<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Kraftanlage zur gemeinsamen Verfeuerung fossiler und regenerativer Brennstoffe, mit zumindest einem Feuerraum und zumindest einer Speichereinrichtung für fossile Brennstoffe, wobei die Brennstoffe von der zumindest einen Speichereinrichtung mittels zumindest einer Zufuhreinrichtung und'über zumindest einen Brenner dem Feuerraum zuführbar sind, und der Kraftanlage zumindest eine weitere Speichereinrichtung für regenerative Brennstoffe zugeordnet ist, aus weicher über zumindest eine Zufuhreinrichtung sowie zumindest einen Brenner der regenerative Brennstoff dem zumindest einen Feuerraum zur gemeinsamen Verfeuerung mit den fossilen Brennstoffen zuführbar ist.
Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur gemeinsamen Verfeuerung regenerativer und fossiler Brennstoffe in einer Kraftanlage, bei dem die fossilen und die regenerativen Brennstoffe aus jeweils zumindest einer eigenen Speichereinrichtung über Zufuhreinrichtungen und über zumindest einen Brenner dem Feuerraum zugeführt werden.
Kraftwerke werden zur Gewinnung von Nutzenergie, die entweder als Strom, Wärme oder mechanische Energie abgesetzt werden, verwendet. Die Nutzenergie entsteht dabei vorwiegend in Folge von Verbrennungsprozessen von Primärenergie, wobei als Primärenergie zumeist fossile Brennstoffe, wie Kohle, Öl oder Gas verwendet werden.
Gesetzlich vorgeschriebene Auflagen sehen für die nahe Zukunft vor, dass ein Mindestanteil von regenerativer Energie zur Erzeugung von Nutzenergie zu verwenden ist. Zu diesem Zweck gibt es bereits Kraftwerksanlagen, die dazu eingerichtet sind, aus regenerativen Brennstoffen Nutzenergie zu erzeugen. Nachteilig an diesen Kraftwerksanlagen ist allerdings, dass diese nur aus regenerativen Brennstoffen, wie etwa Rapsöl, Nutzenergie gewinnen können, und dass diese Anlagen vollständig neu zu errichten sind, was mit hohen Investitionen verbunden ist.
Aus der EP 206 340 A2 ist ein Kessel zur Wirbelschichtverbrennung in mehreren Schichten bekannt, der mindestens zwei Wirbelschichten aufweist, in denen herkömmlicher Kraftstoff, z. B. Kohle, an die erste Schicht geliefert wird, wobei die Verbrennung dieses Kraftstoffs dann in der ersten und in einer zweiten, daran anschliessenden Schicht stattfindet. Ein alternativer Kraftstoff, wie Holzschnitzel, Holzabfall. Papiermüll oder brennbarer Abfall, wird entsprechend angepasst und der zweiten Schicht zugeführt, um dort verbrannt zu werden. Auf diese Weise wird eine einfache Kraftstoffversorgung für die zweite Schicht erzielt und ein höherer Schutz gegen das Verstopfen der Düsen von der ersten Schicht zu der zweiten Schicht erreicht.
Mit diesem Kessel wird die Verwendung von alternativen Brennstoffen, die eine ungewöhnliche Gestalt oder Grösse, einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, etc. aufweisen, möglich, ohne dass beispielsweise ein Verstopfen der von der ersten zu der zweiten Wirbelschicht führenden Düsen auftritt.
Für zeitgemässe Anlagen ist aber insbesondere von Wichtigkeit, dass eine exakte Regulierung des Verhältnisses von fossilen und regenerativen Brennstoffen bei der Verbrennung im Feuerraum einer Kraftanlage möglich ist, um bestimmte Vorgaben beispielsweise gesetzlicher Natur, die sich etwa auf einen bestimmten Schadstoffausstoss der Anlage oder überhaupt auf ein bestimmtes Mischungsverhältnis der Brennstoffe beziehen, erfüllen zu können. Allerdings werden in der EP 206 340 A2 keine solchen Möglichkeiten aufgezeigt.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, kostengünstig und auf technisch einfache Weise die Gewinnung von Nutzenergie unter Verwendung von regenerativen Brennstoffen zu ermöglichen, wobei eine Einstellung des Mischungsverhältnisses von fossilem und regenerativem Brennstoff auf einfache Weise möglich ist.
Diese Aufgabe wird mit einer Kraftanlage der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zur Regelung des Mischungsverhältnisses von regenerativem und fossilem Brennstoff zumindest ein Mischungsregler vorgesehen ist.
Die Erfindung erlaubt es, regenerative Brennstoffe gemeinsam mit fossilen Brennstoffen in einem Kraftwerk zu verfeuern. Mit Hilfe des Mischungsreglers kann die Zusammensetzung des Brennstoffgemischs nach verschiedenen Gesichtspunkten, wie etwa gesetzlichen Vorschriften oder dem jeweiligen Brennstoffpreis gewählt werden.
Vorteilhaft ist auch, dass bestehende Kraftwerke, verglichen mit einem Neubau eines entsprechenden Kraftwerkes, auf einfache und kostengünstige Weise im Sinne der Erfindung aufgerüstet werden können.
Bestehende Kraftanlagen lassen sich mit einer ersten Ausführungsform der Erfindung, bei der
<Desc/Clms Page number 2>
die zumindest eine Zufuhreinrichtung für regenerative Brennstoffe unabhängig von der zumindest einen Zufuhreinrichtung für fossile Brennstoffe und der zumindest eine Brenner zum Einbringen der regenerativen Brennstoffe in den Feuerraum unabhängig von dem zumindest einen Brenner für fossile Brennstoffe ausgebildet ist, einfach und kostengünstig erweitern.
Eine für die Verbrennung optimale Einstellung des Brennstoffgemisches lässt sich dann erreichen, wenn mit dem Mtschungsregler der zumindest eine Brenner für fossile Brennstoffe und der zumindest eine Brenner für regenerative Brennstoffe zumindest hinsichtlich des jeweils in den Feuerraum einzubringenden Mischungsverhältnisses von fossilem zu regenerativem Brennstoff geregelt sind.
Bei einer weiteren zweckmässigen Ausführung der Erfindung münden die Zufuhreinrichtungen für fossile und regenerative Brennstoffe in eine gemeinsame Zufuhreinrichtung, und das Brennstoffgemisch ist über zumindest einen gemeinsamen Brenner in den Feuerraum zuführbar. Auf diese Weise lässt sich das Brennstoffgemisch hinsichtlich der gewünschten Zusammensetzung auf einfache Weise bereits vor dem Einbringen in den Feuerraum einstellen. Ausserdem ist auf diese Weise eine besonders gute Durchmischung der Brennstoffe, die für eine gute und gleichmässige Verbrennung von Bedeutung ist, zu erzielen.
Um in diesem Falle eine gute Durchmischung der Brennstoffe zu erreichen, ist für die gemeinsame Zufuhreinrichtung zumindest ein Brennstoffmischer vorgesehen.
Als besonders vorteilhaft erweist sich die erfindungsgemässe Kraftanlage, wenn als Brennstoff Öl verwendet ist, wobei als fossiler Brennstoff vorzugsweise Schweröl sowie als regenerativer Brennstoff vorzugsweise Pflanzenöl verwendet ist. Öle lassen sich auf einfache Weise über Leitungen dem Feuerraum zuführen, können in der Regel relativ einfach durchmischt werden und weisen zumeist gute Verbrennungseigenschaften auf.
Bei einer zweckmässigen Ausführungsform der Erfindung sind zur Regelung des Öldrucks als Volumenförderer ausgebildete Pumpen verwendet, die von dem zumindest einen Mischungsregler hinsichtlich eines vorgebbaren Mischungsverhältnisses von fossilem zu regenerativem Brennstoff geregelt sind. Bei bestehenden Anlagen zur Verbrennung von beispielsweise Schweröl sind Volumenförderer bereits bekannt. Solche Anlagen lassen nun mit einem weiteren Volumenförderer für das regenerative Öl leicht erweitern, und über den gemeinsamen Mischungsregler lässt sich auf besonders einfache und sehr genaue Weise das gewünschte Brennstoffverhältnis einstellen.
Weiters wird die genannte Aufgabe auch noch mit einem eingangs erwähnten Verfahren gelöst, bei welchem erfindungsgemäss zur Einstellung des Mischungsverhältnisses von fossilem und regenerativen Brennstoff die transportierte Menge von fossilem und regenerativem Brennstoff gemessen wird, die ermittelten Mengen einem Mischungsregler übermittelt und das ermittelte Mischungsverhältnis mit einem voreingestellten Mischungsverhältnis verglichen wird, weiters eine gemessene mit einer vorgegebenen Feuerleistung verglichen wird, und bei einem Abweichen des gemessenen von dem voreingestellten Mischungsverhältnis von fossilem zu regenerativem Brennstoff die Menge an fossilem und/oder regenerativen Brennstoff so variiert wird, dass eine Angleichung des aktuellen Mischungsverhältnisses an den voreingestellten Wert stattfindet,
wobei gleichzeitig die Feuerleistung auf dem vorgegebenen Wert gehalten wird.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren lassen sich regenerative Brennstoffe gemeinsam mit fossilen Brennstoffen in einem Kraftwerk zu verfeuern, wobei die Zusammensetzung des Brennstoffgemischs auf einfache Weise nach verschiedenen Gesichtspunkten, wie etwa gesetzlichen Vorschriften oder dem jeweiligen Brennstoffpreis gewählt und eingestellt werden kann.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Kraftwerksanlage,
Fig. 2 eine zweite, vorteilhafte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Kraftwerksanlage,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Regelungsprinzipien für eine Kraftwerksanlage nach der Fig. 1, und
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Regelungsprinzipien für eine Kraftwerksanlage nach der Fig. 2.
Die Fig. 1 zeigt eine Kraftanlage 1 mit einem Feuerraum 2, einer Rauchgasreinigungsanlage 15 sowie einem Schornstein 16. Die Rauchgasreinigungsanlage 15 dient dabei beispielsweise zur Entstaubung, Entschwefelung oder Entstickung des bei der Verfeuerung des Brennstoffes entstehenden Rauchgases. Der Kraftanlage sind in der dargestellten Ausführungsform zwei Speicherein-
<Desc/Clms Page number 3>
richtungen 3,4, beispielsweise Tanks für fossile Brennstoffe, sowie eine Speichereinrichtung 8 für regenerative Brennstoffe zugeordnet.
Die beiden Speichereinrichtungen 3,4 für fossile Brennstoffe stehen über zwei Zufuhreinrichtungen 5,6, die in eine gemeinsame Zufuhreinrichtung 7 übergehen, mit dem Feuerraum 2 in Verbindung, wobei der Brennstoff dem Feuerraum 2 mittels mehrerer Brenner 10a, 10b, 10c zugeführt wird. Die Brenner dienen insbesondere dazu, den Brennstoff möglichst vollständig - ohne Toträume und Wirbel - in den Feuerraum 2 einzubringen, sodass der Brennstoff gut gemischt wird und leicht entzündbar ist.
Im folgenden soll davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem fossilen Brennstoff um ein Öl, beispielsweise um Schweröl handelt, welches über Zufuhrleitungen 5,6, 7 dem Feuerraum zugeführt wird. Die Speichereinrichtung 8 für den regenerativen Brennstoff steht über eine eigene, von der Zufuhr für fossile Brennstoffe getrennten Zufuhreinrichtung 9 mit dem Feuerraum 2 in Verbindung, wobei der regenerative Brennstoff über einen eigenen Brenner 11 in den Feuerraum 2 eingebracht wird. Bei dem regenerativen Brennstoff handelt es sich bei dem gezeigten Beispiel um ein Pflanzenöl, etwa Biosprit.
Das Schweröl in den Tanks 3,4 wird vorgewärmt und weist eine Temperatur von ca. 600 C sowie einen Druck von rund 0, 3-1 bar auf. Je nach Qualität des Öls beträgt der Schwefelgehalt etwa 0, 5-1, 5% Massenprozent. Die Zufuhrleitung 7 weist eine Pumpe 12 auf, mittels welcher der Druck des Schweröls in der Leitung 7 über eine dazu eingerichtete Pumpenregelungseinrichtung 19 geregelt werden kann. Bei der Pumpe handelt es sich üblicherweise um eine drehzahlgeregelte Hochdruck-Schraubenspindelpumpe. Weiters weist die Zufuhrleitung 7 noch einen Ölvorwarmer 14 auf, mittels welchem das Öl auf eine Temperatur von etwa 130 erwärmt wird.
Auf diese Weise wird eine Abnahme der Viskosität des Schweröls und somit eine höhere Dünnflüssigkeit des Öls erreicht, wodurch eine gute Zerstäubung des Brennstoffes in den Brennern und somit ein optimaler Verbrennungsprozess gewährleistet ist. Der mittels der Pumpe erzielte Druck des Öls beträgt unmittelbar vor dem Einbringen in den Feuerraum 2 etwa 6 - 10 bar bei Verwendung von dampfzerstäubenden Brennern 10a - 10c bzw. rund 20 - 40 bar bei druckzerstäubenden Brennern.
Der regenerative Brennstoff, wie etwa Pflanzenöl, wird dem Feuerraum 2 unabhängig von der Zufuhr für den fossilen Brennstoff über die eigene Zufuhrleitung 9 sowie den Brenner 11 zugeführt. Die Zufuhrleitung weist eine Pumpe 13, vorzugsweise wiederum eine drehzahlgeregelte Hochdruck-Schraubenspindelpumpe, auf, mittels welcher unter Verwendung einer Pumpenregelungseinrichtung 20 in dem Pflanzenöl ein Druck von etwa 6 - 40 bar erzeugt wird. Der Druck wird dabei entsprechend dem verwendeten Brenner für das Pflanzenöl und der Menge des in den Feuerraum einzubringenden Pflanzenöls geregelt. Die Temperatur des Pflanzenöls entspricht vor dem Einbringen in den Feuerraum 2 in der Regel nach wie vor in etwa der herrschenden Aussentemperatur.
Allerdings kann in Abhängigkeit von dem verwendeten Brenner auch eine Vorwärmung des Pflanzenöls vorgesehen sein.
EMI3.1
eine optimale Verbrennung des Brennstoffes zu sorgen.
Mittels eines Feuerleistungsreglers 21 sowie eines Mischungsreglers 21a kann schliesslich, wie später noch genauer erläutert, über eine Regelung der Brenner 10a - 10c, 11 die Verfeuerung der Brennstoffe nach verschiedenen Gesichtspunkten gesteuert werden, etwa nach . dem gewünschten Schwefelgehalt im erzeugten Rauchgas, insbesondere hinsichtlich der Auslegungsdaten der Rauchgasreinigungsanlage, und/oder * den Brennstoffkosten, und/oder * behördlichen Auflagen oder anderen Vorgaben, die eine bestimmte Menge eines Brennstof- fes bei der Verbrennung vorsehen.
In der Fig. 2 ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Der wesentliche Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Kraftwerksaniage ist jener, dass die regenerativen Brennstoffe aus der Speichereinrichtung 8 nicht über eine von der Zufuhr der fossilen Brennstoffe unabhängige Zufuhreinrichtung sowie einen eigenen Brenner in den Feuerraum 2 eingebracht werden, sondern dass fossiler und regenerativer Brennstoff vor dem Einbringen in den Feuerraum 2 miteinander vermischt werden.
Im folgenden wird wieder davon ausgegangen, dass es sich bei dem fossilen Brennstoff um
<Desc/Clms Page number 4>
Schweröl und bei dem regenerativen Brennstoff um Pflanzenöl handelt. Das Schweröl wird über Leitungen 5,6, die in eine gemeinsame Leitung 7'münden, aus den Speichereinrichtungen 3,4 zum Feuerraum 2 verbracht. Die Leitung 9'für das Pflanzenöl mündet ebenfalls in diese Leitung 7' für das Schweröl. In einem Mischer 18, vorzugsweise einem statischen Ölmischer, werden das Schweröl und das Pflanzenöl miteinander vermischt, um eine homogene Durchmischung des Ölgemisches, die für eine optimale Verbrennung günstig ist, zu erreichen.
Das Schweröl befindet sich wie in dem obigen Beispiel in den Tanks 3,4 unter einem Druck von etwa 0, 3-1 bar bei einer Temperatur von rund 60 C, und weist einen Schwefelgehalt von rund 0, 5-1/5% Massenprozent in Abhängigkeit von der Olsorte auf. Das Pflanzenöl weist einen Schwefelgehalt von ca. 0/3% auf und befindet sich bei Aussentemperatur unter einem Druck von etwa 0. 3-1 bar.
Das Ölgemisch wird über gemeinsame Brenner 10a'- 10c'in den Feuerraum 2 befördert. Zuvor wurde das Ölgemisch mittels eines Ölvorwärmers 14'im Bereich der gemeinsamen Leitung 7" auf eine Temperatur von ca. 1200 C gebracht, um eine geringe Viskosität und somit gute Zerstäubungseigenschaften zu erzielen. Weiters wird mittels einer Pumpenregelungseinrichtung 19'für die Pumpen 12, 13 - bei denen es sich üblicherweise wieder um drehzahlgeregelte Hochdruck-Schraubenspindelpumpen handelt - der Druck des Ölgemisches auf etwa 6-10 bar bei Verwendung von dampfzerstäubenden Brennern sowie auf etwa 20 - 40 bar bei druckzerstäubenden Brennern erhöht und gehalten.
Mittels der Mischungsregiers 19'kann über die Pumpen 12,13 das Mischungsverhältnis des Schweröls mit dem Pflanzenöl hinsichtlich verschiedener, oben bereits angesprochener Gesichtspunkte, wie dem gewünschten Schwefelgehalt im erzeugten Rauchgas, und/oder den Brennstoffkosten, und/oder behördlichen Auflagen oder anderen Vorgaben, die eine bestimmte Menge eines Brennstoffes bei der Verbrennung vorsehen, geregelt werden.
Im Sinne einer optimalen Verbrennung des Brennstoffes sind die Brenner wiederum mittels zumindest eines Verbrennungsluftgebläses 17 mit Frischluft versorgt.
In der Fig. 3 ist beispielhaft ein Regelprinzip für eine Kraftanlage nach der Fig. 1, in welcher die fossilen und die regenerativen Brennstoffe jeweils über eigene Brenner ohne vorheriges Vermischen in den Feuerraum eingebracht werden, dargestellt. Wie der Figur zu entnehmen ist, wird der regenerative Brennstoff, etwa Biosprit, über eine eigene Zufuhreinrichtung 9, etwa eine Zufuhrleitung für Pflanzenöl (Biosprit), einem Brenner 11 zugeführt, über welchen der Biosprit in den Feuerraum gelangt. Der Druck des Biosprits in der Leitung 9 wird mit einer Pumpe 13 erzeugt. Die Pumpe 13 wird mittels einer Pumpenregelungseinrichtung 20 über einen Pumpenregler 35 hinsichtlich des mittels eines Einstellers 36 vorgegebenen Druckes geregelt.
Die Pumpenregelungseinrichtung 20 ist dabei über eine Messung p des Drucks in der Leitung 9 über den Istwert des Drucks informiert, um bei einer Abweichung von dem eingestellten Sollwert entsprechend die Pumpendrehzahl zu ändern. Der voreingestellte Druck wird dabei so gewählt, dass eine optimale Zerstäubung des Brennstoffes in den Brennern und somit ein optimaler Verbrennungsprozess gewährleistet ist.
Zur Steuerung der Menge des In den Feuerraum eingebrachten Pflanzenöls für den Brenner 11 ein Steuerventil 110 vorgesehen. Das Ventil wird dabei von einem Mischungsregier 21a für das Pflanzenöl entsprechend einem voreingestellten Brennstoffverhältnis von regenerativem zu fossilem Brennstoff mittels eines Ventilreglers 35'eingestellt. Das gewünschte Mischungsverhältnis wird an dem Mischungsregler 21a über einen Einsteller 70 eingestellt. In der Leitung 9 findet in Transportrichtung vor dem Ventil 110 eine Durchflussmessung f statt, deren Ergebnis dem Mischungsregler 21a übermittelt wird. Im Falle, dass das gewünschte Mischungsverhältnis geändert wird oder die Feuerleistung erhöht oder erniedrigt wird, wird dementsprechend der Durchfluss mit dem Ventil über den Mischungsregler 21a an die veränderte Situation angepasst.
Der rechte Teil der Fig. 3 zeigt die Einrichtungen in Zusammenhang mit dem Einbringen des fossilen Brennstoffes in den Feuerraum. Bei einem Vergleich mit der Fig. 1 kann man feststellen, dass in der Fig. 3 zusätzlich zu der Leitung 7 für Ot, etwa Heizöl, noch Zufuhreinrichtungen 7a, 7b für Gas sowie für Kohle dargestellt sind. In der Praxis ist eine solche kombinierte Zufuhr verschiedener Arten fossiler Brennstoffe durchaus denkbar, obwohl in der Regel häufig nur eine Art eines fossilen Brennstoffes zugeführt wird. Zur einfacheren Darstellung ist für jeden Brennstoff jeweils nur ein Brenner dargestellt. Dem Fachmann ist allerdings bekannt, dass es sich hier normalerweise um Gruppen von mehreren Brennern handelt.
<Desc/Clms Page number 5>
Betrachtet man die Zufuhr von 01, so ist die Pumpe 12 zu erkennen, mittels welcher ein mit einem Einsteller 38 vorgegebener Sollwert für den Druck des Ols in der Leitung erzeugt wird. Die Pumpe wird dabei mittels eines Pumpenreglers 37, der von der Pumpenregelungseinrichtung 19 gesteuert wird, geregelt. Für einen Vergleich zwischen Sollwert und Istwert des Drucks findet in der Leitung 7 eine Druckmessung p statt, deren Ergebnis der Pumpenregelungseinrichtung 19 zugeführt ist.
Die Anpassung der Menge des In den Feuerraum einzubnngenden Ols wird mittels eines Regelventils 112 gesteuert, welches über einen Pumpenregler 103 mit einem Führungsregler 21 für den fossilen Brennstoff verbunden ist. Dazu ist es notwendig, dass in der Leitung 7 in Transportrichtung vor dem Ventil eine Durchflussmessung f stattfindet, deren Ergebnis an der Führungsregler 21 übermittelt wird.
Für Gas findet entlang der Leitung 7a eine Durchflussmessung f statt, an Hand welcher der Führungsregler 21 über einen Regler 102 eine Absperrklappe 111 entsprechend der notwendigen Menge an Gas regelt. Im Falle des Einbringens von Kohle findet eine Mengenmessung n der transportierten Kohle statt, entsprechend deren Ergebnissen der Förderer 113 mit einem Regler 104 von dem Führungsregler 21 gesteuert wird.
Das 01 bzw. Gas und Kohle werden dabei entsprechend der Fig. 3 über Brenner 10a, 10a", 10a' in den Feuerraum eingebracht.
Mit einem Einsteller 70 wird nun einerseits entsprechend bestimmten Vorgaben das Verhältnis von regenerativem zu fossilem Brennstoff an dem Mischungsregier 21a eingestellt, andererseits wird der Anlage mittels eines Einstellers 71 ein Sollwert für die zu erbringende Feuerleistung eingestellt. Im Falle eines herkömmlichen Kraftwerks, bei dem die Einrichtungen zur Zuführung von fossilen Brennstoffen bereits vorhanden sind, ist auch der Führungsregler 21 bereits vorhanden Wird ein entsprechendes Kraftwerk im Sinne der Erfindung zur Verfeuerung von fossilen Brennstoffen erweitert, so ist auch die Erweiterung um einen Mischungsregler 21a notwendig.
In der Regel handelt es sich dabei allerdings nicht um einen separaten, getrennten Regler, sondern es wird der bestehende Regler 21 um die entsprechenden Funktionen erweitert, wie dies in der Zeichnung durch die Verwendung eines strichlierten Trennstriches angedeutet ist.
Der Führungsregler 21 sowie der Mischungsregler 21a sind nun beispielsweise über eine elektrische Leitung 63 ständig über die momentane Feuerleistung, d. h. über den Istwert der Feuerleistung, informiert, sodass auf Abweichungen vom vorgegebenen Sollwert der Feuerleistung unmittelbar mit einer höheren oder niedrigeren Zufuhr von Brennstoff und/oder einer Änderung des Mischungsverhältnisses reagiert werden kann. Dazu wird im Falle von 01 sowohl als regenerativem als auch als fossilem Brennstoff von den beiden Reglern 21 und 21 a über die Ventile 110,112 die Durchflussmenge entsprechend erhöht oder erniedrigt, wobei von den Pumpenregelungseinrichtungen 19,20 der Druck in den Leitungen 7,9 konstant gehalten wird.
Die Fig. 4 zeigt ein beispielhaftes Regelprinzip für eine Kraftanlage entsprechend der Fig. 2, bei der die fossilen sowie die regenerativen Brennstoffe vor dem Einbringen in den Feuerraum miteinander vermischt werden. Im folgenden soll davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem fossilen Brennstoff um 01, insbesondere Schweröl, sowie bei dem fossilen Brennstoff um Pflanzenöl, beispielsweise Biosprit, handelt, da ein Vermischen dieser Brennstoffe besonders einfach möglich ist.
Die beiden Leitungen 7', 9'für Schweröl bzw. Biosprit werden, wie dies der Fig. 4 zu entnehmen ist, in eine gemeinsame Leitung 7"zusammengeführt, über weiche das Olgemisch zu den Brennern 1 Oa', 10b'und über diese in den Feuerraum transportiert wird. Das 01 wird dabei in den Leitungen 7, 9'mittels Pumpen 12,13, vorzugsweise Hochdruck-Schraubenspindelpumpen, auf einen bestimmten, vorgebbaren Druck gebracht. Im Bereich der gemeinsamen Leitung 7" erfolgt eine Druckmessung p des Olgemischs, wobei das Ergebnis der Druckmessung an den Mischungsregler 19'fOr das Brennstoffgemisch weitergeleitet wird.
Der gemessene Istwert des Druckes wird mit einem mittels eines Einstellers 90 am Mischungsregier 19'vorgegebenen Sollwert des Druckes verglichen, und bei einer Abweichung des Istwertes vom Sollwert werden die Pumpendrehzahlen und somit die geförderten Olvolumina im Sinne einer Angleichung des Ist- und des Sollwertes verändert. Der Oldruck in der Leitung 7" wird dabei so vorgegeben, dass eine optimale Zerstäubung des Olgemischs in den Brennern und somit eine optimale Verfeuerung gewährleistet ist.
Das Mischungsverhältnis Schweröl/Biosprit wird mittels des Mischungsreglers 19'geregelt,
<Desc/Clms Page number 6>
wobei dieses Mischungsverhältnis über einen Einsteller 60 vorgegeben wird. Dazu erfolgt eine Messung n der Pumpendrehzahl der beiden Pumpen 12,13, deren Ergebnisse an den Mischungsregler 19'weitergeleitet werden. Bei den beiden Pumpen 12, 13 handelt es sich bei der gezeigten Ausführung um Volumsförderer, sodass mittels der Drehzahlmessung n direkt auf das von den Pumpen geförderte Ölvolumen geschlossen werden und der Mischungsregler 19'über Pumpenregler 30, 30'die Pumpendrehzahl und somit die Durchflussmenge bzw. das Mischungsverhältnis entsprechend regeln kann.
Die Feuerleistung wird mit einem Brennstoffregler 40 durch Anpassung der Menge des in den Feuerraum eingebrachten Ölgemischs geregelt. Dazu ist der Brennstoffregler 40 über Ventilregler 31, 31'mit Regelventilen 50, 50'verbunden, sodass von Seiten des Brennstoffreglers 40 entsprechend einer mittels einem Einsteller 61 vorgegebenen Feuerleistung genau gesteuert werden kann, welche Menge des Ölgemischs über die Brenner 10a', 10b'dem Feuerraum zugeführt wird.
Der Brennstoffregler 40 ist dabei über eine in der gemeinsamen Leitung 7"stattfindende Durchflussmessung f über die jeweils durch die Leitung transportierte Menge an Öl informiert.
Wie bereits erwähnt, wird mit dem Einsteller 60 am Mischungsregler 19'das gewünschte Verhältnis aus Schweröl und Biosprit eingestellt, und dementsprechend wird von dem Führungsregler 19'über die Regler 30, 30'die Pumpendrehzahl der beiden Pumpen 12,13 eingestellt, um das vorgegebene Verhältnis zu erzielen. Mittels einer Einstelleinrichtung 61 wird der Brennstoffregler 40 auf einen bestimmten Sollwert der Feuerleistung eingestellt und es wird an Hand des Heizwertes HW des Ölgemischs, welcher dem Brennstoffregler 40 von dem Mischungsregler 19'übermittelt wird, die notwendige Menge an Brennstoff ermittelt. Entsprechend der notwendigen Menge des Ölgemischs erfolgt über die Regelventile 50, 50'die Einstellung der den Brennern 10a', 10b'zugeführten Ölmenge.
Die Feuerleistung wird von dem Brennstoffregler 40 überwacht, wobei diese Informationen dem Regler 40 beispielsweise über eine elektrische Leitung 62 zugeführt werden.
Wird beispielsweise ein Absinken der Feuerleistung festgestellt, so wird dementsprechend die Brennstoffmenge durch eine entsprechende Änderung der Durchflussmenge erhöht.
Ist aus gewissen Gründen die Verwendung eines anderen Ölgemischs, d. h. eines Gemisches mit einem anderen Mengenverhältnis, notwendig, so wird dies mit dem Einsteller 60 am Mischungsregier 19'entsprechend eingestellt. Entsprechend dem eingestellten Verhältnis ändert der Mischungsregier 19'mittels der Regler 30, 30'entsprechend das Verhältnis der Drehzahlen der Pumpen 12,13 zueinander. Weiters wird von Seiten des Mischungsregiers 19'dem Brennstoffreg- ler 40 der neue Heizwert des Ölgemisches übermittelt, und dieser ermittelt daraus die notwendige Menge des Ölgemisches, was sich in einer dementsprechenden Änderung der dem Feuerraum zugeführten Menge des Ölgemischs äussert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kraftanlage zur gemeinsamen Verfeuerung fossiler und regenerativer Brennstoffe, mit zu- mindest einem Feuerraum (2) und zumindest einer Speichereinrichtung (3,4) für fossile
Brennstoffe, wobei die Brennstoffe von der zumindest einen Speichereinrichtung (3,4) mit- tels zumindest einer Zufuhreinrichtung (5,6, 7 ; 5, 6,7', 7") und über zumindest einen
Brenner (10a, 10b, 10c ; 10a', 10b', 10c') dem Feuerraum (2) zuführbar sind, und der Kraft- anlage (1) zumindest eine weitere Speichereinrichtung (8) für regenerative Brennstoffe zu- geordnet ist, aus welcher über zumindest eine Zufuhreinrichtung (9,9') sowie zumindest einen Brenner (11 ;
10a', 10b', 10c') der regenerative Brennstoff dem zumindest einen
Feuerraum (2) zur gemeinsamen Verfeuerung mit den fossilen Brennstoffen zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung des Mischungsverhältnisses von regenera- tivem und fossilem Brennstoff zumindest ein Mischungsregler (19', 21 a) vorgesehen ist.
<Desc / Clms Page number 1>
The invention relates to a power plant for the joint combustion of fossil and regenerative fuels, with at least one combustion chamber and at least one storage device for fossil fuels, the fuels being able to be fed to the combustion chamber from the at least one storage device by means of at least one supply device and via at least one burner, and the The power plant is assigned at least one further storage device for regenerative fuels, from which the regenerative fuel can be fed to the at least one combustion chamber for joint combustion with the fossil fuels via at least one feed device and at least one burner.
Furthermore, the invention relates to a method for the joint combustion of regenerative and fossil fuels in a power plant, in which the fossil and the regenerative fuels are fed to the combustion chamber from at least one separate storage device via feed devices and at least one burner.
Power plants are used to generate useful energy, which is sold either as electricity, heat or mechanical energy. The useful energy arises primarily as a result of primary energy combustion processes, with fossil fuels such as coal, oil or gas being mostly used as primary energy.
Statutory requirements stipulate that a minimum proportion of renewable energy must be used to generate useful energy in the near future. For this purpose, there are already power plants that are set up to generate useful energy from renewable fuels. A disadvantage of these power plants, however, is that they can only obtain useful energy from renewable fuels such as rapeseed oil, and that these plants have to be completely rebuilt, which is associated with high investments.
From EP 206 340 A2 a boiler for fluidized bed combustion in several layers is known, which has at least two fluidized beds in which conventional fuel, eg. B. coal, is delivered to the first layer, the combustion of this fuel then taking place in the first and in a second, subsequent layer. An alternative fuel, such as wood chips, wood waste. Paper waste or combustible waste is adjusted accordingly and fed to the second layer in order to be burned there. In this way, a simple fuel supply for the second layer is achieved and a higher protection against the clogging of the nozzles from the first layer to the second layer is achieved.
This boiler enables the use of alternative fuels that have an unusual shape or size, a high moisture content, etc., without, for example, clogging of the nozzles leading from the first fluidized bed to the second.
However, it is particularly important for modern plants that an exact regulation of the ratio of fossil and regenerative fuels during combustion in the combustion chamber of a power plant is possible in order to meet certain requirements, for example of a legal nature, which relate, for example, to a certain pollutant emissions of the plant or to any obtain a certain mixing ratio of the fuels. However, no such possibilities are shown in EP 206 340 A2.
It is an object of the invention to enable the production of useful energy using regenerative fuels in a cost-effective and technically simple manner, wherein the mixing ratio of fossil and regenerative fuel can be adjusted in a simple manner.
This object is achieved according to the invention with a power plant of the type mentioned at the outset in that at least one mixture controller is provided for regulating the mixing ratio of regenerative and fossil fuel.
The invention makes it possible to burn regenerative fuels together with fossil fuels in a power plant. With the help of the mixture regulator, the composition of the fuel mixture can be selected according to various criteria, such as legal regulations or the respective fuel price.
It is also advantageous that existing power plants can be upgraded in a simple and inexpensive manner in the sense of the invention, compared to a new construction of a corresponding power plant.
Existing power plants can be with a first embodiment of the invention, in which
<Desc / Clms Page number 2>
expand the at least one supply device for renewable fuels independently of the at least one supply device for fossil fuels and the at least one burner for introducing the regenerative fuels into the combustion chamber independently of the at least one burner for fossil fuels, simply and inexpensively.
An optimal setting of the fuel mixture for the combustion can be achieved if the mixture regulator regulates the at least one burner for fossil fuels and the at least one burner for regenerative fuels at least with regard to the mixture ratio of fossil to regenerative fuel to be introduced into the combustion chamber.
In a further expedient embodiment of the invention, the feed devices for fossil and regenerative fuels open into a common feed device, and the fuel mixture can be fed into the combustion chamber via at least one common burner. In this way, the fuel mixture can be adjusted in a simple manner with regard to the desired composition before it is introduced into the combustion chamber. In addition, particularly good mixing of the fuels, which is important for good and uniform combustion, can be achieved in this way.
In order to achieve thorough mixing of the fuels in this case, at least one fuel mixer is provided for the common supply device.
The power plant according to the invention proves to be particularly advantageous if oil is used as fuel, heavy oil preferably being used as fossil fuel and vegetable oil preferably being used as regenerative fuel. Oils can be fed into the combustion chamber in a simple manner, can usually be mixed relatively easily and mostly have good combustion properties.
In an expedient embodiment of the invention, pumps designed as volume conveyors are used to regulate the oil pressure, which pumps are regulated by the at least one mixture controller with regard to a predefinable mixture ratio of fossil to regenerative fuel. Volume conveyors are already known in existing systems for the combustion of heavy oil, for example. Such systems can now be easily expanded with a further volume conveyor for the regenerative oil, and the desired fuel ratio can be set in a particularly simple and very precise manner via the common mixture controller.
Furthermore, the stated object is also achieved with a method mentioned at the outset, in which, according to the invention, in order to adjust the mixing ratio of fossil and regenerative fuel, the transported amount of fossil and regenerative fuel is measured, the ascertained amounts are transmitted to a mixture controller and the determined mixing ratio is preset Mixing ratio is compared, furthermore a measured with a predetermined fire output is compared, and if the measured mixing ratio deviates from the preset mixing ratio of fossil to regenerative fuel, the amount of fossil and / or regenerative fuel is varied such that an adaptation of the current mixing ratio to the preset value takes place
while the fire output is kept at the specified value.
With the method according to the invention, renewable fuels can be burned together with fossil fuels in a power plant, the composition of the fuel mixture being able to be selected and adjusted in a simple manner according to various aspects, such as legal regulations or the respective fuel price.
The invention is explained in more detail below with reference to the drawing. In this show
1 shows a first embodiment of a power plant according to the invention,
2 shows a second, advantageous embodiment of a power plant according to the invention,
Fig. 3 is a schematic representation of the control principles for a power plant according to Fig. 1, and
FIG. 4 shows a schematic representation of the control principles for a power plant according to FIG. 2.
1 shows a power plant 1 with a combustion chamber 2, a flue gas cleaning system 15 and a chimney 16. The flue gas cleaning system 15 is used, for example, for dedusting, desulfurization or denitrification of the flue gas produced when the fuel is burned. In the illustrated embodiment, the power plant has two storage
<Desc / Clms Page number 3>
directions 3,4, for example tanks for fossil fuels, and a storage device 8 for regenerative fuels.
The two storage devices 3, 4 for fossil fuels are connected to the combustion chamber 2 via two supply devices 5, 6, which pass into a common supply device 7, the fuel being supplied to the combustion chamber 2 by means of several burners 10a, 10b, 10c. The burners are used in particular to introduce the fuel as completely as possible into the combustion chamber 2 without dead spaces and eddies, so that the fuel is mixed well and is easily ignitable.
In the following it should be assumed that the fossil fuel is an oil, for example heavy oil, which is supplied to the combustion chamber via supply lines 5, 6, 7. The storage device 8 for the regenerative fuel is connected to the combustion chamber 2 via its own supply device 9, which is separate from the supply for fossil fuels, the regenerative fuel being introduced into the combustion chamber 2 via a separate burner 11. The regenerative fuel in the example shown is a vegetable oil, such as bio fuel.
The heavy oil in the tanks 3, 4 is preheated and has a temperature of approx. 600 C and a pressure of approx. 0.3 to 1 bar. Depending on the quality of the oil, the sulfur content is about 0.5-1.5% by mass. The feed line 7 has a pump 12, by means of which the pressure of the heavy oil in the line 7 can be regulated via a pump regulating device 19 set up for this purpose. The pump is usually a speed-controlled high-pressure screw pump. Furthermore, the supply line 7 also has an oil preheater 14, by means of which the oil is heated to a temperature of approximately 130.
In this way, a decrease in the viscosity of the heavy oil and thus a higher thin liquid of the oil is achieved, which ensures good atomization of the fuel in the burners and thus an optimal combustion process. The pressure of the oil achieved by means of the pump is approximately 6-10 bar immediately before introduction into the combustion chamber 2 when using steam atomizing burners 10a-10c or approximately 20-40 bar with pressure atomizing burners.
The regenerative fuel, such as vegetable oil, is supplied to the combustion chamber 2 independently of the supply for the fossil fuel via its own supply line 9 and the burner 11. The feed line has a pump 13, preferably again a speed-controlled high-pressure screw pump, by means of which a pressure of about 6-40 bar is generated in the vegetable oil using a pump control device 20. The pressure is regulated according to the burner used for the vegetable oil and the amount of vegetable oil to be introduced into the combustion chamber. The temperature of the vegetable oil usually corresponds to the prevailing outside temperature before it is introduced into the combustion chamber 2.
However, depending on the burner used, the vegetable oil can also be preheated.
EMI3.1
to ensure optimal combustion of the fuel.
By means of a fire power controller 21 and a mixture controller 21a, finally, as will be explained in more detail later, the combustion of the fuels can be controlled according to various aspects, for example according to, by regulating the burners 10a-10c, 11. the desired sulfur content in the flue gas generated, in particular with regard to the design data of the flue gas cleaning system, and / or * the fuel costs, and / or * official requirements or other requirements that provide for a certain amount of fuel during combustion.
2 shows a further advantageous embodiment of the invention. The essential difference from the power plant management shown in FIG. 1 is that the regenerative fuels from the storage device 8 are not introduced into the combustion chamber 2 via a supply device that is independent of the supply of the fossil fuels and a separate burner, but rather that fossil and regenerative fuel are mixed together before being introduced into the combustion chamber 2.
In the following it is again assumed that the fossil fuel is
<Desc / Clms Page number 4>
Heavy oil and the regenerative fuel is vegetable oil. The heavy oil is brought via lines 5, 6, which open into a common line 7 ′, from the storage devices 3, 4 to the combustion chamber 2. The line 9 'for the vegetable oil also opens into this line 7' for the heavy oil. The heavy oil and the vegetable oil are mixed with one another in a mixer 18, preferably a static oil mixer, in order to achieve a homogeneous mixing of the oil mixture, which is favorable for optimal combustion.
The heavy oil is, as in the example above, in the tanks 3, 4 under a pressure of about 0.3-1 bar at a temperature of about 60 ° C. and has a sulfur content of about 0.5-1 / 5% by mass Depends on the type of oil. The vegetable oil has a sulfur content of approx. 0/3% and is at an outside temperature under a pressure of approx. 0.3-1 bar.
The oil mixture is conveyed into the combustion chamber 2 via common burners 10a'-10c '. The oil mixture was previously brought to a temperature of approximately 1200 ° C. in the area of the common line 7 ″ by means of an oil preheater 14 ′ in order to achieve a low viscosity and thus good atomization properties. Furthermore, a pump control device 19 ′ for the pumps 12, 13 - Which are usually speed-controlled high-pressure screw pumps - The pressure of the oil mixture is increased and maintained to approximately 6-10 bar when using steam-atomizing burners and to approximately 20 - 40 bar with pressure-atomizing burners.
The mixing ratio 19 ′ can be used to set the mixing ratio of the heavy oil with the vegetable oil via the pumps 12, 13 with regard to various aspects already mentioned above, such as the desired sulfur content in the flue gas produced, and / or the fuel costs, and / or official requirements or other requirements. that provide a certain amount of fuel during combustion are regulated.
In order to optimize the combustion of the fuel, the burners are in turn supplied with fresh air by means of at least one combustion air blower 17.
FIG. 3 shows an example of a control principle for a power plant according to FIG. 1, in which the fossil and the regenerative fuels are each introduced into the combustion chamber via their own burners without prior mixing. As can be seen from the figure, the regenerative fuel, such as bio-fuel, is fed to a burner 11 via a dedicated feed device 9, such as a feed line for vegetable oil (bio-fuel), via which the bio-fuel reaches the combustion chamber. The pressure of the bio fuel in line 9 is generated by a pump 13. The pump 13 is controlled by means of a pump control device 20 via a pump regulator 35 with regard to the pressure specified by means of an adjuster 36.
The pump control device 20 is informed about a measurement p of the pressure in the line 9 about the actual value of the pressure in order to change the pump speed accordingly in the event of a deviation from the setpoint value. The preset pressure is chosen so that an optimal atomization of the fuel in the burners and thus an optimal combustion process is guaranteed.
A control valve 110 is provided for controlling the amount of vegetable oil introduced into the combustion chamber for the burner 11. The valve is adjusted by a mixture regulator 21a for the vegetable oil according to a preset fuel ratio of regenerative to fossil fuel by means of a valve regulator 35 '. The desired mixing ratio is set on the mixing controller 21a via an adjuster 70. A flow measurement f takes place in line 9 in the transport direction upstream of valve 110, the result of which is transmitted to the mixture controller 21a. In the event that the desired mixture ratio is changed or the fire output is increased or decreased, the flow with the valve via the mixture regulator 21a is correspondingly adapted to the changed situation.
The right part of FIG. 3 shows the devices in connection with the introduction of the fossil fuel into the combustion chamber. A comparison with FIG. 1 shows that in addition to the line 7 for Ot, for example heating oil, FIG. 3 also shows supply devices 7a, 7b for gas and for coal. In practice, such a combined supply of different types of fossil fuels is quite conceivable, although usually only one type of fossil fuel is often supplied. For ease of illustration, only one burner is shown for each fuel. However, it is known to the person skilled in the art that these are usually groups of several burners.
<Desc / Clms Page number 5>
If the supply of 01 is considered, the pump 12 can be seen, by means of which a setpoint value for the pressure of the oil in the line, which is predetermined by an adjuster 38, is generated. The pump is controlled by means of a pump regulator 37, which is controlled by the pump control device 19. For a comparison between the desired value and the actual value of the pressure, a pressure measurement p takes place in line 7, the result of which is fed to the pump control device 19.
The adjustment of the amount of oil to be injected into the combustion chamber is controlled by means of a control valve 112, which is connected via a pump regulator 103 to a guide regulator 21 for the fossil fuel. For this purpose, it is necessary that a flow measurement f takes place in line 7 in the transport direction in front of the valve, the result of which is transmitted to the guide controller 21.
For gas, a flow measurement f takes place along line 7a, on the basis of which the guide controller 21 regulates a shut-off valve 111 according to the necessary amount of gas via a controller 102. If coal is introduced, a quantity measurement n of the transported coal takes place, according to the results of which the conveyor 113 is controlled by the guide controller 21 with a controller 104.
The 01 or gas and coal are introduced into the combustion chamber according to FIG. 3 via burners 10a, 10a ", 10a '.
With an adjuster 70, on the one hand, the ratio of regenerative to fossil fuel on the mixing regulator 21a is set in accordance with certain specifications, on the other hand, a setpoint for the fire output to be produced is set for the system by means of an adjuster 71. In the case of a conventional power plant, in which the facilities for supplying fossil fuels are already present, the guide controller 21 is also already present. If a corresponding power plant in the sense of the invention is expanded for the combustion of fossil fuels, the addition is also a mixture controller 21a necessary.
As a rule, however, this is not a separate, separate controller, but the existing controller 21 is expanded by the corresponding functions, as is indicated in the drawing by the use of a dashed hyphen.
The guide controller 21 and the mixture controller 21a are now, for example, via an electrical line 63 constantly on the instantaneous fire output, ie. H. informed about the actual value of the fire output, so that deviations from the specified target value of the fire output can be reacted to directly with a higher or lower supply of fuel and / or a change in the mixing ratio. For this purpose, in the case of 01 both as regenerative and as fossil fuel, the two regulators 21 and 21 a increase or decrease the flow rate accordingly via the valves 110, 112, the pressure in the lines 7, 9 being kept constant by the pump control devices 19, 20 becomes.
FIG. 4 shows an exemplary control principle for a power plant according to FIG. 2, in which the fossil and the regenerative fuels are mixed with one another before being introduced into the combustion chamber. In the following, it should be assumed that the fossil fuel is 01, in particular heavy oil, and the fossil fuel is vegetable oil, for example bio fuel, since it is particularly easy to mix these fuels.
As can be seen in FIG. 4, the two lines 7 ', 9' for heavy oil or bio-fuel are brought together into a common line 7 ", through which the oil mixture leads to the burners 10a ', 10b' and via these The 01 is brought to a certain, predeterminable pressure in the lines 7, 9 ′ by means of pumps 12, 13, preferably high-pressure screw pumps, in the area of the common line 7 ″, a pressure measurement p of the oil mixture is carried out, whereby the result of the pressure measurement is forwarded to the mixture controller 19 ′ for the fuel mixture.
The measured actual value of the pressure is compared with a target value of the pressure specified by means of an adjuster 90 on the mixing regulator 19 ′, and if the actual value deviates from the target value, the pump speeds and thus the delivered oil volumes are changed in the sense of an adjustment of the actual and target values. The old pressure in line 7 "is specified so that an optimal atomization of the oil mixture in the burners and thus an optimal combustion is guaranteed.
The mixing ratio of heavy oil / bio-fuel is regulated by means of the mixing regulator 19 ',
<Desc / Clms Page number 6>
this mixing ratio being specified via an adjuster 60. For this purpose, a measurement n of the pump speed of the two pumps 12, 13 takes place, the results of which are forwarded to the mixing controller 19 ′. The two pumps 12, 13 in the embodiment shown are volume conveyors, so that the oil volume delivered by the pumps can be inferred directly from the speed measurement n, and the mixture controller 19 'via pump controllers 30, 30' the pump speed and thus the flow rate or can regulate the mixing ratio accordingly.
The fire output is controlled by a fuel regulator 40 by adjusting the amount of the oil mixture introduced into the combustion chamber. For this purpose, the fuel regulator 40 is connected to control valves 50, 50 ′ via valve regulators 31, 31 ′, so that the fuel regulator 40 can precisely control the quantity of the oil mixture via the burners 10a ′, 10b ′ in accordance with a fire output specified by an adjuster 61. is fed into the combustion chamber.
The fuel regulator 40 is informed about a flow measurement f taking place in the common line 7 ″ about the amount of oil transported through the line in each case.
As already mentioned, the desired ratio of heavy oil and bio-fuel is set with the adjuster 60 on the mixture controller 19 ′, and accordingly the pump speed of the two pumps 12, 13 is set by the guide controller 19 ′ via the controllers 30, 30 ′ by the predetermined one To achieve ratio. By means of an adjusting device 61, the fuel controller 40 is set to a specific desired value of the fire output and the necessary amount of fuel is determined on the basis of the heating value HW of the oil mixture, which is transmitted to the fuel controller 40 by the mixture controller 19 ′. In accordance with the required amount of the oil mixture, the control of the control valves 50, 50 'is used to set the amount of oil supplied to the burners 10a', 10b '.
The fire output is monitored by the fuel controller 40, this information being supplied to the controller 40, for example via an electrical line 62.
If, for example, a decrease in the fire output is determined, the amount of fuel is increased accordingly by a corresponding change in the flow rate.
If for some reason the use of a different oil mixture, i.e. H. a mixture with a different quantity ratio is necessary, this is set accordingly with the adjuster 60 on the mixing regulator 19 ′. In accordance with the set ratio, the mixing regulator 19 ′ changes the ratio of the speeds of the pumps 12, 13 to one another by means of the regulators 30, 30 ′. Furthermore, the mixing regulator 19 ′ transmits the new calorific value of the oil mixture to the fuel regulator 40, and the latter determines the necessary amount of the oil mixture, which is reflected in a corresponding change in the quantity of the oil mixture supplied to the combustion chamber.
PATENT CLAIMS:
1. Power plant for the joint burning of fossil and regenerative fuels, with at least one combustion chamber (2) and at least one storage device (3, 4) for fossil fuels
Fuels, the fuels from the at least one storage device (3, 4) by means of at least one supply device (5, 6, 7; 5, 6, 7 ', 7 ") and via at least one
Burners (10a, 10b, 10c; 10a ', 10b', 10c ') can be fed to the combustion chamber (2) and the power plant (1) is assigned at least one additional storage device (8) for regenerative fuels, from which via at least one feed device (9, 9 ') and at least one burner (11;
10a ', 10b', 10c ') the regenerative fuel the at least one
Combustion chamber (2) can be supplied for joint combustion with the fossil fuels, characterized in that at least one mixture controller (19 ', 21 a) is provided for regulating the mixing ratio of regenerative and fossil fuel.