Einrichtung zum Wickeln von Läufern mehrpoliger elektrischer Maschinen. Einrichtungen zum unmittelbaren Einwik- keln von Leiterdrähten in die Nuten von Läu fern sind bekannt. Sie besitzen im allgemeinen Führungen, die mit dem um eine Achse senk recht zu seiner Längsachse kreisenden Läufer starr verbunden sind und die dafür sorgen, dass der Wickeldraht zwangsläufig in die Nuten wandert und an den Stirnseiten des Läufers den vorstehenden Wellenenden aus weichen kann. Für zweipolige Läufer arbeitet eine solche Einrichtung befriedigend, weil je zwei der zu bewickelnden Nuten mehr oder weniger diametral zueinander stehen.
Bei vier- oder mehrpoligen Läufern entstehen erhebliche Schwierigkeiten, vor allem dadurch, dass erstens die Drähte nur sehr schwer in die Nuten einzubringen sind, zweitens die Nuten nicht voll bewickelt und drittens die an der Läuferstirnseite gewünschten Wickel formen nur selten erhalten werden können. Dies ist dadurch bedingt, dass zum Beispiel bei vierpoligen Läufern die zusammenge hörigen Nutenpaare in einem Winkel von etwa<B>900</B> zueinander liegen. Die Erfindung erlaubt, vier- und mehr polige Läufer genau so leicht und schnell zu wickeln, wie dies für zweipolige der Fall ist, und ferner die Nuten vor) innen nach aussen satt zu füllen.
Die Erfindung besteht darin, dass der Wickeldraht durch mechanisch kraftschlüssig gesteuerte Fangnocken über dem Wicklungskopf gehalten und durch Führungsstücke zuerst an die Öffnung der zu wickelnden Nute gelenkt, darin durch weitere Führungsstücke auf den Grund dieser Nute gedrückt wird, um während des weiteren Wickelvorganges die Nuten von innen nach aussen zu füllen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung veran schaulicht. Fig. 1 zeigt einzelne Teile einer Maschine zum Wickeln der Nuten eines Läu fers im Aufriss und Fig. 2 im Grundriss.
In Fig. 1 bedeutet 1 die Planscheibe der Wickelmaschine, die in bekannter Weise ge baut und mit einer selbsttätigen Abstellvor- richtung zum Stillsetzen der Maschine nach beendetem Wickelvorgang versehen sein kann. Auf der Planscheibe 1 ist der Läufer 2 eben falls in bekannter Weise zwischen den Spitzen 3 senkrecht zur Wickelmaschinenwelle 4 aufgespannt. Mit 5 sind zwei Führungsstücke bezeichnet, über welche der auflaufende Wickeldraht 6 so lange gleitet, bis er die Öffnungen der zu bewickelnden Nuten 7 erreicht hat, um dann in diese Nuten zu fallen. Diese Führungsstücke 5 können der art verstellbar sein, dass sie zum Wickeln von Läufern sowohl mit geraden, als auch mit schrägen Nuten passen.
Das Festhalten des Läufers 2 gegen Verdrehen um seine Achse während des Wickelvorganges besorgt ein längliches Mitnehmerstück 8, das mit dem Leitkopf -9 drehfest gekuppelt ist, wobei das keilförmige Ende (Fig. 2, links) in die benachbarte Läufernut 11 hineingreift. Die während des Wickelvorganges kreisende Plan scheibe 1 dreht deshalb nicht nur den Läufer 2, sondern auch den Leitkopf 9, welcher auf einem achszentrisch gelagerten, festste henden Zapfen 10 drehbar angeordnet ist.
An den seitlichen Armen 12 des Leit- kopfes 9 sitzen, und zwar um 90 gegenüber den Führungsstücken 5 versetzt, zwei zum Fangen des Wickeldrahtes 6 dienende Nocken 13, die erstens um Achsen 14 um 90 dreh bar, zweitens radial zum Läufer längs der in Haltern 15 vorgesehenen Schlitze 16 ver schiebbar und drittens- achsparallel zur Läu ferachse längs der in den Armen 12 einge frästen Schlitze 17 verschiebbar angeordnet sind. Die unter der Zugkraft des Wickel drahtes 6 zu erfolgende Drehung der Fang nocken 13 um die Achsen 14 wird durch Steuerstangen 18 so lange verhindert, bis letztere beire Gleiten über die stillstehende Steuerscheibe 19 abwechslungsweise in eine nutenförmige Vertiefung 20, zum Beispiel in folge Federkraft, nach rechts ausweichen können.
Dadurch wird die Verriegelung der Fangnocken 13 aufgehoben. Nach dem Ab gleiten des Drahtes über die entriegelten Fangnocken 13 werden letztere durch eine um die Achse 14 gelagerte Spiralfeder wie der in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt. Die Zeitdauer der Verriegelung und der Au- genblick des Loslassens der Fangnocken 12 ist durch die Form und Lage der Nut 20 bestimmt. Das Loslassen des Fangnockens 13 erfolgt dann, wenn der Draht 6 den rich tigen Platz in der Läufernute 7 eingenommen hat.
Um dies zu erzielen, sind noch zwei weitere Drahtführungsstücke 21 vorgesehen, die mit den Haltern 15 ein einziges Stück bilden und die den Draht 6 in die Nuten 7 drücken, sobald er die Nutenöffnung erreicht hat. Auf diese Weise ist zugleich eine voll ständige Fülllung der Nuten sichergestellt, und ausserdem können diese Führungsstücke 21 dazu benutzt werden, dem Wickelkopf eine gewünschte Form zu verleihen. Durch eine am nicht gezeichneten Drahtabroller an gebrachte Schwinge kann ferner erreicht werden, dass der Draht jeweils nach dem Abspringen nachgezogen wird.
Der Arbeitsvorgang ist kurz zusammen gefasst wie folgt: Angenommen; die Plan scheibe 1 drehe sich in Richtung des Pfeils 22, so werden auch der Läufer 2, das Kup pelstück 8 und der Leitkopf 9 in der gleichen Richtung mitgedreht, ebenso die am Leit- kopf 9 befestigten Einzelteile, z: B. die Fangnocken 13 und die Führungsstücke 21 für den Wickeldraht 6. Letzterer gleitet zunächst an der) beiden Führungsstückem 5 abwärts bis zur Öffnung der zu bewickelnden Nut 7, um anschliessend von den Führungs stücken 21 auf dein Nutengrund gezogen, bezw. gedrückt zu werden, und zwar fällt der Wickeldraht 6 gegen die Stirnseite des Läufereisenpaketes, sobald der nasenförmige Fangnocken 13 um die Achse 14 um 90 umkippt.
Dies ist darin der Fall, wenn die betreffende Steuerstange 18 in die Führungs not 20 der ruhenden Steuerscheibe 19 hinein gleitet und somit den zugehörigen Fang nocken 13 freigibt. Sind dann die beiden Nuten 7 vollgewickelt, so setzt die nicht gezeichnete Abstellvorrichtung die gesamte Wickelmaschine selbsttätig still.
Das l1lit- nehmerstück 8 wird darin mit dem Hebel 23 gelöst, ohne den Leitapparat achsial ver schieben zu müssen und der Läufer 2 für well gedreht, um zwei weitere Nuten in der beschriebenen Weise wickeln zu können. Dieses Arbeitsspiel wiederholt sich so lange, bis sämtliche Nuten vollgewickelt sind.
Device for winding rotors of multi-pole electrical machines. Devices for the direct winding of conductor wires into the grooves of Läu are known. They generally have guides that are rigidly connected to the rotor rotating about an axis perpendicular to its longitudinal axis and ensure that the winding wire inevitably migrates into the grooves and can give way to the protruding shaft ends on the front sides of the rotor. Such a device works satisfactorily for two-pole rotors because two of the grooves to be wound are more or less diametrically opposed to one another.
With four-pole or multi-pole rotors, considerable difficulties arise, mainly due to the fact that, firstly, the wires are very difficult to insert into the slots, secondly, the slots are not fully wound and thirdly, the desired winding shapes on the rotor face can only rarely be obtained. This is due to the fact that, in the case of four-pole rotors, for example, the associated pairs of slots are at an angle of approximately <B> 900 </B> to one another. The invention allows four- and more-pole rotors to be wound just as easily and quickly as is the case for two-pole rotors, and furthermore to fill the slots fully from inside to outside.
The invention consists in that the winding wire is held above the winding head by mechanically non-positive controlled catch cams and is first guided to the opening of the groove to be wound by guide pieces, then pressed onto the bottom of this groove by further guide pieces in order to remove the grooves from to fill inside out.
An embodiment of the subject invention is illustrated in the drawing. Fig. 1 shows individual parts of a machine for winding the grooves of a Läu fers in elevation and Fig. 2 in plan.
In FIG. 1, 1 denotes the faceplate of the winding machine, which is built in a known manner and can be provided with an automatic parking device for stopping the machine after the winding process has ended. On the faceplate 1, the rotor 2 is also clamped in a known manner between the tips 3 perpendicular to the winding machine shaft 4. With 5 two guide pieces are designated, over which the running winding wire 6 slides until it has reached the openings of the grooves 7 to be wound, in order to then fall into these grooves. These guide pieces 5 can be adjustable in such a way that they fit for winding runners with both straight and inclined grooves.
Holding the rotor 2 against rotation about its axis during the winding process is provided by an elongated driver piece 8, which is coupled to the guide head -9 in a rotationally fixed manner, the wedge-shaped end (Fig. 2, left) engaging the adjacent rotor groove 11. The flat disk 1 rotating during the winding process therefore not only rotates the rotor 2, but also the guide head 9, which is rotatably arranged on an axially-centered, fixed pin 10.
Sitting on the side arms 12 of the guide head 9, offset by 90 relative to the guide pieces 5, are two cams 13 serving to catch the winding wire 6, which firstly can be rotated about axes 14 by 90, secondly radially to the rotor along the in holders 15 provided slots 16 are ver slidable and third axially parallel to the rotor axis along the milled slots 17 in the arms 12 are arranged displaceably. The under the tensile force of the winding wire 6 to take place rotation of the catch cams 13 about the axes 14 is prevented by control rods 18 until the latter slide alternately over the stationary control disc 19 in a groove-shaped recess 20, for example as a result of spring force can evade right.
As a result, the locking of the catch cams 13 is canceled. After the wire has slid over the unlocked catch cams 13, the latter are returned to their original position by a coil spring mounted around the axis 14, like the one. The duration of the locking and the moment at which the catch cams 12 are released is determined by the shape and position of the groove 20. The release of the catch cam 13 takes place when the wire 6 has taken the correct term in the runner slot 7.
To achieve this, two further wire guide pieces 21 are provided which form a single piece with the holders 15 and which press the wire 6 into the grooves 7 as soon as it has reached the groove opening. In this way, a complete filling of the grooves is ensured at the same time, and in addition these guide pieces 21 can be used to give the winding head a desired shape. A swing arm attached to the wire dispenser (not shown) can also ensure that the wire is pulled back after it has jumped off.
The process is briefly summarized as follows: Adopted; If the face plate 1 rotates in the direction of the arrow 22, the rotor 2, the coupling piece 8 and the guide head 9 are also rotated in the same direction, as are the individual parts attached to the guide head 9, e.g. the catch cams 13 and the guide pieces 21 for the winding wire 6. The latter slides first on the) two guide pieces 5 down to the opening of the groove to be wound 7, to then pieces of the guide 21 drawn onto your groove base, respectively. to be pressed, namely the winding wire 6 falls against the end face of the rotor core as soon as the nose-shaped catch cam 13 tips over by 90 about the axis 14.
This is the case when the control rod 18 in question slides into the guide not 20 of the stationary control disk 19 and thus the associated catch cam 13 releases. If the two grooves 7 are then fully wound, the storage device, not shown, automatically stops the entire winding machine.
The driver piece 8 is then released with the lever 23 without having to move the guide apparatus axially and the rotor 2 rotated for well in order to be able to wind two further grooves in the manner described. This work cycle is repeated until all the grooves are fully wound.