DD260752A1 - Verfahren zur kontinuierlichen trocknung und thermischen behandlung von haufwerk - Google Patents

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DD260752A1 DD30393587A DD30393587A DD260752A1 DD 260752 A1 DD260752 A1 DD 260752A1 DD 30393587 A DD30393587 A DD 30393587A DD 30393587 A DD30393587 A DD 30393587A DD 260752 A1 DD260752 A1 DD 260752A1
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Wolfgang Michel
Heinz Paul
Dieter Koestler
Sonja Trippler
Georg Guenther
Burkhard Schulze
Ruediger Schuette
Holger Lippoldt
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Kali Veb K
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur kontinuierlichen Trocknung und thermischen Behandlung von Haufwerk mit einem breiten Kornspektrum in einem mehrstufigen Prozess. Erfindungsgemaess wird Kalisalz in der Sprudelschicht einer Vorstufe fluidisiert, dabei zerkleinert und nicht zerkleinerbare Teile abgeschieden. Der Fluidisierungsstrom gelangt mit dem Kalisalz in eine Trocknungsstufe zur Trocknung und Klassierung in Grob- und Feinkorn und anschliessenden getrennten thermischen Behandlung zur Abroestung von Flotationsmittelrueckstaenden. In den thermischen Behandlungsstufen und der Trocknungsstufe wird direkt Rauchgas einer Brennkammer als Wirbelmedium eingesetzt und das flotationsmittelbeladene Abgas im Kreislauf zur Abproduktverbrennung der Brennkammer wieder zugeleitet. Dadurch erfolgt eine umweltgerechte Abproduktbeseitigung. Durch einen fluessigen Waermetraeger, der in der Brennkammer aufgeheizt wird, erfolgt im Kreislauf ein weiterer Waermeeintrag in die thermischen Behandlungsstufen und die Trocknungsstufe. Fuer die Trocknungsstufe ist als Wirbelmedium entweder der eigene Abdampf im Kreislauf oder ein Abgasteilstrom der Grobkornstufe vorgesehen. Fig. 1

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur kontinuierlichen Trocknung und thermischen Behandlung von Haufwerk mit einem breiten Kornspektrum, insbesondere von Flotations-Kalisalzen, in einem mehrstufigen Prozeß.
-2- ^DU /ΟΔ
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Im technologischen Prozeß der Kalidüngemittelaufbereitung ist neben der Trocknung auch eine Granulation des Feinkornanteils aus der Aufbereitung des Salzes durchzuführen. Die Granulation erfolgt durch Kompaktieren und anschließendes Zerkleinern und Klassieren. Bei der Verarbeitung von dem in einem vorgeschalteten Flotationsprozeß gewonnenen Ausgangsprodukt behindern die auf der Kornoberfläche haftenden Flotationsmittelanteile, zum Beispiel Fettamine, den Kompaktierungs- und Nachbehandlungsvorgang und müssen durch eine thermische Behandlung beseitigt oder zerstört werden. (DE AS 17 58978) Es ist bekannt, diese thermische Behandlung in einem einstufigen Wirbelschichtfließbett durchzuführen. Für ein Einsatzprodukt mit einem breiten Kornspektrum, vor allem mit einem hohen Feinkornanteil, erweist es sich als Nachteil, daß aufgrund der pneumatischen Bedingungen einer Wirbelschicht für die Staub- und Feinkornanteile nur geringe Verweilzeiten realisierbar sind und damit eine ungenügende Wärmebehandlung erfolgt. Der Versuch, diesen Nachteil durch einen hohen Temperaturgradienten des wärmeeintragenden Wirbelmediums zu kompensieren, wirkt sich durch Schmelz- und Sintererscheinungen im Apparat, in werkstofftechnischen Problemen sowie in einem schlechten energetischen Wirkungsgrad negativ aus. Da gerade die Feinkornfraktionen aufgrund ihrer spezifischen Oberfläche die weitaus größten Flotationsmittelanteile tragen, ist die Effektivität einstufiger Fließbettapparate in bezug auf die Flotationsmittelbeseitigung sehr schlecht. Zur Reaktivierung verunreinigter Aktivkohle ist es bekannt, zwei Wirbelbetten übereinander anzuordnen und das Verfahren zweistufig durchzuführen. Da aber bekanntlich die Dichte von verunreinigter Aktivkohle höher ist als die Dichte von teilweise oder vollständig reaktivierter Aktivkohle, ist es erforderlich, für das obere Wirbelbett einen höheren Treibgasdurchsatz vorzusehen. Dieses erfolgt, indem entweder in den freien Raum unterhalb des oberen Wirbelbettes zusätzlich Treibgase eingeführt werden oder indem das obere Wirbelbett einen 10 bis 30% kleineren Durchmesser als das untere Wirbelbett besitzt. Die Überleitung der Aktivkohleteilchen vom oberen zum unteren Wirbelbett erfolgt über mit gasdichten Feststoffschleusen ausgestattete Rohre, die im Bereich der oberen Wirbelschicht aus dem Apparat herausgeführt und oberhalb der unteren Wirbelschicht wieder hineingeführt werden (DE-PS 2813227).
Dieses Verfahren ist aber für die thermische Behandlung von Haufwerk mit einem großen Kornspektrum, wie Kalisalzen, nicht einsetzbar, da dabei die gleichen nachteiligen Bedingungen bezüglich der Fein- und Grobkombehandlung eintreten, die oben bereits dargestellt wurden.
Für die Trocknung von Rohbraunkohle ist ein einstufiger Wirbelschichttrockner bekannt, bei dem als Wirbelmedium der abgeführte und ohne andere gasförmige Verunreinigungen oder Beimengungen vorliegende gesättigte Dampf aus dem Prozeß selbst eingesetzt wird, der bei der Übertragung seiner Wärmeenergie auf das Wirbelschichtbett kondensiert. Dabei wird zusätzlich durch einen zweiten Wärmeträger, in einer Versuchsanlage Elektroenergie, indirekt in die Wirbelschicht eingetragen. Aus den aus der Wirbelschicht austretenden Abgasen beziehungsweise -dämpfen wird das mitgeführte Feinkorn abgeschieden und anschließend erneut der Wirbelschicht zugeführt. (DE-PS 2901723)
Auch dieses Verfahren ist einerseits wegen seiner Einstufigkeit, wie oben bereits beschrieben, nicht einsetzbar. Zum anderen ist durch die Kreislauffahrweise mit dem gesättigten Dampf des ausgetriebenen Mediums zwar ein Trocknungseffekt zu erreichen, aber die vorgesehene thermische Flotationsmittelbeseitigung ist nicht zu realisieren. Hinzu kommt als Nachteil, daß durch die Wiederzuführung desxnit dem Wirbelmedium ausgetragenen und davon wieder abgetrennten Feinkornanteiles des zu behandelnden Feststoffes das Wirbelbett ungünstig beeinflußt wird.
In einem weiteren bekannten Verfahren zur Trocknung und Vorerhitzung von Kokskohle mit breitem Kornspektrum, wobei ein heißes gas-oder dampfförmiges Wirbelmedium und indirekt Wärmeaustauscherflächen zur Wärmeeintrag vorgesehen sind, ist es vorgesehen, das Problem der unterschiedlichen Verweilzeit von Grob- und Feinkorn in der Wirbelschicht dadurch zu lösen, daß die Zuführung des Wirbelmediums so zu bemessen ist, daß die Grobkornfraktion nicht im Schwebezustand gehalten wird, sondern nach unten ausfällt und mechanisch abgeführt wird. Dieses Verfahren ist dort deshalb anwendbar, da vor allem dabei auf den Abfall von Grobkorn Wert gelegt wird. (DE-OS 3425061)
Für die Behandlung des gesamten zugeführten Eintragsgutes, insbesondere aber der intensiveren thermischen Behandlung des Feinkornanteils ist dieses Verfahren nicht geeignet.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, die Effektivität der thermischen Behandlung tensidbehafteter Salze hinsichtlich der Trocknung, Flotationsmittelbeseitigung und des dam it verbundenen Energieeinsatzes zu verbessern, wobei die Umweltbelastung minimiert wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, eine gleichmäßige thermische Behandlung des gesamten Kornspektrums der zugeführten Kalisalze durchzuführen. Dabei soll eine wärmetechnische und pneumatische Kopplung der Trocknung und der thermischen Behandlung des Einsatzgutes erfolgen.
Die durch die Flotationsmittelbeseitigung anfallenden Abprodukte sind dabei weitestgehend umweltgerecht zu beseitigen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in einer Vorstufe der Feststoffeintrag pneumatisch fluidisiert und pulsiert wird und dabei das Feststoffagglomerat zerkleinert und nicht zerkleinerbare Agglomerate abgetrennt und abgeführt und diefluidisierbaren FeststoffanteiIe in eine Trocknungsstufe eingebracht werden. Iη der Trocknungsstufe erfolgt eine Klassierung und gleichzeitige Trocknung, so daß die gröberen Fraktionen über ein Wehr und die feinen Fraktionen mit dem Gasstrom ausgetragen werden. Die feinen Fraktionen werden ausschließlich durch eine Gas-Feststofftrennung aus dem Gasstrom abgetrennt. Die getrennt ausgetragenen Fraktionen aus der Trocknungsstufe werden durch Schwerkraft je einer thermischen Behandlungsstufe zum thermischen Austreiben flüchtiger Bestandteile zugeführt. Dabei sind die thermischen Behandlungsstufen und die Trocknungsstufe thermisch so miteinander verbunden, daß eine kaskadenartige Nutzung sowohl des Wirbelmediums als auch des indirekten Wärmeträgers gleichgerichtet vorgenommen wird.
-a- ^DU ΙΌ£.
In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß in einer Brennkammer heißes Rauchgas erzeugt wird, da's als Fluidisierungsmittel nacheinander vollständig der Grobkornstufe und deren Abgas in einem Teilstrom der Feinkornstufe zugeleitet werden, wonach das mit flüchtigem Trennprodukt beladene Abgas der Feinkornstufe mit Frischluft gemischt der Brennkammer zur Trennproduktverbrennung wieder zugeführt wird. Der andere Teilstrom des Abgases der Grobkornstufe wird' direkt als Wirbelmedium oder indirekt zur Überhitzung eines dampfförmigen Wirbelmediums für die Trocknungsstufe eingesetzt. Eine besondere Ausführung der Erfindung sieht vor, daß bei einem Eingangsprodukt mit einem Feuchtegehalt > 2 Ma.-% für die Trocknungsstufe als Fluidisierungsmittel ausschließlich beim Trocknen entstehender Dampf im Kreislauf gefahren und dabei Überschußdampf ausgekreist wird und der Abgasteilstrom aus der Grobkornstufe zur Überhitzung des Kreislaufdampfes vor dem Eintritt in die Trocknungsstufe Verwendung findet. Bei einem Feuchtegehalt des Eingangsproduktes < 2 Ma.-% wird der Abgasteilstrom der Grobkornstufe als Fluidisierungsmittel der Trocknungsstufe direkt zugeführt, wobei gegebenenfalls ein äußerer Fremdgasstrom diesem Abgasteilstrom zugemischt wird. Eine andere Ausführung sieht vor, daß in der Brennkammer in einem Wärmeübertrager ein flüssiger Wärmeträger aufgeheizt wird, der nacheinander seine Wärme über Wärmeübertragerflächen in der Grobkorn-und/oder Feinkornstufe und ausschließend in der Trocknungsstufe abgibt und danach im Kreislauf dem Wärmeübertrager in der Brennkammer wieder zugeleitet wird.
Für die Sichtung und Zerkleinerung des Feststoffagglomerates ist es vorgesehen, dieses in der Vorstufe in einer Sprudelschicht vorzunehmen.
Dabei wird in spezieller Weise vom Eingangsstrom der Sprudelschicht ein Eintragsstrom abgezweigt und in Pulsation versetzt. Mit diesem pulsierenden Eintragsstrom werden die Feststoffteilchen über einen Injektor in den oberen Bereich der Sprudelschicht horizontal eingetragen.
Eine weitere Ausführungsform sieht dabei vor, daß der pulsierende Eintragsstrom zwischen dem Wert „0" und einem Maximum periodisch wechselt und über die Verzweigung eine Rückkopplung der Volumenstrom- beziehungsweise Druckschwankungen auf den Fluidisierungsgasstrom der Sprudeischicht erfolgt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Trocknung und thermischen Behandlung von Haufwerk, insbesondere von Kalisalzen, hat folgende wesentliche Vorteile:
— Durch die Klassierung des Eintragsgutes in der Trocknungsstufe in eine Grobkorn- und eine Feinkornfraktion ist es möglich, innerhalb des Verfahrens eine getrennte und damit unterschiedliche thermische Behandlung der beiden Fraktionen durchzuführen.
— Die getrennte thermische Behandlung beider Fraktionen gestattet es, die beiden Wirbelschichten mit unterschiedlichen Fluidisierungsmittelströmen und unterschiedlichem Wärmeeintrag durch den indirekten Wärmeträgerstrom so einzustellen, daß entsprechend der Korngrößen des Eintragsstoffes eine unterschiedliche und optimale Verweildauer des Behandlungsgutes durchzuführen und damit die zielstellungsgemäße thermische Behandlung zu erreichen.
— Die Kreislauffahrweise des Rauchgases als Fluidisierungsmittel für die thermischen Behandlungsstufen, die eine Wiederzuführung des mit einem hohen Anteil an flüchtigem Trennprodukt beladenen Abgases der Feinkornstufe zur Verbrennung dieses Trennproduktes in der Brennkammer vorsieht, erbringt einerseits eine umweltgerechte Beseitigung dieses Trennproduktes und andererseits wird dabei der Anteil des Fremdbrennstoffes zum Betreiben der Brennkammer beträchtlich gesenkt, also Brennstoff eingespart. Der nach der Grobkornstufe abgezweigte Abgasteilstrom zur Fluidisierung der Trocknungsstufe oder zur indirekten Aufheizung des Fluidisierungsmittels enthält nur einen geringen Anteil des flüchtigen Trennproduktes.
— Der Einsatz der pulsierenden Sprudelschicht für den Feststoffeintrag in die Trocknungsstufe bewirkt ein zusätzliches Aussortieren von großstückigen Anteilen vor der Klassierung, um so das Verfahren homogener ablaufen zu lassen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden, wobei das Verfahren anhand des Feststoffdurchlaufes eines zu trocknenden und thermisch zu behandelnden Flotationskalisalzes beschrieben wird.
Figur 1: das technologische Fließschema des erfindungsgemäßen Verfahrens Figur 2: das Prinzip des pneumatischen Feststoffeintrags für die Trocknungsstufe in der Vorderansicht, Figur 3: eine Seitenansicht zu Figur 2.
Um ein agglomeratfreies Eintragsgut zu erhalten, wird das Kalisalz pneumatisch in eine Vorkammer der Sprudelkammer 1 eingetragen. Ein Pulsator 2 versetzt den Eintragsstrom 7 des Eintragsgasstromes 3 in periodische Druckschwankungen. Mit diesem pulsierenden Volumenstrom werden über einen Injektor 4 die Feststoffteilchen in die Sprudelkammer 1 eingeführt. Eine Feststoffschleuse 5 schließt die Zuführung der Teilchen des Kalisalzes gasdicht ab. Von dem Eintragsstrom 3 zweigt ein Fluidisierungsgasstrom 6 vor dem Pulsator 2 ab, der im unteren Ende der Sprudelkammer 1 einmündet und die Fluidisierung der Sprudelschicht bewirkt. Durch das periodische Pulsieren des Eintragsstromes 7 zwischen einem Minimum und einem Maximum werden die Volumenstrom- beziehungsweise Druckschwankungen auf den abgezweigten Fluidisierungsgasstrom 6 übertragen und bewirken damit auch ein Pulsieren der Sprudelschicht in der Sprudelkammer 1, wodurch die erosive Wirkung der Sprudelschicht verstärkt wird. Der mit Feststoffteilchen beladene pulsierende Eintragsstrom 7 mündet oberhalb des Fluidisierungsgasstromes 6 etwa horizontal in die Sprudelschicht ein. Dadurch kreuzen sich horizontale und vertikale Teilchenbahnen in der Sprudelschicht, so daß durch Zusammenstöße Agglomerate zerstört werden. Dabei trägt die Pulsation zur Teilchenzerkleinerung bei. Nicht zerkleinerbare Agglomerate wwerden über eine Feststoffschleuse 8 aus der Sprudelschicht abgeführt. Diese abgeführten, nichtzerkleinerten Feststoffe können gesondert behandelt oder später dem Endprodukt zugemischt werden.
Die fluidisierten Teilchen der Sprudelschicht werden über ein Wehr 9 in den Beruhigungsraum 10 der Trocknungsstufe 11 eingetragen.
Zu der Trocknungsstufe 11, in der gleichzeitig eine Klassierung des Feststoffeintrages vorgenommen wird, erzeugt ein in entsprechenden Größen zu regelnder Volumenstrom des Fluidisierungsmediums 12 das Wirbeln des Haufwerkes und den Austrag in etwa gleich großen Massenströmen eines Wehrüberlaufes für die Grobkornfraktion und des pneumatischen
Austrages der Feinkornfraktion. Bei etwa gleich großen Austragsmengen der beiden Fraktionen, die etwa eine angeglichene Apparategeometrie für die einzelnen Stufen erlauben, ergeben sich in den nachgeschalteten thermischen Behandlungsstufen etwa doppelte Verweilzeiten für das Behandlungsgut gegenüber der Verweilzeit in der Trocknungsstufe 11. Die Trocknung und gleichzeitige Klassierung der Kalisalze in der Trocknungsstufe 1T wird mit einer Schichttemperatur von maximal 15O0C durchgeführt, wobei der Wärmeeintrag einerseits durch das Fluidisierungsmedium 12 und andererseits über in die Wirbelschicht eingetauchte Wärmeübertragerflächen 13 erfolgt. Als Fluidisierungsmedium 12 dient der bei der Trocknung des Kalisalzes entstehende Dampf, der im Kreislauf geführt wird. Dieser Kreislaufdampf wird als mit der Feinkornfraktion beladener Abdampf aus der Trocknungsstufe 11 abgeführt. In einer Gas-Feststofftrennung 14 wird die Feinkornfraktion aus dem Dampfstrom abgeschieden. Aus dem Dampfstrom kann Überschußdampf ausgekreist werden, der in einem Kondensatabscheider 15 "kondensiert wird. Der Restdampf wird in einem Überhitzer 16 aufgeheizt und als Fluidisierungsmedium 12 der Trocknungsstufe 11 wieder zugeführt. Zur Überhitzung des Dampfes im Überhitzer 16 findet ein Abgasteilstrom 26 der Grobkornstufe 21 Verwendung. Als Fluidisierungsmedium 12 für die Trocknungsstufe 11 kann aber auch der Abgasteilstrom 26 direkt eingesetzt werden. Diesem Abgasteilstrom 26 kann gegebenenfalls ein äußerer Fremdgasstrom zugemischt werden. In diesem Falle steht das aus der Gas-Feststofftrennung 14 abgeschiedene Abgas-Dampfgemisch für andere Zwecke zur Verfügung.
Die aus der Trocknungsstufe 11 über den Abdampf ausgetragene und in der Gas-Feststofftrennung 14 abgeschiedene Feinkornfraktion und die über ein Wehr 17 ausgetragene Grobkornfraktion werden außerhalb der Apparatur durch Schwerkraft über gasdichte Feststoffschleusen 18 und 19 in die Feinkornstufe 20 beziehungsweise die Grobkornstufe 21 geführt, in denen eine thermische Behandlung bei cirka300bis350°C mit dem Ziel erfolgt, die Flotationsmittelbeladung des Ausgangsgutes von 300 bis 700 g/t auf < 100 g/t zu verringern. In einer Brennkammer 22 wird ein Rauchgas 23 mit einer Temperatur von 400 bis 450°C erzeugt und als Wirbelmedium der Grobkornstufe 21 zugeführt. Das Abgas 24 der Grobkornstufe 21 wird in die Abgasteilströme 25 und 26 aufgeteilt, von denen der Abgasteilstrom 25 der Feinkronstufe 20 als Wirbelmedium zugeführt wird, während der Abgasteilstrom 26 direkt als Fluidisierungsmedium 12 der Trocknungsstufe 11 zugeführt wird oder als Wärmeträger für die Überhitzung des Fluidisierungsmediums 12 dient.
Aufgrund der pneumatischen Bedingungen ist zur Fluidisierung der Feinkornstufe 20 nur etwa V20 des Volumenstromes der Grobkornstufe 21 erforderlich.
Da mit dem geringen Abgasteilstrom 25 der notwendige Wärmeeintrag für die Feinkornstufe 20 nicht gedeckt ist, sind in der Wirbelschicht Wärmeübertragungsflächen 27 eingetaucht. In der Grobkornstufe 21 und in der Feinkornstufe 20 werden bei der thermischen Behandlung Flotationsmittelanteile, die sich auf der Oberfläche der Kalisalzteilchen befinden, abgeröstet und verlassen die thermischen Behandlungsstufen jeweils mit dem Abgas. Die thermisch fertig behandelten Kalisalzanteile verlassen die Feinkornstufe 20 über eine Austragsschleuse 28 und die Grobkornstufe 21 über eine Austragsschleuse 29. Die beiden getrennten Grob-und Feinkornströme können im Bedarfsfalle später wieder gemischt werden. Der die Feinkornstufe 20 verlassende und stark mit Flotationsmittelanteilen angereicherte Abgasstrom 30 wird unter Zumischung von Frischluft 31 der Brennkammer 22 zur Verbrennung der Flotationsmittelanteile, und damit zu ihrer umweltfreundlichen Beseitigung, im Kreislauf wieder zugeführt, so daß dadurch außerdem ein Teil des zur Beheizung der Brennkammer 22 erforderlichen Brennstoffes 32 eingespart wird. In der Brennkammer 22 ist außerdem ein von einem flüssigen Wärmeträger durchströmter Wärmeübertrager 33 angeordnet.
Der flüssige Wärmeträger wird in dem Wärmeübertrager 33 in der Brennkammer 22 aufgeheizt. Er sorgt einerseits für den Eintrag der erforderlichen Wärme in die Feinkornstufe 20 über die Wärmeübertragerflächen 27 und danach, in der Temperatur bereits abgesenkt, in die Trocknungsstufe 11 über die Wärmeübertragerflächen 12, ehe er im Kreislauf in den Wärmeübertrager 33 zu rückgeführt wird. Andererseits dient die Anordnung des Wärmeübertragers 33 in der Brennkammer 22 auch der Absenkung beziehungsweise Einstellung der Temperatur des Rauchgases 23 als Wirbelmedium für die Grobkornstufe 21.

Claims (8)

1. Verfahren zur kontinuierlichen Trocknung und thermischen Behandlung von Haufwerk mit breitem Kornspektrum, insbesondere von flotationsmittelbehafteten Kalisalzen, in einem mehrstufigen Prozeß, wobei in allen Stufen eine Fluidisierung des zu trocknenden beziehungsweise thermisch zu behandelnden Stoffes so erfolgt, daß der Wärmeeintrag indirekt durch einen Wärmeträger und/ oder direkt durch heiße Wirbelgase vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Vorstufe der Feststoffeintrag pneumatisch fluidisiert wird, dabei das Feststoffagglomerat zerkleinert und nicht zerkleinerbare Agglomerate abgetrennt und abgeführt und die fluidisierbaren Feststoffanteile einer Trocknungsstufe (11) zugeführt werden, in der eine Klassierung und gleichzeitigeTrocknung so erfolgt, daß die gröberen Fraktionen aus dieserStufe über ein Wehr (17) und die feinen Fraktionen mit dem Gasstrom ausgetragen und anschließend durch eine Gas-Feststofftrennung (14) aus dem Gasstrom abgetrennt werden, worauf die getrennt ausgetragenen Fraktionen derTrocknungsstufe (11) durch Schwerkraft je einer thermischen Behandlungsstufe (20, 21) zum thermischen Austreiben flüchtiger Bestandteile zugeführt werden, wobei die thermischen Behandlungsstufen (20, 21) und die Trocknungsstufe (11) thermisch so miteinander verbunden sind, daß eine kaskadenartige Nutzung sowohl des Wirbelmediums als auch des indirekten Wärmeträgers gleichgerichtet vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Brennkammer (22) heiße Rauchgase erzeugt werden, die als Fluidisierungsmittel nacheinandervollständig der Grobkornstufe (21) und deren Abgas (24) in einem Abgasteilstrom (25) der Feinkornstufe (20) zugeleitet werden, wonach das mit flüchtigem Trennprodukt beladene Abgas (30) der Feinkornstufe (20) mit Frischluft (31) gemischt der Brennkammer (22) zur Trennproduktverbrennung wieder zugeführt wird und der andere Abgasteilstrom (26) der Grobkornstufe (21) direkt als Fluidisierungsmedium (12) oder indirekt zur Überhitzung eines dampfförmigen Fluidisierungsmediums (12) für die Trocknungsstufe (11) eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Eingangsprodukt mit einem Feuchtegehalt > 2 Ma.-% für die Trocknungsstufe (11) als Fluidisierungsmittel ausschließlich beim Trocknen entstehender Dampf eingesetzt wird, der im Kreislauf gefahren und dabei Überschußdampf ausgekreist und der Abgasteilstrom (26) aus der Grobkornstufe (21) zur Überhitzung des Kreislaufdampfes vor dem Eintritt in die Trocknungsstufe (11) eingesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Eingangsprodukt mit einem Feuchtegehalt < 2 Ma.-% der Abgasteilstrom (26) aus der Grobkornstufe (21) als Fluidisierungsmittel (12) derTrocknungsstufe (11) direkt zugeführt wird, wobei diesem Abgasteilstrom (26) gegebenenfalls ein äußerer Fremdgasstrom zugemischt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Brennkammer (22) in einem Wärmeübertrager (33) ein flüssiger Wärmeträger aufgeheizt wird, der nacheinander seine Wärme über Wärmeübertragerflächen (27,13) in der Grobkorn- und/oder Feinkornstufe (21, 20) und anschließend in der Trocknungsstufe (11) abgibt und danach im Kreislauf dem Wärmeübertrager (33) in der Brennkammer (22) wieder zugeleitet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtung und Zerkleinerung des Feststoffagglomerates in der Vorstufe in einer Sprudelschicht vorgenommen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß vom Eingangsgasstrom (3) der Sprudelschicht ein Eintragsstrom (7) abgezweigt und in Pulsation versetzt wird und mit diesem pulsierenden Eintragsstrom (7) über einen Injektor (4) die Feststoffteilchen in den oberen Bereich der Sprudelschicht horizontal eingetragen werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsation im Eintragsstrom (7) zwischen einem Minimum und einem Maximum periodisch wechselt und über die Verzweigung eine Rückkopplung der Volumenstrom- beziehungsweise Druckschwankungen auf den Fluidisierungsgasstrom (6) der Sprudelschicht vorgesehen ist.
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