CH368927A - Verfahren zum kontinuierlichen Aufschäumen von treibmittelhaltigen Thermoplasten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen Aufschäumen von treibmittelhaltigen Thermoplasten und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B29C44/00—Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles
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Description
Verfahren zum kontinuierlichen Aufschäumen von treibmittelhaltigen Thermoplasten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des Verfahrens des Hauptpatentes Nr. 359540 sowie eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens.
Das Verfahren des Hauptpatentes ist dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Partikel gezwungen werden, zusammen mit anderen Partikeln eines jeweils bereits weiter fortgeschrittenen Behandlungsgrades eine Behandlungszone in einem Behälter, unter dauernder zwangsweiser Bewegung und unter gleichzeitiger Ausnützung der ihnen in ihrem jeweiligen Aufschäumungsgrad eigenen Bewegung zu durch- wandern, wobei die Behandlungszeit, die sie zur Erreichung des gewünschten endgültigen Vorschäumgrades benötigen, durch die Behälterlänge, die im Behälter vorgegebene und aufrechterhaltene Schütthöhe und den damit zurückgelegten Weg sowie durch die Einstellung der jeweiligen Austragsöffnung bestimmt wird, und ihnen auf diesem Wege jeweils so viel strömende Wärmeträger dauernd und direkt zugeführt werden,
als für eine Aufrechterhaltung des Aufschäumvorgan- ges unter Vermeidung einer Verschweissung notwendig sind.
Es hat sich nun gezeigt, dass im Gegensatz zu einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent nicht in allen Fällen von vornherein mit einer sogenannten Vorfüllung des Behandlungsraumes, bei weicher die eingefüllten Partikel einen bereits weiter fortgeschrittenen Behandlungsgrad haben, gearbeitet werden muss, sondern dass die Vorfüllung bei einer entsprechenden Ausgestaltung und Anordnung der Behandlungsapparatur in der Apparatur zu Beginn des Arbeitsprozesses zuerst erzeugt werden kann.
Das vorliegende erfindungsgemässe Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass zur Erzielung einer Füllung von Partikeln, die in der Behandlung bereits weiter fortgeschritten sind, zuerst in der Behandlungsapparatur Partikel eines gleichen Behandlungsgrades aufgeschäumt werden, und dass dann nach Erreichen einer vorbestimmten Füllung der Behandlungsapparatur Partikel eines gegenüber dem Zustand der in der Apparatur bereits vorhandenen Partikel geringeren Behandlungsgrades zugeführt werden.
In der Apparatur selbst werden diese dann gezwungen, die Behandlungszone unter dauernder zwangsweiser Bewegung und unter Ausnutzung der durch ihren jeweiligen fortschreitenden Aufschäumungsgrad bedingten Verdrängungskraft sowie einer wahlweisen, beliebig einstellbaren, zusätzlichen mechanischen Förderbewegung zuerst bis zu einem beliebig zu wählenden Stand zu fütllen und dann von der regulierbaren Eintragstelle nach mindestens einer regulierbaren Austragstelle durchwandern zu können.
Die Rohrmaterialzuführung kann bei dieser Arbeitsweise an einer Stelle, welche entgegengesetzt zu den Austragsöffaungen angeordnet ist, vorgesehen sein.
Weiter kann für die Anlaufphase eine zusätzliche, in der unteren Behälterzone angeordnete, Eintritts öffnung für den Wärmeträger angeordnet sein und die gesamte Apparatur zur Verbesserung der Regulierung der Vorfüllungs- und Durchsetzgeschwindigkeit schwenkbar gelagert sein.
Das Verfahren ist nachstehend an einer Ausfüh rungsform beschrieben, welche als Beispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnung gewählt ist.
Fig. 1 ist der schematische Längsschnitt und
Fig. 2 der schematische Querschnitt eines schräg angeordneten, zylindrischen Behälters zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens.
In der dargestellten Ausführungsform sieht man bei 11 einen zylindrischen Behälter von etwa 1000 mm Durchmesser und etwa 4000 mm Länge.
Durch den ganzen Behälter ist eine Rührwerkshohlachse 12 geführt, an der in bestimmten Abständen Rührwerkshohlarme in Förderpaddelausführung 13 angeordnet sind.
Das Rührwerk wird durch den regelbaren Antrieb 14 in Umdrehung versetzt. Über eine Stopfbüchse 15 wird in die Hohlachse 12 Dampf oder Heissluft eingeleitet und den Rührwerkshohlarmen 13 zugeführt, durch deren Bohrungen 16 das Heizmittel in das Behälterinnere und die zu behandelnde Masse geleitet wird.
Die Bohrungen sind so gewählt, dass die Hauptdampfmenge in den unteren Hohlarmen ausströmt.
Zur Aufgabe des Rohmaterials 17 ist am unteren Behälterteil eine Aufgabevorrichtung 18 angebracht, welche eine kontinuierliche Rohmaterialzuführung gestattet.
Ein Teil der Behälterwand 19 kann als Doppelwand ausgeführt und mit Perforationen 20 zur Einleitung von Dampf versehen sein.
Zur Austragung des behandelten Gutes sind über die Behälterwand verteilt die Austragsöffnungen 21 und 22 in verschiedenen Abständen zur Entnahme von Vorschäumgut verschiedener Ausbildungsstadien angeordnet.
Beim Anfahren der Anlage wird die Behandlungsapparatur durch Dampfeinleitung über die Perforationen 20 kurz vorgewärmt. Sodann wird Rohmaterial in dosierter Menge über die Aufgabevorrichtung 18 in den Behälter gegeben.
Gleichzeitig wird das Rührwerk 14 in Bewegung gesetzt und Dampf von 100-150 C durch die Hohlachse 12 oder'und auch durch den Doppelboden 19 eingeblasen.
Unter der Einwirkung des Wärmeträgers vergrössert das aufgeschäumte Material sein Volumen, wobei es gleichzeitig durch die Rührwerksbewegung und durch die Schubwirkung des über die Aufgabevorrichtung 18 weiter zugeführten Materials gegen eine der Austragsöffnungen 21 oder 22 gedrängt wird.
Nach Erreichung eines bestimmten Füllstandes wird die Materialzufuhr kurz unterbrochen oder es wird ohne Unterbrechung weiter Material über die Aufgabevorrichtung 18 zugeführt.
Es kann nun zusätzlich zur Erzielung einer gleichmässigen Temperatur innerhalb der zu behandelnden Partikel Dampf beispielsweise über die Hohlachse 12 oder über weitere d'oppelwandige Teile der Behälterwand 19 zugeführt werden.
Der Arbeitsablauf ist von hier ab kontinuierlich.
Je nach der zugeführten Rohmaterial-und Dampfmenge und mit Hilfe des Regelantriebes und der zusätzlichen paddelförmigen Rührwerksarme 13 kann die Austragung beliebig gelenkt werden.
Um eine Drehung des Behälterinhalts mit t dem Rührwerk und ein Zusammenbacken zu vermeiden, sind an der Behälterwand nach innen ragende Zerteiler 24 starr befestigt.
Die gesamte Anlage ist im Punkt 25 schwenkbar gelagert, so dass durch Anderung der Schrägstellung eine Einwirkung auf die Bewegung der zu behandelnden Partikel erfolgen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum kontinuierlichen Aufschäumen von treibmittelhaltigen, thermoplastischen Kunststoffpartikeln gemäss Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer Füllung von Partikeln, die in der Behandlung bereits weiter fortgeschritten sind, zuerst in der Behandlungsapparatur Partikel eines gleichen Behandlungsgrades aufgeschäumt werden, und dass dann nach Erreichen einer vorbestimmten Füllung der Behandlungsapparatur Partikel eines gegenüber dem Zustand der in der Apparatur bereits vorhandenen Partikel geringeren Behandlungsgrades zugeführt werden.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der Partikel unter Einwirkung einer einstellbaren, die eigene Bewegung der Partikel zusätzlich unterstützenden mechanischen Förderbewegung erfolgt.2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eigene Bewegung der Partikel durch den Winkel der Schrägstellung der Behandlungsapparatur mitgesteuert wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in den beiden Arbeitsphasen verschiedene Wärmezuführungseinrichtungen in Tätigkeit gesetzt werden.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung nach Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2 hiervor, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mit einer Rührwerkseinrichtung mit paddelförmigen Förderarmen versehen ist.UNTERANSPRÜCHE 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände oder der Boden des Behälters zum Teil doppelwandig ausgebildet und zur Einleitung von Dampf in das Behälterinnere mit Perforationen versehen sind.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter so gelagert ist, dass er sich in jede geneigte Lage schwenken lässt.
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