Pegel P3 unterscheidenden Pegel P3' thermische Drift aufgetreten ist.
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Die
Korrektur des Referenzwerts erfolgt, wie oben beschrieben, dadurch,
dass der Pegel P3' den anfänglichen
Pegel P3 ersetzt und für
eine nachfolgende Messung als Referenzwert verwendet wird. Eine
solche Referenzwertkorrektur wird, falls erforderlich, vorteilhafterweise
bei allen Messungen durchgeführt.
-
Liegt
ein Rundlauffehler des Werkzeugs 4 vor, ergibt sich bei
dem hier zugrunde gelegten Werkzeugbereich (z.B. Werkzeugbereich 4b)
das in 8B gezeigte Signal S3rf. Die
Amplitude des Signals S3rf gibt den Rundlauffehler an. Überschreitet die
(maximale) Amplitude des Signals S3rf einen vorbestimmten, einen
maximal zulässigen
Rundlauffehler angebenden Grenzwert nicht, wie dies in 8B veranschaulicht
ist, kann davon ausgegangen werden, dass der Rundlauffehler des
Werkzeugs 4 akzeptabel ist. Wenn, wie in 8C gezeigt,
die (maximale) Amplitude des Signals S3rf den vorbestimmten Grenzwert überschreitet,
kann von einem zu großen Rundlauffehler
ausgegangen werden.
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Zur
Korrektur der bei unterschiedlichen Messungen zu verwendenden Referenzwerte
wird, wie oben unter Bezugnahme auf 8A ausgeführt, ein anfänglicher
Referenzwert P3 für
das Werkzeug 4 ohne Rundlauffehler ermittelt. Ergibt sich
bei einer nachfolgenden Messung aufgrund eines Rundlauffehlers ein
Signal S3rf, kann der Referenzwert wie folgt korrigiert werden.
Dabei wird vereinfachend davon ausgegangen, dass der Referenzwert
korrigiert wird, wenn kein oder kein zu großer Rundlauffehler vorliegt.
-
Gibt
das Signal S3rf keinen (zu großen) Rundlauffehler
an, wird der Mittelwert P3m des Signals S3rf ermittelt. Unterscheidet
sich der einen mittleren Pegel des Signals S3m angebende Mittelwert P3m
von dem anfänglichen
Pegel P3, kann von thermischer Drift ausgegangen werden. Dann wird
zur Driftkompensation der Pegel P3m für eine nachfolgende Messung
als Referenzwert zugrunde gelegt. Ergibt sich bei der nachfolgenden
Messung erneut ein anderer Mittelwert, wird dieser als neuer Referenzwert
verwendet. Eine solche Referenzwertkorrektur wird, falls erforderlich,
vorteilhafterweise bei jeder Messung durchgeführt.
-
Eine
weitere "analoge" Ausführungsform wird
unter Bezugnahme auf die Schneiden C1, ..., C4 beschrieben.
-
Zur
Veranschaulichung dieser Ausführungsform
wird zunächst
davon ausgegangen, dass die Schneiden C1, ..., C4 des Werkzeugs 4 im
Wesentlichen gleich beabstandet und gleich lang sind. Zur Kontrolle
des Rundlauffehlers wird das Werkzeug 4 so positioniert,
dass ohne Wechselwirkungen zwischen den Schneiden C1, ..., C4 und
der Messstrahlung 12 ein Signal mit dem Pegel P1 erzeugt
wird, während
sich davon abweichende (z.B. kleinere), variable Signalpegel P3v
ergeben, wenn die Schneiden C1, ..., C4 in die Messstrahlung 12 eintauchen.
-
Abhängig von
der Positionierung des Werkzeugs 4, der Schneidenanzahl
und/oder der Form und/oder Dimensionierung der Messstrahlung 12 ist es
möglich,
dass ohne Wechselwirkungen zwischen Werkzeugschneiden und Messstrahlung
ein Signal mit einem sich von dem Pegel P1 unterscheidenden, niedrigeren
Pegel erzeugt wird. Abgesehen von diesem Unterschied gelten die
folgenden Ausführungen für diesen
Fall entsprechend.
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Ohne
Rundlauffehler ergibt sich ein in 9A gezeigtes
Signal S3. Da von gleich langen Schneiden und einem Werkzeug ohne
Rundlauffehler ausgegangen wird, führt ein Eintauchen der Schneiden
C1, ..., C4 in die Messstrahlung 12 zu im Wesentlichen
gleichen Abschattungen und dementsprechend zu im Wesentlichen gleichen
variablen Pegeln P3v mit gleichen maximalen Pegelabsenkungen.
-
Diese
gleichförmige
Signalform ist nicht vorhanden, wenn ein Rundlauffehler vorliegt.
Dies ist in 9B durch das Signal S3rf für einen
Rundlauffehlerfall veranschaulicht. Ein Rundlauffehler führt dazu, dass
das Ausmaß,
in dem die Messstrahlung 12 beim Eintauchen der Schneiden
C1, ..., C4 abgeschattet wird, unterschiedlich ist. Dementsprechend
ergeben sich auch schneidenabhängig
unterschiedliche variable Pegel P3v mit unterschiedlichen Pegeländerungen.
-
Als
Maß für einen
Rundlauffehler wird hierbei ein Unterschied ΔPm zwischen einer maximalen
Pegeländerung
Pmk der Schneide mit dem minimalen Flugkreis und der maximalen Pegeländerung
Pml für die
Schneide mit dem maximalen Flugkreis. Wenn der Unterschied ΔPm zwischen
den Pegeln P3mk und P3ml kleiner als ein vorbestimmter Grenzwert, der
einen maximal zulässigen
Rundlauffehler angibt, ist, kann von einem akzeptablen, nicht zu
großen oder
kleinen Rundlauffehler ausgegangen werden. Unterscheiden sich die
Pegel P3mk und P3ml so, dass der Grenzwert durch den Pegelunterschied ΔPm verletzt
wird, kann von einem zu großen
Rundlauffehler ausgegangen werden.
-
Bei
einer Initialisierung wird ohne Rundlauffehler ein in 9C gezeigter
Pegel Pref ermittelt. Der Pegel Pref kann der maximalen Pegeländerung des
Signals S3 entsprechen. Ergeben sich beispielsweise aufgrund Werkzeugtoleranzen
und/oder Messtoleranzen bei der Initialisierung (d.h. Messung ohne
Rundlauffehler) für
unterschiedliche Schneiden verschiedene maximale Pegeländerungen,
kann der Pegel Prf durch Mittelwertbildung ermittelt werden. Der
Pegel Pref wird für
eine nachfolgende Messung als Referenzwert verwendet.
-
Ergibt
sich bei der nachfolgenden Messung, wie in 9C veranschaulicht,
ein Signal S3',
dessen maximale Pegeländerung
Pref oder dessen mittlere maximale Pegeländerung Pref sich von dem anfänglichen
Pegel Pref unterscheidet, kann von thermischer Drift ausgegangen
werden. Um diese bei einer nachfolgenden Messung zu berücksichtigen,
wird der anfängliche
Referenzwert Pref durch den Pegel Pref ersetzt, der für eine nachfolgende
Messung als neuer Referenzwert wie im Folgenden beschrieben verwendet
wird.
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Ausgehend
von dem neuen, korrigierten Referenzwert Pref wird bei einer nachfolgenden
Messung das Werkzeug 4 so positioniert, dass, wenn kein
Rundlauffehler vorliegt, ein Signal erzeugt wird, dessen maximale
Pegeländerung
oder dessen mittlere maximale Pegeländerung dem anfänglichen
Referenzwert Pref entspricht. Beispielsweise kann zur Referenzwertkorrektur
das Werkzeug 4 bei der nachfolgenden Messung an einer Messposition
angeordnet werden, die von der Messstrahlung 12 weiter oder
näher zu
dieser beabstandet ist. Diese Referenzwertkorrektur wird, falls
erforderlich, vorteilhafterweise bei allen Messungen durchgeführt.
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Die
unter Bezugnahme auf 9B gemachten Ausführungen
hinsichtlich einer Referenzwertkorrektur gelten auch für die folgende
Ausführungsform, bei
der von unterschiedlich langen Schneiden C1, ..., C4 ausgegangen
wird.
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Zur
Rundlauffehlerkontrolle wird das Werkzeug 4 so positioniert,
dass ohne Wechselwirkungen zwischen Messstrahlung 12 und
den Schneiden C1, C ein Signalpegel P1 erzeugt wird, während sich
variable Signalpegel P3v ergeben, wenn die Schneiden C1, ..., C4
in die Messstrahlung 12 eintauchen. Aufgrund der unterschiedlichen
Schneidenlängen
unterscheiden sich die Signalbereiche mit variablem Pegel P3v. Dies
ist in 10A durch das Signal S3 mit
den Signalpegeln P1 und P3v veranschaulicht, wobei hier von einem
Fall ohne Rundlauffehler ausgegangen wird.
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Als
Maß für einen
Rundlauffehler wird hier der Unterschied ΔPm zwischen der maximalen Pegeländerung
Pmk durch die kürzeste
Schneide und der maximalen Pegeländerung
Pml durch die längste Schneide
herangezogen.
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Bei
einem Rundlauffehler tauchen die Schneiden C1, ..., C4 jeweils verglichen
mit einem Fall ohne Rundlauffehler anders ein. Dies führt dazu, dass
für das
in 10B veranschaulichte Signal S3rf im Fall eines
Rundlauffehlers die Signalbereiche mit variablem Pegel P3v sich
von denen des Signals S3 für
einen Fall ohne Rundlauffehler unterscheiden. Überschreitet der Unterschied ΔPm zwischen
den Pegeln Pmk und Pml einen Grenzwert, der einen maximal zulässigen Rundlauffehler
angibt, nicht, kann davon ausgegangen werden, dass kein oder kein
zu großer
Rundlauffehler vorliegt. Verletzt dieser Pegelunterschied ΔPm den Grenzwert,
kann von einem zu großen
Rundlauffehler ausgegangen werden.