DE10131273C1 - Lichtwellenleiter-(LWL)-Steckverbinderanordnung - Google Patents
Lichtwellenleiter-(LWL)-SteckverbinderanordnungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lichtwellenleiter-(LWL)-Steckverbinderanordnung (1) mit einer ummantelten optischen Faser (2) und einer an einem Faserende befestigten Steckerhülse (3). Die Steckerhülse (3) weist mindestens zwei aneinander befestigbare Teile (3a, 3b) auf, zwischen denen die ummantelte optische Faser (2) durch Klemmsitz befestigt ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lichtwellenleiter-(LWL)-Steck
verbinderanordnung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer solchen Steckverbinderanordnung wird eine Steckerhülse
auf das Ende einer ummantelten Lichtwellenleiterfaser gesteckt und
dort durch Verkleben, Vercrimpen oder dergleichen befestigt. Eine
solche LWL-Steckverbinderanordnung ist aus der DE 198 49 026 A1
bekannt.
An solche Steckverbinderanordnungen werden hohe Anforderungen
verschiedenster Art gestellt. Einerseits sollen die Steckerhülsen we
nig Raum einnehmen, um eine kompakte, dichte Anordnung mehre
rer Steckverbindungen nebeneinander zu ermöglichen. Andererseits
sollten die Steckverbindungen einfach und kostengünstig herstellbar
sein, da es sich um ein Massenprodukt handelt. Ferner werden hohe
Anforderungen an die Stirnfläche der Steckverbindung gestellt, um
eine möglichst verlustfreie Übertragung optischer Signale zu gewähr
leisten. Schließlich sollen beim Anbringen der Steckerhülse am
Lichtwellenleiterende keine zu großen Kräfte auf den Faserkern quer
zur Faserachse übertragen werden, um die optischen Eigenschaften
des Faserkerns nicht zu beeinträchtigen.
Aus der DE 27 26 913 A2 ist eine Vorrichtung zum Verbinden zweier
ummantelter Einzellichtleitfasern bekannt, wobei eine Steckerhülse
aus zwei Halbschalen besteht, die das Stirnende des LWL-Kabels
umfassen und durch eine Überwurfmuffe zusammengehalten wer
den. Diese Ausführung ist somit dreiteilig und am Einsatzort nicht
leicht zu handhaben, da man die drei sehr kleinen Bestandteile zu
einander in die richtige Lage bringen muß, ohne genau zu sehen,
wie die LWL-Faser sitzt.
Bei der DE 22 37 445 wird eine freigelegte LWL-Faser in eine Rille in
einer zweiteiligen Steckerhülse eingeklemmt. Dies kann zur Be
schädigung der Faseroberfläche führen, was die optischen Übertra
gungseigenschaften mindert.
Die DE 30 16 521 A1 zeigt einen Verbinder für einen LWL und ein
Verfahren zum Zentrieren eines LWL darin. Dazu wird ein Teil eines
zweiteiligen Steckerhülsengehäuses mit einer Aufnahme der LWL-
Faserenden versehen, in die die LWL-Faser eingebracht wird, wo
nach der zweite Teil aufgeklebt wird. Diese Technik verlangt eine
umständliche Handhabung durch den Klebeeinsatz am Einsatzort.
Schließlich zeigt die DE 198 49 026 A1 ein Verfahren zum Befesti
gen eines Lichtwellenleiterfaserendes in einer Kunststoffkontakthül
se, beidem zwei im wesentlichen symmetrische Halbschalen mit in
neren Haltestrukturen auf das Kabelende gesteckt und durch Ultra
schallschweißen miteinander verbunden werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Licht
wellenleiter-(LWL)-Steckverbinderanordnung anzugeben, die die
oben genannten Anforderungen gleichzeitig optimal erfüllt und die
aufgezeigten Nachteile bekannter LWL-Steckverbinderanordnungen
vermeidet.
Diese Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst. In den Unteransprü
chen sind Merkmale bevorzugter Ausführungsformen der vorliegen
den Erfindung gekennzeichnet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Idee zugrunde, den Bereich der
Steckerhülse, der zur Befestigung am Mantel des Lichtwellenleiters
dient, in Form von zwei Halbschalen auszuführen, die unverlierbar
und gegeneinander beweglich aneinander befestigt sind und durch
Verkleben oder eine Ultraschallbehandlung aneinander fixiert sind.
Dieser Aufbau hat den Vorteil, daß die Befestigungsstrukturen, was
ihre Form betrifft, frei wählbar sind, da keine Rücksicht auf das
Herausziehen oder Drehen eines Spritzgußkerns genommen werden
muß.
Ferner ist das Einlegen des Lichtwellenleiters in die Steckerhülse
vereinfacht und ermöglicht eine genaue Lagejustierung des Lichtwel
lenleiters mit seinem teilweise entfernten Mantel, da man bis zum
Schließen der Halbschalen genau sieht, wie der Lichtwellenleiter auf
der Befestigungsstruktur liegt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäß geöffne
ten Steckerhülse, und
Fig. 2 den Befestigungsvorgang der Steckerhülse an dem Lichtwel
lenleiter in drei Schritten.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Licht
wellenleiter-(LWL)-Steckverbinderanordnung 1 ohne die ummantelte
optische Faser 2 (Fig. 2), die in die Steckerhülse 3 eingelegt wird.
Die Steckerhülse 3 weist zwei aneinander befestigbare Teile 3a, 3b
auf, die im wesentlichen die Form zweier Halbschalen aufweisen, die
entlang einer zur Längsachse eines Zylinderkörpers parallelen Ebe
ne geschnitten sind. An der in Steckrichtung gesehen gelegenen
Vorderseite der ersten Halbschale 3b ist eine Aufnahme 5 mit einer
zentralen Öffnung angeordnet, in die das Stirnende der optischen
Faser 2 eingefügt wird.
Die beiden Teile 3a, 3b weisen an ihrer Innenseite Haltestrukturen 4
auf, die beim Aneinanderbefestigen der beiden Teile auf der Umman
telung 10, 11 der optischen Faser 2 anliegen, bzw. bereits darin ein
dringen können. Es ist einerseits möglich, die Befestigung der
Steckerhülse 3 durch kraftschlüssigen Eingriff der Haltestrukturen
4 in die Ummantelung der optischen Faser 2 bereits mit dem Anein
anderbefestigen der Teile 3a, 3b abzuschließen oder nach dem
Schließen und Aneinanderbefestigen der Steckerhülsenteile 3a, 3b
ein Crimpen folgen zu lassen.
Die beiden Teile 3a, 3b der Steckerhülse 3 sind über verbiegbare La
schen 6 am in Steckrichtung gesehen hinteren Ende der Steckerhülse
3 verliersicher miteinander verbunden. Somit dienen die La
schen 6 als ein Scharnier, um dessen Schwenkachse herum die
Halbschale 3a über die Halbschale 3b schwenkbar ist. An der in
Steckrichtung gesehen stirnseitig gelegenen Kante des Teils 3a ist
ein Rastorgan 7 in Form einer Rastnase angeordnet, die beim
Schließen der Steckerhülse 3 unter ein komplementäres Rastorgan
8 an der Hinterkante der Aufnahme 5 verrastet.
Die Längskanten 9a, 9b der beiden halbschalenförmigen Teile 3a, 3b
werden durch Ultraschallschweißen oder Verkleben oder dergleichen
aneinander befestigt. Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel
zeigt komplementäre Profile an den Rändern 9a, 9b, die für das Ul
traschallverschweißen vorgesehen sind.
Wie man in Fig. 1 erkennt, ist der Klemmbereich (13) mit zwei ver
schiedenen Innendurchmessern versehen. Diese spezielle Ausfüh
rungsform dient dazu, optische Fasern, die doppelt ummantelt sind,
auf beiden Manteloberflächen durch Vercrimpen mit der Steckerhül
se 3 zu verbinden.
Fig. 2 zeigt oben links die optische Faser 2 mit zwei übereinander
angeordneten Mänteln: einem inneren Mantel 10 und einem äuße
ren Mantel 11. Der äußere Mantel 11 ist vom Stirnende der opti
schen Faser 2 über eine Länge abgetrennt, die es ermöglicht, die
optische Faser 2 mit der inneren Ummantelung 10 in die Aufnahme
5 zu stecken, bis die Stirnseite der Faser mit der Austrittsöffnung
der Aufnahme 5 fluchtet, wobei ein Teil der freigelegten inneren
Manteloberfläche 10 von dem Klemmbereich 13b mit entsprechend
verringertem Innenradius umfaßt wird. Der Klemmbereich 13a weist
einen Innendurchmesser auf, der zur Aufnahme der mit beiden
Mänteln ummantelten optischen Faser 2 geeignet ist.
Die mittlere Darstellung in Fig. 2 zeigt die Steckerhülse 3 mit einge
legter optischer Faser 2. Man erkennt, daß die optische Faser 2 mit
dem Vorderende des äußeren Mantels 11 an die Vorderkante des
Crimpbereichs 13a stößt.
Die untere Darstellung zeigt die geschlossene Steckerhülse 3, bei
der die Rastorgane 7 und 8 für eine vorläufige Positionierung der
Teile 3a, 3b aufeinander sorgen. Ein Verkleben oder Ultraschallver
schweißen der Teile 3a, 3b kann nunmehr erfolgen. Gegebenenfalls
erfolgt auf den Teilen mit unterschiedlichem Außendurchmesser im
Klemmbereich zusätzlich eine Vercrimpung, beispielsweise eine
Kreuzvercrimpung.
Die Stirnseite der Steckerhülse mit eingefügter optischer Faser, die
bis zur Stirnseite mit dem inneren Mantel 10 ummantelt ist, kann
zur Optimierung der Oberflächenbeschaffenheit der Faseraustritts
fläche durch ein Preßkantverfahren behandelt werden. Dieses von
der Patentanmelderin unter der Nummer DE 100 43 173.9 ange
meldete Verfahren sorgt für eine sehr glatte, saubere Stirnfläche der
optischen Faser 2, das zu einer verlustarmen Übertragung optischer
Signale in der Steckverbinderanordnung 1 führt.
Die obige Beschreibung eines Ausführungsbeispiels ist nicht ein
schränkend zu verstehen, sondern dient lediglich illustrativen Zwec
ken.
Claims (11)
1. Lichtwellenleiter-(LWL)-Steckverbinderanordnung (1) mit
einer ummantelten optischen Faser (2) und einer an einem Fa serende befestigten Steckerhülse (3), wobei
die Steckerhülse (3) mindestens zwei aneinander befestigbare Teile (3a, 3b) aufweist, zwischen denen die ummantelte optische Faser (2) durch Klemmsitz befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steckerhülsenteile (3a, 3b) über verbiegbare Laschen (6) un verlierbar und gegeneinander beweglich miteinander verbunden sind.
einer ummantelten optischen Faser (2) und einer an einem Fa serende befestigten Steckerhülse (3), wobei
die Steckerhülse (3) mindestens zwei aneinander befestigbare Teile (3a, 3b) aufweist, zwischen denen die ummantelte optische Faser (2) durch Klemmsitz befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steckerhülsenteile (3a, 3b) über verbiegbare Laschen (6) un verlierbar und gegeneinander beweglich miteinander verbunden sind.
2. LWL-Steckverbinderanordnung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steckerhülse zwei Teile (3a, 3b) im we
sentlichen in Form von Halbschalen aufweist, deren aneinan
derstoßende Kanten in einer Ebene parallel zur Faserlängsach
se verlaufen, und an deren Innenwänden Haltestrukturen (4)
ausgebildet sind, die in Fasermantelmaterial eingreifen.
3. LWL-Steckverbinderanordnung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Steckerhülse (3) stirnseitig an einen er
sten Steckerhülsenteil (3b) eine Aufnahme (5) mit einer zentralen
Öffnung zur Aufnahme des LWL-Endes aufweist und daß die
biegbaren Laschen (6) am entgegengesetzten Ende der Stecker
hülse (3) angeordnet sind.
4. LWL-Steckverbinderanordnung nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das stirnseitige Ende des zweiten Stecker
hülsenteils (3a) ein Rastorgan (7) aufweist, das in ein komple
mentäres Rastorgan (8) am hinteren Ende der Aufnahme (5)
verrastbar ist.
5. LWL-Steckverbinderanordnung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinander zu
befestigenden Ränder (9a, 9b) der Steckerhülsenteile (3a, 3b)
zum Ultraschallverschweißen geeignete komplementäre Profile
aufweisen.
6. LWL-Steckverbinderanordnung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die LWL-Faser (2) ei
nen inneren (10) und einen äußeren (11) Mantel aufweist, und
der äußere Mantel (11) stirnseitig so weit entfernt wird, daß im
Klemmbereich (13) der Steckerhülse (3) die Haltestrukturen (4)
sowohl in den äußeren Mantel (11) als in den inneren Mantel
(10) eingreifen.
7. LWL-Steckverbinderanordnung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Klemmbereich (13) innerhalb der Steck
verbinderteile einen in Steckrichtung hinteren Bereich (13a)
aufweist, mit einem Durchmesser, der im wesentlichem dem
Durchmesser des äußeren Mantels (11) entspricht und einen
vorderen Bereich (13b), dessen Durchmesser im wesentlichen
dem des inneren Mantels (10) entspricht.
8. LWL-Steckverbinderanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestrukturen (4) quer
zur Längsachse der Steckerhülse (3) verlaufende Rippen (14)
aufweisen.
9. LWL-Steckverbinderanordnung nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rippen (14) einen asymmetrischen Quer
schnitt haben, mit einer steileren Flanke stirnseitig.
10. LWL-Steckverbinderanordnung nach Anspruch 3 und Anspruch
6, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Öffnung der Auf
nahme (5) einen Durchmesser hat, in den die mit dem inneren
Mantel (10) umgebene Faser (2) einsteckbar ist und wobei das
Stirnende der Faser (2) durch "press-cutting" erzeugt ist.
11. Verfahren zum Herstellen einer Steckverbinderanordnung nach
einem der Ansprüche 3 bis 10, gekennzeichnet durch folgende
Schritte:
- - Erzeugen einer Schnittkante durch "press-cutting" am Faser ende,
- - Abmanteln des Mantels bzw. äußeren Mantels (11) vom Fase rende über eine vorgegebene Länge,
- - Einlegen der Faser in den ersten Steckerhülsenteil (3b) mit Einjustieren der Schnittkante am vorderen Ende der Auf nahme (5),
- - Umklappen des zweiten Steckerhülsenteils (3a) auf das erste Steckerhülsenteil (3b) um die verbiegbaren Laschen (6),
- - Befestigen der Steckerhülsenteile (3a, 3b) aufeinander durch Ultraschallverschweißen und gleichzeitiges Klemmen des Fa sermantels (11).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10131273A DE10131273C1 (de) | 2001-06-28 | 2001-06-28 | Lichtwellenleiter-(LWL)-Steckverbinderanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
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|---|---|
| DE10131273C1 true DE10131273C1 (de) | 2002-12-05 |
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|---|---|---|---|
| DE10131273A Expired - Fee Related DE10131273C1 (de) | 2001-06-28 | 2001-06-28 | Lichtwellenleiter-(LWL)-Steckverbinderanordnung |
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| DE (1) | DE10131273C1 (de) |
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