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Belichtungstafel zur Bestimmung der Belichtungszeit photographischer Platten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Belichtungstafel zur Berechnung der Belichtungszeit photographischer Platten, die sich dadurch von den bekannten, für den gleichen Zweck vorgeschriebenen Einrichtungen unterscheidet, dass die sämtlichen für die Belichtung eine Rolle spielenden Faktoren auf der Tafel enthalten sind und die richtige Belichtungszeit direkt aus ihr entnommen werden kann.
Man erreicht diesen Zweck dadurch, dass die verschiedenen, für die Belichtung eine Rolle spielenden Faktoren auf entsprechend quadriertem Papier in eben so vielen Koordinatsystemen eingetragen sind, als Faktoren in der Berechnung vorkommen. Die endgültige Belichtungszeit erhält man dadurch, dass man den Linien des Quadratnetzes von einer Kurve bis zur anderen so lange folgt, bis man schliesslich direkt an die in Frage kommende Belichtungszeit kommt.
Es sind bereits Belichtungstafeln bekannt, bei denen die Belichtungszeit durch Eingehen in ein Liniensystem ermittelt wird. Bei diesen bekannten Belichtungstafeln können aber nicht sämtliche für die Belichtungszeit eine Rolle spielenden Faktoren berücksichtigt werden, sondern es handelt sich vielmehr in der Hauptsache darum, entweder die Öffnung der Blende für eine bestimmte Belichtungsdauer oder die Belichtungsdauer für eine bestimmte Blenden- öffnung festzusetzen. Ausserdem kann der Einfluss der Jahres-und Tageszeit nicht direkt aus der Belichtungstafel entnommen werden, sondern es sind diese Faktoren durch Additionen oder Subtraktionen bestimmter Zahlen zu den aus der Tafel entnommenen Zahlen zu berücksichtigen.
Hierdurch kommen natürlicher Weise Fehlermöglichkeiten in der Bestimmung der Belichtungszeit, die beim Erfindungsgegenstand, bei dem auf der Tafel alle möglichen Faktoren berücksichtigt werden, in Wegfall.
Ausserdem sind Belichtungstafeln bekannt, die mit verschiebbaren Skalen arbeiten.
Diese Belichtungstafeln schliessen ebenfalls die Möglichkeit von Irrtümern nicht aus, da die
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abhängt und die richtige Einstellung bei der Schnelligkeit, mit der sie oftmals durchgeführt werden muss, durchaus nicht gewährleistet ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, in dem folgende Faktore berücksichtigt sind :
Der Monat, die Tageszeit, die Beschaffenheit des Himmels und des aufzunehmenden Gegenstandes, die Grösse der Blende und die Lichtempfindlichkeit der Platte.
Die Einteilung des Quadratnetzes der Koordinatsysteme entsprechen den Logarithmen der zu berücksichtigenden Faktoren, so dass beispielsweise der Abstand von 1 bis 4 ebenso gross ist wie der von 4 bis 16. Es erscheinen hierdurch die verschiedenen Faktoren mit Ausnahme der Kurven für die Tageszeit als gerade Linien, die einen Winkel von 450 mit dem Quadratnetze bilden.
Die Anwendung der Tafel ergibt sich aus folgendem Beispiel : Im Monat November um 2 Uhr nachmittag wird bei bewölktem Himmel ein Landschaftsbild mit der Blende F16 bei einer Plattenempfindlichkeit von 160 Seit aufgenommen.
Zur Feststellung der Belichtungszeit folgt man der dünnen Linie unter dem Namen des Monats (November) aufwärts nach rechts, bis zum Schnitt mit der Kurve, die mit 10 Uhr vormittags und 2 Uhr nachmittags bezeichnet ist. Von diesem Punkte aus folgt
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man der dünnen Linie rechts abwärts, bis man die Linie erreicht, die mit bewölkter Himmel"beschrieben ist. Man folgt dann der dünnen Linie links abwärts bis zum Schnittpunkt der mit #Landschaft" beschriebenen Linie. Hierauf verfolgt man die nächste dünne Linie bis zum Schnittpunkt mit der Linie, auf der F16 steht, und schliesslich die nächste dünne Linie aufwärts nach rechts, auf der man die Belichtungszeit (¸ Sekunde) in der Zahlreihe abliest, die für die Lichtempfindlichkeit M''. ScA gilt.