CH310902A - Verfahren zum Herstellen von Schaufeln für Turbomaschinen. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Schaufeln für Turbomaschinen.Info
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Description
Verfahren zum Herstellen von Schaufeln für Turbomaschinen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von .Schaufeln für Turbomaschinen, insbesondere von Laufschau feln für solche.
Die Laufschaufeln von Turbomaschinen müssen im drehenden Turbinenteil so befestigt werden, dass diese den Zentrifugal- und an dern Kräften, welchen die Schaufeln ausge setzt sind, Widerstand leisten können. Dies ist besonders wichtig für Schaufeln von Gas turbinen, da die auftretenden hohen Tem peraturen das Material zu schwächen pflegen, und es ist daher schon viel Mühe darauf ver wendet worden, passende Befestigungsmittel zu schaffen. Ferner müssen die Schaufeln für Gasturbinen selbst aus Legierungen herge stellt werden, die auch unter hohen Tem peraturen ihre Festigkeit weitmöglichst beibe halten.
Diese Materialeigenschaft erschwert anderseits die Warmverformung bei der Her stellung der Schaufeln, welche Bearbeitungs art insbesondere bei solchen mit grosser ra dialer Abmessung im Vergleich zum Durch messer des Rotors, an dem sie befestigt sind, angewendet wird, um denselben eine geeignete Verwindung zu erteilen, damit ein bestimm ter Schaufelwinkel relativ zu den einströmen- clen Gasen an allen Punkten der Schaufel länge eingehalten wird.
Gemäss vorliegender Erfindung wird zur Herstellung von Turbinenschaufeln ein Ma torialstück verwendet, dessen Breite etwas kleiner und dessen Dicke etwas grösser ist als diejenige der fertigen Schaufel, dass nach elektrischer Widerstandserhitzung des Mate rialstückes au diesem ein Kopf so ange staucht wird, dass dieser genügend Metall be sitzt, um in die beabsichtigte Form des Schau felfusses gepresst zu werden, worauf der Roh ling nach vorheriger Erwärmung durch Ge senkschmieden auf die richtige Form des Fusses und des Schaufelblattes gebracht wird.
Zweckmässigerweise besitzt die Schaufel nach dem Gesenkschmieden noch etwas grö ssere Dimensionen als die fertige Schaufel, und das Schmiedestück wird dann noch einem elektrolytischen Polierverfahren unterworfen, wodurch es auf sein genaues Mass gebracht wird und wobei gleichzeitig alle Spuren von verzunderten Stellen entfernt werden.
Das ursprüngliche Profil des Material stückes, aus dem die Schaufel angefertigt wird, kann entweder rechteckig sein oder ein dem herzustellenden angenähertes Flügelpro fil besitzen.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand der beiliegenden Zeichnung beispiels weise erläutert, in welcher die verschiedenen Fabrikationsstufen bei der Herstellung einer Schaufel gezeigt sind.
Fig.1 ist eine Vorderansicht eines Mate rialstückes, aus dem eine Turbinenschaufel hergestellt werden soll.
Fig.2. ist eine Endansicht desselben Ma terialstückes. Fig.3 ist eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, nach dem Stauchen des Material stückes an dessen einem Ende.
Fig.4 ist eine Endansicht zu Fig.3. Fig. 5 zeigt die Schaufel nach dem Gesenk schmieden.
Fig. 6 ist eine Endansicht derselben Schaufel.
Fig.7 ist eine der Fig.3 ähnliche An sieht eines andern. gestauchten Materialstückes. Fig.8 ist eine Endansicht derselben. Fig.9 zeigt die Schaufel nach dem Ge senkschmieden.
Fig.10 ist eine Endansicht desselben. Fig.11 ist ein Längsschnitt durch den Endteil einer Schaufel, längs der Linie 11-l1 der Fig.10 in Pfeilrichtung gesehen, wobei der Verlauf der Fliesslinien im fertigen Schau felfuss gezeigt ist, und Fig.l2 einen Querschnitt durch eine Va riante des Materialstückes.
Bezugnehmend auf die Fig. 1 bis 6 ist das Materialstück 20 der Fig.1, aus dem die in den Fig.5 und 6 gezeigte fertige Turbinen schaufel hergestellt werden soll, hinsichtlich seiner Breite etwas kleiner als die fertige Schaufel und auch etwas dicker, besitzt aber sonst ein derselben ähnliches Profil. Das Ma terialstück 2.0 ist genügend lang genommen, um das für die fertige Schaufel benötigte Rohmaterial zu liefern. Es wird in eine das selbe elektrisch erhitzende Stauchpresse ein geführt und das eine Ende des Material stückes 20 wird darin angestaucht, um einen Kopf zu bilden, wie in den Fig. 3 und 4 bei 21 dargestellt.
Die für diesen Zweck verwen dete Stauchpresse weist die gebräuchliche Bauart auf, und ihre als Elektroden ausge bildeten Haltebacken sind dem Profil des ver wendeten Materials angepasst, um den Schaft des Arbeitsstückes 20 festzuhalten, wobei letz teres mit einem Ende gegen eine als Amboss ausgebildete Elektrode anstösst, so dass ein elektrischer Strom von der Haltebackenelek trode durch das Materialstück 20 zur Amboss elektrode fliesst und den Endteil des Material stückes auf Verformungstemperatur erhitzt. In dem durch die Fig.1 bis 6 illustrierten Verfahren ist angenommen, dass das Mate rial aus einer Stahllegierung mit einem Ge halt von 18 bis 210/o Chrom, 4,0,0/a Nickel, 15 a/o Kobalt und ?4 bis 27% Eisen besteht.
Der in den Fig. 3, und 4 gezeigte Anstau chungsgrad kann mit diesem Material in einer mit Widerstandserhitzung arbeitenden Stauch presse ohne weiteres erreicht werden, trotz seines, im Vergleich mit Eisen oder normalem Stahl, niedrigeren elektrischen Widerstandes.
Nach dem Anstauchen wird der ganze Roh ling nochmals auf Verformungstemperatur erhitzt und in einem Gesenk auf die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Form geschmiedet, wodurch der Teil 20 breiter gemacht wird, um. ein fertiges Schaufelblatt zu bilden, und der angestauchte Kopf 21 in den Fussteil 23 der fertigen Schaufel umgebildet wird. Ein klei ner Anteil des für den Stauchkopf 21 die nenden Metalles wird in einen Ansatz 24 um geformt, der sich unterhalb des Fusses der Schaufel befindet, während ein weiterer klei ner Anteil an der Schaufelspitze zu einem An satz 1'25 geformt wird.
Diese Ansätze dienen dem Befestigen und dem Ausrichten in Auf- spannvorriehtungen für spätere maschinelle Bearbeitung der Schaufel, und sie werden eventuell entfernt, bevor die Schaufel in die Turbomaschine eingebracht wird.
Wie ans Fig. 6 ersichtlich, \ist das Schaufelblatt 22 nicht nur hinsichtlich seines Querschnittes verringert., im Vergleich zum ursprünglichen Querschnitt des Materialstückes 20, sondern es ist ihm auch eine Verwindung relativ zum Grundteil 2'5 des Schaufelblattes in der Nähe des Fusses 23, beim Gesenkschmieden erteilt worden. Eine solche Verwindung ist bei Tur binen- und Kompressorsehaufeln gewöhnlich erforderlich, wenn die Länge der Schaufel im Vergleich zum Durchmesser des Rotors, an dem letztere befestigt wird, verhältnis mässig gross ist.
Als Variante kann auch an Stelle des in Fig.1 und 2 gezeigten profilierten Material stückes 2;0 ein flaches Materialstück 26 mit einem in Fig.12 gezeigten, rechteckigen Quer schnitt verwendet werden, wobei der Flächen inhalt des Querschnittes ungefähr der gleiche ist wie derjenige des profilierten Material stückes 20.
In den Fig. 7 bis 10 ist die Schaufel aus einem Stahlstück angefertigt, das annähernd auf das gewünschte Profil vorgeformt ist. Wie bei der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführung wird nach elektrischer Wider standserhitzung an einem Ende des Material stückes ein Kopf 2!8 angestaucht. Darnach wird die Schaufel im Gesenk geschmiedet, um den in den Fig. 9 und 10, gezeigten fertigen Schaufelfuss 29 zu bilden. In diesem Falle ist das Materialstück für eine Turbinenschaufel bestimmt, zum Beispiel als Schaufel einer Dampfturbine, und erhält daher keine Ver windung. Das Schaufelblatt 27 erfordert nur eine sehr geringe Formänderung beim Ge senkschmieden.
In jedem der beiden in den Fig.1 bis 6 oder 7 bis 10 gezeigten Fälle folgt auf das Anstauchen eine Gesenkschmiedung, wodurch ein sehr günstiger Verlauf der Fliesslinien im Schaufelfuss erzielt wird. Ein Beispiel davon ist in der Fig.11 dargestellt, wo ein Schnitt durch das Schaufelblatt 27 und den Fuss 29 gezeigt ist, und die Fliesslinien sind durch die punktierten Linien 30 angedeutet.
Nachdem die Schaufel auf die in der Zeichnung dargestellte Form verformt worden ist, wird sie dem schon erwähnten elektro lytischen Polierverfahren unterworfen. Da durch wird der Schaufelquerschnitt ein klein wenig verringert, und diese Tatsache muss bei der Wahl des ursprünglichen Querschnit tes für das Materialstück 20 bzw. 27 berück sichtigt werden.
Bei dem vorbeschriebenen Verfahren wird der Querschnitt des verarbeiteten Material stückes durch die Gesenkschmiedung nur sehr wenig verändert, während der grösste Teil der Formänderung durch den Stauchprozess bewerkstelligt wird, wobei die einzuhaltenden Betriebstemperaturen sehr genau geregelt wer den können. Das erfindungsgemässe Verfah ren eignet sich daher besonders gut für Le gierungen, wie sie für die Herstellung von Gasturbinenschaufeln verwendet werden, da diese warmfesten Legierungen einen engbe- grenzten Temperaturbereich für die Verfor mung besitzen.
Soll als 'Schaufelmaterial anstatt einer Stahllegierung eine Aluminiumbronze verwen det werden, so kann diese beispielsweise fol gende Zusammensetzung haben: 8 bis 12 0/o Aluminium, 4 bis 6 0/o Nickel, 4 bis 6 04 Eisen und den Rest Kupfer, wobei die Unreinheiten nicht mehr als 0,03, o/a ausmachen dürfen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Herstellen von Schaufeln für Turbomaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmaterial ein Materialstück verwendet wird, dessen Breite etwas kleiner und dessen Dicke etwas grösser ist als die jenige der fertigen Schaufel, dass nach elek trischer Widerstandserhitzung des Material stückes an diesem ein Kopf so angestaucht wird, dass dieser genügend Metall besitzt, um in die beabsichtigte Form des Schaufelfusses gepr esst zu werden, worauf der Rohling nach vorheriger Erwärmung durch Gesenkschmie- den auf die richtige Form des Fusses und des Schaufelblattes gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren na@eh Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Schaufelmate rial Aluminiumbronze verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Schaufelmate rial eine Stahllegierung verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da- ; durch gekennzeichnet, dass der Turbinen schaufel nach dem Anstauchen des Kopfes eine Verwindung verliehen wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass als Schaufelmate rial eine Aluminiumbronze verwendet wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass als Schaufelmate rial eine Stahllegierung verwendet wird.
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