AT503564A4 - Dichtkissen aus elastomeren, insbesondere silikon - Google Patents

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AT503564A4 AT17462006A AT17462006A AT503564A4 AT 503564 A4 AT503564 A4 AT 503564A4 AT 17462006 A AT17462006 A AT 17462006A AT 17462006 A AT17462006 A AT 17462006A AT 503564 A4 AT503564 A4 AT 503564A4
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Description

-1 - ···♦ Λ (34 720) czi/pe
Die Erfindung bezieht sich auf Dichtkissen aus Elastomeren, insbesondere Silikon, das in Form einer Dichtungseinlage zur abgedichteten Durch- oder Einführung mehrerer, im Bedarfsfall mit Kontaktklemmen versehener, vorzugsweise einaderiger Kabel durch bzw. in Bauteile, insbesondere in mit Boden und Abschlußdeckel versehene Gehäuse dient und im Abstand voneinander Durchführungsöffnungen für die Kabel aufweist, deren Durchmesser kleiner als der Isolationsdurchmesser der Kabel ist.
Bei Dichtkissen dieser Art ergeben sich dadurch Probleme, daß es meist notwendig ist, den Durchmesser der Durchführungsöffnungen kleiner als den Isolationsdurchmesser der verwendeten Kabel zu wählen, um eine ausreichende Abdichtung zu erzielen. Dies führt vor allem Dingen bei besonders dünnen Kabeln, die oft nur Durchmesser von Bruchteilen von Millimetern aufweisen, zu besonderen Problemen, da es sehr schwierig wird, eine vernünftige Form für die Durchführungsöffnungen und deren Umgebung zu schaffen, durch die einerseits gewährleistet bleibt, daß eine ausreichende Abdichtung erzielt und anderseits die Einführungskräfte für die dünnen Kabel nicht zu groß werden, da dies bei deren Einführen zu Knickstellen und damit zu Produktionsverlusten führen könnte. Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich hier, daß im Dichtkissen kaum ausreichend große Freistellungsräume für die beim Einführen der Kabel aus dem Lochbereich verdrängten Materialien geschaffen werden können, da bei der üblichen einteiligen Herstellung solche Freistellungsräume durch entsprechend gestaltete Verdickungen an dem das Loch bestimmenden Formstift vorzusehen sind, die nach der Formgebung mit dem Stift durch das Loch herausgezogen werden müssen, wobei es zu Beschädigungen sowohl des Dichtkissens als auch der Formstifte kommen kann. Aus all diesen Gründen ergeben sich nur sehr enge Toleranzen für die in die jewei- ··«· 7 ·· · · ♦··· · • · ♦· «· « · • · · · · · · • · · · · ··· • · · · · · · ·· -2- ·· ♦·· ··♦ ·· · ligen Einführungsöffnungen einzuführenden Kabel hinsichtlich der jeweiligen zulässigen Isolationsdicke. Im Laufe der Entwicklung werden anderseits immer größere Toleranzen gefordert bzw. angestrebt, die z. B. die Möglichkeit schaffen sollten, die Dichtkissen für Kabel verschiedener Durchmesser zu verwenden. Ferner sollen die Dichtkissen auch für große Kabelanzahlen konfektionierbar sein, wobei wieder aus Platzgründen möglichst geringe Lochabstände einzuhalten wären.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dichtkissen zu schaffen, welches die aufgezeigten Probleme vermeidet und gleichzeitig die zuletzt angeführten Forderungen sicher erfüllt, also zusammengefaßt für Kabel mit größeren Durchmesserunterschieden geeignet ist, geringe Lochabstände zuläßt, für das Einführen der Kabel nur relativ geringe Kräfte erforderlich macht und dadurch Produktionsverluste bei der Verarbeitung verhindert. Überdies soll es die Erfindung ermöglichen, günstige Formen für die Produktion zu schaffen und dabei die bisher besonders bei für dünne Kabel verwendeten Formen auftretenden Probleme an den die Durchführungsöffnungen bestimmenden Formstiften zu vermeiden.
Die gestellte Aufgabe wird bei einem Dichtkissen der eingangs geschilderten Art dadurch gelöst, daß das Dichtkissen aus wenigstens zwei vorgefertigten Schichten mit fluchtenden Durchführungsöffnungen zusammengesetzt ist, wobei wenigstens bei der zur Einführungsseite der Kabel weisenden Schicht die Umgebungsbereiche der Durchführungsöffnungen zu Dichtlippen geformt und hinter ihnen in der gleichen und/oder der anschließenden Schicht, Freistellungsräume insbesondere in Form von Hinterschneidungen zur wenigstens teilweisen Aufnahme für die von den einführbaren Kabeln verdrängten Bereiche dieser Dichtlippen vorgesehen sind.
Da bei den vorzufertigenden Schichten beide Seiten und damit auch die Freistellungsräume und Dichtlippen von feststehenden Formteilen bestimmt werden können, ergeben sich viele Variationsmöglichkeiten in der notwendigen Formgebung und die Durchführungsöffnungen können durch einfache, leicht herausziehbare glatte Formstifte bestimmt werden, so daß insgesamt sowohl der Herstellungs- als auch der Entformungsvorgang weitgehend problemlos möglich ist. -3- '1 ···· φ • ♦
Wie schon erwähnt wurde, soll es die Erfindung ermöglichen, auch Kabel verschiedenen Durchmessers mit dem gleichen Dichtkissen zu verwenden. Demgemäß sind bei Dichtkissen für verschiedene Kabeldurchmesser die Dichtlippendurchmesser und die Freistellungsbereiche an die größten vorkommenden Kabeldurchmesser angepaßt.
Nach einer weiteren Ausführung kann vorgesehen werden, daß die Außenseiten der Dichtlippen zumindest an der Einführungsseite sich flach konisch zur jeweiligen Durchführungsöffnung hin verjüngende Vertiefungen bilden. Dies ermöglicht eine günstige Formgestaltung der Dichtlippen und hat den weiteren Vorteil, daß ein Trichtereffekt entsteht, der besonders bei dünnen Kabeln bei geringen Zuführungsungenauigkeiten die Einleitung des Kabels in die Durchführungsöffnung begünstigt.
Die Zusammenfügung der Dichtkissen aus den wenigstens zwei Schichten wird dadurch begünstigt, daß die vorgefertigten Schichten in den Bereichen der vollen Dicke Umrandungen der Durchführungsöffnungen und Dichtlippen bilden und an diesen Umrandungen an der benachbarten Schicht anliegen. Durch die Dicke der Umrandungen läßt sich auch die Größe der Freistellungsräume für die bei der Kabeleinführung verformten Dichtlippen mitbestimmen. Überdies bilden die Umrandungen Stützteile, die die Handhabung des aus den Schichten zusammengesetzten Dichtkissens erleichtern. Im Bedarfsfall können die aneinandergefügten Schichten außerhalb der Durchführungs- und Dichtlippenbereiche im zusammengesetzten Zustand ineinandergreifende Profilierungen, z. B. in der Art von Nut-Federverbindungen aufweisen.
Nach einer weiteren Möglichkeit ist zwischen den vorgefertigten Schichten aus dem Elastomer bzw. Silikon eine vorzugsweise dünne Stützeinlage aus härterem Material vorgesehen, welche mit die Durchführungsöffnungen freilassenden und wenigstens den größten vorkommenden Kabeldurchmesser aufweisenden Öffnungen versehen ist. Solche Einlagen erleichtern insbesondere bei größeren Dichtkissen die Handhabung und fangen bei der Konfektionierung auch zum Teil die über 4- \ Ί + ··· · ··· vordere Schicht wirksam werdenden Einführungskräfte ab. In manchen Fällen kann man für die Verstärkungen auch Vorsprünge vorsehen, die sie im Einbauteil zusätzlich abstützen.
Schließlich bietet die Erfindung noch weitere, bei der einteiligen Fertigung undenkbare Möglichkeiten. So können die Schichten unterschiedliche Dicken aufweisen und bzw. oder aus Materialien mit unterschiedlichen Verformungseigenschaften, z. B. unterschiedlicher Elastizität bzw. Zusammendrückbarkeit bestehen, wodurch eine weitere Möglichkeit der Anpassung an verschiedene Aufgabenstellungen erzielbar ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 ein einfaches erfindungsgemäßen Dichtkissen von der Einführungsseite der Kabel her gesehen,
Fig. 2 eine Rückansicht der vorderen Schicht des Dichtkissens und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 1.
Das dargestellte einfache Dichtkissen 1 besteht aus zwei in gesonderten Formungsvorgängen hergestellten Schichten 2, 3, die mit ihren Außenbereichen eine Umrandung des Dichtkissens 1 bilden und mit den zueinander weisenden Randbereichen zusammengesetzt sind, wobei beim Ausführungsbeispiel das Dichtkissen 2 eine umlaufende Nut 4 und das Dichtkissen 3 eine dazu passende Feder 5 besitzt, die in die Nut 4 einrastet. Es sind auch Klebeverbindungen oder andere ineinan-dergreifende Profilierungen, z. B. Noppen, die in Vertiefungen eingreifen, möglich, soferne nicht von Haus aus durch den Einbau in ein Gehäuse eine eindeutige Zuordnung und ein sicherer Zusammenhalt der Schichten 1, 2 gewährleistet sein kann. 5 ··· · ·· 1 • •Μ · • · • · ♦ #♦··
In den beiden Schichten sind fluchtende Durchführungsöffnungen 6, 7 in Dichtlippen 8, 9 angebracht, die schräg ins innere des Dichtkissens 1 geneigt sind, wobei zumindest an der Einführungsseite eine sich flach konisch zur Durchführungsöffnung 6 verjüngende Vertiefung 10 entsteht. Diese Vertiefung kann beim Ausführungsbeispiel von einer rechteckigen Aussparung 11 an der Frontseite des Kissens 1 ausgehen. Zwischen den beiden zusammengesetzten Schichten 3, 4 bleibt bei jedem Loch 6, 7 ein Freistellungsraum 12 offen, der beim Einführen des Kabels die verdrängten Teile der Dichtlippe 8 aufnimmt, wogegen die Dichtlippe 9 gegen die Rückseite der Schicht 3 hin ausweichen kann.
Durch die Zeichnung soll nur das Prinzip der Erfindung veranschaulicht werden und es wird ausdrücklich auf die verschiedenen Variationsmöglichkeiten gemäß der vorstehenden allgemeinen Beschreibung verwiesen.

Claims (7)

1 1 • · • • ···· • ···· • · ·· ·· · • · • · • • · • · · • · • • · ···♦ ·· ··· ··· ·· • ♦♦ Patentanwalt Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Spittelwiese 7, A-4020 Linz (34 720) czi/pe Patentansprüche: 1. Dichtkissen aus Elastomeren, insbesondere Silikon, das in Form einer Dichtungseinlage zur abgedichteten Durch- oder Einführung mehrerer, im Bedarfsfall mit Kontaktklemmen versehener, vorzugsweise einaderiger Kabel durch bzw. in Bauteile, insbesondere in mit Boden und Abschlußdeckel versehene Gehäuse dient und im Abstand voneinander Durchführungsöffnungen für die Kabel aufweist, deren Durchmesser kleiner als der Isolationsdurchmesser der Kabel ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtkissen (1) aus wenigstens zwei vorgefertigten Schichten (2, 3) mit fluchtenden Durchführungsöffnungen (6, 7) zusammengesetzt ist, wobei wenigstens bei der zur Einführungsseite der Kabel weisenden Schicht (2) die Umgebungsbereiche der Durchführungsöffnungen (6) zu Dichtlippen (8) geformt und hinter ihnen in der gleichen und/oder der anschließenden Schicht (2, 3), Freistellungsräume (12) insbesondere in Form von Hinterschneidungen zur wenigstens teilweisen Aufnahme für die von den einführbaren Kabeln verdrängten Bereiche dieser Dichtlippen (8) vorgesehen sind.
2. Dichtkissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Dichtkissen (1) für verschiedene Kabeldurchmesser die Dichtlippendurchmesser und die Freistellungsbereiche (12) an die größten vorkommenden Kabeldurchmesser angepaßt sind.
3. Dichtkissen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseiten (10) der Dichtlippen (8) zumindest an der Einführungsseite sich flach konisch zur jeweiligen Durchführungsöffnung (6) hin verjüngende Vertiefungen bilden. •ttt
2
4. Dichtkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgefertigten Schichten (2, 3) in den Bereichen der vollen Dicke Umrandungen der Durchführungsöffnungen (6, 7) und Dichtlippen (8, 9) bilden und an diesen Umrandungen an der benachbarten Schicht anliegen.
5. Dichtkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aneinandergefügten Schichten (2, 3) außerhalb der Durchführungs- und Dichtlippenbereiche (6, 7, 8, 9) im zusammengesetzten Zustand ineinandergrei-fende Profilierungen, z. B. in der Art von Nut-Federverbindungen (4, 5) aufweisen.
6. Dichtkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den vorgefertigten Schichten aus dem Elastomer bzw. Silikon eine vorzugsweise dünne Stützeinlage aus härterem Material vorgesehen ist, welche mit die Durchführungsöffnungen freilassenden und wenigstens den größten vorkommenden Kabeldurchmesser aufweisenden Öffnungen versehen ist.
7. Dichtkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten (2, 3) unterschiedliche Dicken aufweisen und bzw. oder aus Materialien mit unterschiedlichen Verformungseigenschaften, z. B. unterschiedlicher Elastizität bzw. Zusammendrückbarkeit bestehen. Linz, am 18. Oktober 2006 Franz Sterner
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DE8905848U1 (de) * 1989-05-10 1989-07-13 Seiberth, Arno, 67346 Speyer Dichtung
IT1270371B (it) * 1993-05-21 1997-05-05 Framatome Connectors Italia Connettore elettrico

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