DD140010B1 - Nachspannfreie spannvorrichtung fuer spannbare siebboeden - Google Patents
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Description
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Nachspannfreie Spannvorrichtung für spannbare Siebböden
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine nachspannfreie Spannvorrichtung für spannbare Siebboden, insbesondere angewandt bei Siebmaschinen, die in der Aufbereitungstechnik eingesetzt werden*
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bas Spannen von spannbaren Siebböden erfolgt überwiegend durch Spannschrauben· Hierbei wird der Siebboden an beiden Enden mit Spannfalzen aus Blech versehen« Der eine Spannfalz des Siebbodens wird bei der Längs spannung in eine fest im Siebkasten befestigte Halterung und bei der Querspannung in eine lösbare Halterung eingehakt,. Sie Begriffe Längs- und Querspannung beziehen sich hierbei auf die Spannrichtung des Siebbodens in Bezug auf die Förderrichtung des Siebgutes* Der zweite Spannfalz wird in ein Spannelement eingehakt, an welchem Spannschrauben befestigt sind, mit denen das Spannen des Siebbodens erfolgt« Auch das direkte Befestigen der Spannschrauben an dem zweiten spannfalz ist gebräuchlich. Gespannte Siebböden müssen abgestützt werden« Biese Abstützung erfolgt vorzugsweise durch überhöht auf Querträgern angeordnete Holzleisten mit verschiedenem Querschnitt oder Gummi profile mit ebener Auflagefläche für den Siebboden« Gespannte Siebböden erfordern während ihrer Einsatzzeit ein mehrmaliges Nachspannen« Erfolgt dieses Nachspannen nicht schlagen die Siebböden auf die Unterstützungen auf und es treten die sogenannten Flatterbrüche der Siebböden auf, wodurch die Siebböden schon nach kurzer Zeit unbrauchbar werden« Die mögliche Binsatzdauer der Siebboden bis zum Unbrauchbarwerden durch Verschleiß beträgt jedoch ein Mehrfaches an Zeit« Eine weitere Folge des nicht durchgeführten Nachspannens können Abreißen der Spannschrauben und Brechen der Spannelemente sein«
Um ein Nachspannen der Siebböden zu vermeiden ist es bekannt, den Siebboden in Längs- und Querrichtung durch direkt am Siebboden angreifende federnde Elemente zu spannen· Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß bei Siebmaschinen durch die Federn auf den Siebboden zusätzliche Schwingungen übertragen werden, die das Klassierungsverhalten der Siebmaschine negativ beeinflussen« Des we it er en ist bekannt, die Siebböden nur in Längsrichtung durch federnde Mittel, die am Siebkasten befestigt sind, zu spannen und durch die federnden Mittel die Längungen des Siebbodens auszugleichen* Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß die gesamte Schwingbelastung des Siebbodens auf die Spannelement e übertragen wird, wodurch die Gefahr des Abreißens der Spannelemente vergrößert wird«
Weiterhin ist bekannt, den Siebboden durch hydraulische Spannainrichtungen zu spannen« Diese hydraulischen Spanneinrichtungen gestatten zwar durch Bins atz von Manometern eine genaue Einstellung der Spannkraft, erfordern aber eine ständige Kontrolle und Korrektur der Spannkraft, da durch den ständigen Einfluß der Zentrifugalkraft auf die Dichtungen der Spannsinrichtungen deren Funktion durch Druckabfall negativ beeinflußt wird«
Beim Spannen von mehreren hintereinander angeordneten Siebböden ist es bekannt, die erforderliche Spannkraft durch eine hydraulische Spannvorrichtung zu erzeugen und diese durch Federelemente während der Betriebszeit aufrecht zu erholten« Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß auf Grund der auftretenden Reibungswiderstände beim Spannen der Siebböden die Spannkraft von Siebboden zu Siebboden geringer wird« Das hat zur Folge, daß nicht alls Siebböden glei-chmäßig gespannt werden und dadurch die Gefahr von Flatterbrüchen gegeben ist«
Weiterhin ist bekannt, bei Siebböden, bei denen die Schwingungen direkt eingetragen werden, zur Vermeidung von örtlichen Überanspruchungen den Siebboden durch von oben wirkende Dampfungsf edern abzupuffern«
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Flatterbrüche an Siebboden sowie ein Abreißen der Spannschrauben und Brechen der Spannelemente weitestgehend zu vermeiden, die Standzeit der Siebboden zu erhöhen und die Wartungs- und Reparaturzeiten sowie die Produktionsausfälle zu senken«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, die Siebboden von Siebmaschinen in Längs- oder Querrichtung se zix spannen, daß die eingebrachte Spannkraft nahezu konstant gehalten, die Längendehnung des Siebbodens ausgeglichen und das Aufschlagen des Siebbodens vermieden wird und die Einwirkung der Zentrifugalkraft auf das Spannelement weitgehend verhindert wird« Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einem längsgespannten Siebboden der eine Spannfalz in eine fest am Siebkasten befestigte Halterung eingehakt wird und der andere Spannfalz in ein Spannelement eingehakt wird, an dem mehrere Spannschrauben befestigt sind« Die Spannschrauben werden durch am Siebkasten befestigte Rohre hindurchgeführt. Auf die Spannschrauben wird jeweils ein vorgespanntes Federelement bis zum Anliegen an das Bohr geschoben. Das Federelement besteht vorzugsweise aus einer Schraubenfeder mit niedriger Federkonstante, die zwischen zwei Federtellern angeordnet ist und durch Schrauben mit dem Anteil der erforderlichen GesamtSpannkraft des Siebbodens, der auf eine Spannschraube entfällt, vorgespannt ist. Danach wird auf die Spannschraube eine Mutter soweit geschraubt bis die Schrauben, mit denen die Schraubenfedern vorgespannt wurden,-vollständig entlastet sind. Zur Vermeidung der negativen Einflüsse, die durch die Schwingbewegung des Siebkastens in dem Spannelement hervorgerufen werden, erfolgt eine Vertikalarretierung des Spannelements bei längsgespannten Siebböden. Die Vertikalarretierung erfolgt derart, daß durch je eine Öffnung in den beiden Seitenwänden des Siebkastens ein Bolzen mit Gewindestück in das Spannelement geschraubt wird. Der jeweils aus dem Siebkasten herausragende Teil des Bolzens wird in einem Schlitten verklemmt, der vorzugsweise durch vorgespannte Schraubenfedern zwischen zwei horizontalen Führungen gleitfähig gelagert ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 : die Draufsicht einer Siebmaschine mit der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung
Fig. 2 » den Schnitt A-A nach Figur 1 Fig. 3 : die Einzelheit Z gemäß Figur 1
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Spannen des Siebbodens 2 besteht aus einem Spannelement 8, an dem mehrere Spannschrauben 12 befestigt sind· Die ,Spannschrauben 12 werden durch jeweils ein an der Stirnwand 9 des Siebkastens 3 befestigtes Bohr 13 geführt und mit je einem vorgespannten Pederelement 10 versehen. In den Seitenwänden 17 des Siebkastens 3 ist eine Öffnung 16 durch die ein Bolzen 15 geführt wirds der in das Spannelement S eingeschraubt wird. Durch KLeimschrauben 18 wird der Bolzen 15 in einer Klemmvorrichtung 20 festgeklemmt, die zwischen zwei Gleitschienen 23 angeordnet ist. Die Klemmvorrichtung 20 ist mit Druckfedern 19 versehen, um so das Verschieben der Klemmvorrichtung 20 epischen den Gleitschienen 23 zu ermöglichen. Die Punktionsweise der erfindungsgemäSen Spannvorrichtung ist folgende: Zum Spannen des Siebbodens 2 in Längsrichtung wird der eine Spannfalz 1 des Siebbodens 2 in die fest am Siebkasten 3 angebrachte Halterung 4 eingehakt. Danach wird der Siebboden 2 auf die Auflageleisten 5, vorzugsweise Gummileisten, die auf den Querträgern 6 in U-förmigen Blechprofilen 7 angeordnet sind, aufgelegt, wobei der Querschnitt der Gummi.leisten vorzugsweise ein Rechteck mit aufgesetztem Halbkreis ist. Der zweite Spannfalz 27 wird in das Spannelement S eingehakt und dieses soweit zur Stirnviand 9 des Siebkastens 3 geschoben, bis der Siebboden 2 faltenfrei aufliegt. Über die gesamte 3reite des Siebbodens 2 sind an dem Spannelement 8 mehrere Spannschrauben 12 angeordnet» die durch jeweils ein an der Stirnwand 9 des Siebkastens 3 befestigtes Rohr 13 geführt werden. Auf die Spannschrauben 12 wird jeweils ein vorgespanntes Pederelement 10 bis zum Anliegen an das Rohr 13 geschoben. Das Federelement 10 besteht vorzugsweise aus einer Schraubenfeder 25 mit niedriger Pederkonstante. Das Pederelement 10 ist zwischen zwei Pedertellsrn 26 angeordnet und durch die Schrauben 11 mit dem auf ein Pederelement 10 entfallenden Anteil der Gesamtspannkraft des Siebbodens 2 vorgespannt» Danach werden die Sechskantmuttern 14 auf die Spannschrauben soweit aufgeschraubt bis sie am Federelement 10 anliegen. Danach erfolgt die vertikale und seitliche Arretierung des Spannelementas 8 indem durch die Öffnung 16 in den Sextenwänden 17 des Siebkastens 3 ein Bolzen 15 geführt und in das Spannelement 8 geschraubt wird. Durch Anziehen der Klemmschrauben 18 werden die Bolzen 15 in der Klemmvorrichtung 20 festgeklemmt. Die Klemmvorrichtung 20 ist zwischen jeweils zwei an den Seitenwänden 17 des Siebkastens 3 befestigten Gleitschienen 23 angeordnet und bilden somit die seitliche Führung 22 des Siebbodens 2. Nach dem Pestklemmen der Bolzen 15 werden die Schrauben 21 herausgedreht, wodurch die vorgespannten Druckfedern 19 entlastet werden und die Klemmvorrichtung 20 zwischen den beiden Gleitschienen 23 verschiebbar ist.
Anschließend werden die Sechskantmuttern 14 soweit angezogen bis die Schrauben 11 vollständig entlastet sind und entfernt werden können· Wenn die Federelemente 10 bereits vorher schon einmal im Einsatz waren, werden die Federelemente 10 soweit zusammengedruckt, daß der Spannungsverlust durch die eingetretene Dehnung des ausgebauten Siebbodens 2 wieder ausgeglichen ist« Als letztes wird die Sechskantmutter 14 durch eine zweite Sechskantmutter 24 gekontert und derSpannvorgang des Siebbodens 2 ist abgeschlossen« Bei Verwendung von mehreren Siebbeden im Siebkasten wird die erfindungsgemäße Spannvorrichtung bei jedem Siebboden eingesetzt« Der Ausbau des Siebbodens erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Einbaus«
Die während der Einsatzzeit eintretende Längenänderung (Dehnung) des Siebbodens 2 wird durch die Vorspannung der Federelemente 10 ausgeglichen« Dabei tritt gleichzeitig eine geringfügige Verminderung der durch die Federelemente 10 auf den Siebboden 2 ausgeübten Spannkraft ein, die sich jedoch nicht nachteilig auf die Einsatzdauer des Siebbodens auswirkt, da der VorSpannkraftverlust sehr klein ist«
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung bestehen darin, daß beim Betreiben der Siebmaschine ein Nachspannen des Siebbodens nicht erforderlich ist, da der Vorspannkraftverlust infolge der Dehnung des Siebbodens durch die vorgespannten Federelemente mit niedriger Federkonstante sehr klein gehalten wird und praktisch bedeutungslos ist« Dadurch werden Flatterbrüche weitestgehand vermieden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß durch die seitliche Führung des Spannelementes eine Vertikalbewegung rechtwinklig zur Spannebene des Siebbodens verhindert wird« Dadurch werden auch die negativen Einflüsse der durch die Schwingbewegung des Siebkastens in dem Spannelement hervorgerufenen Zentrifugalkräfte vermieden, wodurch ein Brechen der Spannelemente und Abreißen der Spannschrauben weitestgehend vermieden wird« Die seitliche Führung ist gleitfähig zwischen den Gleitschienen angeordnet und kann sich so Längenänderungen des Siebbodens leicht anpassen« Ein Vorteil ist weiterhin, daß beim Siebbodenwechsel nur wenige Prozent der erforderlichen Spannkraft neu aufgebracht werden müssen, da der Hauptanteil der erforderlichen Spannkraft in den Federelementen gespeichert ist, da sie vor dem Ausbau des Siebbodens durch Schrauben arretiert wurden« Der aufzubringende Anteil der Spannkraft entspricht der nur wenige Mill !meter betragenden Dehnung des Siebbodens während seiner Einsatzdauer multipiliziert mit der Federkonstante· Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, daß die Kontrolle des Vorhandenseins der erforderlichen Verspannkraft bei den Federelementen durch eine einfache Längenmessung der leicht zugängigen Federelemente mit allgemein gebräuchlichen Meßmitteln, wie z« B« Gliedermaßstäbe, durchzuführen ist, da sich die erforder-
liehe Vorspannkraft auf Grund der bekannten Federkennlinie des Ped er element es als festes Längenmaß ermitteln läßt, das dann der Kontrolle bzw· der Einstellung der V«x«bpannkx-aft Ьеіш. Einbau eisaos псигг. Siebboden^ zugrunde sales4" wird. Ein weiterar Vorteil der Erfindung ist, daß beim Spannen der Siebbeden keine Spezialwerkzeuge oder zusätzliche Geräte erforderlich sind, sondern nur allgemein gebräuchliche Werkzeuge«
Claims (3)
1· Nachspannfreie Spannvorrichtung für spannbare Siebböden, insbesondere für Siebmaschinen in der Aufbereitungstechnik, wobei die Spannkräfte des Siebbodens durch Federelemente aufrecht erhalten v/erden und mehrere Spannschrauben mit einem Spannelement verbunden sind, unter Verwendung von Fe dere leinen ten, gekennzeichnet dadurch, daß die mit dem Spannelement (8) verbundenen Spannschrauben (12) derart angeordnet sind, daß sie durch jeweils ein an der Stirnwand (9) des Siebkastens (3) fest angeordnetes Rohr (13) geführt werden und die mit einer definierten Kraft bereits vorgespannten Federelemente (10) vorzugsweise aus einer Schraubenfeder (25) mit niedriger Federkonstante bestehen und zwischen zwei Federtellern (26) angeordnet sind und daß in den beiden Seitenwänden (17) des Siebkastens (3) jeweils eine Öffnung (16) vorzugsweise ein Langloch, angeordnet ist durch die ein Bolzen (15) geführt wird der lösbar mit dem Spannelement (8) verbunden ist und der Bolzen (15) in einer mit Druckfedern (19) versehenen Klemmvorrichtung (20) verklemmt ist, die zwischen zwei Gleitschienen (23)» die an den Seitenwänden (17) des Siebkastens (3) befestigt sind, angeordnet ist.
2· Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß beim Ein- und Ausbau der Siebboden Schrauben (11) zur Arretierung der zwischen den FederteHern (26) befindlichen Federelementen (10) angeordnet sind.
Hierzu
3 Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD20920678A DD140010B1 (de) | 1978-11-21 | 1978-11-21 | Nachspannfreie spannvorrichtung fuer spannbare siebboeden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD20920678A DD140010B1 (de) | 1978-11-21 | 1978-11-21 | Nachspannfreie spannvorrichtung fuer spannbare siebboeden |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD140010A1 DD140010A1 (de) | 1980-02-06 |
| DD140010B1 true DD140010B1 (de) | 1983-06-01 |
Family
ID=5515423
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD20920678A DD140010B1 (de) | 1978-11-21 | 1978-11-21 | Nachspannfreie spannvorrichtung fuer spannbare siebboeden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD140010B1 (de) |
-
1978
- 1978-11-21 DD DD20920678A patent/DD140010B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD140010A1 (de) | 1980-02-06 |
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