CH354576A - Spritzgussmaschine mit horizontaler und vertikaler Anordnung der Spannwerkzeuge für die Spritzgussformen - Google Patents
Spritzgussmaschine mit horizontaler und vertikaler Anordnung der Spannwerkzeuge für die SpritzgussformenInfo
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Description
Spritzgussmaschine mit horizontaler und vertikaler Anordnung der Spannwerkzeuge für die Spritzgussformen Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzgussmaschine mit horizontaler und vertikaler Anordnung der Spannwerkzeuge für die Spritzgussformen. Der Erfind'ung liegt die technische Aufgabe zu Grunde, ein Spritzgussaggregat für vertikalen und horizontalen Einsatz derart zu schaffen, dass zeitraubende Umrüstarbeiten vermieden werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass auf den Maschinenfuss ein Spritzgussaggregat mit unterteiltem Granulatraum in veränderlicher Lage abgestützt ist, das in der vertikalen Stellung im Zusammenwirken mit horizontalem oder vertikalem Formenspannaggregat das Einspritzen in die Formentrennung der Spritzgussform oder durch die Formenaufspannplatte in vertikaler Richtung und, in die horizontale Stellung umgestellt, im Zusammenwirken mit vertikalem oder horizontalem Formenspannaggregat das Einspritzen in die Spritzgussform durch die Formenaufspannplatte oder in die Formentrennung in horizontaler Richtung durchzuführen gestattet. Hiermit wird erstmals ermöglicht, dass die Maschine in kurzer Zeit auf vertikale Arbeitsweise oder auf horizontale Stellung des Spritzgussaggregates sowie auf horizontale oder vertikale Anordnung der Spannwerkzeuge umgestellt werden kann, ohne dass ein zusätzliches Aggregat nötig ist, so dass die vier Arbeitsstellungen möglich sind, die dem Formengestalter für jeden Formling die günstigste Arbeitsstellung herauszusuchen gestattet. Dessen ungeachtet ist es aber durchaus möglich, auf dem Maschinenfuss mittels besonderer Halteelemente bei horizontaler Anordnung des Spritzgussaggregates und des Formenspannaggregates ein zweites Spritzgussaggregat am horizontalen Formenspannaggregat in vertikaler Richtung zu befestigen, sowie auch zwecks Abstützung auf dem Maschinenfuss mittels besonderer Halteelemente bei horizontaler Anordnung des Spritzgussaggregates und vertikaler Anordnung des Formenspannaggregates ein zweites Spritzgussaggregat am vertikalen Formenspannaggregat anzubringen. Hiermit ist im besonderen eine Spritzgussmaschine geschaffen, die für mehrstoffliche, mehrgliedrige, mehrteilige und mehrfarbige Formlinge bzw. Spritzlinge ein zeitsparendes Herstellungsverfahren gewährleistet. In der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes darstellt, zeigt: Fig. 1 ein Spritzgussaggregat in horizontaler Lage und in seiner Verlängerung das Formenspannaggregat, Fig. la die zur Fig. 1 gehörige Draufsicht, Fig. lb die Draufsicht des Aggregates mit abgenommenem Granulatraum, Fig. lc die Seitenansicht zu Fig. lb, Fig. 2 eine horizontale Stellung des Spritzgussaggregates mit horizontaler Stellung des Formenspannaggregates, Fig. 2a die Vorderansicht zu Fig. 2, Fig. 2b eine Einzelheit in perspektivischer Darstellung, Fig. 3 eine horizontale Stellung des Spritz,o; uss- aggregates mit vertikaler Stellung des Formenspannaggregates, Fig. 3a die Vorderansicht zu Fig. 3, Fig. 3b eine Einzelhei't in grösserem Massstabe, Fig. 4 eine vertikale Stellung des Spritzgussaggre- gates mit vertikaler Stellung des Formenspannaggregates, Fig. 5 eine vertikale Stellung des & pritzgussaggre- gates mit horizontaler Stellung des Formenspannaggregates, Fig. 6 die Hinzufügung eines zweiten Spritzgussaggregates, Fig. 6a die Vorderansicht zu Fig. 6, Fig. 7 eine andere Art der Hinzufügung eines zweiten Spritzgussaggregates und Fig. 7a die Vorderansicht zu Fig. 7. 1 ist das Zwischenglied, welches einerseits den Hydraulik- oder Pneumatikzylinder 2, anderseits den Plastifizierungszylinder 4 mit Presskolben 3 aufnimmt. 5 und 6 sind Holme, auf welchen das Spritzgussaggregat in seiner Längsachse verschiebbar ist. 7 und 8 sind Schraubenräder, welche auf den Holmen 5 und 6, durch ein Innengewinde verstellbar, angeordnet sind. Beide Schraubenräder 7 und 8 werden durch zwei weitere Schraubenräder 9 und 10, welche auf der Achse 11 montiert sind und durch das Lager 12 mit dem Zwischenglied 1 in Verbindung stehen, angetrie- ben. Weiter befinden sich (Fig. 1 b) auf der Plastifizierungsseite des Zwischengliedes 1 Kühlkanäle 13 sowie die Einfüllöffnung 14 für das Granulat, welches aus dem Granulatbehälter 15 über den Dosierkanal 16 sowie den Einfüllkanal 17 in die Einfüllöffnung 14 gelangt, wobei bei horizontalem Betrieb des Spritzgussaggregates das Granulat im Granulatraum I Aufnahme findet und bei vertikaler Arbeitsweise in dem Granulatraum II zur Einfülllung gelangt. Beide Granulaträume I und II sind durch die Zwischenwand 18 voneinander getrennt. Die Füllung des Granulatraumes I geschieht durch Abnehmen des Deckels 19, wobei bei Granulatraum II durch Abnehmen des Deckels 20 eingefüllt werden kann. Die Verstellung des Spritzaggregates wird durch Einführung einer Drehkurbel in die Bohrung 21 ermöglicht (Fig. 1). Zur Halterung und kraftschlüssigen Verbindung des Spritzaggregates mit dem Maschinenkörper (IJnterteil oder Fuss) dient das Verbindungselement 22, welches zwei Bohrungen aufweist, in welche die Holme 5 und 6 eingeführt werden und somit bei horizontaler Arbeitsweise des Spritzgussaggregates bei demselben eine zusätzliche axiale Verschiebung ermöglichen (Anpassung für den jeweiligen Bedarfsfall). Um ein universelles Zusammenarbeiten von Spritzaggregat und Formenschlussaggregat zu ermöglichen, sind die Muttern 23 und 24 notwendig. Mit ihrer Hilfe kann sowohl einmal durch die Formenplatte gespritzt werden (bei horizontaler Anordnung des Formenschliessaggregates) und durch die Formentrennung bei vertikaler Anordnung des Formenschliessaggregates. Bei vertikaler Arbeitsweise des Formenschliessaggregates wird dieses an den Tragelementen 25 und 26 durch die Spannmuttern 23 und 24 kraftschlüssig mit den Holmen 5 und 6 in Verbindung gebracht. 27 und 28 sind die Führungsholme des Formenschliessaggregates, auf welchen die Formplatten 29 und 30 durch Muttern fest arretiert sind und die Formplatte 31 verschiebbar durch den Kniehebelver schluss 32 und die Druckspindel 33 den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden kann. Durch die Arretierungsmuttern 34 und 35 ist es möglich, die Gewindespindel in ihrer jeweiligen Lage zu arretieren. Es ist noch darauf hinzuweisen, dass sowohl in Fig. 2 als auch in Fig. 4 unbeschadet der verschiedenen Arbeitsstellungen des Spritzgussaggregates der Dosierkanal mit seinen Dosiermechanismen immer in horizontaler Richtung verläuft. In gleicher Weise ist noch festzuhalten, dass der Dosiermechanismus ungeachtet der verschiedenen Arbeitslagen des Spritzgussaggregates in jedem Fall vom gleichen Antriebsmittel (Presskolben) gesteuert wird. Auf der Zeichnung ist der jeweils in Arbeitsposition sich befindliche Granulatraum schraffiert gezeichnet. Fig. 2b zeigt im einzelnen das Tragelement 25 von Fig. 2, das einmal bei horizontaler Lage des Formenspannmittels das Spritzgussaggregat in vertikaler Stellung aufnimmt (Fig. 5 und 6) und das andere Mal bei vertikaler Lage des Formenspannmiftels das Spritzgussaggregat in horizontaler Lage aufnimmt (Fig. 3 und 7). Wie ersichtlich, zeigt die Nebenfigur 3b zu Fig. 3 die Kupplungsmuttem 23 und 24, welche die Verbindungselemente 25 und 26 mit dem Spritzgussaggre- gat lösbar verbinden. Die Fig. 6 zeigt in einer den Fig. 2, 3, 4 und 5 entsprechenden Darstellungsweise eine Spritzguss maschine mit zwei Spritzgussaggregaten und Fig. 6a die zugehörige Vorderansicht. Fig. 7 zeigt die gleiche Spritzgussmaschine mit zwei Spritzgussaggregaten in einer anderen Stellung. Im einzelnen sind hier die gleichen Teile wie in Fig. 1 bis 5 bezeichnet. Diese Anordnung ermöglicht eine gleichzeitige Einführung ;bzw. eine zeitlich unmittelbar aufeinanderfolgende Einführung von thermoplastischem Material, z. B. unterschiedlicher Farbe, in einen Spritzling.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Spritzgussmaschine mit horizontaler und vertikaler Anordnung der Spannwerkzeuge für die Spritzgussformen, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Maschinenfuss ein Spritzgussaggregat mit unterteiltem Granulatraum in veränderlicher Lage abgestützt ist, das in der vertikalen Stellung im Zusammenwirken mit horizontalem oder vertikalem Formenspannaggregat das Einspritzen in die Formentrennung der Spritzgussform oder durch die Formenaufspannplatte in vertikaler Richtung und, in die horizontale Stellung umgestellt, in Zusammenwirken mit vertikalem oder horizontalem Formenspannaggregat das Einspritzen in die Spritzgussform durch die Formenaufspannplatte oder in die Formentrennung in horizontaler Richtung durchzuführen gestattet.UNTERANSPRUCHE 1. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung mehrstofflicher, mehrgliedriger, mehrteiliger und mehrfarbiger Formlinge ein zweites Spritzgussaggregat angebaut ist (Fig. 6 und 7).2. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Spritzgussaggregat zwecks Abstützung auf dem Maschinenfuss bei horizontaler Anordnung des ersten Spritzgussaggregates und des Formenspannaggregates durch besondere Halteelemente am horizontalen Formenspannaggregat in vertikaler Richtung befestigt ist (Fig. 6).3. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Spritzgussaggregat zwecks Abstützung auf dem Maschinenfuss bei horizontaler Anordnung des ersten Spritzgussaggregates und vertikaler Anordnung des Formenspannaggregates durch besondere Halteelemente am vertikalen Formenspannaggregat befestigt ist (Fig. 7).4. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zwischenglied (1) vorgesehen ist, welches einerseits den Zylinder (2) mit dem Antriebsmittel, anderseits den Plastifizierungszylinder (4) mit Presskolben (3) aufnimmt (Fig. 1b und lc).5. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Holme (5, 6) vorgesehen sind, auf welchen das Spritzgussaggregat in seiner Längsachse verschiebbar ist, und zur Verschiebung Schraubenräder (7, 8) Verwendung finden, die auf Holmen (5, 6) durch ein Innengewinde verstellbar angeordnet sind (Fig. la, lb, lc).6. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Schraubenräder (9, 10), welche auf der Achse (11) montiert sind und durch ein Lager (12) mit dem Zwischenglied (1) in Verbindung stehen, zum Antrieb der Schraubenräder (7, 8) vorgesehen sind (Fig. lc).7. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (1) auf der Plastifizierungsseite Kühlkanäle (13) sowie die Einfüllöffnung (14) für das Granulat besitzt, welches aus dem Granulatbehälter (15) über den Dosierkanal (16) sowie den Einfüllkanal (17) in die Einfüllöffnung (14) gelangt (Fig. la und lb).8. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Halterung und kraftschlüssigen Verbindung des Spritzgussaggr'egates mit dem Maschinenkörper ein Verbindungselement (22) vorgesehen ist, welches zwei Bohrungen aufweist, in welche die Holme (5, 6) eingefühff sind und somit bei horizontaler Arbeitsweise des Spritzgussaggregates eine zusätzliche axiale Verschiebung ermöglichen (Fig. 1, la und lb).9. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermöglichung eines wahlweise verschiedenen Zusammenarbeitens von Spritzgussaggregat und Formenspannaggregat Spannmuttern (23, 24) vorgesehen sind (Fig. 3 und in).10. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Formenspannaggregat bei horizontaler Arbeitsweise an Tragelementen (25, 26) durch die Spannmuttern (23, 24) kraftschlüssig mit den Holmen (5, 6) verbunden ist (Fig. l).11. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Führungsholmen (27, 28) des Formenspannaggregates Fonnplatten (29, 30) durch Muttern fest arretierbar angeordnet sind, und eine Formplatte (31) durch einen Kniehebelverschluss (32) und eine Druckspindel (33) verschiebbar vorgesehen ist (Fig. 1 und la).12. Spritzgussmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Dosierkanal in allen Arbeitslagen dauernd in horizontaler Stellung befindet.13. Spritzgussmaschine nach Patentanspnlch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosiermechanismus für den Granulatbehälter vom Arbeitsmittel im Zy linder (2) gesteuert ist.
Applications Claiming Priority (1)
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