DE10044168C1 - Belüfteter Kraftfahrzeugsitz - Google Patents

Belüfteter Kraftfahrzeugsitz

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/56Heating or ventilating devices
    • B60N2/5607Heating or ventilating devices characterised by convection
    • B60N2/5621Heating or ventilating devices characterised by convection by air
    • B60N2/5635Heating or ventilating devices characterised by convection by air coming from the passenger compartment

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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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  • Chair Legs, Seat Parts, And Backrests (AREA)

Abstract

Ein Kraftfahrzeugsitz mit einer Tragstruktur für einen Sitzteil und/oder eine Rückenlehne weist einen mit der Tragstruktur verbundenen luftdurchströmbaren Polsterkörper auf, der auf der dem Sitzbenutzer zugekehrten Oberseite von einem luftdurchlässigen Polsterbezug und auf der der Tragstruktur zugewandten Seite mit einer luftundurchlässigen Sperrschicht überspannt ist. Die Sperrschicht besitzt eine Öffnung für ein Gebläse, das Luft unterhalb des Polsterbezugs parallel zu diesem durch den Polsterkörper transportiert. In den Polsterkörper sind Luftleitelemente eingebettet, die den Luftstrom in Längrichtung des Sitzteils bzw. der Rückenlehne leiten.

Description

Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugsitz nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein Kraftfahrzeugsitz der als bekannt vorausgesetzten Art (DE 198 04 284 A1) weist einen luftdurchlässigen Polster­ körper auf, der auf einer Tragstruktur befestigt und mit einem Polsterbezug überspannt ist. Ein Gebläse transpor­ tiert Luft durch die Poren des Polsterkörpers zu einer Aus­ trittsöffnung. Beim Durchtritt des Luftstroms durch den Polsterkörper wird die Luft in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich stark verwirbelt. Dies führt zu einer un­ gleichmäßigen Durchströmung unterschiedlicher Bereiche. Während einige Bezirke nicht ausreichend stark durchströmt werden, ist in anderen Bezirken die Durchströmung zu inten­ siv, mit der Folge, daß in diesen Bezirken der den Polster­ bezug durchsetzende Luftstrom vom Sitzbenutzer als unange­ nehm empfunden wird.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Komfort eines Kraftfahrzeugsitzes der als bekannt vorausgesetzten Art so auszubilden, daß die Durchströmung des Polsterbezugs entsprechend den gewünsch­ ten Verhältnissen erfolgt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit der Merkmalen des Pa­ tentanspruchs 1.
Durch die Luftleitelemente wird eine Turbulenz der Luft weitgehend unterbunden. Der Luftstrom kann gleichmäßig über den Querschnitt des Polsters verteilt werden.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
In einer bevorzugten Ausführungsform können keilförmige Luftleitelemente den Strömungsquerschnitt so verändern, daß der mit dem Abstand zur Quelle üblicherweise vorhandene Druckabfall nahezu ausgeglichen wird.
Nachstehend werden zwei bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnungen im einzelnen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt entlang einer Längsebene durch einen Teilbereich einer Luftleitelemente auf­ weisenden Rückenlehne;
Fig. 2 eine schematische Frontansicht der Rückenlehne gemäß Fig. 1 mit Luftleitelementen in einer ersten Ausführungsform;
Fig. 3 eine schematische Frontansicht der Rückenlehne nach Fig. 1 mit Luftleitelementen in einer zweiten Ausführungsform.
In den Zeichnungen sind gleiche Teile mit den gleichen Be­ zugszeichen versehen, die sich im Bedarfsfall durch Hoch­ striche voneinander unterscheiden.
Von einem Kraftfahrzeugsitz zeigt die Fig. 1 nur den oberen Bereich einer Rückenlehne, deren Tragstruktur 3 durch den oberen Querholm eines Rahmens 3a und durch eine in den Rah­ men 3a eingehängte Federmatte 3b angedeutet ist. Die Tragstruktur 3 trägt einen Polsterkörper 1, der von einem Polsterbezug 2 überzogen ist. Zwischen dem luftdurchström­ baren Polsterkörper 1 und der Tragstruktur 3 ist eine luft- undurchlässige Sperrschicht 4 angeordnet.
Die Sperrschicht 4 weist mindestens eine Öffnung 4a auf, in der ein Gebläse 7 angeordnet ist. Mit der Sperrschicht 4 sind Luftleitelemente 6 fest verbunden oder einstückig aus­ gebildet. Die Luftleitelemente 6 stehen senkrecht von der Sperrschicht 4 ab und durchragen den Polsterkörper 1 bis zum Polsterbezug 2. Sie sind aus luftundurchlässigem, weichelastischem Material.
An dem Rahmen 3a ist eine Sitzverkleidung 5 angebracht, die einen Luftkanal 8 zwischen sich und der Sperrschicht 4 frei läßt. Der Luftkanal 8 leitet den Luftstrom zum Fußraum un­ terhalb des Kraftfahrzeugsitzes. Der Nackenbereich der Rüc­ kenlehne ist durch eine Quersperre 4b von dem durch das Gebläse 7 erzeugten Luftstrom abgeschnitten, weil Sitzbe­ nutzer im Nacken häufig empfindlich gegen Zugluft sind.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Rücken­ lehne sind zwei Gebläse 7 im oberen Bereich der Rückenlehne angeordnet. In dem Polsterkörper 1 erstrecken sich unter­ halb der Gebläse 7 in mehreren parallelen Längsebenen senk­ recht zur Zeichenebene verlaufende, stegartige Luftleitele­ mente 6, die in Längsschlitze 1a des Polsterkörpers 1 ein­ gesteckt sind.
In Längsrichtung der Rückenlehne sind dabei mehrere Luft­ leitelemente 6 mit Abstand hintereinander angeordnet. Zwei in zueinander benachbarten Längsebenen angeordnete Luft­ leitelemente 6 bilden zwischen sich in dem Polsterkörper 1 jeweils einen Luftkanal, der die Luftströmung im Polster­ körper 1 in Längsrichtung ausrichtet und eine großflächige Verwirbelung der Luft verhindert. Benachbart zueinander verlaufende Luftkanäle sind durch die Zwischenräume der hintereinander angeordneten Luftleitelemente 6 miteinander verbunden. Der Strömungswiderstand des aus Fasermaterial bestehenden Polsterkörpers 6 wird durch die Luftleitelemen­ te 6 verringert und die Luftströmung gleichmäßig über die Sitzfläche des Kraftfahrzeugsitzes verteilt.
Die in Fig. 3 dargestellte zweite Ausführungsform der Rüc­ kenlehne unterscheidet sich von der vorhergehenden ledig­ lich durch die Form, Größe und Anordnung der Luftleitele­ mente 6' und 6". Sie sind in zum Polsterbezug 2 parallel verlaufenden Querschnitten keilförmig ausgebildet. Sie wei­ sen mit ihrer Spitze in Richtung der Gebläse 7. Die Luftleitelemente 6' verfügen über einen größeren Keilwinkel als die Luftleitelemente 6", die dichter an den Gebläsen 7 an­ geordnet sind. Dadurch ergeben sich in Strömungsrichtung unterschiedlich große Strömungsquerschnitte in dem Polster­ körper 1', die zu einer gleichmäßigen Druckverteilung auf der Oberseite der Rückenlehne führen. Eine großflächige Verwirbelung der Luft im Polsterkörper 1' wird auch mit diesen Luftleitelementen 6' und 6" vermieden.
Als Gebläse 7 kann sowohl ein Druckluft- als auch ein Saug­ luftgebläse verwendet werden. Bei einem Saugluftgebläse wird die Luft durch den luftdurchlässigen Polsterbezug 2 angesaugt und parallel zum Polsterbezug 2 im Polsterkörper 1 oder 1' nach oben geführt. Dadurch kann die Oberfläche der Rückenlehne abgekühlt und Transpirationsfeuchtigkeit aus der Kontaktfläche mit dem Sitzbenutzer abgeführt wer­ den. Die angesaugte Luft wird durch den Luftkanal 8 ausge­ blasen.

Claims (9)

1. Kraftfahrzeugsitz mit einer Tragstruktur (3) für einen Sitzteil und/oder eine Rückenlehne, einem mit der Trag­ struktur (3) verbundenen luftdurchströmbaren Polsterkör­ per (1; 1'), der auf der dem Sitzbenutzer zugekehrten Seite von einem luftdurchlässigen Polsterbezug (2) und auf der der Tragstruktur (3) zugewandten Seite mit einer luftundurchlässigen Sperrschicht (4) überspannt ist, die eine Öffnung (4a) für ein Gebläse (7) aufweist, das Luft unterhalb des Polsterbezugs (2) parallel zu diesem durch den Polsterkörper (1; 1') transportiert, dadurch gekennzeichnet, daß in den Polsterkörper (1; 1') den Luftstrom in Längs­ richtung des Sitzteils bzw. der Rückenlehne leitende Luftleitelemente (6; 6'; 6") eingebettet sind.
2. Kraftfahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitelemente (6; 6'; 6") mit der luftun­ durchlässigen Sperrschicht (4) dicht verbunden sind.
3. Kraftfahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitelemente (6; 6'; 6") sich im wesentli­ chen in parallel zueinander und senkrecht zum Polsterbezug (2) verlaufenden Längsebenen der Rückenlehne bzw. des Sitzteils und etwa bis zum Polsterbezug (2) erstrec­ ken.
4. Kraftfahrzeugsitz nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der luftdurchlässige Polsterkörper (1) mit Längs­ schlitzen versehen ist, in die die Luftleitelemente (6) einsteckbar sind.
5. Kraftfahrzeugsitz nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Längsebene mehrere Luftleitelemente (6; 6'; 6") hintereinander angeordnet sind.
6. Kraftfahrzeugsitz nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitelemente (6'; 6") in parallel zum Pol­ sterbezug (2) verlaufenden Querschnitten keilförmig aus­ gebildet sind.
7. Kraftfahrzeugsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen der keilförmig ausgebildeten Luftleite­ lemente (6'; 6") in Luftstromrichtung weisen.
8. Kraftfahrzeugsitz nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmig ausgebildeten Luftleitelemente (6'; 6") unterschiedliche Keilwinkel aufweisen.
9. Kraftfahrzeugsitz nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitelemente (6; 6'; 6") aus weichelasti­ schem Material bestehen.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19804284A1 (de) * 1998-02-04 1999-08-05 Daimler Chrysler Ag Fahrzeugsitz

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