CH258367A - Verfahren zur Herstellung von Pulver aus magnetischem Material. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pulver aus magnetischem Material.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Pulver aus magnetischem Material. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf die Herstellung von Pulver aus magneti schem Material, das insbesonder e für Kerne von Pupinspulen, Transformatoren und der gleichen geeignet ist.
Seit Jahren besteht die normale Herstel- lungsweise von feinzerteilten magnetischen Legierungen, wie Nickel-Eisenlegierungen mit oder ohne einen dritten Bestandteil, wie Molybdän, darin, die Bestandteile der Le gierung zusammenzuschmelzen, der Schmelze ein Versprödungsmittel zuzusetzen, wie etwa eine kleine Menge Eisensulfid, das Material zu Barren zu giessen, die Barren, wenn sie heiss sind, im festen Zustand zu verformen, um eine feinkristalline Struktur zu erzielen, und dann das gewalzte Material zu pulveri sieren.
Die gegossenen Barren haben eine Länge von etwa 1 m und einen Querschnitt von .etwa 6 X 6 cm und werden so :schnell wie möglich zu Blechen von etwa 5 mm Stärke ausgewalzt. Dieser Walzvorgang ist ein kostspieliges und schwieriges Stadium des Herstellungsganges, und der Zweck vor liegender Erfindung ist es, dieses Stadium auszuschalten.
Erfindungsgemäss wird das .geschmolzene Material, dem ein Versprödungsmittel zuge setzt worden ist, zu Platten gegossen, die höchstens 20 mm dick sind. Die so erhaltenen Platten werden so schnell abgekühlt, dass innerhalb des grössten Teils derselben eine feinkörnige kristalline Struktur entsteht. Die Grösse der Platten bestimmt deren mögliche Abkühlgesclzwindigkeit.
Bei Barren der oben erwähnten üblichen Grösse hat sich herausgestellt, dass bei noch so schneller Abkühlung derselben ihr Inneres aus langfaserigen Nadelkristallen besteht mit bis, zu 2,5 ein Länge und 1,5 mm Breite, die kalt verformbar und schwer zu pulveri sieren .sind. Die Oberflächenschicht jedoch besteht aus feinkörniger polygonaler Kristall struktur, die durch Bruch längs der Korn grenzen zu feinem Pulver verarbeitet werden kann. Das übliche Warmwalzen der Barren verwandelt das ganze Material in diese fein körnige Kristallstruktur.
Bei der Durchfüh rung der vorliegenden Erfindung wird diese feinkörnige Kristallstruktur innerhalb des grössten Teils des Querschnittes der Platte erzielt, die dann. ohne jedes, Warmwalzen pulverisiert werden kann, um feinen Staub zu liefern.
Die Erfindung wird in der folgenden Be schreibung in Verbindung mit der beigefüg ten Zeichnung näher erläutert.
Inder Zeichnung zeigt: Eig. 1 andeutungsweise die Struktur im Innern der Barren, die warm gewalzt wer den, h\ig. 2 andeutungsweise die Kornstruktur der Oberflächenschicht und des Plattenkör pern, wie er bei Anwendung des Verfahrens der Erfindung erhalten werden kann, Pig. 3 eine zur Ausübung der vorliegen den Erfindung beispielsweise benützte Guss form in ihren Einzelteilen.
Fig. 1 zeigt die Struktur von Barren von rund 6 X 6 ein Querschnitt, in verkleinertem Massstab, die aus irgendeiner Nickel-Eisen- Legierung gegossen sind und einen bringen Prozentsatz eines Versprödungszusatzes ent halten.
Der Körper des Metalles besteht aus den oben erwähnten faserigen NadelkTiotal- len! (Dendrite). Nähere Untersuchungen der Oberflächenschicht des Barrens unter dem Mikroskop zeigen; eine dichte körnige poly gonale Kristallstruktur der in Fig. 2 gezeig ten Art.
Es hat sich herausgestellt, dass, wenn die Dicke der Barren auf 20 mm oder noch weniger herabgesetzt wird, die Nadelstruk tur fast ganz vermieden und das Material pulverisiert werden kann und einen wirt- schaftlichen Ertrag an Metallpulver liefert, mit einer Kornfeinheit entsprechend 2100 Maschen pro cm2.
Da die feinkörnige Kristallstruktur durch rasches Abkühlen nach dem Guss erzielt wird, ist die Verwendung einer Gussform. vorzuziehen, die eine beträchtliche Wärme kapazität hat- Ein geeignetes Beispiel einer solchen. Gussform ist in Fig. 3 in auseinander genommenem Zustand gezeigt.
Die Gussform besteht aus den Seitenplatten 1 von etwa 1 m im Quadrat aus Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt oder Güsseisen; die Seiten- platten sind durch die U-förmige Zwischen lage 2 voneinander getrennt, die zwischen den, Seitenplatten festgeklemmt wird.
Diese Klemmverbindung kann mit einer Klammer 3 durchgeführt werden. Diese Art des Zu sammenbaues der Gussform ermöglicht eine leichte Handhabung, besonders bei der Ent nahme der begossenen Platte.
Die Wandstärke des Gussstückes ist von der Höhe der Zwischenlage 2 abhängig, und eine Reihe von U-förmigen Zwischenlagen. verschiedener Höhe kann vorgesehen. wer den, um die vorteilhafteste Höhe der Zwi schenlage für eine gegebene Legierung aus wählen zu können.
Für Legierungen aus Nickel-Eisen und Molybdän, die bei 78 bis $2 % Nickel bis zu 19 % Eisen oder bis zu 14% Molybdän enthalten können, hat sich eine Stärke von ungefähr 6 mm als geeignet erwiesen, Platten zu liefern, die eine durch und -durch feinkörnige kristalline Struktur besitzen.
Das geschmolzene Material kann. mittels der Giesswanne 4 in die Form gegossen wer den. Diese Giesswanne besteht aus schwer schmelzbarem Material und wird vorgewärmt und dann auf die zusammengebaute kalte Form oben aufgesetzt. Das Metall wird vor zugsweise derart durch die Giesswanne 4 in die Form gegossen, indem der Giesslöffel, der das Material enthält,
längs des .Schlitzes der Giesswanne hin und her geführt wird. Das trägt dazu bei, die frei werdende Wärme des Metalles während der Abkühlung in der Form zu verteilen. Dabei ist es ganz un wesentlich, wenn die gegossene Platte rissig wird oder bricht oder sogar einige Hohlräume enthält, da die Platte für die anschliessende Pulverisierung bestimmt ist.
Nachdem die Platte auf Zimmertempera- tur abgekühlt ist, kann spie in einer Hammer- mühle zerbrochen werden, worauf die Stücke in einer Kugelmühle zu feinem Pulver zer mahlen werden.
Um eine noch feinere Kornstruktur des Materials zu erzielen, kann es. bei Rekristal- lisationstemperatur in kaltem Wasser abge schreckt werden. Die Form kann auseinan- dergenommen werden, sobald die Temperatur der gegossenen Platte auf die Temperatur der Rekriställisation des magnetischen Mate rials gefallen ist, und die Platte -dann schnell in kaltem .Wasser abgeschreckt werden..
Die Platte kann auch auf die Temperatur der Rekristallisation wiedererwärmt werden und dann schnell in kaltem Wasser abgeschreckt werden. Ferner kann die Platte auch in Stücke von etwa 6 mm Grösse zerschlagen werden,
diese .Stücke auf die Temperatur der Rekristallisation erhitzt werden. und dann von dieser Temperatur in kaltem Wasser ab- geschreckt werden.
Die Form, in welcher die Platte gegois- sen wird, kann mit Wasser gekühlt werden, wenn die Seitenptatten 1 durch hohle Xe- tallbehälter ersetzt werden, durch die Wasser zirkuliert. In diesem Fall werden die Be hälter vorzugsweise aus Kupfer hergestellt.
Vorliegende Erfindung ist besonders für Legierungen wie Silizium-Eisen verwend bar, die chemisch reaktionsfähig sind, wenn sie warm sind, und bei denen das Absehrek- ken durch direkte Berührung mit ZVasser Anlass zu unerwünschten Erzeugnissen gibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Pulver aus magnetischem Material, dadurch gekenn zeichnet, dass magnetisches Material unter Zusatz eines Versprödungsmittels geschmol zen wird, das geschmälzene Material zu Platten von höchstens 20 mm Dicke gegossen wird und die erhaltenen Platten so schnell abgekühlt werden, dass innerhalb des grössten Teils derselben eine feinkörnige kristalline Struktur entsteht. UNTERANSPRt1CHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das geschmol zene Material in eine Form fliessen lässt, die zwei Tafelbleche und eine U-förmige Zwi- schenlage, die zwischen den Blechen festge klemmt wird, aufweist. 2. 'Verfahren nach Unteranspi.'uch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Form sich an der Luft abkühlt. S.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Wanddicke des Gussstückes etwa 6 mm beträgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das geschmol zene Material in eine Form fliessen lässt, die zwei flache Hohlkammern und eine U-för- mige Zwischenlage, die zwischen den Blechen festgeklemmt wird, aufweist, wobei durch die Hohlkammern Wasser geleitet wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass das Gussstück bei Rekristallisationstemperatur in kaltem Was ser abgeschreckt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gussstück nach dem Giessen und Abkühlen in Stücke gebrochen, wird, die Bruchstücke wieder auf Rekristallisationstemperatur erwärmt werden und bei dieser Temperatur in kaltem Wasser abgeschreckt werden.7. Verfahren nach den Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gussstück aus der Form entfernt wird, sobald die Rekristallisationstemperatur erreicht wird, worauf das Gussstück in kaltem Was ser abgeschreckt wird.
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