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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Übernahme von auf einer Chip-Kundenkarte od. dgl. gespeicherten Informationen als elektronischer Bon, sowie zum Kontrollieren und Anzeigen dieser Informationen.
Im bargeldlosen Zahlungsverkehr verfügen Konsumenten über verschiedene Chipkarten von Banken und Kreditkartenunternehmen, mit denen bargeldlose Geldgeschäfte abgewickelt werden können.
Der Konsument erhält zwar bei jedem Zahlungsvorgang eine Quittung, hat aber in der Regel keine Übersicht über seine Gesamtausgaben.
Die Erfindung zielt darauf ab, diesen Mangel zu beseitigen und eine Einrichtung zu schaffen, mit welcher bargeldlose Geldtransaktionen als elektronischer Bon übernommen und verwaltet werden können und der jeweilige Stand der bargeldlosen Ausgaben jederzeit erkennbar ist. Die erfindungsgemässe Einrichtung zeichnet sich durch eine Einsteckhülle für die Kundenkarte od. dgl. aus, die an ihrer Innenseite mit einem Kontroll-Leseorgan für in Registern der Chipkarte gespeicherte Informationen und auf ihrer Aussenseite mit Informationsanzeigeorganen und Bestätigungstasten versehen ist.
Im Rahmen der Erfindung werden bei jedem Zahlungsvorgang der Rechnungsbetrag, die Kennummer des jeweiligen Terminals
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sowie Datum und Uhrzeit des Zahlungsvorganges in freie Regi- ster auf der Kundenkarte übertragen.
Für diese Registrierung wird der notwendige Speichbedarf des EEPROM-Speichers der Chipkarte verwendet.
Nach dem Abschluss einer Zahlung befinden sich somit in den
Chipregistern der Kundenkarte die entprechenden Datenwerte.
Diese Datenwerte werden nach dem Einschieben der Karte in die
Einsteckhülle der Kontrolleinrichtung in diese übertragen. Die Werte werden in der Kontrolleinrichtung in Listenform gespei- chert.
Die aktualisierte Gesamtsumme, welche in der Kontrolleinrichtung gespeichert ist, ergibt sich aus der Addition der übertragenen Werte und ist vom Konsumenten mittels einer "Total"-Taste an der Kontrolleinrichtung abfragbar und kontrollierbar.
Im Rahmen der Erfindung ist es-je nach Spezifikation und Vorgabe der System-und Terminalbetreiber-einerseits möglich, nur jeweils einen oder auch mehr als nur einen Zahlungsvorgang auf der Chipkarte zwischenzuspeichern, anderseits eventuelle Konflikte mit anderen EEPROM-Anwendungen, durch exakte Speicherplatz- und Verwendungszuweisung für die erfindungsgemässe Anwendung, zu vermeiden.
Weitere Merkmale der Erfindung werden nachfolgend an Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht einer Kontrolleinrichtung gemäss der Erfindung mit einer in diese eingeschobenen
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Chipkarte, und die Fig. 2 bis 5 abgewandelte Ausführungsformen der Erfindung.
Gemäss Fig. 1 weist die Kontrolleinrichtung eine Einsteck- hülle 1 auf, die etwas grösser und dicker als eine herkömmliche
Scheckkarte ausgebildet ist und in welche eine Chip-
Kundenkarte 2 od. dgl. durch einen seitlichen Schlitz l' (der auch beispielsweise an der Oberseite der Einrichtung ausge- führt sein kann) eingeschoben werden kann. Auf dem Chip C der Kundenkarte 2 sind in den zugewiesenen Registern jeweils der letzte bezahlte Rechnungsbetrag, eine Terminalnummer, das Datum und die Uhrzeit der Zahlung gespeichert. Im Inneren der Einsteckhülle 1 ist ein nicht gezeigter Lesechip angeordnet, auf welchen von dem Chip der Kundenkarte nach dem Einschieben derselben die aktuellen Registerwerte übertragen und gespeichert werden.
Zur Energieversorgung der Kontrolleinrichtung sind entweder Solarzellen 3 oder eine nicht gezeigte Knopfbatterie vorgesehen.
Auf der Vorderseite der Einsteckhülle 1 der Kontrolleinrichtung befinden sich bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ein einzeiliges LCD-Displayfeld 4, bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und Fig. 4 ein zweizeiliges LCDDisplayfeld 4'und bei der Ausführungsform nach Fig. 3 zwei einzeilige LCD-Displayfelder 4".
Neben den Displayfeldern 4,4', 4" weist die Einsteckhülle 1 zwei Scroll-Tasten 5', 5" (Pfeil auf/Pfeil ab) eine Summentaste 6 und eine Löschtaste 7 auf. Bei der Ausführungsform
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nach Fig. 4 weist die Einsteckhülle zusätzlich noch eine ON-
Taste 8, zum Aktivieren der Einrichtung auf.
Nach den Ausführungen der Fig. 1 bis 3 wird bei Betätigung einer beliebigen Taste oder beim Einschieben der Kundenkarte 2 in die Hülle 1 die Einrichtung automatisch aktiviert und zeigt für etwa 3 bis 5 Sekunden den aktuellen Zahlungswert und da- nach die aktuelle Gesamtsumme der bisher gespeicherten Zah- lungsvorgänge im LCD-Displayfeld an.
Bei der Ausführung der Fig. 4 wird die Einrichtung durch Betätigung der ON-Taste aktiviert.
Durch Betätigung einer der beiden Scroll-Tasten 5', 5" kann der Anwender die jeweiligen Listeneinträge (Datum und Uhrzeit sowie Zahlungsbetrag) auf-oder abblättern. Die Listeneinträge werden im entsprechenden LCD-Displayfeld angezeigt.
Durch Betätigung der CLEAR-Taste 7 und der darauf folgenden Sicherheitsabfragen (mehrfache Bestätigung) können alle Listeneinträge gelöscht und die Gesamtsumme auf "Null" zurück- gesetzt werden.
Den Zeitpunkt der Löschung definiert der Anwender individuell ; er erfolgt in der Regel einmal pro Monat (z. B. am Monatsanfang, am Tag des Gehaltsbezuges, etc.).
Die Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich von jener nach Fig. 1 dadurch, dass auf der Rückseite der Einsteckhülle 1 ein Kontaktfeld (ähnlich dem eines herkömmlichen Karten-Chip) angebracht ist, mit dem der Datentransfer, mittels
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eines Chip-Lesegerät, auf einen PC möglich ist. Die Schnitt- stelle zum PC wird also mittels des Kontrolleinrichtung-
Leseorganes realisiert, mit dem einerseits die Kundenkarte (z. B. Bankomatkarte), anderseits auch die Einrichtung selbst eingelesen werden kann, und der Datentransfer somit mittels
USB-Schnittstelle in das Einrichtung-PC-Programm stattfindet.
Im Einrichtung-PC-Programm selbst sind noch weitere Merkmale realisierbar : - eine Registerdefinition (z. B. Monatsausgaben, Jahres- übersicht, Shopping, Tanken, Privat, Firma, etc.) - eine Taschenrechnerfunktion - eine Währungsfunktion (Eingabe von Start-, Zielwährung und Kurs) - Einfach realisierbare Übernahme in Excel-, Access- und andere Datenbanken.
Die Ausführungsform nach Fig. 5 gegenüber der Variante nach Fig. 3 verfügt zusätzlich über folgende Merkmale : - eine Rechner-Tastatur R (mit zusätzlicher alphanumerischer Eingabemöglichkeit für die Bennenung von individuellen Zweck-und/oder Konto-Registern) - eine Währungs-Taste (zum Umschalten auf den Modus"#" und zur Eingabe von Start-, Zielwährung und Kurs) - eine Speicher-Funktion (OK) zur Speicherung des aktuellen Wertes in das angewählte Register der Einrichtung und zur Bestätigung diverser Menü- und Eingabefunktionen
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- eine Zweck-Taste (zum Aufrufen des gewünschten Zweckver- zeichnisses) - eine Konto-Taste (zum Aufrufen des gewünschten Einrichtungs-Kontos bei mehreren Einrichtungs-Usern über eine Einrichtung).
Neben den bereits erläuterten Funktionen, können mit Hilfe der Ausführungsform nach Fig. 5 die folgenden Funktionen genutzt werden.
Wie bei jedem herkömmlichen Taschenrechner sind auch über diese Ausführung alle klassischen Taschenrechner-Funktionen ausführbar
Durch Betätigung der Taste "±" wird die Währungsfunktion aktiviert. Mit dieser kann der Benutzer die Einrichtung als Devisen-Rechner verwenden, was für Auslandsaufenthalte bzw. auch während der Startphase des EURO ein wertvolles Hilfsmittel darstellt.
Dabei kann der Anwender Start- und Zielwährung sowie den entsprechenden Währungskurs selbst eingeben. Die definierten Werte bleiben bis zur Eingabe neuer Werte bzw. bis zum Löschen
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lungswert, nach einem abgeschlossenem Zahlungsvorgang, generell oder im speziellen einem bestimmten"KONTO"und/oder einem speziellen"ZWECK"zugeordnet abzuspeichern. Der Anwender betätigt diese Taste nach Einschub der Kundenkarte in die Ein-
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steckhülle 1 und entsprechendem Anruf des gewünschten Kontos und/oder Zweckverzeichnisses.
Zusätzlich dient die Taste"OK"zur Bestätigung diverser Menü- und Eingabefunktionen.
Der Anwender hat die Möglichkeit, auf die vordefinierten Zweckverzeichnisse in der Einrichtung bzw. auf individuell definierte Zweckverzeichnisse (diese können über die alphanumerische Tastatur eingegeben werden) zuzugreifen. Diese Funktion
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ne Ausgabe an der Tankstelle wird dem Zweckverzeichnis "TANKEN" oder "BENZIN" zugeordnet.).
Der Anwender betätigt die Taste"ZWECK"unmittelbar nach Einschub der Kundenkarte 2 und wählt (über die Scroll-Tasten 5', 5"- > Pfeil auf/Pfeil ab) das jeweils gewünschte Zweckverzeichnis für die Speicherung des Wertes. Durch Bestätigung der "OK"-Taste wird der aktuelle Wert dem jeweils ausgewählten Zweckverzeichnis zugeordnet.
Wird die Einrichtung von mehreren Anwendern genutzt (z. B.
Ehepartner, etc. ) und ist eine getrennte Erfassung der Ausgaben erwünscht, so kann über die Taste"KONTO"eine derartige Trennung der anwenderbezogenen Ausgabenübersicht realisiert werden. Dazu werden die jeweiligen Konten zuerst über die alphanumerische Tastatur benannt. Dies erfolgt durch Aktivierung der Konto-Funktion (durch Drücken der Taste"KONTO"), wo der Anwender im LCD-Display das Wort "NAME" liest und über die al-
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phanumerische Tastatur den entsprechenden Namen vergibt. Durch anschliessendes Drücken der Taste"OK"wird der eingegebene Name dem Konto zugeordnet und damit das neue Konto eröffnet.
Bei Abspeicherung eines aktuellen Wertes verfährt der Anwender folgendermassen : Nach Einschub der Kundenkarte 2 in die Einsteckhülle 1 ruft der Anwender vorerst über die Taste"OK" das gewünschte Konto auf (Scrollen zwischen den angelegten Konten über die Tasten 5', 5" - > Pfeil auf/Pfeil ab). Durch Bestätigung der Taste"OK"wird der aktuelle Wert in die Liste des gewählten Kontos gespeichert. Sollte der Anwender die Zweck-Funktion nützen, so kann er vor Bestätigung der SummenTaste durch Bestätigung der Taste "ZWECK" das gewünschte Zweckverzeichnis wählen und den aktuellen Wert (mittels "OK"- Taste) dem jeweiligen Zweck zuordnen.
Die Bedienung wird mittels bewährter Menüführungssysteme (ähnlich Handy-Konfigurationsmenüs) realisiert.
Es versteht sich, dass die erläuterten Ausführungsbeispiel im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedanken verschiedentlich abgewandelt werden können, insbesondere hinsichtlich der einzelnen Funktionen der Einrichtung, der Vorderansicht der Einrichtung, hier im speziellen in Bezug auf die Darstellung des LCD-Displayfeldes sowie der Energieversorgung.