Verfahren zur Minderung der Geräuschabgabe von Maschinen durch schallschluckende Stoffe und Anordnung hergestellt nach diesem Verfahren Wird eine Maschine, insbesondere eine elektrische Maschine, von einem Gehäuse umgeben oder besitzt sie selbst ein Gehäuse, so entsteht im Innern des Ge häuses eine Erhöhung des Geräusches durch Schall stau. Es ist beispielsweise in der Bauakustik bekannt, an den Wänden des die Geräuschquelle umschliessen den Raumes schallschluckende Stoffe anzubringen. Diese Stoffe wirken energieverzehrend, so dass der Schallstau und damit die Geräuschstärke im Innern des Raumes herabgesetzt wird.
Bei der Anwendung solcher schallschluckenden Auskleidungen auf Ma schinen umgebende Gehäuse treten erhöhte Anfor derungen auf. Durch die Erschütterungen der Ma schine während des Betriebes werden nämlich die bekannten schallschluckenden Stoffe mit hohem Ab sorptionsvermögen, die also eine kleine Dichte haben, an bestimmten Stellen zerrieben bzw. zerstäubt. Ins besondere bei elektrischen Maschinen begünstigt die die Maschine durchsetzende Kühlluft die Zerstäu- bung und transportiert den Staub in das Innere der Maschine, so dass beispielsweise die Schleifringe und die Wicklung verschmutzt werden und schliesslich sogar die Spannungsfestigkeit der Wicklungsisolation herabgesetzt wird.
Durch die Erfindung wird ein Verfahren geschaf fen, das diese Nachteile vermeidet. Gemäss der Er findung werden die schallschluckenden Stoffe durch eine flexible, temperaturbeständige Folie -und ein engmaschiges Drahtnetz oder ein Lochblech abge deckt. Es empfiehlt sich, der Folie eine Stärke von etwa 20 bis 100 ,cc zu geben. Die Folie kann dabei aus einem temperaturbeständigen Kunststoff, bei spielsweise aus einem Polyamid bestehen. Ferner emp fiehlt es sich, den Lochanteil des Drahtnetzes minde stens zu 30% zu wählen.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung handelt es sich mithin um eine Luftschalldämpfung. Die An ordnung, hergestellt nach diesem Verfahren, wirkt als Breitbandabsorber, der für Schallfrequenzen etwa oberhalb 500 Hz voll wirksam wird. Zur Dämpfung tieferer Schallfrequenzen lässt sich hierbei die vor handene Eigenschaft der Resonanzabsorption aus nutzen. Durch entsprechende Wahl des Abstandes des Drahtnetzes bzw. Lochbleches von der tragenden Fläche sowie durch entsprechende Wahl der Masse des Drahtnetzes bzw. Lochbleches pro Flächenein heit können die störenden Schallfrequenzen auch im tieferen Frequenzbereich, z.
B. unter 300 Hz, in aus reichendem Masse abgedämpft werden. .
Bei einer nach dem Verfahren gemäss der Erfin dung hergestellten beispielsweisen Anordnung sind die schallschluckenden Stoffe geringer Dichte auf die Innenfläche eines die Maschine umgebenden oder selbst einen Teil der Maschine bildenden Gehäuses aufgebracht und gegen die- Maschine bzw. das Innere der Maschine durch die Folie und das Drahtnetz abgedeckt. In Anwendung des Verfahrens gemäss der Erfindung auf elektrische Maschinen werden also die schallschluckenden Stoffe z. B. auf die Innenflächen des Maschinengehäuses, der Maschinenschilde, der Lufthosen bzw. der Abdeckhauben aufgebracht und dann gegenüber dem Inneren der elektrischen Ma schine durch die Folie und das Drahtnetz abgedeckt.
Hierdurch tritt gleichzeitig eine Herabsetzung der Schallabstrahlung nach aussen ein, da die schall abstrahlenden Bleche entdröhnt werden, das heisst die an der Aussenseite liegenden schwingenden Bleche der Maschine werden gedämpft. Neben der hierdurch erzielten Luftschalldämpfung wird also gleichzeitig eine Körperschalldämpfung erzielt. Es ist aber auch möglich, die auf tragende Flä chen aufgebrachten schallschluckenden Stoffe, die ge mäss der Erfindung durch eine Folie und ein Draht netz abgedeckt sind, auf der Innenseite eines die Maschine umgebenden Gehäuses anzuordnen.
In einer weiteren Ausführungsform der erfin dungsgemässen Anordnung können die dünnen Folien und Drahtnetze bzw. Lochbleche, die die schall schluckenden Stoffe gegenüber dem Inneren der Ma schine abdecken, von einen zylindrisch abgesetzten Endzapfen aufweisenden, an den Gehäuseteilen der Maschine befestigten Bolzen getragen werden, deren einen grösseren Durchmesser aufweisender Teil als Abstandsstück dient. Diese Bolzen können auf die Gehäuseteile der Maschine beispielsweise nach dem unter dem Handelsnamen Cyc-Arc-Verfahren bekann ten Bolzenschweissverfahren aufgeschweisst werden.
Mit diesen Bolzen werden die dünnen Folien und Drahtnetze unter Zwischenlegen zusätzlicher Scheiben durch Auseinanderspreizen der Endzapfen vernietet.
Ferner empfiehlt es sich, das Drahtnetz bzw. das Lochblech an den Stosskanten der schallschluckenden Auskleidung durch gesonderte Eckbleche zu ver stärken.
In der Figur ist das Verfahren nach der Erfin dung beispielsweise an Hand einer als Ausführungs beispiel gewählten Anordnung erläutert.
Auf den schematisch dargestellten Teilen des Ma schinenschildes 1 einer elektrischen Maschine be findet sich in einer Stärke von z. B. 25 mm Stein wolle 2 als schallschluckender Stoff geringer Dichte mit hohem Absorptionsvermögen. Dieser schallschluk- kende Stoff ist also auf die Innenflächen des Gehäuses, der Maschinenschilde, Lufthosen und Abdeckhauben einer elektrischen Maschine beispielsweise aufge klebt. Gegenüber dem Inneren der Maschine ist die Steinwolle 2 durch die etwa 30Ic starke Folie 3 ab gedeckt, die z. B. aus dem unter der eingetragenen Marke Supronyl bekannten Polyamid besteht. Auf die Kunststoffolie 3 ist das Drahtnetz 4 gelegt.
Zur Befestigung der Kunststoffolie 3 sowie des Draht netzes 4 dienen die Bolzen 5, die auf das Maschinen schild 1 aufgeschweisst sind. Mit Hilfe der Zwischen scheiben 6 und der Auflegescheiben 7 ist die Kunst stoffolie 3 sowie das Drahtnetz 4 mit den Bolzen 5 vernietet, und zwar werden hierzu die zylindrisch abgesetzten Endzapfen 10 der Bolzen 5 gespreizt. Der den grösseren Durchmesser aufweisende Teil der Bol zen 5 dient also als Abstandsstück.
Zur Verstärkung des Drahtnetzes 4 ist an der Stosskante der schallschluckenden Auskleidung aus Steinwolle 2 gegenüber dem Teil 8 des Maschinen schildes 1 das gesonderte Eckblech 9 sowie das zu sätzliche Blech 6 vorgesehen. Das Eckblech 9 ist in der gleichen Weise wie das Drahtnetz 4 und die Kunststoffolie 3 befestigt. Ferner ist an den Stoss kanten die Kunststoffolie 3, wie aus der Figur ersicht lich, an den Seiten um die schallschluckende Aus kleidung 2 aus Steinwolle herumgezogen. Die Kunststoffolie 3 verhindert ein Eindringen eventuell entstehenden Staubes in das Innere der Maschine. Die Kunststoffolie 3 wird durch das Drahtnetz 4 geschützt, das gleichzeitig mit zur Hal terung des schallschluckenden Stoffes dient.
Der durch das Auflegen der Kunststoffolie 3 hinsichtlich der höheren Frequenzen zum Teil verlorengehende Absorptionseffekt des schallschluckenden Stoffes wird dadurch wieder ausgeglichen, dass das Drahtnetz 4 als Resonanzabsorber ausgebildet ist. Durch eine entsprechende Wahl der Masse des Drahtnetzes 4 pro Flächeneinheit und durch eine entsprechende Wahl des Abstandes des Drahtnetzes 4 von den tragenden Flächen des Gehäuses, der Maschinenschilde, Luft hosen und Abdeckhauben wird eine Resonanzabsorp tion der tieferen Frequenzen erzielt. Durch geeignete Wahl der Abmessungen der Abstandsstücke, das heisst also der Bolzen 5, kann mithin die Anordnung in besonders gutem Masse dem Schallspektrum der hinsichtlich ihres Geräusches zu dämpfenden Ma schine angepasst werden.
Um eine günstige Resonanz absorption zu erzielen, wird die Zahl der Bolzen pro Flächeneinheit zweckmässig durch die Forderung ein geschränkt, dass der Abstand zweier benachbarter Bolzen grösser als ein Viertel der Luftschallwellen länge des zu absorbierenden Tones ist.