Die Erfindung betrifft eine Küchenmaschine zum Zerkleinern und anschliessenden Zentrifugieren von Früchten, wie Feldfrüchten oder Obst, mit einer Zerkleinerungseinrichtung und einer Zentrifugiereinrichtung, wobei die Zerkleinerungseinrichtung einen feststehenden, ein umlaufendes Zerkleinerungswerkzeug umgebenden Raspel-, Quetsch- oder Siebteil und die Zentrifugiereinrichtung einen flüssigkeitsdurchlässigen, umlaufenden Behälter aufweisen.
Mit Hilfe einer derartigen Küchenmaschine können je nach Ausbildung der Zerkleinerungseinrichtung verschiedene zu zentrifugierende Früchte zerquetscht werden, so dass in der Zentrifugiereinrichtung die Trennung der Flüssigkeit von den festen Bestandteilen des Schleudergutes geschehen kann.
Es ist eine Einrichtung bekannt, bei welcher das Zerkleinerungswerkzeug direkt auf der Antriebswelle des umlaufenden Behälters der Zentrifugiereinrichtung befestigt ist. Das Zerkleinerungswerkzeug läuft hierbei also ebenfalls mit der für das Zentrifugieren erforderlichen Geschwindigkeit um. Eine der hohen Zentrifugiergeschwindigkeit entsprechende Ge schwindigkeit für das Zerkleinerungswerkzeug ist jedoch in vielen Fällen weder erforderlich noch erwünscht.
Aus diesem Grund werden bei einer anderen bekannten Einrichtung das Zerkleinerungswerkzeug und der umlaufende Behälter zwar von dem gleichen Antriebsmotor angetrieben, das Zerkleinerungswerkzeug läuft jedoch durch Zwischenschaltung eines Untersetzungsgetriebes mit geringerer Geschwindigkeit um als der Behälter. Falls jedoch ganz verschiedenartige Früchte, beispielsweise einerseits Beerenobst, anderseits Feldfrüchte, mit der gleichen Küchenmaschine bearbeitet werden sollen, ist es erwünscht, wenn die Geschwindigkeit des Zerkleinerungswerkzeuges und/oder des umlaufenden Behälters an das jeweilige Bearbeitungsgut angepasst werden kann.
Ausgehend von dieser Überlegung will die Erfindung eine Küchenmaschine schaffen, bei welcher die jeweilige Anpassung der Geschwindigkeiten an das Bearbeitungsgut verwirklicht ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Zerkleinerungswerkzeug und der Behälter in mehr als einem Geschwindigkeitsbereich antreibbar sind.
Falls beispielsweise zwei Geschwindigkeitsbereiche für Zerkleinerungswerkzeug und Behälter vorgesehen sind, können drei verschiedene B earbeitungsprogramme verwirklicht werden. Wenn für eine bestimmte Frucht eine geringe Zerkleinerungs- oder Zerquetschungsgeschwindigkeit erwünscht ist und für das Zentrifugieren ebenfalls eine kleine Geschwindigkeit genügt, wird die niedrigste Geschwindigkeitsstufe eingeschaltet.
Falls die Zerkleinerungsgeschwindigkeit gering sein soll, für das Zentrifugieren jedoch eine höhere Ge schwindigkeit erforderlich ist, kann das Zerkleinern mit der geringen Geschwindigkeit geschehen, wobei die Zentrifugiereinrichtung zunächst ebenfalls mit geringer Geschwindigkeit umläuft, und dann. wenn die zu bearbeitenden Früchte die Zerkleinerungsvorrichtung durchlaufen haben, der Antriebsmotor auf die zweite Geschwindigkeitsstufe zum Zentrifugieren mit hoher Geschwindigkeit hochgefahren werden.
Schliesslich ist es je nach Fruchtart möglich, mit hoher Ge schwindigkeit zu zerkleinern und mit hoher Geschwindigkeit zu zentrifugieren.
Es ist von Vorteil, wenn das Zerkleinerungswerkzeug und der Behälter unabhängig voneinander antreibbar sind. Dadurch wird der Anwendungsbereich der Küchenmaschine erweitert, weil jeweils unabhängig voneinander die Zerkleinerungsgeschwindigkeit und die Zentrifugiergeschwindigkeit individuell an die jeweilige Frucht und an den jeweilig erwünschten Bearbeitungsgrad angepasst werden kann. Insbesondere durch diese Massnahme wird die Möglichkeit geschaffen, den Zerkleinerungsgrad und den Feuchtigkeitsgrad der zentrifugierten festen Bestandteile der Frucht zu steuern, je nachdem, ob die festen Bestandteile vollständig ausgeschleudert werden sollen oder einer weiteren Verarbeitung, beispielsweise zum Herstellen von Klössen, zugeführt werden sollen.
Das Zerkleinerungswerkzeug und der Behälter können einen gemeinsamen Antriebsmotor besitzen. Der voneinander unabhängige Antrieb für das Zerkleinerungswerkzeug und den Behälter kann in diesem Fall durch ein schaltbares Getriebe für die Antriebswelle des Zerkleinerungswerkzeuges verwirklicht werden. Eine weitere Variation der gewünschten Geschwindigkeitsbedingungen kann dadurch erzielt werden, dass der Geschwindigkeitsbereich des Antriebsmotors stufenlos einstellbar ist.
In gewissen Fällen ist es erwünscht, wenn das Zerkleinerungswerkzeug und der Behälter gegensinnig zueinander umlaufen. Gegebenenfalls kann durch diese Massnahme eine bessere Verteilung des Schleudergutes im umlaufenden Behälter erzielt werden. Falls das Zerkleinerungswerkzeug und der Behälter koaxial zueinander angeordnet werden sollen, ist es zweckmässig, die Antriebswelle für den Behälter als die Antriebswelle für das Zerkleinerungswerkzeug radial umschliessende Hohlwelle auszubilden. Dies führt insofern zu einer Konstruktionsvereinfachung, als die Antriebs- und Steuerungsteile dann in gedrängter Bauweise unterhalb des Behälters ausgeführt werden können.
Wenn eine solche Hohlwelle für den Behälter vorgesehen ist, durch welche die Antriebswelle für das Zerkleinerungswerkzeug hindurchgeführt ist, ist es vorteilhaft, wenn an der Welle des Zerkleinerungswerkzeugs ein das auf dieses hinweisende Ende der Hohlwelle hintergreifender Spritzring befestigt ist. Ein solcher Spritzring kann beispielsweise eine glockenförmige Gestalt besitzen.
Die Verwendung eines Spritzringes vermeidet das Eindringen von Flüssigkeit und festen Bestandteilen in den Spalt zwischen der Antriebswelle des Zerkleinerungswerkzeuges und der Hohlwelle des Behälters. Auf den Spritzring auftreffende Flüssigkeitstropfen oder feste Bestandteile werden durch die Drehbewegung des Spritzringes nach aussen abgeschleudert.
Die Antriebswelle für das Zerkleinerungswerkzeug kann in ihrem diesem zugewandten Endbereich einen quer zur Wellenachse verlaufenden Mitnehmerbolzen aufweisen, welcher in einen entsprechend ausgebildeten. in Richtung der Wellenachse verlaufenden Mitnehmerschlitz des Zerkleinerungswerkzeuges eingreift. Diese Massnahme erleichtert die Demontage der Küchenmaschine für die Reinigung der einzelnen Teile und bietet die Möglichkeit, in einfacher Weise verschiedene Zerkleinerungswerkzeuge auf die Antriebswelle der Zerkleinerungseinrichtung aufzusetzen. Selbstverständlich kann das das Zerkleinerungswerkzeug umgebende Raspel-, Quetsch- oder Siebteil ebenfalls auswechselbar angeordnet sein.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn in bekannter Weise in dem Behälter ein Schleudersack vorgesehen ist, welcher es gestattet, die festen Bestandteile des Schleudergutes in einfacher Weise aus der Küchenmaschine zu entfernen.
In der Figur der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Der Behälter 2 der Zentrifugiereinrichtung ist mit seinem in der Mitte des Behälterbodens angebrachten Zylinderstutzen über die Hohlwelle 6 geschoben und liegt auf der Mitnehmerplatte 18 der Hohlwelle 6 auf. An der Mitnehmerplatte 18 oder an der Hohlwelle 6 können in der Zeichnung nicht dargestellte Mitnehmereinrichtungen zur formschlüssigen Verbindung des Behälters 2 mit der Hohlwelle 6 vorgesehen sein. Im Ausführungsbeispiel ist der Behälter 2 sich konisch nach unten erweiternd ausgebildet, wodurch ein Hochsteigen des Schleudergutes an der Behälterwand verhindert wird. Am unteren Umfang des Behälters 2 sind nach unten weisende Öffnungen vorgesehen, aus welchen die abgeschleuderte Flüssigkeit in den Innenraum des Gehäuses 1 der Küchenmaschine und durch den Ablaufstutzen 10 herausfliesst.
Im Inneren des Behälters 2 ist ein flüssigkeitsdurchlässiger Sack 3 angebracht, welcher an seinen Öffnungen mit gummielastisch verstärkten Rändern 15, 16 versehen ist. Die Ränder 15, 16 werden über den oberen Aussenrand des Behälters 2 bzw. über die Hohlwelle 6 gestülpt und ermöglichen auf diese Weise eine zuverlässige, aber einfach zu lösende Anbringung des Sackes 3 in der Zentrifugiereinrichtung.
Durch die Hohlwelle 6 ist die Antriebswelle 11 für das Zerkleinerungswerkzeug 5 hindurchgeführt. Zur Vermeidung des Eindringens von Flüssigkeit oder Fruchtteilen in den Spalt zwischen Hohlwelle 6 und Antriebswelle 11 ist an letzterer ein Spritzring 12 befestigt, welcher das obere Ende der Hohlwelle 6 übergreift. Die Antriebswelle 11 ist an ihrem oberen Ende mit einem Mitnehmerbolzen 17 versehen, welcher in einen entsprechend ausgebildeten Schlitz des Zerkleinerungswerkzeuges 5 eingreift. Durch diese Massnahme ist ein schnelles Auswechseln des Zerkleinerungswerkzeuges 5 möglich. Das im Inneren des Behälters 2 angebrachte Zerkleinerungswerkzeug 5 ist von einem mit ihm zur Zerkleinerung der Früchte zusammenwirkenden feststehenden Raspel-, Quetsch- oder Sieb teil umgeben. Es ist zweckmässig, das Teil 4 auswechselbar am Deckel 14 des Gehäuses 1 anzubringen.
Seine Ausführung und die des Zerkleinerungswerkzeuges 5 richtet sich nach der Art der zu verarbeitenden Früchte. Das Teil 4 kann entweder siebartig, raspelartig oder auch ohne Durchbrüche nur mit sickenartigen Einbuchtungen versehen ausgeführt sein. In das Teil 4 ist der Einfülltrichter 8 eingesetzt. Als Sicherheitsmassnahme empfiehlt es sich, die untere Öffnung des Trichters 8 so klein auszubilden, dass niemand mit der Hand in den Wirkungsbereich der Zerkleinerungseinrichtung hineinreichen kann. Der Innenraum des Gehäuses 1 wird von einem Deckel 14 abgeschlossen. Dieser Deckel kann mittels der Feststellhebel 13 gesichert werden.
Im Ausführungsbeispiel werden Zerkleinerungswerkzeug 5 und Behälter 2 von einem im unteren Bereich der Küchenmaschine im Gehäuse 7 angeordneten Motor angetrieben. Für verschiedene Untersetzungen zwischen Zentrifugier- und Zerkleinerungseinrichtung kann in dem Gehäuse 7 gleichzeitig ein entsprechendes Schaltgetriebe untergebracht werden. Je nach Frucht kann dann das entsprechende Geschwindigkeitsverhältnis gewählt werden.