AT528602B1 - Anordnung umfassend ein Möbelscharnier und ein Feststellelement - Google Patents
Anordnung umfassend ein Möbelscharnier und ein FeststellelementInfo
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Abstract
Anordnung (1) umfassend ein Möbelscharnier (2), wobei das Möbelscharnier (2) ein erstes Beschlagteil (3) zur Befestigung an einem feststehenden Möbelteil und ein zweites Beschlagteil (4) zur Befestigung an einem bewegbaren Möbelteil (5) umfasst, wobei das zweite Beschlagteil (4) schwenkbar am ersten Beschlagteil (3) gelagert ist, wobei die Anordnung (1) wenigstens ein von dem Möbelscharnier (2) gesondertes Feststellelement (6) umfasst, wobei das erste Beschlagteil (3) und das zweite Beschlagteil (4) mittels des wenigstens einen Feststellelements (6), vorzugsweise in einer Offenstellung des Möbelscharniers (2), relativ zueinander feststellbar oder festgestellt sind.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung umfassend ein Möbelscharnier, wobei das Möbelscharnier ein erstes Beschlagteil zur Befestigung an einem feststehenden Möbelteil und ein zweites Beschlagteil zur Befestigung an einem bewegbaren Möbelteil umfasst, wobei das zweite Beschlagteil schwenkbar am ersten Beschlagteil gelagert ist.
[0002] Gattungsgemäße Anordnung mit solchen Möbelscharnieren sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt. Insbesondere bei einfachen Möbelscharnieren, welche keine Dämpfung oder Schließautomatik aufweisen, stellt sich bei der Montage der Möbelscharniere an einem Möbelteil das Problem, dass sich die beiden Beschlagteile relativ zueinander frei bewegen können. In anderen Worten bewegt sich der Möbelbeschlag, welcher nicht gerade an einem M6öbelteil montiert wird, undefiniert zum anderen Beschlagteil.
[0003] Das ist insbesondere bei einer automatisierten Montage der Scharniere nachteilig. Aber auch bei einer manuellen Montage ist dies für einen Monteur unangenehm.
[0004] Die Aufgabe der gegenständlichen Erfindung besteht darin, eine einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Anordnung, welcher die vorgenannten Nachteile zumindest teilweise vermeidet, anzugeben. Zudem soll auch ein Verfahren zur Montage einer solchen Anordnung an einem Möbelteil angegeben werden.
[0005] Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 9.
[0006] Erfindungsgemäß ist bei einer wie oben beschriebenen Anordnung vorgesehen, dass die Anordnung wenigstens ein von dem Möbelscharnier gesondertes Feststellelement umfasst, wobei das erste Beschlagteil und das zweite Beschlagteil mittels des wenigstens einen Feststellelements, vorzugsweise in einer Offenstellung des Möbelscharniers, relativ zueinander feststellbar oder festgestellt sind.
[90007] Mittels eines solchen Feststellelements ist es auf einfache Art und Weise möglich, die Beschlagteile eines Möbelscharniers relativ zueinander in einer definierten Position festzustellen, was die Montage der Anordnung erleichtert. Beispielsweise kann nämlich das erste Beschlagteil als Angriffspunkt für einen Benutzer oder einer Vorrichtung zum automatisierten Verarbeiten vom Möbelscharnieren dienen.
[0008] Zudem müssen keine Veränderungen an einem bestehenden Möbelscharnier vorgenommen werden, da das Feststellelement als gesondertes Teil vorliegt. Somit kann eine Anordnung einfach und kostengünstig mittels bereits bekannter Scharniere hergestellt werden. Ein Feststellelement kann dabei mit verschiedenen Arten von Möbelscharnieren kompatibel sein.
[0009] Eine Offenstellung des Möbelscharniers bezeichnet jene Stellung, in welcher sich ein in ein Möbel eingebautes Scharnier befindet, wenn das Möbel offen ist. In der Offenstellung schließen das erste Beschlagteil und das zweite Beschlagteil einen Winkel von größer oder gleich 180° ein. In der Offenstellung liegt der größte Öffnungswinkel des Möbelscharniers vor.
[0010] Hinsichtlich eines erfindungsgemäßen Verfahrens sind folgende Schritte vorgesehen: - Bereitstellen eines bewegbaren Möbelteils, wobei eine Innenseite des bewegbaren M6öbelteils in vertikaler Richtung nach unten zeigt, - Verbinden des zweiten Beschlagteils mit dem bewegbaren Möbelteil an der Innenseite, und - Lösen des wenigstens einen Feststellelements von dem Möbelscharnier, sodass das erste Beschlagteil und das zweite Beschlagteil relativ zueinander bewegbar sind.
[0011] Die Reihenfolge dieser Schritte stellt keinen zwingenden chronologischen Ablauf dar. Vielmehr können die genannten Schritte auch in einer anderen Reihenfolge oder zumindest teilweise oder auch vollständig parallel zueinander durchgeführt werden.
[0012] Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. [0013] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Möbelscharnier ei11714
nen Gelenkmechanismus, welcher das erste Beschlagteil und das zweite Beschlagteil miteinander gelenkig verbindet, aufweist, wobei der Gelenkmechanismus mindestens vier, vorzugsweise genau vier, Gelenkachsen aufweist.
[0014] Das stellt eine einfache und stabile Umsetzung eines Möbelscharniers dar.
[0015] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das Feststellelement an dem ersten Beschlagteil und/oder an dem zweiten Beschlagteil und/oder an dem Gelenkmechanismus angeordnet oder anordenbar ist.
[0016] Besonders bevorzugt ist das wenigstens eine Feststellelement am zweiten Beschlagteil oder am Gelenkmechanismus angeordnet oder anordenbar.
[0017] Eine entsprechende Anordnung des Feststellelements ist einerseits einfach und leicht zugänglich herzustellen. Andererseits kann ein Feststellelement bei entsprechender Platzierung einfach ausgebildet und kostengünstig herstellbar sein.
[0018] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der Gelenkmechanismus einen ersten Gelenkarm und einen zweiten Gelenkarm aufweist, wobei mittels des wenigstens einen Feststellelements der erste Gelenkarm relativ zum zweiten Gelenkarm, oder der erste Gelenkarm und/oder der zweiten Gelenkarm relativ zum ersten Beschlagteil und/oder zum zweiten Beschlagteil feststellbar ist.
[0019] Insbesondere kann bevorzugt vorgesehen sein, dass mittels des wenigstens einen Feststellelements der erste Gelenkarm relativ zum zweiten Gelenkarm, oder der erste Gelenkarm relativ zum zweiten Beschlagteil feststellbar ist.
[0020] Das stellt eine einfache Möglichkeit dar, die Beschlagteile relativ zueinander festzustellen. Ein Feststellelement kann dabei kompakt und mit wenig Materialbedarf gefertigt werden, da nur kurze Weg zwischen den Gelenkarmen bzw. zwischen dem ersten Gelenkarm und dem zweiten Beschlagteil überbrückt werden müssen.
[0021] Wenn ein erster und ein zweiter Gelenkarm vorgesehen sind, so können der erste Gelenkarm und der zweite Gelenkarm jeweils mit dem ersten Beschlagteil und dem zweiten Beschlagteil über jeweils eine der zumindest vier Gelenkachsen schwenkbar verbunden sein.
[0022] Es kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Feststellelement wenigstens eine erste Anlagefläche zur Anlage an dem ersten Gelenkarm und wenigstens eine zweite Anlagefläche zur Anlage an dem zweiten Gelenkarm und/oder dem ersten Beschlagteil und/oder dem zweiten Beschlagteil aufweist.
[0023] Über die erste und die zweite Anlagefläche können die beiden Beschlagteile formschlüssig zueinander festgestellt werden.
[0024] Wenn das zweite Beschlagteil ein Scharniertopf ist, kann die zweite Anlagefläche des Feststellelements an einem Boden des Scharniertopfs zur Anlage kommen.
[0025] Es kann auch vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Feststellelement einen Halteabschnitt aufweist, über welchen das wenigstens eine Feststellelement an dem Möbelscharnier befestigbar ist.
[0026] Vorteilhafterweise kann das wenigstens eine Feststellelement einstückig ausgebildet sein. [0027] Das wenigstens eine Feststellelement kann aus einem Kunststoff ausgebildet sein.
[0028] Diese Merkmale, allein oder in Kombination, tragen zu einer einfachen und kostengünstigen Umsetzung eines Feststellelements bei.
[0029] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Feststellelement zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, innerhalb des zweiten Beschlagteils angeordnet oder anordenbar ist, vorzugsweise wobei das zweite Beschlagteil ein Scharniertopf ist.
[0030] Bei einem solchen Ausführungsbeispiel kann das Feststellelement platzsparend an dem Möbelscharnier angeordnet werden.
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[0031] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Feststellelement C-förmig ausgebildet ist.
[0032] Das stellt eine einfache und materialsparende Umsetzung eines Feststellelements dar.
[0033] Bei einem solchen Feststellelement kann vorgesehen sein, dass der erste Gelenkarm und der zweite Gelenkarm zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, innerhalb des Feststellelements angeordnet oder anordenbar sind.
[0034] In anderen Worten kann das C-förmige Feststellelement den ersten und den zweiten Gelenkarm umgreifen.
[0035] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Feststellelement zumindest teilweise elastisch ausgebildet ist.
[0036] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Feststellelement durch eine Betätigung des Möbelscharniers von dem Möbelscharnier lösbar ist.
[0037] Somit kann nach erfolgter Montage der Anorndung die Funktionsfähigkeit des Möbelscharniers durch einfaches Betätigen desselben wieder hergestellt werden.
[0038] Alternativ oder zusätzlich dazu kann vorgesehen sein, dass das Feststellelement ein Löseelement zum Lösen des Feststellelement von dem Möbelscharnier aufweist.
[0039] Über ein solches Löseelement kann das Feststellelement manuell von dem Möbelscharnier gelöst werden. Es ist daher nicht notwendig, das Möbelscharnier zu betätigen.
[0040] Hinsichtlich eines erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Feststellelement durch Betätigung des Möbelscharniers von dem Möbelscharnier gelöst wird.
[0041] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Feststellelement über ein Löseelement manuell von einem Benutzer von dem Möbelscharnier gelöst wird.
[0042] Weitere Einzelheiten und Vorteile bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
[0043] Fig. 1A-B schematische Ansichten eines Möbelscharniers,
[0044] Fig. 2A-C schematische Ansichten eines ersten und zweiten Ausführungsbeispiels eines Feststellelements,
[0045] Fig. 3A-B schematische Ansichten eines dritten Ausführungsbeispiels eines Feststellelements,
[0046] Fig. 4A-B schematische Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels einer Anordnung,
[0047] Fig. 5A-B schematische Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Anordnung,
[0048] Fig. SA-B schematische Ansichten eines dritten Ausführungsbeispiels einer Anordnung, und
[0049] Fig. 7A-C schematische Ansichten eines Verfahrens zur Montage einer Anordnung an einem bewegbaren Möbelteil.
[0050] Die Fig. 1A und 1B zeigen schematische Ansichten eines Möbelscharniers 2. In diesen Figuren ist das Möbelscharnier 2 in einer Offenstellung dargestellt.
[0051] Das Möbelscharnier 2 umfasst ein erstes Beschlagteil 3 und ein zweites Beschlagteil 4, wobei das zweite Beschlagteil 4 über einen Gelenkmechanismus 7 schwenkbar an dem ersten Beschlagteil 3 angeordnet ist.
[0052] Am ersten Beschlagteil 3 ist eine Schnittstelle 3a ausgebildet, über welche das erste Be-
schlagteil 3 an einem feststehenden Möbelteil angeordnet werden kann. Das feststehende M6öbelteil kann beispielsweise ein Möbelkorpus sein.
[0053] Zudem sind am ersten Beschlagteil 3 Betätigungselemente 3b einer Einstellvorrichtung 3c zum Einstellen des Möbelscharniers 2 erkennbar.
[0054] Das zweite Beschlagteil 4 ist als Scharniertopf ausgebildet. Am zweiten Beschlagteil 4 sind zwei Öffnungen 4a erkennbar, in welche Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben, eingebracht werden können, um das zweite Beschlagteil 4 an einem bewegbaren Möbelteil 5 zu befestigen.
[0055] Der Gelenkmechanismus 7 umfasst einen ersten Gelenkarm 8 und einen zweiten Gelenkarm 9. Die Gelenkarme 8, 9 sind jeweils über Stifte 7b schwenkbar an dem ersten Beschlagteil 3 und dem zweiten Beschlagteil 4 gelagert. Durch jeden der Stifte 7b verläuft eine Gelenkachse 7a. Insgesamt sind genau vier Gelenkachsen 7a vorgesehen.
[0056] Die Fig. 2A bis 2C zeigen schematische Ansichten eines ersten und zweiten Ausführungsbeispiels eines Feststellelements 6. Die Fig. 2A und 2B zeigen dabei verschiedene Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels, während die Fig. 2C ein zweites Ausführungsbeispiel zeigt.
[0057] Gemäß des ersten Ausführungsbeispiels weist das Feststellelement 6 eine erste Anlagefläche 10 und eine zweite Anlagefläche 11 auf. Die beiden Anlageflächen 10, 11 schließen dabei einen vordefinierten Winkel ein.
[0058] Zudem ist auch ein Halteabschnitt 6a erkennbar. Der Halteabschnitt 6a ist nach Art einer Klemme und zumindest teilweise elastisch ausgebildet. Uber den Halteabschnitt 6a kann ein Element zwischen dem Halteabschnitt 6a und der ersten Anlagefläche 10 gehalten werden.
[0059] Das zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2C entspricht im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2A und 2B. Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist zusätzlich jedoch ein Löseelement 6b vorgesehen. Das Löseelement 6b umfasst einen Steg 6c und ein am Steg 6c angeordnetes Griffelement 6d, welches ein Benutzer zum Lösen des Feststellelements 6 greifen kann.
[0060] Die Fig. 3A und 3B zeigen schematische Ansichten eines dritten Ausführungsbeispiels eines Feststellelements 6. Gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel ist das Feststellelement 6 Cförmig ausgebildet.
[0061] Das Feststellelement 6 weist zwei erste Anlageflächen 10 sowie eine zweite Anlagefläche 11 auf.
[0062] Zudem sind Haltekonturen 6e erkennbar. An dem ersten Gelenkarm 8 können korrespondierende Konturen ausgeformt sein, mit welchen die Haltekonturen 6e in Eingriff kommen können, um ein verrutschen des Feststellelements 6 entlang der Gelenkarme 8, 9 zu verhindern.
[0063] Die Feststellelemente 6 sind in allen Ausführungsbeispielen einstückig ausgebildet. Vorzugsweise können die Feststellelemente 6 aus Kunststoff gefertigt sein, beispielsweise über ein Spritzgussverfahren.
[0064] Die Fig. 4A und 4B zeigen schematische Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels einer Anordnung 1. Die Anordnung umfasst ein Möbelscharnier 2 gemäß den Fig. 1A und 1B sowie ein Feststellelement 6 gemäß den Fig. 2A und 2B.
[0065] Es ist erkennbar, dass das Feststellelement 6 vollständig im zweiten Beschlagteil 4 angeordnet ist. Das Feststellelement 6 liegt mit der zweiten Anlagefläche 11 an einem Boden 4b des Scharniertopfs an. Die erste Anlagefläche 10 liegt an dem ersten Gelenkarm 8 an. Der erste Gelenkarm 8 und das zweite Beschlagteil 4 sind somit zueinander festgestellt. Somit ist auch der Gelenkmechanismus 7 gesperrt und in weiterer Folge das erste Beschlagteil 3 und das zweite Beschlagteil 4 relativ zueinander festgestellt.
[0066] Über den Halteabschnitt 6a wird das Feststellelement 6 an einem Ende des ersten Gelenkarms 8 gehalten. Somit kann ein ungewolltes Lösen des Feststellelements 6 vom Möbel-
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scharnier 2 verhindert werden.
[0067] Durch ein Betätigen des Möbelscharniers 2, also einem Überführen des Möbelscharniers 2 von der gezeigten Offenstellung in Richtung einer Schließstellung, in welcher die Beschlagteile 3, 4 einen Winkel kleiner 180° einschließen, kann die Haltekraft des Halteabschnitts 6a überwunden und so das Feststellelement 6 vom Möbelscharnier 2 gelöst werden.
[0068] Die Fig. 5A und 5B zeigen schematische Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Anordnung 1.
[0069] Das zweite Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 unterscheidet sich im Wesentlichen lediglich durch die Verwendung des Feststellelements 6 gemäß Fig. 2C vom ersten Ausführungsbeispiel.
[0070] Es ist erkennbar, dass auch das Löseelement 6b noch innerhalb des zweiten Beschlagteils 4 angeordnet ist. Das Lösen des Feststellelements 6 vom Möbelscharnier 2 kann wie beim ersten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 oder über das Löseelement 6b erfolgen.
[0071] Für Letzteres greift ein Benutzer das Griffelement 6d und zieht daran, wodurch das Feststellelement 6 vom Möbelscharnier 2 gelöst wird.
[0072] Die Fig. 6A und 6B zeigen schematische Ansichten eines dritten Ausführungsbeispiels einer Anordnung 1.
[0073] Das dritte Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 unterscheidet sich im Wesentlichen durch die Verwendung des Feststellelements 6 gemäß Fig. 3A und 3B vom ersten und zweiten Ausführungsbeispiel.
[0074] Das C-förmige Feststellelement 6 ist an dem Gelenkmechanismus 7 derart angeordnet, dass es die Gelenkarme 8, 9 umfasst. Die Gelenkarme 8, 9 sind also bereichsweise innerhalb des Feststellelements 6 angeordnet.
[0075] Die ersten Anlageflächen 10 liegen dabei am ersten Gelenkarm 8 und die zweite Anlagefläche 11 am zweiten Gelenkarm 9 an. Der erste Gelenkarm 8 und der zweite Gelenkarm 9 sind somit zueinander festgestellt und der Gelenkmechanismus 7 blockiert. In weiterer Folge sind also das erste Beschlagteil 3 und das zweite Beschlagteil 4 relativ zueinander festgestellt.
[0076] Die Haltekonturen 6e sind mit korrespondierenden Konturen am ersten Gelenkarm 8 in Eingriff und verhindern so ein Verrutschen des Feststellelements 6 entlang der Gelenkarm 8, 9.
[0077] Zum Lösen des Feststellelements 6 wird das Möbelscharnier 2 betätigt, wodurch das Feststellelement 6 verformt wird und sich von dem Gelenkmechanismus 7 löst. Es ist auch denkbar, dass ein Benutzer das Feststellelement 6 manuell verformt und so von dem Gelenkmechanismus 7 lösen kann.
[0078] Die Fig. 7A bis 7C zeigen schematische Ansichten eines Verfahrens zur Montage einer Anordnung 1 an einem bewegbaren Möbelteil 5. In den gezeigten Figuren kommt ein ersten Ausführungsbeispiel einer Anordnung 1 zum Einsatz, das Verfahren kann aber auch mit den anderen Ausführungsformen der Anordnung 1 durchgeführt werden. Die Fig. 7A ist dabei eine Seitenansicht, die Fig. 7B und 7c jeweils Schnittansichten.
[0079] Das bewegbare Möbelteil 5 kann beispielsweise eine Möbeltür sein.
[0080] Eine erste Seite 5a des bewegbaren Möbelteils 5 ist in vertikaler Richtung nach unten ausgerichtet. Die erste Seite 5a kann beispielsweise eine Innenseite eines bewegbaren Möbelteils 5 sein.
[0081] Im bewegbaren Möbelteil 5, genauer, an der ersten Seite 5a, ist eine Ausnehmung 5b für das zweite Beschlagteil 4 vorgesehen. Zur Montage der Anordnung an dem bewegbaren Möbelteil 5 wird das zweite Beschlagteil 4 in die Ausnehmung 5b eingebracht. Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben, werden in die Öffnungen 4a des zweiten Beschlagteils 4 und in weiterer Folge in das bewegbare Möbelteil 5 eingebracht, um die Anordnung 1 am bewegbaren Möbelteil 5 zu befestigen (Fig, 7B).
[0082] Während dieses Vorgangs sind die beiden Beschlagteile 3, 4 über das Feststellelement 6 zueinander in der Offenstellung festgestellt, was den Montagevorgang deutlich erleichtert.
[0083] Beispielsweise kann nämlich das erste Beschlagteil 3 als Angriffspunkt für einen Benutzer oder einer Vorrichtung zum automatisierten Verarbeiten vom Möbelscharnieren dienen.
[0084] In einem weiteren Schritt wird dann das Möbelscharnier 2 betätigt, um das Feststellelement 6 vom Möbelscharnier 2 zu lösen uns dieses einsatzbereit zu machen (Fig. 7C). Es kann auch vorgesehen sein, dass das Feststellelement 2 manuell von einem Benutzer entfernt wird.
BEZUGSZEICHENLISTE:
1 Anordnung
2 Möbelscharnier
3 Erstes Beschlagteil 3a Schnittstelle 3b Betätigungselement 3C Einstellvorrichtung
4 Zweites Beschlagteil 4a Öffnung 4b Boden
5 Bewegbares Möbelteil 5a erste Seite 5b Ausnehmung
6 Feststellelement 6a Halteabschnitt 6b Löseelement 6c Steg 6Sd Griffelement 6e Haltekontur
7 Gelenkmechanismus 7a Gelenkachse 7b Stift
8 Erster Gelenkarm
9 Zweiter Gelenkarm
10 Erste Anlagefläche
11 Zweite Anlagefläche
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Claims (10)
1. Anordnung (1) umfassend ein Möbelscharnier (2), wobei das Möbelscharnier (2) ein erstes Beschlagteil (3) zur Befestigung an einem feststehenden Möbelteil und ein zweites Beschlagteil (4) zur Befestigung an einem bewegbaren Möbelteil (5) umfasst, wobei das zweite Beschlagteil (4) schwenkbar am ersten Beschlagteil (3) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (1) wenigstens ein von dem Möbelscharnier (2) gesondertes Feststellelement (6) umfasst, wobei das erste Beschlagteil (3) und das zweite Beschlagteil (4) mittels des wenigstens einen Feststellelements (6), vorzugsweise in einer Offenstellung des Möbelscharniers (2), relativ zueinander feststellbar oder festgestellt sind.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, wobei das Möbelscharnier (1) einen Gelenkmechanismus (7), welcher das erste Beschlagteil (3) und das zweite Beschlagteil (4) miteinander gelenkig verbindet, aufweist, wobei der Gelenkmechanismus (7) mindestens vier, vorzugsweise genau vier, Gelenkachsen (7a) aufweist.
3. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Feststellelement (6) an dem ersten Beschlagteil (3) und/oder an dem zweiten Beschlagteil (4) und/oder an dem Gelenkmechanismus (7) angeordnet oder anordenbar ist.
4. Anordnung (1) nach Anspruch 2 oder 3, wobei der Gelenkmechanismus (7) einen ersten Gelenkarm (8) und einen zweiten Gelenkarm (9) aufweist, wobei mittels des wenigstens einen Feststellelements (6) der erste Gelenkarm (8) relativ zum zweiten Gelenkarm (9), oder der erste Gelenkarm (8) und/oder der zweiten Gelenkarm (9) relativ zum ersten Beschlagteil (3) und/oder zum zweiten Beschlagteil (4) feststellbar ist.
5. Anordnung (1) nach Anspruch 4, wobei das wenigstens eine Feststellelement (6) wenigstens eine erste Anlagefläche (10) zur Anlage an dem ersten Gelenkarm (8) und wenigstens eine zweite Anlagefläche (11) zur Anlage an dem zweiten Gelenkarm (9) und/oder dem ersten Beschlagteil (3) und/oder dem zweiten Beschlagteil (4) aufweist.
6. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Feststellelement (6) zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, innerhalb des zweiten Beschlagteils (4) angeordnet oder anordenbar ist, vorzugsweise wobei das zweite Beschlagteil (4) ein Scharniertopf ist.
7. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das wenigstens eine Feststellelement (6) C-förmig ausgebildet ist.
8. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das wenigstens eine Feststellelement (6) durch eine Betätigung des Möbelscharniers (2) von dem Möbelscharnier (2) lösbar ist.
9. Verfahren zur Montage einer Anordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche an
einem bewegbaren Möbelteil (5) umfassend folgende Schritte:
- Bereitstellen eines bewegbaren Möbelteils (5), wobei eine erste Seite (5a) des bewegbaren Möbelteils (5) in vertikaler Richtung nach unten zeigt,
- Verbinden des zweiten Beschlagteils (4) mit dem bewegbaren Möbelteil (5) an der ersten Seite (5a), und
- Lösen des wenigstens einen Feststellelements (6) von dem Möbelscharnier (2), sodass das erste Beschlagteil (3) und das zweite Beschlagteil (4) relativ zueinander bewegbar sind.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das wenigstens eine Feststellelement (6) durch Betätigung des Möbelscharniers (2) von dem Möbelscharnier (2) gelöst wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50254/2025A AT528602B1 (de) | 2025-04-11 | 2025-04-11 | Anordnung umfassend ein Möbelscharnier und ein Feststellelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50254/2025A AT528602B1 (de) | 2025-04-11 | 2025-04-11 | Anordnung umfassend ein Möbelscharnier und ein Feststellelement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528602A4 AT528602A4 (de) | 2026-03-15 |
| AT528602B1 true AT528602B1 (de) | 2026-03-15 |
Family
ID=99055636
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50254/2025A AT528602B1 (de) | 2025-04-11 | 2025-04-11 | Anordnung umfassend ein Möbelscharnier und ein Feststellelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT528602B1 (de) |
-
2025
- 2025-04-11 AT ATA50254/2025A patent/AT528602B1/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT528602A4 (de) | 2026-03-15 |
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