DE10047457A1 - Steckhülse für Leiterplatten - Google Patents
Steckhülse für LeiterplattenInfo
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Abstract
Eine aus einem Stück Blech durch Stanzen und Biegen hergestellte Steckhülse enthält zwei ebene etwa parallel zueinander verlaufende Kontaktelemente, die im Bereich ihrer einen Enden miteinander durch den Steg der U-Form verbunden sind. Im Bereich ihrer gegenüberliegenden freien Kanten sind die beiden Kontaktelemente mit einer Vielzahl von Kontaktstiften versehen, die in durchkontaktierte Bohrungen einer Leiterplatte eingepresst werden können. Im Bereich der Verbindungsstelle zwischen den beiden Kontaktelementen ist eine Öffnung vorgesehen, durch die ein Stecker zwischen die beiden Kontaktelemente eingeschoben werden kann.
Description
Die Erfindung betrifft eine Steckhülse für Leiterplatten.
Es ist bereits eine Kontaktfahne für Stromschienensysteme auf,
Leiterplatten bekannt (DE 90 03 748 U), die mit Hilfe zweier
Kontaktstifte in durchkontaktierte Bohrungen einer Leiter
platte eingepresst werden kann. Die Kontaktfahne enthält zwei
aus einem Plattenelement herausgestanzte Kontaktfedern, die
eine Stromschiene gegen den Rest des Kontaktelements anpres
sen können.
Ebenfalls bekannt ist eine Steckhülse für Leiterplatten (DE 197 24 581),
die mit einem Ansatz in eine durchkontaktierte
Bohrung der Leiterplatte eingepresst werden kann. Die Hülse
enthält ein Kontaktelement, aus dem eine Feder ausgestanzt
ist, die einen Stecker gegen den Rest des Kontaktelements
anpressen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Steckhülse zu
schaffen, die verbesserte Eigenschaften aufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Steck
hülse mit, den Merkmalen des Anspruchs 1 vor. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, deren
Wortlaut ebenso wie der Wortlaut der Zusammenfassung durch
Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird.
Die Steckhülse enthält zwei etwa parallel zueinander angeord
nete Kontaktelemente. Diese können beispielsweise platten
förmig, also im wesentlichen eben ausgebildet sein. Im
Bereich ihrer einen Kante, die der Leiterplatte zugeordnet
ist, enthalten beide Kontaktelemente mehrere Kontaktstifte,
mindestens zwei. Dadurch enthält die Steckhülse insgesamt
mindestens vier Kontaktstifte. Im Bereich ihrer gegenüber
liegenden Kanten sind die beiden Kontaktelemente miteinander
verbunden, wobei eine Öffnung frei bleibt, durch die ein
Flachstecker eingeschoben werden kann. Die Öffnung ist
allseits begrenzt, so dass der Stecker in einer bestimmten
Position eingeschoben werden kann. Ein seitliches Verschieben
wird dadurch zuverlässig verhindert.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
Steckhülse mindestens ein Federelement aufweist, das einen
eingesteckten Flachstecker quer zur Einsteckrichtung beauf
schlagt und damit gegen beispielsweise eines der Kontakt
elemente anpresst. Es können auch mehrere derartige Feder
elemente vorhanden sein. Die Federelemente dienen dazu, einen
guten elektrischen und mechanischen Kontakt des Steckers
herzustellen.
Insbesondere kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen
sein, dass das Federelement als aus einem der beiden Kontakt
elemente ausgesparte Zungenfeder ausgebildet ist. Diese
Aussparung kann beispielsweise durch einen etwa U-förmigen
Schlitz gebildet sein.
Erfindungsgemäß kann die Zungenfeder einen Knick aufweisen,
mit dem sie an dem Stecker anliegt. Dieser Knick kann ins
besondere gebogen sein, um keine Kante entstehen zu lassen.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Steckhülse
derart hergestellt ist, dass die beiden Kontaktelemente
einstückig aus einem U-förmig abgewinkelten Blech bestehen,
bei dem die Öffnung zum Einschieben des Steckers durch eine
Öffnung im Steg gebildet wird. Diese Einschieböffnung kann
etwa der Größe eines Steckers entsprechen, damit dieser an
einer bestimmten Stelle positioniert werden kann.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Einschieböffnung
durch ein Ausstanzen des Blechs hergestellt wird.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung sowie an Hand der Zeichnung.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Steckhülse nach der
Erfindung;
Fig. 2 einen Schnitt etwa längs Linie II-II in Fig.
1;
Fig. 3 ein Bohrbild für die Anbringung einer Steck
hülse nach der Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Steckhülse nach
der Erfindung. Die Steckhülse ist dadurch hergestellt, dass
ein ebenes Stück Blech U-förmig umgebogen wird, so dass zwei
etwa parallel zueinander verlaufende in der dargestellten
Ausführungsform ebene Kontaktelemente 1, 2 gebildet werden.
In Fig. 1 ist eines der Kontaktelemente 2 zu sehen, das
andere liegt genau dahinter. Beide Kontaktelemente 1, 2, die
etwa rechteckig ausgebildet sind, haben eine freie Stirnkante
3. An dieser sind in der dargestellten Ausführungsform insge
samt je fünf Kontaktstifte 4 angeformt. Diese haben, da sie
ebenfalls aus dem Stück Blech ausgestanzt sind, überall die
gleiche Dicke, die der Dicke des Blechs entspricht.
Beim Umbiegen aus dem ebenen Stück Blech bleiben die beiden
Kontaktelemente 1, 2 durch einen Steg 5 verbunden. An diesem
Steg 5 ist eine Öffnung 6 gebildet, durch die ein Stecker
zwischen die beiden Kontaktelemente 1, 2 eingeschoben werden
kann. In Längsrichtung der Öffnung, das heißt in Fig. 1 von
links nach rechts, ist die Öffnung 6 begrenzt. Der Stecker
kann also nur von der Oberseite in Fig. 1 und 2 zwischen die
beiden Kontaktelemente 1, 2 eingeschoben werden, er kann dann
aber nicht quer verschoben werden. Er wird auf diese Weise
korrekt positioniert.
In das in Fig. 2 rechte und in Fig. 1 vordere Kontakt
element 2 ist ein etwa U-förmiger Schlitz 7 eingestanzt, der
dadurch eine federnde Zunge 8 bildet. Diese federnde Zunge
ist von ihrer Verbindungsstelle 9 mit dem Kontaktelement 2
etwas in Richtung auf das gegenüberliegende Kontaktelement 1
abgebogen, so dass sie sich dem anderen Kontaktelement 1
annähert. Kurz vor ihrem freien Ende 10 ist in der federnden
Zunge 8 ein Knick 11 gebildet, so dass das freie Ende 10
wieder von dem anderen Kontaktelement 1 wegführt. Dieser
Knick 11 ist leicht abgerundet. In der unbelasteten Stellung,
siehe Fig. 2, befindet sich der Knick 11 kurz vor dem zuge
ordneten Kontaktelement 1.
Wird durch die Öffnung 6 ein Stecker eingeschoben, so schiebt
dieser die federnde Zunge 8 nach außen, bis sie soweit von
dem Kontaktelement 1 entfernt ist, dass der Stecker durch den
Zwischenraum hindurch geschoben werden kann. Die federnde
Zunge 8 beaufschlagt den Stecker dann und drückt diesen gegen
das zugeordnete Kontaktelement 1. Dadurch ist eine flächige
Anlage des Steckers an dem Kontaktelement über eine große
Fläche gewährleistet.
Die an jedem Kontaktelement 1, 2 einstückig ausgebildeten
Kontaktstifte 4 liegen jeweils auf einer Reihe. Fig. 3 zeigt
in einem gegenüber den Fig. 1 und 2 verkleinerten Maßstab
eine Anordnung von durchkontaktierten Bohrungen 13 in einer
Leiterplatte 12. Die Bohrungen 13 liegen auf zwei Parallelen.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Steckhülse wird mit
ihren Kontaktstiften 4 in die beiden Reihen von Löchern 13
eingepresst. Dabei dringen die vier Kanten der Kontaktstifte
in die Kontaktierung der Löcher 13 ein und schneiden sich
dort ein. Dadurch wird eine gleichzeitig stabile mechanische
als auch eine gut leitende elektrische Verbindung zwischen
der Leiterplatte 12 und der Steckhülse hergestellt. Die
Steckhülse ragt dann etwa senkrecht von der Leiterplatte 12
ab.
Claims (7)
1. Steckhülse für Leiterplatten, mit
- 1. 1.1 zwei etwa parallel zueinander angeordneten Kontakt elementen (1, 2), die
- 2. 1.2 im Bereich ihrer der Leiterplatte (12) zugeordneten Kanten (3) mit Kontaktstiften (4) versehen und
- 3. 1.3 im Bereich ihrer den freien Kanten (3) gegenüber liegenden Enden miteinander unter Freilassung einer Einschieböffnung (6) verbunden sind.
2. Steckhülse nach Anspruch 1, mit mindestens einem Feder
element (18) zur Beaufschlagung eines eingesteckten
Flachsteckers quer zur Einsteckrichtung.
3. Steckhülse nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Feder
element (8) als aus einem Kontaktelement (2) ausgesparte
Zungenfeder ausgebildet ist.
4. Steckhülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der das Federelement (8) einen gebogenen Knick (11) zur
Anlage an dem Flachstecker aufweist.
5. Steckhülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die beiden Kontaktelemente (1, 2) einstückig aus
einem U-förmig abgewinkelten Blech hergestellt sind, bei
dem die Einschieböffnung (6) durch eine Öffnung im Steg
(5) gebildet wird.
6. Steckhülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Einschieböffnung (6) durch Ausstanzen herge
stellt ist.
7. Steckhülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei
der die Einschieböffnung (6) etwa der Größe eines Flack
steckers entspricht.
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