CH341908A - Verfahren zum flüssigkeitsdichten und elektrisch isolierenden Einbetten von stromführenden Leiterbündeln - Google Patents

Verfahren zum flüssigkeitsdichten und elektrisch isolierenden Einbetten von stromführenden Leiterbündeln

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CH341908A
CH341908A CH341908DA CH341908A CH 341908 A CH341908 A CH 341908A CH 341908D A CH341908D A CH 341908DA CH 341908 A CH341908 A CH 341908A
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Angern Kurt Dipl-El-Ing Von
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Ciba Geigy
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K3/00Details of windings
    • H02K3/44Protection against moisture or chemical attack; Windings specially adapted for operation in liquid or gas

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacture Of Motors, Generators (AREA)

Description


  Verfahren zum     flüssigkeitsdichten        und    elektrisch     isolierenden    Einbetten  von     stromführenden    Leiterbündeln    Es ist bekannt, elektrische Leiterbündel in Kunst  harzmassen einzubetten. Man erzielt damit     eine    ver  besserte Isolation und einen Schutz gegen mechani  sche Beschädigungen und gegen die Einwirkung von  Feuchtigkeit und Staub. Für Leiterbündel, die keinen  starken Temperaturschwankungen und Überlastungen  ausgesetzt sind, wie beispielsweise für     Messwandler,     genügen in vielen Fällen die bisher verwendeten Ein  bettmassen.

   Es sind aber noch keine Kunstharz  massen oder Kombinationen solcher bekannt gewor  den, welche für Leiterbündel     verwendet    werden kön  nen, die im Temperaturbereich von etwa -10 bis  120  und die bei kurzzeitiger     LUberlastung    einen ein  wandfreien Betrieb gewährleisten. Diese Betriebs  anforderungen werden in erster Linie an Leiterbündel  der Wicklung von Elektromotoren und Transforma  toren gestellt. Die infolge der Temperaturunter  schiede und Überbelastung auftretenden verschiede  nen Wärmeausdehnungen und Bewegungen der ein  zelnen Leiter erfordern daher die Verwendung von       Einbettmassen,    welche keine die     Isolation    schädigen  den Risse oder     Undichtigkeiten    erleiden..  



  Es wurde nun     ein    Verfahren zum Einbetten von  elektrischen Leiterbündeln gefunden, wobei die so  eingebetteten Leiterbündel Temperaturen von -10  bis 120  ohne irgendwelche Schäden     während    kur  zer oder monatelanger dauernder Beanspruchung  und auch kurzzeitige Überbelastungen aushalten und  die zugleich völligen Schutz gegen das     Eindringen     von Feuchtigkeit und genügenden Schutz gegen  mechanische Einflüsse besitzen.  



  Gegenstand der vorliegenden     Erfindung    ist ein  Verfahren     zum    flüssigkeitsdichten und elektrisch  isolierenden Einbetten von     stromführenden    Leiter  bündeln, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die  Leiterbündel mit einem     dünnflüssigen    Gemisch aus    einem     härtbaren    Harz und einem Härter imprägniert  werden und das Harz     mindestens    teilweise ausge  härtet wird, dass alsdann um die     imprägnierten    Lei  terbündel eine mittlere Schicht aufgetragen wird, wel  che mindestens teilweise aus einem bei der Härtung  in einen elastischen und     porenfreien    Zustand über  gehenden Harz besteht,

   und das Harz ausgehärtet       wird,    und     dass    schliesslich ein     Gemisch    .aus     einem     bei der Härtung hart werdenden Harz und einem  Härter als äussere Schicht aufgebracht und ausgehär  tet wird.  



  Als     härtbare,    im gehärteten Zustand elastische  oder harte Kunststoffe bildende Harze können die       bekannten,    sowohl     hitze-    als auch bei Raumtempe  ratur     härtbaren    Kunstharze, wie Polyester-,     Poly-          urethan-,        Epoxyharze    oder     Aminoplaste,        verwendet     werden. Besonders geeignet sind     Epoxyharze,    da sie       ihre    guten elektrischen Eigenschaften auch bei hohen  Temperaturen beibehalten.  



  Zur Imprägnierung der elektrischen Leiter ver  wendet man     vorteilhafterweise    ein flüssiges, vorzugs  weise ein bereits bei Zimmertemperatur flüssiges       Epoxyharz-Härter-Gemisch.    Als     Epoxyharz    eignet sich  beispielsweise     ein    in bekannter Weise durch Um  setzen von 1     Mol        4,4'-Dioxy-diphenyldimethylmethan          und    4-6     Mol        Epichlorhydrin    in Gegenwart von  Alkali erhaltenes Harz mit einem Gehalt an     Epoxy-          gruppen    zwischen 4 und 5;

  5     Grammäquivalenten    pro  kg.     Als        Härtungsmittel    verwendet man     in    der Regel       ein        Polycarbonsäureanhydrid,    wie     Phthalsäureanhy-          drid,    oder     vorzugsweise    ein Gemisch von     Polycar-          bonsäureanhydriden.     



  Für die     Bildung    der     mittleren    Schicht     verwendet     man     vorteilhafterweise    ein     in        vorzugsweise        pastenför-          miger        Konsistenz    vorliegendes Gemisch aus     einem     aus     4,4'-Dioxy-diphenyldimethyhnethan        hergestellten              Epoxyharz    und einem oder mehreren Vernetzungs  mitteln, deren reaktionsfähige Gruppen durch eine  längere, vorzugsweise mehr als etwa 10 Glieder auf  weisende, und gegebenenfalls unterbrochene,

       Kohlen-          stoffkette    voneinander getrennt sind. Als solche Ver  netzungsmittel eignen sich     monomere    oder vorzugs  weise polymere Verbindungen mit beispielsweise  endständigen     Carboxyl-,        Hydroxyl-,        Carbonamid-,          Amino-    oder     Isocyanatgruppen    oder Verbindungen,  welche ausserdem noch innerhalb der Kette reaktions  fähige Gruppen wie sekundäre und tertiäre     Amino-          oder        Imidogruppen    besitzen.

   Als Beispiele solcher  Verbindungen seien Polyester mit endständigen  Säure- oder     Hydroxylgruppen,    Gemische von     Poly-          alkylenglykolen    mit     Polycarbonsäureanhydriden    und  Polyamide aus     dimerisierten    Fettsäuren und     aliphati-          schen    Polyaminen genannt.  



  Für die Bildung der äussern Schicht werden als  Harze     vorteilhafterweise    schon bei Raumtemperatur  oder erst bei erhöhter Temperatur flüssige, aus     4,4'-          Dioxy-diphenyldimethylmethan    hergestellte     Epoxy-          harze    mit einem     Epoxydgehalt    zwischen 2 und 5,5,  vorzugsweise zwischen 4,6-5,3 Grammäquivalenten  pro kg verwendet. Als     Härtungsmittel    werden     vorteil-          hafterweise        Polycarbonsäureanhydride    verwendet.  



  Die     Epoxyharze    können auch Pigmente, Streck  mittel,     Modifizierungsmittel    oder Weichmacher ent  halten. Die Zugabe von solchen Produkten ist aller  dings für das Imprägnierharz nicht in allen     Fällen     empfehlenswert, da unter Umständen dadurch die  Isoliereigenschaften verschlechtert werden. Bei der  äussern, harten Schicht wird vorzugsweise ein Streck  mittel zugegeben, während die Zugabe eines Weich  machers für diese Schicht     zweckmässigerweise    unter  bleibt.  



  An Hand der beiliegenden Zeichnungen werden  einige Anwendungen des     Verfahrens    gemäss der Er  findung näher erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 ein nach dem Verfahren hergestellter       Stator    eines Elektromotors, insbesondere eines Un  terwassermotors, in perspektivischer Darstellung teil  weise im Schnitt,         Fig.    2 ein Detail der     Fig.    1 in grösserem Mass  stab,       Fig.    3 eine freitragende Spule, beispielsweise eine       Transformatorwicklung.     



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 und 2  bezeichnet 1 den lamellierten     Magnetkern    eines     Sta-          tors    für einen Unterwassermotor. In den nicht näher  dargestellten Nuten des Magnetkernes ist die Wick  lung 2, bestehend aus unter sich isolierten Drähten  4, angeordnet. Die Isolation dieser Drähte kann  dabei z. B. aus Baumwolle, Seide, Lack oder ande  rem Isolationsmaterial bestehen. Die über den Kern  1 vorstehenden Stirnverbindungen sind mittels Ban  dagen in einer den räumlichen Verhältnissen ange  passten Form, und die Wicklungen selbst durch nicht  gezeichnete     Keilstücke    in den Nuten gehalten.

   Das  Ganze ist durch eine im gehärteten Zustand harte,    äussere Schicht 3 gegen äussere Einflüsse und herme  tisch gegen das Eindringen von Flüssigkeit geschützt.  



  In     Fig.    3 bedeutet 2 die     Spulenwicklung,    die  aus einzelnen, unter sich isolierten Drähten 4 auf  gebaut ist und 3 stellt die im gehärteten Zustand  harte, äussere Schicht dar.  



  In allen Figuren stellt 5 die mittlere, im gehärte  ten Zustand elastische Schicht dar.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweck  mässig wie folgt durchgeführt:  Der fertigmontierte Wickelkörper, welcher bei  spielsweise die Wicklung eines     Stators    oder einer  Spule sein kann, wird mit einem bei der Verarbei  tungstemperatur dünnflüssigen,     härtbaren        Harz-Här-          ter-Gemisch    imprägniert. Dabei ist es zweckmässig,  diese     Imprägnation    unter Vakuum vorzunehmen und  dazu ein     Epoxyharz-Härter-Gemisch    zu verwenden,  welches bei erhöhter Temperatur, beispielsweise bei  60  C,     mindestens    teilweise härtet.

   Eine vollständige  Aushärtung des Imprägnierharzes ist nicht erforder  lich, sie kann gemeinsam beim Aushärten der äussern,  harten Schicht erfolgen. Durch diese     Imprägnation     erfahren die einzelnen Isoliermaterialien, wie Faser  stoffe oder Papiere, eine Verstärkung ihrer     Isolier-          eigenschaften    und gleichzeitig wird das Eindringen  von Feuchtigkeit in die Isolation vermieden. Durch  die Verwendung eines dünnflüssigen Imprägniermit  tels werden alle Drähte und Zwischenräume mit dem  Imprägniermittel getränkt und vorhandene uner  wünschte Poren geschlossen.  



  Nach dieser     Imprägnation    wird eine vorzugsweise  1-5 mm dicke Schicht 5, enthaltend ein im gehär  teten Zustand elastisch bleibendes Harz, rings um die  vorstehenden Stirnverbindungen der     Statorwicklung     bzw. der     Spulenwicklung    aufgetragen.  



  Nach der vollständigen Aushärtung der mittleren  elastischen Schicht 5 werden die Wickelkörper in  eine zweckmässig     konstruierte    Giessform so     eingelegt,     dass das im gehärteten Zustand harte     Epoxyharz    3  um den Wickelkörper gegossen werden kann. Das  Giessen dieser äussern Schicht erfolgt bei einer Tem  peratur, die etwa 10 bis 20  C höher liegt als die  Temperatur, bei welcher die elastische Schicht 5 pla  stisch wird. Dadurch wird erreicht, dass die äussere  Schicht 3, die im gehärteten Zustand praktisch un  elastisch ist, mit der mittleren, elastischen Schicht 5  eine innige Verbindung eingeht. Das Harzgemisch  wird bei erhöhter Temperatur, beispielsweise bei  <B>130 </B> C, gegossen und härtet bei dieser Temperatur  ohne Abspaltung flüchtiger Bestandteile aus.

   Das  Giessen der äussern Schicht hat bei der Herstellung  von wasserdichten Elektromotoren derart zu erfol  gen, dass auch die nach innen gerichtete Fläche des       Statorblechpaketes    und die Nuten mit einer dünnen  Schicht Harzmischung versehen sind. Dadurch wird  der     Stator    und die Wicklung mit einer hermetisch  schliessenden     Umhüllung    versehen, welche den  innern, aktiven Teil gegen äussere Einflüsse schützt.  Zur Vermeidung unerwünschter Blasen und     Lunker         ist es zweckmässig, wenn das Giessen der äussern  Schicht 3 unter Vakuum erfolgt.  



  Die nach dem beschriebenen Verfahren herge  stellte     Einbettmasse    um stromführende Leiterbündel  hat bei der Prüfung ergeben, dass sie vollständig  flüssigkeitsdicht und elektrisch gut isolierend ist und  dass sie ohne Schaden den bei der elektrischen Prü  fung und im Betrieb auftretenden mechanischen Kräf  ten widersteht.

   Die mittlere, elastische Schicht 5  nimmt dabei die durch Temperaturerhöhung beding  ten Volumenänderungen und die durch elektrodyna  mische Kräfte verursachten Lageverschiebungen der       Wicklungen    und Drähte auf und gibt den     einzelnen     Drähten eine der     Elastizität    des Schichtstoffes ent  sprechende     Bewegungsmöglichkeit.    Es hat sich  weiterhin gezeigt, dass selbst im Falle einer     Rissbil-          dung    in der äussern, harten Schicht das Isolations  vermögen und die Schutzwirkung der     Einbettmasse     nicht beeinträchtigt wird, weil die Leiterbündel  durch die elastische Schicht 5 noch genügend ge  schützt bleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum flüssigkeitsdichten und elektrisch isolierenden Einbetten von stromführenden Leiter bündeln, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiter bündel mit einem dünnflüssigen Gemisch aus einem härtbaren Harz und einem Härter imprägniert wer den und das Harz mindestens teilweise ausgehärtet wird, dass alsdann um die imprägnierten Leiterbündel eine mittlere Schicht aufgetragen wird, welche min destens teilweise aus einem bei der Härtung in einen elastischen und porenfreien Zustand übergehenden Harz besteht, und das Harz ausgehärtet wird, und dass schliesslich ein Gemisch aus einem bei der Här tung hart werdenden Harz und einem Härter als äussere Schicht aufgebracht und ausgehärtet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. .
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht durch Giessen aufgebracht wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Epoxyharze verwendet werden. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Imprägnierung ein bei Zim mertemperatur dünnflüssiges Harz-Härter-Gemisch verwendet wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bildung der mittleren Schicht ein bei der Verarbeitungstemperatur in pastenförmiger Form vorliegendes Harzgemisch ver wendet wird. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bildung der mittleren Schicht als Vernetzungsmittel ein Umsetzungsprodukt von dimerisierten Fettsäuren und aliphatischen Poly aminen verwendet wird. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bildung der mittleren Schicht als Vernetzungsmittel ein Gemisch von Poly- alkylenglykol und Polycarbonsäureanhydrid verwen det wird.
CH341908D 1955-09-20 1955-09-20 Verfahren zum flüssigkeitsdichten und elektrisch isolierenden Einbetten von stromführenden Leiterbündeln CH341908A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0051825A3 (en) * 1980-11-12 1983-07-06 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Method of manufacturing a molded coil
US10670310B2 (en) 2013-01-28 2020-06-02 Regal Beloit America, Inc. Motor for use in refrigerant environment

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