AT528305A4 - Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen - Google Patents

Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen

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AT528305A4
AT528305A4 ATA50655/2024A AT506552024A AT528305A4 AT 528305 A4 AT528305 A4 AT 528305A4 AT 506552024 A AT506552024 A AT 506552024A AT 528305 A4 AT528305 A4 AT 528305A4
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waste treatment
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Müller-Mezin Nikolaus
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Nikolaus Mueller Mezin
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/40Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin
    • C10L5/46Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin on sewage, house, or town refuse
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B1/00Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
    • B07B1/18Drum screens
    • B07B1/22Revolving drums

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Abstract

Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen (EBS), umfassend einen Annahmebereich (2) zur Zulieferung von Abfall, einen Vorsortierbereich (3) zur Ausscheiden von unverwertbaren Materialien aus dem Abfall, einen Zerkleinerungsbereich (4) zur Zerkleinerung des Abfalls, einen Siebbereich (5) mit einem Trommelsieb (6) zur Trennung des Abfalls in eine Schwerfraktion (SF) und in eine Leichtfraktion (LF), wobei das Trommelsieb (6) Durchgangsöffnungen (8) zum Durchtritt der Schwerfraktion (SF) aus dem Trommelsieb (6) aufweist, wobei die Durchgangsöffnungen (8) jeweils von einem vom Trommelsieb (6) abstehenden Stutzen (9) umgeben sind, wobei die Stutzen (9) in radialer Richtung eine Höhe (h) von mindestens 4 cm, bevorzugt mindestens 7 cm, aufweisen.

Description

x bes AT 528 305 A4 2025-12-15
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Beschreibung
ABFALLBEHANDLUNGSANLAGE ZUR HERSTELLUNG VON ERSATZBRENNSTOFFEN
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet der Abfallverwertung und Abfallaufbereitung, und insbesondere auf Techniken zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen aus Abfallmaterialien.
[0002] Abfallaufbereitungsanlagen zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen sind seit geraumer Zeit bekannt und weit verbreitet. Derartige Anlagen bestehen typischerweise aus mehreren Stufen, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen. Zunächst gibt es einen Annahmebereich, in dem der angelieferte Abfall empfangen und zur weiteren Verarbeitung vorbereitet wird. Oft folgt ein Vorsortierbereich, in dem unverwertbare Materialien manuell oder maschinell aussortiert werden, um den weiteren Prozess zu optimieren. Der Abfall wird dann in einem Zerkleinerungsbereich mechanisch zerkleinert, um die Materialgröße zu reduzieren und die Handhabung zu erleichtern. Weitere Schritte wie Siebung, Windsichtung, ballistische Separation, Handsortierung, Magnetscheidung etc. können durchgeführt werden. Diese Schritte sind darauf ausgelegt, einen möglichst effizienten und gleichmäßigen Ersatzbrennstoff aus verschiedenen Abfallmaterialien zu erzeugen, wobei jedoch die kalorischen Eigenschaften oft unveränderlich und abhängig von den eingehenden Abfallströmen sind.
[0003] Ersatzbrennstoffe sind unter anderem für die Zementherstellung von großer Bedeutung, da sie kostengünstige und umweltfreundliche Alternativen zu fossilen Brennstoffen bieten. Ihre Nutzung senkt Betriebskosten, reduziert Treibhausgasemissionen, schont fossile Ressourcen und verbessert das Abfallmanagement, indem Abfälle als wertvolle Energiequellen verwertet werden. Die hohen Betriebstemperaturen in Zementöfen ermöglichen eine effiziente Verbrennung und maximale Energieausbeute. Insgesamt fördern Ersatzbrennstoffe die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Zementindustrie, indem sie zu einer stabileren und diversifizierten Energieversorgung beitragen.
[0004] Eine spezifische Technik zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen mit variablen biogenen Anteilen ist aus der AT 503 357 A1 bekannt. Bei diesem Verfahren wird zunächst eine erste Charge Abfall bereitgestellt und eine Probe entnommen, die verbrannt wird, um die kalorischen Eigenschaften zu bestimmen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine völlig andere Charge Abfall angeliefert und eine weitere Probe entnommen, deren kalorische Eigenschaften ebenfalls bestimmt werden.
[0005] Dieses bekannte Verfahren ist zwar revolutionär, weist jedoch auch Nachteile auf. Beispielsweise besteht die Unsicherheit, ob die kalorischen Eigenschaften der zwei Chargen hinreichend weit auseinander liegen, um einen Ersatzbrennstoff mit den gewünschten Eigenschaften zu erhalten. Zudem ergeben sich große logistische Herausforderungen, da die Chargen so lange gelagert werden müssen, bis andere Chargen mit unterschiedlichen kalorischen Eigenschaften angeliefert werden. Dies erfordert nicht nur zusätzlichen Lagerraum, sondern erhöht auch die Komplexität der gesamten Prozesskette.
[0006] Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Anlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen zu schaffen, wodurch die oben genannten Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise überwunden werden.
[0007] Dieses Ziel wird durch eine Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen erreicht, umfassend einen Annahmebereich zur Zulieferung von Abfall, einen Vorsortierbereich zur Ausscheiden von unverwertbaren Materialien aus dem Abfall, einen Zerkleinerungsbereich zur Zerkleinerung des Abfalls, einen Siebbereich mit einem Trommelsieb zur Trennung des Abfalls in eine Schwerfraktion und in eine Leichtfraktion, wobei das Trommelsieb Durchgangsöffnungen zum Durchtritt der Schwerfraktion aus dem Trommelsieb aufweist, wobei die Durchgangsöffnungen jeweils von einem vom Trommelsieb abstehenden Stutzen umgeben sind, wobei die Stutzen in radialer Richtung eine Höhe von mindestens 4 cm, bevorzugt mindestens 7 Cm, aufweisen.
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[0008] Trommelsiebe arbeiten nach dem Prinzip, dass Abfall in einen Einlaufbereich des Trommelsiebs eingebracht wird, und der Abfall wird z.B. durch eine Neigung oder eine im Inneren des Trommelsiebs befindliche Schnecke durch das Trommelsieb gefördert wird. Teile des Abfalls, die sogenannte Schwerfraktion, können nun durch die Durchgangsöffnungen in der Seitenwand des Trommelsiebs nach außen treten. Ein derart ausgeschiedener Teil wird in der Fachsprache als Schwerfraktion bezeichnet. Jener Teil, der nicht durch die Durchgangsöffnungen nach außen abgeschieden wird, tritt an der anderen Stirnseite des Trommelsiebs wieder aus diesem aus und wird in der Fachsprache als Leichtfraktion bezeichnet.
[0009] Das genannte Trommelsieb der erfindungsgemäßen Abfallbehandlungsanlage eignet sich überraschend gut, um eine verbesserte Trennung der Schwerfraktion von der Leichtfraktion zu erzielen. Als Hintergrund hierfür sei erwähnt, dass sich die Leichtfraktion häufig aus sperrigen Teilen zusammensetzt, die aufgrund ihrer Größe nicht durch die Durchgangsöffnungen passen. Es gibt jedoch Elemente wie z.B. Äste oder Drähte, die aufgrund Ihrer Materialeigenschaften der Leichtfraktion zuzuordnen sind, jedoch bei ungünstiger Lage dennoch durch die Durchgangsöffnungen hindurchtreten können. Dieses überraschende Problem wurde durch den Erfinder erkannt und dadurch gelöst, dass Stutzen um die Durchgangsöffnungen vorgesehen werden, die es den genannten Teilen der Schwerfraktion erschwert, durch die Durchgangsöffnungen hindurchzutreten.
[0010] Zusammengefasst ermöglichen die Stutzen eine verbesserte Trennung der Schwerfraktion von der Leichtfraktion und damit homogenere Fraktionen. Dadurch erhält man auch einen Ersatzbrennstoff mit homogeneren kalorischen Eigenschaften, da es nicht dazu kommen kann, dass z.B. ein erster Teil der Schwerfraktion Äste und Drähte umfasst, während ein zweiter Teil der Schwerfraktion keine Äste und Drähte umfasst und daher einen andere kalorische Eigenschaften als der erste Teil der Leichtfraktion aufweist.
[0011] Es wurden einige Varianten von Stutzen getestet, wobei im Folgenden jene erläutert werden, bei denen am wenigsten Leichtfraktion in die Schwerfraktion übergeführt wurde, ohne selbst Schwerfraktion zurückzuhalten. Eine erste Variante von Stutzen wurde zylindrisch ausgeführt, wobei die Stutzen in radialer Richtung vom Trommelsieb abstehen. Eine zweite Variante von Stuten wurde zylindrisch ausgeführt, wobei die Stutzen in einer oder unterschiedlichen Richtungen vom Trommelsieb abstehen, die gegenüber der radialen Richtung des Trommelsiebs geneigt sind, d.h. schräg vom Trommelsieb abstehen. Eine dritte Variante von Stutzen wurde in Form eines gewinkelten oder gebogenen Rohres ausgeführt. Eine vierte Variante von Stutzen wurde in Form eines verjüngenden Konus ausgeführt.
[0012] In bevorzugten Varianten sind die Stutzen nicht alle gleich ausgeführt, sondern zumindest zwei Stutzen sind unterschiedlich ausgeführt, um unterschiedliche Effekte der Stutzen auszunutzen. In anderen Worten weisen zumindest zwei der Stutzen eine unterschiedliche Form oder eine unterschiedliche Höhe in radialer Richtung auf. Beispielsweise könnte die Höhe der Stutzen in Förderrichtung des Trommelsiebs stetig ansteigen oder die Höhe oder Form der Stutzen könnte in einem ersten Bereich, z.B. der vorderen Hälfte, des Trommelsiebs, anders ausgeführt sein als in einem zweiten Bereich, z.B. der hinteren Hälfte, des Trommelsiebs. Konkret könnten die Stutzen z.B. in der vorderen Hälfte als radial abstehende Zylinder ausgeführt werden und in der hinteren Hälfte als gebogene Rohre, da diese den Durchtritt von Ästen oder Drähten noch weiter erschweren als Zylinder, aber die Zylinder einen verbesserten Durchtritt der Schwerfraktion ermöglichen.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform können die Stutzen nur über die letzten 40 % oder nur über die letzten 20 % des Trommelsiebs angeordnet sein, gesehen in Förderrichtung des Trommelsiebs. Dies ist ausreichend, da die genannten Teile der Leichtfraktion wie Äste oder Drähte im vorderen Bereich des Trommelsiebs nicht aus den Durchgangslöchern hinaustreten werden, da im vorderen Bereich noch ein großer Anteil an Schwerfraktion durch die Durchgangslöcher hindurchtritt und damit Äste oder Drähte blockiert. Zugleich ergibt sich durch die reduzierte Anzahl von Stutzen eine vereinfachte Bauweise des Trommelsiebs.
[0014] Weitere Versuche haben ergeben, dass vorteilhafte Ausführungen von Durchgangsöff-
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nungen einen Durchmesser von 50 mm bis 100 mm aufweisen, bevorzugt von im Wesentlichen 80 mm. Weiters konnten vorteilhafte Ergebnisse erzielt werden, indem die Durchgangsöffnungen in einem Abstand von 30 mm bis 70 mm angeordnet wurden, bevorzugt von im Wesentlichen 50 mm. Bei derartigen Anordnungen kam es zu besonders homogenen Leichtfraktionen und Schwerfraktionen.
[0015] Im Stand der Technik war die Länge der Trommelsiebe in der Regel auf 8 m begrenzt, da es ab dieser Länge zu keinem verbesserten Siebeffekt mehr kam. Überraschenderweise hat sich jedoch herausgestellt, dass die Stutzen diese Beschränkung aufheben. Wie eingangs erläutert ermöglichen die Stutzen, dass weniger Leichtfraktion in die Schwerfraktion übergeht. Nun kann jedoch die Länge des Trommelsiebs vergrößert werden, um den Anteil an Schwerfraktion zu erhöhen, der aus den Durchgangsöffnungen austritt. Zusammengefasst kommt es zu einem überraschend vorteilhaften Effekt, wenn Stutzen in Kombination mit einem überlangen Trommelsieb mit zumindest 10 m eingesetzt werden, da hierdurch eine überaus homogene Leichtfraktion bei einer gleichfalls homogenen Schwerfraktion erzielt werden.
[0016] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung und ihrer Vorteile gegenüber dem Stand der Technik wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren die genaue Ausgestaltung der Anlage und des Verfahrens zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen beschrieben. Die Figuren veranschaulichen dabei verschiedene Aspekte und Ausführungsformen der Erfindung, die das Verständnis der technischen Details und der Funktionsweise erleichtern.
[0017] Figur 1 zeigt ein Blockdiagramm zu den Verfahrensschritten einer Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen.
[0018] Figur 2 zeigt ein Trommelsieb, das Durchgangsöffnungen mit Stutzen aufweist.
[0019] Die Figuren 3 bis 5 zeigen eine erste Variante des Blechs des Trommelsiebes in einer Draufsicht (Figur 3) einer perspektivischen Ansicht (Figur 4) und einer Seitenansicht (Figur 5).
[0020] Figur 6 zeigt eine zweite Variante des Blechs des Trommelsiebes in einer Seitenansicht.
[0021] Figur 7 zeigt eine dritte Variante des Blechs des Trommelsiebes in einer Seitenansicht.
[0022] Figur 8 zeigt eine vierte Variante des Blechs des Trommelsiebes in einer Seitenansicht.
[0023] Figur 9 zeigt ein schematisches Verfahren zur Herstellung eines Ersatzbrennstoffes.
[0024] Figur 10 zeigt ein schematisches Verfahren zur Herstellung eines Ersatz-
brennstoffes in einer weiteren Variante.
[0025] Figur 1 zeigt schematisch die Schritte einer Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen EBS. Wie dargestellt können z.B. ein oder mehrere Abfalltransporter 1 eine erste Charge von Abfall an einen Annahmebereich 2 der Abfallbehandlungsanlage anliefern. Ziel des hierin beschriebenen Verfahrens bzw. der hierin beschriebenen Abfallbehandlungsanlage ist es, z.B. aus ein und derselben Charge einen Ersatzbrennstoff EBS mit einer gewünschten kalorischen Eigenschaft herzustellen.
[0026] Eine Charge von Abfall bezeichnet eine spezifische Menge an Abfallmaterial, die als Einheit in den Verarbeitungsprozess einer Abfallbehandlungsanlage eingeht. Diese Charge wird in der Regel gesammelt, transportiert und verarbeitet, ohne mit anderen Abfallmengen vermischt zu werden. Dies ermöglicht eine konsistente und kontrollierte Behandlung und Analyse der Abfallmaterialien, insbesondere wenn es darum geht, deren kalorische Eigenschaften zu bestimmen.
[0027] Die kalorische Eigenschaft des Abfalls bzw. der Charge bezieht sich auf die Eigenschaften, welche der Abfall bzw. die Charge bei der Verbrennung aufweist. Die kalorische Eigenschaft
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kann beispielsweise der Heizwert oder Brennwert des Materials sein, der angibt, wie viel Energie pro Masseeinheit (z.B. Megajoule pro Kilogramm) freigesetzt wird, wenn das Material vollständig verbrannt wird. Unter der kalorischen Eigenschaft kann hierin aber auch der biogene Anteil oder der Anteil des Kohlenstoffs fossilen Ursprungs aufgefasst werden, da hierdurch angegeben werden kann, welche Menge an CO2 fossilen Ursprungs bei der Verbrennung des Abfalls bzw. der Charge freigesetzt wird.
[0028] Gemäß Figur 1 wird die Charge in einem ersten Schritt S1 an einen Annahmebereich 2 angeliefert. In einem zweiten Schritt S2 können an einem Vorsortierbereich 3 unverwertbare Materialien aus der Charge ausgeschieden werden. In einem dritten Schritt S3 kann der Abfall an einem Zerkleinerungsbereich 4 zerkleinert werden. Weiters wird der Abfall in einem vierten Schritt S4 an einem Siebbereich 5 gesiebt werden.
[0029] Die Siebung am Siebbereich 5 ist in Figur 2 schematisch dargestellt. Hierfür wird ein Trommelsieb 6 bereitgestellt, welches im Betrieb um seine Rotationsachse rotiert. In einen Einlaufbereich 7 des Trommelsiebs 6 wird der Abfall in den Innenraum des Trommelsiebs eingebracht, und der Abfall wird z.B. durch eine Neigung oder eine im Inneren des Trommelsiebs 6 befindliche Schnecke durch das Trommelsieb 6 gefördert.
[0030] Das Trommelsieb 6 hat zudem Durchgangsöffnungen 8, durch welche Teile des Abfalls durch die Seitenwand des Trommelsiebs 6 nach Außen treten können. Ein derart ausgeschiedener Teil wird in der Fachsprache als Schwerfraktion SF bezeichnet. Jener Teil, der nicht durch die Durchgangsöffnungen 8 nach außen abgeschieden wird, tritt an der anderen Stirnseite des Trommelsiebs 6, dem Leichtfraktionsausgabebereich 7° wieder aus diesem aus und wird in der Fachsprache als Leichtfraktion LF bezeichnet. Die Schwerfraktion SF und die Leichtfraktion LF, die bei der Abfallaufbereitung getrennt werden, haben unterschiedliche Eigenschaften: Die Leichtfraktion LF besteht aus Materialien, die üblicherweise einen niedrigen Heizwert haben, jedoch kann die Leichtfraktion LF auch größere Holzteile wie z.B. Äste aufweisen, die nicht Bestandteil der Schwerfraktion SF sind. Die Schwerfraktion SF hingegen enthält Materialien niedrigerer Dichte wie Kunststoffe und Papier, die gut brennbar sind und einen höheren Heizwert aufweisen.
[0031] Das in Figur 2 dargestellte Trommelsieb 6 weist ferner Stutzen 9 auf, welche in radialer Richtung des Trommelsiebs 6 eine Höhe h von mindestens 4 cm, bevorzugt mindestens 7 cm, aufweisen. Dadurch ermöglichen die Stutzen eine verbesserte Trennung von bestimmten Bestandteilen der Schwerfraktion SF und der Leichtfraktion LF, z.B. von Ästen oder Drähten, die durch die Stutzen 9 schwerer durch die Durchgangsöffnungen 8 hindurchtreten können. In anderen Worten unterbinden die Stutzen 9, dass Teile der Leichtfraktion LF in die Schwerfraktion SF eintreten, wodurch in der Folge eine homogenere Trennung der Leichtfraktion LF und der Schwerfraktion SF stattfindet.
[0032] Figur 2 zeigt, dass jeweils ein Stutzen 9 pro Durchgangsloch 8 vorgesehen ist, d.h. alle Durchgangslöcher 8 sind von Stutzen 9 umgeben. Alternativ könnten die Stutzen 9 aber auch nur im hinteren Bereich des Trommelsiebs 6 angeordnet sein, wobei der Begriff „hintere“ in Förderrichtung des Trommelsiebs 6 verstanden wird. Konkret können die Stutzen 9 nur über die letzten 40 % oder nur über die letzten 20 % des Trommelsiebs 6 angeordnet sein, gesehen in Förderrichtung des Trommelsiebs 6. Die jeweils vorgelagerten Durchgangslöcher 8 werden ohne Stutzen 9 vorgesehen. Dies ist ausreichend, da die genannten Teile der Leichtfraktion LF wie Äste oder Drähte im vorderen Bereich des Trommelsiebs 6 nicht aus den Durchgangslöchern 8 hinaustreten werden, da im vorderen Bereich noch ein großer Anteil an Schwerfraktion SF durch die Durchgangslöcher 8 hindurchtritt und damit Äste oder Drähte blockiert.
[0033] Weiters ist in Figur 2 dargestellt, dass die Stutzen 9 alle gleich ausgeführt sind, wobei dies nicht zwingend ist. Insbesondere könnten zumindest zwei Stutzen 9 unterschiedlich ausgeführt sein, um unterschiedliche Effekte der Stutzen 9 auszunutzen. Beispielsweise könnten zumindest zwei der Stutzen 9 eine unterschiedliche Form (siehe unten die Figuren 3 bis 8) oder eine unterschiedliche Höhe h in radialer Richtung auf. In einer Variante könnte die Höhe h der Stutzen 9 in Förderrichtung des Trommelsiebs 6 stetig ansteigen oder die Höhe h oder Form der Stutzen 9
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könnte in einem ersten Bereich, z.B. der vorderen Hälfte, des Trommelsiebs, anders ausgeführt sein als in einem zweiten Bereich, z.B. der hinteren Hälfte, des Trommelsiebs.
[0034] Wie in den Figuren 3 bis 8 gezeigt ist, können die Stutzen 9 je nach Art des Abfalls unterschiedliche Formen aufweisen, um den ungewollten Durchtritt von Leichtfraktion LF in die Schwerfraktion SF zu verhindern. Eingangs sei jedoch hervorgehoben, dass die Figuren 3 bis 8 das Blech 10 des Trommelsiebes 6 darstellt, bevor dieses in eine zylindrische Form gebogen wird, die in Figur 2 dargestellt ist.
[0035] Die Figuren 3 bis 5 zeigen, dass die Stutzen 9 insbesondere eine zylindrische Form einnehmen können, wobei die zylindrischen Stutzen 9 in radialer Richtung vom Trommelsieb 6 abstehen (d.h. normal von Blech 10 abstehen, bevor dieses gebogen wird). Wie in Figur 6 gezeigt ist, könnten die zylindrischen Stutzen 9 jedoch auch in eine Richtung abstehen, die gegenüber der radialen Richtung geneigt ist. Die radiale Richtung ist jene Richtung, die normal vom Blech 10 absteht, unabhängig davon, ob dieses bereits in die Form des Trommelsiebes 6 gebogen wurde.
[0036] Figur 7 zeigt Stutzen 9, die in Form eines gebogenen Rohres ausgeführt sind. Figur 8 zeigt Stutzen 9, die jeweils die Form eines verjüngten Konus aufweisen.
[0037] Die Stutzen 9 der Figuren 3 bis 8 können z.B. einstückig mit dem Blech 10 gefertigt werden, z.B. durch Tiefziehen, oder als gesonderte Elemente ausgeführt werden, die anschließend mit dem Blech 10 verbunden, z.B. verschweißt, werden.
[0038] Da mit den gezeigten Stutzen 9 effektiv verhindert werden kann, dass Teile der Leichtfraktion LF in die Schwerfraktion SF übergehen, wird als Zusatzeffekt ermöglicht, dass das Trommelsieb 6 besonders lange ausgestaltet werden kann, z.B. mit einer Länge L von zumindest 10 m, bevorzugt von zumindest 12 m, zumindest 14 m, bevorzugt von im Wesentlichen 16 m. Dies wäre bei Stand-der-Technik-Trommelsieben 6 sogar hinderlich, da bei der größeren Länge sogar mehr Leichtfraktion LF in die Schwerfraktion SF übergeht, d.h. ab einer gewissen Länge des Trommelsiebes 6 kommt es im Stand der Technik dazu, dass eine größere Länge zu einer schlechteren Trennung führt, weswegen Trommelsiebe 6 beim Stand der Technik mit einer Länge von 8 m begrenzt wurden. Bei dem beschriebenen Trommelsieb 6 mit Stutzen 9 hat sich jedoch herausgestellt, dass dieser vormals negative Effekt nicht auftritt, und eine größere Länge L des Trommelsiebs 6 zu einer noch besseren Trennung führt, da keine ungewünschten Teile der Leichtfraktion LF in die Schwerfraktion SF übergehen.
[0039] Das beschriebene Trommelsieb 6 wurde in Versuchen getestet, um eine optimale Verteilung der Durchgangsöffnungen 8 und Stutzen 9 am Blech 10 zu finden. Hierbei hat sich herausgestellt, dass Durchgangsöffnungen 8 mit einem Durchmesser d von 50 mm bis 100 mm, bevorzugt von im Wesentlichen 80 mm, besonders gute Ergebnisse lieferten. Weiters wurden besonders gute Ergebnisse erzielt, wenn die Durchgangsöffnungen 8 in einem Abstand a von 30 mm bis 70 mm angeordnet wurden, bevorzugt von im Wesentlichen 50 mm. Bevorzugt sind die Durchgangsöffnungen 8 in einem rechteckigen Raster angeordnet und der genannte Abstand a wird im rechteckigen Raster in Längsrichtung und Querrichtung gemessen.
[0040] Figur 9 zeigt ein Verfahren, das zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen EBS aus einer einzigen Charge eingesetzt werden kann. Dieses Verfahren kann im Rahmen der oben beschriebenen Abfallbehandlungsanlage eingesetzt werden. Der Einsatz des beschriebenen Trommelsiebs 6 mit Stutzen 9 ist hierbei bevorzugt, aber nicht zwingend, z.B. wenn ein herkömmliches Trommelsieb ohne Stutzen 9 eingesetzt wird.
[0041] Im Verfahren von Figur 9 erfolgt eine Trennung einer Charge in eine Schwerfraktion SF und in eine Leichtfraktion LF mittels eines Trommelsiebs 6, wobei die Leichtfraktion LF der Trommelüberlauf ist und die Schwerfraktion SF der Trommelunterlauf ist, der aus den Durchgangsöffnungen 8 heraustritt. In der Folge wird eine erste Probe der Schwerfraktion SF entnommen, um eine oder mehrere kalorische Eigenschaften der Schwerfraktion SF zu bestimmen. Des Weiteren wird eine zweite Probe der Leichtfraktion LF entnommen, um eine oder mehrere kalorische Eigenschaften der Leichtfraktion LF zu bestimmen. Die kalorischen Eigenschaften können z.B.
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durch Verbrennen der Proben in einer Laborumgebung ermittelt werden.
[0042] Auf Basis der kalorischen Eigenschaften der Schwerfraktion SF und der Leichtfraktion LF kann nun aus einer einzigen Charge ein Ersatzbrennstoff EBS mit einer gewünschten kalorischen Eigenschaft hergestellt werden. Hierzu wird ein benötigtes Verhältnis der Schwerfraktion SF zur Leichtfraktion LF berechnet, welches nach dem Zusammenführen der Schwerfraktion SF und der Leichtfraktion LF die gewünschte kalorische Eigenschaft ergibt. Im Schritt S5 können die Schwerfraktion SF und die Leichtfraktion LF an einem Arbeitsplatz 11 vermengt werden, um den Ersatzbrennstoff EBS zu erhalten.
[0043] Als Beispiel wird angenommen, dass ein Ersatzbrennstoff EBS mit einem fossilen Kohlenstoffanteil von 40kg/t hergestellt werden soll. Nach dem Proben der Schwerfraktion SF und der Leichtfraktion LF stellt sich heraus, dass die Leichtfraktion LF einen fossilen Kohlenstoffanteil von 100kg/t und die Schwerfraktion SF einen fossilen Kohlenstoffanteil von 10kg/t aufweist. Es ergibt sich, dass die Leichtfraktion LF und die Schwerfraktion SF in einem Gewichtsverhältnis von 1:2 zusammengeführt werden sollen, um den Ersatzbrennstoff EBS mit der gewünschten kalorischen Eigenschaft des fossilen Kohlenstoffanteils von 40kg/t bereitzustellen. Es sei hervorgehoben, dass die konkreten Zahlenwerte bloß zum Zwecke der Veranschaulichung herangezogen wurden.
[0044] An dieser Stelle sei festgehalten, dass Reste der Schwerfraktion SF und/oder der Leichtfraktion LF überbleiben können, nachdem der Ersatzbrennstoff EBS mit der gewünschten kalorischen Eigenschaft hergestellt wurde. Diese Reste können verwendet werden, um andere Ersatzbrennstoffe EBS herzustellen.
[0045] Aus dem vorhergehenden Beispiel ist ersichtlich, dass die Herstellung eines Ersatzbrennstoffes EBS aus nur einer ersten Charge möglich ist, und es muss nicht gewartet werden, bis eine weitere Charge mit einer wesentlich anderen kalorischen Eigenschaft angeliefert wird. Im Gegenteil ist das hierin beschriebene Verfahren sogar vorteilhaft, wenn eine zweite Charge eines ähnlichen Abfalls angeliefert wird (z.B. eine Charge Abfall aus derselben Quelle, aber eine Woche oder allgemeiner zu einem späteren Zeitpunkt angeliefert), denn das oben beschriebene Trommelsieb 6 mit Stutzen 9 ermöglicht eine derart homogene Trennung der Schwerfraktion SF von der Leichtfraktion LF, dass bei der zweiten Charge keine Probe mehr entnommen werden muss, um die kalorische Eigenschaften der Leichtfraktion LF und der Schwerfraktion SF abermals zu bestimmen.
[0046] Aus Figur 10 ist ersichtlich, dass eine dritte Fraktion 3F bereitgestellt werden kann, welche der Leichtfraktion LF und der Schwerfraktion SF beigemengt werden kann, um die kalorischen Eigenschaften des Ersatzbrennstoffes EBS weiter zu verändern. Die dritte Fraktion 3F kann insbesondere eine Charge Kunststoff einer vorbestimmten kalorischen Eigenschaft sein. Diese Charge Kunststoff stammt üblicherweise von einer Kunststoffaufbereitungsanlage. Alternativ könnte die dritte Fraktion auch die Leichtfraktion LF oder Schwerfraktion SF einer zuvor angelieferten Charge, die gemäß dem obigen Verfahren bereitgestellt, aber nicht miteinander vermengt wurden.
[0047] Abschließend sei angemerkt, dass die Leichtfraktion LF und die Schwerfraktion SF unabhängig voneinander weiteren Aufbereitungsschritten ausgesetzt werden können, z.B. um Metallteile aus diesen auszuscheiden oder um diese weiter zu homogenisieren, d.h. in sich zu mischen. Dies wird üblicherweise noch dann vorgenommen, bevor Proben genommen werden, um die kalorische Eigenschaft zu bestimmen.
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Patentansprüche
1. Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen (EBS), umfassend einen Annahmebereich (2) zur Zulieferung von Abfall, einen Vorsortierbereich (3) zur Ausscheiden von unverwertbaren Materialien aus dem Abfall, einen Zerkleinerungsbereich (4) zur Zerkleinerung des Abfalls, und einen Siebbereich (5) mit einem Trommelsieb (6) zur Trennung des Abfalls in eine Schwerfraktion (SF) und in eine Leichtfraktion (LF), wobei das Trommelsieb (6) Durchgangsöffnungen (8) zum Durchtritt der Schwerfraktion (SF) aus dem Trommelsieb (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnungen (8) jeweils von einem vom Trommelsieb (6) abstehenden Stutzen (9) umgeben sind, wobei die Stutzen (9) in radialer Richtung eine Höhe (h) von mindestens 4 cm aufweisen.
2. Abfallbehandlungsanlage nach Anspruch 1, wobei zumindest einige, bevorzugt alle, der Stutzen (9) zylindrisch ausgeführt sind, welche in radialer Richtung vom Trommelsieb (6) abstehen.
3. Abfallbehandlungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, wobei zumindest einige, bevorzugt alle, der Stutzen (9) zylindrisch ausgeführt sind, welche in einer oder unterschiedlichen Richtungen vom Trommelsieb (6) abstehen, die gegenüber der radialen Richtung des Trommelsiebs (6) geneigt sind.
4. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest einige, bevorzugt alle, der Stutzen (9) die Form eines gewinkelten oder gebogenen Rohres aufweisen.
5. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest einige, bevorzugt alle, der Stutzen (9) die Form eines verjüngenden Konus aufweisen.
6. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest zwei der Stutzen eine unterschiedliche Form oder eine unterschiedliche Höhe in radialer Richtung aufweisen.
7. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stutzen (9) nur über die hinteren 40 % oder nur über die hinteren 20 % des Trommelsiebs (6) angeordnet sind, gesehen in Förderrichtung des Trommelsiebs (6).
8. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Durchgangsöffnungen (8) einen Durchmesser (d) von 50 mm bis 100 mm aufweisen, bevorzugt von im Wesentlichen 80 mm.
9. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Durchgangsöffnungen (8) in einem Abstand (a) von 30 mm bis 70 mm angeordnet sind, bevorzugt von im Wesentlichen 50 mm.
10. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trommelsieb (6) eine Länge (L) von zumindest 10 m aufweist, bevorzugt zumindest 12 m, bevorzugt von zumindest 14 m, bevorzugt von im Wesentlichen 16 m.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

x bes AT 528 305 A4 2025-12-15 Ss N Neue Patentansprüche:
1. Abfallbehandlungsanlage zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen (EBS), umfassend einen Annahmebereich (2) zur Zulieferung von Abfall, einen Vorsortierbereich (3) zum Ausscheiden von unverwertbaren Materialien aus dem Abfall, einen Zerkleinerungsbereich (4) zur Zerkleinerung des Abfalls, und einen Siebbereich (5) mit einem Trommelsieb (6) zur Trennung des Abfalls in eine Schwerfraktion (SF) und in eine Leichtfraktion (LF), wobei das Trommelsieb (6) Durchgangsöffnungen (8) zum Durchtritt der Schwerfraktion (SF) aus dem Trommelsieb (6) aufweist, die Durchgangsöffnungen (8) jeweils von einem vom Trommelsieb (6) abstehenden Stutzen (9) umgeben sind, wobei die Stutzen (9) in radialer Richtung eine Höhe (h) von mindestens 4 cm aufweisen dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der Stutzen eine unterschiedliche Form oder eine unterschiedliche Höhe in radialer Richtung aufweisen.
2. Abfallbehandlungsanlage nach Anspruch 1, wobei zumindest einige der Stutzen (9) zylindrisch ausgeführt sind, welche in radialer Richtung vom Trommelsieb (6) abstehen.
3. Abfallbehandlungsanlage nach Anspruch 1, wobei zumindest einige der Stutzen (9) zylindrisch ausgeführt sind, welche in einer oder unterschiedlichen Richtungen vom Trommelsieb (6) abstehen, die gegenüber der radialen Richtung des Trommelsiebs (6) geneigt sind.
4. Abfallbehandlungsanlage nach Anspruch 1, wobei zumindest einige der Stutzen (9) die Form eines gewinkelten oder gebogenen Rohres aufweisen.
5. Abfallbehandlungsanlage nach Anspruch 1, wobei zumindest einige der Stutzen (9) die Form eines verjüngenden Konus aufweisen.
6. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Durchgangsöffnungen (8) einen Durchmesser (d) von 50 mm bis 100 mm aufweisen, bevorzugt von im Wesentlichen 80 mm.
7. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Durchgangsöffnungen (8) in einem Abstand (a) von 30 mm bis 70 mm angeordnet sind, bevorzugt von im Wesentlichen 50 mm.
8. Abfallbehandlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trommelsieb (6) eine Länge (L) von zumindest 10 m aufweist, bevorzugt zumindest 12 m, bevorzugt von zumindest 14 m, bevorzugt von im Wesentlichen 16 m.
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